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	<title>Rockzoom &#187; progressive</title>
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		<title>Opeth und Pain of Salvation @ Huxleys Neue Welt, Berlin &#124; 02.12.2011</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 21:58:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8216;Some of you will notice that tonight will be different from any other Opeth shows you have been to so far&#8230; Any snipers in the audience?&#8217; So jedenfalls erkundigt sich Mikael Åkerfeldt, schlagfertiger Frontsonnyboy der schwedischen Progressive Rock/Metal-Institution OPETH beim neuerlichen Konzert im Berliner Huxleys Neue Welt&#8230; Und gänzlich anders als gewohnt sollte es in [...]]]></description>
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<blockquote><p>&#8216;Some of you will notice that tonight will be different from any other Opeth shows you have been to so far&#8230; Any snipers in the audience?&#8217;</p></blockquote>
<p><a href="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2011/12/interview-opeth.jpg"><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2011/12/interview-opeth-200x300.jpg" alt="" title="Interview mit Opeth" width="200" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-5984" /></a>So jedenfalls erkundigt sich Mikael Åkerfeldt, schlagfertiger Frontsonnyboy der schwedischen Progressive Rock/Metal-Institution <strong>OPETH </strong>beim neuerlichen Konzert im Berliner Huxleys Neue Welt&#8230; Und gänzlich anders als gewohnt sollte es in der Tat werden&#8230;</p>
<p>Aber was wird eigentlich so ein Heidenwind um das letzte Opeth-Album gemacht? Wurzeln verloren, bla. Alte Fans verraten, blubb. Nur weil es jetzt kein Deathmetal-Geröchel und stattdessen ein bisschen Mellotron und Harmonie mehr gibt? Dabei flüsterte uns zum Interviewtermin im bandeigenen Tourbus Bassist Martin &#8211; mittlerweile auch schon seit 1997 dabei und somit das zweitdienstälteste Bandmitglied &#8211; dass Opeth sich nach nunmehr 21 Jahren noch immer als Metalband verstehen und die Fans auf den bisherigen „Heritage“-Auftritten auch eher verständnisvoll als feindlich auf die „neuen Opeth“ reagierten&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Martin Mendez</strong>: „Die Leute reagieren fast ausschließlich positiv. Es ist uns zwar in Bilbao passiert, dass einer während des ganzen Gigs irgendwelchen Mist gerufen hat, aber das ist wirklich nur einmal vorgekommen. Einige vermissen die Growls, die Deathmetal-Vocals, aber das sind nicht wirklich viele. Es gab durchaus ein paar Leute, die sich sehr beschwert haben, noch  BEVOR das Album veröffentlicht wurde, aber uns ist das ziemlich egal; wir spielen was wir wollen, sonst wären wir nicht Opeth. Wir lesen auch nicht wirklich was alles im Internet steht. Den Leuten fällt es immer sehr leicht, die negativsten Sachen ins Netz zu schreiben, aber wenn du die Menschen von Angesicht zu Angesicht siehst, dann argumentieren sie einfach viel umsichtiger.“
</p></blockquote>
<p>Aber ergötzt sich nicht auch eine Band wie Opeth an der ganzen Kontroverse, die „Heritage“ da herausbeschwört!? </p>
<blockquote><p><strong>Martin Mendez</strong>: „Ich liebe das&#8230; weil ich eben auch dieses Album liebe. Es ist etwas worüber die ganze Band schon ewig gesprochen hat, noch bevor Mike angefangen hat, den ersten Ton dafür zu schreiben. Es hat auch sehr viel Spaß gemacht, das Ganze aufzunehmen. Ich habe zum ersten Mal mit Drummer „Axe“ live gemeinsam aufgenommen. Der Albumtitel selbst verkörpert all die Einflüsse, die wir über die Jahre hinweg gesammelt haben: Jazz, Folk, Psychedelic&#8230; Bereits als wir „Still Life“, mein erstes Album mit Opeth, aufgenommen haben, hörten wir die ganze Zeit Stevie Wonder! Die Einflüsse waren also schon immer da.“  </p></blockquote>
<p><a href="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2011/12/opeth.jpg"><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2011/12/opeth-300x200.jpg" alt="" title="Opeth @ Huxleys" width="300" height="200" class="alignleft size-medium wp-image-5986" /></a>Den Spaß an der Sache hört man dem gesamten Album an. Da knüpfen akustische Mysterien an die geheimnisumwobenen vergangenen Alben „Watershed“ und „Ghost Reveries“ an, chillige Cleanpassagen grooven die „Damnation-Phase“ an die Spitze und hier und da huldigen Querflöte und Hammond-Orgel solch 70er-Jahre-Ikonen wie Camel oder Jethro Tull. Wenn man sich aber mal „The Devil&#8217;s Orchard“ anhört, so vernimmt man den wohl „typischsten“ Opeth-Song&#8230; zumindest erinnert dieser am meisten an die bisherigen Opeth-Outputs und ist drückender als der Rest auf dem Album. Vielleicht hat man ihn deshalb vor Albumrelease veröffentlicht, damit die alten Fans nicht gar so böse sind, wenn da schon was Neues kommt&#8230;!?</p>
<blockquote><p><strong>Martin Mendez</strong>: „Nein. Ich glaube auch nicht, dass der Song sehr typisch ist. Wie ich schon sagte: Wir denken eigentlich gar nicht daran, was die Leute über unsere Musik denken könnten. Okay, es ist einer der Songs, die am meisten „heavy“ sind. Aber ich denke wir haben dieses Stück für eine Vorabveröffentlichung gewählt, weil es der erste Track auf dem Album ist.“</p></blockquote>
<p>Opeth ist wohl eine Band, der aufgrund ihrer markanten Stimme, ihres drehenden Grooves und ihrer starken Gegensätzlichkeit immer etwas sehr Eigenes anhaften wird. Jedenfalls hat sich dem Berlin-Auftritt nach zu urteilen auch Chefdenker und wieder-einmal-fast-ausschließlich-Solosongschreiber Mikael bis auf die figurliche Verschmalung seiner selbst keinen Deut verändert und war einmal mehr super aufgelegt und einfach aufgrund seiner bescheiden-coolen Art blind wiederzuerkennen:<br />
<blockquote>&#8216;We are Opeth from Sweden. We are a band&#8230;&#8217;</p></blockquote>
<p>Jepp, und die spielt nach wie vor Metal, nicht wahr, Martin Mendez?</p>
<blockquote><p><strong>Martin Mendez</strong>: „Ich für meinen Teil habe lange Haare, Tattoos und werde immer ein Metalhead bleiben. Nur wenn die Leute jetzt keine Growls und Screams mehr hören, heißt das noch lange nicht, dass das kein Metal ist&#8230; Metallica, Maiden, das ist ja auch alles Metal&#8230; auch wenn sie keine Flöten drin haben, aber das ist ja experimentell. Heutzutage wird Metal fast immer mit Aggressivität gleichgesetzt. Ich verstehe das nicht so recht. Ich mag den alten Kram: Morbid Angel, Metallica, Slayer. Was unsere neuere Ausrichtung angeht: Man könnte halt Heavy Rock dazu sagen.“</p></blockquote>
<p><a href="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2011/12/opeth2.jpg"><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2011/12/opeth2-300x200.jpg" alt="" title="Opeth @ Huxleys" width="300" height="200" class="alignleft size-medium wp-image-5991" /></a>Heavy Rock ohne Klischees und Genregrenzen&#8230; oder wie es Mikael zwischen den Songs sinngemäß gern sagt:<br />
<blockquote>&#8216;No pyro show, no tits&#8230; Maybe we should change the last fact. For my delight, for Martin Mendetttthhh and for Fredrik&#8230;&#8217; </p></blockquote>
<p>Na, abgesehen von solchen kleinen verbalen Sticheleien brauchen Opeth wirklich nicht viel Beiwerk. Schnörkelige Akzente wusste jedoch der noch relativ frische Keyboarder, Moogmann und Organist Joakim Svalberg zu setzen, und das nicht nur an den Tasten: Auch gesanglich rundet der „Bandopa“ die Harmoniepassagen fein ab. Und wie macht sich „der Neue“, der sich ja auch hervorragend mit dem ganzen 70s Stuff á la Genesis, Yes und Co. auskennt, aus Sicht der Band?</p>
<blockquote><p><strong>Martin Mendez</strong>: „Ja, er kennt sich mit dem ganzen Kram sehr gut aus. Er ist auch ein sehr netter Kerl, ein toller Musiker und Sänger zudem. Man wird ihn heute auch stimmlich zu hören bekommen.“</p></blockquote>
<p>&#8230;Und das nicht zu knapp. Schließlich gab der Abend reichlich Grund zu Harmoniegesang und vorwiegend Material des aktuellen Rundlings zu behorchen. Der satte Sound und das fehlerlose, passionierte Können der Schweden lud rundum zum andächtigen Zuhören ein, hin und wieder konnte man sich auch an älteren Stücken ergötzen. Ein Highlight war sicher das etwas verquere Akustikstück „Throat of Winter“, doch auch „Slither“ ging als sozusagen Rainbow-Tributesong sehr gut ab und war wohl der schnellste Song des Abends ohne große Kurven, aber mit viel Spaß in Bauch und Beinen. Zwei kleine Sachen könnte man aber an der Show bemängeln:</p>
<p>a) Das Drumsolo nach „Porcelain Heart“ hätte man gut für eine Pinkelpause nutzen können&#8230;</p>
<p>b) Wer die neuen Songs von „Heritage“ noch gar nicht kannte, konnte mitunter das ein oder andere Problem bekommen, dem Geschehen aufmerksam zu folgen. Zwar war der Sound des Abends fulminant: klar und dennoch druckvoll, aber es war halt jetzt nicht unbedingt was zum Abgehen und Austicken. Gucken, Gehen- und Treibenlassen, sowas müssen die Metalheads eben noch lernen&#8230; </p>
<p><a href="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2011/12/pos2.jpg"><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2011/12/pos2-200x300.jpg" alt="" title="Pain Of Salvation @ Huxleys" width="200" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-5988" /></a><strong>PAIN OF SALVATION</strong> sind bei ihrer Opening-Show da übrigens schon eher in die Entertainment-Richtung gegangen. Man mag von Daniel Gildenlöws Gebahren und Aussehen halten was man mag – früher sagten wir zu so einem Zöpfchen glaube ich „Assipalme“ &#8211; er ist schon ein verdammt guter Sänger! Unterdessen kann man den Stil der Progger weitestgehend als „Soul Rock“ mit einigen schwerwiegenden Ausbrüchen Richtung Metal bezeichnen.</p>
<p>Relativ unerquicklich war die frühe Startzeit: Bereits um 19:45 Uhr(!), eine Viertelstunde eher als überhaupt im Plan stand, starteten Pain Of Salvation mit ihrem circa 45-minütigen Kulturbeitrag, der angenehm rund durch die Bandjahre mit alten bekannten wie „Ashes“ oder dem dramatischen „Kingdom of Loss“ sowie zahlreichen neueren Stücken der Marke „Conditioned“ und „1979“ führte. Bei Letzterem übrigens bat Bandchef Gildenlöw schon im Vorfeld um Ruhe im Publikum (&#8216;Girls usually cry during this song&#8230; and guys, you should do too&#8230; especially stop talking&#8217;. Doch leider ist das ebenso eine Unart, die ein lautstärkegewohntes Metalpublikum noch abstellen muss&#8230; </p>
