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	<title>Rockzoom &#187; sludge</title>
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	<description>pleasing sounds, thoughts and photography</description>
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		<title>Zwei Jahre Chaostheorie und -praxis</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 17:52:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es kommt nicht selten vor, dass man selbst von einer sehr geschätzten Person mal den Geburtstag verschusselt und zu spät, wenn überhaupt noch, gratuliert. Wenn man aber den eigenen Ehrentag &#8220;vergisst&#8221;, rührt das entweder von schier endloser Demut, unbewusster Selbstironie oder einfach daher, weil man zu viel mit anderen Dingen beschäftigt ist&#8230; Ja, es ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es kommt nicht selten vor, dass man selbst von einer sehr geschätzten Person mal den Geburtstag verschusselt und zu spät, wenn überhaupt noch, gratuliert. Wenn man aber den eigenen Ehrentag &#8220;vergisst&#8221;, rührt das entweder von schier endloser Demut, unbewusster Selbstironie oder einfach daher, weil man zu viel mit anderen Dingen beschäftigt ist&#8230;<span id="more-2326"></span></p>
<p>Ja, es ist wahr. Gerade in letzter Zeit haben wir unser Baby etwas vernachlässigt. Doch wir geloben Besserung. Und so ganz untätig waren wir ja nun auch nicht. So arbeiten wir bereits fleißig an einem Relaunch, welcher euch RockZOOM nicht nur in aufgefrischtem optischen Gewand, sondern auch insgesamt leistungsfähiger präsentieren wird. Doch keine Angst: An unserer grundlegenden Herangehensweise &#8211; niedergelegt in der Chaostheorie &#8211; wird sich dabei nichts ändern.<br />
Was wir sonst noch so getrieben haben? Einmal mehr hat unsere Grafikakrobatin Jana mit Unterstützung ihrer lieben Tippmamselln das Programmheft der Kultinstitution Dong Open Air auf die Beine gestellt. Allein deshalb lohnt es sich schon, am 17./18. Juli die Reise zum legendären Dongberg beim westfälischen Neukirchen-Vluyn anzutreten. Keine Karte für dieses Jahr bekommen? Wir werden in jedem Falle wieder ausführlich vom Festival berichten und den Daheimgebliebenen hoffentlich Geschmack auf das DOA 2010 machen können&#8230;</p>
<p>So viel zu unseren künftigen Vorhaben, doch nun soll endlich ein bisschen gefeiert werden! Und kein Geburtstag ohne Geschenke. Und zwar für alle; ganz besonders für euch! Zu danken ist hierfür einmal mehr dem überaus schönem Label Denovali Records, die mal wieder einfach so ganze brandneue Alben auf ihre Labelseite packen und dazu sehr hübsche Vinyls veröffentlichen.</p>
<p><strong>HEIRS: &#8220;Alchera&#8221;</strong> (2009)<br />
<img src="/wp-content/uploads/2009/07/heirs.jpg" alt="Heirs: Alchera (2009)" title="Heirs: Alchera (2009)" width="200" height="200" class="alignleft size-full wp-image-2320" />Den Anfang machen die Australier <strong>HEIRS </strong>mit ihrem neuen Album &#8220;Alchera&#8221;. Wer Bands wie Isis, Neurosis oder Cult of Luna mag, sollte hier unbedingt mal ein bis zwei Ohren riskieren. Heirs beweisen hier vor allem ein ausgezeichnetes Gespür für stimmige Lautstärkenvariationen. Eigentlich genau das richtige für eine LP, wo Höhen und Tiefen unbeschnitten daherkommen. Genau so genießt man am besten die dissonant-schleppenden Wütereien des zerstörerischen Einstiegstracks &#8220;Plague Asphyx&#8221; und das sich anschließende, im direkten Vergleich dazu schon beinah ironisch-blümerant klingende Post Rock-Epos &#8220;Mockery&#8221;. Die schon fast zaghaft klingende melancholische Akustikgitarrenunterhaltung in &#8220;Cabal&#8221; lässt zunächst an eine Mischung aus Drudkh und Pink Floyd denken, bäumt sich aber auch rasch wieder auf. &#8220;Alchera&#8221; bleibt dabei stets spannend.</p>
<p>Andere trippig-verträumte Stücke wie &#8220;Mandril&#8221; erinnern positiv an die Holländer von Transmission0&#8230; Was ist eigentlich aus denen geworden? &#8220;The White Swell&#8221; kommt in ähnlicher Manier daher, bevor es anschwillt zu einem drückend heißen Wüstenmonster. Man stelle sich hier eine Mischung aus Neil Youngs &#8220;Dead Man&#8221;-Soundtrack, Ennio Morricone und den Südstaaten-Country-Doomern Earth vor und kommt schon recht nah heran. Doch was schreib ich eigentlich noch? Überzeugt euch selbst von dieser Instrumentalgewalt ohne ablenkenden Gesang und Text&#8230;</p>
<p>>> kostenloser Album-Download, CD-Bestellung und Vinyl-Preorder unter <a href="http://denovali.com/heirs/"  target="_blank">http://denovali.com/heirs</a></p>
<p>Heirs bestreiten im Spätsommer übrigens ihre ausgedehnte Tour durch unsere Breitengrade. Hier die Termine in Deutschland, Österreich und der Schweiz, wie sie aktuell geplant sind:</p>
<p>21.08.09 münster (d) &#8211; amp (+ kodiak)<br />
22.08.09 essen (d) &#8211; coffee corner (+ kodiak)<br />
23.08.09 giessen (d) &#8211; ak44 (+ kodiak)<br />
29.08.09 ger, nl, bel, lux (+ kodiak)<br />
30.08.09 siegen (d) &#8211; vortex (+ kodiak)<br />
02.09.09 nl/ northern germany (+ iroha)<br />
03.09.09 hamburg (d) &#8211; astra stube (+ iroha)<br />
04.09.09 berlin (d) – schokoladen (+ iroha)<br />
05.09.09 hammerstadt (d) – kommärzbanck (+ iroha)<br />
06.09.09 eastern germany (+ iroha)<br />
11.09.09 leipzig (d) – zoro (+ iroha)<br />
12.09.09 kassel (d) – hammerschmiede (+ iroha)<br />
13.09.09 köln (d) &#8211; mtc (+ iroha)<br />
29.09.09 mannheim &#8211; juz<br />
30.09.09 eastern austria<br />
10.10.09 suisse/ austria<br />
11.10.09 leverkusen (d) &#8211; KAW</p>
<p><strong>KOM: &#8220;Ink&#8221;</strong> (2009)</p>
<p><img src="/wp-content/uploads/2009/07/kom_ink.jpg" alt="KOM: &quot;Ink&quot; (2009)" title="KOM: &quot;Ink&quot; (2009)" width="200" height="200" class="alignleft size-full wp-image-2325" />Ein weiteres Schätzchen aus dem Hause Denovali ist zweifelsohne die Band <strong>KOM</strong>, die sich für ihre aktuelle EP was ganz besonderes hat einfallen lassen: Ein mit goldenem Wachs versiegeltes, auf 160 Stück limitiertes 10&#8243;-Vinyl in rot-bräunlicher individueller Maserung. Eine wirklich wilkommene Abwechslung im uniform aufgereihten Plattenschrank&#8230; wobei die äußerst schicke EP eher was für die Vitrine ist.</p>
<p>Musikalisch bewegen sich KOM in der Spannweite von Post Rock (im weiteren Sinne) und den warm-psychedelischen Tönen von 60er Jahre Soundtracks. &#8220;Soundtracks&#8221; von CAN anyone? Insbesondere der dahingehauchte, schon beinahe gelangweilt dennoch sehr cool abgebrüht klingende Gesang bei KOM gelangt schon recht nahe an den stets improvisierten Träumersingsang des CAN-Sängers Damo Suzuki heran. Weltfremd atonal plänkeln Gitarren dazu. KOM haben&#8217;s auch irgendwie mit dem 3/4-Takt, und so lässt sich zum verträumten &#8220;007&#8243; ganz hervorragend durch die regenlaue, rotweingetränkte Sommernacht walzern. Das Stück ist übrigens nicht nach einem gewissen Geheimagenten benannt, sondern einfach nur Track 2 der von &#8220;006&#8243; bis &#8220;012&#8243; durchnummerierten Songs, die stellenweise nicht mal die Zwei-Minuten-Marke überschreiten und eher als Stimmungskonstrukte bezeichnet werden können. Langweilig wird &#8220;Ink&#8221; nie und selbst nach vielem Hören lassen sich bei den gerade mal 20 Minuten dieses optischen Juwels noch viele neue Details entdecken, die den Kauf dieser 10&#8243; auch akustisch lohnenswert machen.</p>
<p>Manch einer fragt sich vielleicht, warum es auf &#8220;Ink&#8221; mit &#8220;006&#8243; los geht. Und in der Tat gibt es auch die &#8220;001&#8243; bis &#8220;005&#8243;, zu hören auf der Debüt-EP &#8220;Plazaobelisk&#8221; von 2004. Es ist wirklich zu hoffen, dass es bei den vier Jungs aus NRW bis zur nächsten EP oder gar dem Debütalbum nicht wieder fünf Jahre dauern wird.</p>
<p>>> kostenloser Mp3-Download und Vinyl-Bestellung unter <a href="http://denovali.com/kom/" target="_blank">http://denovali.com/kom</a></p>
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		<title>ROSE KEMP: &#8220;Unholy Majesty&#8221;</title>
		<link>http://rockzoom.de/2009/04/29/rose_kemp_unholy_majesty/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 22:36:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Volkmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf zu neuen Ufern]]></category>
		<category><![CDATA[pleasing sounds]]></category>
