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	<title>Rockzoom &#187; technical death metal</title>
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	<description>pleasing sounds, thoughts and photography</description>
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		<title>THE FACELESS: &#8220;Planetary Duality&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jan 2009 17:23:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[2009 wird ein dämliches Jahr. So wurde es uns jedenfalls prophezeiht. Und schenkt man dem neuesten Tonträger der Amerikaner THE FACELESS Glauben, so werden es schon bald fiese Außerirdische sein, die unseren Planeten äh&#8230; dem Erdboden gleichmachen werden. Und das war&#8217;s dann wohl mit 2009. Zumindest ging&#8217;s dann nicht besonders lange&#8230; dieses Scheißjahr&#8230; Und dabei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>2009 wird ein dämliches Jahr. So wurde es uns jedenfalls prophezeiht. Und schenkt man dem neuesten Tonträger der Amerikaner THE FACELESS Glauben, so werden es schon bald fiese Außerirdische sein, die unseren Planeten äh&#8230; dem Erdboden gleichmachen werden. Und das war&#8217;s dann wohl mit 2009. Zumindest ging&#8217;s dann nicht besonders lange&#8230; dieses Scheißjahr&#8230;<span id="more-1434"></span></p>
<p>Und dabei sah es doch in der letzten Zeit gar nicht so schlecht aus für den technischen Death Metal. Die prägenden Bands dieser Sparte die anno 1993 oder 1994 das Handtuch warfen weil die Menschheit einfach noch nicht kaputt genug war für solch experimentelle Extremtöne, kamen die letzten Jahre über aus ihren Löchern zur großen Reunion hervorgekrochen. Allen voran die hier schon viel zitierten Cynic und Atheist. Ja, auch Pestilence wollen im März (sofern es einen gibt nach der Faceless&#8217;schen Erdinvasion) nach 16 Jahren Absenz zurückkehren! Neben diesem Phänomen der Wiederauferstehung gab es natürlich auch einige Kandidaten wie Nile, Cryptopsy oder Meshuggah, die sich über die Jahre wacker gehalten haben.</p>
<p><img src="/wp-content/uploads/2009/01/thefaceless1.jpg" alt="The Faceless: &quot;Planetary Duality&quot; (2009)" title="The Faceless: &quot;Planetary Duality&quot; (2009)" width="200" height="200" class="alignleft size-full wp-image-1460" />Ab der Jahrtausendwende war technischer Death Metal so langsam aber sicher wieder ein gern gesehener Gast, bis dahin unbekannte Bands wie Necrophagist, Psycroptic oder Alarum wurden schon bald beliebt und Kapellen wie The Faceless neu gegründet. Zwar suggeriert es der Bandname wie vielleicht auch der mittlerweile viel zelebrierte populäre Stil, doch Gesichtslosigkeit muss sich die 2005 gegründete Band aus Florida nicht vorwerfen lassen.</p>
<p>Vielmehr untermauert das kalifornische Quintett mit &#8220;Planetary Duality&#8221;, welches in den Staaten bereits 2008 erschien, den Platz in einer eigenen Nische, über die man irgendwie das Etikett &#8220;Brutal Technical Death Metal im Hypocrisy-Ambiente&#8221; kleben könnte, wenn man auf eine solche Beschilderung steht. In Wirklichkeit hatte man 2005 beim Debüt &#8220;Akeldama&#8221; sogar einen Song dabei, der sich &#8220;Hypocrisy&#8221; nannte&#8230; ein weiterer war mit &#8220;An Autopsy&#8221; bezeichnet, wieder ein anderer mit &#8220;Pestilence&#8221;. Na, klingelt&#8217;s? Und dennoch sind The Faceless angenehm anders. Dieser Tage nehmen die noch immer sehr jungen Burschen etwas Groove heraus und legen mehr Wert auf Tempo und Abwechslung. Die in metallischen Bereichen bisher erstaunlich wenig gebrauchte Alien-Thematik wird durch eingebaute, stets passend Samples und schaurige Synths unterstützt, die keineswegs künstlich sondern eher wie aus einem alten angespacten Horrorstreifen klingen; das Zwischenstück &#8220;Shape Shifters&#8221; mit der gruseligen Cleangitarren-semisinfonisch-Dissonanz kann man an dieser Stelle als gutes Beispiel heranziehen. Die wunderbar ausdifferenzierte, druckvolle Produktion tut da ihr Übriges.</p>
<p>In der Bandbeschreibung des Labels wird gern Verwandtschaft zu Cynic vorgetäuscht. Meines Erachtens besteht die wiederum gerade mal hin und wieder im Einsatz eines Vocoders. Ansonsten fehlt The Faceless natürlich das Sphärisch-subtile, das inhaltlich eher Anspruchsvolle, um den Landsmännern gleichzukommen. Beide sind demnächst zusammen mit Meshuggah auf US-Tour, kein schlechtes Package; zumal The Faceless live ob ihrer Herftigkeit sicher gut einheizen können, eventuell aber auch neue Cynic-Fans, die eher aus dem klassischen Progressive-Bereich kommen, verschrecken könnten. Bei den &#8220;Gesichtslosen&#8221; ist nämlich klar der tief röchelnde Growl in der Tonlage von Niles Karl Sanders angesagt. Den hin und wieder auftauchenden Klargesang (&#8220;Sons of Belial&#8221; oder &#8220;Planetary Duality II (A Prophecies Fruition)&#8221;) hätte man sich von mir aus schenken können. Der klingt nach nichts Besonderem, jede Modern Metal-Band mit Schema &#8220;mal hart, mal zart&#8221; macht das so und das braucht&#8217;s hier einfach nicht, macht sogar eher die dichte Weltuntergangsatmosphäre kaputt.</p>
<p>Abgesehen von diesem kleinen Makel ist &#8220;Planetary Duality&#8221; absolut gelungen und trotz seiner hin und wieder recht schwer verdaulichen Heftigkeit eine kurzweilige Angelegenheit, was man natürlich mit der Spielzeit von knapp 32 Minuten auch logisch geklärt hätte. Anspieltipp meinerseits ist das sehr virtuos gestaltete &#8220;Xenochrist&#8221;: mal rasant, mal überraschend melodisch sowie die Nummer &#8220;The Ancient Covenant&#8221; mit ihren scheinbar unspielbar schnellen Basslinien. Doch überall gibt es solche Momente, mit denen man überhaupt nicht rechnet: eine schon beinahe barock anmutende Gitarrenmelodie hier (&#8220;Legion of the Serpent&#8221;), ein Oldschool-Gekeif da, verschrobene Pianomelodien und herrlich kranke Riffs anderenorts. &#8220;Planetary Duality&#8221; ist ein Album mit Intensität von vorn bis hinten und schier unerschöpflichem Detailreichtum, das definitiv noch lange in meinem Player rotieren wird&#8230; jedenfalls bis diese bösen Außenweltler kommen und mir meinen Kaffee hier wegnehmen&#8230; Ich erinnere nur an Ziltoid the Omniscient, haha&#8230;</p>
<p>>> <a href="http://www.myspace.com/thefaceless" target="_blank">The Faceless @ MySpace</a> (= offizielle Homepage)</p>
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		<title>CYNIC: &#8220;Traced in Air&#8221;</title>
		<link>http://rockzoom.de/2008/11/29/cynic-traced-in-air/</link>
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		<pubDate>Sat, 29 Nov 2008 00:12:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
				<category><![CDATA[pleasing sounds]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer Atheist sagt, muss auch Cynic sagen. &#8216;Was, wieso?&#8217; mag sich der Unbedarfte denken, der bisher noch nicht seine Ohren in die Weiten des Progressive/Technical Death Metal gesteckt hat. Beide US-amerikanischen Bands haben sich vor ziemlich genau 15 Jahren nach nur kurzem Bestehen aufgelöst, wurden jeweils vor gut zwei Jahren wiederbelebt, gingen auf Reunion-Tour und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer Atheist sagt, muss auch Cynic sagen. &#8216;Was, wieso?&#8217; mag sich der Unbedarfte denken, der bisher noch nicht seine Ohren in die Weiten des Progressive/Technical Death Metal gesteckt hat. Beide US-amerikanischen Bands haben sich vor ziemlich genau 15 Jahren nach nur kurzem Bestehen aufgelöst, wurden jeweils vor gut zwei Jahren wiederbelebt, gingen auf Reunion-Tour und nun steht das erste Album seit einer geschätzten Ewigkeit an. Während die kalifornischen Kollegen von Atheist noch fleißig werkeln, haben Cynic nun mit &#8220;Traced in Air&#8221; ihr zweites Album abgeliefert&#8230;</p>
