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	<title>Rockzoom &#187; folk metal</title>
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	<description>pleasing sounds, thoughts and photography</description>
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		<title>FEJD &#8211; Ein Tanz in den Fr&#252;hling</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 14:42:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es wird Zeit; ich habe diesen Winter satt. Die ersten Schneetage waren schön: Seelenweiß im Nachweihnachtstief. Der erste Regen erträglich: Fortwaschung des zutage gekommenen Silvestermülls. Aber nun reicht&#8217;s: Dieser nichtssagende immergraue Himmel, diese dummen 3°C, bei denen man nicht weiß, was man anziehen soll, diese eingepennten Gesichter in der Straßenbahn&#8230; Ich kann&#8217;s nicht mehr sehen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es wird Zeit; ich habe diesen Winter satt. Die ersten Schneetage waren schön: Seelenweiß im Nachweihnachtstief. Der erste Regen erträglich: Fortwaschung des zutage gekommenen Silvestermülls. Aber nun reicht&#8217;s: Dieser nichtssagende immergraue Himmel, diese dummen 3°C, bei denen man nicht weiß, was man anziehen soll, diese eingepennten Gesichter in der Straßenbahn&#8230; Ich kann&#8217;s nicht mehr sehen. Ich habe genug.<br />
Lichtlechzend lassen einen die wenigen Sonnentage zurück; schaffen&#8217;s nicht aus eigener Kraft. Hinfortgeweht der Winter! Und zwar unter Zuhilfenahme von &#8220;Storm&#8221;, dem Debütalbum der Schweden <strong>FEJD</strong>.</p>
<p><img src="http://rockzoom.de/uploads/2008/02/fejdband.jpg" alt="Fejd (2007)" title="Fejd (2007)" width="300" height="234" class="alignleft size-full wp-image-393" />Fejd aus Lilla Edet machen seit 2001 mittelalterlich anmutenden Folk in ihrer Muttersprache. Bis dato haben sie drei EPs herausgebracht, von denen noch zwei auf der offiziellen Webseite der Band kostenlos herunterladbar sind. Zur ersten Vorstellung verweise ich gern auf <a href="http://rockzoom.de/2008/02/04/vertragslose-freimusik-fuer-folkhungrige/" target="_blank">meinen Fejd-Beitrag aus dem letzten Jahr</a>:</p>
<blockquote><p>So steckt dieser Folk nicht nur voller traditionsreicher nordischer Instrumente (Nickelharpa, Maultrommel, Bouzouki, Hurdy Gurdy, schwedischer Dudelsack etc.), sondern hat auch viel damit auszudrücken: Akustikgitarrensoli träffar besinnlich-minimalistische Ohrwurmmelodien träffar verspieltes Alle-Beisammen-Musizieren, und oftmals brechen die Strukturen aus der typisch einfachen Strophe-Refrain-Liedelei aus und bahnen sich allein ihren Weg durch schwedische Wälder. Und dort klingt einer, als wäre er lange draußen gewesen, hätte viel kalte Luft eingeatmet: Patrik Rimmerfors ist nicht nur für die meisten Folkinstrumente verantwortlich, er übernimmt auch den Löwenanteil des äußerst angenehmen Gesangs: leicht angerauht, leicht gerollt, mal melodisch trancierend, mal feucht-fröhlich und tanzbar feiernd, doch immer mit diesem sehnsüchtig-stolzen Unterton&#8230;</p>
<div align="center">
<table border="0">
<tr>
<th>Eld (2002)</th>
<th>Huldran (2004)</th>
<th>I en tid som var (2006)</th>
</tr>
<tr>
<th><img src='http://rockzoom.de/wp-content/uploads/2008/02/cover_eld.jpg' alt='Fejd - Eld (2006)' /></th>
<th><img src='http://rockzoom.de/wp-content/uploads/2008/02/cover_huldran.jpg' alt='Fejd - Huldran (2004)' /></th>
<th><img src='http://rockzoom.de/wp-content/uploads/2008/02/cover_ientid.jpg' alt='Fejd - In en tid som var (2002)' /></th>
</tr>
</table>
</div>
<p></br><br />
So <em>ganz </em>traditionell geht man jedoch nicht zu Werke: Die Handhabung der Drums verleugnet die ursprüngliche Metalherkunft nicht. Keyboarder Lennart Specht sowie das Rhythmusduo Thomas Antonsson (Bass) und Esko Salow (Drums) entstammen der Metalband Pathos. Letztere haben außerdem ihre metallischen Wurzeln in Form von Nostradameus, die Power Metallern ein Begriff sein könnten. So kann man Fejd im Endeffekt vielleicht &#8220;Swedish Folk Rock&#8221; nennen&#8230; <em>(<strong>Katrin Kropf</strong>, 04.02.09)</em></p></blockquote>