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		<description><![CDATA[Unzertrennlichen Paaren wird bekanntlich gern nachgesagt, sie werden einander immer ähnlicher. Rose Kemp und ihre Musik eint vor allem eins: Eine herbe Schönheit, so rau, dass jede Berührung angenehm schmerzt. Easy Listening ist ohne Zweifel etwas anderes, und doch bleiben die Songs auf „Unholy Majesty“ trotz all ihrer Verschrobenheit und Eigensinnigkeit haften. „Flawless“ bringt es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/61XS3jiFKfL._SS400_.jpg" alt="" title="Rose Kemp Unholy Majesty" class="alignleft size-full wp-image-1161" width="220" height="220">Unzertrennlichen Paaren wird bekanntlich gern nachgesagt, sie werden einander immer ähnlicher. Rose Kemp und ihre Musik eint vor allem eins: Eine herbe Schönheit, so rau, dass jede Berührung angenehm schmerzt. Easy Listening ist ohne Zweifel etwas anderes, und doch bleiben die Songs auf „Unholy Majesty“ trotz all ihrer Verschrobenheit und Eigensinnigkeit haften.<br />
<br />
„Flawless“ bringt es auf den Punkt: Welcher Reiz liegt denn schon in absoluter Perfektion, was bringt schon Makellosigkeit? Rose Kemp jedenfalls vergeudet unsere Zeit nicht mit perfektem Gesang – sie spielt Theater mit ihrer Stimme und die Instrumente macht sie zu den Antagonisten in ihrem Bühnenstück, das unheilig majestätisch mal schwere Gitarren vorführt, mal reduzierte Pianoklänge.<br />
<br />Black Metal und Folk in einem Atemzug zu nennen, zeigt auch und vor allem die Unfähigkeit, diese Inszenierung in gängige Raster zu stecken. Wie beschreibt man etwas, das eigen ist, ein eigenes Genre definiert, mit Worten, die schon milliardenfach zuvor benutzt wurden? Am besten gar nicht. Am besten, Ihr hört selbst.<br />
<br />
<a href="http://www.myspace.com/rosekemp">Rose Kemp auf MySpace</a><br />
<a href="http://RockZOOM.de/2009/01/17/rose-kemp/">Rose Kemp auf RockZOOM.de</a><br />
<a href="http://RockZOOM.de/photos#album=72157612563425174">Live-Fotos von Rose Kemp</a></p>
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		<title>Kodiak &amp; Blackwaves @ Atari, Leipzig &#124; 30.03.2009</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 12:12:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer seinen Feierabend heavy mag, sollte sich in den nächsten Tagen spontan die Abendstunden für diese beiden westfälischen Schwerenöter aufheben. Für faire 4 Euro spielten Kodiak und Blackwaves gestern in Leipzig auf&#8230; Das Atari ist ein crustiger Schuppen im Leipziger Stadtteil Reudnitz, da wo das räudige Reudi gebraut wird und aus dem gleichen Hahn das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer seinen Feierabend heavy mag, sollte sich in den nächsten Tagen spontan die Abendstunden für diese beiden westfälischen Schwerenöter aufheben. Für faire 4 Euro spielten Kodiak und Blackwaves gestern in Leipzig auf&#8230;<span id="more-1972"></span></p>
<p><a href="/photos/photo/3400792293/atari-leipzig-30-03-2009-1.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Atari, Leipzig 30.03.2009 #1"><img class="alignleft" src="http://farm4.static.flickr.com/3452/3400792293_9a528e5803_m.jpg" alt="Atari, Leipzig 30.03.2009 #1" width="240" height="160" /></a> Das Atari ist ein crustiger Schuppen im Leipziger Stadtteil Reudnitz, da wo das räudige Reudi gebraut wird und aus dem gleichen Hahn das kultige Sterni läuft. Der Name Atari ist nicht unbedingt Programm. An das bekannte Videospielsystem erinnert hier aber nicht viel. Gespielt wird trotzdem: zum Beispiel Tischfußball, jeden Montag. Davor gemeinsame vegane Küche, sogenannte VoKü oder VeKü, zum Selbstkostenpreis. Es ist voll. In den Keller zu Kodiak und den Blackwaves wollen die wenigsten. Können sie auch nicht, denn es passen schätzungsweise maximal um die 40 Leute in den Keller, der über ein Loch im Boden und eine steile Holztreppe im Limbostil erreicht werden kann. Der Keller. So muss ein Keller aussehen und riechen. Kein nasser, kalter Keller ist das hier. Nein, ein trockener, kalter Keller mit typisch undurchlüftetem Kellermief ist das. Und vor allem eines: dunkel. </p>
<p></br></p>
<p>Noch dunkler wird es bei <strong>Kodiak</strong>, die wider Erwarten als erste Kapelle den Abend begehen. Eine einzige Glühbirne an der Bassdrum erleuchtet den hinteren Bereich des kleinen Kellerraumes; eine Bühne gibt es nicht. Mit einem Dröhnen startet &#8220;Beginning&#8221;, erster Track der kürzlich veröffentlichten selbstbetitelten LP. Laut ist es. <a href="/photos/photo/3401598070/kodiak-30-03-2009-03.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Kodiak - 30.03.2009 #03"><img class="alignleft" src="http://farm4.static.flickr.com/3615/3401598070_2b88e95446_m.jpg" alt="Kodiak - 30.03.2009 #03" width="160" height="240" /></a> Für das Kellergewölbe hätte auch die Wohnzimmer-PA gereicht, doch Kodiak sind mit Sunn und Co. im Meterdurchmesser unterwegs. Die gesamte Stimmung könnte von Anfang an passender gar nicht sein. Das schummrige Licht und die Kühle des Kellers unterstreicht fabelhaft das beklemmende, weltfremde Ambiente der aktuellen Platte. Es wird nicht gesungen oder gesprochen. So gelangt man noch tiefer in einen einsamen Sog des schleppenden Schwermutes. Nach zwei Stücken war auch &#8220;schon&#8221; Schluss. Na immerhin. 40 Minuten dauern &#8220;Beginning&#8221; und &#8220;End&#8221; zusammengenommen und beide bilden auch im Atari eine untrennbare Einheit. Besonders die letzten Minuten von &#8220;End&#8221; befördern nicht wenige in eine extatisch wippende Trance; der Höhepunkt des Abends&#8230; </p>
<p></br></p>
<p>Das karierte Hemd des Bassisten ließ mich dann doch irgendwie an die amerikanischen Black Metaller Wolves in the Throne Room denken&#8230; nur dass Kodiak bei weitem nicht derart rasen, zu keiner Zeit. Ansonsten ist der Vergleich gar nicht mal zu abwegig; es kommt eine ähnlich dichte Stimmung auf, die man nur schwerlich beschreiben kann, hat der Leser sie nie erlebt. Daher einfach nochmal die Empfehlung: auf eines der kommenden Konzerte gehen oder das neue Album anhören, unbedingt.</p>
<p>>> <a href="http://denovali.com/kodiak/" target="_blank">http://denovali.com/kodiak/</a> oder<br />
>> <a href="http://www.myspace.com/kodiakdoom" target="_blank">http://www.myspace.com/kodiakdoom</a></p>
<p>Auch wenn die beiden Tracks des ersten Albums auf der Denovali-Seite vollständig heruntergeladen werden können, kann ich jedem Doomanhänger mit Vinylvorliebe empfehlen, sich eine der im wahrsten Sinne des Wortes coolen und besonders günstigen LPs zuzulegen. 150 Scheiben kommen in eisblauem Vinyl, 350 Stück als klare Scheibe. Wirklich sehr hübsch aufgemacht. Über Denovali oder direkt bei den Gigs erhältlich.</p>
<p>Aber auch der Merchstand bei den <strong>Blackwaves</strong>, auch Blckwvs geschrieben, kann sich sehen lassen: eine auf 300 Stück limitierte Touredition im Clear Vinyl, handnummeriert und mit Liebe hergestellt: schickes silkscreened Cover, gestaltet vom Drummer Tommec höchstselbst&#8230; gerade mal für 10 Euro, rotiert gerade fleißig neben mir. Doch was steckt hinter der hübschen Fassade?</p>
<p><a href="/photos/photo/3400792459/blackwaves-30-03-2009-2.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Blackwaves - 30.03.2009 #2"><img class="alignleft" src="http://farm4.static.flickr.com/3448/3400792459_4abda5951d_m.jpg" alt="Blackwaves - 30.03.2009 #2" width="160" height="240" /></a> Live zumindest eine düstere, nicht ganz einfach verdauliche Chose aus erdigem Sludge und psychedelisch-progressiven Tönen. Jedenfalls zeigten sich auch Blackwaves ultraheavy &#8230;und noch einen ganzen Tacken lauter als Kodiak! Zumindest zu Beginn. Noch nie bebte bei mir das Trommelfell trotz Ohrenstöpsel. Wer an diesem Abend keine hatte, musste wohl das ein oder andere Prozent seines Hörvermögens im Keller des Atari lassen.</p>
<p></br></p>
<p>Die Hose des Tastenmanns ließ zunächst tiefer blicken als seine spielerische Leistung&#8230; Im Laufe der Spielzeit konnte man jedoch feststellen, dass die atmosphärischen Keys ihren ganz eigenen Spuk, zumeist verzerrt durch einen Gitarrenverstärker zur unberechenbaren und von daher auch interessant entdeckerhaft anzuhörenden Musik beitrugen. Wo Kodiak nahtlos atmosphärisch spielten, überraschen Blackwaves mit durchaus gewollten Brüchen und reihen träumerisch minimalistische Passagen an hypnotische Groovemonster. Das ist doch ein Groove, oder? Warum kann ich mich nicht dazu bewegen, wie ich das gern wollte? Weil das ein so verquerer Rhythmus ist, hinter den man erst einmal kommen muss. Abgedreht, dennoch auch hier wieder keineswegs überhastet in Sachen Tempo. Dunkel war&#8217;s auch hier. Eine einzige Baulampe an der Decke, ganz billig mit farbigem Papier versehen, bot hier die einzige Lichtquelle und gab auch dem Auftritt von Blackwaves eine düstere, zugleich aber auch sehr private Atmosphäre.</p>
<p>>> <a href="http://www.myspace.com/blckws" target="_blank">http://www.myspace.com/blckws</a></p>
