<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Rockzoom &#187; melodic metal</title>
	<atom:link href="http://rockzoom.de/tag/melodic-metal/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://rockzoom.de</link>
	<description>pleasing sounds, thoughts and photography</description>
	<lastBuildDate>Mon, 21 May 2012 13:00:40 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>An einem Tisch mit Erik Ravn (WUTHERING HEIGHTS)</title>
		<link>http://rockzoom.de/2008/12/03/erik-ravn-wuthering-heights/</link>
		<comments>http://rockzoom.de/2008/12/03/erik-ravn-wuthering-heights/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Dec 2008 19:35:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sounds]]></category>
		<category><![CDATA[Thoughts]]></category>
		<category><![CDATA[folk power metal]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[melodic metal]]></category>
		<category><![CDATA[power metal]]></category>
		<category><![CDATA[progressive metal]]></category>
		<category><![CDATA[symphonic metal]]></category>
		<category><![CDATA[wuthering heights]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rockzoom.de/?p=1183</guid>
		<description><![CDATA[Dass vor gut einem Monat die zweite Ausgabe des ProgPower Scandinavia über die Bühne ging, mag der geneigte Stammleser sicher schon mitbekommen haben, der ein oder andere ist vielleicht sogar bis zum Absatz einer gewissen dänisch-schwedischen Band gekommen, deren Stilbeschreibung in berühmter Schubladenmanier hier mal mindestens eine Zeile füllen dürfte. Worte wie &#8216;melodisch&#8217;, &#8216;progressiv&#8217;, &#8216;sinfonisch-episch&#8217; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div align="center"><img src="http://RockZOOM.de/uploads/2008/12/wh_header.jpg" alt="" title="Wuthering Heights - Interview with Erik Ravn" width="500" height="100" class="aligncenter size-full wp-image-1317" /></div>
<p></br></p>
<p>Dass vor gut einem Monat die zweite Ausgabe des ProgPower Scandinavia über die Bühne ging, mag der geneigte Stammleser sicher schon mitbekommen haben, der ein oder andere ist vielleicht sogar bis zum Absatz einer gewissen dänisch-schwedischen Band gekommen, deren Stilbeschreibung in berühmter Schubladenmanier hier mal mindestens eine Zeile füllen dürfte. Worte wie &#8216;melodisch&#8217;, &#8216;progressiv&#8217;, &#8216;sinfonisch-episch&#8217; ja auch &#8216;folkig&#8217; kommen da auf. Und dann müsste man sich noch Gedanken machen, in welcher Reihenfolge die Elemente dieser wahnwitzigen Anreihung stilistischer Merkmale auftauchen sollen. Reduzieren wir es einfacherweise also auf zwei Worte: WUTHERING HEIGHTS. Da denkt man natürlich sofort an den gleichnamigen, besonders liebeslauten Roman einer gewissen Emily Brontë oder an den Videoclip des Kate Bush-Songs, zugegebenermaßen genialer Ausdruckstanz im knallroten Kleid. Eine gewisse Ähnlichkeit besteht durchaus, zumal Wuthering Heights-Gitarrist und -Songschreiber Erik Ravn an diesem Tag eine rot-schwarz gestreifte knallenge Hose trägt und damit Mrs. Bush in Sachen selbstbewusste Mode in nichts nachsteht. Ja, es ist wohl eine Frage der Ausdrucksstärke: Stürmische Höhen, eine bessere Bezeichnung für die amerikanische Sängerin wie auch diese dänisch-schwedische Band gibt es einfach nicht. Wer diesen Prophezeiungen nicht glaubt, macht sich von der Ausdrucksstärke des Erik Ravn &#8211; freundlich und selbstironisch, aber mit Leidenschaft bei der Sache &#8211; selbst ein Bild. RockZOOM sprach ihn am 1. November in Kopenhagen&#8230;</p>
<h3>Inhaltsübersicht:</h3>
<p>- <a href="../erik-ravn-wuthering-heights/2/">Über das Zerlegen von Bühnen&#8230;</a><br />
- <a href="../erik-ravn-wuthering-heights/3/">&#8220;Salt&#8221; &#8211; Texte, Bilder, Sänger&#8230;</a><br />
- <a href="../erik-ravn-wuthering-heights/4/">Noch me(e/h)r Salz&#8230; und ein bisschen Pfeffer vielleicht?</a></p>
<h4>Original English version:</h4>
<p>- <a href="../erik-ravn-wuthering-heights/5/">About wrecking stages&#8230;</a><br />
- <a href="../erik-ravn-wuthering-heights/6/">About &#8220;Salt&#8221; &#8211; the words, the images, and the singer(s)&#8230;</a><br />
- <a href="../erik-ravn-wuthering-heights/7/">More about &#8220;Salt&#8221;&#8230; and a pinch of pepper maybe?</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://rockzoom.de/2008/12/03/erik-ravn-wuthering-heights/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>JON OLIVA&#8217;S PAIN: &#8220;Global Warning&#8221;</title>
		<link>http://rockzoom.de/2008/03/24/jon-olivas-pain-global-warning/</link>
		<comments>http://rockzoom.de/2008/03/24/jon-olivas-pain-global-warning/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 Mar 2008 16:13:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin van der Laan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sounds]]></category>
		<category><![CDATA[gutter ballet]]></category>
		<category><![CDATA[jon oliva]]></category>
		<category><![CDATA[melodic metal]]></category>
		<category><![CDATA[pain]]></category>
		<category><![CDATA[power metal]]></category>
		<category><![CDATA[savatage]]></category>
		<category><![CDATA[streets]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rockzoom.de/2008/03/24/jon-olivas-pain-global-warning/</guid>
		<description><![CDATA[Ich könnte heulen vor Freude! JON OLIVA schenkt uns SAVATAGE-Jüngern endlich das Album, auf das wir so lange gewartet haben: den ultimativen Nachfolger von &#8220;Gutter ballet&#8221; und &#8220;Streets&#8221;. Doch mitnichten versucht er, die alten Klassiker zu kopieren, vielmehr ist es das Feeling jener Götterscheiben, dieser Hauch von Genie und Wahnsinn, diese überquellende Inspiration mit einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich könnte heulen vor Freude!  JON OLIVA schenkt uns SAVATAGE-Jüngern endlich das Album, auf das wir so lange gewartet haben: den ultimativen Nachfolger von &#8220;Gutter ballet&#8221; und &#8220;Streets&#8221;. Doch mitnichten versucht er, die alten Klassiker zu kopieren, vielmehr ist es das Feeling jener Götterscheiben, dieser Hauch von Genie und Wahnsinn, diese überquellende Inspiration mit einer leichten, fast schon heiteren Traurigkeit, die auf &#8220;Global warning&#8221; wieder aufersteht. Tatsächlich scheint es so, als verwende Jon nach dem offiziellen Ende von SAVATAGE endlich all die Ideen, die er absichtlich oder vielleicht sogar unbewusst für ein weiteres großes, vielleicht finales Album dieser Band aufgespart hatte. Auch wenn &#8220;&#8216;Tage mahal&#8221; und vor allem &#8220;Maniacal renderings&#8221; schon exzellente Scheibchen waren: Dieses neue, überirdisch geile Meisterwerk versprüht so viel Spielfreude, Leidenschaft und melodische Brillanz, dass man die Gänsehaut-Wellen schon sehr bald nicht mehr zählen kann, die einem aus allen Richtung den Rücken rauf und runter laufen.</p>
<p><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/03/jon-olivas-pain.jpg' alt='Global warning (Cover)' class="float_left"/>Der musikalische Höhenflug geht schon mit dem beschwingten, sehr stimmungsvollen Intro los und trägt den Meister in der Folge von einem Killer-Song zum nächsten. Der Opener &#8216;Look at the world&#8217; verzaubert mit den faszinierendsten Gesangsmelodien, die Jon in den letzten Jahren geschrieben hat. Das spannungsgeladene &#8216;Before I hang&#8217; (Jons unglaublicher Gesang lässt mich hier auf die Knie sinken!), das gefühlvolle &#8220;Firefly&#8221; und die gnadenlos treibende Power-Nummer &#8216;Stories&#8217; knüpfen am deutlichsten an die &#8220;Streets&#8221;-Phase an, berühren mich tief im Innersten und lassen mich immer wieder ebenso aufgewühlt wie glücklich zurück. Wer jene Periode in der SAVATAGE-Historie genau so sehr verehrt wie ich, wird wissen, wovon ich rede. Jon lebt, leidet, kämpft, träumt und stirbt wieder für seine Songs und mit seinen Songs wie seit diesen glorreichen Tagen nicht mehr. Man merkt schon, dass auch der Mountain King etwas älter geworden ist, und  die Pferde etwas straffer an den Zügeln halten muss, das tut er allerdings mit großem Geschick und einem Lächeln auf den Lippen.</p>
<p>Doch &#8220;Global warning&#8221; ist wie schon eingangs erwähnt kein ein reines Retro-Album geworden. Jon hat einige ungewohnte Elemente integriert, und das so gekonnt und selbstverständlich, dass sie tatsächlich für Abwechslung sorgen und die Langzeitwirkung der Platte erhöhen, statt den Fluss zu stören. &#8216;Master&#8217; zum Beispiel kommt mit simpler, aber sehr wirkungsvoller Melodie, leicht verzerrten Vocals und elektronischem Beat, der fast schon aus dem Rammstein-Fundus stammen könnte. Man mag die Nummer auch als humorvollen Gruß an die Quasi-Namensvetter von Peter Tägtgren&#8217;s PAIN verstehen. Das irgendwie Fernweh ausstrahlende &#8216;The ride&#8217; dagegen spielt mit Südstaaten-Rock-Flair, das von einem bissigen Refrain kontrastiert wird. Und dann dieser Jahrhundert-Chorus in &#8216;Walk upon the water&#8217; – so herzerweichend schön, dass ich einfach keine passenden Worte zur Beschreibung dieser Göttergabe finde. Das muss man einfach selbst gehört haben.</p>
<p>Ich könnte noch seitenweise so weiter schwärmen, denn auf dieser CD gibt es keine langweilige Sekunde, jeder Ton ist ganz großes, mitreißendes Kopf-Kino. Doch ich will euch nicht länger aufhalten, ihr MÜSST jetzt sofort in den Plattenladen laufen und das Album des Jahres 2008 kaufen, &#8220;Global warning&#8221; von JON OLIVA&#8217;S PAIN!!!</p>
<p>Homepage: <a href="http://www.jonoliva.net">Jon Oliva&#8217;s Pain </a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://rockzoom.de/2008/03/24/jon-olivas-pain-global-warning/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>FIREWIND: &#8220;The Premonition&#8221;</title>
		<link>http://rockzoom.de/2008/03/24/firewind-the-premonition/</link>
		<comments>http://rockzoom.de/2008/03/24/firewind-the-premonition/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 Mar 2008 16:09:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin van der Laan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sounds]]></category>
		<category><![CDATA[firewind]]></category>
		<category><![CDATA[hardrock]]></category>
		<category><![CDATA[melodic metal]]></category>
		<category><![CDATA[mystic prophecy]]></category>