<p><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157628311973537/pos.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111202-opethpos/pos1.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157628311973537/pos.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111202-opethpos/pos2.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157628311973537/pos.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111202-opethpos/pos3.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157628311973537/pos.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111202-opethpos/pos4.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157628311973537/pos.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111202-opethpos/pos5.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157628311973537/pos.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111202-opethpos/pos6.jpg' class='float_left' /></a></p>
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<p>>> <a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157628311973537/pos.html"><strong>Zu allen Bildern von Pain Of Salvation im Huxleys</strong></a></p>
<p><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157628320179803/opeth.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111202-opethpos/opeth1.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157628320179803/opeth.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111202-opethpos/opeth2.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157628320179803/opeth.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111202-opethpos/opeth3.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157628320179803/opeth.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111202-opethpos/opeth4.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157628320179803/opeth.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111202-opethpos/opeth5.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157628320179803/opeth.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111202-opethpos/opeth6.jpg' class='float_left' /></a></p>
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<p>>> <a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157628320179803/opeth.html"><strong>Zu allen Bildern von Opeth im Huxleys</strong></a></p>
<p><strong>Pain Of Salvation im Internet.</strong><br />
Offizielle Homepage: <a href="http://www.painofsalvation.com">www.painofsalvation.com</a><br />
Facebook: <a href="http://www.facebook.com/Painofsalvation">www.facebook.com/Painofsalvation</a></p>
<p><strong>Opeth im Internet.</strong><br />
Offizielle Homepage: <a href="http://www.opeth.com">www.opeth.com</a><br />
Facebook: <a href="http://www.facebook.com/Opeth">www.facebook.com/Opeth</a></p>
<p><strong>Pain Of Salvation-TV.</strong></p>
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<p><strong>Opeth-TV.</strong></p>
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		<title>Fotos von Dark Suns und Safi @ UT Connewitz, Leipzig &#124; 25.11.2011</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 14:06:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Gebhardt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor mehr als drei Jahren standen Dark Suns zuletzt auf einer Bühne in ihrer Heimatstadt Leipzig. Der Anlass damals war ein ähnlicher, und zwar die Release-Show zu ihrem Vorgängeralbum „Grave Human Genuine“. Und so baten die Herren erneut ins wunderschöne UT Connewitz, um ihr neuestes Werk &#8220;Orange&#8221; vorzustellen: ein progressiv, psychedelisches Output par excellence, tief [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2011/11/Dark-Suns-25.11.2011-16.jpg"><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2011/11/Dark-Suns-25.11.2011-16-300x199.jpg" alt="" title="Dark Suns - 25.11.2011 #16" width="300" height="199" class="alignleft size-medium wp-image-5833" /></a>Vor mehr als drei Jahren standen <strong>Dark Suns</strong> zuletzt auf einer Bühne in ihrer Heimatstadt Leipzig. Der Anlass damals war ein ähnlicher, und zwar die <a href="http://RockZOOM.de/2008/03/11/dark-suns-ut-connewitz-leipzig-08032008/">Release-Show zu ihrem Vorgängeralbum „Grave Human Genuine“</a>. Und so baten die Herren erneut ins wunderschöne UT Connewitz, um ihr neuestes Werk <strong>&#8220;Orange&#8221;</strong> vorzustellen: ein progressiv, psychedelisches Output par excellence, tief verwurzelt in den Seventies. Dark Suns haben jedenfalls einen großen Schritt nach vorne gemacht, in jeglicher Hinsicht, z.B. ist die Funktion von Sänger UND Drummer Nico Knappe auf Live-Konzerten von nun an eine andere. So bewegt er sich weg vom Schlagzeug, hin zum Mikrofon am vorderen Bühnenrand. Sichtlich befreit von der früheren Doppelbelastung wirbelte er am vergangenen Freitag förmlich über die Bühne und konnte sich vollständig auf den Gesang konzentrieren, was diesem deutlich gut tat. Das Publikum genoss jede Sekunde des Konzertes in vollen Zügen und wollte die Jungs gar nicht mehr von der Bühne lassen. Ein mehrere Minuten andauerndes Klatschen trieb Dark Suns noch einmal raus &#8211; für eine zweite Zugabe. So kam ein über zweistündiges Set zustande. Das allein wäre schon abendfüllend genug gewesen, doch auch der deutschsprachige Rock von Support-Act <strong>Safi</strong> wusste zu überzeugen. Und so konnte man sich gleich an zwei guten Bands erfreuen.</p>
<p><em>Noch ein Hinweis für Vinyl-Liebhaber: Alle die ernsthaftes Interesse an einer Vinyl-Version von „Orange“ haben, können Dark Suns eine kurze E-Mail an vinyl@darksuns.de senden (mit dem Betreff „Für mich bitte eine.“). Die Band sammelt die Mail-Adressen für eine Weile und hofft auf genügend Begeisterungswillige, um eine Pressung vornehmen lassen zu können.</em></p>
<p><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157628179974581/safi.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111125-UT/s1.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157628179974581/safi.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111125-UT/s2.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157628179974581/safi.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111125-UT/s3.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157628179974581/safi.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111125-UT/s4.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157628179974581/safi.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111125-UT/s5.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157628179974581/safi.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111125-UT/s6.jpg' http://RockZOOM.de/wp-admin/post-new.phpclass='float_left' /></a></p>
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<p>>> <a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157628179974581/safi.html"><strong>Zu allen Bildern von Safi im UT Connewitz</strong></a></p>
<p><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157628180044667/dark-suns-2.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111125-UT/ds1.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157628180044667/dark-suns-2.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111125-UT/ds2.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157628180044667/dark-suns-2.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111125-UT/ds3.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157628180044667/dark-suns-2.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111125-UT/ds4.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157628180044667/dark-suns-2.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111125-UT/ds5.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157628180044667/dark-suns-2.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111125-UT/ds6.jpg' http://RockZOOM.de/wp-admin/post-new.phpclass='float_left' /></a></p>
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<p>>> <a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157628180044667/dark-suns-2.html"><strong>Zu allen Bildern von Dark Suns im UT Connewitz</strong></a></p>
<p><strong>Dark Suns im Internet.</strong><br />
Offizielle Homepage: <a href="http://www.darksuns.de">www.darksuns.de</a><br />
Facebook: <a href="http://www.facebook.com/darksuns">www.facebook.com/darksuns</a></p>
<p><strong>Dark Suns-TV:</strong></p>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/1lSNj-8Fwr8?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Fotos von Pure Reason Revolution @ Postbahnhof, Berlin &#124; 18.02.2011</title>
		<link>http://rockzoom.de/2011/02/21/fotos-von-pure-reason-revolution-postbahnhof-berlin-18-02-2011/</link>
		<comments>http://rockzoom.de/2011/02/21/fotos-von-pure-reason-revolution-postbahnhof-berlin-18-02-2011/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Feb 2011 12:45:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Legler</dc:creator>
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		<category><![CDATA[pure reason revolution]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist noch gar nicht so lange her, dass man von diesem Geheimtipp aus England hörte: PURE REASON REVOLUTION. Ihr Debüt &#8220;The Dark Third&#8221; aus dem Jahre 2006 rüttelte so einige Progressive Rock-Fans wach. Seit jeher mit einer Leidenschaft für elektronische Klänge ausgestattet, unterstrichen die vier Musiker auf dem Nachfolge-Album, dass Rockmusik für sie mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157615980598261" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Pure Reason Revolution - 18.02.2011 #12"><img class="alignright" src="http://farm6.static.flickr.com/5173/5464851072_dd241cf24d_m.jpg" alt="Pure Reason Revolution - 18.02.2011 #12" width="160" height="240" /></a>  Es ist noch gar nicht so lange her, dass man von diesem Geheimtipp aus England hörte: <strong>PURE REASON REVOLUTION</strong>. Ihr Debüt &#8220;The Dark Third&#8221; aus dem Jahre 2006 rüttelte so einige Progressive Rock-Fans wach. Seit jeher mit einer Leidenschaft für elektronische Klänge ausgestattet, unterstrichen die vier Musiker auf dem Nachfolge-Album, dass Rockmusik für sie mehr bedeutet als einfach nur in die Saiten zu greifen. Das Ende 2010 veröffentliche Drittwerk &#8220;Hammer and Anvil&#8221; lässt noch mehr Raum für Depeche Mode-eske Sounds und allgemeine Experimentierfreuden.</p>