<p>Auf die Frage im Rockalarm-Interview auf dem diesjährigen Wacken, warum denn erst jetzt Cynic revitalisiert wurden, entgegnet der sympathische Bandkopf Paul Masvidal: &#8220;We&#8217;ve been busy. We&#8217;ve been busy meditating&#8230;&#8221; mehr sarkastisch als zynisch, und mit einem breiten Grinsen serviert. Klar, Transzendenz, das Metaphysische, fernöstliche Philosophien, die Frage nach dem Leben, dem Universum und allem &#8211; das war schon auf dem 1993er Meilenstein &#8220;Focus&#8221; das inhaltliche Metier der Band, doch bleiben Paul und Sean bodenständig und bescheiden und meinen lediglich, dass in 15 Jahren viel passieren kann, man sich vor alem als Mensch ändert und auf das bisher Gemachte einen guten Draufblick bekommt, der es einen erst ermöglicht, im Jahr 2008 Fuß zu fassen, Neues zu schaffen ohne dem Alten untreu zu werden. Kann &#8220;Traced in Air&#8221; also an &#8220;Focus&#8221;, diesen Großen der Technical (Death) Metal-Pioniere, anknüpfen?</p>
<p><img src="http://RockZOOM.de/uploads/2008/11/cynic.jpg" alt="" title="Cynic - Traced in Air (2008)" width="220" height="220" class="alignleft size-full wp-image-1280" />Das erste Stück &#8220;Nunc Fluens&#8221; beginnt dabei verhalten, baut Spannung auf &#8211; und wie! Langgezogene Gitarren-&#8221;Schreie&#8221;, ein knurrender Bass, sanft einsetzende, immer lauter werdende Percussion &#8230;  Das ist nicht nur eine Intro, es ist eine Exposition, die den Standpunkt nach 15 Jahren Stille ausfindig macht, die Koordinaten setzt, den Hörer gefasst macht, ihn vor einer unheilvoll wabbernden mesomorphen Wand stehen lässt, ein wenig ängstlich, doch zugleich von dieser Furcht vor dem Unbekannten fasziniert, darauf wartend, dass die unvermeidbare Explosion jeden Augenblick stattfindet&#8230; und dann schneidet das erste so Cynic-typische, hochpräzise gespielte Gitarrenriff durch diese schaurig-schöne kristalline Wand, knapp gefolgt von fast absoluter Stille und einem scheinbar fließenden Übergang zu &#8220;Space for this&#8221;, einem für zynische Verhältnisse ganz und gar eingängigen Song! Nein, nicht technisch anspruchslos &#8211; Himmel nein! &#8211; vielmehr tun sich hier bisher Dimensionen auf, die das Gros der technisch-versierten Bands in der Regel vermissen lassen: griffige Melodien, fragile Trips entlang eines seidenen Fadens, wunderschöne Clean-Harmonien zwischen den beiden vokalen Ichs des Paul Masvidal&#8230; Es bleibt definitiv schon nach wenigen Turns etwas im Ohr.</p>
<p>&#8220;Traced in Air&#8221; wirkt insgesamt auch emotionaler, geht näher. Mag sein, dass das auch an den Vocals liegt: Mehr denn je wird seine Pauls wahre Stimme erkennbar, der elektronische Effekt schwingt nur noch unterschwellig mit. Growls kommen nur noch sporadisch vor. Für diese zeichnet sich dieser Tage übrigens ein gewisser Tymon Kruidenier verantwortlich. Sie sind gut, doch auch nach dem wohl 50. Mal Hören muss ich sagen: Ich könnte mir &#8220;Traced in Air&#8221; sogar ganz und gar ohne aggressivere Vocals vorstellen. Die subtilen Songaufbauten, so vielstimmig und durchdacht, durch der Emotionen verschiedenste Ausprägungen tauchend, befördern einen nicht selten in ferne Sphären, nur um dann von brachialen Gnadenlos-Riffs, genau wie ein Uhrwerk, in irdische Ebenen zurückkatapultiert zu werden. Wer braucht bei diesen Reisen noch einen Grunzer? &#8230; Neben den krachigeren Vocalparts spielt Neuzugang Tymon auch noch zusätzliche Gitarrenparts ein &#8211; apropos: Wer die ultrapräzisen Riffs auf &#8220;Focus&#8221; ebenso wie in der Ferne sehnsüchtig lamentierenden Gitarren zu schätzen wusste, wird hier gleich noch mit häufig vor sich hin träumenden Cleangitarren belohnt.</p>
<p>Nun, um die Frage vom Anfang noch einmal aufzugreifen: Ja, &#8220;Traced in Air&#8221; kann an &#8220;Focus&#8221;, diesen Meilenstein im technischen Death Metal anknüpfen. Und ich weiß dass man nicht Äpfel mit Birnen vergleichen sollte, aber in meinen Ohren hat &#8220;Traced in Air&#8221; sogar deutlich die Nase vorn. Es macht sich frei vom Death Metal-Korsett und gibt auch der technischen Ausgereiftheit der Musik den nötigen akustischen Rahmen in Höchstqualität. Ja, ich meine da die schön druckvolle Produktion. Klangen die Drums bei hier und da beim &#8220;Focus&#8221;-Opener &#8220;Veil of Maya&#8221; beispielsweise noch wie ein Flipperautomat, trifft man hier auf rollende Toms, peitschende Becken, einem nach wie vor Tänze vollführenden, satt klingenden Bass. Jede noch so kleine Triangel fände in der Differenziertheit dieser Produktion ihre Beachtung. &#8216;Zeitgemäß&#8217; wäre für diesen Sound nicht das richtige Wort. Heutzutage wird dabei viel falsch gemacht: Auf dem OP-Tisch wird seziert, sterilisiert, schönheitsoperiert &#8211; am Ende stehen die meisten gesichtslos da, oder zumindest mit einer Einheitsvisage: schick aber irgendwie langweilig.</p>
<p>Doch zurück zum hervorragenden Gegenbeispiel: &#8220;Traced in Air&#8221; ist ein einziger Fluss. Natürlich gibt es himmlische Höhen. Zum Beispiel das bereits im Vorfeld bekannte &#8220;Evolutionary Sleeper&#8221;, welches seinen delikaten Einstand auf dem norwegischen Hovefestivalen 2007 erlebte, das sich anschließende &#8220;Integral Birth&#8221;, dessen vielgestaltige Schönheit jeder Beschreibung trotzt oder &#8220;Adam&#8217;s Murmur&#8221;, schon beinahe eine Art Liebeslied. Selbst &#8220;Nunc Stans&#8221; ist kein simples Outro &#8211; es gehört unabdingbar zum Album. Die berühmte Phrase &#8220;wie aus einem Guss&#8221; findet hier sein anerkennendstes Kopfnicken. Nur leider ist &#8220;Traced in Air&#8221; immer so erschreckend schnell vorbei &#8211; mit 34 Minuten Laufzeit sogar noch kürzer als &#8220;Focus&#8221;! &#8230;Passt aber somit auch in jede Mittagspause. Wer es also exotisch mag (irgendwo zwischen Indisch und Talaxianisch, mit einer Prise fein-französischer Cuisine) hat hier wirklich gut und lecker zu beißen. Wer erstmal nur lieber kosten mag: Cynics Label <a href="http://www.season-of-mist.com/common/downloads/cynic/Cynic%20-%20Integral%20Birth.mp3" target="_blank">Season of Mist-Records hat &#8220;Integral Birth&#8221; zum Download freigegeben</a>. Übrigens, demnächst auch live unterwegs mit Opeth und The Ocean &#8211; Traumtour!!</p>
<p># 05.12. &#8211; Zürich, Rohstofflager &#8211; CH<br />
# 06.12. &#8211; München, Backstage werk &#8211; GER<br />
# 07.12. &#8211; Wien, Arena &#8211; AT &#8211; SOLD OUT!<br />
# 09.12. &#8211; Stuttgart, Longhorn &#8211; GER<br />
# 10.12. &#8211; Köln, Live Music hall &#8211; GER<br />
# 11.12. &#8211; Berlin, Postbahnhof &#8211; GER<br />
# 12.12. &#8211; Hamburg, Markthalle &#8211; GER</p>
<p>>> <a href="http://www.myspace.com/cyniconline" target="_blank">CYNIC @ Myspace</a></p>