		<category><![CDATA[Nocturnal Rites]]></category>
		<category><![CDATA[power metal]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rockzoom.de/2008/03/24/firewind-the-premonition/</guid>
		<description><![CDATA[Nach den beachtlichen Erfolgen, die FIREWIND mit &#8220;Allegiance&#8221; erzielen konnten, einem Album, auf dem die Truppe um Gitarren-Magier Gus G. ihrem hymnischen Metal ein etwas moderneres, vielschichtigeres Gesicht gab, wirkt das neue Werk &#8220;The premonition&#8221; zunächst fast ein wenig wie ein Schritt zurück. Vordergründig haben wir es hier nämlich mit einem höchst eingängigem, melodischem und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach den beachtlichen Erfolgen, die FIREWIND mit &#8220;Allegiance&#8221; erzielen konnten, einem Album, auf dem die Truppe um Gitarren-Magier Gus G. ihrem hymnischen Metal ein etwas moderneres, vielschichtigeres Gesicht gab, wirkt das neue Werk &#8220;The premonition&#8221; zunächst fast ein wenig wie ein Schritt zurück. Vordergründig haben wir es hier nämlich mit einem höchst eingängigem, melodischem und gradlinigem, Heavy-Metal-Album zu tun, das perfekt in die Lücke zwischen Gus&#8217; ehemaligem Brötchengeber MYSTIC PROPHECY und der letzten NOCTURNAL RITES passt. Ein Nummer Sicher-Album also, um den gerade erlangten Status nicht zu gefährden?</p>
<p><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/03/firewind-gros.jpg' alt='The premonition (Cover)' class="float_left"/>Lässt man das neue Material allerdings etwas länger auf sich wirken, verschwinden jegliche Bedenken vollständig und machen (fast) ungetrübter Freude Platz. Denn die kompositorische Qualität auf &#8220;The premonition&#8221; beantwortet alle Fragen auf die einzig wahre Weise. Die überwiegende Mehrzahl der Songs wächst nämlich mit jedem Durchlauf und man entdeckt ständig wieder neue Feinheiten. Dabei setzen sich die Melodien so hartnäckig im Ohr fest, dass man sie irgendwann schon morgens unter der Dusche summt. Der tolle Opener &#8216;Into the fire&#8217; zum Beispiel erzeugt ein angenehm wohliges &#8220;Back-to-the-roots&#8221;-Gefühl, hätte dieser Track doch auch wunderbar auf das grandiose &#8220;Burning earth&#8221;-Album gepasst. Es soll bei diesem einen Renaissance-Moment nicht bleiben. &#8216;Head up high&#8217; glänzt mit positivem Hardrock-Feeling, einem großartigen Chorus und einen emphatischen Solo-Part, in dem Gus sein Können eindrucksvoll unter Beweis stellt.</p>
<p>Die Single &#8216;Mercenary man&#8217; finde ich weiterhin zu poppig, beliebig und Grand-Prix-lastig, diese kleine Wunde heilt auch die Zeit nicht. Außerdem kommt mir die Melodie immer noch irgendwie bekannt vor. Dafür ist &#8216;Angels forgive me&#8217; wieder allerbeste FIREWIND-Ware. Wie sich der Song von der lockeren Strophe über die treibende Bridge zum prachtvollen Refrain hin aufbaut, das ist schon die ganz hohe Schule. Höchst interessant wird es dann bei der eher ruhigen Nummer &#8216;My loneliness&#8217;, die gleich zu Anfang mit der schönsten Gesangsmelodie daher kommt, die ich dieses Jahr bisher gehört habe. Ich muss dabei ständig an THE POLICE denken. An dieser Stelle ist dann auch endlich mal ein dickes Kompliment an Sänger Apollo fällig, der zwar auch schon auf den TIME REQUIEM-Scheiben und &#8220;Allegiance&#8221; einen hervorragenden Job gemacht, aber noch nie so leidenschaftlich, selbstbewusst und treffsicher geklungen hat wie auf &#8220;The premonition&#8221;.</p>
<p>Die Highlights der nicht minder starken zweiten Halbzeit sind &#8216;Circle of life&#8217;, das ein &#8220;Burning earth&#8221;-Riff mit einem &#8220;Allegiance&#8221;-Chorus verbindet, und das eindringlich beschwörende &#8216;Life foreclosed&#8217;. Die Cover-Version des Gassenhauers &#8216;Maniac&#8217; von diesem unsäglichen &#8220;Flashdance&#8221;-Soundtrack aus dem Jahre 1983 hätte nicht wirklich sein müssen, der Song wird auch mit ein paar Metal-Gitarren nicht spannender. Aber das ändert nichts daran, dass FIREWIND mit &#8220;The premonition&#8221; ein weiteres exzellentes Album vorgelegt haben, das jeder Melodic- und Power-Metal-Fan auf jeden Fall auf seine Einkaufsliste schreiben sollte. Besser als von Gus und seinen Mitstreitern bekommt man diesen Sound heutzutage so gut wie nirgendwo geboten.</p>
<p>Homepage: <a href="http://www.firewind.gr">Firewind</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://rockzoom.de/2008/03/24/firewind-the-premonition/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>ORDEN OGANs &#8220;Vale&#8221; in der Track-by-Track-Attack</title>
		<link>http://rockzoom.de/2008/02/21/orden-ogans-vale-in-der-track-by-track-attack/</link>
		<comments>http://rockzoom.de/2008/02/21/orden-ogans-vale-in-der-track-by-track-attack/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 21 Feb 2008 19:46:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Voodoo-Udo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sounds]]></category>
		<category><![CDATA[epic metal]]></category>
		<category><![CDATA[melodic metal]]></category>
		<category><![CDATA[orden ogan]]></category>
		<category><![CDATA[progressive]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rockzoom.de/2008/02/21/orden-ogans-vale-in-der-track-by-track-attack/</guid>
		<description><![CDATA[ORDEN OGAN trafen mit ihrem Debüt-Album &#8220;Testimony A.D.&#8221; vor jetzt inzwischen schon fast vier Jahren ziemlich genau meinen musikalischen Nerv. Diese Mischung aus Power Metal, ordentlich Bombast, Prog und dezenten Folk-Einflüssen gefiel mir außerordentlich gut und platzierte die Band ganz weit oben auf meiner Liste der Hoffnungen für die Zukunft. Sehr lange, eigentlich viel zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ORDEN OGAN trafen mit ihrem Debüt-Album &#8220;Testimony A.D.&#8221; vor jetzt inzwischen schon fast vier Jahren ziemlich genau meinen musikalischen Nerv. Diese Mischung aus Power Metal, ordentlich Bombast, Prog und dezenten Folk-Einflüssen gefiel mir außerordentlich gut und platzierte die Band ganz weit oben auf meiner Liste der Hoffnungen für die Zukunft. Sehr lange, eigentlich viel zu lange, hat es gedauert, bis nun endlich der Nachfolger &#8220;Vale&#8221; in den Startlöchern steht. Doch anscheinend wollten ORDEN OGAN dieses Mal nichts dem Zufall überlassen, haben hart und perfektionistisch gearbeitet und machten in letzter Zeit einen entsprechend professionellen Eindruck in ihrer Präsentation: tolle Vorab-Single, Video-Clip, aufwendige Konzept-Story, sehr edles Andreas Marschall-Cover. Da merkte man sofort: die Jungs wollen es wissen! Na dann, Frau Kollegin, stürzen wir uns also mal auf &#8220;Vale&#8221; und analysieren ein wenig! <font size="-2"><em>(M.o.D.)</em></font></p>
<p>Aber sicher doch, zwar ist &#8220;Vale&#8221; mein erster Album-Kontakt mit den Herrschaften aus dem Sauerland, doch konnte ich die Rüschenhemdler hin und wieder mal live erleben. Das war eigentlich immer recht spaßig, zumal der Orden in seinen heimatlichen Gefilden schon eine ziemlich große und vor allem sanges- und feierfreudige Fangemeinde hinter sich weiß. <font size="-2"><em>(KKR)</em></font></p>
<p><strong>Graves Bay</strong></p>
<p><em>M.o.D.: </em>Hier mal ein Beispiel für ein Intro, das nicht gänzlich überflüssig ist, zwar auch nicht wirklich spektakulär, stimmt aber sehr schön aufs Album ein. Und außerdem ist es kurz, eine wichtige Eigenschaft bei Intros!</p>
<p><em>KKR: </em>Kommt mir irgendwie sehr bekannt vor, ohne dem Orden irgendetwas vorwerfen zu wollen, hört sich das an wie eine Mischung aus &#8220;A Raven in the Snow&#8221; von den Celtic Folkern Brian Dunning und Jeff Johnson und dem Hardangergefiedel vom Herr der Ringe-Soundtrack&#8230; Naja, ist ja auch egal, schön ist dieses Intro allemal und macht Lust auf mehr&#8230;</p>
<p><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/02/vale.jpg' alt='Orden Ogan - Vale (2008)' class="float_left"/><strong>To New Shores Of Sadness</strong></p>
<p><em>M.o.D.: </em>Diese Nummer gab es ja schon auf der Vorab-Single zu hören. Meine Begeisterung für diesen Song hat sich immer noch nicht gemindert, dabei kann ich kaum genau definieren, was mich so extrem fesselt an dem Stück. Ich liebe einfach diese gradlinigen, schnellen Bombast-Stücke mit den supereingängigen Melodien und dieser magischen Atmosphäre. In meinen Ohren passt hier einfach alles, der Seeb hat als Sänger an Ausstrahlung noch mal ordentlich hinzu gewonnen, Strophen, Bridges und Hooklines sind allesamt ganz großes Kino und die Breaks und Soli sitzen ebenfalls wie angegossen. Ich würde sogar soweit gehen und sagen: Der beste klassische BLIND GUARDIAN-Song seit langem. Außerdem gibt es hier das schönste A Capella-Ende seit diesem grandiosen Stück auf der EDGUY-Scheibe &#8220;Theater of salvation&#8221;, den Namen habe ich gerade vergessen&#8230;</p>
<p><em>KKR: </em>Du meinst bestimmt &#8220;Land of the miracle&#8221; mit dem besagten Edguy-Song!? &#8230;Aber fangen wir vorn an: Und da krümmen sich bei mir die Zehennägel hoch &#8211; Muss so ein perverses Elektronik-Gewichse den ersten Eindruck so verschandeln? Denn abgesehen von diesem derben Unfall (klingt eher nach Sci-Fi-Lucassen als nach einem Konzept in einer Art fantastisch-romantischem Ambiente unserer Gegenwart) muss ich dir eigentlich Recht geben: Der Opener macht ordentlich Dampf und hat auch mich stark an an gute alte Blind Guardian der &#8220;Imaginations&#8230;&#8221;-Glanztage erinnert&#8230; nur dass Orden Ogan jetzt schon besser durchproduziert klingen als die Gardinen anno 1995&#8230;</p>
<p><strong>Winds Of Vale</strong></p>
<p><em>M.o.D.: </em>Der andere Track der Single kommt nicht ganz an das überirdisch geile &#8216;To new shores of sadness&#8217; heran, ist aber trotzdem eine tolle melodische Metal-Nummer mit klasse Chorus, die stilistisch so klingt als würde Tobi Sammet RUNNING WILD covern.</p>
<p><em>KKR: </em>Gefällt mir persönlich besser als der erste Song, nimmt eine ganze Portion Pomp raus und setzt stattdessen auf coole, locker daherfliegende Ohrwurm-Melodien. Der recht klassische Heavydrive verhindert, dass die Nummer zu seicht wird&#8230; Recht simpel, aber effektiv und definitiv an diese Stelle des Albums gehörend!</p>
<p><strong>Farewell</strong></p>
