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The Districts – A Flourish And A Spoil (Review)

11. März 2015
The Districts - A Flourish And Spoil

The Districts – A Flourish And Spoil

Ein Debüt, ein Debüt! The Districts kommen aus einem kleinen Ort in Pennsylvania, sind allesamt unter 21 und legen mit „A Flourish And A Spoil“ einen ziemlich beachtlichen Start hin. Bereits im letzten Jahr veröffentlichte der Vierer eine selbstbetitelte EP, ging danach jenseits des Atlantiks auf Tour, und schickt sich nun an mit seiner ersten Platte auch hierzulande alle Herzen zu erobern. Dass ihnen das nicht sonderlich schwer fallen wird, liegt zum einen daran, dass ihr Sound altbekannte Klangmuster aufgreift, zum anderen jedoch den damit behafteten überholten Mief großzügig auslüften. The Districts erfinden sicher nichts komplett neu. Aber sie spielen derart erfrischend; man könnte in Versuchung kommen ihr Debüt schon jetzt zu einem der besten Alben des Jahres zu küren.

Es klingt leicht überholt und verbraucht, dieses Wort – Authentizität. Und doch trifft es in aller Kürze den Aspekt dieser Formation, der am meisten fasziniert. Die Songs fließen klar und ungeschliffen. Eine Idee zu Papier gebracht und ohne viel Nachbearbeitung oder Klimbim direkt aufgenommen. The Districts verknüpfen klassischen Rock mit Blues-Elementen und überziehen alles mit einem schönen Alternative-Einschlag. Das Ergebnis poltert wunderbar, ist unglaublich melodisch und geerdet zugleich. Eine absolut fabelhafte Platte für alle Gelegenheiten, die gute Laune herbeizaubert, zum Rumtanzen und -springen einlädt. „A Flourish And A Spoil“ deckt von groovend rockigen Titeln („4th And Roebling“, „Peaches“) über Downtempo-Nummern („Bold“, „Chlorine“) – bis hin zu folkigen Songs („6AM“, „Suburban Smell“) so ziemlich das gesamte musikalische Wunschkonzert ab. Hier geht es tatsächlich noch um Musik, heruntergebrochen auf ihre essentiellen Komponenten – und ihre sehr leidenschaftliche Umsetzung. Man darf sehr gespannt auf die Live-Qualitäten dieses Quartetts sein. Album des Jahres? Vielleicht. In jedem Fall ganz vorne dabei.

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Tourdaten:
11.04. – Luxor, Köln
13.04. – Übel & Gefährlich, Hamburg
16.04 – Lido, Berlin
17.04. – B72, Wien
18.04. – Strom, München
20.04. – Hafenkneipe, Zürich
23.04. – Zoom, Frankfurt

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