<p>Klar, dass so ein frisch veröffentlichtes Album auch eine Tour nach sich ziehen MUSS. Wir schauten in Berliner Postbahnhof vorbei, in dem sich etwa 200 Fans tummelten. Scheinbar sind Pure Reason Revolution immer noch nicht dem Geheimtipp-Status entwachsen. Aber das macht ja alles nichts. Die Leute freuten sich jedenfalls über genug Platz zum Kopfnicken und Tanzen, vielleicht ein Grund, weshalb sich die Band DIREKT nach der vibrierenden Show unters Publikum mischte: zum Händeschütteln und Small-Talken. &#8220;Thanks man, that was brilliant!&#8221; Was sollen wir dem noch hinzufügen?</p>
<p>Wir wünschen viel Freude beim Galerie-Durchstöbern!</p>
<p><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157615980598261/pure-reason-revolution.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20090322_PRR/prr14.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157615980598261/pure-reason-revolution.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20090322_PRR/prr13.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157615980598261/pure-reason-revolution.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20090322_PRR/prr12.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157615980598261/pure-reason-revolution.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20090322_PRR/prr15.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157615980598261/pure-reason-revolution.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20090322_PRR/prr16.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157615980598261/pure-reason-revolution.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20090322_PRR/prr17.jpg' class='float_left' /></a></p>
<div class='falbum-clear-left'></div>
<p><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157615980598261/pure-reason-revolution.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20090322_PRR/prr19.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157615980598261/pure-reason-revolution.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20090322_PRR/prr18.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157615980598261/pure-reason-revolution.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20090322_PRR/prr20.jpg' class='float_left' /></a></p>
<div class='falbum-clear-left'></div>
<p>>> <a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157615980598261/pure-reason-revolution.html">Zu allen Bildern von Pure Reason Revolution</a></p>
<p>PRR auf MySpace (mit zwei Songs vom neuesten Album):<br />
<a href="http://www.myspace.com/purereasonrevolution">myspace.com/purereasonrevolution</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Constants: &#8220;The Foundation. The Machine. The Ascension&#8221;</title>
		<link>http://rockzoom.de/2010/03/27/constants-the-foundation-the-machine-the-ascension/</link>
		<comments>http://rockzoom.de/2010/03/27/constants-the-foundation-the-machine-the-ascension/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 27 Mar 2010 12:42:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Neitzel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sounds]]></category>
		<category><![CDATA[alternative]]></category>
		<category><![CDATA[caspian]]></category>
		<category><![CDATA[post rock]]></category>
		<category><![CDATA[progressive]]></category>
		<category><![CDATA[stereolab]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch ohne umfassende wissenschaftliche Erhebungen kann man mehr oder weniger kühn behaupten, dass sich die Welt grundsätzlich in zwei Gruppen aufteilen lässt &#8211; nämlich in die der Fahrstuhlmusikhörer und in jene der &#8220;Emotionalisten&#8221;! Während die Fahrstuhlmusikhörer jede Form akustischer Lautmalung lediglich als anonyme, gesichtslose Hintergrundberieselung wahrnehmen, quasi als nutzloses Unkrautgekräusel auf der ungeliebten Fenchelknolle des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2010/03/constants.jpg"><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2010/03/constants-300x300.jpg" alt="" title="constants" width="300" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-3108" /></a>Auch ohne umfassende wissenschaftliche Erhebungen kann man mehr oder weniger kühn behaupten, dass sich die Welt grundsätzlich in zwei Gruppen aufteilen lässt &#8211; nämlich in die der Fahrstuhlmusikhörer und in jene der &#8220;Emotionalisten&#8221;! Während die Fahrstuhlmusikhörer jede Form akustischer Lautmalung lediglich als anonyme, gesichtslose Hintergrundberieselung wahrnehmen, quasi als nutzloses Unkrautgekräusel auf der ungeliebten Fenchelknolle des Alltags, hat im Gegensatz dazu die Musik für die Emotionalisten eine völlig andere Bedeutung. <span id="more-3050"></span>Für sie ist es ein Elixier, ein Katalysator, welcher die Luft erst so richtig atembar macht. Beinahe jede Aneinanderreihung von Tönen macht sie himmelhochjauchzend oder zu Tode betrübt &#8211; Musik berührt ihre Seele und umhüllt ihren Geist, mal wärmend und schützend, aber auch dann und wann erdrückend und den Atem raubend. Nicht jede Form von Musik kann dabei gleichermaßen intensive Gefühlsregungen verursachen, letztlich liegt die Schönheit jedoch immer im Auge, respektive Ohr des Betrachters und auch im jeweiligen Moment &#8211; das bedingt nun mal die Natur des Menschen. Wer jedoch für die unsichtbare Wirkung eines Songs empfänglich ist, den vermag sie zu erfreuen, zu begeistern, zu euphorisieren oder aber zu nachdenklichen und traurigen Empfindungen zu bewegen. </p>
<p>Damit hätten wir den Prolog hinter uns gebracht und können uns nun dem Anlass für diese pseudophilosophischen Gedankengänge widmen. Musikexperten (und besonderes jene, die sich dafür halten) teilen die Musikwelt gerne in Schubladen ein, eine davon trägt den Namen &#8220;Post Rock&#8221; und lebte bislang in einer Parallelwelt zu der meinen. Zwar kenne ich post scriptum, post moderne und post mortem, auch würde ich hinter dem Begriff Post Rock weder ein schwarz-gelbes Bekleidungsstück noch die Hauskapelle des größten deutschen Briefbeförderungsdienstleisters vermuten, dennoch entzog es sich bislang meiner Kenntnis (man verzeihe mir diese ignorante Wissenslücke), was genau damit gemeint sein könnte. Doch man lernt ja nie aus und so sind mir mittlerweile auch Bands wie Caspian, Stereolab, Godspeed you! Black Emperor oder Junuis ein Begriff. Und eben eine Formation namens <a href="http://www.myspace.com/constants"><strong>CONSTANTS</strong></a>, ein Trio aus Boston, deren aktuelles Werk aus dem Jahr 2009 eher durch Zufall den Weg in meinen CD-Player fand. Nun zähle ich definitiv zu der Spezies der Emotionalisten, doch die Intensität, mit der mich &#8220;The Foundation. The Machine. The Ascension&#8221; in seinen Bann zog, war auch für mich überraschend. </p>
<p>Der Opener &#8220;Genetics like chess pieces&#8221; vermochte mich bereits beim ersten Hören zu begeistern; fast hypnotisierend zogen mich Atmosphäre, Rhythmus und die eindringliche Kombination aus Gesang und treibenden Gitarrenlinien sofort tief hinein in dieses Werk. wie ein Wall türmen sich die Songstrukturen auf, umhüllen den Hörer wie ein bedrohlich-faszinierender Kokon und entführen, ja treiben ihn in eine andere Dimension. Man könnte die Wirkung fast floydesker Züge bezichtigen, auch wenn diese Schublade eine ganz andere ist, viel rauer, erdiger, rockiger eben kommen die Songs der Amerikaner rüber, doch im Ergebnis von ähnlich unwiderstehlichem Sog. Die nachfolgenden Songs folgen dem eingeschlagenen Weg, übernehmen Leitmotiv und Atmosphäre und gehen fast nahtlos ineinander über, sodass der Eindruck eines geschlossenen Konzeptes entsteht. Musikalisch bewegen sich Constants in einer Schnittmenge zwischen Progressive, Post (jaha, jetzt weiß ich es!) und Alternative Rock &#8211; man merkt den Songs jedoch an, dass sie sich speziell live sogar in metallischen Härten bewegen könnten. Hier eine Prise Caspian-Struktur, dort eine Portion Dredg-Intensität und das Ganze unterlegt mit Harmonielinien, wie man sie beispielsweise von einer Band wie Klimt 1918 kennt. So unerwartet, wie dieses Album vom ersten Ton an zündet, so überraschend endet es dann auch, doch der Nachhall ist gewaltig. Lässt man sich auf dieses Werk ein, so entwickelt man fast Suchtsymptome und verlangt umgehend nach einem weiteren Durchlauf. Besonders der bereits erwähnte Opener &#8220;Genetic like chess pieces&#8221; tut sich hier hervor, ich erinnere mich, dass ich gerade dieses Stück anfangs 5-6 mal nacheinander hören &#8220;musste&#8221; &#8211; so sehr wusste es mich in seinen Bann zu ziehen! Auch die druckvolle, sehr kompakte Produktion trägt zu der Wirkung des Albums bei, mächtige Drums und empathische Gitarren, dazu ein fast als elegisch zu bezeichnender Gesang &#8211; diese Kombination weiß durchweg zu überzeugen.</p>
<p>Was man der Scheibe durchaus &#8220;vorwerfen&#8221; kann, ist ihre Homogenität, denn einige Themen und Melodielinien ziehen sich durch das ganze, in drei Kapitel unterteilte Werk. Manche mögen dies als monoton oder gar langweilig empfinden, ich würde jedoch bevorzugen, dies als roten Faden zu bezeichnen, der sich wie ein Leitthema durch das Album zieht, quasi das Fundament für ein sehr gelungenes, konzeptionelles Bauwerk! Und wer diesem Faden folgen kann und will, vor dem breitet sich ein wunderschönes Werk aus, voll wuchtiger Schönheit und sensibler Filigranheit. Für mich auf jeden Fall eines der besten Alben, die mir in den letzten Monaten unter die Finger gekommen und in die Ohren gekrochen sind &#8211; absolute Kaufempfehlung für alle Freunde gut gemachter und spannender Rockmusik!</p>
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		<title>AMORPHIS-INTERVIEW zum Dong Open Air 2009</title>
		<link>http://rockzoom.de/2009/07/16/amorphis-interview-zum-dong-open-air-2009/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Jul 2009 21:13:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Volkmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sounds]]></category>
