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	<title>Rockzoom &#187; irland</title>
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		<title>Sinead O&#8217;Connor @ Astra, Berlin &#124; 19.04.2012</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 14:49:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Legler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn man sich mit den Geschichten, die das Leben von Sinead O&#8217;Connor umgeben, tiefgründig beschäftigen würde, wäre man reif, einen Roman zu verfassen. Die Frau, die Ende der Achtziger berühmt wurde und 1990 mit &#8220;Nothing Compares 2 U&#8221; einen der bewegendsten Songs der Musikgeschichte interpretierte, setzt seit jeher auch abseits des Musikbusiness ihre Stimme ein. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_3413-1klein-300x200.jpg" alt="" title="Sinéad O’Connor live @ Astra" width="300" height="200" class="alignleft size-medium wp-image-7463" />Wenn man sich mit den Geschichten, die das Leben von Sinead O&#8217;Connor umgeben, tiefgründig beschäftigen würde, wäre man reif, einen Roman zu verfassen. Die Frau, die Ende der Achtziger berühmt wurde und 1990 mit &#8220;Nothing Compares 2 U&#8221; einen der bewegendsten Songs der Musikgeschichte interpretierte, setzt seit jeher auch abseits des Musikbusiness ihre Stimme ein. Entsprechend gehört sie zur Sorte Musiker, über die viel geredet wird. Meistens stimmt davon höchstens die Hälfte. Menschen hören liebend gern nur halbherzig zu, am schlimmsten: Sie schnappen irgendwo etwas auf und klar, das berechtigt zur Meinungsbildung. Der Klassiker: Von der hat man ja auch schon ewig nichts mehr gehört, One-Hit-Wonder halt! Sinead O&#8217;Connor, die inzwischen 45 Jahre alt ist, veröffentlichte im Laufe ihrer Karriere bereits neun Alben. Erst seit kurzem steht das neue Werk &#8220;How About I Be Me (And You Be You)?&#8221; in den Regalen. Fünf Jahre sind seit dem letzten Longplayer ins Land gezogen, und insbesondere Fans der ersten Stunde freuten sich über die bevorstehende Deutschland-Tour. In Berlin sollte Sinead O&#8217;Connor ursprünglich in der Passionskirche auftreten. Diese Show wurde kurzerhand ins Astra verlegt, &#8220;aufgrund der hohen Nachfrage&#8221;.</p>
<p>Da das Konzert bestuhlt war, hieß es, früh anwesend zu sein, um einen der begehrten Plätze in Bühnennähe zu ergattern. Als die irische Ikone barfüßig den Saal betrat und sich zu ihren sechs Mitmusikern gesellte, hagelte es Applaus, nichts als Applaus. Man erspähte alsbald die Geschenke, die die glühendsten Anhänger mitgebracht hatten, vereinzelt erblickte man Menschen, die ihre Hände gegeneinander pressten, weil sie ihr Glück kaum fassen konnten. Wir waren für solche Gefühlsausbrücke wohl zu spät geboren, dennoch machte sich auch bei uns freudige Anspannung breit.  </p>
<p><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_3355-1klein-200x300.jpg" alt="" title="Sinéad O’Connor live @ Astra" width="200" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-7510" />Sinead O&#8217;Connor, mit kahlgeschorenem Kopf und lässig in Jeans und Leinenhemd gehüllt, wirkte irgendwie &#8220;rein&#8221;, sie verlor zunächst nicht viele Worte, sondern machte mit Ausklang des ersten Songs vielmehr mit einem warmherzigen Lächeln auf sich aufmerksam. Und generell wirkte sie zwischen ihren Liedern ausgesprochen freundlich, wenn auch ein wenig raubeinig, so haute sie ungeniert Sachen heraus wie &#8220;I must have been thinking about cock&#8230;&#8221; und &#8220;You&#8217;re going to kick my butt later for forgetting the end of the song, aren&#8217;t you?&#8221;. Aus musikalischer Sicht bekam man Songs unterschiedlichster Stilrichtungen (von Pop bis Dub) geboten, eine logische Konsequenz: Sinead O&#8217;Connor war bereits vor 30 Jahren zum ersten Mal auf einer Platte zu hören. Die Qualität der Songs steigerte sich mit zunehmender Dauer und plötzlich sang sie die Nummer, mit der wir eigentlich nicht gerechnet hätten: &#8220;Nothing Compares 2 U&#8221; a capella &#8211; und ja, wir haben geheult! Unglaublich, was ein Song mit einem so anstellen kann. Die beste Erkenntnis: Sinead O&#8217;Connor wirkte nicht wie ein billiger Abklatsch vergangener Tage. Nein, sie bewies, dass es im Leben im Endeffekt nicht um materiellen Erfolg geht, es geht darum, sich selbst treu zu bleiben, um Ehrlichkeit, um Gerechtigkeit. Und man kann von ihr halten, was man will, aber Sinead O&#8217;Connor steht eben für genau diese Werte, das macht sie zu einer großartigen Frau.</p>
<p><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/<br />
72157629865285653/sineadoconnor.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20120419-sinead/sinead1.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157629865285653/sineadoconnor.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20120419-sinead/sinead2.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157629865285653/sineadoconnor.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20120419-sinead/sinead3.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157629865285653/sineadoconnor.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20120419-sinead/sinead4.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157629865285653/sineadoconnor.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20120419-sinead/sinead5.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157629865285653/sineadoconnor.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20120419-sinead/sinead6.jpg' class='float_left' /></a></p>
<div class='falbum-clear-left'></div>
<div class='falbum-clear-left'></div>
<p>>> <a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157629865285653/sineadoconnor.html"><strong>Zu allen Bildern von Sinead O&#8217;Connor im Astra</strong></a></p>
<p><strong>Sinead O&#8217;Connor im Internet:</strong><br />
Offizielle Homepage: <a href="http://www.sineadoconnor.com">www.sineadoconnor.com</a><br />
Facebook: <a href="http://www.facebook.com/sineadoconnor">www.facebook.com/sineadoconnor</a></p>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/JKMm3qJuX8E?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/5ukETbC48L0?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><iframe width="500" height="375" src="http://www.youtube.com/embed/Q1NhPb5HOpk?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Primordial, Mourning Beloveth &amp; Darkest Era @ Button Factory, Dublin &#124; 24.01.2009</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Mar 2009 21:40:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Boese</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist der zweite Anlauf. Denn trotz der herausragenden Qualität ihres letztjährigen Auftritts in Dublins Button Factory wurde dieses besondere Konzert ob dem ausgefallenen und von Mael Mórdha Tiefsaiter Dave ersetzten Primordial-Bassisten Pól MacAmlaigh nicht für die vorgesehene DVD verwendet. Es sollte recht genau ein Jahr dauern, bis sich die irischen Patrioten um Alan Averill Nemtheanga im zweiten Versuch erneut vor die Kameras wagten, um ihre unnachahmlich intensive Bühnenpräsenz wieder einmal unter Beweis zu stellen, aber das erste Mal in würdiger Audio- und Bild-Qualität zu konservieren. Damit dieser Abend versprach, einen würdigen Gesamt-Eindruck zu hinterlassen, wurde besonderes Augenmerk auf die zwei Vorbands gelegt. Mit Darkest Era (Heavy Metal, IR) und Mourning Beloveth (Death Doom Metal, IR) holte man sich nicht nur souveräne, landeseigene Livebands ins Boot, sondern unterstrich die eigenen musikalischen Vorlieben und die von der Band meist gewahrte Distanz zur Pagan Metal-Szene.</p>
<p><a href="/photos/photo/3396395736/darkest-era-24-01-2009-2.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Darkest Era - 24.01.2009 #2"><img class="alignleft" src="http://farm4.static.flickr.com/3655/3396395736_8421cc517b_m.jpg" alt="Darkest Era - 24.01.2009 #2" width="240" height="160" /></a> Dass die Rolle des Anheizers nicht unbedingt eine undankbare sein muss, konnten <strong>Darkest Era</strong> ohne Mühe zeigen. Kaum hatte die Band die Bühne betreten und prompt die ersten gradlinigen Riffs folgen lassen, verlagerte sich ein guter Teil der bereits anwesenden Fans von Bar und Merch-Ständen vor die Bühne, um zunächst wohlwollend mit dem Kopf zu nicken und wenig später die Haare fliegen zu lassen. Ihr treibender, tief in den 80ern verwurzelter Heavy Metal, war der grundlegend konservativen Attitüde zum Trotz stets so abwechslungsreich und frisch dargeboten, dass zwischen kraftvollen Vocals und eingängigen Leadgitarren kein Anflug von Langeweile aufkam und die der Band zugesprochenen 30 Minuten förmlich verflogen.</p>
