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Waxahatchee – Ivy Tripp (Review)

6. Mai 2015
Waxahatchee - Ivy Tripp

Waxahatchee – Ivy Tripp

Katie Crutchfield meldet sich zurück. Zwei Jahre nach ihrem letzten Album „Cerulean Salt“ folgt mit „Ivy Tripp“ nun die dritte Platte von Waxahatchee. Nachdem ihr Debüt (geschrieben und aufgenommen im heimischen Schlafzimmer binnen einer Woche) in Indie-Kreisen für ziemliche Begeisterung sorgte, zog es Crutchfield vom Waxahatchee Creek in Alabama nach Brooklyn, um sich ganz auf ihre musikalische Arbeit zu konzentrieren. Und um erwachsen zu werden. Mit neuen, unbekannten Situationen konfrontiert zu werden, sie zu bewältigen. Ohne Ziel durch´s Leben zu streifen, auf der Suche nach einem Sinn, einer Bestimmung, die dem vorgefertigten Schema (Ehe, Kinder – und das war´s dann) die Stirn bieten kann. Davon handelt „Ivy Tripp“ laut Crutchfield.

Ihr neues Album beschreibt sie als ein gasförmiges Gebilde. Flüchtig, nicht greifbar und dennoch immer präsent. Das passt insofern, als dass sich Waxahatchees Songs tatsächlich einbrennen, jedoch wie ein Hauch über einem schweben. Und immer hat man das Gefühl gerade Teil einer sehr intimen Vorstellung zu sein. Allein das zeichnet Waxahatchee schon aus. Eine Atmosphäre zu schaffen, die fragil und kraftvoll zugleich wirkt. Im Vordergrund stehen die Geschichten, die das Leben erzählt. Hier und da dröhnt eine verzerrte Gitarre, Synthies und Drums bilden den rhytmischen Rahmen – Katie Crutchfield singt. Ein schönes zeitloses Hörerlebnis, das mitzieht und tiefer berührt, als man es sich vielleicht eingestehen möchte. Weil diese Frau mit wenigen Mitteln derart viel Drive erzeugt, Natürlichkeit aus jeder Pore atmet und ihre Balladen zu kleinen Indie-Hymnen wachsen lässt. Waxahatchee kommt sehr bald für einige Termine nach Deutschland. Wer also tatsächlich noch skeptisch sein sollte, kann sich in kleiner Runde von Crutchfields Talent überzeugen.

Waxahatchee im Internet:
Homepage
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Tourdaten:
23.05. – Beatpol, Dresden
24.05. – Maifeld Derby, Mannheim
25.05. – K4, Nürnberg
28.05. – Rote Fabrik, Zürich
01.06. – Gleis 22, Münster
03.06. – Molotow, Hamburg
07.06. – Grüner Salon, Berlin
08.06. – Blue Shell, Köln

 

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