		<category><![CDATA[amorphis]]></category>
		<category><![CDATA[dong open air 2009]]></category>
		<category><![CDATA[finnland]]></category>
		<category><![CDATA[metal]]></category>
		<category><![CDATA[progressive]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese schlauen Sprüche, dass Stillstand dem Exitus gleichkäme und wie bei Hermann Hesse alles in irgendeinem Fließgewässer sein muss, damit man zu spiritueller Erleuchtung gelangt, sind eventuell ein klitzekleines bisschen übertrieben. Dennoch ist es schön zu sehen, welche Freude manche Bands daran haben, sich immer wieder neu zu erfinden. AMORPHIS haben früh begonnen zu experimentieren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese schlauen Sprüche, dass Stillstand dem Exitus gleichkäme und wie bei Hermann Hesse alles in irgendeinem Fließgewässer sein muss, damit man zu spiritueller Erleuchtung gelangt, sind eventuell ein klitzekleines bisschen übertrieben. Dennoch ist es schön zu sehen, welche Freude manche Bands daran haben, sich immer wieder neu zu erfinden.<br />
AMORPHIS haben früh begonnen zu experimentieren und nie damit aufgehört. Zunächst als Death Metal-Combo gestartet, entwickelten sie bald über die Grenzen Finnlands hinaus den Ruf einer progressiven, unterschiedlichen Einflüssen aufgeschlossenen Band. So finden sich teils doomige Anleihen auf den Alben, hier und da hört man ein wenig Folk heraus, und selbst orientalische Elemente gab es bei Amorphis schon zu entdecken. Mit „Tales From The Thousand Lakes“ ebneten die Finnen schon 1994 den Weg für melodischen Death Metal, das Album gilt bis heute als stilprägend.<br />
Zwar sind die Finnen nach einem kurzen Exkurs längst wieder zu ihren Death Metal-Wurzeln zurückgekehrt, aber neben garstig durch die Boxen grollenden Growls setzen Amorphis stark auf cleanen Gesang und teils fast schon eingängige Rockigkeit.<br />
In diesem Sinne ist es keine ganz riesige Überraschung, dass die Band seit Jahren auch kommerziell beachtliche Erfolge erzielt: In diesem Jahr kam mit „Skyforger“ das nunmehr neunte Studioalbum in die Läden und hat neben den Hörerherzen auch die Albumcharts erobert – in Finnland sogar auf Platz 1. Und auch die Vorgänger, allen voran „Silent Waters“ (2007) und „Eclipse“ (2006), haben nicht nur in den heimischen Charts mächtig abgeräumt.</p>
<p><img src="http://RockZOOM.de/uploads/2009/07/amorphis_online1-240x240.jpg" alt="amorphis" title="amorphis" width="200" height="200" class="alignleft size-full wp-image-2320" />Niclas Etelävuori, der Amorphis seit geschlagenen neun Jahren am Bass unterstützt, plauderte im Interview gutgelaunt und aufgeschlossen über Festivalerfahrungen, die kommenden Touren und das allgegenwärtige Kalevala.</p>
<p>HI NICLAS, TOLL, DASS IHR DIESES JAHR AUF DEM DONGBERG DABEI SEID! FÜR EUCH UND UNS IST DAS JA EINE PREMIERE – WAS GLAUBST DU, WAS DICH HIER ERWARTEN WIRD?</p>
<p>Dieses Jahr spielen wir nur auf zwei Festivals in Deutschland, eines davon ist das Dong Open Air, und darum freuen wir uns natürlich umso mehr, dass wir die Möglichkeit haben, dabei zu sein. Auf Festivals zu spielen, ist ohnehin immer eine ziemlich spannende Sache für uns.</p>
<p>IHR WART IN EURER KARRIERE JA SCHON AUF ZAHLLOSEN FESTIVALS, DA HABT IHR SICHER EINIGES ERLEBT. WAS WAR DENN BISLANG DAS SCHLIMMSTE, DAS EUCH AUF EINEM FESTIVAL WIDERFAHREN IST?</p>
<p>Wirkliche Katastrophen sind uns bislang erspart geblieben, zum Glück! Es ist allerdings nicht gerade toll, wenn du auf der Bühne stehst und es anfängt, wie aus Eimern zu regnen, ein richtiges Unwetter über dich hereinbricht und einfach alles unter Wasser steht. Gerade wegen dem ganzen Equipment, das dort rumsteht. Ein paar Mal hatte ich ehrlich Angst, dass wir allesamt einen höllischen Stromschlag abbekommen. Zum Glück gab es bislang weder Tote noch irgendwelche ernsthaften Verletzungen (lacht).</p>
<p>NA, DANN HOFFEN WIR DOCH AUF GUTES WETTER BEIM D.O.A. ÜBRIGENS, HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZU EURER HOHEN CHARTPLATZIERUNG! DAS HAT EUCH JA SICHER SEHR ERFREUT. ODER IST DIR SO EIN DURCHSCHLAGENDER ERFOLG MANCHMAL AUCH UNHEIMLICH?</p>
<p>Für uns ist das schon eine nette Erfahrung. Wobei wir die Nummer Eins auch „nur“ für zwei Wochen halten konnten, inzwischen sind wir aber immerhin noch auf Position drei. Mit „Eclipse“ waren wir übrigens auch schon mal auf Nummer Eins in Finnland. Diese ganze Sache beruht natürlich schon auf einem sehr harten Wettbewerb und ist heiß umkämpft, deshalb sind wir erst recht sehr glücklich mit diesem Ergebnis.</p>
<p>UND WAS IST, IN DEINEN EIGENEN WORTEN, NEU AN „SKYFORGER“? IHR HABT JA SEHR VIELE VERÄNDERUNGEN DURCHLEBT – LÄUTET „SKYFORGER“ FÜR EUCH EINE NEUE ÄRA EIN?</p>
<p>Ich denke, dass wir mit den neueren Alben durchaus eine Linie gefunden haben, die wir mit unserer neuen LP weiterentwickeln. Ich würde hier also nicht von einer deutlichen Zäsur sprechen, vielmehr haben wir daran angeknüpft, was wir mit den vergangenen Alben begonnen haben und sind diesen Weg einen Schritt weiter gegangen.</p>
<p><img src="http://RockZOOM.de/uploads/2009/07/amorphis_online2-240x360.jpg" alt="amorphis" title="amorphis" width="200" class="alignleft size-full wp-image-2320" />WIE DÜRFEN WIR UNS DENN SO EINEN TYPISCHEN AMORPHIS-KREATIVPROZESS VORSTELLEN? SCHREIBT IHR EURE SONGS ALS KOLLEKTIV, ODER GEBEN DOCH EHER EINZELNE DIE IMPULSE?</p>
<p>Also, in aller Regel ist es so, dass die Idee zu einem neuen Song einer von uns hat. Die wird dann aber von uns allen aufgegriffen und in der gesamten Band weiterentwickelt, und dann fangen wir alle gemeinsam mit dem Proben der neuen Stücke an.</p>
<p>WAS HAT ES EIGENTLICH MIT DEM KALEVALA AUF SICH, DAS IN EURER MUSIK IMMER WIEDER AUFGEGRIFFEN WIRD?</p>
<p>Das Kalevala ist ein uraltes finnisches Volksepos. Es geht bis in die Eisenzeit zurück, so dass die Geschichten sozusagen in unser Fleisch und Blut übergegangen sind, auch wenn die Zusammenstellung erst um die hundert Jahre alt ist. Für uns ist dieses Epos aber ohnehin etwas ganz Zeitloses. Es braucht eben nur jemanden, der diese Geschichten erzählt. In unseren neuen Texten greifen wir wieder Teile des Kalevala auf, selbst der Titel „Skyforger“ bezieht sich darauf. Und auch die anderen Themen, die sich bei uns wiederkehrend finden lassen – zum Beispiel Emotionen, Leben und Tod – haben letztlich auch etwas mit dem Volksmythos Kalevala zu tun, schließlich spielen all diese Dinge, die unsere Musik beeinflussen, auch dort eine ganz große Rolle.</p>
<p>UM NOCH MAL AUF DAS THEMA TOUREN ZURÜCKZUKOMMEN: DIESES JAHR STEHEN FÜR EUCH JA AUCH NOCH EIN PAAR SÜD- AMERIKATERMINE AN. SEID IHR SCHON AUFGEREGT?</p>
<p>Klar, ich finde es wirklich toll, dass wir wieder einmal unbekanntes Gelände betreten können. Wir warten schon seit Jahren darauf, dass sich endlich mal die Möglichkeit bietet, dort zu spielen! Bislang sind wir nur in Europa und den USA richtig getourt, auch mal in Japan, und Russland gehörte auch zu unseren weitesten Reisezielen. In Südamerika spielen wir aber zum ersten Mal. Insgesamt fünf oder sechs Gigs stehen auf dem Programm; da werden wir sicher eine ganze Menge erleben. Und es gibt dort richtig viele Metalfans, auf die wir uns natürlich auch sehr freuen.</p>
<p>DANN WÜNSCHEN WIR EUCH VIEL SPAß DORT UND BEDANKEN UNS SEHR FÜR DAS NETTE GESPRÄCH! ABER DAS SCHLUSSWORT ÜBERLASSEN WIR NATÜRLICH DIR.</p>
<p>Gerne. Also, wir freuen uns auf Euch beim Dong Open Air und darauf, unsere neuen Songs und natürlich auch einiges von den vergangenen Alben live zu spielen, und wir hoffen, dass sie Euch genauso begeistern werden wie uns. Ihr könnt Euch also auf die neuen und die alten Amorphis gleichermaßen freuen und auf eine Menge Songs, die Ihr live noch nicht gehört habt!</p>
<p><em>HINWEIS: Die Print-Version des Interviews findet sich im Programmheft zum Dong Open Air 2009.</em></p>
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		<title>OPETH: &#8220;Watershed&#8221;</title>
		<link>http://rockzoom.de/2008/07/13/opeth-watershed/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Jul 2008 14:30:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sounds]]></category>
		<category><![CDATA[opeth]]></category>
		<category><![CDATA[progressive]]></category>
		<category><![CDATA[progressive death metal]]></category>
		<category><![CDATA[progressive metal]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Watershed&#8221;, bedeutet wortwörtlich so viel wie &#8220;Niederschlagsgebiet&#8221;, ist aber auch ein figuraler Begriff, der im Deutschen einen Wendepunkt bezeichnet. Das könnte im Falle Opeth, Schwedens Finest in Sachen progressiver Death Metal, gleich mehrere Bedeutungen und Gründe haben: Die Neuzugänge Axenrot und Åkesson versprechen neue musikalische Einflüsse wie es schon bei Per Wiberg beim letzten mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Watershed&#8221;, bedeutet wortwörtlich so viel wie &#8220;Niederschlagsgebiet&#8221;, ist aber auch ein figuraler Begriff, der im Deutschen einen Wendepunkt bezeichnet. Das könnte im Falle Opeth, Schwedens Finest in Sachen progressiver Death Metal, gleich mehrere Bedeutungen und Gründe haben: Die Neuzugänge Axenrot und Åkesson versprechen neue musikalische Einflüsse wie es schon bei Per Wiberg beim letzten mal war? Chefdenker Mikael Åkerfeldt stellt im Vorfeld seine Lieblingsscheiben vor, die fast alle mit Metal herzlich wenig zu tun haben und benutzt den Retro-Anstrich des letzten Albums &#8220;Ghost Reveries&#8221; nun als Fundament für die neue Platte? &#8230;<br />
Werden wir hiermit Zeugen des Wendepunktes einer Band, die ohnehin schon viele Wandlungen und Windstärken im Verlaufe ihrer Geschichte erlebt hat?</p>
<p><strong>Opeth: &#8220;Watershed&#8221;</strong> (VÖ: 30.05.2008)<br />
<img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/07/watershed.jpg' alt='Opeth - Watershed (2008)' class="float_left"/><br />
1.  Coil<br />
2. Heir Apparent<br />
3. The Lotus Eater<br />
4. Burden<br />
5. Porcelain Heart<br />
6. Hessian Peel<br />
7. Hex Omega</p>
<p>Mit Spannung landet das Werk im Player, auf Booklet-Texte muss man diesmal verzichten und bekommt stattdessen kryptische Zeichen geboten. Die Musik aber spricht eine deutliche Sprache:</p>