<p></br></p>
<p>Repräsentierten Darkest Era als Opener sicher vor allem Primordials Hang zu den guten alten Zeiten, so spiegelten die nun folgenden <strong>Mourning Beloveth</strong> vor allem die irische Trostlosigkeit wider, die auch für Primordial stets einen kreativen Nährboden für tragische und resignierte Kompositionen darstellt. <a href="/photos/photo/3396477400/mourning-beloveth-24-01-2009-8.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Mourning Beloveth - 24.01.2009 #8"><img class="alignleft" src="http://farm4.static.flickr.com/3425/3396477400_ed2a50a767_m.jpg" alt="Mourning Beloveth - 24.01.2009 #8" width="160" height="240" /></a> Die irischen Death Doomer setzen beim Transportieren dieses Gefühls allerdings eher auf abgrundtiefe Growls statt gepressten Klargesang und doomtypischen Beinahe-Stillstand statt lockerer Triolen. Der Schwenk vom eben noch gehörten heroischen Pathos zu den brachialen, tiefschwarzen Riff-Wällen machte dem Publikum keine größeren Schwierigkeiten. Im Gegenteil, die wachsende Spannung auf die ersehnten Headliner und Gastgeber des Abends schien paradoxerweise gerade durch die gekonnte Zähigkeit erträglicher zu werden. Mit fülligem Sound und allem Purismus zum Trotz unverkennbaren Riffs zogen Mourning Beloveth die Zuschauer in ihre hoffnungslose Welt. Besonders angenehm fiel dabei der durchdringende, starke Klargesang des Gitarristen Frank auf.</p>
<p></br></p>
<p>War der Abend durch die souveränen Wegbereiter bis zu diesem Zeitpunkt angenehm kurzweilig vergangen, wurden die teils von weither angereisten ‚Brothers and Sisters‘ in den folgenden 30-minütigen Pause leider noch einmal gehörig auf die Folter gespannt. Umso größer war die Erleichterung, als das irische Quintett letztlich die Bühne betrat und das Publikum mit den spannungsvollen Clean-Gitarren des ersehnten Openers „Empire Falls“ erlöste. Als das erste Riff aus den in sattes Overdrive gefahrenen Verstärkern drang, schien sich die zuvor noch unruhige aber geordnete Schar in ein aufgewühltes Meer aus hektischen Wogen und haariger Gischt zu verwandeln. Und während aus hunderten von Kehlen die einschlägig bekannten Verse der Eröffnung gepresst wurden, wagte sich schon ein mutiger Crowd-Surfer auf die immer noch durchaus wilde, schon bald aber von bestätigend emporgereckten Fäusten geprägte See. <a href="/photos/photo/3395588209/primordial-24-01-2009-8.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Primordial - 24.01.2009 #8"><img class="alignleft" src="http://farm4.static.flickr.com/3465/3395588209_58d3ae2f62_m.jpg" alt="Primordial - 24.01.2009 #8" width="160" height="240" /></a> Anstatt nun einen Gang herunter zu schalten, legten Primordial einen weiteren Scheit auf das entzündete Feuer der Fans und überraschten mit dem ebenfalls nach vorne drängenden „Fuil Ársa“. Nach einer Art Schrecksekunde, in der sich wohl vor allem viele neugewonnene Anhänger fragten, mit welchem Lied sie es denn nun da zu tun hätten, griff die Energie, die der einmalige Frontmann Alan versprühte, ohne weitere Mühe auf das Publikum über. Ob das tragische, repetitive „Gallows Hymn“, das kulminierende „As Rome Burns“ oder das brachiale „Traitor&#8217;s Gate“ – alleine mit diesen Liedern vom neuesten Album stellten Primordial unter Beweis, dass Abwechslungsreichtum mit Grundstimmigkeit zu vereinen zu ihren ganz großen Stärken zählt. Daneben war selbstverständlich auch ein buntes Gemisch der restlichen Alben vertreten: vom verhärmten „Cast to the Pyre“ bis zur längst etablierten Hymne „The Coffin Ships“. Bei letzterem Lied hatte allerdings Michael O‘Floinn mit seiner Effektkette zu kämpfen und so musste diese bewegende Klage mit nur einer Gitarre auskommen. Den Emotionen im Publikum tat dies allerdings keinen Abbruch. Viel eher stellt sich die Frage, wie man diese ärgerliche Panne auf der geplanten DVD handhaben wird.</p>
<p></br></p>
<p><a href="/photos/photo/3396398406/primordial-24-01-2009-4.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Primordial - 24.01.2009 #4"><img class="alignleft" src="http://farm4.static.flickr.com/3646/3396398406_299622162f_m.jpg" alt="Primordial - 24.01.2009 #4" width="240" height="160" /></a> Es verwundert kaum, dass im Nachhinein viele Fans, die auch in den Genuss des Vorjahres Konzerts gekommen waren, anmerkten, dass eine der letztjährigen Ausnahme ähnlich elektrische Stimmung in diesem Jahr nicht aufzukommen vermochte. Schuld daran hat sicher, wenn man es so formulieren möchte, die Anerkennung und Bekanntheit, an der Primordial während der vergangenen Monate immens gewonnen haben. Kam im vorigen Jahr der Andrang und die Begeisterung von Seiten der Fans einer Befreiung von der langjährigen Karriere mit Spitzennoten von Seiten der Kritiker aber Nichtbeachtung bei der breiten Masse einem Befreiungsschlag gleich, gab es für Primordial in diesem Jahr kaum eine Möglichkeit, die knapp unter der Decke liegende Messlatte zu überbieten. Damit bleibt eine direkt vergleichende Betrachtung letztlich, wie Alan selbst es wenige Tage nach dem Konzert sagte, eine undankbare Sache. Denn ebenso, wie sich in der mittlerweile sechs Alben umfassenden Diskographie der Iren keine einzige halbgare Sache ausmachen lässt, warf man sich auch in diesem Konzert voll Kraft und Ausdrucksstärke in die Lieder. Alan Averill wütete und schrie voller Inbrunst seine Untergangszenarien der Menge entgegen; ließ keine Zweifel daran aufkommen, einer der besten und eigenständigsten Sänger des Genres zu sein. Während sich der Rest der Band wie immer augenscheinlich in Trance spielte und damit begnügte, bedächtig im Rhythmus die Haare pendeln zu lassen, durchlebte und durchlitt der Ausnahme-Frontmann seine oft die moderne westliche Zivilisation anklagenden Texte. Dass bei einer solchen Band auch in einer Livesituation die Stimme stets voll und deutlich hörbar sein muss, wurde von den Tontechnikern erfreulicherweise gut bewältigt. Ihnen muss man auch den überaus gut abgestimmten Gesamtsound zu Gute schreiben, in dem sowohl die flächigen Gitarrenteppiche der Herren MacUiliam und O&#8217;Floinn als auch das spielfreudige und bestechend akzentuierte Trommeln des Schlagzeugers Simon O&#8217;Laoghaire nie unangenehm in den Vordergrund gerückt wurden.</p>
<p></br></p>
<p>Einzelne Lieder an dieser Stelle in besonderem Maße hervorzuheben, macht kaum Sinn. Zu konstant und ausdauernd war die Leistung, die man an diesem Abend auf die Bühne brachte. Eingespielt, energisch und eindringlich zeigten Primordial, dass sie schon längst zu den besten Live-Bands des Metal-Bereichs zählen und sich in den Kopf gesetzt hatten, an diesem Abend eines ihrer stärksten Konzerte abzuliefern. <a href="/photos/photo/3396399696/primordial-24-01-2009-12.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Primordial - 24.01.2009 #12"><img class="alignleft" src="http://farm4.static.flickr.com/3442/3396399696_6a81f58062_m.jpg" alt="Primordial - 24.01.2009 #12" width="160" height="240" /></a> Das Publikum griff auf, was man ihnen entgegenbrachte und wenn Nemtheanga das Publikum fragte „Are you with us?“ und ein einstimmiges Brüllen die Antwort war, schien er mit „Because we are with you …“ geradezu eine Art „Bündnis“ zwischen Band und Fans herstellen zu wollen. Wo eine unschöne Distanz zur Band fehlt, ist es kein Wunder, dass die Musik nahe geht. Mitgerissen und nicht selten gar ergriffen blickten die Fans auf diese Band, die durch ihre Konstanz und Ehrlichkeit in einer mehr und mehr von Hypes geprägten Pagan Metal Szene vielen wie ein haltgebender Fels in der Brandung erscheint.</p>
<p></br></p>
<p>Und doch – ein Song soll dann doch noch hervorgehoben werden. Hatte sich „Heathen Tribes“ auf dem ihn beinhaltenden Album sicher stärkeren Liedern wie „As Rome Burns“ und „Gallows Hymn“ unterzuordnen – auf diesem Konzert zeigte es seine ganze Stärke. Mit der bildreichen Aufzählung der von der Band im Rahmen ihrer Touren bereisten Länder und Städte richtete man sich hier sicher auch ein wenig an die vielen Fans, die eigens für diese Gelegenheit den Weg auf die Grüne Insel angetreten hatten. Noch einmal wurde von Verbundenheit gesungen, bevor sich die Wege der Anwesenden wieder trennen würden. Dieser versöhnliche Abschluss relativierte nicht die Tragik, die zuvor noch bestimmend gewesen war, er unterstrich sie eher noch einmal auf ungewöhnliche Weise. Ein Blick in die Augen der Fans reichte, um zu sehen, dass es wenige gab, die das kalt ließ. Die Authenzität und der tiefempfundene Stolz, mit dem Primordial sich seit jeher auszeichnen, bewegt – nicht nur die Haare, sondern auch die Herzen.</p>