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		<title>GOJIRA: &#8220;The Way of All Flesh&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Oct 2008 15:31:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<category><![CDATA[death metal]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir brauchen Bücher, die auf uns wirken wie ein Unglück, das uns sehr schmerzt, wie der Tod eines, den wir lieber hatten als uns, wie wenn wir in die Wälder verstoßen würden, von allen Menschen weg, ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. So sagte einst Franz Kafka. Tauscht man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><em>Wir brauchen Bücher, die auf uns wirken wie ein Unglück, das uns sehr schmerzt, wie der Tod eines, den wir lieber hatten als uns, wie wenn wir in die Wälder verstoßen würden, von allen Menschen weg, ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.</em></p></blockquote>
<p><span id="more-923"></span></p>
<p>So sagte einst Franz Kafka. Tauscht man dieses Buch nun gegen Musik aus, so trifft jener Satz die Machenschaften der französischen Extrem-Metaller Gojira im Kern. Aufrüttelnd zeigen sie sich seit dem 13. Oktober einmal mehr. “The Way of All Flesh” ist das mittlerweile vierte Album der vier Herren, deren Musik hier und da mit einem Schmunzeln auch gern als “Ökometal” oder gar “Zen-Metal” bezeichnet wird. Das liegt der inhaltlichen Seite sogar ziemlich nahe – wer dabei aber New Age-Klänge einer Meditations-CD vom Müller-Markt erwartet, wird aber vor allem beim Anhören der neuen Scheibe eines besseren belehrt&#8230;</p>
<p><img src="http://RockZOOM.de/uploads/2008/10/gojira_frommars.jpg" alt="" title="Gojira: From Mars to Sirius (2005)" width="120" height="120" class="alignleft size-full wp-image-1029" />Selbst “From Mars to Sirius” von 2005 war trotz hier und da auftauchender Walgesänge ein Paukenschlag: Rasche Ideen- und Tempiwechsel, die so typischen fordernden wie auch tonnenschweren Riffs und vorwiegend Death Metal-inspiriertes Gebrüll boten den Rahmen für die Reise durch das All vom Planeten Mars (als Sinnbild kriegerischen Handelns) bis hin zum hellen Sternsystem Sirius als Zeichen von Frieden. Der eindringliche Appell erschien ebenso hell und klar: Umwelt<strong>bewusstsein</strong> allein reicht nicht aus. Gewissensbissig mahnen Gojira, dass Handeln gefragt ist, dass wir uns noch gar nicht genug vor der wahrscheinlichen Endstation unseres einst eingeschlagenen Kurses fürchten.</p>
<p><img src="http://RockZOOM.de/uploads/2008/10/gojira_the-way-of-all-flesh.jpg" alt="" title="Gojira: The Way Of All Flesh (2008)" width="220" height="221" class="alignleft size-full wp-image-1012" />Nun bei “The Way of All Flesh” steht wieder ein anderes, wenn auch nicht dem Umweltbewusstsein völlig fremdes Bewusstsein im Vordergrund: die im Endeffekt einfache aber gern verdrängte Erkenntnis, dass wir alle einmal von diesem Leben lassen müssen. Angesichts der ernsten Thematik werden diesmal aus dunklere, unheilvollere Töne angespielt. Bereits der Opener “Oroborus” zeigt sich besonders heavy, bestens nach vorn gedrückt von dieser brachialen Wand von Produktion, für welche Logan Mader verantwortlich ist. “The Way of All Flesh” ist negativer, apokalyptischer als sein Vorgänger ausgefallen, da kaum einer im nötigen Maße auf die umweltlichen Veränderungen reagiert&#8230; Resignation – dafür sind die Protagonisten zu trotzig. Hoffnung? Dafür ist man wohl zu resigniert&#8230; “Toxic Garbage Island” und “A Sight to Behold”, letzteres teilweise mit gezischtem Vocodergesang und modernen Samples, sprechen eine ganz klare Sprache &#8211; Reminiszenz der “From Mars to Sirius”-Message, hier am Beispiel:</p>
<blockquote><p><em>The way we all behave is not understandable<br />
It is so sad to see the wealth of our planet fade away<br />
We all behave like children, taking off the head of our teddy bear<br />
to see what&#8217;s inside, taking, not giving back<br />
We drain the oceans and suck all the blood out of the soil<br />
We spend the time we have left fighting and killing each other<br />
Lust for comfort, entertainment becomes an obsession<br />
And there is so much time to kill</em><br />
(&#8220;<strong>A Sight to Behold</strong>&#8220;, 2008)</p></blockquote>
<p>Musikalisch erinnert “The Way of All Flesh” eher an das zweite Werk “The Link” als an die Töne des gemäßigteren letzten Albums, da hier ähnlich ruppig wie im Jahr 2003 herangegangen wird. “Adoration for None” ist da wohl das heftigste Stück des neuen Blei-Rundlings, wobei hier zusätzlich die gesangliche Unterstützung des Lamb of God-Shouters Randy Blythe eingeholt wurde. Ganz besonders der stark perkussive Einstieg von “The Art of Dying” erinnert an “The Link”, genauer genommen das darauf enthaltene Instrumentalstück “Connected”. erinnert vor allem. Insgesamt kann man “The Art of Dying” durchaus als den wohl stärksten Track auf “The Way of All Flesh” bezeichnen&#8230; gleich neben “Vacuity”, welches Sein und Nichtsein, das eigentliche zentrale Motiv der aktuellen Scheibe, gelungen und vergleichsweise einfach zugänglich auffaltet&#8230;</p>
<blockquote><p><em>Vacuity. Absence of matter, emptiness, but full of light. Ultimate presence beyond the notions of our world. Vacuity is the source and not just &#8216;nothingness.&#8217; We live in a world that goes faster every day and it seems there&#8217;s a lack of time for each one of us.<br />
This song is about taking the time and being closer to the heart. </em><br />
(<strong>Joseph Duplantier</strong>, git./voc.)</p></blockquote>
<p><a href="http://vids.myspace.com/index.cfm?fuseaction=vids.individual&#038;videoid=44032124">Offizieller Videoclip zu “Vacuity”:</a><br/><object width="425px" height="360px" ><param name="allowFullScreen" value="true"/><param name="movie" value="http://mediaservices.myspace.com/services/media/embed.aspx/m=44032124,t=1,mt=video"/><embed src="http://mediaservices.myspace.com/services/media/embed.aspx/m=44032124,t=1,mt=video" width="425" height="360" allowFullScreen="true" type="application/x-shockwave-flash"></embed></object></p>
<p>“The Way of All Flesh” überwindet die streckenweise vorhandene Ziellosigkeit von “The Link” und ist zugleich bissiger als “From Mars to Sirius”. Dafür muss man sich dieses neue Album hart erarbeiten. Doch Gojira-Fans wissen, was sie von ihren Lieblingsfranzosen haben: einmalige Vocals (diesmal “nur” gebrüllt, ohne Klargesang) und den unverwechselbaren Gitarrensound mit den so typischen, knallharten Stakkato-Riff, die sich für den einen angenehm beschäftigend, für den anderen absolut unverdaulich in die Magengrube legen. Wer bisher nicht mit Gojira in Kontakt gekommen ist, versucht sich am besten erst einmal am oben hinterlegten &#8220;Vacuity&#8221;.</p>
<p>&#8211;</p>
<p>>> <a href="http://www.gojira-music.com" target="_blank">www.gojira-music.com</a><br />
>> <a href="http://www.myspace.com/gojira/" target="_blank">www.myspace.com/gojira/<br />
</a></p>
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		<title>DAWN OF PERCEPTION: &#8220;The Perishing Silence&#8221;</title>
		<link>http://rockzoom.de/2008/05/19/dawn-of-perception-the-perishing-silence/</link>