<p>Weitere Tourdaten von KODIAK und BLACKWAVES:</p>
<p>31.Mrz.2009: 20:00 Uhr, Haus Mainusch, Mainz<br />
01.Apr.2009: 20:00 Uhr, AK44 (+ Gods &#038; Queens, Drowning with our Anchors), Gießen<br />
02.Apr.2009: 20:00 Uhr, elfer, Frankfurt a. M.<br />
03.Apr.2009: 20:00 Uhr, Coffee Corner (+ Endbringer), Essen<br />
04.Apr.2009: 20:00 Uhr, VEB, Siegen</p>
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		<title>Denovali Records verschenkt Musik&#8230;</title>
		<link>http://rockzoom.de/2009/02/13/denovali-records-verschenkt-musik/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Feb 2009 18:06:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;und zwar komplette Alben, Neuerscheinungen. Ab heute steht bei Denovali zum Beispiel das neue Album &#8220;MISANTHROPE(S)&#8221; der Sludge-Krachmacher CELESTE sowie das Debütalbum von KODIAK - klirrekaltes Instrumentalkino! &#8211; im Regal, physisch wie auch digital: Alle Stücke kann man sich in voller Länge auf der Homepage anhören oder direkt downloaden; wer will, der kann per PayPal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/wp-content/uploads/2009/02/denovali_021.jpg" alt="denovali_header" title="denovali_header" width="500" height="100" class="alignleft size-full wp-image-1707" />&#8230;und zwar komplette Alben, Neuerscheinungen. Ab heute steht bei <a href="http://www.denovali.com" target="_blank">Denovali</a> zum Beispiel das neue Album &#8220;MISANTHROPE(S)&#8221; der Sludge-Krachmacher <strong>CELESTE</strong> sowie das Debütalbum von <strong>KODIAK </strong>- klirrekaltes Instrumentalkino! &#8211; im Regal, physisch wie auch digital: Alle Stücke kann man sich in voller Länge auf der Homepage anhören oder direkt downloaden; wer will, der kann per PayPal eine kleine Spende hinterlassen. Die Mp3s sind dabei nicht gerade vom Wühltisch; die Dateien kommen in 192kb/s daher. Natürlich trotzdem nichts für den audiophilen Vinylfreund. Der fühlt sich bei dieser lächerlichen Zahl vielleicht eher an die Worte von Pat Mawhinney erinnert, dem Inhaber der <a href="http://www.thegreatestmusiccollection.com/" target="_blank">größten privaten Plattensammlung der Welt</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;They chop off the highs, they chop off the lows, and then they compress everything. How could that possibly be equal to the open sound that you get on a record?&#8221;<br />
<em><strong>Paul Mawhinney</strong>, stolzer &#8220;Noch-Inhaber&#8221; von circa 3 Mio. Schallplatten&#8230;</em></p></blockquote>
<p>Das sieht Timo, Mitbegründer des 2005 ins Leben gerufenen Underground-Labels Denovali Records, wohl ähnlich und bringt uns die Idee der freien Downloads etwas näher:</p>
<blockquote><p><strong>Timo</strong>: Die Idee mit den Umsonst-Downloads basiert auf keinem Kalkül. Wir lassen uns bei der Labelarbeit nur bedingt von wirtschaftlichen Gesichtspunkten leiten. Uns war es einfach wichtig, dass jeder Mensch, der Interesse an der Musik hat, sie auch in voller Gänze aufnehmen kann. Einige unserer Bands (vor allem diejenigen, die noch mit einem anderen CD-Label arbeiten) sehen das anders. Aus diesem Grund wird nicht jede Platte kostenlos zur Verfügung gestellt. Aus unserer Sicht ist das aber vollkommen okay. Ein weiteres Argument wäre dann, dass wir Mp3s nicht als Produkt verstehen. Für uns ist es allerhöchstens eine Ergänzung zu Vinyl und CDs. Wir sehen Artwork, Lyrics und Musik als Ganzes. Eine Gänzlichkeit, die Mp3s nicht liefern können. Zudem finden wir es schlichtweg albern, Menschen pro simplen komprimierten Datensatz 99 Cent aus den Taschen zu leiern. Im Übrigen freuen wir uns aber, wenn Leute, die die Mp3s mögen im Endeffekt ebenfalls eine Platte kaufen. Nur das sichert ja das Überleben des Labels.</p></blockquote>
<h3>Erst wird gehört, dann (hoffentlich) bezahlt</h3>
<p>&#8220;Ich möchte vorher gern wissen, was ich kaufe&#8221; ist ein gängiges Argument, was man von vielen Tauschbörsen-Saugern hört; nur vergessen die meisten leider bei Wohlgefallen an der Musik im Endeffekt auch dafür zu bezahlen. Was in der Softwarebranche vielerseits schon gang und gäbe ist &#8211; ein enthusiastischer Programmierer erstellt ein nützliches Tool und platziert einen &#8220;Donate&#8221;-Button, dem man Aufmerksamkeit schenken kann oder es eben bleiben lässt &#8211; hat sich in Teilen schon auf wissenschaftliche Publikationen ausgebreitet &#8211; das kostenlose Bereitstellen von Volltexten via Open Access zusätzlich zum Printmedium &#8211; und kommt nun so langsam auch in der Musikbranche an. Das zeitweise Zurverfügungstellen ganzer Alben via Myspace ist ja mittlerweile angenehmerweise gar nicht mehr so selten, von Downloadmöglichkeiten jedoch kaum eine Spur. Als Vorreiter in Sachen Komplettdownloads sind gewiss Radiohead mit ihrem 2007er Album &#8220;In Rainbows&#8221; zu nennen. Auch wenn die eine eher ernüchternde Bilanz zogen: Nur 38% der Downloader bezahlten im Nachhinein (Quelle: <a href="http://http://www.laut.de/vorlaut/news/2007/11/07/17084/index.htm" target="_blank">laut.de</a>). Na immerhin, würde ich sagen. Bei über einer Million Downloads in den ersten Wochen dürften Radioheads selbst bei 5 Euro pro Nase immer noch ein nettes Zubrot bekommen haben.</p>
<h3>Doppelt gewagt?</h3>
<p>Aber Radiohead sind nun mal Radiohead. Und mit solch einem Bekanntheitsgrad kann ein klitzekleines Label wie Denovali Records ganz gewiss nicht mithalten. Der Schwerpunkt liegt hier nämlich auf Sludge und Doom und ähnlich schwerverdaulich-experimenteller Musik, die nicht gerade bekannt dafür ist, eine große Fangemeinde zu haben. Hin und wieder findet man auch melancholische Ambient-Sachen. Wer solche Musik hört, liebt sie für gewöhnlich. Und deshalb kauft er sie dann doch&#8230;</p>
<p>Und was konnte man vor ein paar Monaten den Medien entnehmen? &#8220;Metalfans retten die Plattenindustrie!&#8221;. Na, so ganz über einen Kamm scheren kann man das auch nicht, ging doch vor ein paar Tagen erst GUN Records &#8211; &#8220;Great Unlimited Noise&#8221; &#8211; pleite. Wem dieser Name nichts sagt, dem sind vielleicht seine ehemaligen Schößlinge OOMPH!, APOCALYPTICA, WITHIN TEMPTATION oder APOPTYGMA BERZERK ein Begriff. Wie kann man als Label eigentlich mit einem solchen Bandaufgebot pleite gehen? Dass man als doch relativ kleines Label, und das ist auch GUN im Vergleich zu den &#8220;Riesen&#8221;, die hier namentlich nicht mehr aufgeführt werden müssen &#8211; durch Plattenverkäufe kaum Einnahmen erwirtschaften kann, sollte klar sein. Doch spätestens wenn Umpf und Co. ganze Stadien füllen, dürfte der Aufwand für die paar gepressten CDs, die jetzt im Keller liegen und die keiner haben möchte, wieder hereingeholt sein&#8230; Schlechtes Management bei GUN oder haben die Fans ihre &#8220;Mainstream-Hartwurstler&#8221; im Stich gelassen?</p>
<p><img src="/wp-content/uploads/2009/02/denovali_011.jpg" alt="Denovali Records" title="Denovali Records" width="250" height="250" class="alignleft size-full wp-image-1706" />Da zieht es uns wieder in den getreuen Underground, wo ein Tonträger noch als Produkt bestehend aus Artwork, Textgut und weitgehend unkomprimierter Musik angesehen wird. Und wirft man einen Blick in den Denovali Shop, findet man dort einiges was das Vinylherz begehrt: vom ungewöhnlichen 6&#8243;-Split über aufwändige aber dennoch erschwingliche Gatefolds bishin zum Caspian-Vinyl in &#8220;Bier-Kolorierung&#8221; &#8211; ja eigentlich wäre so eine Aufmachung eher ein Fall für unsere Kollegen des besonders trven Metal. Etliches wird sogar selbst gestaltet. Thomas, Denovalis zweiter Labelchef, ist für die ansprechende Webseite verantwortlich und gestaltet sogar viele Artworks selbst. Es ist bei all der Liebe zum Detail schon erstaunlich, dass die liebevoll aufgemachten Tonträger doch zu solch humanen Preisen daherkommen.</p>
<blockquote><p><strong>Timo</strong>: Uns ist es wichtig so viel wie möglich selbst zu machen. Thomas ist in Sachen Design und Programmierung einfach sehr talentiert. Das gibt uns die Möglichkeit gerade im Internet (freie Downloadseiten für jede Band etc.) den Leuten mehr als Herkömmliches zu bieten. Die Preisgestaltung ist okay. Es gibt sicherlich so einige DIY-Labels [Anm. DIY = "do it yourself"], die noch wesentlich günstiger sind als wir. Aber im Anbetracht der Tatsache, dass wir eine Fülle an Releases pro Jahr realisieren, MwSt. abführen müssen, uns ein aufwendiges Artwork wichtig ist und ein stetig steigender Zeitaufwand hinter dem Label steckt, ist unsere Preisgestaltung im Vergleich zu kommerziellen Labels noch sehr moderat. Wir orientieren uns dabei immer an unseren Wertmaßstäben…. also an der Frage „Was würde ich dafür zahlen?“.</p></blockquote>