<p>Text: Sven Boese<br />
Fotos: Katrin Kropf</p>
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		<title>Doom nÈireann – Von Mourning Beloveth und ihren lieben Verwandten&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 09 May 2008 21:20:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Er liegt stets ein wenig im Schatten seiner britischen Nachbarn, der irische Doom. Doch schattige &#8211; und besonders regenreiche! &#8211; Regionen sind bekanntlich die besten Voraussetzungen, möglichst viel Hoffnungslosigkeit und Endzeitstimmung in ein paar Tonspuren zu bannen. Anlässlich der Veröffentlichung des dritten Albums vom Aushängeschild des irischen Doom Metal, Mourning Beloveth aus der unspektakulären Grafschaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--04181798-->Er liegt stets ein wenig im Schatten seiner britischen Nachbarn, der irische Doom. Doch schattige &#8211; und besonders regenreiche! &#8211; Regionen sind bekanntlich die besten Voraussetzungen, möglichst viel Hoffnungslosigkeit und Endzeitstimmung in ein paar Tonspuren zu bannen. Anlässlich der Veröffentlichung des dritten Albums vom Aushängeschild des irischen Doom Metal, Mourning Beloveth aus der unspektakulären Grafschaft Kildare, leuchtet RockZOOM diese schattigen Gebiete aus und wagt den Blick in rußreiche Pfützen des nördlichen Teil Dublins, wo sich düstere gregorianische Hausfassaden in perfekter Uniformität widerspiegeln; in verfallene und moosüberwachsene Natursteinbauten, diese knöchernen Relikte im Westen des Landes, die bereits Heinrich Böll in seinem Irischen Tagebuch auf schauerliche Art und Weise faszinierten; in Spelunken, wo Tourismus keine Rolle spielt; in Kanalisationen, wo kein Guinness fließt; in Köpfe, die den langen Leidensweg Irlands nicht vergessen haben und der Schnelllebigkeit unserer heutigen Spaß- und Erlebnisgesellschaft trotzen&#8230;<span id="more-552"></span></p>
<h3>Bedeutende Ereignisse werfen ihre Schatten voraus&#8230;</h3>
<p><br/><strong>Mourning Beloveth: „A Disease for the Ages“</strong><br />
(VÖ: 9. Mai 2008)<br />
<img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/05/mb_disease.jpg' alt='Mourning Beloveth: “A Disease for the Ages” (2008)' class="float_left"/></p>
<p>Es ist vielleicht nicht die richtige Art Musik für den Wonnemonat Mai, aber einmal veröffentlicht, lässt sich ein gutes Album wann und wo auch immer gut anhören, sei es nun fröhlicher Folk, rebellischer Rock oder wie in diesem Falle drückend schwerer Doom Metal. Sogenannter Death/Doom wohlgemerkt. Grau – vielen vielleicht als Mailorder bekannt – ist nun an die Labelfront gegangen und schreibt zu Mourning Beloveths “A Disease for the Ages”, es sei „die vielleicht trostloseste Musik, die je von dieser Insel kam“&#8230; Eine gewagte These. Und sogleich denke ich mir: Was ist eigentlich trostloser als Primordials „Spirit the Earth Aflame“ oder „Journey&#8217;s End“? Die Antwort ergibt sich schon nach nur wenigen Minuten. Das mächtige “The Sickness” taucht sogleich ein in eine doomtypische Welt aus Hoffnungslosigkeit und Verfall und schlägt mit tonnenschweren jedoch eingängigen Riffs und dunkelgrollenden Deathgegrunz zu Buche. Natürlich schön langsam, doch mit tödlicher Sicherheit und Intensität, nicht ohne die ein oder andere verdammt eingängige Melodie der um zwei Gitarrenspuren aufgestockten Saitenfraktion. Auf Album haben Mourning Beloveth sicherlich den Effekt erreicht, den sie wollten. Brendan, der neue Bassist von Irlands Doom-Pionieren, gibt Auskunft, ob diese zusätzlichen E-Gitarren beim Livesound der neuen Stücke Probleme machen könnten&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Brendan</strong>: Nun, alle Songs wurden in einer Live-Umgebung geschrieben und arrangiert, sind also mit den Mitteln entstanden, die wir auch auf Bühne zur Verfügung haben (also keine verfickten Keyboards oder Frauenstimmen etc.). Ich glaube die Songs sind dunkler und heavier, aber nicht nur aufgrund der zusätzlichen Gitarrenspuren, sondern eher aufgrund der Art und Weise der Riffs, dem Zusammenspiel zwischen den Instrumenten, sowie der Gesamtatmosphäre, die wir hiermit erschaffen wollten. Kein Problem also!</p></blockquote>
<p>Es laufen nicht nur stete Schauer über den Rücken. Die Gänsehaut zieht einen zudem vom Scheitel an widerstandslos zu Boden. Und wenn man glaubt, es geht nicht mehr, dann kommt irgendwoher die erlösende Kontraststimme von Frank. Nach wie vor sind seine klar gesungenen Vocals eine echte Bereicherung. Für meinen Geschmack hätten sie sogar noch öfter aufreten können, ein paar mehr solche Vocallines wie im grandiosen “Trace Decay” und ich wäre vollends zufrieden gewesen. Doch der Songwriting-Prozess wurde dieses mal durch den Abgang des langjährigen Bassisten Adrian unterbrochen. Wie ich bereits angemerkt habe, wurde dieser von Brendan ersetzt, der mitten in den Aufnahmen zu “A Disease for the Ages” zur Band stieß&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Brendan</strong>: Adrians Weggang teilte unseren Songwriting-Prozess in zwei Phasen: Die erste endete mit seinem Ausstieg, die zweite begann damit, dass ich ein paar Wochen hatte, um mir die alten Lieder unter den Gürtel zu schnallen. Eine witzige Prozedur – ein paar Wochen lang ist geht der Fortschritt so langsam vonstatten, dass es scheint, als würde gar nichts passieren, dann auf einmal nimmt ein Song oder ein Segment oder Arrangement ein eigenes Leben auf und verwandelt sich in ein Tier! Schau dir zum Beispiel das erste Stück der neuen Scheibe an, “The Sickness”. Das einleitende Riff darin entstand an einem Sonntagmorgen. Alle fünf aus der Band waren total verkatert und wir konnten kaum stehen. Frank hat einfach angefangen, dieses Riff zu spielen, 5 Minuten später kam der Verzögerungseffekt dazu und zwei Stunden später hatten wir das gesamte Skelett des Songs. Andererseits ist “Burning Man” dann wieder ein komplettes Stück, mit welchem Brian etliche Monate lang gekämpft hat. Es trieb ihn bis an den Rand des Wahnsinns. Doch nach ein paar Monaten im Proberaum haben wir es schlussendlich hinbekommen. Obwohl es manchmal frustrierend war, ich habe es ziemlich genossen, “A Disease of the Ages” mitzukreiieren.</p></blockquote>
<p>Und wo wir einmal bei Adrian sind: Er zog dauerhaft nach Spanien und gründete dort ein cooles Label, welches zugleich als Booking Agency fungiert. Ich wollte wissen, ob die Band mit ihm immer noch in gutem Kontakt steht&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Brendan</strong>: Sicher, Adrian ist mit seiner Firma Lugga Music Productions unser Agent für das Booking, Tourmanager und Babysitter. Die Jungs kennen ihn seit Schulzeiten, ich seit 1998. Es gibt da eine Menge guter Vergangenheit. Freunde sind von unschätzbarem Wert, in jeder Hinsicht des Lebens.</p></blockquote>
<p><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/05/mourningbeloveth.jpg' alt='Mourning Beloveth 2008' class="float_left"/>Dass Langsamkeit nicht monoton sein muss, begreift man spätestens beim Stück &#8220;Primeval Rush&#8221;, welches äußerst zaghaft mit unverzerrter E-Gitarre beginnt und mich schließlich beim Einsatz der obligatorischen Riff-Wände und den lang gezogenen Growls an eine Downtempo-Version früherer Opeth erinnern möchte. Denn auch mit langsamem Tempo lässt sich wunderbar spielen und variieren. Das Ende des Songs schwächelt zwar ein bisschen, wird aber durch den Beginn von &#8220;The Burning Man&#8221;, mit welchem Frank laut Brendan so lange gehadert hat, wieder kompensiert. Entsprechend leidend kommt der brennende Mann auch daher. Beinahe mag es stehen bleiben, mag einem das Herz stehen bleiben, doch Frank schafft es mit seinem erhabenen Klargesang einmal mehr, die Stimmung zu kippen und einen gewissen trotzenden Stolz zu an den matten Tag zu legen. Dennoch kommt es mir vor, dass auch &#8220;Burning Man&#8221; ebenso wie das vorangegangene &#8220;Primeval Rush&#8221; ein paar Längen aufweist, die der Gesamtstimmung zwar nicht schaden, aber einen doch etwas vom Geschehen wegtragen. Durchaus gewollt erscheint dieser einlullende Effekt im abschließenden &#8220;Poison Beyond All&#8221;, das mit einem simplen und stetig wiederkehrenden Riff in einen Strudel zieht, in welchem uns auf jeder Runde, in der es tiefer in den Abgrund geht, die mächtigen Growlverse Darrens begegnen. Es endet mit einem wunderbar sehnsüchtigen Gitarrensolo, zumindest klanglich ein offenes Ende, das noch leichte Hoffnung verbreitet&#8230;</p>