		<comments>http://rockzoom.de/2008/05/19/dawn-of-perception-the-perishing-silence/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 May 2008 12:35:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
				<category><![CDATA[pleasing sounds]]></category>
		<category><![CDATA[dawn of perception]]></category>
		<category><![CDATA[death metal]]></category>
		<category><![CDATA[melodic death metal]]></category>
		<category><![CDATA[progressive death metal]]></category>
		<category><![CDATA[technical death metal]]></category>
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		<description><![CDATA[Dawn of Perception aus dem thüringischen Hildburghausen machen melodischen Death Metal. Genau genommen ist das Melodic Death Metal wie ihn andere nicht (mehr) spielen: treibend brachial, dennoch technisch anspruchsvoll; mit eingängigen, zugleich aber unverbraucht klingenden Melodien und vor allem ohne keyboardgeklimperte Schnörkel! DAWN OF PERCEPTION: “The Perishing Silence” (VÖ: April 2008) 1. The Perishing Silence [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dawn of Perception aus dem thüringischen Hildburghausen machen melodischen Death Metal. Genau genommen ist das Melodic Death Metal wie ihn andere nicht (mehr) spielen: treibend brachial, dennoch technisch anspruchsvoll; mit eingängigen, zugleich aber unverbraucht klingenden Melodien und vor allem ohne keyboardgeklimperte Schnörkel!<span id="more-558"></span></p>
<p><strong>DAWN OF PERCEPTION: “The Perishing Silence”</strong><br />
(VÖ: April 2008)<br />
<img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/05/dop_ep2008.jpg' alt='DAWN OF PERCEPTION: “The Perishing Silence” (2008)' class="float_left"/><br />
1. The Perishing Silence<br />
   2. Wings Unleashed<br />
   3. Requiem<br />
   4. My Ghost Of Desolation<br />
   5. Cast In Agony<br />
   6. Halo Of Nails</p>
<p>Gab es auf der (mittlerweile kostenlos herunterladbaren) ersten EP &#8220;Fragments&#8221; noch Experimente mit Klargesang und Akustikgitarren, so konzentriert sich der Vierer mit dem zweiten Werk &#8220;The Perishing Silence&#8221; auf das Wesentliche. Denn nach einem kleinen aber feinen, nostalgisch anmutenden Intro gibt es hier in Form von &#8220;Wings Unleashed&#8221; einen Opener, der klar die Richtung weist: Drücken soll es! Heaviness mit allen Varianten der extremen Vocals stehen im Vordergrund. Und dabei schafft die Band es auch noch, einen wahnsinnig ohrwurmigen Einstieg abzuliefern. Meine anfänglichen Befürchtungen, Dawn of Perception würden bei der Produktion von Jacob Hansen (u.a. Volbeat, Communic, Mercenary etc.) in „Schlabberhosen“-Melodeath mit allen möglichen modernem Schnickschnack abdriften, kann man nun als falschen Alarm abtun. Die Band hat es wirklich irgendwie geschafft, die angenehm oldschoolig anmutenden Kompositionen, die schon auf &#8220;Fragments&#8221; Freunde von At the Gates, frühen In Flames und Dark Tranquility begeisern konnten, in eine brachiale, druckvolle Produktion zu pressen. Ich nehme mal an, das war für die neue EP &#8220;The Perishing Silence&#8221; alles so geplant und hole mir hierzu die Meinung des Gitarristen Benjamin Rodigas ein&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Benjamin</strong>: Ja, das war durchaus so geplant, wir hatten ja die erste CD komplett in Eigenregie aufgenommen, mit der neuen Scheibe wollten wir einfach etwas an Professionalität zulegen und eben auch in einem richtigen Studio aufnehmen. Im Nachhinein waren wir nicht ganz so zufrieden mit der Produktion der ersten EP. Jacob Hansen hat die CD allerdings nur gemastert. Wir wollten einfach dass jemand der Platte noch den letzten Feinschliff gibt, was ja denke ich auch gelungen ist. Und von modernem Schnickschnack ist ja nichts zu hören, oder? <img src='http://RockZOOM.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p></blockquote>
<p>Es gab viele Kritiker, die sich vor allem an Gesang und Produktion der ersten Scheibe „Fragments“ gestört haben. Beides wurde ja nun mit &#8220;The Perishing Silence&#8221; stark „novelliert“. Ich für meinen Teil finde jedoch, dass vor allem bei eurer ersten EP diese oldschoolige Note richtig geil herüber kam, wenn auch vielleicht unfreiwillig&#8230; Steht man als Band auch einem externen Druck gegenüber, der da sagt: „Um Platten zu verkaufen, muss man zeitgemäß klingen.“?</p>
<blockquote><p><strong>Benjamin: </strong>Naja, es ist ja immer ein schmaler Grat auf dem man da wandelt. Wir haben auf jeden Fall nicht die Absicht, irgendwie gezwungen zeitgemäß zu klingen nur um mehr Leute zu erreichen. <img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/05/dop2008.jpg' alt='Dawn of Perception 2008' class="float_left"/>Ich sehe es einfach als eine Weiterentwicklung unseres Sounds und dazu gehört eben auch eine gute Produktion. Wir sind ja auch keine Oldschool-Puristen die sich neuen Dingen verschließen, ganz im Gegenteil. Ich denke wir haben einfach unseren Stil gefunden und etwas überflüssigen Ballast über Bord geworfen.</p></blockquote>
<p>Und dass dies der Fall ist, bemerkt man spätestens beim zweiten Song &#8220;Requiem&#8221;: Zum einen groovt der Track ohne Ende, andererseits erinnert der progressiv-melodische Solopart in der Mitte des Songs an späte Death und ist somit alles andere als ein Zeuge der alten Göteborg-Death-Schule. Wer verspielten Soli nicht abgeneigt ist, kommt hier nicht nur ein mal auf seine Kosten. Frickelige Selbstbeweihräucherung ist das aber noch lange nicht. Gitarrist Benjmani stellt sein ohne Zweifel vorhandenes Können stets in den Dienst der Band und setzt die Einzeleinsätze songdienlich genau da hin, wo und wie lange es passt. Dass Dawn of Perception anno 2008 als tightes und vor allem super aufeinander eingespieltes Team agieren, beweisen zum Beispiel auch die vielen Rhythmus- und Tempowechsel innerhalb von &#8220;Cast in Agony&#8221;: Blast- und Grooveparts geben sich mit tiefem Gegrowl und stets rasiermesserscharfem Riffing die Hand und geben im Resultat den wohl am wenigsten melodischen Track auf &#8220;The Perishing Silence&#8221; ab. Schon beinahe vergessen sind die Akustik- und Klargesang-Experimente der &#8220;Fragments&#8221;-EP. Ich wollte wissen, wie es kommt, dass man sich davon so schnell wieder getrennt hat und vor allem, mit welchen Augen heutzutage die erste EP gesehen wird&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Benjamin:</strong> Ja, wie eben schon erwähnt, wollten wir einfach eine etwas klarere Linie in unseren Sound bekommen und haben auch auf die Livetauglichkeit mehr Wert gelegt. Aber die Kompositionen sind auch teilweise unbewusst härter geworden und da hätten so manche Sachen einfach nicht mehr dazu gepasst. Heißt aber nicht, dass wir in Zukunft darauf komplett verzichten werden. Wenn es passt, werden sicher mal wieder etwas stilfremde Elemente einfließen. Der cleane Gesang hat dann auch nicht mehr wirklich zu den neuen Songs gepasst. Ich denke so ist das Konzept jetzt auch in sich stimmiger. Die erste EP würde ich vielleicht im Nachhinein als eine Stilfindung sehen und eine Art Experimentieren mit verschiedenen Ideen.</p></blockquote>