<p>Stichwort &#8220;do it yourself&#8221; und so viel wie möglich selbst machen: Wenn man dann auch noch Booking und Management für die Bands im eigenen Label übernimmt, dann müsste das Ganze ja zu einer Art Fulltime-Job ausarten&#8230; Jedenfalls kann man wohl kaum von dieser Arbeit leben&#8230;!?</p>
<blockquote><p><strong>Timo</strong>: Naja… so Begriffe wie Management fallen bei uns eigentlich nicht. Wir buchen für einige der Bands Touren – andere sind durch ihr CD-Label schon auf einem „höheren Level“ und haben spezielle Bookingagenturen. Generell versuchen wir allen Bands innerhalb unseres Zeitrahmens so gut wie möglich zu helfen. Ein Fulltime-Job ist es nicht… eher ein zeitintensives Interesse.<br />
Nein, wir leben nicht von dem Label. Wir sind froh immer genügend Geld zu verdienen, um neue Platten machen zu können.</p></blockquote>
<h3>&#8220;Musikindustrie&#8221;&#8230;</h3>
<p>&#8230;eigentlich ist dieses Kompositum pervers. Es suggeriert zum einen eine massenweise Herstellung kommerziell vertriebener Güter und zwangsverehelicht diese im gleichen Atemzug mit einem Phänomen, das laut Victor Hugo bekanntermaßen nicht einmal in Worte gefasst werden kann; in ein Produkt pressen kann man es scheinbar schon. Und im Grunde ist das auch gut so, denn man muss nicht zwangsläufig von William Morris und der Arts and Crafts-Bewegung um 1900 gehört haben, um Massenanfertigung von einem vollendeten, in sich stimmigen und qualitativen Produkt unterscheiden zu können. Es ist nicht das Produkt an sich, es sind vielmehr die großen Plattenlabel und deren Summen, Provisionen und Gewinne, die freilich zum &#8220;Überleben&#8221; der Kunst nötig sind &#8211; oder es zumindest zu sein scheinen &#8211; welche der Musik aber unweigerlich ihre Unbestechlichkeit und nicht zuletzt auch ihren &#8220;Zauber&#8221; nehmen. Doch reich werden Labels wie Denovali nicht. Auch die Rollenverständnisse der Plattenfirmen sind äußerst verschieden. Unter diesem Aspekt interessierte mich nicht zuletzt auch die Labelphilosophie bei Denovali&#8230; und ob es so etwas wie &#8220;Leitlinien zur Zusammenarbeit mit Künstlern&#8221; gibt&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Timo</strong>: Eine wirkliche Philosophie liegt eigentlich nicht vor. Primär stehen bei uns die Musik des Künstlers und der Künstler selbst im Mittelpunkt. Viele der unsinnigen Dinge, die man als Label machen muss, um eine Band voran zu bringen, sind dann eher ein hingenommenes Übel als eine anvisierte Leitlinie. Uns ist vor allen Dingen wichtig, dass alles auf Vertrauensbasis stattfindet – Verträge oder Ähnliches gibt’s bei uns nicht. Ansonsten versuchen wir die Verantwortlichkeit für alle Maßnahmen rund um das Label in den eigenen Händen zu belassen. Wir sind in gewisser Weise von der DIY-Kultur beeinflusst – auch wenn wir viele Normen und Regeln die dort unausgesprochen gelten nicht als unsere eigenen ansehen.</p></blockquote>
<p>&#8230;Und so muss Musik &#8220;gemacht&#8221; werden.</p>
<p>Musik ist kein Fast Food.<br />
Und wer das verstanden hat, bezahlt den guten Koch mit Freuden.<br />
Kein Handel, vielmehr eine Belohnung, die selbstverständlich ist.</p>
<p>Offizielle Denovali Homepage: <a href="http://www.denovali.com" target="_blank">www.denovali.com</a></p>
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		<title>ROSE KEMP &#8211; unterwegs mit Dornen und Bl&#252;tenbl&#228;ttern</title>
		<link>http://rockzoom.de/2009/01/17/rose-kemp/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Jan 2009 21:54:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Voodoo-Udo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Im Weitwinkel]]></category>
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		<description><![CDATA[Katrin Kropf (KKR): Ich kann mich eigentlich nicht gar nicht oft genug bedanken für deinen Tipp von vor ein paar Tagen&#8230; Rose Kemp&#8230; Jana Legler (JLE): Ich weiß. Meine neue Göttin. Man muss sich schon drauf einlassen irgendwie, aber wenn man es getan hat, dann ist man gefangen. KKR: Gefangen, genau. Das trifft es wirklich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Katrin Kropf (KKR)</strong>: Ich kann mich eigentlich nicht gar nicht oft genug bedanken für deinen Tipp von vor ein paar Tagen&#8230; Rose Kemp&#8230;</p>
<p><strong>Jana Legler (JLE)</strong>: Ich weiß. Meine neue Göttin. Man muss sich schon drauf einlassen irgendwie, aber wenn man es getan hat, dann ist man gefangen.</p>
<p><strong>KKR</strong>: Gefangen, genau. Das trifft es wirklich gut. Live kam das Ganze in Leipzig noch viel besser herüber&#8230; Kannte vorher ja auch nur die Songs von der Myspace-Seite. Und das ist eigentlich so gar keine Myspace-Musik, die man mal eben beim Herumsurfen nebenbei hört.</p>
<p><a href="/photos/photo/3194561861/rose-kemp-09-01-2009-9.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Rose Kemp - 09.01.2009 #9"><img class="alignleft" src="http://farm4.static.flickr.com/3525/3194561861_8bffbc1f0b_m.jpg" alt="Rose Kemp - 09.01.2009 #9" width="160" height="240" /></a> <strong>JLE</strong>: Also, bei mir fing es so an, dass ich recherchierte, was demnächst bei mir in der Umgebung so an guten Konzerten stattfindet. Ich bin ja doch gerne Entdecker. Irgendwie. Im Forum in Bielefeld sollte am 9.1. eine gewisse Rose Kemp auf der Bühne stehen. Sie war wohl vor ein paar Wochen erst dort Gast, als Vorband für eine Band, die mir ebenso wenig ein Begriff war&#8230; Die Beschreibung zu der Dame klang super spannend. Das Bild von ihr sprach mich ebenfalls an, da kommt halt immer wieder der Fotograf in mir durch, haha. Und ich hab ratzfatz mal ihren Namen auf MySpace eingegeben und ich war echt vom ersten Moment an erstarrt. Erfreut. Bei mir wurde sofort der Gedanke wach, dass ich endlich mal wieder eine weibliche Künstlerin gefunden habe, die es wert ist sie irgendwie&#8230; öhm&#8230; zu verehren. Weil mir ihr Gesamtsound so unter die Haut ging. Ich habe mir dann auch umgehend ihre beiden Alben bestellt. Wollte vorm Konzert natürlich noch etwas an weiteren Vorabimpressionen aufsaugen.</p>
<p></br></p>
<p><strong>KKR</strong>: Da bist du wesentlich vorbereiteter in deinen Auftritt gegangen als ich, haha. Ich hab im Vorfeld mal auf ein bisschen auf www.last.fm herumgeschaut, ist ja auch immer mal ganz gut, um neue Sachen kennenzulernen. Da ist mir erstmal eine sehr bunt gemischte Beschreibung ins Auge gefallen: &#8220;Ihre Wurzeln liegen in der Folkmusik. Inzwischen mischt sie Folk mit Doom, Drone, Stoner Rock und Black Metal.&#8221; Klingt äußerst vielversprechend. Und dann ist sie noch die Tochter von zwei Steeleye Span-Musikern. Das Witzige ist ja, dass ich in den letzten Wochen recht häufig Steeleye Span-Schallplatten gehört habe. War ne recht bekannte britische Folk Rock-Truppe in den 70er Jahren, jedoch wesentlich fröhlicher und beschwingter &#8211; schon beinahe naiv &#8211; als Rose heutzutage. Von wegen &#8220;Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm&#8221;. Der Apfel hat zwar irgendwie was mit dem Stamm zu tun &#8211; er kann singen und man schmeckt in ihm diese typische enorme Bandbreite und Sympathie der Folksängerinnen &#8211; aber dieser Apfel rollt auch durch ziemlich matschige Pfützen, über Berge hinweg und grollende Wasserfälle hinab. Unser Apfel ist ein Entdecker-Früchtchen und scheut sich nicht, sich auf eine große Reise abseits ausgetretener Pfade zu begeben&#8230;</p>
<p><strong>JLE</strong>: Ja, ausgetretene Pfade&#8230; das beschreibst auch du treffend! Es gibt ja so viel Neues, Tolles, Interessantes. Aber oft erwischt man sich sogar inmitten seiner eigenen Extase und stellt fest&#8230; ja, der und der&#8230; und die und die&#8230; die klingen ja schon ähnlich. Bei Rose Kemp habe ich seit langem mal wieder Gefühl, dass da etwas heranwächst, was vollkommen eigenständig klingt. Gewisse Soundmomente waren gewiss auch schon da, aber Rose klingt so schön eigenwillig. So eine Tori Amos des Rock&#8217;N'Roll irgendwie. Ich finde es amüsant, dass sie dabei relativ gelassen wirkt. <a href="/photos/photo/3195403124/rose-kemp-09-01-2009-8.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Rose Kemp - 09.01.2009 #8"><img class="alignleft" src="http://farm4.static.flickr.com/3527/3195403124_b4829f742b_m.jpg" alt="Rose Kemp - 09.01.2009 #8" width="240" height="160" /></a>  Sie macht einfach ihr Ding. Vielleicht sollten wir mal auf unsere Konzerterlebnisse umschwenken&#8230; Zumindest kann ich jetzt schon mal sagen, dass ich mir in Bielefeld nach ihrem Konzert seit Ewigkeiten mal wieder eine LP gekauft habe. Von ihr. Und dabei hab ich nicht mal einen Plattenspieler. Das gleicht einer Liebeserklärung.</p>