<p><em>M.o.D.: </em>Ist das jetzt eine hymnische Ballade oder eine balladeske Hymne&#8230; oder was?  Hm, so richtig aufregend ist dieses Stück nicht, aber hier zeigt sich noch mal besonders, wie gut und ausdrucksstark Seeb inzwischen singt. Tut keinem weh, das Lied, ist super professionell gemacht und doch fehlt mir hier halt der letzte Kick.</p>
<p><em>KKR: </em>Die Strophen gefallen mir äußerst gut, muss den gefühlsbepackten Gesang Seebs nun auch mal loben, obwohl ich die eigentliche Stärke seiner Sangesfähigkeiten erst im nächsten Song herausheben werde <img src='http://RockZOOM.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  &#8230; Hier in den &#8220;Farewell&#8221;-Strophen kommen bei mir irgendwie Assoziationen zu besseren AOR-Stücken auf, doch der Refrain klingt mir etwas cheesy und mitunter auch gelangweilt&#8230; Dem Tracken fehlt ganz klar was Wichtiges: GITARRRRRE! ;-D</p>
<p><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/02/ordenogan.jpg' alt='Orden Ogan 2007' class="float_left"/><strong>Reality Lost</strong></p>
<p><em>M.o.D.: </em>Jaaa, schön ineinander laufende, harte Gitarren am Anfang, sehr guter Einstieg, so mag ich das. Diese Nummer steckt voller Energie und Drive, die fetten Klampfen und die sanften Chören ergänzen sich exzellent, natürlich wieder volle Breitseite BLIND GUARDIAN-Alarm. Hier kommt ORDEN OGANs Liebe zum Prog mal wieder zum Vorschein, der Song ist super arrangiert, die nicht ganz einfachen Übergänge zwischen den einzelnen Parts laufen wie geschmiert. Der stampfende Mittelteil ist großartig, auch wenn ich persönlich das etwas süßliche Keyboard an der Stelle nicht gebraucht hätte. Insgesamt aber ganz klar ein Killer-Track!</p>
<p><em>KKR: </em>Habe ich mich gerade noch über fehlende Gitarren beschwert? YEEEEEES, das ist definitiv ein ganz großes Feuerwerk: knackig-bratende Leads und schön erdige Rhythmusschreddereien&#8230; Seebs bisweilen etwas aggressivere Vocals setzen dem Ganzen dann noch die Krone auf, besonders die ersten Zeilen dieses Übersongs haben&#8217;s in sich. Dieser Stimmenschlag hat was vom göttlichen Charles Rytkönen (Morgana Lefay), aber nur in ganz kurzen Anflügen&#8230; leichtfüßig gelingt der Übergang zum Chorus, den man so schnell nicht aus den Gehörgängen bekommt&#8230; Mit knapp 7 Minuten übrigens  der längste Track auf &#8220;Vale&#8221;. Liegt eben am großartigen progressiven Mittelteil, wo sich jeder Instrumentalist mal so richtig schön austoben kann&#8230; Und dann diese Art Keyboards, die mag ich, nicht die klimperig-klinischen Dinger, sondern die netten proggy Synthesizer-Teppiche, die auch gern mal holterdipolter flinke Finger beweisen können&#8230; Ich finde diesen herrlichen Mittelteil keineswegs zu lang, denn absolut rechtzeitig wird hier der Rückweg zum Super-Refrain angetreten und der Kreis geschlossen. Für mich definitiv das Album-Highlight!!</p>
<p><strong>This is</strong></p>
<p><em>M.o.D.: </em>Klassische Heavy Rock-Gitarren, simpler, aber wirkungsvoller Groove, sehr entspannter Song mit Sahne-Melodien, der durch diesen Folk-Touch noch mal eine spezielle Note bekommt. Das Teil hat ein fieses Ohrwurm-Potential und macht einfach eine Menge Spaß. Sollte man nicht allzu viel drüber nachdenken.</p>
<p><strong>This was</strong></p>
<p><em>M.o.D.: </em>26 Sekunden Piano-Nachtrag zum Vorgänger mit Wortspiel-Versuch im Titel, braucht kein Schwein.</p>
<p><em>KKR: </em> This is, this was&#8230; this was quite superfluous methinks&#8230; Ja, ich mag auch &#8220;This is&#8221; nicht sonderlich: Ein sehr handzahmer Plattenfüller und absolut ernüchternd nach dem aufwühlenden &#8220;Reality Lost&#8221;, da können auch die eingestreuten Folkelemente nicht viel reißen.</p>
<p><strong>Something Pretending</strong></p>
<p><em>M.o.D.: </em>Dieses Stück könnte exemplarisch stehen für den aktuellen ORDEN OGAN-Sound, diese Verbindung aus knackiger Härte und wunderbaren Melodien mit dem bezaubernden, sehr eigenwilligen Flair gelingt hier ganz vortrefflich. Mit spielerischer Leichtigkeit gehen die Jungs an ihre Songs heran und haben es überhaupt nicht nötig, mit aufgesetzter Brutalität oder Komplexität auf dicke Hose zu machen. Hier geht es um die Melodie, die kompositorische Grundidee und um pures Hörvergnügen, um die wirklich wichtigen Dinge im Leben also.</p>
<p><em>KKR: </em> Ah, ich habe sie schon vermisst: aussagekräftige Gitarrenarbeit und diesen facettenreiche Gesang. Selbst dieses hippieartige &#8220;O-hoohohooo&#8221; vor meiner Lieblingszeile &#8220;Like an everlasting slide to the day we die&#8230;&#8221; hat seine Daseinsberechtigung. Ein Hoch auf das wohl schlüssigste und doch vielseitigste Songwriting des Albums! Gewisse Passagen wie etwa die schon erwähnten Zeilen des Refrains, gehen einfach nicht mehr aus dem Kopf&#8230; Oft scheint es nicht nur durch, sondern trifft einen wie ein Schlag ins Gesicht: dieses Händchen, das man braucht, um gute Melodien geschickt in einen Song zu packen.</p>
<p><strong>The Lords Of The Flies</strong></p>
<p><em>M.o.D.: </em>Haha, diese Strophe ist grandios, das könnte man Prog-Pop-Metal nennen, aber so souverän und selbstverständlich vorgetragen, dass man nur grinsen kann. Das Riff ist wieder mal einfach, aber trifft mitten ins Ziel. Und wieder mal passt die Mischung einfach für mich. Der Chorus verläuft sich ein bisschen, ist irgendwie zu lang geraten. Trotzdem ein weiterer Glanzpunkt.</p>
<p><em>KKR: </em>Gehört nicht gerade zu meinen Favoriten. Mochte ich die ersten zwei, drei Male, aber mir geht&#8217;s da mittlerweile genau so wie dir: ziemlich coole Strophen, und beim zweiten Mal &#8220;&#8230;waiting for someone who can ease your pain&#8221; ist er wieder: der Charles Rytkönen <img src='http://RockZOOM.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Doch der Refrain nervt irgendwann mit seiner doch etwas plakativen Melodie, hehe. Doch macht euch selbst mal ein Bild:</p>
<p><object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Dja9JkPmTpY&#038;rel=1&#038;border=0"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/Dja9JkPmTpY&#038;rel=1&#038;border=0" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent"width="425" height="355"></embed></object></p>
<p><strong>And If You Do Right</strong></p>
<p><em>M.o.D.: </em>Das ist jetzt aber wirklich eine Ballade! Schön gesungen, federleicht und beschwörend zugleich, hat was von Seventies-Art-Rock. Bin aber weiterhin nicht so der Balladen-Fan, geht bei mir meist durchs eine Ohr rein und durchs andere wieder raus. Bestimmt weil das so wenig dazwischen ist, würde mein Bruder jetzt sagen. Gucke ich mir halt noch mal das spannende Artwork an. Es gibt übrigens nur eine Band im Heavy-Bereich, die wahrhaft meisterliche Ballade schreiben kann, und das sind AEROSMITH&#8230;</p>
<p><em>KKR: </em> Das erste mal als ich diese Scheibe beim Joggen hörte, musste ich mich ein paar mal Umdrehen, in dem Glauben, ein Traktor pirscht sich langsam von hinten heran&#8230; war aber dann doch nur der schnarrende Bass vom Lars Schneider. In dieser Hinsicht hatte die Ballade also durchaus einen Schockwert&#8230; Nee, aber mal im ernst: Ich find &#8220;And if you do right&#8221; sehr gelungen, ganz und gar nicht &#8220;wenig dazwischen&#8221;, diese 70ies-Assoziation kam mir auch, kann aber gar nicht sagen, woran es liegt.</p>
<p><strong>What I&#8217;m Recalling</strong></p>
<p><em>M.o.D.: </em>Kommt trotz verheißungsvollem Beginn nicht so richtig in Schwung, der Song. Das weichgespülte &#8220;Aahhaahhaaahaaa&#8221; zwischendrin nervt. Da ist das Solo in der Mitte im Grunde das Highlight. Schöne Chöre sind&#8217;s allerdings wieder. Trotzdem für mich der Schwachpunkt des Albums.</p>
<p><em>KKR: </em>Kein Übersong, aber ich glaub hier will jemand eine recht wichtige Message platzieren&#8230; Der Martin schaut sich Coverart bei Balladen an, ich werfe bei musikalisch nicht ganz so vollgeladenen Songs wie diesen hier ganz gern mal einen Blick zwischen die Zeilen. Und was ich da lese mag ich auch: Simpel, aber es spiegelt unsere Gesellschaft dieser Tage bestens wieder. Von wegen Fantasy Metal&#8230; Klar ist die Story erdacht und man arbeitet mit witzigen Namen und so, doch steht bei diesem Konzeptalbum Gefühl und Gesellschaft im Vordergrund, keine Elfen und Orks, kein Kampf Gut gegen Böse, im Gegenteil: Man muss sich fragen, welcher Gesinnung und welchem Gesinnungswandel die Protagonisten ausgesetzt sind&#8230; Gesinnung Mensch&#8230;!?!? Ein bisschen verwirrend zunächst ist nur, dass die Storyereignisse nicht chronologisch song-by-song vonstatten gehen, und man vorher schon einen Blick in die Linernotes werfen muss, um dem Geschehen ordentlich folgen zu können&#8230; Das mag mancheinem völlig egal sein, aber ich gehe einfach mal davon aus, dass man sich als Künstler schon eine Menge dabei denkt, und man nicht nur ein Konzeptalbum schafft, um den &#8220;Selling Points&#8221; einen weiteren hinzuzufügen. Äh, zurück zum Track-by-Track, sonst verliert sich die Attack noch ganz im Dreck, höhö&#8230; Sollte es immer noch inhaltlichen Klärungsbedarf geben, so kann sicher auch der Comic zum Album(!) oder die ein oder andere nette Frage direkt an Texter Seeb weiterhelfen&#8230; Und weil das jetzt so viel Text war, muss ich ma was Lust&#8217;sches einbauen, haha:</p>
<p><object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/J6HBPFa2eVc&#038;rel=1"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/J6HBPFa2eVc&#038;rel=1" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object></p>
<p><strong>A Friend Of Mine</strong></p>
<p><em>M.o.D.: </em>So muss bombastischer, melodischer Power Metal klingen, ordentlich Dampf auf dem Kessel, mit mächtig Zug zum Tor, sägenden Gitarren und ohne nervige Schnörkel. Die geflüsterte Zeile klingt etwas seltsam, hahaha, eher nach Stimmbandentzündung in fortgeschrittenem Stadium. Das Stück marschiert jedenfalls amtlich nach vorn und zählt zu den Gewinnern.</p>
<p><em>KKR: </em> So bombastisch find ich die Nummer jetzt gar nicht. Der Refrain hat eher wieder was düster-progressives, doch ab der Hälfte verliert sich der Song ein wenig&#8230; bis zur geflüsterten Zeile, haha, Martin, das ist mir so noch nie vorher aufgefallen, aber ja, jetzt wo du&#8217;s sagst, klingt&#8217;s doch recht ungesund.. <img src='http://RockZOOM.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>The Candle Lights</strong></p>