<p>Mit der Livetauglichkeit wurde hier ein Punkt angesprochen, der mir im Bezug mit dem neuen Material auch schon aufgefallen ist: &#8220;The Perishing Silence&#8221; muss live einfach scheiße geil herüberkommen, gerade aufgrund der Gnadenlosigkeit und Eingängigkeit, mit welchen hier zu Werke gegangen wurde. Was macht also die „Auftrittslage“? Gerade wo nun der Sommer und seine unzähligen Festivals vor der Tür steht&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Benjamin:</strong> Im Moment steht erstmal nur das Eisenwahn Festival am 26. Juli an. Dort spielen u.a. Unleashed, Sodom, Hatesphere und Disbelief. Da wird aber sicher noch einiges an Konzerten und vielleicht auch noch ein Festival dazu kommen.</p></blockquote>
<p>Und ansonsten kann man davon ausgehen, dass in Sachen Labelsuche nun die Zeichen auf Sturm stehen und die Jungs schon viele tolle Ideen für ein erstes Album haben&#8230;!?</p>
<blockquote><p><strong>Benjamin: </strong>Ja, das steht jetzt an, mal schauen was sich da ergibt. Was neue Ideen betrifft sind wir im Moment ganz offen, wir werden sehen wo es sich hin entwickelt, alles ist möglich <img src='http://RockZOOM.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Wir wollen auf jeden Fall keine Band sein, die Songs nach Schema F produziert.</p></blockquote>
<p>» Offizielle Seite von Dawn of Perception: <a href="http://www.dawnofperception.de/" target="_blank">dawnofperception.de</a><br />
» Dawn of Perception bei MySpace: <a href="http://www.myspace.com/dawnofperception" target="_blank">myspace.com/dawnofperception</a></p>
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		<title>ANSUR: &#8220;Warring Factions&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Apr 2008 19:46:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf zu neuen Ufern]]></category>
		<category><![CDATA[pleasing sounds]]></category>
		<category><![CDATA[ansur]]></category>
		<category><![CDATA[jazz metal]]></category>
		<category><![CDATA[progressive black metal]]></category>
		<category><![CDATA[progressive metal]]></category>
		<category><![CDATA[technical death metal]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade mal zwischen 17 und 18 Jahren waren sie alt, als sie mich vor gar nicht mal allzu langer Zeit mit ihrem extraterrestrischen Sandsturm &#8220;Axiom&#8221; wegfegten: Ansur aus Norwegen. Mit erschreckender Präzision, Professionalität und Bedrohlichkeit war ein Häuflein Teenager für besonders bezeichnende Titel wie &#8220;The Earth Erasure&#8221; und die anschließenden &#8220;Post-Apocalyptic Wastelands&#8221; verantwortlich. Die besonders [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade mal zwischen 17 und 18 Jahren waren sie alt, als sie mich vor gar nicht mal allzu langer Zeit mit ihrem extraterrestrischen Sandsturm &#8220;Axiom&#8221; wegfegten: <strong>Ansur </strong>aus Norwegen. Mit erschreckender Präzision, Professionalität und Bedrohlichkeit war ein Häuflein Teenager für besonders bezeichnende Titel wie &#8220;The Earth Erasure&#8221; und die anschließenden &#8220;Post-Apocalyptic Wastelands&#8221; verantwortlich.<span id="more-530"></span> Die besonders eigenwillige Mischung aus Dimmu Borgir (nur besser und vor allem nicht so albern), Enslaved und progressiven Triprock-Tönen kann man hier auch mal ganz wunderbar selbst nachvollziehen:</p>
<p><object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/p2TGhX5tXmc"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/p2TGhX5tXmc" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object></p>
<p>Hohe Musikalität und Kreativität, mächtig viel misanthrope Atmosphäre und homogene Kompositionen trotz vieler Gegenpole &#8211; so ward &#8220;Axiom&#8221; im Jahr 2006 geboren. Mit dem Zweitling &#8220;Warring Factions&#8221; tun die jungen Männer nun das absolut Richtige: jegliche Scheuklappen in Einzelteile zerhauen sich weiter entwickeln. Konnte man &#8220;Axiom&#8221; noch grob als progressiven Black Metal bezeichnen, so geht für das neue Silberstück mit einem Augenzwinkern die Bezeichnung &#8220;Jazztreme Metal&#8221; ganz gut durch. Auf meinen Verdacht hin, Chefdenker Torstein habe inzwischen ein Musikstudium aufgenommen und sich in diesem Rahmen besonders mit experimenteller Musik beschäftigt, reagiert der Bandkopf bescheiden&#8230;</p>
<blockquote><p>&#8220;Nein, kein Studium, seit &#8220;Axiom&#8221; habe ich mich lediglich verstärkt dem Jazz zugewandt, jedoch auch nicht allzu oft. Einige Stellen auf &#8220;Warring Factions&#8221; mussten aber einfach jazzig klingen, um überhaupt zu funktioneren. Ich kann eigentlich gar keinen Jazz spielen, aber erzähl&#8217;s niemandem&#8230;&#8221; (<strong>Torstein Nipe</strong>, git. &#038; more)</p></blockquote>
<p><br/><strong>ANSUR: &#8220;Warring Factions&#8221;</strong> (VÖ: 21.04.08)<br />
<img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/04/ansur_warring.jpg' alt='ANSUR: “Warring Factions” (2008)' class="float_left"/><br />
Und war &#8220;Axiom&#8221; von Weltuntergangsstimmung geprägt und destruktiv wie kaum ein mir bekanntes Album, so ist die immer noch dicht gestrickte Atmosphäre trotz sich bekriegender Gilden diesmal weit weniger menschenfeindlich (doch nicht minder intensiv!), was neben den nun vollends fehlenden und die für den Black Metal sonst so typischen Blastattacken auch Espens Gesangswandel zuzuschreiben ist. So tauschte der Vokalist seine stark verzerrten Black Metal-Screams gegen ein schon beinahe melodisches Gebrüll, was nicht selten an Atheist-Genius Kelly Shaefer erinnert. Generell lässt sich zwischen Ansur und Atheist ganz gut eine Brücke schlagen, zumindest sind die jungen Norweger heutzutage am ehesten noch mit der späteren Phase der Legenden des Technical Death Metal zu vergleichen. Espen erklärt jedoch, dass die eigenen musikalischen Einflüsse woanders liegen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wie viele andere auch, repräsentieren wir letztendlich das was wir selbst hören. Das ist in unserem Falle derzeit viel 70s Progressive Rock, 80s Pop-Rock und Metal im Allgemeinen&#8230; und das ist auch repräsentativ für &#8220;Warring Factions&#8221;.&#8221;<br />
(<strong>Espen Aulie</strong>, voc. &#038; bass)</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;Man kann &#8220;Warring Factions&#8221; durchaus als etwas Neues bezeichnen. Wir haben alle möglichen Elemente eingebaut, was sehr progressiv geworden ist. Progressiver als alles, was wir je zuvor gemacht haben. Ich bin auch sehr stolz auf mein Drumming auf &#8220;Warring Factions&#8221; &#8211; Es klingt einfach besser, technischer und herausfordernder.&#8221;<br />
(<strong>Glenn Ferguson</strong>, dr. &#038; perc.)</p></blockquote>
<p>Vielseitigkeit wird auf &#8220;Warring Factions&#8221; groß geschrieben, schließlich stehen sich hier laut Albumtitel zwei Fraktionen gegenüber&#8230;</p>
<blockquote><p>&#8220;In &#8220;Warring Factions&#8221; geht es grob gesagt um einen Krieg, der auf sich ausweitendem Fanatismus beruht, wie er bereits auf dem &#8220;Axiom&#8221;-Album beschrieben wurde. Es ist ein Szenario mit einigen Entwürfen zu biblischen Mysterien, die als Antworten wirken. Die Menschheit agiert hierbei in zwei Richtungen, auf &#8220;Warring Factions&#8221; verwandelt sich der Fantasismus in einen Konflikt und beendet das, was in &#8220;Axiom&#8221; begann. Wenn man an Science-Fiction interessiert ist, sollte man die Lyrics beider Alben studieren.&#8221;<br />