<p></br></p>
<p><strong>KKR</strong>: Jetzt hast du sie ja doch wieder mit jemandem verglichen, haha. Vielleicht auch eine Kate Bush des Sludge? Haha. Alles Blödsinn irgendwie. Man muss es wohl mal selbst richtig erlebt haben. Und das geht am besten über die Dame selbst. Ich war letzten Sonntag in der kleinen beschaulichen Leipziger naTo, die sich hin und wieder der Reihe &#8220;Noise Club&#8221; hingibt&#8230; Ich glaube nicht, dass man Rose Kemp hier wirklich kennt. Es waren so um die 100 Leute da, voll war es nicht gerade, das anwesende Publikum sehr&#8230; äh, zivilisiert und wohl genauso wenig vorbereitet auf das Bevorstehende wie ich. Es war zu Beginn jedenfalls <em>totenstill</em>&#8230; Alle waren dennoch mordsgespannt und nicht wenig überrascht, als eine junge Dame mit Umhang und Kapuze, begleitet von nur einem Drummer und einem Bassisten die Bühne betrat&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Doom nÈireann – Von Mourning Beloveth und ihren lieben Verwandten&#8230;</title>
		<link>http://rockzoom.de/2008/05/09/doomneireann/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 May 2008 21:20:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Er liegt stets ein wenig im Schatten seiner britischen Nachbarn, der irische Doom. Doch schattige &#8211; und besonders regenreiche! &#8211; Regionen sind bekanntlich die besten Voraussetzungen, möglichst viel Hoffnungslosigkeit und Endzeitstimmung in ein paar Tonspuren zu bannen. Anlässlich der Veröffentlichung des dritten Albums vom Aushängeschild des irischen Doom Metal, Mourning Beloveth aus der unspektakulären Grafschaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--04181798-->Er liegt stets ein wenig im Schatten seiner britischen Nachbarn, der irische Doom. Doch schattige &#8211; und besonders regenreiche! &#8211; Regionen sind bekanntlich die besten Voraussetzungen, möglichst viel Hoffnungslosigkeit und Endzeitstimmung in ein paar Tonspuren zu bannen. Anlässlich der Veröffentlichung des dritten Albums vom Aushängeschild des irischen Doom Metal, Mourning Beloveth aus der unspektakulären Grafschaft Kildare, leuchtet RockZOOM diese schattigen Gebiete aus und wagt den Blick in rußreiche Pfützen des nördlichen Teil Dublins, wo sich düstere gregorianische Hausfassaden in perfekter Uniformität widerspiegeln; in verfallene und moosüberwachsene Natursteinbauten, diese knöchernen Relikte im Westen des Landes, die bereits Heinrich Böll in seinem Irischen Tagebuch auf schauerliche Art und Weise faszinierten; in Spelunken, wo Tourismus keine Rolle spielt; in Kanalisationen, wo kein Guinness fließt; in Köpfe, die den langen Leidensweg Irlands nicht vergessen haben und der Schnelllebigkeit unserer heutigen Spaß- und Erlebnisgesellschaft trotzen&#8230;<span id="more-552"></span></p>
<h3>Bedeutende Ereignisse werfen ihre Schatten voraus&#8230;</h3>
<p><br/><strong>Mourning Beloveth: „A Disease for the Ages“</strong><br />
(VÖ: 9. Mai 2008)<br />
<img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/05/mb_disease.jpg' alt='Mourning Beloveth: “A Disease for the Ages” (2008)' class="float_left"/></p>
<p>Es ist vielleicht nicht die richtige Art Musik für den Wonnemonat Mai, aber einmal veröffentlicht, lässt sich ein gutes Album wann und wo auch immer gut anhören, sei es nun fröhlicher Folk, rebellischer Rock oder wie in diesem Falle drückend schwerer Doom Metal. Sogenannter Death/Doom wohlgemerkt. Grau – vielen vielleicht als Mailorder bekannt – ist nun an die Labelfront gegangen und schreibt zu Mourning Beloveths “A Disease for the Ages”, es sei „die vielleicht trostloseste Musik, die je von dieser Insel kam“&#8230; Eine gewagte These. Und sogleich denke ich mir: Was ist eigentlich trostloser als Primordials „Spirit the Earth Aflame“ oder „Journey&#8217;s End“? Die Antwort ergibt sich schon nach nur wenigen Minuten. Das mächtige “The Sickness” taucht sogleich ein in eine doomtypische Welt aus Hoffnungslosigkeit und Verfall und schlägt mit tonnenschweren jedoch eingängigen Riffs und dunkelgrollenden Deathgegrunz zu Buche. Natürlich schön langsam, doch mit tödlicher Sicherheit und Intensität, nicht ohne die ein oder andere verdammt eingängige Melodie der um zwei Gitarrenspuren aufgestockten Saitenfraktion. Auf Album haben Mourning Beloveth sicherlich den Effekt erreicht, den sie wollten. Brendan, der neue Bassist von Irlands Doom-Pionieren, gibt Auskunft, ob diese zusätzlichen E-Gitarren beim Livesound der neuen Stücke Probleme machen könnten&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Brendan</strong>: Nun, alle Songs wurden in einer Live-Umgebung geschrieben und arrangiert, sind also mit den Mitteln entstanden, die wir auch auf Bühne zur Verfügung haben (also keine verfickten Keyboards oder Frauenstimmen etc.). Ich glaube die Songs sind dunkler und heavier, aber nicht nur aufgrund der zusätzlichen Gitarrenspuren, sondern eher aufgrund der Art und Weise der Riffs, dem Zusammenspiel zwischen den Instrumenten, sowie der Gesamtatmosphäre, die wir hiermit erschaffen wollten. Kein Problem also!</p></blockquote>
<p>Es laufen nicht nur stete Schauer über den Rücken. Die Gänsehaut zieht einen zudem vom Scheitel an widerstandslos zu Boden. Und wenn man glaubt, es geht nicht mehr, dann kommt irgendwoher die erlösende Kontraststimme von Frank. Nach wie vor sind seine klar gesungenen Vocals eine echte Bereicherung. Für meinen Geschmack hätten sie sogar noch öfter aufreten können, ein paar mehr solche Vocallines wie im grandiosen “Trace Decay” und ich wäre vollends zufrieden gewesen. Doch der Songwriting-Prozess wurde dieses mal durch den Abgang des langjährigen Bassisten Adrian unterbrochen. Wie ich bereits angemerkt habe, wurde dieser von Brendan ersetzt, der mitten in den Aufnahmen zu “A Disease for the Ages” zur Band stieß&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Brendan</strong>: Adrians Weggang teilte unseren Songwriting-Prozess in zwei Phasen: Die erste endete mit seinem Ausstieg, die zweite begann damit, dass ich ein paar Wochen hatte, um mir die alten Lieder unter den Gürtel zu schnallen. Eine witzige Prozedur – ein paar Wochen lang ist geht der Fortschritt so langsam vonstatten, dass es scheint, als würde gar nichts passieren, dann auf einmal nimmt ein Song oder ein Segment oder Arrangement ein eigenes Leben auf und verwandelt sich in ein Tier! Schau dir zum Beispiel das erste Stück der neuen Scheibe an, “The Sickness”. Das einleitende Riff darin entstand an einem Sonntagmorgen. Alle fünf aus der Band waren total verkatert und wir konnten kaum stehen. Frank hat einfach angefangen, dieses Riff zu spielen, 5 Minuten später kam der Verzögerungseffekt dazu und zwei Stunden später hatten wir das gesamte Skelett des Songs. Andererseits ist “Burning Man” dann wieder ein komplettes Stück, mit welchem Brian etliche Monate lang gekämpft hat. Es trieb ihn bis an den Rand des Wahnsinns. Doch nach ein paar Monaten im Proberaum haben wir es schlussendlich hinbekommen. Obwohl es manchmal frustrierend war, ich habe es ziemlich genossen, “A Disease of the Ages” mitzukreiieren.</p></blockquote>
<p>Und wo wir einmal bei Adrian sind: Er zog dauerhaft nach Spanien und gründete dort ein cooles Label, welches zugleich als Booking Agency fungiert. Ich wollte wissen, ob die Band mit ihm immer noch in gutem Kontakt steht&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Brendan</strong>: Sicher, Adrian ist mit seiner Firma Lugga Music Productions unser Agent für das Booking, Tourmanager und Babysitter. Die Jungs kennen ihn seit Schulzeiten, ich seit 1998. Es gibt da eine Menge guter Vergangenheit. Freunde sind von unschätzbarem Wert, in jeder Hinsicht des Lebens.</p></blockquote>