<p><em>M.o.D.: </em>Ein bisschen viel Balladenstoff ist das jetzt aber für meinen Geschmack. Gerade zum Ende hin hätte ich mir jetzt noch mal einen richtigen Kracher oder einen epischen Longtrack gewünscht. Obwohl mir diese Nummer doch auf gewisse Weise gefällt mit seiner leichten Melancholie und dem schwebenden Gefühl am Ende, lullt einen richtig ein bisschen ein. Damit habe ich sieben hervorragende Stücke gezählt. Wenn ich&#8217;s mir recht überlege und das Album noch mal als Ganzes und in Ruhe anhöre, passen die ruhigen Songs schon irgendwie ins Gesamtbild und sorgen für wichtige Abwechslung. Nur für sich allein genommen hängen sie ein wenig zurück hinter den zahlreichen Power-Hymnen mit den unwiderstehlichen Chören.</p>
<p><em>KKR: </em> Oha, das ist ja ein äußerst schwülstiger Boyband-Gesang. &#8220;Thank you for the times we&#8217;ve ha-haaad&#8230;&#8221; Böäh, davon bekommt man ja Ausschlag. Ich mein, klar ist ein Abschied auf immer sehr tragisch, aber meiner Meinung nach hätte ein Instrumental mit entsprechenden Linernotes gelangt, kein Kracher, kein Longtrack&#8230; das Ende dieser Vokalschmalz-Ballade sieht dann genau so aus: Die schöne Melodie des Hauptthemas erstrahlt instrumental, ohne den total missratenen Pussygesang. So wird der letzte Eindruck doch noch ganz okay über die Ziellinie gerettet&#8230;</p>
<p><a href="http://www.ordenogan.de"><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/02/ordenogan_url.gif' alt='www.ordenogan.de' /></a></p>
<p><strong>Fazit:</strong></p>
<p><font size="-2"><em>M.o.D.:</em></font> Was Kenner des deutschen Metal-Underground längst wussten: Der Name ORDEN OGAN steht auch anno 2008 für knackig harten und hoch melodischen, vielseitigen, atmosphärischen Heavy Metal, der mit feinsten Gewürzen aus Prog, Folk, Bombast und Tolkien-Flair raffiniert abgeschmeckt ist. Mit diesem ausgezeichneten Silberling namens &#8220;Vale&#8221; schaffen es die Arnsberger tatsächlich gegenüber ihrem starken Vorgänger &#8220;Testimony A.D.&#8221; noch einmal ein paar Briketts nachzulegen. Die Riffs zünden noch einen Tick besser, die Kompositionen wirken runder und schlüssiger, der Sound kommt kraftvoller, differenzierter und (im positivsten Sinne des Wortes) moderner aus den Boxen. Sternstunden des melodisch-bombastischen Metal wie &#8216;To new shores of sadness&#8217;, &#8216;Reality lost&#8217;, &#8216;Something pretending&#8217; oder &#8216;A friend of mine&#8217; werden Fans zwischen BLIND GUARDIAN, GAMMA RAY und späteren HELLOWEEN vor Begeisterung im Kreis hüpfen lassen. Lediglich einen nicht so gelungenen Song und einen etwas zu hoher Balladen-Anteil kann man Seeb und seinen Mitstreitern vorwerfen. Meiner Ansicht nach haben ORDEN OGAN also mit &#8220;Vale&#8221; ein mit ganz wenigen Abstrichen grandioses Album abgeliefert und sich locker für die Heavy-Metal-Champions League qualifiziert. Dazu kann man nur gratulieren!</p>
<p><font size="-2"><em>KKR:</em></font> Ich muss dir hier ein wenig den Wind (of Vale) aus den Segeln nehmen, denn bevor der Rest der werten Presse Orden Ogan schon als nächste Blind Guardian emporhebt, möchte ich darauf hinweisen, dass Bands wie Persuader oder Galloglass zwar durchaus das Talent dazu haben/gehabt hätten, ihnen aber genau die nötige Konstanz gefehlt hat, um in die Fußstapfen der gottgleichen Krefelder zu treten. Und eben diese Konstanz hat auch &#8220;Vale&#8221; nicht, da sind eben noch drei, vier Nummern mit starken Abnutzungserscheinungen und/oder Schönheitsfehlern drauf&#8230; Doch was soll&#8217;s. Ich glaube ja dass selbst die Gardinen höchstpersönlich mittlerweile auch nicht mehr die Konstanz ihrer 90er haben&#8230; Von daher sollen die Sauerländer einfach ihr Ding durchziehen und in Zukunft auch keinen großen Wert auf jegliche Vergleiche legen&#8230; Denn eines steht fest: Verfolgen Orden Ogan weiterhin die Wege eines &#8220;Reality lost&#8221; oder &#8220;Something pretending&#8221; (vor allem was das geniale Songwriting dieser herausragenden Tracks angeht), dann bringen sie&#8217;s noch gaaanz weeeeit&#8230;</p>
<p>Und behaltet mir ruhig ab und an mal ein zünftiges &#8220;Splattered in a half minute&#8221; im Liveprogramm! <img src='http://RockZOOM.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Selbstironie tut selbst den besten Musiker ganz gut. Acho ja, Erscheinungstermin der guten Scheibe ist morgen! (also der 22. Februar) Kaufen gehen!</p>
<p>Und wie sagte der Römer, wenn er ging? &#8220;&#8230;Vale!&#8221;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://rockzoom.de/2008/02/21/orden-ogans-vale-in-der-track-by-track-attack/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>AVANTASIA lassen die Vogelscheuche tanzen</title>
		<link>http://rockzoom.de/2008/01/15/avantasia-lassen-die-vogelscheuche-tanzen/</link>
		<comments>http://rockzoom.de/2008/01/15/avantasia-lassen-die-vogelscheuche-tanzen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Jan 2008 23:06:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin van der Laan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sounds]]></category>
		<category><![CDATA[avantasia]]></category>
		<category><![CDATA[edguy]]></category>
		<category><![CDATA[hardrock]]></category>
		<category><![CDATA[melodic metal]]></category>
		<category><![CDATA[metal opera]]></category>
		<category><![CDATA[tobias sammet]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rockzoom.de/2008/01/15/avantasia-lassen-die-vogelscheuche-tanzen/</guid>
		<description><![CDATA[Ich muss gestehen, ich hatte ja meine Zweifel, dass es Tobias Sammet mit AVANTASIA noch einmal gelingen würde, an die fantastischen beiden &#8220;Metal Opera&#8221;-Scheiben heran zu kommen, ohne sich selbst zu wiederholen oder allzu sehr in Bombast und Kitsch zu verfallen. &#8220;The scarecrow&#8221; aber belehrt mich von der ersten Begegnung an eines Besseren. Initiale Höreindrücke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich muss gestehen, ich hatte ja meine Zweifel, dass es Tobias Sammet mit AVANTASIA noch einmal gelingen würde, an die fantastischen beiden &#8220;Metal Opera&#8221;-Scheiben heran zu kommen, ohne sich selbst zu wiederholen oder allzu sehr in Bombast und Kitsch zu verfallen. &#8220;The scarecrow&#8221; aber belehrt mich von der ersten Begegnung an eines Besseren. Initiale Höreindrücke von der am 25. Januar erscheinenden Scheibe beweisen: Der entscheidende Schritt weg vom eben nicht unendlich wiederholbaren Märchen- und Musical-Feeling hin zu einem deutlich straffer arrangierten, höchst eingängigen und absolut mitreißenden Sound irgendwo zwischen modernem Melodic Metal und dem Stadion-Hardrock der mittleren und späten Achtziger ist mit Glanz und Gloria gelungen.</p>
<p><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/01/avantasia.jpg' alt='The scarecrow' class="float_left"/>Das enorm druckvolle, stampfend rockende &#8216;Twisted mind&#8217; mit seinem ganz und gar unwiderstehlichen Über-Chorus ist der perfekte Opener, eine Nummer mit dem Zeug zum Klassiker. Der überlange, sehr stimmungsvolle Titeltrack begeistert nicht weniger. Er beginnt mit folkigen Fiedeln und zaubert eine Zucker-Melodie nach der anderen aus dem Hut. Der sanfte, Soundtrack-artige Mittelteil unterlegt sehr gefühlvolle, wirklich schöne Gitarren-Soli. Der unvermeidliche Chor-Overkill gegen Ende fesselt nicht weniger. Unter die Haut geht das leicht nachdenkliche &#8216;Carry me over&#8217;, das vom einfühlsamen Gesang lebt, und mit einer mächtigen AOR-Schlagseite daher kommt. Könnte mir vorstellen, dass Tobias für diese Nummer nicht nur Lob zu hören bekommt. Wenn jemand den Pop-Vorwurf gegen AVANTASIA verwenden will, liegt er hier wohl am besten.</p>
<p>Dass die zwei von den Vorab-Singles bekannten &#8216;Another angel down&#8217; – unter die Haut gehender Gesang, große Hymne &#8211;  und &#8216;Lost space&#8217; – erneuter AOR-Alarm, Killer-Hookline – amtliche Volltreffer sind, wusste man ja schon. Völlig weggehauen haben mich aber das sehr eindringliche,  treibend-hypnotische &#8216;The toy master&#8217; und die packende Uptempo-Nummer &#8216;Devil in the belfry&#8217;. Ersteres glänzt irgendwo zwischen Alice Cooper (der hier wohl tatsächlich singt!) und King Diamond mit sehr intensiver, diabolisch verspielter Atmosphäre. Letzteres ist prächtiger, energiegeladener  Melodic Metal der &#8220;Keeper of the seven keys&#8221;-Schule, wie man ihn besser nicht spielen kann, erneut mit einem göttlichen Chorus gesegnet. Schwachpunkte gibt es nur sehr wenige: Der Speed-Metal-Track &#8216;Shelter from the rain&#8217; ist etwas schlicht und gewöhnlich ausgefallen. Dasselbe behaupte ich mal von den Ballade &#8216;Cry just a little&#8217;. Und mit dem Melodic-Rocker &#8216;I don&#8217;t believe in your love&#8217; kann ich auch nicht so viel anfangen. Das war es dann aber auch schon, alles andere ganz großes, edel-bombastisches Sammet-Kino.</p>
<p>Mit langweiligen Listen voll mit den Namen hoch dekorierter Gastsänger und -musiker will ich euch jetzt mal nicht langweilen, das kann dann beizeiten jeder selbst nachlesen beziehungsweise heraus hören. Ein ganz hübsches textliches Konzept über einen Außenseiter, der mit Hilfe der Musik aus seiner Isolation findet, gibt es auch. Das alles ist aber nicht wirklich wichtig. Wichtig ist, dass &#8220;The scarecrow&#8221; vollgepackt ist mit Hits und Melodien für die Ewigkeit, an die man sich auch in einigen Jahren noch gerne erinnern wird. Der Gesamteindruck ist zwar etwas sehr glatt, poliert und überprofessionell, aber bei AVANTASIA darf das sein, gehört wahrscheinlich sogar dazu. Somit überrascht mich Tobias mit seinem dritten AVANTASIA-Album doch positiv. Eine tolle, gute Laune verströmende Platte ist das geworden mit großem Unterhaltungswert, perfekt auch fürs Auto, werde ich bestimmt noch sehr oft hören.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://rockzoom.de/2008/01/15/avantasia-lassen-die-vogelscheuche-tanzen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>AXXIS: &#8220;Doom of destiny&#8221;</title>
		<link>http://rockzoom.de/2007/11/13/axxis-doom-of-destiny/</link>
