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Two Gallants – We Are Undone (Review)

1. März 2015
Two Gallants - We Are Undone

Two Gallants – We Are Undone

Das dynamische Duo aus San Francisco ist zurück: Tyson Vogel und Adam Stephens brechen nach drei Jahren die Two Gallants-Funkstille. „We Are Undone“ folgt auf das hochgelobte „The Bloom And The Blight“, schließt Lücken ohne selbst unfertig zu klingen. Viel Zeit lassen sie sich ja gerne. Und solange das Endergebnis stimmt, ist einem intensiven Feinschliff auch nichts entgegenzusetzen. Bestehend aus einem singenden Gitarristen und einem Schlagzeuger bieten Two Gallants schon seit jeher eine eher ungewöhnliche Kombination. Den epischen folkigen Punksound haben die beiden über die Jahre weitestgehend abgelegt. Manch einer mag vom Aufbrechen alter Strukturen reden, davon, dass sich Stephens und Vogel ihres rauen ursprünglichen Stils entledigt haben. Vielleicht ist es aber auch der Lauf der Dinge, dass man sich neu – und umorientiert. Den eigenen Texten ein passendes Gewand schneidert. Nichts anderes ist auf „We Are Undone“ geschehen.

Dass man nun freilich nicht in die verweichlichte Bedeutungslosigkeit abdriftet, dafür ist natürlich gesorgt. Die Platte beginnt mit einem rotzig lässigen Riff, das sich sofort in die Gedanken fräst. „We Are Undone“: einen besseren Einstieg kann man sich gar nicht wünschen. Und doch steht der Titelsong nicht repräsentativ für das gesamte Album. Denn das ist viel zu abwechslungsreich, als dass es in einem Track auf den Punkt gebracht werden könnte. Two Gallants streifen eingängigen Indie Rock („Incidental“, „Fools Like Us“), hauen in die Tasten („Invitation To The Funeral“), lassen Folk kitschfrei aufleben („My Man Go“, „Katy Kruelly“) und wirbeln – Grunge gepaart mit Blues – den Staub der Vergangenheit auf („Some Trouble“). Hier findet jeder mindestens einen Song, der so gefällt, dass er den Weg auf die persönliche Hitliste findet. Viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass man die gesamte Platte ins Herz schließt. Einfach weil sie durchweg sehr sehr gut ist.

Two Gallants im Internet:
Homepage
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Soundcloud

Tourdaten:
07.03. – Rote Fabrik, Zürich
08.03. – Theaterfabrik, München
09.03. – Wuk, Wien
11.03. – SO36, Berlin
12.03. – Übel & Gefährlich, Hamburg

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