<p><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/05/mourningbeloveth.jpg' alt='Mourning Beloveth 2008' class="float_left"/>Dass Langsamkeit nicht monoton sein muss, begreift man spätestens beim Stück &#8220;Primeval Rush&#8221;, welches äußerst zaghaft mit unverzerrter E-Gitarre beginnt und mich schließlich beim Einsatz der obligatorischen Riff-Wände und den lang gezogenen Growls an eine Downtempo-Version früherer Opeth erinnern möchte. Denn auch mit langsamem Tempo lässt sich wunderbar spielen und variieren. Das Ende des Songs schwächelt zwar ein bisschen, wird aber durch den Beginn von &#8220;The Burning Man&#8221;, mit welchem Frank laut Brendan so lange gehadert hat, wieder kompensiert. Entsprechend leidend kommt der brennende Mann auch daher. Beinahe mag es stehen bleiben, mag einem das Herz stehen bleiben, doch Frank schafft es mit seinem erhabenen Klargesang einmal mehr, die Stimmung zu kippen und einen gewissen trotzenden Stolz zu an den matten Tag zu legen. Dennoch kommt es mir vor, dass auch &#8220;Burning Man&#8221; ebenso wie das vorangegangene &#8220;Primeval Rush&#8221; ein paar Längen aufweist, die der Gesamtstimmung zwar nicht schaden, aber einen doch etwas vom Geschehen wegtragen. Durchaus gewollt erscheint dieser einlullende Effekt im abschließenden &#8220;Poison Beyond All&#8221;, das mit einem simplen und stetig wiederkehrenden Riff in einen Strudel zieht, in welchem uns auf jeder Runde, in der es tiefer in den Abgrund geht, die mächtigen Growlverse Darrens begegnen. Es endet mit einem wunderbar sehnsüchtigen Gitarrensolo, zumindest klanglich ein offenes Ende, das noch leichte Hoffnung verbreitet&#8230;</p>
<p>Mit &#8220;A Disease for the Ages&#8221; liegt uns hier sicher kein einfacher, leicht zu konsumierender Brocken vor. Diese fünf Stücke sind wie zähflüssige Lava, genährt durch dunkel grollende Beben in den Tiefen eines Erdreiches &#8211; eines Endreiches &#8211; wo man die Menschheit bereits aufgab. Oder man stelle sich einen druckgeladenen Dampfkessel vor, der stets zu explodieren droht, es aber doch nicht tut. Und ja, sie leben noch, Mourning Beloveth. So sehr es auch an der Psyche nagen mag, ein derart tristes Album aufzunehmen und zu veröffentlichen. Doch vielleicht ist gerade das sehr befreiend. Eigentlich sollte es ja jetzt eine Tour geben, doch die musste leider aus privaten Gründen abgesagt werden und wird voraussichtlich im Oktober nachgeholt. Brendan zeigt sich darüber sichtlich bestürzt&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Brendan</strong>: Ja, wir sind bitter enttäuscht, dass wir die ganze Tour absagen mussten, es gab keine andere Option. So etwas passiert und so sei es. Und ja, wir versuchen, mithilfe von Adrian etwas Neues für den Herbst zusammenzustellen. Es ist aber noch alles sehr skizzenhaft, nichts Bestätigtes im Hinblick auf Spielorte und andere Bands. Aber dazwischen und einigen einzelnen Gigs und Sommerfestivals, werden wir versuchen, den Enttäuschten bezüglich unserer Tourabsage etwas zu bieten. Und von diesen Enttäuschten sind wir sicherlich die größten.</p></blockquote>
<p>Dabei scheint es mir, als wäre gerade in Irland der Doom jetzt relativ populär. Jedenfalls beliebter als beispielsweise in Deutschland&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Brendan</strong>: Darüber ist mir nichts bekannt. Ih glaube, dass Doom generell derzeit eine Art Renaissance durchlebt, doch Irland hat kein Doom Shall Rise oder einen Doomsday wie in Holland. Aber jeder der ein Faible für die finstere Seite der Musik hat, sollte mit Sicherheit Graveayard Dirt, Thy Sinister Bloom und die Slomatics anchecken. Slomatics dürften nicht jedermanns Geschmack sein, aber nichtsdestrotrotz ist das eine fantastische Band. Um einen guten Überblick über die irische Metalszene zu bekommen, besuche einfach <a href="http://www.metalireland.com" target="_blank">www.metalireland.com</a>. Das ist ein sehr aktiver Haufen in Bezug auf alles Metallische und Irische dort. </p></blockquote>
<p>Wer mehr über irischen Doom erfahren möchte, unter anderem die von Brendan genannten Bands, der möge sich bitte zu Seite zwei dieses Beitrags weiterhangeln&#8230;</p>
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		<title>Robin Staps spricht &#252;ber THE OCEANs &#8220;Precambrian&#8221;</title>
		<link>http://rockzoom.de/2008/01/14/robin-staps-spricht-ueber-the-oceans-precambrian/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Jan 2008 19:52:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<category><![CDATA[the ocean]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit &#8220;Precambrian &#8211; Proterozoic&#8221; hat das 26-köpfige(!) Berliner The Ocean-Kollektiv für mich definitiv eines &#8211; wenn nicht DAS! &#8211; Album des Jahres 2006 geschaffen (Rezension siehe LINK): Was durch die Auflistung der ersten geologischen Perioden unseres Planeten (diese bildet sozusagen die Tracklist) zunächst menschenfeindlich anmutet, stellt sich im Laufe dieses Albums immer mehr als Seelenspiegel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit &#8220;Precambrian &#8211; Proterozoic&#8221; hat das 26-köpfige(!) Berliner The Ocean-Kollektiv für mich definitiv eines &#8211; wenn nicht DAS! &#8211; Album des Jahres 2006 geschaffen (<a href="http://RockZOOM.de/2007/12/07/the-ocean-precambrian-proterozoic/">Rezension siehe LINK</a>): Was durch die Auflistung der ersten geologischen Perioden unseres Planeten (diese bildet sozusagen die Tracklist) zunächst menschenfeindlich anmutet, stellt sich im Laufe dieses Albums immer mehr als Seelenspiegel einer finsteren Phase des Kollektivkopfes Robin Staps dar. Jener gab noch einmal ausgiebigst Feedback zu dieser Reise durch eruptive Gefühlsausbrüche und fragile Geständnisse eines geplagten Gemüts&#8230;</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Katrin: Sind irgendwie Geologie-/Geographiestudenten unter euch oder woher rührt das Interesse an der Materie Praekambrium? Wie kam es zu dieser Idee?</p>
<blockquote><p><strong>Robin: </strong>Ich bin tatsächlich Geograph und habe mich im Rahmen meines Studiums schon mit der Thematik auseinandergesetzt, von daher war nicht viel zusätzliche Recherche notwendig&#8230; Die Idee für das Konzept kam mir, als ich versucht habe, mir die Musik zu visualisieren. Dabei kamen mir immer Bilder von glühender Lava, endlosen schwarzen Basaltfeldern und Vulkanausbrüchen in den Sinn. Ein Album über die ersten, frühen Tage der Erde, als sich ebensolche Szenarien zugetragen haben, lag also nahe. Mutter Erde war damals ein furchtsamer Ort, wo es nicht viel mehr gab als Vulkane, giftige Gase und durch die Luft fliegende Steine&#8230; Leben gab es keines, nicht einmal Sauerstoff, geschweige denn eine Atmosphäre&#8230; während des Proterozoikums kühlte sich die Erde allmählich ab, die Atmosphäre baute sich auf und erste simple Lebensformen entstanden in den Urozeanen. Diese ganze Entwicklung haben wir versucht musikalisch darzustellen &#8211; Der &#8216;Hadean / Archaean&#8217; Teil des Doppel-Albums ist rauh und brutal und setzt dort an, wo &#8216;Aeolian&#8217; aufgehört hat &#8211; einfache Instrumentierung, kurze Stücke, relativ simple Arrangements. Der &#8216;Proterozoic&#8217; Teil des Albums ist dahingegen wesentlich vielschichtiger und komplexer, dabei zurückgenommener und breiter&#8230; immer noch sehr heavy über die meiste Zeit, aber mit viel Platz zum Atmen zwischen den Vulkanausbrüchen&#8230;</p></blockquote>
<p>Katrin: Inwieweit muss man Nachforschungen über diese dunklen Zeiten betreiben, wenn man diese vertonen möchte? Wochenlang in der Zentral- und Landesbibliothek einquartiert oder hat man sich eher vom reinen Gedanken an das Ungewisse unserer Urzeiten inspirieren lassen?</p>
<blockquote><p><strong>Robin</strong>: Wir haben ja jetzt nicht linear versucht, das zu vertonen, die eigene Vorstellung der Zustände während des Präkambriums sollte eher Inspiration sein und das Gesamtkonzept Anreiz für eine konsequente musikalische Evolution von der EP zur Full-Length hin. Ansonsten hatte ich ja schon berichtet, dass ich mit der Materie durchaus schon vorher vertraut war. Das Konzept stellt einen Rahmen dar, nichts weiter. Wir wollten die Songs in einen übergeordneten Kontext einreihen und dabei vermittels Konzeptidee, Artwork und Packaging eine gewisse Stimmung, einen Eindruck vermitteln. Wer das mitmachen möchte ist herzlich eingeladen, aber die Musik kann auch für sich stehen, ohne dass man viel über das Präkambrium weiß. Das war uns wichtig, dass dabei nicht irgendein total verkopfter Scheiß bei rauskommt, der am Ende keinen interessiert. </p></blockquote>
<p><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2007/11/precambrium.jpg' alt='The Ocean - “Precambrian” (Proterozoic)' class="float_left"/>Katrin: Nun kann man neben dieser Ursuppe und ihrer menschenfeindlichen Entwicklung im Laufe der Jahrmillionen dem &#8220;Proterozoic&#8221;-Album auch mehr als nur eine deutlich humane Note entnehmen. Ich denke da zum Beispiel die wirklich berührenden Einlagen eurer klassisch ausgebildeten Sänger/innen eine weise gesprochene Passage eines Kevin Spacey über Ideale und die Textzeilen im Booklet, die deutlich von menschlicher Natur sind und keine chemischen Formeln über die Zusammensetzung der Atmosphäre im Rhyacium darstellen&#8230; Wie kommt es also dazu, vor allem thematisch so scheinbar krass gegensätzlich zu agieren? Der Musik tut das meiner Meinung nach nicht im Geringsten einen Abbruch, im Gegenteil: An dieser Stelle ein Riesenlob an die große musikalische Vielfalt auf „Proterozoic“ (als Pressemensch bekam ich leider nur die eine CD&#8230;), ich liebe diese fetten Gitarren- und Brüll-Eruptionen inmitten einer liebevoll halbakustischen Landschaft!</p>