(<strong>Espen Aulie</strong>, voc. &#038; bass)</p></blockquote>
<p><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/04/ansur.jpg' alt='Ansur 2008' class="float_left"/>&#8230;Und angesichts dieser kriegstreibenden Gegenpole verwundert es doch ein bisschen, dass man auch ein schon beinahe fröhlich-eingängiges und saumäßig groovendes Stück in &#8220;Sierra Day&#8221; wiederfindet und im Mittelteil von &#8220;An Exercise in Depth of Field&#8221; Teil einer Party ist, die klingt, als wäre man in der ersten Reihe eines Rush-Konzertes. Sie sind eben unberechenbar und für so manch eine Überraschung gut, diese Burschen&#8230;</p>
<blockquote><p>&#8220;Ein Rush-Konzert, da haben wir&#8217;s! Ich mag die Beschreibung! Es soll den Hörer so richtig schön durcheinander bringen und von diesem Country/Bluegrass-Teil wieder nahtlos in den Death Metal übergehen. Eigenartig progressiv! Zugegebenermaßen haben wir hierbei Teile auf einer Party aufgenommen. Man kann uns sogar im Hintergrund hören. Toller Part, tolle Party!&#8221; (<strong>Torstein Nipe</strong>, git. &#038; more)</p></blockquote>
<p>Nach wie vor findet man auflockernde Akustikgitarren-Passagen, und mehr noch: Hammondorgeln, Piano und Saxophon &#8211; Diese &#8220;unverzerrten&#8221; Intrumente scheinen den gleichen Wert &#8211; wenn nicht gar einen höheren &#8211; zu haben wie die so typische Metalinstrumentierung. Verantwortlich für diese sich unglaublich homogen in den Gesamtsound eingebetteten Elemente ist einmal mehr Herr Nipe&#8230;</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Saxophonparts hat jedoch die Anja, eine Freundin von uns, eingespielt. Fantastische Saxophonistin! Unser Live-Keyboarder Audun &#8220;Blues&#8221; Førde&#8221; hat außerdem das Orgelsolo bei &#8220;The Tunguska Incident&#8221; eingespielt.&#8221; (<strong>Torstein Nipe</strong>, git. &#038; more)</p></blockquote>
<p>Und wenn man sich am Ende dieses Jahres wieder einmal die Frage stellen muss, welche denn die größten Outputs der vergangenen 365 Tage waren, so muss Ansurs &#8220;Warring Factions&#8221; ganz klar im obersten Bereich dieser Liste stehen.<br />
Da bleibt zu guter letzt eigentlich nur noch die Frage offen, wann Ansur auch livehaftig Europa in Schutt und Asche legen werden&#8230;</p>
<blockquote><p>&#8220;So bald wie möglich. Lasst es uns wissen, wenn ihr ein paar Spielorte kennt. Wir sind daran interessiert, überall zu spielen.&#8221; (<strong>Glenn Ferguson</strong>, dr. &#038; perc.)</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;Wenn wir in Europa auf Tour gehen, werden wir sie &#8220;Warring through Europe&#8221; nennen. Und nun da wir den Titel haben: Lasst das Buchen bgeinnen!&#8221;<br />
(<strong>Torstein Nipe</strong>, git. &#038; more)
</p></blockquote>
<p>Offizielle Bandseite: <a href="http://www.ansursite.com/">www.ansursite.com</a><br />
ANSUR @ Myspace: <a href="http://www.myspace.com/ansursite">http://www.myspace.com/ansursite</a></p>
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		<title>Lust auf At the Gates-Stahl?</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jan 2008 12:59:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
				<category><![CDATA[pleasing sounds]]></category>
		<category><![CDATA[at the gates]]></category>
		<category><![CDATA[dawn of perception]]></category>
		<category><![CDATA[melodic death metal]]></category>
		<category><![CDATA[metal]]></category>
		<category><![CDATA[progressive]]></category>
		<category><![CDATA[technical death metal]]></category>
		<category><![CDATA[unsigned]]></category>

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		<description><![CDATA[Nein, an dieser Stelle bewerbe ich nicht die Wacken-Reunion der Schwedentod-Legende, vielmehr möchte ich mich einer jungen Thüringer Kombo widmen, die durchaus das Zeug hat, in die Fußstapfen der meisterlichen At the Gates zu treten. Einmal mehr, um genau zu sein, denn bereits vor gut anderthalb Jahren fiel mir der Fünfer aus Hildburghausen positiv auf. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, an dieser Stelle bewerbe ich nicht die Wacken-Reunion der Schwedentod-Legende, vielmehr möchte ich mich einer jungen Thüringer Kombo widmen, die durchaus das Zeug hat, in die Fußstapfen der meisterlichen At the Gates zu treten. Einmal mehr, um genau zu sein, denn bereits vor gut anderthalb Jahren fiel mir der Fünfer aus Hildburghausen positiv auf. Ihr letztes hörbares Lebenszeichen, &#8220;Fragments&#8221;, ist zwar schon gut zwei Jahre alt, doch für eine neue EP war man vergangenes Jahr im Coburger Forte Fortissimo Studio, sodass mit der Veröffentlichung Anfang 2008 gerechnet werden kann&#8230;</p>
<p><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/01/dop.PNG' alt='Dawn of Perception - Fragments (2005)' class="float_left"/> Also, warum nun <strong>Dawn of Perception</strong>? Weil der Melodic Death Metal-Markt eigentlich schon komplett übersättigt ist? Nein, weil man derzeit überall weit und breit hochmodern zurechtgeschliffene In Flames-Klone hat, die alle fett grooven und ultraheavy sein wollen, und zudem mit allerlei Synthesizer-Käse versuchen, hochmodern und innovativ zu klingen&#8230; Dawn of Perception gehen diesen Weg nicht. Denn wo sind heutzutage die messerscharfen Ohrwurm-Riffs eines Anders Björler, wo sind leidend-krächzige Vocals und tiefgründige Texte wie sie ein Tomas Lindberg einst schuf, wo ist noch trotz ausgetüfteltem Songwriting Spontaneität hörbar? Diese Thüringer hier haben&#8217;s drauf. Dawn of Perception klingen wie At the Gates in ihrer Endphase, doch reichern ihr Endergebnis auch gern mal mit kalt klirrenden Akustikgitarren und netten Progressivitäten an, auch klarer Gesang gehört zum Repertoire, und in dieser Sache zitiere ich mich mal selbst, denn diese Meinung zählt noch immer:</p>
<blockquote><p>Und ich meine hier richtig gescheiten Gesang, nicht nur ein paar Worte pseudo-melodischen Sprechgesangs, wie ihn so viele Bands derzeit in ihren sonst so bööösen Screamo-&#8221;Fucker!&#8221;-Metal einfließen lassen. Beispiele möchtet ihr? &#8220;Fall&#8221; wartet nicht nur mit eingängigen Gitarren, sondern vor allem mit einem ebenso schnittigen, coolen Clean-Refrain auf; der letzte Song &#8220;Unveiled Masquerade&#8221; kommt sogar beinahe ohne Keif-Vox aus, und die drei Herren mit den gesäuberten Stimmbändern erschaffen zusammen eine traurig-kühle, dennoch sehr angenehm-intensive Atmosphäre.</p></blockquote>
<p>(<a href="http://www.skipmag.de/review/DAWN-OF-PERCEPTION/Fragments/">Frau Kropf im Sommer 2006</a>)</p>
<p>Man darf auf die baldige 5-Track-EP sehr gespannt sein. Diese befindet sich derzeit in der Obhut von Jacob Hansen, richtig, der dänische Herr, der bereits für Namen wie King&#8217;s X, Motley Crüe, Communic, Mercenary, Volbeat und und und produziert hat&#8230; Hoffen wir, dass Dawn of Perception nicht &#8220;überproduziert&#8221; werden, wenn sich der Herr Hansen um den Mix kümmert. Denn trotz eigenständiger Ideen: Ich mochte den oldschooligen Sound der &#8220;Fragments&#8221;-Demo wirklich sehr, hatte was verruchtes.</p>