<p>Mit &#8220;A Disease for the Ages&#8221; liegt uns hier sicher kein einfacher, leicht zu konsumierender Brocken vor. Diese fünf Stücke sind wie zähflüssige Lava, genährt durch dunkel grollende Beben in den Tiefen eines Erdreiches &#8211; eines Endreiches &#8211; wo man die Menschheit bereits aufgab. Oder man stelle sich einen druckgeladenen Dampfkessel vor, der stets zu explodieren droht, es aber doch nicht tut. Und ja, sie leben noch, Mourning Beloveth. So sehr es auch an der Psyche nagen mag, ein derart tristes Album aufzunehmen und zu veröffentlichen. Doch vielleicht ist gerade das sehr befreiend. Eigentlich sollte es ja jetzt eine Tour geben, doch die musste leider aus privaten Gründen abgesagt werden und wird voraussichtlich im Oktober nachgeholt. Brendan zeigt sich darüber sichtlich bestürzt&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Brendan</strong>: Ja, wir sind bitter enttäuscht, dass wir die ganze Tour absagen mussten, es gab keine andere Option. So etwas passiert und so sei es. Und ja, wir versuchen, mithilfe von Adrian etwas Neues für den Herbst zusammenzustellen. Es ist aber noch alles sehr skizzenhaft, nichts Bestätigtes im Hinblick auf Spielorte und andere Bands. Aber dazwischen und einigen einzelnen Gigs und Sommerfestivals, werden wir versuchen, den Enttäuschten bezüglich unserer Tourabsage etwas zu bieten. Und von diesen Enttäuschten sind wir sicherlich die größten.</p></blockquote>
<p>Dabei scheint es mir, als wäre gerade in Irland der Doom jetzt relativ populär. Jedenfalls beliebter als beispielsweise in Deutschland&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Brendan</strong>: Darüber ist mir nichts bekannt. Ih glaube, dass Doom generell derzeit eine Art Renaissance durchlebt, doch Irland hat kein Doom Shall Rise oder einen Doomsday wie in Holland. Aber jeder der ein Faible für die finstere Seite der Musik hat, sollte mit Sicherheit Graveayard Dirt, Thy Sinister Bloom und die Slomatics anchecken. Slomatics dürften nicht jedermanns Geschmack sein, aber nichtsdestrotrotz ist das eine fantastische Band. Um einen guten Überblick über die irische Metalszene zu bekommen, besuche einfach <a href="http://www.metalireland.com" target="_blank">www.metalireland.com</a>. Das ist ein sehr aktiver Haufen in Bezug auf alles Metallische und Irische dort. </p></blockquote>
<p>Wer mehr über irischen Doom erfahren möchte, unter anderem die von Brendan genannten Bands, der möge sich bitte zu Seite zwei dieses Beitrags weiterhangeln&#8230;</p>
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		<title>PRIMORDIAL Release Party @ Button Factory, Dublin IE &#124; 19.01.2008</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Feb 2008 22:08:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Stimmung im Dubliner Ausgehviertel Temple Bar ist ausgelassen. Dabei ist&#8217;s noch nicht einmal 19 Uhr. Doch der Freitagabend beginnt mit dem Rugbyspiel Munster gegen die London Wasps. Sieg für die südirische Provinz. Es gibt nur einen Ort, der heute voller sein kann als einer dieser Rugby-Pubs, und das ist die Button Factory, wo am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Stimmung im Dubliner Ausgehviertel Temple Bar ist ausgelassen. Dabei ist&#8217;s noch nicht einmal 19 Uhr. Doch der Freitagabend beginnt mit dem Rugbyspiel Munster gegen die London Wasps. Sieg für die südirische Provinz. Es gibt nur einen Ort, der heute voller sein kann als einer dieser Rugby-Pubs, und das ist die Button Factory, wo am heutigen Abend <strong>Primordial </strong>ihre Releaseparty zum im November erschienenen(!) Album &#8220;To the Nameless Dead&#8221; feiern werden.<span id="more-435"></span></p>
<p>Meine Ankunft ist kurz nach Einlass und schon scheint der Laden übervoll. Am Ende sollten es 720 Gäste sein, kaum mehr fasst die Button Factory. Eine erstaunlich große Zahl der Anwesenden ist aus Deutschland, skandinavischen Ländern, Holland und sogar den USA angereist! <a href="/photos/photo/2262801289/graveyard-dirt-19-01-2008-3.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Graveyard Dirt - 19.01.2008 #3"><img class="alignleft" src="http://farm3.static.flickr.com/2400/2262801289_8c94fb420f_m.jpg" alt="Graveyard Dirt - 19.01.2008 #3" width="240" height="160" /></a> Im Vorverkauf ging gut ein Drittel an Nicht-irische Besucher. Volles Haus in der Heimatstadt, das ist selbst bei der wohl bekanntesten irischen Metalcombo Primordial keine Selbstverständlichkeit. Und so können <strong>GRAVEYARD DIRT</strong> gleich voll motiviert zulegen: Jawohl, auch für unbarmherzigen Doom mit herbem Deatheinschlag kann man motiviert sein. Paul Leyden und seine schwerwalzenden Kollgen stellen für mich eine positive Überraschung dar, denn nicht nur das Songmaterial präsentiert sich absolut bedrohlich, sondern auch das Gebahren der fünf Iren zeigt sich als eins mit der Musik&#8230; und schon hier wird klar: Der Sound ist am heutigen Abend brachial! An dieser Stelle ein uneingeschränkter Graveyard Dirt-Reinhörbefehl für all jene, die wissen wollen wie sich der mordende Ehegatte von My Dying Bride anhört: <a href="http://www.myspace.com/graveyarddirt" target="_blank">www.myspace.com/graveyarddirt </a><br />
 </br><br />
</br></p>
<p>Schon beim Winterfest in Cork habe ich mir vorgenommen, <strong>FOR RUIN </strong> genauer unter die Lupe zu nehmen. Doch irgendwie schaffen sie es auch diesmal nicht, meine Aufmerksamkeit halten zu können.<a href="/photos/photo/2263602886/for-ruin-19-01-2008-1.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="For Ruin - 19.01.2008 #1"><img class="alignright" src="http://farm3.static.flickr.com/2191/2263602886_0292cfd400_m.jpg" alt="For Ruin - 19.01.2008 #1" width="160" height="240" /></a>  Die Bühnenshow ist solide, die Musik eigentlich auch (siehe dazu <a href="http://www.myspace.com/forruinband" target="_blank">www.myspace.com/forruinband</a>), doch den Männern aus Cork fehlt (noch) klar das gewisse Etwas, das sie vom Rest der vielen Death mit Blackeinflüssen spielenden Bands abhebt. So wird die Zeit genutzt, um bei einem sündhaft teuren Stout (5 Euronen für 0,4l!) Bekanntschaften vom letzten Festival in Cork aufzufrischen&#8230;<br />
 </br><br />
</br></p>
<p>&#8230;Eine lange Wartezeit mit Intro eins, zwei und drei geht ins Land. Umso größer der Jubelsturm &#8211; und ohrenbetäubend &#8211; als die <strong>PRIMORDIAL </strong>schließlich die Bühne betreten und wie schon in Cork mit dem &#8220;To the Nameless Dead&#8221; Arschtrittopener &#8220;Empire Falls&#8221; von 0 auf 100 durchstarten. Aber bevor ich hier große Reden schwinge, möchte ich ganz einfach auf das Livevideo von Bomber &#038; Co. (Visons in Fear) verweisen: Jedesmal wenn ich mir dieses Video ansehe bekomm ich Gänsehaut auf feuchten Augen und bin einfach stolz bei diesem fantastischen Gig dabeigewesen zu sein.Ist schon eine coole Sache, dass man dieses Material der Öffentlichkeit bereitstellt, nun da es ja nicht für eine erste &#8220;richtige&#8221; DVD verwendet wird, da Primordial-Bassist Paul kurzfristig durch Gerry (Mael Mordha) ersetzt werden musste. Man möchte halt das Original-Lineup für die erste DVD haben, fair play und nun Vorhang auf für eine geballte Ladung &#8220;Empire Falls&#8221;:</p>
<p><embed src="http://lads.myspace.com/videos/vplayer.swf" flashvars="m=27251011&#038;v=2&#038;type=video" type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="346" align="center"></embed><br />
 </br><br />
</br></p>
<p>Es folgt das klagende &#8220;Gallow&#8217;s Hymn&#8221; zur Abkühlung&#8230; doch was heißt Abkühlung? Nemtheanga untermauert hier seine stimmliche Fitness, die schon beim Opener (hörte man über hunderte von schreienden Kehlen hinweg) überragend war. Sicher spielt da eine tosende Meute eine ganz besondere, zu Höchstleistungen anstachelnde Rolle. Was die Gitarristen Ciaran und Michael angeht, so agieren diese wieder auf ihre typische, doch eher in sich gekehrt und hier und da mal mit den Haaren schunkelnd. Dafür hat der Frontmann seine Fanschar voll im Griff, und kann die Spannung locker über den gesamten Abend halten &#8211; ja sogar noch steigern beim immer wieder gern performten Bandklassiker &#8220;Sons of the Morrigan&#8221;, denn nachdem sich das hochverehrte Publikum bereits mit einem vielfachen &#8220;Sing sing sing to the slaves&#8230; that Rome burns&#8221; selbst in ekstatische Zustände beschworen hat, wird nun ähnlich wie bei der neuen Bandhymne &#8220;Empire Falls&#8221; jede Textzeile fleißig mitgesungen&#8230; und sowas erleben Primordial erst nach 17 Jahren Bandgeschichte&#8230; zumindest in diesem Umfang.</p>
<h4>Primordial&#8217;s fighting men &#038; women</h4>