<blockquote><p><strong>Robin</strong>: Dangeschön. Wir sind dem Konzept in textlicher Hinsicht nicht zu 100% treu geblieben. Das hat den einfachen Grund, dass es wenig Sinn macht, ein 90-minütiges Doppelalbum über brodelnde Lava und durch die Luft fliegende Steine zu schreiben, oder minutenlang chemische Formeln zu brüllen&#8230; wobei, der Gedanke hat schon wieder was&#8230; Carcass haben das ja damals mit medizinischen Begriffen ganz ähnlich gemacht <img src='http://RockZOOM.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Nein, wenn Musik emotional sein und Menschen erreichen will, muss sie, direkt oder indirekt, menschliche Belange thematisieren. Es finden sich durchaus noch Referenzen und Anspielungen auf die Urzeit in den Texten, aber zentrales Thema sind hier andere Dinge. </p></blockquote>
<p>Katrin: Da ich die Mini-CD eures Doppelalbums nicht kenne, ist hier euer Raum, ein kleines Review dazu zu verfassen&#8230; Objektivität bitte! <img src='http://RockZOOM.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<blockquote><p><strong>Robin</strong>: äähh&#8230;<br />
mit &#8216;Hadean / Archaean&#8217; knüpft das Berliner Ozeankollektiv nahtlos dort an, wo der liebenswerte Zusammenschluss um Band-Hitler Robin Staps mit dem Vorgängeralbum &#8216;Aeolian&#8217; aufgehört hat: wuchtige Gitarrenriffs, die wie brodelnde Lava in glühender Hitze über den unbescholtenen Hörer kleckern. Eruptives Drumming und geysirhafte Vokal-Ausbrüche lassen erleben, wie es gewesen wäre, durch die nichtvorhandene Atmosphäre des Archaikums geschleudert zu werden. Das Songwriting ist etwas zurückgenommen, die Parts sind in sich teils sehr komplex, die Gesamt-Arrangements aber verglichen mit dem zweiten Teil des Doppelalbums eher überschaubar gehalten. Die von Streichern getragenen orchestralen Parts, welche auf &#8216;Proterozoic&#8217; dominieren, fehlen hier völlig. Stattdessen wird eine eher Metal-traditionell instrumentierte Dampfwalze geboten, die Dich in ihrem rauhen Sound überfährt wie ein entgleister Güterzug. Natürlich nur dann, wenn Güterzüge gleichzeitig Dampfwalzen sein könnten.</p></blockquote>
<p>Katrin: Haha, klingt super! Auf eurem Albumpackage ist deutlich und auch sehr schön geschrieben, dass ihr euch ganz gern von Myspace distanzieren wollt &#8230; Nun stößt man im Web aber auf eine Myspace-Seite, die da www.myspace.com/theoceancollective heißt&#8230; Auflagen vom Label oder Initiative der Band?</p>
<blockquote><p><strong>Robin</strong>: Das ist natürlich unsere eigene Entscheidung. Generell haben wir kein Problem mit Myspace &#8211; die Grundidee ist für Musiker und Bands großartig, eine Art kostenloses Promotionswerkzeug, mit dem man tausende von Menschen erreichen kann, ganz ohne auf Plattenfirmen und Budgets angewiesen zu sein. Leider ist Myspace heute aber nicht mehr bloßes Mittel zum Zweck, sondern wird mehr und mehr zum Selbstzweck. Man fragt sich, warum man noch einen fünfstelligen Betrag für ein wirklich gutklingendes Album ausgeben soll, wenn die Suche für viele bereits da endet: bei den 4 Songs pro Band, die man auf Myspace geboten bekommt, in miserabler Streaming-Qualität. Es gibt heute ein so breites Angebot an kostenloser Musik, dass es verlockend ist, weiterzuklicken zur nächsten Seite, wo es wieder 4 Songs umsonst gibt&#8230; So hat man den ganzen Tag Musikbeschallung, ohne sich mit irgendetwas näher auseinanderzusetzen. Genau darüber hat Adorno (allerdings in Bezug auf das Radio) in seinem Kulturindustrieaufsatz in der Dialektik der Aufklärung geredet, wenn er von &#8216;Dreingabementalität&#8217; spricht&#8230; Es wird so viel angeboten, dass wir von der amorphen Angst vefolgt werden, irgendetwas zu verpassen, wenn wir nicht alles mitnehmen. Mit seinen Thesen zur Wiederkehr des Immergleichen hat sich Adorno geirrt, es gibt heute ein stark diversifiziertes Kulturagebot, dennoch ist der Aufsatz unvermindert aktuell. Was essentiell leidet unter dem Siegeszug von Myspace ist nicht bloß alles, was bei der verkürzten Aufmerksamkeitsspanne des Konsumenten nicht wirken kann: die Musik selbst, welche sich daran orientiert, unterwirft sich dem Anspruch des Mediums. Das sehen wir heute allerorten: Bands versuchen, den perfekten Song zu schreiben, und verschwenden kaum einen Gedanken daran, ein Album zu machen, was mehr ist als eine lose Ansammlung von ein paar guten und ein paar nicht so guten Stücken. Wer das Album dann tatsächlich kauft, ist enttäuscht darüber, dass es bestenfalls wirklich nur 3-4 gute Songs in liebloser Verpackung sind, und fragt sicht, was er gegenüber dem Download denn nun tatsächlich mehr geboten bekommt. So schließt sich der Zyklus, der Konsument kehrt längerfristig zu Myspace und Utorrent zurück und das Album stirbt aus&#8230; Kann sein, dass ich hier ein wenig schwarzmale, es wird natürlich immer Künstler geben, die sich den gängigen Mechanismen der Kulturindustrie bewusst oder unbewusst widersetzen. Es ist aber wichtig, darüber zu sprechen, und vor allem zu handeln, und aus diesem Grund bieten wir ein opulentes Konzeptdoppelalbum an in einzigartigem Packaging, was den Hörer eher überfordert, als unterfordert&#8230;</p></blockquote>
<p>Katrin: Ihr arbeitet ja nun immer mit sehr vielen Leuten zusammen. Wer gehört denn nun zum festen Line-up und wie gestaltet sich die Arbeit mit dem „Collective“?</p>
<blockquote><p><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/01/theocean.PNG' alt='The Ocean 2006' class="float_left"/><strong>Robin</strong>: Es gibt eigentlich kein festes Line-up mehr, nur einen mehr oder weniger festen Kern bestehend aus unserem Hauptsänger Mike, Nico, mir und unserem Gitarristen Jona. Wir haben von Anfang an einen festen Kern gehabt und eine Menge weiterer Musiker, die immer hier und da mal mit dabei waren, wie es eben gerade so gepasst hat. Daraus ist dann über die Jahre ein Kollektiv entstanden, was immer größer wurde. Das sind heute überwiegend klassische Musiker, ein paar Jazz-Leute, aber auch Grafik-, Web- und T-Shirt-Designer und Leute, die sich um unsere Live-Videos kümmern und nicht zuletzt auch Freunde, die Crew machen und Roadies oder Fahrer sind, wenn wir auf Tour sind. Allen ist gemein, dass sie nicht unbedingt selber nicht mit uns auf der Bühne stehen aber nichtsdestotrotz einen wichtigen Teil zum Funktionieren der Band beitragen.</p></blockquote>
<p>Katrin: Ich bin ja nun in Irland und habe keine blasse Ahnung, wie man sich The Ocean auf der Bühne vorzustellen hat&#8230; Gebt doch mal bitte ein paar kurze Konzertimpressionen&#8230; Vor allem: Wie sind die Live-Reaktionen auf das aktuelle Werk? Ist es nicht schwierig, hieraus einzelne „Songs“ herauszukoppeln oder wird alles in der Abfolge wie auf CD zu hören gespielt?</p>
<blockquote><p><strong>Robin</strong>: Nein, das werden wir vielleicht irgendwann mal machen, aber für den Moment sind es einzelne Stücke, die wir dann natürlich aus dem Gesamtkontext des Albums herauslösen, aber sie immer auch wieder in einen neuen Kontext einbetten &#8211; Das ist ja gerade das Spannende, wenn man eine Live-Setlist designt. Wir geben uns jedenfalls immer große Mühe, die Songs mittels Interludes zu verbinden und so für das Konzert einen Gesamtkontext herzustellen. Pausen zwischen den Songs gibt es bei uns nicht, alles fließt. Das ist uns wichtig, weil wir ein Gefühl, eine Atmosphäre erzeugen wollen, die den Hörer immer tiefer einsaugt. Würden wir da songorientiert herangehen, hätten wir das Problem, nach jedem Song immer wieder von vorne anfangen zu müssen. Das wollen wir nicht. Insofern kommen die Songs nicht in derselben Reihenfolge wie auf dem Album, sondern in anderer und dazu noch gepaart mit älteren Nummern vor &#8211; Einen größeren musikalischen Zusammenhang gibt es aber trotzdem, nur dass es eben ein anderer ist als auf dem Album. Wie sind die Reaktionen: großartig. Überall nur Jubel und Geschrei, da könnt einem fast mulmig (geiles Wort) werden. Ich habe bis heute noch keinen Verriss gelesen. Kann nur hoffen, dass die Platte nun auch bei Otto Normalhörer ankommt, Ihr Pressefuzzis seid ja immer leicht zu begeistern! Aber von den Mails und Kommentaren, die wir bekommen, ausgehend, sieht das auch alles sehr gut aus&#8230;</p></blockquote>