<p><strong>&#8220;Coil&#8221;</strong> lautet der Titel der unglaublich schönen Akustik-Intro, bei der Sängergitarrist Mikael von einer wunderbar klingenden Dame unterstützt wird. Die feine Leitmelodie bleibt sogleich im Ohr&#8230; Einen kompromisslosen Übergang, nein, geradezu einen Fortriss von der anfänglichen Schönheit stellt <strong>&#8220;Heir Apparent&#8221;</strong> dar. Sehr heftiger Song. Vielversprechend&#8230; und doch unverkennbar Opeth: Kehliges Death-Gegrowl trifft auf glockenklare harmonische Gesänge, groovige Riffs, Trommelinferno, düstere Akustikpassagen, sanfte Percussion und leichtfüßig dahergezauberte Hammondorgel-Begleitungen mit mehr als nur einem Touch 70er Jahre Prog/Art Rock. Von letzterem kann man sich vor allem im entspannt dahinfliegenden <strong>&#8220;Burden&#8221; </strong>überzeugen: Rein klar gesungen kommt hier jeder auf seine Kosten, der relaxt-lange und harmonische Instrumentalpassagen frickeligen Soli vorzieht. Für solche waren Opeth sowieso noch nie bekannt. Eine angeschrägte Akustikgitarre revitalisiert das gruselige Ambiente, welches dem unberechenbaren &#8220;Ghost Reveries&#8221; seinen Namen gab&#8230;</p>
<p>Es schließt sich <strong>&#8220;Porcelain Heart&#8221; </strong>an, ein vielschichtiger und ebenso vielseitiger Ohrwurm, der im Vorfeld mit einem Videoclip bedacht wurde. Neben <strong>&#8220;The Lotus Eater&#8221;</strong> ganz klar mein Favorit auf &#8220;Watershed&#8221;:</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/cKx5zrb0Z_0&#038;hl=en&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/cKx5zrb0Z_0&#038;hl=en&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>Die abschließenden komplexen Tracks <strong>&#8220;Hessian Peel&#8221;</strong> und <strong>&#8220;Hex Omega&#8221; </strong>sind da schon etwas schwieriger zugänglich. Gewohnt magische Passagen finden sich jedoch auch hier. Witzig, dass mich gerade der sinfonische Anfang des kryptisch titulierten Elfminüters an die Dark Suns erinnert; jene Leipziger Band, die sich ursprünglich an Opeth orientierte, sich nach ihrem Debütalbum jedoch schnell verselbstständigte. &#8220;Hex Omega&#8221; ist mit Abstand das &#8220;schwächste&#8221; Stück auf &#8220;Watershed&#8221;, es tönt irgendwo in der Ferne, nur nicht richtig beim Hörer, ein seltsamer Abschiedsgruß von einem ansonsten erstklassigen Album.</p>
<p>Für Opeth-Fans ist &#8220;Watershed&#8221; jedoch ein klares Muss. &#8220;Neuankömmlinge&#8221; in der Opeth&#8217;schen Welt, die immer schon mal wissen wollten wie King Crimson oder Camel auf laut und heftig klingen, sollten dann lieber doch zu den grandiosen &#8220;Blackwater Park&#8221; oder &#8220;Ghost Reveries&#8221; greifen, da sich &#8220;Watershed&#8221; vor allem hintenraus als etwas sperrig herausstellt. Die große Wende ist hier nicht gelungen, solide Opeth-Qualität aber schon.</p>
<p>>> <a href="http://www.opeth.com">www.opeth.com</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>JETHRO TULL: &#8220;Thick as a Brick&#8221;</title>
		<link>http://rockzoom.de/2008/03/28/jethro-tull-thick-as-a-brick/</link>
		<comments>http://rockzoom.de/2008/03/28/jethro-tull-thick-as-a-brick/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 28 Mar 2008 21:38:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sounds]]></category>
		<category><![CDATA[classics]]></category>
		<category><![CDATA[folk rock]]></category>
		<category><![CDATA[jazz]]></category>
		<category><![CDATA[jethro tull]]></category>
		<category><![CDATA[progressive]]></category>
		<category><![CDATA[rock]]></category>

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		<description><![CDATA[Der 36-jährige Geburtstag dieser Platte ist zwar schon um mehr als zwei Wochen verpasst, doch braucht ein absoluter Klassiker gar keinen Anlass, um stets gehört und gefeiert zu werden. Nicht umsonst wird einem Album wie Jethro Tulls &#8220;Thick as a Brick&#8221; das Prädikat &#8220;zeitlos&#8221; zuteil&#8230; Die frühen 70er waren gute Jahre, zumindest in Sachen Musik. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der 36-jährige Geburtstag dieser Platte ist zwar schon um mehr als zwei Wochen verpasst, doch braucht ein absoluter Klassiker gar keinen Anlass, um stets gehört und gefeiert zu werden. Nicht umsonst wird einem Album wie Jethro Tulls &#8220;Thick as a Brick&#8221; das Prädikat &#8220;zeitlos&#8221; zuteil&#8230;</p>
<p>Die frühen 70er waren gute Jahre, zumindest in Sachen Musik. Gern wäre ich eine unvergessliche Note &#8211; vielleicht auch ein kleines Thema, wenn der Wunsch nicht zu vermessen klingt &#8211; in einem der großen Konzeptalben, die damals von Emerson, Lake and Palmer oder Yes veröffentlicht wurden. In nur 20 Takten im Stück &#8220;Eruption&#8221; von ELPs &#8220;Tarkus&#8221;-Album vom 10/8- zum 3/4-, wieder zum 10/8- und schließlich zum 4/4-Takt, wer möchte da nicht gern das markante Ostinato sein? Oder eine vertrackte Synkope aus Yes&#8217; &#8220;Close to the Edge&#8221;, unvergesslich und ein wichtiges Teil des Ganzen, wo alles seinen richtigen Platz hat und einem genau ausgetüftelten Konzept zugrunde liegt?<br />
Ironischerweise wurde ein paar Monate später, nämlich im März 1972, ein Album namens &#8220;Thick as a Brick&#8221; als Verballhornung dieser beiden verkopften Konzeptklumpen erschaffen&#8230;</p>
<p>Und diese Persiflage &#8211; &#8220;but in a nice way&#8221; &#8211; beginnt dann auch ganz &#8220;unprogressiv&#8221; in so einer locker-liedhaftigen Laune, die von nichts und niemandem besser intoniert werden könnte als von sorglosem Akustikgitarrengeklampf, einer fröhlich-naiv klingenden Querflötenmelodie und Ian Andersons spöttelndem Gesang:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Really don&#8217;t mind if you sit this one out&#8230;&#8221; </em>[0:09]</p></blockquote>
<p>&#8230;Denn immerhin dauert dieser eine Song knappe 44 Minuten, was in der Rockgeschichte den ersten einzelnen Track dieses Ausmaßes darstellt. Logischerweise wurde &#8220;der Titeltrack&#8221; zum damaligen Zeitpunkt dann auch auf beide LP-Hälften gesplittet.</p>
<p><strong>Jethro Tull &#8211; Thick As A Brick (1972)</strong><br />
<img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/03/taab.jpg' alt='Jethro Tull - Thick As A Brick (1972)' class="float_left"/>Ein anderer Grund für die Enstehung eines Konzeptalbums war die Tatsache, dass viele Kritiker das 1971 erschienene Tull-&#8221;Durchbruchsalbum&#8221; &#8220;Aqualung&#8221; als Konzeptalbum verstanden, obgleich Bandkopf Ian Anderson den Hithaufen lediglich als &#8220;bunch of songs&#8221; abtat. <em>(Audio-Interview auf der 1998 erschienenen remasterten CD-Edition von &#8220;Thick as a Brick&#8221;)</em> Klar, dass Tull dann mal beweisen mussten, was nun wirklich ein Konzeptalbum ist! In selben Interview geht man dann sogar so weit, nicht ohne großes Augenzwinkern in den eigenen Worten, &#8220;Thick as a Brick&#8221; als &#8220;mother of all concept albums&#8221; zu bezeichnen. Die Intention war, sowohl in Musik als auch Text komplex und irritierend zu sein&#8230; Gelungen? Aber ja, denn auf unsere liebevolle, songwriterisch einfache Einleitungsmusik folgt ein jazzig-rockendes (Instrumental-)Inferno [03:00]: frech und wild orgelnd, stromverzerrt riffend, maschierend getrommelt und geleitet vom vollmundig groovenden Bass und der spielerisch umherwirbelnden Querflöte schaukelt sich der Fünfer zum nächsten Höhepunkt hinauf:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;The poet and the painter casting shadows on the water<br />
as the sun plays on the infantry returning from the sea.<br />
The do-er and the thinker: no allowance for the other<br />
as the failing light illuminates the mercenary&#8217;s creed&#8230;&#8221;</em> [06:08]</p></blockquote>
<p>Was darauf folgt bevor es wieder zum gleichen Thema mit anderem Text zurückkehrt, klingt sowohl wild als auch gut ausgetüftelt, fröhlich und doch so voller musikalischer Finesse, kindische aber geniale junge Männer waren hier am Werk. &#8220;We were in kind of a silly state of adult development&#8221; gab Gitarrist und Tull-Urgestein Martin Barre mal zum Besten. Da verwundern dann nicht die sturm-und-drängerischen Worte</p>
<blockquote><p><em>&#8220;&#8230;I&#8217;ll judge you all and make damn sure that no-one judges me!&#8221;</em> [15:30]</p></blockquote>
<p>Doch so durchdacht und perfekt arrangiert diese Musik durchweg anmutet, &#8220;Thick as a Brick&#8221; wurde in ziemlich hastiger Manier geschrieben, wie Ian in einem 1997 geführten Interview verlauten ließ. So buchte die Band schon das Studio in London-Bermondsey ohne überhaupt die Musik ansatzweise fertig zu haben. Das Resultat: Mr. Anderson komponierte jeden Morgen zwei bis drei Stunden lang, zog danach damit in den Proberaum um das Ganze mit den Bandkollegen auszuprobieren, Stück für Stück und Tag für Tag, und etwa zwei Wochen später ging es dann ins Studio, wo alles nicht minder Hals über Kopf, zum Teil auch improvisiert, in etwa zehn Tagen aufgenommen wurde&#8230;</p>
<p>Spätestens nach den ersten 21 Minuten, nämlich Am Ende der A- und zu Beginn der B-Seite merkt man in einem langen Free Jazz-Teil &#8211; für viele vielleicht Geschmackssache, ich find ihn von vorn bis hinten fantastisch! &#8211; dass einiges einfach improvisiert sein MUSS. J-Tull sind jedoch so begnadete Musiker, dass es trotzdem nicht so klingt, als überließe man den Verlauf des Geschehens dem Zufall. Hier gibt&#8217;s die volle Packung: feurige Drumsoli, Einsprengsel bekannter Motive der ersten 20 Minuten, fetzige Saxophon-Intermezzi, wirres Gelaber, stille und laute &#8220;und-nun-mal-alle-Miteinander&#8221;-Momente bis es dann wieder zum leichtfüßigen Akustikgitarrenmotiv des unmittelbaren Songanfangs geht [26:40] und sich ein weiteres Highlight anbahnt:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;The legends (worded in the ancient tribal hymn)<br />
lie cradled in the seagull&#8217;s call.<br />
And all the promises they made are ground beneath the sadist&#8217;s fall.<br />
The poet and the wise man stand behind the gun,<br />
and signal for the crack of dawn.<br />
Light the sun.</p>
<p>&#8230;Do you believe in the day?&#8221;</em> [28:35]</p></blockquote>