<p><a href='/photos/album/72157600465197937'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20080123-Primordial/fm1.jpg' class='float_left' /></a><a href='/photos/album/72157600465197937'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20080123-Primordial/fm2.jpg' class='float_left' /></a><a href=/photos/album/72157600465197937'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20080123-Primordial/fm3.jpg' class='float_left' /></a></p>
<div class='falbum-clear-left'></div>
<p>>> <a href='/photos/album/72157600465197937'>zu allen Bildern von Primordial</a></p>
<p>Beim letzten Song des offiziellen Sets kocht die Stimmung dann vollends über&#8230; &#8220;This is your song!&#8221;&#8230; das ließen sich so manche Crowdsurfer nicht zwei mal sagen und die Fans mussten ziemlich die Köpfe einziehen, um während des in massiver Überlänge (aber geil!) gespielten &#8220;Song of the Tomb&#8221; nicht in selbiger Gruft zu landen. Ganz logisch, dass man dann lauthals nach mehr verlangt, immerhin fehlen ja auch noch Übersongs wie &#8220;Heathen Tribes&#8221;, an diesem Abend angesichts der vielen ausländischen Besucher natürlich bestens passend, oder gar das stets ergreifende &#8220;The Coffin Ships&#8221;&#8230;<a href="/photos/photo/2263621332/primordial-19-01-2008-12.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Primordial - 19.01.2008 #12"><img class="alignleft" src="http://farm3.static.flickr.com/2178/2263621332_92328a29a4_m.jpg" alt="Primordial - 19.01.2008 #12" width="160" height="240" /></a>  Beide Stücke sollten als Zugaben noch kommen und frenetisch abgefeiert werden. Besonders bei den Sargschiffen läuft es einem wieder einmal eiskalt den Rücken hinunter. Auch keine Überraschung sind die beiden letzten Zugaben &#8220;Gods to the Godless&#8221; und das uralte &#8220;To Enter Pagan&#8221;, welches dieser Tage live aber noch viel besser klingt als auf dem Primordial-Demo &#8220;Dark Romanticism&#8221;.<br />
 </br><br />
</br></p>
<p>Ein einziger Wehrmutstropfen bleibt für mich: Gerade bei einer Releaseparty hätte ich mir den ein oder anderen alternativen, schon lange nicht mehr (oder noch nie!) gespielten Leckerbissen gewünscht. Man nehme dazu einen beliebigen der ausschließlich genialen Tracks auf &#8220;Storm Before Calm&#8221; oder &#8220;The Burning Season&#8221; vom dritten Full-Length&#8230; nur als Beispiele, denn ich denke dass man auf der anstehenden Heathen Tribes Festival Tour kaum Zeit finden wird, olle unbekannte Kamellen zu spielen, aber vielleicht bin ich auch allein mit diesem Wunsch?&#8230; Doch was mecker ich da eigentlich? Das war mit Abstand der beste Primordial-Gig, wohl auch einer der besten Gigs überhaupt, denen ich bis dato beiwohnen durfte!</p>
<p>Das DVD Shooting soll übrigens eines Tages in Dublin nachgeholt werden&#8230; Ob man dann diese fantastische Atmosphäre noch einmal so hinbekommen wird? Man sollte auf jeden Fall drüber nachdenken, sich dann in den Flieger nach Baile Átha Cliath zu setzen.</p>
<blockquote><h4>PRIMORDIAL Setlist</h4>
<p><a href="/photos/photo/2262831249/primordial-19-01-2008-17.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Primordial - 19.01.2008 #17"><img class="alignright" src="http://farm3.static.flickr.com/2268/2262831249_e15e60294f_m.jpg" alt="Primordial - 19.01.2008 #17" width="160" height="240" /></a><br />
</br></p>
<p>01. Empire Falls<br />
02. Gallow&#8217;s Hymn<br />
03. The Golden Spiral<br />
04. Autumn&#8217;s Ablaze<br />
05. As Rome Burns<br />
06. Sons of the Morrigan<br />
07. No Nation on this Earth<br />
08. The Song of the Tomb<br />
&#8212;&#8212;&#8212;<br />
09. The Coffin Ships<br />
10. Heathen Tribes<br />
11. Gods to the Godless<br />
&#8212;&#8212;&#8212;-<br />
12. To Enter Pagan</p></blockquote>
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		<title>Nemtheanga (PRIMORDIAL) im Gespr&#228;ch</title>
		<link>http://rockzoom.de/2008/02/08/nemtheanga-primordial-im-gespraech/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 Feb 2008 01:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Thoughts]]></category>
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		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;&#8230;Generations of freedom, remember us, the generations of the vision&#8230;&#8221; So die abschließenden Worte auf einer unscheinbaren Plakette im Dubliner Garden of Remembrance. Diese Stimmen, namenlose Tote, sind vergessen. Und doch erinnern sie einig an den jahrhunderte andauernden Freiheitskampf Irlands und dessen Opfer&#8230; Vokalist und Textschreiber Nemtheanga ist einer, der ebenfalls erinnert. Erinnert an dieses [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="center"><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/02/remembrance.jpg' alt='Primordial Header' /></p>
<p align="center">&#8220;&#8230;Generations of freedom, remember us, the generations of the vision&#8230;&#8221;</p>
<p>So die abschließenden Worte auf einer unscheinbaren Plakette im Dubliner Garden of Remembrance. Diese Stimmen, namenlose Tote, sind vergessen. Und doch erinnern sie einig an den jahrhunderte andauernden Freiheitskampf Irlands und dessen Opfer&#8230;</p>
<p>Vokalist und Textschreiber Nemtheanga ist einer, der ebenfalls erinnert. Erinnert an dieses teuer erkaufte Freiheitserbe, an ein kulturelles Erbe (und nicht nur an das irische), an Menschlichkeit, Vergänglichkeit, und damit einhergehend auch an diese namenlosen Toten&#8230; von überall auf der Welt:</p>
<p><em>“I stand upon this Earth but for the blood of my ancestors. Men and women who made massive, selfless sacrifices in their lives. The machine that grinds the wheels would have you sedated, placated, confused, desensitised, distracted while they sell your culture, trade your history and crush your empathy with the enduring will of the human spirit.&#8221;</em></p>
<p>Allein dieser eine Satz aus den Linernotes des siebten Primordial-Albums &#8220;To the Nameless Dead&#8221; (<a href="/2007/11/26/gedanken-zu-primordials-to-the-nameless-dead/" target="_blank">Album-Besprechung siehe hier</a>) fasst die Essenz Primordials treffendst zusammen: Songs die eigentlich keine sind, eher Mahnmale&#8230; mal stolz und Hoffnung verbreitend wie ein Fels in der Brandung stehend, im nächsten Moment pessimistisch zu Ruinen zerfallend&#8230; der Schauplatz ist irgendwo, die Stimmung endzeitlich, in der Mitte stehen solch Individuen wie Nemtheanga, den ich angesichts dieser aus der Seele sprechenden lyrischen Ergüsse doch mal zum Gespräch bat&#8230; nicht ohne meine eigenen Erfahrungen mit der modernen irischen Kultur (The United States of Europe, right, Mr. Nemtheanga?) ebenfalls kundzutun&#8230; <em>(Interview vom Januar 2008)</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p>Cheers aus Waterford im &#8220;sonnigen Südosten&#8221; und Gratulation zum neuen Album! Ich hoffe euch geht&#8217;s entsprechend gut, jedenfalls besser als dieses bescheidene Wetter zulässt!? (Aber als Iren solltet ihr daran ja bestens gewöhnt sein&#8230;)</p>
<blockquote><p><a href="/photos/photo/612547930/primordial-26-05-2007-7.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Primordial - 26.05.2007 #7"><img class="alignleft" src="http://farm2.static.flickr.com/1227/612547930_43ec6636a9_m.jpg" alt="Primordial - 26.05.2007 #7" width="160" height="240" /></a> <strong>A.A. Nemtheanga</strong>: Hails. Mir geht&#8217;s gut, danke.</p></blockquote>
<p>Ich finde es ja schon sehr überraschend dass euer aktuelles Album &#8220;To the Nameless Dead&#8221; so verdammt gut bei der ganzen Presse ankommt. Zugegeben, es IST verdammt gut, aber an Primordial selbst hat sich ja nicht wirklich viel verändert, oder? Wie könnt ihr euch diesen Erfolg für Primordial dieser Tage erklären? Höchste Lobeshymnen von den &#8220;großen Magazinen&#8221;, bereits bestätigte Auftritte auf nahezu allen großen und etlichen kleinen Festivals&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>A.A. Nemtheanga</strong>: So ist es nunmal gekommen. Dieses Album stößt kommerziell gesehen auf viel bessere Reaktionen als die Vorgänger. Der Sound ist da wohl der wichtigste Faktor. &#8220;The Gathering Wilderness&#8221; klingt im Vergleich sehr rauh. Wahrscheinlich hat jeder Hund seinen Tag, wie man so schön sagt. </p></blockquote>
<p>In den Linernotes konnte man lesen, dass &#8220;To the Nameless Dead&#8221; so etwas wie &#8220;Cuchulainns letzter Widerstand&#8221; sei. Klar hat das eine rebellische Note, aber nicht dass das jemand falsch verstehen könnte und denkt, dies könnte das letzte Primordial-Album sein!?</p>