<p>Und da &#8220;Fragments&#8221; mittlerweile vergriffen ist, kann man die komplette Scheibe inklusive Artwork auf der Bandseite downloaden, tolle Sache und extrem zu empfehlen, wenn man irgendwo 40 mb frei hat&#8230; (Und falls nicht dann schmeißt doch bitte die letzte Dark Tranquillity für diese Jungspunde übern Jordan) Und deshalb möchte ich auch keine weiteren Worte verlieren und stattdessen auf den Mediabereich der offiziellen Dawn of Perception-Seite verweisen:</p>
<p><a href="http://www.dawnofperception.de">www.dawnofperception.de</a><br />
&#8211;> direkt zum <a href="http://www.dawnofperception.de/media/mp3/DOP-Fragments_160kbps.rar">DOWNLOAD</a></p>
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		<title>Metal Mind Records presents: PESTILENCE!!</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Aug 2007 22:23:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin van der Laan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Martins Metal Madness]]></category>
		<category><![CDATA[pleasing sounds]]></category>
		<category><![CDATA[achtziger]]></category>
		<category><![CDATA[metal mind records]]></category>
		<category><![CDATA[pestilence]]></category>
		<category><![CDATA[technical death metal]]></category>

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		<description><![CDATA[Das polnische Metal Mind Label sorgte in den letzten Wochen für etliche positive Überraschungen. Diese Company, die bisher überwiegend durch die Veröffentlichung polnischer Blues-, Prog Rock- und Crossover-Platten in Erscheinung getreten ist, hat sich offensichtlich die Rechte an einem nicht zu verachtenden Teil des Backkatalogs von Roadrunner Records gesichert. Dabei handelt es sich um den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das polnische Metal Mind Label sorgte in den letzten Wochen für etliche positive Überraschungen. Diese Company, die bisher überwiegend durch die Veröffentlichung polnischer Blues-, Prog Rock- und Crossover-Platten in Erscheinung getreten ist, hat sich offensichtlich die Rechte an einem nicht zu verachtenden Teil des Backkatalogs von Roadrunner Records gesichert. Dabei handelt es sich um den glorreichsten Teil der Label-Geschichte: die späten Achtziger. Somit flattern uns nun im Wochentakt Nachrichten über neue Wiederveröffentlichungen von schwer kultverdächtigen Platten längst verblichener Underground-Heroen ins Haus. Diese Releases kommen als edel aussehende Digipacks mit goldenen Discs darin, ein jeder auf nummerierte 2000 Exemplare limitiert und überwiegend mit interessantem Bonus-Material garniert. Darunter befinden sich Kleinode wie die beiden Werke der ultraschrägen Speed-Metal-Schlampe THE GREAT KAT, die frühen Hardcore-/Crossover-Perlen von den Brasilianern RATOS DE PARAO, eine bereits hier vorgestellte, noble Werkausgabe der dänischen Thrasher ARTILLERY oder die Platten der räudig-geilen Power-Thrasher BLESSED DEATH. Auch Liebhaber des ursprünglichen, rohen Industrial Metal werden auf ihre Kosten kommen. Diese in letzter Zeit nicht gerade verwöhnte Klientel kann sich auf Silberlinge aus dem Fundus alter Helden wie Rhys Fulbers FRONTLINE ASSEMBLY, der extremen Industrial-Crust-Punks OPTIMUM WOUND PROFILE und der faszinierenden französischen Sound-Ästheten TREPONEM PAL freuen.</p>
<p>Ich werde in den kommenden Tagen ein paar der leckersten Rosinen aus diesem Renaissance-Kuchen heraus picken, euch diese kurz vorstellen und ganz besonders ans Herz legen. Beginnen möchte ich mit einem exzellenten Gourmet-Happen aus dem Land der Tulpen, Windmühlen und orange gekleideten Fussballer&#8230;</p>
<p><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2007/08/pestilence-spheres.jpg' alt='Pestilence - Spheres' class="float_left"/>Auf die bereits im November letzten Jahres neu aufgelegte Best Of-Scheibe &#8220;Mind reflections&#8221; aus dem Jahre 1994 folgt in wenigen Tagen mit &#8220;Spheres&#8221; das letzte Studio-Album der holländischen Thinking Man&#8217;s Death Metal-Legende <strong>PESTILENCE</strong>. Das wird ein Freudenfest für Freunde von brutaler und doch technisch versierter Musik, wie sie in dieser Perfektion nur noch ATHEIST oder CYNIC spielten und dieser Tage höchstens noch von NILE zelebriert wird. PESTILENCE gehörten Ende der Achtziger zu den Death Metal-Pionieren. Das 1988 in der Besetzung Martin van Drunen (Bass, Gesang), Patrik Mameli (Gitarre), Randy Meinhard (Gitarre) und Marco Foddis (Schlagzeug) eingetrümmerte Debüt &#8220;Malleus maleficarum&#8221; schlug damals wie eine Bombe ein und avancierte schnell zu einem der frühen Genre-Klassiker. Im folgenden Jahr erschien &#8220;Consuming impulse&#8221;, das den Status der Band als Protagonist der jungen Death Metal-Szene zementierte. Nach dem Ausstieg von Martin van Drunen, der später noch bei den ebenfalls schwer genialen ASPHYX und BOLT THROWER ins Mikro grunzte, übernahm Patrik Mameli die Vocals (was er zu Demo-Tagen schon einmal gemacht hatte) und ATHEIST-Bassgott Tony Choy akzeptierte den Posten am Viersaiter. In dieser Konstellation nahmen PESTILENCE 1991 ihr meiner Meinung nach bestes und wichtigstes Album &#8220;Testimony of the ancients&#8221; auf, eine der großartigsten Progressive Death Metal-Scheiben aller Zeiten. In der Folge entwickelten sich die Jungs in eine immer komplexere und experimentellere Richtung, wobei die enorme Durchschlagskraft der Musik etwas verloren ging. So ist auf &#8220;Spheres&#8221; eine spannende, innovative und halt auch manchmal etwas anstrengende Mischung aus Jazz, Fusion und Death Metal zu hören. Wer sich von dieser Umschreibung angesprochen fühlt, sollte sich unbedingt ein Exemplar der Metal Mind-Ausgabe sichern, die als Bonus Remixes von &#8216;Demise of time&#8217; und &#8216;Soul search&#8217; sowie Live-Aufnahmen von &#8216;Mind reflections&#8217; und &#8216;Multiple beings&#8217; enthält.</p>
<p>All diejenigen, die sich eher zu der etwas gradlinigeren Frühphase<img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2007/08/pestilence-chronicles.jpg' alt='Pestilence - Chronicles of the scourge' class="float_left"/> dieser Band hingezogen fühlen, möchte ich noch einmal darauf aufmerksam machen, dass vor ziemlich genau einem Jahr beim alt ehrwürdigen Underground-Knüppel-Label Metal War Productions eine extrem coole Live-Scheibe namens &#8220;Chronicles of the scourge&#8221; erschienen ist, die Aufnahmen aus den Jahren 1988/89 enthält. Gerüchten zufolge bekommt jeder, der direkt über Metal War Productions Mailorder bestellt, eine &#8220;The consuming rehearsals (1989)&#8221; betitelten Bonus-CD dazu, die Demo-Versionen bekannter PESTILENCE-Smasher enthalten soll.</p>
<p>Surftipps:<br />
<a href="http://www.metalmind.com.pl">www.metalmind.com.pl</a><br />
<a href="http://www.pestilence.fan.pl">www.pestilence.fan.pl</a><br />
<a href="http://www.metalwarprod.com">www.metalwarprod.com</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Cynic – Wieder da und besser denn je!?</title>
		<link>http://rockzoom.de/2007/07/11/cynic-wieder-da-und-besser-denn-je/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Jul 2007 13:56:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
				<category><![CDATA[pleasing sounds]]></category>
		<category><![CDATA[jazz metal]]></category>
		<category><![CDATA[metal]]></category>
		<category><![CDATA[progressive]]></category>