<p>In den Zwischenräumen dieser Zeilen ist die wohl größte Spannung des gesamten Stückes zu finden. Das rasante Tempo der verrückten Jazzpassagen ist vergessen, man wähnt sich beinahe in einem völlig anderen Album: rein akustisch, mit gespenstisch zitternden Flöten, kruden Bassläufen und einem Schauerwald-Cembalo verteilen Tull Gänsehaut am laufenden Band, und das über mehr als fünf Minuten hinweg! Noch lange hallen Ians prophetisch gesungene Worte &#8220;Do you believe in the day?&#8221; nach&#8230;</p>
<p><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/03/gerald.jpg' alt='Gerald Bostock' class="float_left"/> Die frühen 70er waren gute Jahre, auch in Sachen Humor. Und an dieser Stelle muss man dann doch mal auf das zugrunde liegende &#8220;Konzept&#8221; zu sprechen kommen, wenn man schon über einen Meilenstein schreibt, der sich selbst &#8220;mother of all concept albums&#8221; schimpft. Humoristisch ist das Konzept vor allem, da Tull ziemlich überzeugend Kritiker und Fans in dem Glauben ließen, ein Wunderkind namens Gerald Bostock habe mit einem überlangen Gedicht (eben der &#8220;Thick as a Brick&#8221;-Liedtext), den lyrischen Grundstock für dieses Album gelegt. Und liest man sich dieses voller Metaphern und Bilder fast frei interpretierbare Gedicht durch, so erhält man zwar kaum einen roten Faden, bekommt jedoch vielerorts einen besonders britischen Humor mit auf den Weg:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;So! Come on ye childhood heroes!<br />
Won&#8217;t your rise up from the pages of your comic-books<br />
your super-crooks and show us all the way.<br />
Well! Make your will and testament.<br />
Won&#8217;t you? Join your local government.<br />
We&#8217;ll have Superman for president<br />
let Robin save the day&#8230;&#8221;</em> [18:40/40:50]</p></blockquote>
<p>Nicht umsonst beruft sich Textmeister Anderson auch auf den kultigen Monty Python&#8217;s Flying Circus, dessen 45 Fernsehfolgen zwischen 1969 und 1975 entstanden. Ganz in diesem Stile ist außerdem das aufwändige Booklet gestaltet. Wobei Booklet bei einer Schallplatte sowieso die falsche Bezeichnung ist, hier liegt uns nämlich eine 12-seitige Zeitung vor, die &#8220;St. Cleve Chronicle&#8221;, die laut Ian &#8220;auf-einem-Bein-steht-sich&#8217;s-doch-ganz-gut&#8221; Anderson in ihrer Produktion mehr Zeit in Anspruch genommen hat als die eigentliche Musik: British Humour-Wortspielen, witzige Seitenhiebe auf den Text und natürlich Gerald Bostocks Gedicht selbst erscheinen neben vielen scheinbaren Sinnlosigkeiten&#8230; Bei der LP-Ersteigerung muss man unbedingt darauf achten, die &#8220;Zeitungsedition&#8221; (Erstpressung!) zu ergattern, gerade ging eine bei Ebay für 53,34 € weg&#8230; Dann kann man nämlich auch mal, ganz im Gegensatz zum piepelig kleinschriftigen CD-Booklet, auch wirklich jeden Beitrag lesen. Eine Art Running Gag ist da der Hase, dem besondere Zuwendung im Zeitungsartikel &#8220;Do Not See Me Rabbit&#8221; von John Evans zuteil wurde. Ansonsten sind für die Zeitung zu etwa gleichen Teilen Ian Anderson und Bassist Jeffrey Hammond-Hammond verantwortlich. Das Ende vom Lied, der Kreis wird geschlossen und es findet zum beschaulichen Anfangsthema zurück, möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;So you ride yourselves over the fields<br />
and you make all your animal deals<br />
and your wise men don&#8217;t know how it feels<br />
to be thick as a brick.&#8221;</em> [43:15]</p></blockquote>
<p><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/03/bravo_tull.jpg' alt='Jethro Tull BRAVO Superposter' class="float_left"/><br />
Jethro Tull, übrigens benannt nach einem britischen Bauern, der 1701 die Drillmaschine erfand, sind mit diesem Album der beste Beweis: Man darf auch lachen im Progressive Rock&#8230; Man darf auch lachen <em>über</em> Progressive Rocker: John Evan beispielsweise trug während der Konzerte häufig ein Kaninchenkostüm &#8211; wir erinnern uns an den Nager in der Zeitung. John trank auch während der  drei- bis vierstündigen Livesets ganz gern mal ein paar Bierchen. Klar dass man da auch mal aufs Örtchen muss. Statt mal ein Päuschen zu machen, ging der Herr, der sonst für Piano-, Hammondorgel und Cembalo-Klänge verantwortlich ist, ins Dunkel des hinteren Bühnenbereiches und pinkelte in leere Bierdosen&#8230; die eines Abends auf mysteriöse Weise umgeschubst wurde und das Hasenkostüm unflätig beschmutzte, was Mr. Evan dann später am eigenen Leibe erfuhr&#8230;</p>
<p>Ja, 1972 war ein gutes Jahr. Da gab&#8217;s auch in der Bravo-Ausgabe 45 ein Superposter von Ian Anderson (siehe oben), Star des Monats November und im April gar eine famose Titelstory: &#8220;<a href="http://www.tullpress.com/images/bravo1.jpg">&#8230;BRAVO hat die Boys 24 Stunden erlebt&#8230;</a>&#8220;, man beachte dort den kleinen Absatz &#8220;Morgenstund hat Gold im Mund&#8221;&#8230;</p>
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		<title>Dark Suns @ UT Connewitz, Leipzig &#124; 08.03.2008</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Mar 2008 20:42:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Voodoo-Udo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heiß erwartet, beinahe so sehr wie das dritte Album der Leipziger Progressiv-Combo DARK SUNS, war die zugehörige Release Party zum mittlerweile dritten Album der dunklen Sonnen. Von einem Panda war da die Rede, von vielen Gästen sowieso, und spätestens als vor einigen Wochen der Videoclip zum neuen Stück &#8220;The Chameleon Defect&#8221; (oder &#8220;&#8230;Conflict&#8221;, wer weiß [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heiß erwartet, beinahe so sehr wie das dritte Album der Leipziger Progressiv-Combo <strong>DARK SUNS</strong>, war die zugehörige Release Party zum mittlerweile dritten Album der dunklen Sonnen. Von einem Panda war da die Rede, von vielen Gästen sowieso, und spätestens als vor einigen Wochen der Videoclip zum neuen Stück &#8220;The Chameleon Defect&#8221; (oder &#8220;&#8230;Conflict&#8221;, wer weiß schon genau, wie dieses Instrumental nun heißt!?) die mediale Öffentlichkeit erreichte, konnte man sich auf einen denkwürdigen Abend vorbereiten&#8230;<a href="/photos/photo/2322035640/bleak-origin-08-03-2008-6.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Bleak Origin - 08.03.2008 #6"><img class="alignleft" src="http://farm3.static.flickr.com/2206/2322035640_754ca035fc_m.jpg" alt="Bleak Origin - 08.03.2008 #6" width="160" height="240" /></a>  Jener ging dann schließlich am 8. März im beschaulichen UT Connewitz, einem der ältesten Lichtspielhäuser Deutschlands, über die Bühne. Der meisten Stuhlreihen entledigt präsentierte sich das UT dem in respektabler Zahl erschienenem Publikum in seiner typischen wohligen Atmosphäre: dunkel mit bröckelndem Putz, dennoch gut geheizt, mit Teelichtern und sanfter Bühnenbeleuchtung verschönert und nettem Personal an der Bar, das stets zu moderaten Preisen vielerlei Liquides ausschenkt&#8230; Doch bevor die Dark Suns ihre neuen &#8220;Grave Human Genuine&#8221;-Songs auch livehaftig unters Volk bringen konnten, übernahmen die schweizerischen Gäste<strong> BLEAK ORIGIN</strong> den Job der Eröffnungsband. Etwas schüchtern, doch immerhin sympathisch &#8211; angeschwyzertes Dütsch <img src='http://RockZOOM.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  &#8211; und sehr dankbar um den Slot der Supportgruppe bot der Vierer sehr vernünftigen Progressive Rock mit teils derben Metalattacken. Ich habe mir am nächsten Tag auch gleich die Demo EP angehört&#8230; live klang&#8217;s irgendwie doch besser. Bekommt man diesen Sound auf CD und die Steifheit aus der Hüfte, steht dieser Band noch eine interessante Zukunft bevor. (Homepage: <a href="http://www.bleakorigin.com/" target="_blank">www.bleakorigin.com</a>)</p>
<p>Die Musiker- und Fangemeinde rückte zusammen, hier und da ein Gesicht solch vielversprechender Bands aus der Region wie Mourning Rise, Hidden in the Fog, Aggressive Mind oder den schon etablierten Disillusion im Publikum&#8230; Alles wartete gespannt, vor allem auch auf die Kandidaten, welche die mittlerweile zum Trio geschrumpften <strong>DARK SUNS</strong> komplettieren sollten. <a href="/photos/photo/2321248301/dark-suns-08-03-2008-2.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Dark Suns - 08.03.2008 #2"><img class="alignleft" src="http://farm3.static.flickr.com/2123/2321248301_5b6a21a941_m.jpg" alt="Dark Suns - 08.03.2008 #2" width="160" height="240" /></a> Nun, im Endeffekt hab ich nur einen zuvor mal gesehen: Bassist Micha war zumindest schon einmal im Oktober 2006 beim Leipziger Warrior Rock Dark Suns-Sessionbassist&#8230; Nein, leider kein Kristoffer Gildenlöw von Pain of Salvation am Bass, der den Sonnen auf &#8220;Grave Human Genuine&#8221; so kunst- und druckvoll aushalf. Einen neuen Keyboarder (zumindest wohl erst einmal für Livezwecke) haben sie sich auch geangelt, großes Interesse lenken jedoch bei beiden Percussionistas auf sich. Einer ist, wie ich mir von unserem Fotografen hab sagen lassen, der Nico von Mourning Rise. Doch zunächst wurde keiner so richtig gefordert, denn die Hälfte vom eröffnenden &#8220;Amphibian Halo&#8221; kam zu mindestens 66,6% vom Band. Nunja, ging vielleicht nicht anders&#8230; Doch eines muss man der trip-hoppige Nummer vom neuen Rundling lassen: Sie ist absolut intro-tauglich und spannungsaufbauend und erstes Zeugnis der gut ausgetüftelten Setlist des Abends, die gelungermaßen sowohl &#8220;Existence&#8221;-Stücke als auch das gesamte &#8220;GHG&#8221;-Album und so manche Überraschung beherbergte&#8230;</p>
<p>Doch nicht nur &#8220;Amphibian Halo&#8221; brachte interessante neue Nuancen in die stets als sehr mitreißend bekannte Liveperformance der Leipziger. So brillierte beispielsweise ein kurzes jazziges Zwischenstück mit zwei(!) Bassisten. Das nennt man gerade in Leipzig einen Luxus, da es ja bekannt ist, dass selbst die &#8220;Lokalmatadoren&#8221; Disillusion schon ewig (eigentlich schon immer?) ein festes Mitglied für die tiefen Regionen suchen. Und da ward eben bei diesem Dark Suns-Zwischenstück mit Jakob, der auch schon eher am Abend ein paar Einzelauftritte hatte, ein zweiter Basser auf der Bühne, was natürlich extrem fett ankam, vor allem weil&#8217;s auch gern mal fretless sein durfte. Und das im Stehen, im Sitzen, im Schlafen&#8230; Ich verstehe, dass ein Basser irgendwie cool sein muss, aber der Jakob (im Kappu UND Jacket in der geheizten UT!) wirkte mir doch recht unterkühlt und kaum an der Bandstimmung beteiligt. Bei aller spielerischen Fähigkeit, so richtig passt meiner Meinung nach keiner der beiden Bassisten ins Bandgesamtbild. Aber das kann und sollte natürlich nur die Band selbst intern entscheiden&#8230;</p>