		<comments>http://rockzoom.de/2007/11/13/axxis-doom-of-destiny/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 Nov 2007 11:26:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin van der Laan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sounds]]></category>
		<category><![CDATA[afm records]]></category>
		<category><![CDATA[avantasia]]></category>
		<category><![CDATA[axxis]]></category>
		<category><![CDATA[gamma ray]]></category>
		<category><![CDATA[hard rock]]></category>
		<category><![CDATA[helloween]]></category>
		<category><![CDATA[melodic metal]]></category>
		<category><![CDATA[symphonic metal]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rockzoom.de/2007/11/13/axxis-doom-of-destiny/</guid>
		<description><![CDATA[Ganze 18 Jahre ist es jetzt schon wieder her, dass die Dortmunder Melodic Metaller AXXIS ihr gefeiertes Debüt-Album &#8220;Kingdom of the night&#8221; unters Volk brachten. Jene Scheibe und der prächtige Nachfolger &#8220;II&#8221; brachten der Truppe um Sänger und Gitarrist Bernhard Weiß Ruhm und Ehre ein, Klassiker wie &#8216;Living in a world&#8217;, &#8216;Fire and ice&#8217;, &#8216;Ships [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ganze 18 Jahre ist es jetzt schon wieder her, dass die Dortmunder Melodic Metaller AXXIS ihr gefeiertes Debüt-Album &#8220;Kingdom of the night&#8221; unters Volk brachten. Jene Scheibe und der prächtige Nachfolger &#8220;II&#8221; brachten der Truppe um Sänger und Gitarrist Bernhard Weiß Ruhm und Ehre ein, Klassiker wie &#8216;Living in a world&#8217;, &#8216;Fire and ice&#8217;, &#8216;Ships are sailing&#8217; oder &#8216;Little look back&#8217; kann wohl jeder Hard Rock-Veteran ohne Probleme mitsingen. In den Neunzigern versuchten sich AXXIS dann an diversen stilistischen Experimenten, die aber allesamt mehr oder weniger in die Hose gingen und den Ruf der Band ziemlich ramponierten. Erst 2001 mit dem programmatisch betitelten Album &#8220;Back to the kingdom&#8221; erinnerten sich die Jungs wieder an ihre alten Tugenden und knüpften endlich an frühere Großtaten an. Mit dem Wechseln zu AFM Records vor einigen Jahren bekamen AXXIS offensichtlich noch einmal einen gehörigen Schub. Auf &#8220;Time machine&#8221; (2004) und vor allem dem tollen, letztjährigen Album &#8220;Paradise in flames&#8221; gab es eine frische, kraftvolle, packende und mitreißende Mischung aus modernem Power und Symphonic Metal und dem typischen AXXIS-Melodic-Sound zu hören, mit der man zahlreiche neue Fans hinzu gewinnen konnte.</p>
<p><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2007/11/axxis.jpg' alt='Doom of destiny' class="float_left"/>Entsprechend gespannt sein durfte man auf den Nachfolger &#8220;Doom of destiny&#8221;, der nun vorliegt und eindrucksvoll beweist, dass AXXIS dem enormen Erwartungsdruck gewachsen waren und mit dem aktuellen Material den erhöhten Ansprüchen mehr als gerecht werden. Stilistisch bewegt sich die Band anno 2007 irgendwo zwischen Edguy, Rough Silk, Domain, melodischen Helloween-Songs und den eigenen Frühwerken, und fühlt sich in diesem Spannungsfeld offenbar pudelwohl. Die neuen Songs sind natürlich wieder allesamt höchst eingängig und setzen sich wie erwartet umgehend im Ohr fest, sind dabei aber mit der viel Liebe und Sorgfalt arrangiert und stecken voller cleverer und hübscher Details, die für Charakter, Abwechslung und Spannung sorgen. Der Einstieg mit könnte mit dem dramatischen Intro, das mich ein wenig an die Eröffnung des Gamma Ray-Meisterwerks &#8220;No world order&#8221; erinnert, und dem grandiosen, vor Spielfreude und Lebendigkeit fast zerberstenden Titelsong gar nicht besser gelingen. &#8216;Doom of destiny (Arabia)&#8217; scheint gleich alle Stärken dieser Band zusammen zu fassen, die Nummer enthält ebenso simple wie geniale Melodien, kraftvolle Gitarren, donnernde Drums und aufbrausende, äußerst fantasievoll gestaltete Breaks. Sehr gefallen mir auch die Einsätze der Gastsängerin Lakonia. Das folgende &#8216;Better fate&#8217; ist keinen Deut schlechter: ein ungemein wuchtiger, stimmungsvoller Midtempo-Track mit göttlicher Bridge, hier harmonieren Bernhard Weiß und Lakonia ganz besonders wunderbar.</p>
<p>Nach dieser fantastischen Viertelstunde hat &#8220;Doom of destiny&#8221; eigentlich schon gewonnen. Das überirdische Niveau des Beginns erreichen zwar nicht alle Songs, doch jede einzelne Minute dieser Platte bewegt sich irgendwo zwischen den Prädikaten &#8220;sehr gut&#8221; und &#8220;ausgezeichnet&#8221;. Mir persönlich gefallen die orchestral angelegten, euphorischen Uptempo-Songs, in denen so wahnsinnig viel passiert, am allerbesten. Man lausche nur mal einem Knaller wie &#8216;Revolutions&#8217; mit seinen swingenden Rock&#8217;n'Roll-Strophen und dem eindringlichen Power-Metal-Chorus oder der finalen Hymne &#8216;Astoria&#8217;. Doch selbst klassische, immer geschickt an der Grenze zum Kitsch entlang balancierende AXXIS-Melodic-Tunes wie &#8216;I hear you cry&#8217; muss man spätestens beim herzerwärmenden Chorus auch lieben. Eine wunderbar leicht klingende Ballade wie &#8216;The fire still burns&#8217; überrascht im Mittelteil mit einem entspannten Saxophon-Solo. So etwas oder das augenzwinkernde Feeling von &#8216;She got nine lifes&#8217; kriegt man nur mit einer gehörigen Portion gesundem Selbstvertrauen derart souverän und überzeugend hin.</p>
<p>Folglich kann man AXXIS für &#8220;Doom of destiny&#8221; nur in den höchsten Tönen loben und das Album allen Melodic-Metal-Fans sehr ans Herz legen. Wer seine Avantasia-Scheiben liebt, wird sehr wahrscheinlich auch mit &#8220;Doom of destiny&#8221; sehr glücklich werden. Ich freue mich wirklich schon sehr auf die Tour mit Helloween und Gamma Ray im Dezember, das wird das Abräumer-Package des Winters schlechthin.</p>
<p>AXXIS on tour in Deutschland mit Helloween &#038; Gamma Ray:</p>
<p>01.12.07   Lichtenfels, Stadthalle<br />
02.12.07   Bremen, Tivoli<br />
21.12.07   Langen, Stadthalle<br />
22.12.07   Kaufbeuren, All Karthalle<br />
11.01.08   Tuttlingen, Alte Festhalle<br />
12.01.08   Karlsruhe, Europahalle (Knock Out Festival)<br />
13.01.08   Oberhausen, Turbinenhalle</p>
<p>Homepage: <a href="http://www.axxis.de" target="_blank">www.axxis.de</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://rockzoom.de/2007/11/13/axxis-doom-of-destiny/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>VOYAGER: &#8220;Univers&#8221;</title>
		<link>http://rockzoom.de/2007/11/01/voyager-univers/</link>
		<comments>http://rockzoom.de/2007/11/01/voyager-univers/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Nov 2007 11:42:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin van der Laan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sounds]]></category>
		<category><![CDATA[bal-sagoth]]></category>
		<category><![CDATA[devin townsend]]></category>
		<category><![CDATA[melodic metal]]></category>
		<category><![CDATA[progressive]]></category>
		<category><![CDATA[rachmaninoff]]></category>
		<category><![CDATA[rhapsody]]></category>
		<category><![CDATA[voyager]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rockzoom.de/2007/11/01/voyager-univers/</guid>
		<description><![CDATA[Manchmal gibt es sie noch, die Momente, in denen man auf einmal das Gefühl hat, etwas ganz Besonderem, Ungewöhnlichem und Wichtigem zu lauschen. Je seltener sie werden, diese Momente, desto höher steigt ihr Wert. Darum darf ein Quintett namens VOYAGER aus dem australischen Perth auch auf keinen Fall überhört und übersehen werden. Diese faszinierende Formation [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal gibt es sie noch, die Momente, in denen man auf einmal das Gefühl hat, etwas ganz Besonderem, Ungewöhnlichem und Wichtigem zu lauschen. Je seltener sie werden, diese Momente, desto höher steigt ihr Wert. Darum darf ein Quintett namens <strong>VOYAGER </strong>aus dem australischen Perth auch auf keinen Fall überhört und übersehen werden. Diese faszinierende Formation avancierte vor drei Jahren mit ihrem Debüt &#8220;Element V&#8221; zu einer der interessantesten Erscheinungen in der doch manchmal recht gleichförmigen Metal-Szene. Der Sound dieser fünf Paradiesvögel schottischer, deutscher, niederländischer und italienischer Abstammung lässt sich in erster Näherung wohl am besten als symphonischer, progressiver Melodic Metal bezeichnen, was ja an sich schon recht konstruiert klingt, aber längst noch nicht alle Facetten dieser Musik beschreibt. Daher sind die von den Kollegen der Printmedien gezogenen Vergleiche zu Nightwish und Rhapsody wohl auch eher als Zeichen der Hilflosigkeit und kaum als wirkliche Orientierungshilfe zu verstehen. Wer auf dem Progpower-Festival 2006 war, weiss wovon ich rede.</p>
<p><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2007/10/voyager-gros.jpg' alt='Univers' class="float_left"/>Dockyard1 haben sich VOYAGER inzwischen dankenswerterweise angenommen, so dass wir nun endlich in den Genuss eines zweiten Werkes namens &#8220;Univers&#8221; kommen. Und wieder löst das Album zunächst eine Mischung aus Verwunderung und Bewunderung aus, ohne dass man eigentlich versteht, was da gerade abgeht. Das heißt jetzt nicht, dass hier Frickel-Orgien und schwerst verschachtelte Breaks im Sekundentakt auf den Hörer warten. Nein, hier liegt der Anspruch auf einer anderen Ebene, hier wird elegant und gewandt mit Stimmungswechseln gespielt, verschiedene Atmosphären werden aufgebaut und wieder verworfen, die Erwartungshaltung des Hörers wird mutig an der Nase herumgeführt. Diese hoch talentierten Damen und Herren haben die große Gabe magisch-harmonische Klangfarben zu entwickeln. Doch damit nicht genug, sie besitzen sogar die Klasse, diese Klangfarben auch mal sich selbst zu überlassen und neugierig zu schauen, was sie tun, ohne dabei die Kontrolle über ihre Songs zu verlieren. Daher stammt meiner Meinung nach diese gewisse Leichtigkeit und Beschwingtheit, die von dieser Musik ausgeht, der man sich wirklich öffnen muss, um sie zu fühlen. So gesehen ist die Erwähnung von Namen wie Sergei Rachmaninoff, Devin Townsend und Bal-Sagoth im Info-Zettel gar nicht so falsch, auch wenn diese Künstler oberflächlich betrachtet stilistisch sehr wenig miteinander zu tun haben. Sie verbindet lediglich eine ganz bestimmte, intuitive Herangehensweise an den Gegenstand ihrer Betrachtungen und akustischen Reflexionen.</p>
