Suche

Tónlist frá Íslandi

6. Februar 2008

Musik aus Island

Doch, wir bei RockZOOM sind eigentlich sehr gastfreundlich. Voraussetzung hierbei ist natürlich, dass der Gast ein feines Geschenk mitbringt. Zum Beispiel einen Schneepflug, der auf die Durchkämmung der Musiklandschaft Islands eingestellt ist… zugegeben, das war ein Kamm mit groben Zacken (sprich: ohne Anspruch auf Vollständigkeit), aber im Endeffekt ist diese Gastgabe hier doch irgendwie hübsch frisiert. Man erscheint schließlich salonfähig beim Gastgeber RockZOOM. Also: Willkommen, Sharif! Mach‘ es dir bequem und erzähl den Lesern ein bisschen vom musikalischen Inselleben im hohen Norden… (KKR)

Ínhaltsúbersicht:

ðíe intróðuktíón

ðíe kúnstler…
.. Amiina, Ampop, Ólöf Arnalds, Pétur Ben, Botnleðja
.. GusGus, Benni Hemm Hemm, Hjaltalín, Jakobínarína, Jan Mayen
.. Helgi Jónsson, Leaves, Mínus, Múm, Nilfisk
.. Reykjavík!, Rökkurró, Sigur Rós, Emiliana Torrini

…unð íhre bóten
.. plattenlabels
.. festival(s)

An die 313.000 Einwohner. Eine Fläche von 103.125 km². Seit dem 17. Juni 1944 unabhängige parlamentarisch-demokratische Republik. Im Sommer dämmert es lediglich für ein paar Stunden. Der Winter hingegen scheint eine ewige Nacht zu sein.

Was treibt da die Bevölkerung Islands denn so den ganzen Tag? Ein Teil geht seiner täglichen Arbeit nach, ein weiterer beschäftigt sich mit Kunst jeglicher Art. Ein Stück Islands Musikkultur möchte ich jetzt näher bringen.

Es waren die von 1941 bis 2006 auf Island stationierten amerikanischen Soldaten, die den Rock’n’Roll einst auf die Insel brachten. Die Soldaten der amerikanischen Militärbasis, der sogenannten „Iceland Defense Force“ in Keflavík waren im Zweiten Weltkrieg für die Sicherung der Nachschubrouten nach Europa zuständig. Zur Zeit des kalten Krieges war die amerikanische Militärpräsenz strategisch wichtig zur Bekämpfung von U-Booten im Falle eines Konfliktes zwischen den USA und der Sowjetunion.

Lange Jahre war die unter ihrem Vornamen bekannte Sängerin Björk Guðmundsdóttir alleiniges internationales Aushängeschild des nordatlantischen Inselstaates. Ihre Karriere begann 1977 im zarten Alter von elf Jahren und mit dem schlicht „Björk“ betitelten Album, das isländische Volkslieder und Coverversionen bekannter Lieder, darunter den Beatles-Song „Álfur Út Úr Hól“ („Fools On The Hill“) enthielt. Nachdem sie unter anderem in Punkbands („Tappi Tíkarrass“, „Kukl“) und in der Fusionjazzband „Exodus“ sang, erreichte sie als Sängerin der 1986 geformten Band Sykurmolarnir (engl. „The Sugarcubes“) internationale Aufmerksamkeit. Vor allem die Single „Birthday“ war ein Hit in England. 1990 nahm Björk gemeinsam mit dem Trió Guðmundar Ingólfssonar die Jazz-CD „Gling-Gló“ auf. Ein Jahr später gaben die Sugarcubes ihre Trennung bekannt. 2006 reformierten sie sich noch einmal für ein Benefizkonzert zugunsten des finanziell angeschlagenen, von ehemaligen Sugarcubes-Mitgliedern gegründeten Labels namens „Smekkleysa“. Björks Solokarriere startete 1993 mit dem Album „Debut“, das sie mithilfe von Singles wie „Violently Happy“ und „Human Behaviour“ zu einem weltweit bekannten Star machen sollte. Seitdem ist sie von der internationalen Musikszene nicht mehr wegzudenken. Es folgte ein Hitalbum nach dem anderen. 2007 brachte sie ihr neuestes Werk „Volta“ heraus, auf dem sie unter anderem mit ihrem alten Weggefährten Mark Bell und dem für seine Charthit-Produktionen bekannten amerikanischen Produzenten Timbaland zusammenarbeitete.

Doch Island hat einiges mehr zu bieten, als nur ein kleiner Fleck auf der Landkarte zu sein. Einem Witz zufolge spielt jeder zweite Isländer/ jede zweite Isländerin in einer Band. Obwohl diese Behauptung übertrieben ist, verbirgt sich dahinter ein kleines Stückchen Wahrheit. Es ist tatsächlich so, dass es eine Vielzahl an musikalischem Angebot auf der Insel gibt. (Und mit „der Insel“ ist zur Abwechslung nicht von Großbritannien die Rede.) Natürlich kann mein Artikel nur eine Momentaufnahme sein. Neue musikalische Leckerbissen warten bereits, um entdeckt zu werden. Andere wurden einfach nur noch nicht von genug Menschen gehört. Dennoch möchte ich mich daran versuchen euch einen kleinen Einblick in das reichhaltige Musikangebot Islands zu bieten.

Schreib einen Kommentar