		<category><![CDATA[reunion]]></category>
		<category><![CDATA[technical death metal]]></category>
		<category><![CDATA[technical metal]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem Atheist die vergangenen zwei Jahre wieder voll durchgestartet sind (Re-Releases aller drei Alben, die Veröffentlichung einer mittlerweile vergriffenen, heiß gesuchten LP-Sammlerbox und ein fulminanter Auftritt auf dem Wacken 2006) hat es auch Cynic wieder gepackt. Genau, Cynic, die Technical (Death) Metal-Heroen die vor genau 20 Jahren entstanden und nur kurze Zeit später nach Atheist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div align="center"><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2007/07/cynic_reunion.gif' alt='Cynic Reunion Header' /></div>
<p></p>
<p>Nachdem <strong>Atheist </strong>die vergangenen zwei Jahre wieder voll durchgestartet sind (Re-Releases aller drei Alben, die Veröffentlichung einer mittlerweile vergriffenen, heiß gesuchten LP-Sammlerbox und ein fulminanter Auftritt auf dem Wacken 2006) hat es auch <strong>Cynic </strong>wieder gepackt. Genau, Cynic, die Technical (Death) Metal-Heroen die vor genau 20 Jahren entstanden und nur kurze Zeit später nach Atheist ausstarben: 1994 war das Jahr, welches das vorläufige zynische Ende einleiten sollte. Damals hörte ich natürlich noch kein Metal. Ich hörte als junger Wildfang das Bächlein rauschen, Kinderlachen und Vogelgezwitscher, doch dies ist ein anderes Kapitel und hat mit Metal rein gar nichts am Hut&#8230;</p>
<p>Generell waren die frühen Neunziger keine guten Jahre für den Metal, denn viele junge Menschen entdeckten den Grunge für sich. Die wenigen, die Metal weiterhin hörten, hielten entweder die Fahnen klassischen Heavy Metal und des tuntigen Hair Metal hoch, widmeten sich dem neuen Geschwindigkeitsrausch des Speed Metal oder wollten um jeden Preis mit Thrash, Death und Black Metal, die sich alle etwa Mitte bis Ende der 80er Jahre entwickelten, möglichst extrem sein. Das ist natürlich eine recht einfache und mitunter abwertend klingende Reduktion, doch wer kümmerte sich damals schon um revolutionäre Klänge der härteren Art? Wie eben die von Atheist und Cynic, oder um noch ein paar mehr in dieser Reihe zu nennen: <strong>Sadus</strong>, ihre Fast-Namensvettern <strong>Sadist</strong>, späte <strong>Pestilence</strong>, <strong>Carcass </strong>im Endstadium, <strong>Meshuggah </strong>und die großen <strong>Death</strong>. Da letztere leider eines natürlichen Todes starben, Carcass sich zerstritten, Sadus ihren Plattenvertrag verloren, Pestilence ähnlich wie Cynic und Atheist wegen Erfolglosigkeit zugrunde gingen und Sadist sich dem Metalcore zuwandten, blieben nur Meshuggah, die sich über diese ganze Zeit recht passabel hinwegretten konnten. Der große Durchbruch kam jedoch nie so richtig, obwohl Alben wie „Destroy Erase Improve“, „Chaosphere“, „Nothing“ und „Catch 33“ durchaus ihre Beachtung fanden. Aber Helden des Metal? Zu abgefahren, zu „crank“, diese Musik bleibt wohl auf immer einem kleinen Hörerkreis vorbehalten…</p>
<p>Oder irre ich da? Denn mittlerweile schreiben wir 2007, man ist wesentlich offener für neue Klänge und knappe 15 Jahre nach diesem ersten Aufkeimen des technischen Metal ist die Zeit wohl nun endgültig reif. In Zwischenzeit haben sich nämlich mit <strong>The Dillinger Escape Plan</strong>, <strong>Necrophagist </strong>und <strong>Spiral Architect </strong>einen sehr guten Ruf erspielt, Namen wie <strong>Textures </strong>und <strong>Alarum </strong>sind auf dem Vormarsch.</p>
<p><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2007/07/cynic_focus.jpg' alt='Cynic - “Focus” (1993)' class="float_left"/>Und während Atheist diese Chance sahen und noch einmal ihr „altes“, damals verkanntes Material ausschlachteten, entschieden sich zwar auch Cynic auf ihrer bis vergangenen Montag andauernden Eurotour hauptsächlich Material ihres einzigen Albums &#8220;Focus&#8221; zu spielen, doch gab es auch eine Coverversion der Fusion-Ikonen vom <strong>Mahavishnu Orchestra</strong>, gemeint ist hier das Stück „Meeting of the Spirits“. Vergessen darf man aber nun nicht den eigentlichen Grund meines heutigen Schreibens, den <font size="2"><strong>neuen Song</strong></font> <strong><em>„Evolutionary Sleepers“</em></strong>! Denn ursprünglich wollte ich euch weder über die Geschichte des technischen Metal mit all ihren Bands noch über die Cynic-Reunion aufklären. Zumindest letzteres dürfte in Fachkreisen nämlich hinlänglich bekannt sein&#8230;</p>
<p>Von „Evolutionary Sleepers“ bin ich kurz gesagt sehr verzückt. Zumal uns hier ein YouTube-Video mit ziemlich guter Bild- und vor allem Soundqualität vorliegt, für YouTube-Livevideo-Verhältnisse eine absolute Ausnahme. Kein Wunder, es ist ja auch offiziell von der Band genehmigt und auch auf deren Myspace-Seite verlinkt (wo am Rande bemerkt auch viele weitere Videos von bekannten Cynic-Songs beherbergt sind). Dass Bands des technischen Metal auch gewisse qualitative Ansprüche an ihr Livematerial stellen, kann man daher wohl unerwähnt lassen. Doch das ist es nicht, was mich an dieses neue Stück fesselt: Es ist vielmehr ein völlig mit sich im Reinen befindlicher Paul Masvidal, der sich nach 14 Jahren Cynic-Abstinenz sichtlich wohlfühlt, dies dem Publikum auf dem Hovefestivalen im norwegischen Arendal auch mitteilt und erstaunlicherweise auch live seine unverwechselbaren Electro-Effekte zum Gesang mischen lässt. Doch finde ich auch, dass das Ganze eine gute <strong>Aeon Spoke</strong>-Schlagseite mitbekommen hat, vor allem was das Gefühl auf der Gesangsebene angeht. Aeon Spoke? Das ist die bisher sträflichst von der Öffentlichkeit missachtete Progressive Rock-Band, in welcher Masvidal seit Auflösung von Cynic das sechssaitige Zepter führt und dort auch seine wunderbare Klarstimme offenbart. Aeon Spoke haben übrigens im Mai wieder ein Album veröffentlicht, doch das nur am Rande, ihr wartet sicher alle schon extrem gespannt auf das YouTube-Video:</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/l7B1OKdpTJo&#038;hl=en&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/l7B1OKdpTJo&#038;hl=en&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>Der Fachkundige wird erkannt haben, dass hier leider kein Sean Malone auf der Bühne steht, „Focus“-Tieftöner und einer der wenigen Bassisten da draußen, die den Chapman Stick zu meistern wissen. Warum? Das kann ich euch leider nicht sagen, doch vielleicht gibt das folgende Interview darüber Auskunft, habe ich gerade entdeckt, aber noch nicht gelesen, man verzeihe es mir: <a href="http://www.vampire-magazine.com/article.php?aid=42833">http://www.vampire-magazine.com/article.php?aid=42833</a></p>
<p>Weitere Infos zur aktuellen Cynic-Besetzung, zu Zukunftsplänen und Hintergrundinformationen vergangener Tage findet ihr unter den folgenden Links, ansonsten bin ich natürlich auch für läuternde Kommentare sehr dankbar…</p>
<p>Links:<br />
<a href="http://www.cynicalsphere.com/reunion.html">http://www.cynicalsphere.com/reunion.html</a><br />
<a href="http://www.cynic.info.se/">http://www.cynic.info.se/</a><br />
<a href="http://www.myspace.com/cynicreunion">http://www.myspace.com/cynicreunion</a></p>
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