<p><a href="/photos/photo/2322090254/dark-suns-08-03-2008-40.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Dark Suns - 08.03.2008 #40"><img class="alignleft" src="http://farm4.static.flickr.com/3017/2322090254_10e452aee4_m.jpg" alt="Dark Suns - 08.03.2008 #40" width="160" height="240" /></a> Der Coversong einer Band namens Elbow beendete die relaxte, jazzig-proggige Phase und sorgte für besonders ruhige Töne von sitzenden Musikern, mal zur Abwechslung mit Maik als Leadsänger. Für mich war gerade da ein Zeitpunkt erreicht, bei welchem der Spannungsbogen aufgrund zu vieler ruhiger Stücke einzustürzen drohte, was jedoch rechtzeitig mit dem klasse &#8220;GHG&#8221;-Opener &#8220;Stampede&#8221; und dem krassen &#8220;Flies in Amber&#8221; gerade rechtzeitig abgewendet wurde. Beim Bernsteinfliegensong war der Jubel ensprechend groß, als Disillusion-Andy, mit einer dritten E-Klampfe bewaffnet, die Bühne enterte und die mächtigen Growls abfeuerte, die schon als Gastbeitrag auf dem neuem Dark Suns-Rundling so entzückten. Dieser Punkt, zum Bersten gefüllt mit so viel Leben auf der Bühne, markierte eines der Highlights des Abends&#8230;</p>
<p>&#8230;eigentlich nur noch übertroffen von &#8220;The Chameleon Defect&#8221;. Ich hatte schon den &#8220;King Basser&#8221;-Pandabären vom Merchstand mit einem Gastauftritt erwartet, doch es kam noch viel besser: Das wahnwitzige Instrumental mit dem unbeschwerten &#8220;Keyboard-rauf-und-runter&#8221; und den fast schon schwarzmetallischen Blasts wurde dank eines Gastauftritts vom rollerfahrenden Albert Einstein himself sowie eines anderen hässlich-Maskierten, dessen Entsprechung sich mir nicht erschloss, zu einer sehr ausgelassenen Sache&#8230; <a href="/photos/photo/2322095754/dark-suns-08-03-2008-47.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Dark Suns - 08.03.2008 #47"><img class="alignleft" src="http://farm3.static.flickr.com/2197/2322095754_5928cdde0f_m.jpg" alt="Dark Suns - 08.03.2008 #47" width="160" height="240" /></a> vielleicht eine satirische Homage an die verkopfte und vielerorts sich selbst sehr ernst nehmende Prog-Gemeinde, vielleicht ein Heiratsantrag an Ayreons aktuelle Nummer &#8220;E = mc²&#8221;, vielleicht aber auch nicht und man wollte einfach nur ein bisschen &#8220;Entertainment XXL&#8221; zu später Stunde verbreiten.</p>
<p>Danach widmete man sich wieder ernsteren Dingen: Mit &#8220;Patterns of Oblivion&#8221; wurde (wie immer eigentlich) der letzte offizielle Livesong eingeläutet, hach schön. &#8220;GHG&#8221; mag zwar kreativer und vielseitiger sein, doch mir persönlich sagt auch nach etlichen Hördurchgängen des neuen Albums die zweite Platte &#8220;Existence&#8221; mehr zu. Auch kam es mir vor, als wäre der Rest des Publikums bei den &#8220;Existence&#8221;-Nummern mehr abgegangen &#8211; über Jahre lieb gewonnen oder einfach emotionaler? Zu erwähnen, dass der Kern der Band stets in der eigenen Musik voll aufgeht (Niko trommelt mit Präzision und singt zeitgleich passioniert in jeder Stimmungslage, Torte post wie immer mit jeder Faser und Maik: träumerischer Blick, der stille Genießer), ist wohl überflüssig&#8230; Drei Zugaben, unter anderem das Urgestein &#8220;Swanlike&#8221; vom Debüt, rundeten die Sache dann optimal ab. Somit war der Eintritt von läppischen 8 Euro angesichts der ungefähr drei Stunden guter (Bleak Origin) bis hervorragender (ja, wer wohl?) Livedarbietung absolut weise investiert, ohne Längen und unangenehme Zwischenfälle, kurz gesagt:</p>
<p>Gefühlvoll, gekonnt und gewitzt&#8230; also rundum gelungen! Und vergesst nicht: Seit dem 22. Februar ist &#8220;Grave Human Genuine&#8221; fast überall erhältlich. Eine ausführliche Besprechung des Albums wird ebenso folgen wie auch ein Gespräch mit der Band, also dranbleiben und derweil nochmal die ganze Setlist studieren:</p>
<p></p>
<blockquote><h4>DARK SUNS Setlist</h4>
<p><a href="/photos/photo/2322067750/dark-suns-08-03-2008-7.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Dark Suns - 08.03.2008 #7"><img class="alignright" src="http://farm4.static.flickr.com/3292/2322067750_a517dcc098_m.jpg" alt="Dark Suns - 08.03.2008 #7" width="160" height="240" /></a> </p>
<p>01. Amphibian Halo<br />
02. Her and the Element<br />
03. You, a Phantom still<br />
04. Rapid Eyes Moment<br />
05. Thornchild<br />
06. Daydream<br />
07. Anemone<br />
08. Jazz Interlude<br />
09. Free of You<br />
10. 29<br />
11. Elbow Cover<br />
12. Stampede<br />
13. Flies in Amber<br />
14. The Chameleon Defect<br />
15. Patterns of Oblivion<br />
&#8212;&#8212;&#8212;<br />
16. Swanlike<br />
17. The Euphoric Sense<br />
18. Papillon</p></blockquote>
<p>Homepage: <a href="http://www.darksuns.de/" target="_blank">www.darksuns.de</a></p>
<p>&#8230;driven by the unholy power of mighty Voodoo-Udo:</p>
<p><a href="http://RockZOOM.de/author/kkr/">Katrin Kropf</a> &#8211; Text<br />
<a href="http://RockZOOM.de/author/mge/">Michael Gebhardt</a> &#8211; Fotos</p>
<p>PS: Übrigens habe ich die besagte und mehrmals schon gelobte Setlist mitgehen lassen (mein höchst konstruktiver Beitrag zum Bühnenabbau&#8230;). Wer sie zurückhaben möchte: Ich habe sie bereits mit Herzchen und Sprüchen wie &#8220;Torte, ich will ein Kind von Niko und Maik&#8221; sowie kleinen winkenden Zaunpfählen verziert&#8230; Höchstbietende?</p>
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		</item>
		<item>
		<title>NEVERLAND: &#8220;Reversing time&#8221;</title>
		<link>http://rockzoom.de/2008/03/09/neverland-reversing-time/</link>
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		<pubDate>Sun, 09 Mar 2008 09:47:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin van der Laan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sounds]]></category>
		<category><![CDATA[avantasia]]></category>
		<category><![CDATA[blind guardian]]></category>
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		<description><![CDATA[Schon die Ausgangskonstellation ist im Falle des Bandprojekts NEVERLAND ziemlich spannend. Die türkischen Musiker der Progressive Metal-Formation DREAMTONE haben sich vor zwei Jahren mit der griechischen Musical-Sängerin Iris Mavraki zusammen getan, um ein sehr ambitioniertes Fantasy Metal-Album zu komponieren. Für die Aufnahmen wurden offenbar keine Kosten und Mühen gescheut, denn wir hören auf dem soeben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon die Ausgangskonstellation ist im Falle des Bandprojekts NEVERLAND ziemlich spannend. Die türkischen Musiker der Progressive Metal-Formation DREAMTONE haben sich vor zwei Jahren mit der griechischen Musical-Sängerin Iris Mavraki zusammen getan, um ein sehr ambitioniertes Fantasy Metal-Album zu komponieren. Für die Aufnahmen wurden offenbar keine Kosten und Mühen gescheut, denn wir hören auf dem soeben in die Läden gekommenen Werk &#8220;Reversing time&#8221; zum Beispiel das Philharmonia Istanbul Orchestra und so illustre Gastsänger wie Hansi Kürsch (BLIND GUARDIAN) oder Tom Englund (EVERGREY). Dadurch gewinnt das Ganze einen gewissen Metal Opera-Touch, was durch das Textkonzept über die Umkehrung der Zeit und die dramatisch-symphonischen Arrangements noch unterstrichen wird. So etwas wirklich mitreißend umzusetzen ist nicht einfach. Es stellt sich also die Frage, ob NEVERLAND den eigenen Ambitionen wohl gewachsen sind.</p>
<p><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/03/neverland-reversing-time.jpg' alt='Reversing time' class="float_left"/>Die Antwort lautet ganz klar: Ja, sie sind es. &#8220;Reversing time&#8221; ist ein durch und durch fesselndes und faszinierendes Album geworden, das über eine wahrlich bezaubernde Ausstrahlung verfügt. Selten habe ich in den letzten Monaten eine Platte gehört, die musikalisch so reichhaltig und farbenfroh ist. Hier vermischen sich ganz selbstverständlich Melodic, Power, Symphonic und Progressive Metal, angereichert mich Tupfern von Klassik, Folklore und Gothic. Die Tatsache, das NEVERLAND diesen Kessel Buntes mit traumhafter Sicherheit und großer Inspiration unter Kontrolle behalten, zeigt, dass hier exzellente Songwriter am Werk sind. Es wird gar nicht erst versucht, sich krampfhaft viel zu lange, hoffnungslos überfrachtete Epen aus den Gehirnwindungen zu quetschen. Bei aller Virtuosität und Vielseitigkeit sind die einzelnen Songs schlüssig und kompakt arrangiert und werden allesamt getragen von eingängigen, leicht verträumt-melancholischen Melodien, die die Seele berühren und einen in eine wohlige Wärme eintauchen lassen. Die Stimmung der Musik ist magisch und geheimnisvoll, man fühlt sich tatsächlich manchmal in einem vertonten Märchen, allerdings ganz ohne den üblichen Kitsch und Puderzucker, den so viele andere Bands mit Atmosphäre verwechseln. Hier erweist sich vor allem der Einsatz eines Orchesters aus Fleisch und Blut als unschlagbarer Vorteil, mit Synthesizer-Konservensound hätte man dieses besondere Feeling wohl nicht hin bekommen. So aber saugt &#8220;Reversing time&#8221; den Hörer, der sich der Schönheit dieser Klänge zu öffnen bereit ist, förmlich in sich auf und lädt zum Verweilen in einer fremden und doch freundlichen, spannenden Parallelwelt ein.</p>
<p>Einzelne Songs heraus zu heben macht hier gar keinen Sinn, &#8220;Reversing time&#8221; bietet 45 Minuten großes Kopfkino ohne Durchhänger, das Album ist von der ersten bis zur letzten Sekunde ein Genuss. Fans von BLIND GUARDIAN, RHAPSODY und AVANTASIA sollte sich dieses Juwel auf gar keinen Fall entgehen lassen. NEVERLAND sind für mich die erste große positive Überraschung des Jahres und ich bin sehr gespannt, ob dieses wundervolle Projekt denn eine Zukunft haben wird. Dazu könnt ihr wohl alle etwas beitragen, indem ihr &#8220;Reversing time&#8221; eurer Sammlung einverleibt. Ihr werdet es nicht bereuen!</p>