<blockquote><p><strong>A.A. Nemtheanga</strong>: Wer weiß. Als wir unser erstes Album gemacht haben, habe ich es nicht gesehen, dass wir noch sechs weitere machen würden, und doch haben wir&#8217;s. Ich weiß nicht wie lange wir noch weitermachen werden. Ein Ende scheint noch nicht in Sicht, aber bei diesem Album liegt eine Art Endgültigkeit in der Luft, vielleicht ein neuer Beginn, ich weiß nicht. Ich denke nicht wirklich über solche Dinge nach.</p></blockquote>
<p>Wie auch immer, wenn ich mich nicht täusche dann sind das nun 20 Jahre Primordial/Forsaken. Können wir da kurz mal Rückschau halten? Was waren zum Beispiel die größten und die schlimmsten Momente für die Band bisher?</p>
<blockquote><p><strong>A.A. Nemtheanga</strong>: Es ist ein bisschen irreführend zu sagen, dass wir nun schon 20 Jahre existieren. Ende 1987, als sie 12/13/14 waren, haben Ciaran und Paul angefangen ihre Instrumente zu lernen. Vor 1991 war die Band nicht das, wie du sie heutzutage kennst. 2008 sind es dann also 17 Jahre, was immer noch eine sehr lange Zeit ist, aber wir haben jung angefangen. Natürlich gab es Höhen und Tiefen, aber wir haben seit dem ersten Tag gekämpft und dem Elend ins Gesicht gesehen. Es gab zum Glück auch viele Höhen: Vom Release unseres ersten Demos/Albums bishin zu den ersten Shows in Europa und Amerika, sowohl Touren als auch Festivals.</p></blockquote>
<p>Gibt es eigentlich eine Art &#8220;hohes Bandziel&#8221;, welches ihr noch erreichen wollt?</p>
<blockquote><p><strong>A.A. Nemtheanga</strong>: Nicht wirklich. Es ist sehr erfreulich, dass wir nun wachsen wie noch nie, ganz im Gegensatz zum Großteil der Musikindustrie. Mehr Albumverkäufe, mehr Shows, mehr Festivalangebote. Wir haben den Standard unserer Musik über die Jahre hoch gehalten und das war stets unser größtes Ziel.</p></blockquote>
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		<item>
		<title>PRIMORDIAL: &#8220;Where is the fighting man&#8230;?&#8221;</title>
		<link>http://rockzoom.de/2008/01/23/primordial-where-is-the-fighting-man/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Jan 2008 17:37:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;fragt eine markante Zeile aus &#8220;Empire Falls&#8221;, dem Opener des mittlerweile schon siebten PRIMORDIAL-Albums &#8220;To the Nameless Dead&#8221;. Und nicht nur dieser Track schlägt ein wie eine Bombe: Das gesamte Album, im November letzten Jahres erschienen, stieß von allen Seiten auf fantastische Resonanz: Presse und Fans sind begeistert, die Band wird in diesem Jahr mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;fragt eine markante Zeile aus &#8220;Empire Falls&#8221;, dem Opener des mittlerweile schon siebten PRIMORDIAL-Albums &#8220;To the Nameless Dead&#8221;. Und nicht nur dieser Track schlägt ein wie eine Bombe: Das gesamte Album, im November letzten Jahres erschienen, stieß von allen Seiten auf fantastische Resonanz: Presse und Fans sind begeistert, die Band wird in diesem Jahr mit Festivalanfragen überschüttet. Und dann noch volles Haus in der Heimatstadt! So geschehen zur Record Release Party am 19. Januar in Dublin. Es gab Zeiten, da kreuzte (zu Unrecht) kaum einer zu einem Primordial-Gig auf. Doch zur Zeit läuft es einfach für diese 5 Iren.</p>
<p>So, where is the fighting man? In Dublin war er. Und nicht nur einer, schätzungsweise 750 waren zugegen. Und die Button Factory fasst planmäßig 750 Besucher! Als kleinen Appetizer für den Konzertbericht dieses erinnerungswürdigen Events gibt es hier schon mal die Reaktionen der anwesenden Fans zu begutachten&#8230; Bandbilder und schreiberische Eindrücke folgen&#8230;</p>
<h4>Primordial&#8217;s fighting men &#038; women</h4>
<p><a href='/photos/album/72157600465197937'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20080123-Primordial/fm1.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157600465197937'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20080123-Primordial/fm2.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157600465197937'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20080123-Primordial/fm3.jpg' class='float_left' /></a></p>
<div class='falbum-clear-left'></div>
<p>>> <a href='/photos/album/72157600465197937'>zu allen Bildern von Primordial</a></p>
<blockquote><h4>PRIMORDIAL Setlist</h4>
<p>01. Empire Falls<br />
02. Gallow&#8217;s Hymn<br />
03. The Golden Spiral<br />
04. Autumn&#8217;s Ablaze<br />
05. As Rome Burns<br />
06. Sons of the Morrigan<br />
07. No Nation on this Earth<br />
08. The Song of the Tomb<br />
&#8212;&#8212;&#8212;<br />
09. The Coffin Ships<br />
10. Heathen Tribes<br />
11. Gods to the Godless<br />
&#8212;&#8212;&#8212;-<br />
12. To Enter Pagan</p></blockquote>
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		<title>Eine Ode an das Schuhwerk</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jan 2008 16:56:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thoughts]]></category>
		<category><![CDATA[erlebtes]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Blick aus dem Fenster: Diesel 1,01:7 €, bleifrei 1,07:7 €? Das war einmal. Nun kostet beides 1,14:7 €. Ist mir aber auch egal, ich hab ein Rad&#8230; und definitiv auch ein Rad ab, dies in der Verkehrshölle Waterford zu benutzen. Am besten man verlässt sich auf die beiden eigenen Hinterläufe&#8230; wie jener: Ein älterer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Blick aus dem Fenster: Diesel 1,01:7 €, bleifrei 1,07:7 €? Das war einmal. Nun kostet beides 1,14:7 €. Ist mir aber auch egal, ich hab ein Rad&#8230; und definitiv auch ein Rad ab, dies in der Verkehrshölle Waterford zu benutzen. Am besten man verlässt sich auf die beiden eigenen Hinterläufe&#8230; wie jener:</p>
<p>Ein älterer Mann setzt zum Spurt über die Straße an.<br />
Die meiste Zeit seines Lebens verbrachte er ohne Ampeln:<br />
Rot ist eine Empfehlung.<br />
Er wittert wohl den kommenden Regen -<br />
oder hat einfach nur realisiert, dass das nahende Fahrzeug doch recht schnell auf ihn zukommt&#8230;</p>
<p>5 Minuten später regnet es tatsächlich, doch dafür muss man in Irland kein Hellseher sein. Man glaubt hierzulande den Wetterfröschen, wenn sie Niederschlag prophezeien&#8230; was sie nicht unbedingt beliebter macht&#8230;<br />
Es hält sich in Grenzen, ein kurzer Schauer. Ein paar Schweinehunde später will ich mir dann doch die Lufschuhe anschnallen, da unten ist nämlich gerade ein kurzhosiger Jogger vorbeirannt: Runner-lad, I owe you a pint!<br />
Doch wieder ein paar Tropfen, pah Tropfen, sind wir Schönwetterathleten? &#8230; doch gerade in so schöner Schreibstimmung&#8230; Habe mich dann doch zum Aufbruch gerüstet, nun schüttet es aber aus einer dicht gewordenen Wolkendecke, also Schuhe wieder in die Ecke&#8230; wieder eine Chance vertan, nicht gerade ohne Erleichterung. Da haben sie nochmal Glück gehabt, die ollen Treter.</p>
<p>Wie das eigene Auto wachsen sie einem mit jedem Kilometer mehr ans Herz, oder an den Fuß, ja doch, beides&#8230; unzählige Trainingseinheiten und Warmmachen zu Wettkämpfen als die Trägerin dieser Botten noch einer aktiven Laufbahn hinterhersprintete, sprang und stieß&#8230; Thüringer Wald-Matsch, Leipzig-Straßen, Tartanbahnen und Rasen der deutschen Stadien, in jüngster Vergangenheit auch irische Schafscheiße und Tramore-Sand, für die Berge brauchste Boots&#8230; Zwei halbe Marathons, den ganzen werden sie nicht mehr erleben, denn die Sohle sagt dem Rest des Schuhs so langsam auf Wiedersehen &#8211; ein langer Abschied, niemand will so richtig loslassen. Das könnte ein Schuhmacher ja noch gerade biegen, den Mief vieler Jahre bekommt er jedoch nicht heraus &#8211; der sitzt in jeder einzelnen Pore, nun, solange die Pore nicht allzu groß ist, dass sie einfach gar nichts mehr hält, sprich: Die Lochdichte hat in den letzten Monaten doch erschreckend zugenommen, die irische Insel ist keine Pediküre. Den Anblick dieser göttlichen Geh(h)ilfen in Bildform möchte ich allen lieber ersparen, und stattdessen nur noch eines loswerden:</p>
<p>Vielen Dank für die gemeinsame Leidenszeit, liebes Nike-Paar, dessen Modellnamen ich nicht mehr weiß, schon lange ist dieser nämlich verblasst&#8230; Doch was wäre dieser Name ursprünglich gewesen? Ein Code aus Nummern und Buchstaben. Du warst mehr. Danke.</p>
<p>&#8230;Ist es absurd, zwei Schuhen einen derartigen Abschied zu bescheren? Ich glaube nicht, denn jeder hat es doch, das Lieblingspaar Schuhe &#8211; lebe es lang und ohne Gestank.</p>
<p>&#8212;</p>
<p><a href="http://RockZOOM.de/2007/10/06/room-with-a-view/">&#8211;> Irisches Tagebuch 2.0 &#8211; Teil 1</a></p>
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		<title>Winterfest 2007 @ Cork, IE &#124; 14.-16.12.2007</title>
