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The Shoes – Chemicals (Review)

8. November 2015
The Shoes - Chemicals

The Shoes – Chemicals

The Shoes zogen bereits vor sechs Jahren das erste Mal mit ihrem Debüt „Scandal“ die Aufmerksamkeit auf sich. Das Duo um Guillaume Brière und Benjamin Lebeau stellte sämtliche Albumstrukturen auf den Kopf, mixte Pop mit elektronischen Elementen, Indietronic, EDM, Hip Hop und irgendwie so allem, was ihnen zwischen die Finger kam. Ihre aktuelle Platte „Chemicals“ fährt in denselben Bahnen. Dass das Album in so gar keine Kategorie passt, ist überraschend anders und nicht minder schön. Eine Art Sampler, der in allen erdenklichen Schubladen kramt und komprimiert in zehn Titel packt. Um das Ganze mit noch mehr Abwechslung zu versehen, steuern Black Atlass, Blue Daisy und Amateur Best Gastauftritte bei.

Eine klare Linie ist definitv nicht zu finden – und auch gar nicht erwünscht. The Shoes verpacken ihr gesamtes Spektrum, zu dem nicht nur das eigene kreativ-sein zählt, sondern auch ihre Produzenten – und Remixererfahrungen (Shakira, Pharell Williams, Woodkid) in eine Fahrt durch die Musiklandschaft. Da streift man astreine Popsongs („Vortex Of Love“), träge Traumbeats („Submarine“), shoegazige Hymnen („Lost In London“), EDM-lastiges Geballer („Drifted“) und getragene Hip Hop-Tracks („Feed The Ghost“). Natürlich überzogen mit dem eigensinnigen Feingeist der beiden Franzosen. Ein derartiges Wildern in Genren und die Umstrukturierung des gleichförmigen Albumflusses schenkt „Chemicals“ mehr Leichtigkeit, mehr Wandlung und letztlich auch mehr Hörfreude. Wer also die Abwechslung liebt, wird hier sein Gegenstück finden.

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