<p>Surftipp: <a href="http://www.in-neverland.com">Neverland</a></p>
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		<title>Ein Ausflug in die bizarre Welt asiatischer Gitarrenmusik</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Mar 2008 16:11:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kropf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[22 Uhr abends. Mit hypnotischem Blick fixiert man seine Aufmerksamkeit auf die 10. Wiederholung von &#8220;X-Factor&#8221;. Die Lieblings-CD hat man sich auch schon zum fünften Mal heute angehört und irgendwie wird der Geschmack des kühlen Gerstensaftes zur Rechten auch öde. Neben einem liegt die Single, die dir dein Kumpel empfohlen hat, weil sie so klingt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>22 Uhr abends. Mit hypnotischem Blick fixiert man seine Aufmerksamkeit auf die 10. Wiederholung von &#8220;X-Factor&#8221;. Die Lieblings-CD hat man sich auch schon zum fünften Mal heute angehört und irgendwie wird der Geschmack des kühlen Gerstensaftes zur Rechten auch öde. Neben einem liegt die Single, die dir dein Kumpel empfohlen hat, weil sie so klingt wie meine Lieblingsband&#8230; &#8220;Oh, what a brave NEW World&#8221;.<br />
AUS!!! Ich ergreife die Fernbedienung und wechsel den Kanal&#8230;</p>
<p>Oi, was ist das? Eine dunkle Welle rollt über mich hinweg. Finster und unheimlich. Nächster Track *zapp*. Nanu? Das kenn ich irgendwo her. Klingt leicht wie Iron Maiden und Kiss. Bild? HUCH, die sehen aus wie Kiss, die Haare strotzen jedoch normalen physikalischen Gesetzen. Nächster Track *zapp*. Boah, das hier hört sich jetzt an wie&#8217;n bisschen britischer Rock, so wie man ihn um die späten 90er kannte. Ein Merkmal haben alle gemeinsam: Alle sind sie auf japanisch. Welcome to J-Rock. Das Angebot ist riesig. Hier haben wir &#8220;<strong>the pillows</strong>&#8221; (Kleinschreibung beachten). Indie British Rock auf japanisch und englisch. Vielleicht kann man sagen, sie seien die japanischen Oasis? Ich finde, das trifft&#8217;s ziemlich gut. Die Inhalte der Texte kennt man von diversen Pop-Rock Bands, jedoch macht der Mix aus japanisch und englisch die gesamte Sache sehr hörenswert.<br />
<strong>Dir en Grey</strong> kommt nun. Starke Drumintermezzi und eine Mischung aus klaren, hohem maskulinen Gesang und undeutbaren, aggressiverem Kreischen. Sehr melodisch und gitarrenlastig. Um es abwertend ausdrücken, hat&#8217;s was von Nu Metal. Jedoch empfinde ich, wenn ich Dir en Grey und z.B. Linkin Park vergleichen müsste, eine riesige Lücke zwischen den Bands, bei der Dir en Grey bedeutend höher in meinem persönlichen Ansehen ist. Teilweise ist die Grundstimmung etwas düsterer und alle Songs enden mehr in einen verbalen Konflikt zwischen hoffender Verzweiflung und Wahnsinn. Dennoch sehr rocklastig, nicht so im Vergleich zu <strong>Moi dix Mois</strong>. Ehrlich gesagt, hab ich noch nicht viel von den gehört, aber die wenigen Songs haben mir folgende Gemeinsamkeiten gezeigt. Düster ist kein Ausdruck. Man könnte meinen, es wäre &#8216;ne Gothic-Band. Naja stimmt auch, sie sind eine Gothic-Band mit japanischen Texten, ergo J-Rocker. Der frequentierte Einsatz von Keyboard/Synthesizer-Instrumenten gibt der dunklen Welle einen leichten apokalyptisch-nekrotischen Touch. Für Goth-Discos wärs was feines zum &#8220;Tanzen&#8221;, da die Tracks in sich geschlossen weniger progessiv sind.</p>
<p><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/02/xjapan.jpg" alt="X Japan" class="float_left"/>Die heutige Hauptattraktion: <strong>X-JAPAN</strong>.<br />
Eine J-Rock-Legende, in Studios und auf Bühnen seit 1987, aktiv schon einige Jahre zuvor mit bis zu dem Datum häufig wechselnder Besetzung. Ursprünglich dem Speed Metal zuzuschreiben, wechselten sie bis 1997, zum Zeitpunkt ihrer Auflösung, in die Alternative Rock-Schiene. Schon zu ihrer Manifestationszeit um 1987 gehörten Hard Rock-Balladen zu ihrem Repertoire. National erregten X-Japan viel Aufsehen für ihren doch sehr untypischen Musikstil, wie man ihn nur aus westlichen Ländern kannte. Dazu kam die starke Neigung zu feminin wirkender Kleidung, samt Make-Up und hohen bunten Frisuren. Solche Paradiesvögel waren international nicht lange unbekannt. X-Japan waren seitdem die Begründer des &#8220;visual kei&#8221;, dem &#8220;visuellen Stil&#8221;. Während ihrer Erfolgszeit war die Besetzung mit fünf Mitgliedern bis auf einen Wechsel beständig. Den Gesang steuerte Deyama Toshimitsu, auch bekannt als &#8220;Toshi&#8221;, bei. Mit einen Stimmumfang von drei Oktaven besitzt Toshi selbst für ein ungeschultes europäisches Hörorgan einen hohen Wiedererkennungswert. Bemerkenswert ist die Glaubwürdigkeit der Emotionen, die er an den Tag legt, was ich nicht gerade von vielen westlichen Vocalists sagen kann. J-Rock wäre kein Rock, wenn nicht ein Gitarrist die Reihen besetzt. Im Falle X-Japan sind es zwei. Matsumoto Hideto, alias &#8220;hide&#8221; und Ishizuka Tomoaki, als &#8220;Pata&#8221;. Obwohl hide als Leadgitarrist in vielen Songs seine akustische und visuelle Dominanz gegenüber Pata ausspielt, so ist er zusammen mit Pata in der Lage perfekt synchron zu spielen. Während Pata sehr zurückhaltend und schüchtern wirkt, ist hide das komplette Gegenteil mit seinen grundsätzlich pinken Haaren und sehr weiblichen Kostümen. Am Bass treffen wir von 1987 bis 1992 Sawada Taiji und bis 1997 Morie Hiroshi, a.k.a. Heath, an. In der Speed Metal-Ära der frühen Jahre spielte Taiji bedeutend progressiver und funkiger als Heath, der eher den Bass harmonisch spielt. Oft ein Kritikpunkt der Fans, da Heath als Taijis Nachfolger dessen aggressives Bassspiel nicht beherrscht. Mit dem Fortgang von Taiji erkennt man deutlich den Stilwandel der Band.</p>
<p>Bisher versammelt sich eine ziemlich leistungsstarke Truppe, jedoch fehlt der absolute Schwarm der Fans und das Multitalent der Band: Hayashi Yoshiki, in Rosen badend mit langen Kleidern und langem gelockten Haar. Songwriter, Drummer, Pianist und Bandleader in einer Person und wenn man es nicht besser weiß, könnte man meinen, die zarte Person mit Make-Up und rosa-lila Gewändern wäre eine prüde, schüchterne und schönheitsartikelverschlingende Frau. Oberflächlich ja, aber innerlich das komplette Gegenteil. Stop being so stereotypical!!! Innere Werte zählen&#8230; öhmm&#8230; jo, doofer Spruch an der Stelle. Während alle Mitglieder visuell eher fragil wirken, so sind die Lyrics einfach nur konträr. Und wer schreibt die? Genau, alle Texte entstammen Yoshikis Kopf. Vergänglichkeit im Sinne von Mord, Suizid und negativen Emotionen ziehen sich durch beinahe alle Songs. Liebe, Verzweiflung, Schmerz und Schönheit kommen vor allem bei den Balladen ans Licht, jedoch &#8220;Happy World&#8221; ist ein Fremdwort für X-Japan. Sprache? Natürlich japanisch, jedoch auch hier und da einige Brocken Englisch. Vorallem die Balladen sind durch die dominanten Pianoeinflüsse sehr emotional, was durch Toshis Stimme nochmal verstärkt wird. Klassische Musik in Form von orchestraler Unterstützung hat einen merklichen Einfluss. Wenn man in die vergangenen Jahrhunderte der europäischen Geschichte schaut, so findet man meisterhafte Schwarz-Weiß-Tastendrücker wie Mozart und Beethoven, die diese Zeit prägten und die Kaviermusik an Europa, vorallem an den Wiener Hof banden. Als typisch westliches Merkmal aufgenommen, findet sich dieses Element mit dem Schönheitswahn des Barocks in den Live-Auftritten der Band wieder.</p>
<p>All dieses Unjapanische und Gewalttätige sorgten für Aufsehen und Anerkennung. Selbst zehn Jahre nach ihrer Trennung werden X-Japan immer noch ihrem Ruf gerecht. Anders als Fantasy-orientierte Kriegsklänge und epische Szenarien attackiert X-Japans Musik ihre Fans direkt in einer Intensität, die akustisch und visuell atemberaubend ist. Die Thematik ist zeitlos und das Zusammenspiel und die Aggressivität verleihen mir das Gefühl, als ob ein Vulkan von Emotionen in mir explodiert und man innerlich auf ein Schlachtfeld geworfen wird. Musik zum Abreagieren also? Nicht im geringsten, sie pumpt auf und zwar gewaltig.</p>
<p>Im Herbst 2007 überraschte die alte Formation X-Japans mit ihrer Wiedervereinigung und dem Release des Endingsongs des Films Saw4. Bis auf hide, den Bandliebling der Fans, der 1998 aus ungeklärten Umständen starb, sind X-Japan wieder komplett am Start.</p>
<p>X-Japan &#8211; &#8220;Scars&#8221; (Promotional Video) [1996]<br />
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<p>X-Japan &#8211; &#8220;Say Anything&#8221; (Promotional Video) [1991]<br />
<object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ZBrfJettzYs"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/ZBrfJettzYs" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object></p>
<p>J-Rock in a Nutshell.<br />
Heile Welt ist bisher Fehlanzeige im gesamten J-Rock-Genre. Überwiegend werden zwischenmenschliche Beziehungen aus misanthropen Augen verarbeitet. Suizid, Selbstverstümmelung und Leid, im Gothic-Schlafrock serviert auf einem heißen Tablett von apokalyptischer Stimmung. Sowohl melodisch, so als auch progressiv spielen die vom Leben gepeinigten Künstler, die ihren Gefühlen freien Lauf lassen. Man begrenzt sich dabei aber nicht nur auf die typischen Instumente von Rock und Metal, man bezieht auch klassische Instrumente, wie Piano, Streichinstrumente und zu großen Teilen Synthesizer ein. Pop-Rock oder eher metallastig, es ist für alle was dabei. Come in and find out, &#8220;komm rein und find wieder raus.&#8221;<br />
We are J-Rock, resistance is &#8230; fu-TIIIIIIILE *extrem hoch kreisch*. Achja, sehr hohe männliche Stimmen sind cool. <img src='http://RockZOOM.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Dies war das erste Kapitel des großen Buches ostasiatischer Gitarrenmusik. Die Geschichte geht weiter und ich werde euch tiefer in den Kaninchenbau des J-Rock führen und zusammen werden wir die schwarzen und hochgegelten, pinken Geschichten dieses schrillen und düsteren Genres erforschen. Ich lade euch ein, nehmt euch ein Stück des J-Rock-Kuchens von der großen Kaffeetafel der Musik.</p>
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