		<link>http://rockzoom.de/2008/01/05/corkwinterfest2007/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Jan 2008 10:30:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich sind nur 10% der Iren roothaarig. Doch Reiseführer und Touristbüros wollen uns immer gern ein anderes Bild weismachen. Aber man stelle sich nur einmal einen rotierenden Rotschädel beim Kopfkreisen vor &#8211; kommt besonders gut mit den Reflektionen des Bühnenlichts, oder? Natürlich kam mir der Gedanke, davon ein Foto zu schießen, erst beim Schreiben dieser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='/wp-content/uploads/2007/12/pint.jpg' alt='Last Christmas…' class="float_left"/>Eigentlich sind nur 10% der Iren roothaarig. Doch Reiseführer und Touristbüros wollen uns immer gern ein anderes Bild weismachen. Aber man stelle sich nur einmal einen rotierenden Rotschädel beim Kopfkreisen vor &#8211; kommt besonders gut mit den Reflektionen des Bühnenlichts, oder? Natürlich kam mir der Gedanke, davon ein Foto zu schießen, erst beim Schreiben dieser Zeilen. Ich bin eben doch eher Schreibschlampe denn Fotofrau. Dennoch gab ich mir für alle Daheimgebliebenen &#8211; und selbstredend auch für die anwesenden Irenmetaller, die neugierig nach dem Woher und Wohin der geschossenen Bilder fragten &#8211; die beste Mühe, das zum zweiten Mal in Cork stattfindende Winterfest gebührend zu illustrieren.</p>
<p>Headliner des Metalevents im sonnigen Süden Irlands waren übrigens keine geringeren als die großartigen <strong>Primordial</strong> aus Irlands Hauptstadt. Zum ersten Mal sollte also das neue Material von &#8220;To the Nameless Dead&#8221; live auf die Landsmänner und -frauen &#8211; &#8220;brothers and sisters&#8221; wie man in primordial&#8217;schen Kreisen stets zu sagen pflegt &#8211; losgelassen werden&#8230; Und Cork begrüßte Nemtheanga &#038; Co. nach 14 Jahren wie verlorene Söhne, doch alles der Reihe nach&#8230;</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Im Weitwinkel:<br />
Seite 1: <strong>Preview</strong>&#8230;<br />
Seite 2: <a href="../corkwinterfest2007/2/"><strong>Freitag </strong></a>[Days of Night, Defect, Hallowed, Crowning Glory]<br />
Seite 3: <a href="../corkwinterfest2007/3/"><strong>Samstag </strong></a>[Saviours of Sin, Five Will Die, Ground of Ruin, Sirocco, Darkest Era, SevenScars, Cold War, For Ruin, Primordial]<br />
Seite 4: <a href="../corkwinterfest2007/4/"><strong>Sonntag </strong></a>[Open Casket, Red River, Slave Zero, Ex Inferus]<br />
Seite 5: &#8230;<a href="../corkwinterfest2007/5/"><strong>Schlussspruch</a></strong>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gedanken zu PRIMORDIALs &#8220;To the Nameless Dead&#8221;</title>
		<link>http://rockzoom.de/2007/11/26/gedanken-zu-primordials-to-the-nameless-dead/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Nov 2007 20:46:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;Dafür gibt es nicht mal ein passendes deutsches Wort&#8230; vielleicht nicht ohne Grund, als Deutsche/r hat man&#8217;s bekanntlich nicht leicht mit der Vaterlandsliebe. Doch eben diese &#8220;nationale Identität&#8221;, wenn man dies als Übersetzung akzeptiert, beschäftigt dieser Tage (einmal mehr, doch diesmal expliziter) die Iren von Primordial, die im trostlosen November mit &#8220;To the Nameless Dead&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;Dafür gibt es nicht mal ein passendes deutsches Wort&#8230; vielleicht nicht ohne Grund, als Deutsche/r hat man&#8217;s bekanntlich nicht leicht mit der Vaterlandsliebe. Doch eben diese &#8220;nationale Identität&#8221;, wenn man dies als Übersetzung akzeptiert, beschäftigt dieser Tage (einmal mehr, doch diesmal expliziter) die Iren von <strong>Primordial</strong>, die im trostlosen November mit &#8220;To the Nameless Dead&#8221; aufwarten. Und obwohl sich die &#8220;grüne Insel&#8221; stets aus Kriegen mit anderen Nationen (bis auf einer!) herausgehalten hat, der namenlosen Toten hat sie viele. Und haben Primordial auf ihrem letzten Album &#8220;The Gathering Wilderness&#8221; mit &#8216;The Coffin Ships&#8217; den Opfern der großen Kartoffelpest ein Denkmal gesetzt, so sind nun jene an der Reihe, die für &#8220;ihr Land&#8221; das Leben ließen&#8230;</p>
<p>Wenn der alte Monsewer in Brendan Behans &#8216;The Hostage&#8217; &#8220;the ould cause&#8221; anpreist, so meint er den unerbittlichen, jahrhundertelangen Kampf Irlands zur eigenen Nation, welcher letztendlich 1922, nach beinahe einem ganzen Jahrtausend in germanischer und britischer Fremdherrschaft, zum Kompromiss führte: 26 Grafschaften im Westen und Süden regieren sich fortan selbst als Republik Irland, während der Norden mit 6 Grafschaften weiterhin unter dem Banner des Vereinten Königreiches verbleibt und noch lange mit Diskrepanzen zwischen Protestanten und den Katholiken zu kämpfen hat&#8230; nein, hatte, hoffentlich.</p>
<p>Bezahlt wurden die Republik Irland und der Frieden im Norden mit den unzähligen Leben ihrer protestantischen und katholischen Kinder: Bauern, Poeten, Funktionäre, Märtyrer, nicht zu vergessen auch die &#8220;Ausführenden&#8221; auf der &#8220;anderen Seite&#8221;: seien es die &#8220;Black and Tans&#8221;, gezeichnete britische Veteranen des ersten Weltkrieges, zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts als rigorose Polizei vor allem gegen die IRA eingesetzt, oder der ahnunglose junge Cockney-Soldat Leslie Williams, Behans Geisel aus dem bereits erwähnten Klassikerstück des irischen Dramas. Hier hatte das Opfer einen Namen, A. A. Nemtheanga und seine Bandmates aus Dublin erinnern mit &#8220;To the Nameless Dead&#8221; an die anderen, die Vergessenen:</p>
<p><em>&#8220;That nameless men and women who become nothing but statistics would give their lives defending or attempting to acquire land. That would die believing they were trying to secure a better future for their people [...] What happens to these people&#8217;s languages, folklore, history and myth? Have these people simply given their lives in vain&#8230;?&#8221; (Primordial, 2007)</em></p>
<p><strong>Primordial &#8211; To the Nameless Dead</strong> (16.11.2007)</p>
<p><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2007/11/namelessdead.jpg' alt='Primordial - “To the Nameless Dead” (2007)' class="float_left"/></p>
<p>1. Empire Falls<br />
2. Gallows Hymn<br />
3. As Rome Burns</p>
<blockquote><p><em>&#8220;The West is ripe for the picking, ready for the fall. We are being sold for the endless corporate multinational pursuit of creating one faceless mono-culture&#8221; (Primordial, 2007)</em></p></blockquote>
<p>4. Failures Burden<br />
5. Heathen Tribes<br />
6. The Rising Tide<br />
7. Traitors Gate<br />
8. No Nation on this Earth</p>
<p>Man muss schon tiefer gründeln, um diesen patriotischen Worten Glauben zu schenken, um überhaupt den Verlust dieser einzigartigen Kultur zu begreifen, <a href="http://RockZOOM.de/2007/10/06/room-with-a-view/" target="_blank">im Angesicht des verwest(licht)en Iren dieser Tage</a> &#8211; Vorsicht, satirisch. Und hat man nicht wie die Schreiberin dieser Zeilen das Glück, direkt an der Quelle zu sitzen, Irland, dieses in Vergangenheit gebeutelte und nun wirtschaftlich aufblühende Land für längere Zeit selbst zu erleben, so ergibt sich zumindest beim Anhören der Musik Primordials eine Art Verständnis:</p>
<p>(An)klagend und mahn-malend ertönt Nemtheanga: elegisch, stolz, fast schon ein bisschen eingeschnappt&#8230; und natürlich wütend. Ja, die Wurzeln im Black Metal, spätestens beim erbosten &#8216;Traitor&#8217;s Gate&#8217;, mehr noch beim Abschluss &#8216;No Nation on this Earth&#8217; kommen sie wieder zum Vorschein. Gebettet sind diese Wurzeln in ein gewaltiges Erdreich aus hypnotisch-minimalistischen Gitarrenriffs &#8211; erdig, reich&#8230; zeitlos und durchweg primordial: Es klingt als haben die Herren MacUilliam und O&#8217;Floinn diese Töne direkt aus dem irischen Boden gesogen, ein vorchristliches Relikt&#8230;</p>
<blockquote><p><em>&#8220;He is coming, Adzed Head,<br />
on the wild-headed sea<br />
with cloak hollow-headed<br />
and curve-headed staff.</p>
<p>He will chant false religion<br />
at a bench facing East<br />
and his people will answer<br />
&#8216;Amen, amen&#8217;.&#8221;</p></blockquote>
<p>(anonym, 5./6. Jh., aus dem Irischen übers. von Thomas Kinsella)</em></p>