<p>Hat man sich die Zeit genommen, &#8220;Univers&#8221; ein bisschen sorgfältiger zu entdecken und die Tiefen und Weiten des VOYAGER-Universums auszuleuchten, erschließen sich die thematischen Bezüge und Gedanken hinter dieser musikalischen Entdeckungsreise in all ihrer Schönheit und Klugheit, ohne dass die anfängliche schwärmerische Faszination dadurch gedämpft wird. Weitere Trademarks dieses wunderbaren Albums sind die herrlich leichtfüßig dahin fließenden Gitarrenparts, die dezent futuristische ästhetische Grundstimmung, der fast schon sanft zu nennende, einfühlsame Gesang und die träumerischen, sehnsuchtsvollen Einsätze des Pianos. Besonders auffällig ist die Neigung, einen dramatischen, orchestralen Parts aufzubauen, ihn einstürzen zu lassen und dann in den kurzen, schmerzhaften Moment der Stille hinein eine sehr einfache, spielerisch zarte und zutiefst berührende Piano- oder Gitarrenmelodie hineinzutupfen. VOYAGER tun immer genau das, was man zuerst nicht erwartet, aber einem hinterher genau richtig erscheint. Dadurch entsteht eine zauberhafte, mit nichts und niemandem vergleichbare Musik, die man wohl nur instinktiv ablehnen oder abgöttisch lieben kann. Ich habe mich längst für die zweite Möglichkeit entschieden und möchte alle, die sich ansatzweise angesprochen fühlen von der hier gelieferten Beschreibung, bitten, VOYAGER und &#8220;Univers&#8221; eine Chance zu geben. Eine Sternstunde der modernen Musik!</p>
<p>Offizielle VOYAGER-Homepage: <a href="http://www.voyager-australia.com/" target="_blank">www.voyager-australia.com</a><br />
VOYAGER @ Myspace: <a href="http://www.myspace.com/voyageraustralia" target="_blank">www.myspace.com/voyageraustralia</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://rockzoom.de/2007/11/01/voyager-univers/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>DERDIAN: &#8220;New Era Pt. 2 &#8211; War of the Gods&#8221;</title>
		<link>http://rockzoom.de/2007/09/24/derdian-new-era-pt-2-war-of-the-gods/</link>
		<comments>http://rockzoom.de/2007/09/24/derdian-new-era-pt-2-war-of-the-gods/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 Sep 2007 15:56:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sounds]]></category>
		<category><![CDATA[derdian]]></category>
		<category><![CDATA[italo metal]]></category>
		<category><![CDATA[melodic metal]]></category>
		<category><![CDATA[power metal]]></category>
		<category><![CDATA[rhapsody]]></category>
		<category><![CDATA[symphonic metal]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rockzoom.de/2007/09/24/derdian-new-era-pt-2-war-of-the-gods/</guid>
		<description><![CDATA[Freunde gepflogener Metallgeräusche! Mit Stolz gastiere ich zum zweiten Male in Martins Metalkolumne und möchte euch nun eine meiner liebsten Italo Melodic Power Metal Heroen ans Herz aus Stahl legen! So manch einer wird sich nun angwidert abwenden, nur zu, die Liebhaber jener Melodeien machen&#8217;s sich hier bitte umso bequemer. DERDIAN treten so langsam in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freunde gepflogener Metallgeräusche! Mit Stolz gastiere ich zum zweiten Male in Martins Metalkolumne und möchte euch nun eine meiner liebsten Italo Melodic Power Metal Heroen ans Herz aus Stahl legen! So manch einer wird sich nun angwidert abwenden, nur zu, die Liebhaber jener Melodeien machen&#8217;s sich hier bitte umso bequemer.<span id="more-189"></span></p>
<p><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2007/09/derdian_band.jpg' alt='Derdian Band 2007' class="float_left"/><strong><a href="http://www.derdian.com" target="_blank">DERDIAN </a></strong>treten so langsam in Rhapsodys Fußstapfen&#8230; ups, ich mein Rhapsody of Fire&#8230; Rhapsody of fuckin&#8217; evil hellish Fire, roaaar!!! *hüstel* Ähja. Zum einen wird Italiens jahrelanges Melo-Metal-Aushängeschild im Kreise vom Magic Circle Music immer mehr zum Manowar&#8217;schen Schoßhund (Ich stelle mir gerade das &#8220;Gods of War&#8221;-Cover vor und ersetze die Gesichter der nackten Frauen zu Fuße der Kings of Metal durch die von Luca Turilli und Co&#8230; was zwar komisch aussieht, mit Brüsten und so, das derzeitige Verhältnis aber recht gut beschreibt.), zum anderen war die letzte Scheibe &#8220;Triumph or Agony&#8221; bis dato die mit Abstand schlechteste: pompös überladen ohne Ende, orchestral breitgetreten mit wenigen kompositorischen Höhepunkten und trotzdem irgendwie sehr selbstverliebt&#8230;</p>
<p>Soviel zur Lage meiner einstigen Helden Rhapsody. Derdian klingen so wie Rhapsody vor fünf bis zehn Jahren: speedig, hymnisch, lebensbejahend, emotional und frisch mit dem Hang zur Verspieltheit. Natürlich darf die obligatorische Fantasy-Story mit zugehörigem Textwerk nicht fehlen, sonst ist&#8217;s nur halb so unterhaltsam.</p>
<p><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2007/09/derdian_newera1.gif' alt='Derdian - New Era Pt. 1' class="float_left"/>Vor zwei Jahren legten mit &#8220;New Era Pt. 1&#8243; die Herren aus Mailand ihr erstes Langeisen auf den Tisch, was eben genau so frisch und eingä ngig klang, als auch mit einer spannenden Geschichte aufwartete. Keyboarder und Chefsongschreiber Garry fasste für mich einst den Inhalt dieser doch recht umfangreichen Geschichte des Derdian-Debüts zusammen:</p>
<blockquote><p>&#8220;„New Era Pt. I“ befasst sich mit Derdian, einer kleinen Stadt, welche in die Hände eines verrückten Tyrannen namens Troghlor gerät, ein blutdurstiger Krieger, der durch eine Allianz mit einem bösen Gott zu einem dämonischen Eroberer wird: Und eine neue Ära beginnt für Derdian…&#8221;</p></blockquote>
<p>Wer Rhapsody zu ihren besten Zeiten liebte &#8211; und das waren bisher definitiv die beiden &#8220;Symphonies of Enchanted Lands&#8221; sowie &#8220;Power of the Dragonflame&#8221; &#8211; muss auch Derdian beide Ohren leihen. Wobei man sagen muss, dass die jungen Herren Derdian mit deutlich kleinerem Budget gerüstet sind und folglich etliches mit Synthesizern herbeigekünstelt werden musste. Das wirkt auf dem Debut zugegeben immer etwas steril, verleiht dem Ganzen jedoch einen netten barocken Anschlag.</p>
<p><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2007/09/derdian_newera2.jpg' alt='‘Derdian - New Era Pt. 2' class="float_left"/>Groß anders als beim Vorgänger ist hier auf &#8220;New Era Pt. 2 &#8211; War of the Gods&#8221; nur wenig. Die Songs haben nun aber mehr kompositorischen Tiefgang, will heißen sie sind nicht ganz so schmissig und ohrwurmverdächtig wie noch beim Erstling, doch keineswegs schlechter. Bisweilen präsentiert man sich sogar leicht progressiv, mitnichten frickelig, doch durchaus sehr fähig an den eigenen Instrumenten. Doch Vorsicht ist geboten: Wem ein italienischer Akzent im Gesang Magenschmerzen bereitet, für den ist wohl auch der zweite Streich dieser Mailänder keine Medizin. Nichtsdestotrotz haftet Sänger Joe eine besonders sympathische Klangfarbe an, deren Passion in der obligatorischen Pianoballade ihren Höhepunkt findet. Zugegeben: Das grenzt schon sehr am Schmalzbrotverzehr, doch alles in allem ist &#8220;New Era Pt. 2 &#8211; War of the Gods&#8221; durchaus düsterer geraten, da Gitarrist Enrico (nennt sich auch Henry) hier öfter als noch beim Debüt zum Mikro greift. Und dieser Herr klingt ohne zu Grunzen doch deeeeutlich und wesentlich bedrohlicher tiefer als sein hauptamtlich trällernder Bandkollege.</p>
<p>Eben jenen Henry habe ich mal zu ein paar knackigen Punkten befragt&#8230;</p>
<p><em>K: In deinen eigenen Worten: Was hat sich seit &#8220;New Era Pt. I&#8221; in eurer Musik veraendert?</em></p>
<blockquote><p><strong>Henry:</strong> Ich glaube, dass es gemessen an unserem ersten Album eine Entwickung gab. Zum ersten ist unsere Technik besser geworden: Zu Beginn war es nicht leicht, aber nun ist es einfacher für uns, unsere Emotionen in Musik zu transferieren. Das ist fantastisch, Katrin, glaub mir! Zweitens: Es gibt mehr Arrangements, Harmonien, Gesangslinien usw. Dieses Album ist gewiss sehr reichhaltig. Außerdem hat &#8220;New Era Pt. 2&#8243; mehr Power. Diesmal hatten wir eine sehr gute Produktion, einen starken Sound. Wir hatten Glück, mit Danilo, unserem Tocntechniker, arbeiten zu können. Er ist sehr professionell! Es haben sich also so einige Dinge bei Derdian geändert.</p></blockquote>
<p><em>K: Ist mit &#8220;New Era Pt. 2 ? War of the Gods&#8221; die &#8220;New Era&#8221;-Story eigentlich abgeschlossen? Jedenfalls sagte mir Garry in unserem letzten Derdian-Interview, dass diese Geschichte zwei Teile umfassen soll&#8230; </em></p>
<blockquote><p><strong>Henry:</strong> Ja, zu Beginn sollte &#8220;New Era&#8221; eine Saga mit nur zwei Kapiteln sein. Am Ende haben wir jedoch verstanden, dass es noch so viele Dinge zu erzählen gibt, dass die Saga eigentlich noch viel länger ist, also musste noch ein weiteres Kapitel her. Und wir haben eine Menge Songs dazu geschrieben, also sollen alle unsere Fans rund um die Welt die Gelegenheit bekommen, sie zu hören. Es wird also einen dritten Teil geben: &#8220;New Era Pt. 3 &#8211; &#8230; SECRET !!! Hahaha !
</p></blockquote>
<p><em>K: </em>Euer neues Album ist ja bei Magna Carta erschienen. Das hat mich ehrlich gesagt ein bisschen überrascht, da MC ja eher ein Proglabel ist, und ihr nicht wirklich eine Progband seid. Aber nichtsdestrotz: Alles Gute zu diesem großartigen Deal! Wie seid ihr denn mit diesem Label in Kontakt gekommen, und was meinst du, wird diese Kooperation bringen?</p>
<blockquote><p><strong>Henry:</strong> Danke für die Glückwünsche, Katrin. Wir hatten das Glück, von Magna Carta kontaktiert zu werden. Sie haben uns auf Myspace gefunden und unsere Musik hat ihnen gefallen. Wir haben viele Myspace-Kontakte und Freunde, die uns jeden Tag viele positive Kommentare schreiben, also haben sie entschieden, uns zu kontaktieren, ob wir denn nicht an einer Kooperation interessiert seien. Natürlich haben wir eingewilligt. Magna Carta ist ein tolles Label, welches schon seit über 20 Jahren in der Metalszene arbeitet. Wir denken also, dass dies eine großartige Chance für Derdian ist, ein ganzes Stück weiter zu kommen. Kein Zweifel, dass wir große Hoffnungen in diese Zusammenarbeit setzen, und derzeit sind wir ziemlich glücklich damit. Magna Carta arbeitet auch sehr gut für unsere Promotion.
