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Universal Daughters – Why hast thou forsaken me? (Review) – Rockzoom

1. März 2014
Universal Daughters - Why Hast Thou Forsaken Me

Universal Daughters – Why Hast Thou Forsaken Me

Mit Charity – Alben ist das ja immer so eine Sache. Zu gerne treffen sich dann mehr oder weniger bekannte Musiker und schustern schnell etwas für den guten Zweck zusammen. Man selbst (sofern nicht komplett verroht) möchte selbstverständlich unterstützen. Und so passiert es, dass man Alben im Regal stehen hat, mit deren Kauf man zwar diversen Charity – Projekten unter die Arme gegriffen hat – aber hören tut man sie nicht. Weil die Musik einfach zu schlecht ist. Zu belanglos, zu uninteressant. Marco Fasolo (Jennifer Gentle) beschreitet mit seinem Künstlerkollektiv Universal Daughters einen ganz anderen Weg. „Why hast thou forsaken me?“ umfasst Coversongs von Stücken, die ihre Entstehung irgendwann zwischen 1920 und 1970 erlebten. Schnickschnack und übertriebenes Aufbauschen waren bei den Aufnahmen ebenfalls unerwünscht. Vielmehr wollte man mit dieser durchdachten Selektion nur eine Botschaft transportieren: das Leben. Ein Konzept, das die geladenen Gastmusiker keinen Moment zögern ließ, Teil dieses Projekts zu werden. Zu den beteiligten Albumgästen zählen Sänger wie Jarvis Cocker, Gavin Friday, Chris Robinson (The Black Crowes), Alan Vega (Suicide), Jerry „Swamp Dogg“ Williams, Lisa Germano, Baby Dee, Steve Wynn (Dream Syndicate), Mick Collins (The Dirtbombs), Stan Ridgway (Wall of Voodoo), Ed Harcourt, Carla Bozulich und Mark Arm von Mudhoney. Mit „Why hast thou forsaken me?“ ist ein Album entstanden, zu dem man trotz Komplexität leicht Zugang findet. Die Neuinterpretationen etlicher Klassiker überraschen sogar sehr positiv. Die Universal Daughters stiften den Erlös der Plattenverkäufe der italienischen Città della Speranza (einer gemeinnützigen Institution, die schwerkranken Kindern hilft). Und vielleicht – oder sogar hoffentlich, bleibt uns diese fiktive Band für weitere Projekte erhalten. „Why hast thou forsaken me?“ wird jedenfalls keinen Staub ansetzen.

Tracklist:
1. I am born to preach the gospel (Washington Phillips) feat. Chris Robinson
2. Five Years (David Bowie) feat. Ed Harcourt
3. First of May (The Bee Gees) feat. Jarvis Cocker
4. It’s your voodoo working (Charles Sheffield) feat. Mick Collins
5. I hear voices (Screamin‘ Jay Hawkins) feat. Alan Vega
6. Hong Kong blues (Hoagy Carmichael) feat. Baby Dee
7. Cheree (Suicide) feat. Mark Arm
8. Midnight, the stars and you (Al Bowlly) feat. Lisa Germano
9. Is that all there is? (Peggy Lee) feat. Stan Ridgway
10. The clock (Johnny Ace) feat. Swamp Dogg
11. Psycho (Leon Payne) feat. Steve Wynn
12. I asked for water, she gave me gasoline (Howlin’Wolf) feat. Carla Bozulich
13. For the last time we’ll pray (Pino Donaggio, from the movie Carrie)
14. Kanga Roo (Big Star) feat. Gavin Friday
15. Mother (John Lennon) feat. Marco Fasolo + Verdena

Universal Daughters im Internet:
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