<p>Um das Ganze besonders ursprünglich zu halten, hat sich die Band diesen Sommer in ein Studio zurückgezogen, wo rein analog aufgenommen wurde. Ein warmer Oldschool-Sound ist dabei herausgekommen. Wobei ich sagen muss, dass Primordial noch nie besonders durchproduziert klangen, was auch gut so ist. Ironischerweise befindet sich dieses Studio in Wales, nicht in Mutter Irland. Macht aber nichts, da sich sowohl Irland als auch die britische Insel fleißig und pausenlos durch den &#8220;Sommer&#8221; geregnet haben, ist die Grundstimmung angenehm düster geraten. Eine Ausnahme bildet da wohl &#8216;Heathen Tribes&#8217;: Stolz und hymnengleich berichtet Texter Nemtheanga von seinen Reisen um die Welt, von Brüdern und Schwestern und landschaftlichen Schönheiten anderer Nationen, und kommt am Ende glücklich wieder daheim an:</p>
<p><em>&#8220;Yet when to Ireland we Return<br />
I know that I am home at last<br />
And every sun that sets<br />
Takes me closer to her Earth&#8221;</p>
<p>(Primordial, 2007)</em></p>
<p>An welchen überschwänglichen irischen Poeten dies stark erinnert? Strittig ist der lyrische Gehalt seines Dichtwerks, doch unmissverständlich direkt sein Anliegen: Die Rede ist von Thomas Davis, einem der führenden Akteure der Young Ireland-Bewegung, die nichts geringeres als die völlige Unabhängigkeit Irland vom Vereinigten Königreich im Sinn hatte. &#8216;My Grave&#8217; stellt das &#8216;Heathen Tribes&#8217; des 19. Jahrhunderts dar:</p>
<blockquote><p><em>Shall they bury me in the palace tombs,<br />
or under the sahde of cathedral domes?<br />
Sweet &#8217;twere to lie on Italy&#8217;s shore;<br />
Yet not there &#8211; nor in Greece, though I love it more.<br />
In the wolf or the vulture my grave shall I find?<br />
Shall my ashes career on the world seeing wind?<br />
Shall they fling my corpse in the battle mound,<br />
where coffinless thousands lie under the ground?<br />
Just as the fall and are buried so -<br />
Oh, no! oh, no!</p>
<p>No! on an Irish green hillside,<br />
or an opening lawn, but not too wide;<br />
For I love the drip of the wetted trees -<br />
I love not the gales, but a gentle breeze,<br />
To freshen the turf; put no tombstone there,<br />
but green sods, decked with daisies fair;<br />
nor sods too deep, but so that the dew,<br />
The matted grass roots may trickle through.<br />
Be my epitaph writ on my country&#8217;s mind:<br />
&#8220;HE SERVED HIS COUNTRY, AND LOVED HIS KIND.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>(Aus &#8216;My Grave&#8217;, Thomas Osborne Davis, 1842)</p>
<p>Wer nun nicht länger ausharren konnte, davon gestürmt ist, um &#8220;To the Nameless Dead&#8221; zu erwerben, ganz zufällig wiedergekommen ist und hier weiterliest &#8211; ja klar, alles sehr wahrscheinlich &#8211; wird beim Lesen der Lyrics von &#8216;Heathen Tribes&#8217; wirklich frappierende Ähnlichkeiten ausmachen können.</p>
<p>Völkisch sind Primordial also, ganz klar. Folkig? Bedingt. Keine Fiddles, Uillean Pipes, Whistles oder Pub-Melodien. Morrigans Irland spricht mit tribalartigen Drums und puristischen Akustikgitarren. So ist es typisch für Primordial und ich möchte behaupten, dass sich &#8220;To the Nameless Dead&#8221; musikalisch nicht sehr vom Vorgänger &#8220;The Gathering Wilderness&#8221; unterscheidet. Auch die Mission bleibt: Die Roots nicht vergessen&#8230; auch mal an einem Denkmal stehen bleiben und sich fragen, warum es dort steht, am Grabhügel ausharren und sich an jene erinnern, die unter ihm liegen, selbst wenn man sie nicht kennt&#8230;</p>
<blockquote><p><em>&#8220;The whole landscape a manuscript<br />
We had lost the skill to read,<br />
A part of our past disinherited;<br />
But fumbled, like a blind man,<br />
Along the fingertips of instinct.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>(Aus &#8216;A Lost Tradition&#8217;, John Montague, 1972)</p>
<p>&#8230;Wohl Montagues am schwersten wiegenden Worte seines alltagslyrischen Schaffens. Und um dann doch mit ein paar weisen Zeilen Primordials abzuschließen:</p>
<p><em>&#8220;You may look away<br />
but your children will not&#8230;&#8221;</em><br />
</br></p>
<p>Mein nächstes Pint erhebe ich in Richtung Dublin.</p>
<p>Homepage: <a href="http://www.primordialweb.tk">www.primordialweb.tk</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>H&#252;te auf Stelzen</title>
		<link>http://rockzoom.de/2007/11/09/huete-auf-stelzen/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Nov 2007 12:38:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;Dabei zeichnet sich ein surreales Bild ab: Wohl eine Mischung aus langbeinigen Unwesen in Salvador Dalís &#8220;Versuchung des heiligen Antonius&#8221; und den vielen &#8220;Männern mit Melone&#8221; eines René Magritte. Weit weniger elitär muten die Gesichter hinter diesem Namen, die Stelzen unter diesen Hüten, an: Adrian und Bryan als die Gebrüder O&#8217;Connell sowie Eamonn Phelan aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;Dabei zeichnet sich ein surreales Bild ab: Wohl eine Mischung aus langbeinigen Unwesen in Salvador Dalís &#8220;Versuchung des heiligen Antonius&#8221; und den vielen &#8220;Männern mit Melone&#8221; eines René Magritte. Weit weniger elitär muten die Gesichter hinter diesem Namen, die Stelzen unter diesen Hüten, an: Adrian und Bryan als die Gebrüder O&#8217;Connell sowie Eamonn Phelan aus der Grafschaft Carlow im südlichen Osten Irlands bilden zusammen die <a href="http://www.myspace.com/hutsonstilts"><strong>HUTS ON STILTS</strong></a> und sind nette Jungs aus meiner derzeitigen Nachbarschaft wie sie normaler nicht scheinen können.</p>
<p>Worin liegt also der Reiz an netten Jungs von nebenan? Vielleicht in der Tatsache, dass hier aus der Seele heraus mit einer E- und einer Akustikklampfe, mit einem Bass und einem Schlagzeug einfache, aber ehrliche Musik ihre Hörer sucht. Vielleicht sind es aber auch charmante 4-spurige Schlafzimmeraufnahmen, oder minimalistische Arrangements, die wohl gerade aufgrund ihrer Reduziertheit auf&#8217;s Wesentliche all jene gefangennehmen, die sich auf diese spontan anmutende Simplizität einlassen.</p>
<p><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2007/11/hutslive2.jpg' alt='Huts on Stilts live @ Philly Grimes (18.10.2007)' class="float_left"/>&#8230; Besonders wirkungsvoll kommt dies in intimen Konzerten im Kerzenschein zur Geltung &#8211; So geschehen am 18. Oktober in einem winzigen Pub namens Phil Grimes im irischen Waterford. Die dort jeden Donnerstag zelebrierten Candlelight Sessions locken stets ein junges buntgemischt-alternatives Publikum aus der Umgebung. Doch nicht nur angesichts der warmen Atmosphäre bei Guinness und Kerzenlicht geht es hier besonders familiär zu: Eamonns Bruder John hat für diesen Gig den Platz am Bass eingenommen. Fehlt eigentlich nur noch ein Drummer, doch leider musste dieser diesmal aus beruflichen Verpflichtungen seine digitale Vertretung schicken. John meint, dass der &#8220;echte Drummer&#8221; einer der besten Schlagzeuger aus ihrer Umgebung ist. Ich will das gern glauben, doch wurden die Phil Grimes-Anwesenden gezwungen, dem unglaublich unpassend nach 80er-Jahre klingenden Drumcomputer zu lauschen. Doch trotz dieses kleinen elektronischen Hindernisses und der nur vier gespielten Lieder war es den drei Musikern auf der kleinen Bühne anzumerken, dass in diese Musik viel Herzblut einfließt.</p>
<p><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2007/11/hutslive1.jpg' alt='Huts on Stilts live @ Philly Grimes (18.10.2007)' class="float_left"/>Wem das der musikalischen Berschreibung noch nicht genug ist: Als Haupteinflüsse nennt man selbst Nada Surf, Kings of Convenience, Toumani Diabate, Low, sowie The Frank and Walters. Zwar kann ich mit diesen Namen nicht viel anfangen, aber vielleicht hilft&#8217;s ja jemandem bei der Einordnung. Am besten ist natürlich, man malt sich inspiriert von den Tönen eines &#8220;Kopraonu&#8221;, &#8220;Stumble&#8221; oder dem neu eingespielten &#8220;All so very strange&#8221; ein eigenes Bild dieser Band &#8211; Es muss ja nicht gleich ein Dalí oder Magritte sein&#8230;</p>
<p>Es gibt auf der <a href="http://www.myspace.com/hutsonstilts">Myspace-Seite der Band</a> sogar CDs zu ordern: 4 Tracks, &#8220;Stumble&#8221; nennt sich die Demodisc, sehr nett im weißgepappten Promo-Outfit. Die Jungs freuen sich ganz bestimmt über ein paar nette Worte und die ein oder andere Bestellung aus Deutschland.</p>
<p>Wer weiß, vielleicht werden sie ja eines Tages auch in Germoney zu sehen sein. In Norwegen waren sie bereits: Im Juli diesen Jahres gastierten sie erfolgreich beim gar nicht mal so kleinen <a href="http://www.slottsfjellfestival.no/">Slottsfjell Festival</a>, mögen sie noch weit kommen!</p>
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