</p></blockquote>
<p><em>K: Glaubst du, dass es für euch dank Magna Carta möglich sein wird, auch außerhalb Italiens auf euch aufmerksam zu machen? Und damit meine ich selbstverständlich auch Livegigs in anderen Ländern. ist in dieser Hinsicht vielleicht schon was geplant?</em></p>
<blockquote><p><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2007/09/henry.jpg' alt='Derdian’s Enrico (Henry) 2007' class="float_left"/><strong>Henry:</strong> Ich weiß noch nicht was die nächsten Schritte der Band sein werden, aber zur Zeit suchen wir nach einer Booking-Agentur, um eine Tour zu planen, und Magna Carta hilft uns dabei, eine zu finden. Aber es ist noch zu früh, um darüber Aussagen zu machen, da alle Booking-Agenturen zunächst Zusagen über die Tourbegleiter haben wollen. Wir müssen also noch ein paar Wochen abwarten, um hier genaue Aussagen machen zu können. Und unsere Musik muss auch erstmal viele Leute erreichen, denke ich. Derzeit sind also noch keine Livetermine geplant.</p></blockquote>
<p><em>Was haltet ihr denn dieser Tage von Rhapsody (of Fire)? Ich glaube ja, dass sie den Bogen mit ihrem pompigen Megabombast-Zeug mittlerweile ein wenig überspannt haben. Was meinst du?</p>
<blockquote><p><strong>Henry:</strong> Wir mögen die ersten vier Rhapsody-Alben. Diese Band war uns schon immer eine Quelle der Inspiration. Ich persönlich mag das neue Material nicht so sehr, aber dennoch höre ich mir die älteren Sachen nach wie vor gerne an. Sie sind immer noch eine meiner Lieblingsbands. Ich kann mich noch gut an einen Auftrit hier in Mailand erinnern: Nach der Show hatte ich die Gelegenheit, Luca Turilli persönlich unsere Demoscheibe &#8220;Revenge&#8221; in die Hand zu drücken. Es war toll, mit ihm über unsere Musik zu plauschen.</p></blockquote>
<p><em>Wenn Derdian nun ein immens hohes Budget hätten, wofür würdest du es ausgeben? Ein ganzes Sinfonieorchester? Eine Welttour? Einen international renommierten Chor mit über 100 Personen? Einen &#8220;New Era&#8221;-Film? Oder was ganz anderes&#8230;?</em></p>
<blockquote><p><strong>Henry:</strong> Ohne Zweifel, Katrin: ein Orchester kommt uns nicht ins Haus, denn wir wollen unseren Sound recht heavy und durchschlagskräftig belassen&#8230; daher soll es für uns ebenso keinen großen Chor geben. Ich plädiere also für die Welttour und den Film! Es wäre echt ein Traum für uns, die eigene Saga in Widescreen und am Anfang mit einem &#8220;A George Lucas Film&#8221; zu sehen !!! Ahahaa!</p>
<p>Vielen Dank!</p>
<p>Henry.</p></blockquote>
<p>&#8212;</p>
<p>Doch was sagt eigentlich der Master of Disaster zu dieser ganzen Geschichte?</p>
<blockquote><p><strong>Martin:</strong>Nun liefern unsere italienischen Freunde mit &#8220;New era Pt. 2 (War of the Gods)&#8221; die Fortsetzung in Form eines neuen Longplayers ab, der sich stilistisch nicht gravierend vom Vorgänger unterscheidet, aber doch in manchen Belangen eine Weiterentwicklung darstellt. DERDIAN verstehen es immer geschickter, verschiedene benachbarte Einflüsse miteinander zu einem sehr flüssigen, leicht konsumierbaren und doch alles andere als oberflächlichen Gesamtklang zu vermischen. [...] es gibt auch weniger fesselnde Momente auf &#8220;New era Pt. 2 (War of the Gods)&#8221;. Da schleichen sich schon hin und wieder einige Längen und Banalitäten ein, manchmal scheinen DERDIAN geradezu kreative Auszeiten zu nehmen, in denen die kostbare Spielzeit mit Symphonic Metal von der Stange tot geschlagen wird. Gerade im Gitarrenbereich fehlt es immer wieder an zündenden Einfällen, die Klampfen übernehmen für meinen Geschmack viel zu selten die Initiative. Manchmal fehlt es auch an dramaturgischer Dichte und Intensität, dann plätschert die Platte auch mal ein paar Minuten schmerzlich unaufgeregt vor sich hin&#8230;</p></blockquote>
<p>Naja, vielleicht noch ein paar Hördurchgänge mehr, Martin, dann klappt&#8217;s auch mit den so genannten &#8220;weniger dramaturgisch dichten&#8221; Passagen&#8230; <img src='http://RockZOOM.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Aber man kann ja nicht immer einer Meinung sein, nicht wahr, Herr Kollege?</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Links:<br />
<a href="http://www.metal2metal.de/modules.php?name=Reviews&#038;rop=showcontent&#038;id=428">Martins Ansichten zu Derdians &#8220;New Era Pt. 2&#8230;&#8221; in voller Pracht @ Metal2metal.de</a><br />
<a href="http://www.derdian.com" target="_blank">Offizielle Derdian-Homepage</a><br />
<a href="http://www.myspace.com/derdianspace" target="_blank">Derdian @ Myspace</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://rockzoom.de/2007/09/24/derdian-new-era-pt-2-war-of-the-gods/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>SHADOW GALLERY: &#8220;Prime cuts&#8221;</title>
		<link>http://rockzoom.de/2007/09/15/traumhaft-schoene-klaenge-aus-der-shadow-gallery/</link>
		<comments>http://rockzoom.de/2007/09/15/traumhaft-schoene-klaenge-aus-der-shadow-gallery/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 15 Sep 2007 14:31:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin van der Laan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sounds]]></category>
		<category><![CDATA[elton john]]></category>
		<category><![CDATA[melodic metal]]></category>
		<category><![CDATA[metal]]></category>
		<category><![CDATA[progressive]]></category>
		<category><![CDATA[shadow gallery]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rockzoom.de/2007/09/15/traumhaft-schoene-klaenge-aus-der-shadow-gallery/</guid>
		<description><![CDATA[Jeder hat wohl seine ganz speziellen, heiß und innig verehrten Lieblingsbands, die sonst kaum jemand kennt. Bei mir ist es so, dass mein Verhältnis zu solch einer Band wie SHADOW GALLERY auf seltsame Weise noch intensiver wird dadurch, dass die bezaubernde Musik dieser Gruppe um Ausnahmesänger Carl Cadden-James den allermeisten Menschen so ziemlich am Allerwertesten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2007/09/shadow-gallery-band.jpg' title='Shadow Gallery'><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2007/09/shadow-gallery-band.jpg' alt='Shadow Gallery' class='float_left' /></a>Jeder hat wohl seine ganz speziellen, heiß und innig verehrten Lieblingsbands, die sonst kaum jemand kennt. Bei mir ist es so, dass mein Verhältnis zu solch einer Band wie SHADOW GALLERY auf seltsame Weise noch intensiver wird dadurch, dass die bezaubernde Musik dieser Gruppe um Ausnahmesänger Carl Cadden-James den allermeisten Menschen so ziemlich am Allerwertesten vorbei zu gehen scheint. Es ist wohl dieses Gefühl, einen ganz besonderen Schatz entdeckt zu haben, der anderen bisher verborgen geblieben ist und der einem deshalb um so mehr gehört. Man muss ihn einfach hegen und pflegen, ihn immer wieder anhören, und wenn sich eine günstige Gelegenheit dazu bietet, doch mal vorsichtig und nicht allzu laut die Welt darauf aufmerksam machen, dass es ihn gibt.</p>
<p>Die Musik von SHADOW GALLERY lässt sich am besten als Mischung aus symphonischem Melodic Metal, Progressive Rock und ein wenig intelligenter Pop-Musik beschreiben. Man könnte auch sagen, &#8220;Edge of thorns&#8221;-Savatage und &#8220;Empire&#8221;-Queensryche treffen auf &#8220;Misplaced childhood&#8221;-Marillion und &#8220;Images and words&#8221;-Dream Theater, sehr fein abgeschmeckt mit etwas Genesis und Elton John. In den Kompositionen liegt der Schwerpunkt auf wunderschönen, äußerst eingängigen Gesangsmelodien und atemberaubenden Gitarre/Keyboard-Duellen. Die Songs decken ein breites Spektrum von energischem Prog Power Metal bis hin zu herzerweichend schönen, wirklich ergreifenden Ballade ab. In die  überwiegend sechs bis zehn Minuten langen Lieder kann man sich wunderbar fallen lassen und wirklich mal allen Ärger, Stress und emotionalen Dreck abstreifen und vergessen.</p>
<p><a href='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2007/09/shadow-gallery.jpg' title='Prime cuts'><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2007/09/shadow-gallery.jpg' alt='Prime cuts' class='float_left' /></a>Die Veröffentlichung des letzten SHADOW GALLERY-Meisterwerks &#8220;Room V&#8221; liegt schon wieder zwei lange Jahre zurück. Dabei handelte es sich um das fünfte Studioalbum und das erste, das bei InsideOut Music erschien. Die ersten vier Scheiben wurden allesamt von Magna Carta veröffentlicht. Dieses kleine, aber feine Progressive Rock/Metal-Label hat in diesem Sommer mit &#8220;Prime cuts&#8221; eine Art Best of-Album mit Songs dieser Phase auf den Markt gebracht. Für all diejenigen, die SHADOW GALLERY bisher noch gar nicht kennen, ist diese geschmackvoll zusammengestellte Kollektion eine hervorragende Gelegenheit, diese geniale Band vielleicht doch noch für sich zu entdecken.</p>
<p>Das selbstbetitelte Debüt aus dem Jahre 1992, das noch nicht diese unglaubliche kompositorische Tiefe und Feinsinnigkeit hat und deutliche neoklassische Einflüsse zeigt, wird mit zwei Titeln, &#8216;The final hour&#8217; und &#8216;Say goodbye to the morning&#8217; gewürdigt. In voller Pracht erblühten SHADOW GALLERY zum ersten Mal auf &#8220;Carved in stone&#8221; (1995). Ich erinnere mich noch, wie ich mir dieses Album damals auf eine Kritik im Rock Hard hin gekauft habe und grenzenlos begeistert war von dieser Götterplatte. &#8220;Carved in stone&#8221; ist wohl das stilistisch vielseitigste Album der Band. Auf &#8220;Prime cuts&#8221; vertreten sind der Power-Kracher &#8216;Deeper than life&#8217;, vielleicht der härteste Song der SHADOW GALLERY-Geschichte, und die grandiose, sehr emotionale Ballade &#8216;Don&#8217;t ever cry, just remember&#8217;, die mich noch heute jedes Mal fast zu Tränen rührt. Vom dritten Album &#8220;Tyranny&#8221; (1998), das ich, wenn ich wählen müsste, mit ganz knappem Vorsprung zum ausgereiftesten und besten küren würde, sind das hymnische &#8216;Mystery&#8217;, das ruhige, leicht melancholische &#8216;Ghost of a chance&#8217;, das optimistische, aufmunternde &#8216;Hope for us&#8217; und das dramatische, leicht mystische &#8216;New world order&#8217; mit von der Partie. Schließlich kommen von &#8220;Legacy&#8221; (2001) der treibende, eindringliche Titelsong sowie eine um etwa zwei Minuten gekürzte Version von &#8216;Colors&#8217; und mit dem virtuosen &#8216;The crusher&#8217; der zweite Teil des Longtracks &#8216;Cliffhanger 2&#8242; zu Zuge. Beide Edits wurden von der Band selbst für &#8220;Prime cuts&#8221; erstellt. Ganz zum Schluss gibt es quasi als Bonbon dann noch einen unveröffentlichten Song namens &#8216;Rule the world&#8217;, der aus der &#8220;Carved in stone&#8221;-Phase stammt und stilistisch sehr schön den recht großen Schritt zwischen den ersten beiden Alben nachvollziehbar macht.</p>
<p>Wer bereits alle SHADOW GALLERY-Platten besitzt, muss &#8220;Prime cuts&#8221; eigentlich wegen des einen alten Songs nicht unbedingt kaufen. Wer allerdings nicht zu dieser erlesenen, kleinen Gruppe Menschen zählt und sich von der eingangs versuchten Beschreibung der Musik angezogen fühlt, sollte diese Chance unbedingt wahrnehmen und sich auf die Reise in das Klanguniversum dieser großen Künstler machen. Ihr werdet begeistert sein!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://rockzoom.de/2007/09/15/traumhaft-schoene-klaenge-aus-der-shadow-gallery/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Auf ein Neues: LION&#8217;S SHARE wieder voll im Saft</title>
		<link>http://rockzoom.de/2007/09/15/auf-ein-neues-lions-share-wieder-voll-im-saft/</link>
		<comments>http://rockzoom.de/2007/09/15/auf-ein-neues-lions-share-wieder-voll-im-saft/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 15 Sep 2007 14:30:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin van der Laan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sounds]]></category>