<p>Katrin: Haha, ja, wenn die Fuzzis von der Schreibabteilung auch immer alle Scheiben kostenlos in die Schuhe geschoben bekommen&#8230; <img src='http://RockZOOM.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Aber wie hier bei RockZOOM stellen ja grundsätzlich keine Scheiße vor&#8230; Und wer vor allem bei der Beschreibung der fließend-interludierten Livertermine Blut geleckt hat, sollte unbedingt einen der kommenden Termine wahrnehmen (The Ocean zusammen mit Victims Trap Them als Support von Rotten Sound):</p>
<p>19.03.08 &#8211;  DE &#8211; Darmstadt &#8211; Steinbruch Theater<br />
20.03.08 &#8211;  BE &#8211; Opwijk &#8211; Nijdrop<br />
21.03.08 &#8211;  &#8211; TBA &#8211; TBA<br />
22.03.08 &#8211;  DE &#8211; Essen &#8211; Turock<br />
23.03.08 &#8211;  UK &#8211; Colchester &#8211; Arts Centre<br />
24.03.08 &#8211;  UK &#8211; London &#8211; Underworld<br />
25.03.08 &#8211;  NL &#8211; Weert &#8211; Bosuil<br />
26.03.08 &#8211;  DE &#8211; Hamburg &#8211; Hafenklang<br />
27.03.08 &#8211;  &#8211; TBA &#8211; TBA<br />
28.03.08 &#8211;  DE &#8211; Berlin &#8211; K17<br />
29.03.08 &#8211;  DE &#8211; Rosswein &#8211; Juha<br />
30.03.08 &#8211;  PL &#8211; Gdynia &#8211; UCHO<br />
31.03.08 &#8211;  CZ &#8211; Prague &#8211; Exit Chmelnice<br />
01.04.08 &#8211;  SK &#8211; Ruzomberok &#8211; Apollo Club<br />
02.04.08 &#8211;  AT &#8211; Wien &#8211; Arena<br />
03.04.08 &#8211;  &#8211; TBA &#8211; TBA<br />
04.04.08 &#8211;  IT &#8211; Milano &#8211; Garage<br />
05.04.08 &#8211;  DE &#8211; München &#8211; Feierwerk</p>
<p>Und bisher ohne weitere Bands:<br />
13.04.08 &#8211;  CH &#8211; Martigny &#8211; Le Sunset<br />
14.04.08 &#8211;  FR &#8211; Montpellier &#8211; Le Secret Place<br />
15.04.08 &#8211;  FR &#8211; Toulouse/Bordeaux &#8211; (tba)<br />
16.04.08 &#8211;  FR &#8211; La Roche Sur Yon/Nantes &#8211; (tba)<br />
17.04.08 &#8211;  FR &#8211; Poitiers &#8211; Le Confort Moderne<br />
18.04.08 &#8211;  FR &#8211; Arras &#8211; Le Pharos<br />
22.04.08 &#8211;  HR &#8211; Zagreb &#8211; Mochvara</p>
<p><a href="http://www.theoceancollective.com">www.theoceancollective.com</a></p>
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		<title>THE OCEAN: &#8220;Precambrian&#8221; (Proterozoic)</title>
		<link>http://rockzoom.de/2007/12/07/the-ocean-precambrian-proterozoic/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Dec 2007 18:10:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf zu neuen Ufern]]></category>
		<category><![CDATA[pleasing sounds]]></category>
		<category><![CDATA[ambient]]></category>
		<category><![CDATA[berliner philharmoniker]]></category>
		<category><![CDATA[disillusion]]></category>
		<category><![CDATA[gojira]]></category>
		<category><![CDATA[mastodon]]></category>
		<category><![CDATA[metal]]></category>
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		<category><![CDATA[the ocean]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;At this time of the year the skies are mostly grey and overcast&#8221; (The Ocean, 2007) Wer kann derzeit davon kein Lied singen? The Ocean können&#8217;s jedenfalls&#8230; tun es auch &#8211; und mehr als nur das. Doch um in des Menschen innersten Abgründen zu fischen, begibt sich dieses Kollektiv, 26 Mann und Frau stark, auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;At this time of the year the skies are mostly grey and overcast&#8221; (The Ocean, 2007)</em></p>
<p>Wer kann derzeit davon kein Lied singen? The Ocean können&#8217;s jedenfalls&#8230; tun es auch &#8211; und mehr als nur das. Doch um in des Menschen innersten Abgründen zu fischen, begibt sich dieses Kollektiv, 26 Mann und Frau stark, auf Tauchstation in unser &#8220;wirkliches Jahr null&#8221; zurück, ca. 4,5 Milliarden Jahre in Richtung Anfang vom Ende.</p>
<p>Nachdem wir meine nichtvorhandene &#8220;Hadean/Archean&#8221;-EP (die gehört nämlich zum aufwändig gestalteten Doppelalbum und reflektiert die ersten 2 Mrd. Jahre Erdgeschichte) übersprungen haben, befinden wir uns nun also im Siderium, 2,5 Mrd. Jahre vor unserer Zeit, für alle die nicht mitgerechnet haben. Dementsprechend gibt es auch keinen Urknall, vielmehr ein sphärisch-unverzerrtes Gitarrenintro, ein Saxophon, eine schwebend-leichte Perkussion&#8230; Einzeller, die sich sachte verkomplizieren. &#8220;Rhyacian&#8221; &#8211; die Ursuppe ist nun langsam am Hochkochen und erreicht den ersten Siedepunkt in Mike Pilats Urschreien in starker (Hard-)Core-Manier&#8230; war doch Pilat? Oder gar Staps? Das Kollektiv ist groß und neun Vokalisten geleiten allein das &#8220;Proterozoic&#8221;-Album durch Höhen und Tiefen, gewaltige entstehende Erdmassen und gasförmige Leichtigkeiten, versinnbildlicht durch brachiale Gitarrenwände und fragile Violinen- und Pianoklänge. Selbst Musiker der Berliner Philharmoniker haben hier mitgewirkt, und die wissen, wie man als harmonische Einheit agiert. Zusammen mit einer progressiv-unberechnabren Metalintensität klingt das Ergebnis dieser Zusammenarbeit einfach atemberaubend. Klar, Sauerstoff war in den Anfängen des unseres Planeten noch verhältnismäßig rar gesät.</p>
<p><strong>The Ocean &#8211; &#8220;Precambrian&#8221; (Proterozoic)</strong><br />
<img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2007/11/precambrium.jpg' alt='The Ocean - “Precambrian” (Proterozoic)' class="float_left"/><br />
1. Siderian<br />
2. Rhyacian<br />
3. Orosirian<br />
4. Statherian<br />
5. Calymmian<br />
6. Ectasian<br />
7. Stenian<br />
8. Tonian<br />
9. Cryogenian</p>
<p>Menschenfeindlich mutet die Auflistung von Jahrmillionen in neun gnadenlos kurzen Worten an, doch sind es Worte von Friedrich Nietzsche und Georg Trakl, die Kollektivchef Robin Staps zu seinem sehr privat anmutenden Textwerk inspirierten, vielmehr noch: Staps lieh sich einige Zeilen dieser &#8220;Düsterdenker&#8221; und übersetzte sie ins Englische. Am Ergreifendsten wird die tiefhumane Seite dieses auf den ersten Blick so misanthropen Albums im Stück &#8220;Statherian&#8221; deutlich. Eine Rede bildet den Nucleus dieser sich dramatisch intensiv entwickelnden Lebensform:</p>
<blockquote><p>&#8220;What it means to be fully human is to strive to live for ideas and ideals and not to measure your life by what you&#8217;ve attained in terms of your desires, but those small moments of integrity, compassion, rationality&#8230; because in the end, the only way that we can measure the significance of our own lives is by valuing the lives of others&#8221;<br />
 &#8211; Kevin Spacey</p></blockquote>
<p>Aber um mal wieder zu ganz profanen Dingen zurückzukehren und die sozialphilosophischen Dinge der Neugier der potentiellen The Ocean-Neukunden zu überlassen: Die Produktion ist hier natürlich vom Feinsten, denn sowohl bedrohliche Momente ultimativer Durchschlagskraft als auch diese hypnotisch traurig klingenden Halbakustikgenüsse werden bestens zur Geltung gebracht. &#8220;Proterozoic&#8221; ist fürwahr so voller Kontraste, dass man es kaum glauben mag, was hier für ein dermaßen abgerundetes und flüssiges Album (klar, der Ozean&#8230;) zustandegebracht wurde. Da uns hier ein Gesamtgenuss vorliegt, möchte ich unter den neun Nummern auch gar keinen Favoriten küren. The Ocean haben es ganz treffend selbst formuliert:</p>
<p><em>&#8220;PRECAMBRIAN is our stance against myspace-induced volatileness and transience, against the postmodern notion of music as unseizable data, against a perception of music in terms of how much space it takes up on your hard-drive&#8230; it is an album for people who still believe in the idea that an album can be more, and should be more, than the sum of its tracks.&#8221;(The Ocean, 2007)</em></p>
<p>Wäre dieser Spruch nicht so lang, ich würde ihn mir glatt auf ein Geschirrtuch sticken und damit alle Zweifel über die Definition guter Musik wegwischen&#8230; The Ocean sind übrigens genau das Richtige für Freunde von Gojira, Mastodon und Disillusion der Jahre 2001 bis 2006. &#8220;Proterozoic&#8221; ist jedenfalls mein persönliches Album des Jahres &#8211; und das kann man Anfang Dezember durchaus schon festlegen&#8230; wer immer noch unentschlossen ist, ob dieses Album ein geeigneter Platzhalter für den Gabentisch sei, der kann etliche Songs auf der schicken The Ocean Collective-Seite bestaunen&#8230; oder, ja, sie haben ja doch eine Myspace-Seite, trotz der Anti-Myspace-Attitüde! Da ist doch was faul!? Wir fragen demnächst mal nach und lösen dieses Mysterium hier auf.</p>
<p>Offizielle The Ocean Collective Webseite: <a href="http://www.theoceancollective.com/">www.theoceancollective.com</a><br />
The Ocean @ Myspace: <a href="http://www.myspace.com/theoceancollective"></a></p>
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