		<category><![CDATA[afm records]]></category>
		<category><![CDATA[comeback]]></category>
		<category><![CDATA[lions share]]></category>
		<category><![CDATA[melodic metal]]></category>
		<category><![CDATA[power metal]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rockzoom.de/2007/09/15/auf-ein-neues-lions-share-wieder-voll-im-saft/</guid>
		<description><![CDATA[Der Name LION&#8217;S SHARE stand Ende der Neunziger für eine edle und anspruchsvolle Mischung aus packendem Heavy Rock und melodischem Metal. Viel zu lange war es still um diese schwedische Formation, doch in diesem Sommer gab es mit dem leidenschaftlich-energischen neuen Album &#8220;Emotional coma&#8221; endlich wieder ein beeindruckendes Lebenszeichen. Gitarrist und Bandgründer Lars Christmansson hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Name LION&#8217;S SHARE stand Ende der Neunziger für eine edle und anspruchsvolle Mischung aus packendem Heavy Rock und melodischem Metal. Viel zu lange war es still um diese schwedische Formation, doch in diesem Sommer gab es mit dem leidenschaftlich-energischen neuen Album &#8220;Emotional coma&#8221; endlich wieder ein beeindruckendes Lebenszeichen. Gitarrist und Bandgründer Lars Christmansson hat eine komplett neue Mannschaft um sich versammelt und serviert der hungrigen Gemeinde eine Platte, die einiges härter und straighter ist als die frühen Werke. Der Master of Disaster machte sich für euch auf die Suche nach den Hintergründen.</p>
<p><em>M.o.D.:</em><br />
Lars, kannst du für alle Leser, die euch noch nicht kennen, bitte mal die Vergangenheit von LION&#8217;S SHARE Revue passieren lassen?</p>
<p><em>Lars:</em><br />
LION&#8217;S SHARE gibt es bereits seit 1987. Unser Debüt-Album erschien 1995, auf dieser Scheibe war das Progressive Metal-Element in unserem Sound noch sehr prominent. Wir klangen in etwa wie eine Mischung aus späten Black Sabbath, Dream Theater und Queensryche. Kurz darauf nahmen uns Century Media unter Vertrag. Die schickten uns sofort auf eine Europa-Tour mit Saxon, wenig später veröffentlichten wir eine Platte namens &#8220;Two&#8221;.  Auch danach waren wir sehr viel unterwegs, unter anderem mit Iced Earth, Nevermore und UDO. Es folgten zwei weitere Alben, &#8220;Fall from grace&#8221; (1999) und &#8220;Entrance&#8221; (2001), doch dann war irgendwie die Luft raus bei uns. Ich fühlte mich total ausgebrannt und leer. Darum habe ich die Band erstmal auf Eis gelegt.</p>
<p><em>M.o.D.:</em><br />
Was hast du denn in der Zwischenzeit gemacht?</p>
<p><em>Lars:</em><br />
Es hat fast ein Jahr gedauert, bis ich mich mental wieder aufgerappelt und von dem Schock erholt hatte. Ich war eigentlich immer voller Elan und Energie gewesen, hatte nicht mal nachgedacht darüber, eine Pause zu machen oder so etwas. Doch auf einmal stand ich da und fühlte mich kraftlos und ziemlich schlecht. Acht Jahre Vollgas waren offenbar doch etwas zu viel für meinen Körper und meine Seele. Irgendwann habe ich dann angefangen, ein kleines Homestudio aufzubauen und ein paar neue Ideen aufzunehmen. Eines Tages hörte ich zum ersten Mal Patrik Johansson singen, das war kurz vor der Veröffentlichung des ersten Space Odyssey-Albums. Ich stellte den Kontakt zu ihm her und konnte ihn überzeugen, mit mir an neuen LION&#8217;S SHARE-Songs zu arbeiten. Wir haben uns aber von Anfang an dafür entschieden, alles langsam und ruhig angehen zu lassen.</p>
<p><a href='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2007/09/bandfoto-lions-share.JPG' title='Bandfoto Lions Share'><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2007/09/bandfoto-lions-share.JPG' alt='Bandfoto Lions Share' class="float_left"/></a><em>M.o.D.:</em><br />
Warum ist keiner deiner ehemaligen Mitstreiter beim Neustart dabei?</p>
<p><em>Lars:</em><br />
Ich habe mich natürlich mit den Jungs zusammen gesetzt, aber es stellte sich schnell heraus, dass sich unsere Vorstellung und musikalischen Visionen doch deutlich unterschieden. So wollte ich zum Beispiel unbedingt einen moderneren, intensiveren Drum-Sound. Im Ganzen sollte die Musik eine Ecke härter und kraftvoller werden. Meine neuen Riffs verlangten zudem nach einem etwas aggressiveren Gesangsstil. Darum habe ich mich für einen radikalen Schnitt und einen echten Neuanfang entschieden.</p>
<p><em>M.o.D.:</em><br />
Sind folglich alle Songs auf &#8220;Emotional coma&#8221; brandneu?</p>
<p><em>Lars:</em><br />
Es gibt nur ein Lied auf der Platte, das älter ist, und zwar &#8216;Cult of denial&#8217;. Das Stück stammt  aus der &#8220;Fall from grace&#8221;-Phase. Ein paar Fragmente von &#8216;Soultaker&#8217; und &#8216;The edge of the razor&#8217; hatte ich schon, als ich mich im Dezember 2001 dazu entschloss, diese Pause einzulegen. Alles andere entstand irgendwann nach 2002.</p>
<p><em>M.o.D.:</em><br />
Erzähl uns doch mal was über die einzelnen Songs?</p>
<p><em>Lars:</em><br />
&#8216;Cult of denial&#8217; ist wie gesagt ein Song von früher, der aber erst jetzt richtig gut funktioniert hat. Der Text dreht sich um eine wahre Geschichte, in der einige Teenager in einem Chatroom verbreiten, dass sie vorhaben sich selbst zu töten. Statt sie davon abzubringen, haben die anderen sie sogar noch bestärkt in ihrem Vorhaben. &#8216;The arsonist&#8217; entstand ziemlich spät, ich hatte das Gefühl, dass wir noch einen weiteren schnelleren Song brauchten. Zum Titeltrack hat Glen Drover (Eidolon, Megadeth) ein cooles Gitarrensolo beigesteuert. Ich mag den Song sehr, er ist so majestätisch und episch und verbindet das Brutale mit dem Schönen in einer spannungsvollen Symbiose. &#8216;Clones of fate&#8217; ist ein straighter, treibender Metal-Song in der Tradition von Acts wie Judas Priest und Accept. &#8216;The edge of the razor&#8217; ist so eine Art Bindeglied zwischen unser alten und neuen Songs. Der Track hätte auch auf einer früheren Platte stehen können. Bruce Kulick hat zwei Soli für die Nummer eingespielt. Mit &#8216;Toxication rave&#8217; dringen wir in Thrash-Metal-Regionen vor, ein Hommage an Bands wie Megadeth und Metallica, die ich immer sehr geliebt habe. &#8216;Trafficking&#8217; ist vielleicht der modernste, ungewöhnlichste Song auf dem Album. Ich mag die Musik von Rammstein, In Flames und Soilwork inzwischen genau so wie den alten Kram. &#8216;Bloodstained soil&#8217; ist verdammt heavy, getragen von einem tonnenschweren Black Sabbath-Riff. Der Text ist inspiriert durch einen Roman von James Ellroy, der von einem Massenmörder handelt. &#8216;Soultaker&#8217; ist der erste Song, den Patrik mit mir aufgenommen hat. Ich erinnere mich, dass wir an diesem Tag noch eine Nummer namens &#8220;TV preacher&#8221; einspielten, den wir allerdings nie komplett fertig gestellt haben. &#8216;Hatred&#8217;s my fuel&#8217; wollten wir erst gar nicht aufs Album nehmen, aber die Leute, denen wir den Track vorspielten, sagten, das sei einer unserer besten Refrains. Zum Schluss gibt&#8217;s da noch eine Cover-Version des Angel Witch-Klassikers &#8216;Sorcerers&#8217;. Dieses Lied wurde ursprünglich für ein Tribute-Album aufgenommen, doch der Release dieser Platte verschob sich wieder und wieder, so dass wir ihn für unser Comeback-Album verwendeten.</p>
<p><a href='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2007/09/emotional-coma.JPG' title='Emotional coma Cover'><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2007/09/emotional-coma.JPG' alt='Emotional coma Cover' class="float_left"/></a><em>M.o.D.: </em><br />
&#8220;Emotional coma&#8221; ist bei AFM Records erschienen. Wie seid ihr an den Deal gekommen?</p>
<p><em>Lars:</em><br />
Ich hatte die Aktivitäten von AFM bereits seit einigen Jahren verfolgt und war immer der Meinung, dass dies ein perfektes Label für unsere Art von Musik wäre. Glücklicherweise ist einer meiner Kumpels auch gut mit A&#038;R-Mann Markus von AFM befreundet. Als wir die Aufnahmen fast fertig hatten, wurde über ihn der Kontakt hergestellt, und zu meiner großen Freude mochten AFM die Songs und wollte das Album haben. Somit mussten wir gar keine Demos rumschicken und überall Klinken putzen gehen. Ich habe mich schon diverse Male mit den Jungs von Label getroffen, die Atmosphäre zwischen uns ist sehr angenehm und entspannt.</p>
<p><em>M.o.D.:</em><br />
Du hast eben bereits über die Gastmusiker geredet, die du für einen Beitrag zu &#8220;Emotional coma&#8221; gewinnen konntest. Wie hast du die für dein neues Projekt begeistern können?</p>
<p><em>Lars:</em><br />
Mats Leven ist ja auch zu hören auf der Platte, der ist ein alter Freund von mir, wir haben regelmäßig Kontakt, da war es ganz natürlich, dass er etwas zum Album beisteuert. Bruce Kulick haben wir durch einen lustigen Zufall bekommen. Das Studio, indem wir die ersten Demos aufgenommen haben, gehört einem Typen, der Gründer und Präsident der Kiss Army Sweden ist. Irgendwann kam Bruce zu einer Kiss Expo nach Stockholm, die Chance haben wir genutzt und ihn ins Studio gelockt für die beiden Soli. Für mich war das ein großartiges Erlebnis, schließlich bin ich Kiss-Fan seit meinem achten Lebensjahr. Eigentlich sollte Eric Peterson von Testament auch noch ein Solo zu &#8216;Bloodstained soil&#8217; beisteuern, aber er ist leider nicht rechtzeitig dazu gekommen.</p>
<p><em>M.o.D.:</em><br />
Machst du dir eigentlich Sorgen, dass die alten LION&#8217;S SHARE-Fans mit dem neuen, moderneren Sound Probleme haben könnten?</p>
<p><em>Lars:</em><br />
Ach, wichtig ist doch am Ende, ob die Songs was taugen oder nicht, und das tun sie meiner Ansicht nach auf jeden Fall. LION&#8217;S SHARE-Fans sind mit Sicherheit nicht verbohrt, sie legen einfach Wert auf Qualität und Professionalität. So groß ist der Unterschied zu unseren alten Platten auch gar nicht, da waren auch schon einige ziemlich harte Songs drauf. Fakt ist jedoch, dass zum Beispiel die Keyboards auf &#8220;Emotional coma&#8221; eine sehr untergeordnete Rolle spielen. Außerdem denke ich, dass Patriks Vocals ein großer Gewinn für uns sind, zumal er auf dieser Platte einen etwas anderen, raueren Gesangsstil ausprobiert. Wenn wir live spielen erscheinen all diese Unterschiede gar nicht mehr so groß, da wirkt alles sehr homogen. Ein Track wie &#8216;Unholy rites&#8217; von &#8220;Fall from grace&#8221; schlägt da hervorragend die Brücke zu unserem neuen Material. Du darfst nicht vergessen, dass es inzwischen eine neue Generation Metal-Fans da draußen gibt, die noch gar nicht mit der Szene vertraut waren, als wir unsere ersten Alben veröffentlichten. Die tragen Priest-, Maiden und Megadeth-Shirts und für die sind wir im Grunde eine neue Band.</p>
<p><em>M.o.D.:</em><br />
Wie seit ihr auf den Albumtitel &#8220;Emotional coma&#8221; und das coole Artwork gekommen?</p>
<p><em>Lars: </em><br />
Um unseren neuen Sound darzustellen, wollten wir ein düsteres Cover und suchten nach einer Art Maskottchen wie Maidens Eddie. Es sollte etwas sein, dass wir auch in späteren Cover-Bildern und im Merchandise weiter verwenden könnten. Hinter dem Titel steckt kein tieferes Konzept, wir haben einfach zu einem bestimmten Zeitpunkt auf die bisher aufgenommenen Song geschaut und den Titel ausgesucht, der am besten klang. Irgendwie tun wir uns anscheinend eh schwer mit Albumtitel, darum haben wir unser Debüt auch einfach &#8220;Lion&#8217;s Share&#8221; und den Nachfolger &#8220;Two&#8221; genannt, hahaha&#8230;</p>
<p>Soweit die Statements von Lars. &#8220;Emotional coma&#8221; sollte für alle Fans von zeitgemäßem, intelligentem Melodic Power Metal ein gefundenes Fressen sein. Der Scheibe also unbedingt mal einen Testlauf gönnen!</p>
<p>Homepage: www.lionsshare.org</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://rockzoom.de/2007/09/15/auf-ein-neues-lions-share-wieder-voll-im-saft/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