<p>Da wundert es auch nicht, dass Fejd &#8211; nun endlich! &#8211; bei einem Label untergekommen sind, dass in erster Linie ganz klar für die härteren Töne steht: Napalm Records&#8230;</p>
<blockquote><p>Napalm hat eine große Tradition mit Acts der folkigen Art. Sie akzeptierten uns und das was wir hier tun; sie helfen uns, die Musik hinaus in die Welt zu tragen. Ich denke wir können zusammen ein größeres Publikum erreichen, als es uns mit einer anderen Art Label möglich gewesen wäre. Die meisten unserer Fans scheinen eh Metalfans zu sein, daher meinen wir, mit Napalm die richtige Entscheidung getroffen zu haben. [...] Patrik and Niklas spielen zwar manchmal auch auf verschiedenen Events als Folk-Duo auf, aber mal abgesehen davon haben auch sie als Metalmusiker angefangen. Patrik an der Gitarre, Niklas als Bassist. <em>(<strong>Esko Salow</strong>, 20.03.09)</em></p></blockquote>
<p>Auch auf dem am Freitag erscheinenden ersten Album &#8220;Storm&#8221; wird dieses Konzept von &#8220;metal/rock meets swedish traditional folk&#8221; konsequent fortgesetzt. Die einzelnen Stücke sind vielleicht nicht mehr gar so eingängig wie noch auf den Demoscheiben, doch erschließt sich der tiefgründige Wert der Musik spätestens draußen an der frischen Luft, bei Wind über einem weiten Feld oder dem Anblick der ersten mutigen Krokusse. <img src="/wp-content/uploads/2009/03/fejd_storm1.jpg" alt="Fejd: &quot;Storm&quot; (2009)" title="Fejd: &quot;Storm&quot; (2009)" width="220" height="220" class="alignleft size-full wp-image-1879" />Vielfältig sind die Stimmungen auf &#8220;Storm&#8221;: mal getragen von der wunderbar sehnsüchtelnden Weite in Patrik Rimmerfors&#8217; Stimme (Bsp. &#8216;Äril&#8217;, mein Favorit!), ein andermal durch den Auftritt von Gastmusikern: ausgelassene Frühlingsgefühle werden beispielsweise bei &#8216;Älvorna Dansar&#8217; wach, bei dem Patrik zauberhafte weibliche Unterstützung bekommt:</p>
<blockquote><p>Ihr Name ist Elina Tervonen. Es ist pures Glück, dass wir von ihr gehört haben als wir im Studio waren. Eines Morgens bin ich schon eher ins Studio gekommen, als Marko Tervonen, unser Produzent, ein Lied mit seiner Frau zum Besten gab. Ich dachte sie hat eine wundervolle Stimme, also haben wir das in der Band besprochen wie es wohl wäre, wenn sie auf &#8216;Älvorna Dansar&#8217; mitsingen würde. Das Lied war ursprünglich für Patrik bestimmt, er musste es ihr also beibringen. Das Ergebnis der Testaufnahme war fantastisch und nun sind wir sehr dankbar, dass daraus eine Art Elina-Song wurde. <em>(<strong>Esko Salow</strong>, 20.03.09)</em></p></blockquote>
<p>Zugegeben, Folk Metal-Bands gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Besonders solche, die meinen müssen, etwas über alte Kriegsgötter und Saufgelage singen zu müssen. Fejd gehören ganz bestimmt nicht zu dieser Party Metal-Sippe, und wenn es in &#8216;Älvorna Dansar&#8217; auch lebensbejahend und froh zugeht, so wirkt das Ganze doch wesentlich ästhetischer was sowohl die Musik als auch die Texte angeht. Nun ist ja nicht jeder der schwedischen Sprache mächtig. Umso besser, dass es sich bei Fejd über die Jahre hin eingebürgert hat, dass die Texte auf der offiziellen Bandseite parallel auf Schwedisch und als englische Übersetzung zu lesen sind. Esko hat für uns vorab schonmal &#8216;Älvorna Dansar&#8217; ins Englische übertragen:</p>
<blockquote><p>Die Themen unserer Musik variieren stark und sind auch in sehr poetischem Schwedisch geschrieben, daher ist es schwierig und auch nicht ganz fair für Patrik, der auch immer die Texte schreibt, ins Englische zu übersetzen. Aber für euch werde ich es mal probieren:</p>
<p><em><strong>Älvorna Dansar (Dance of the fairies)</strong></p>
<p>Enchanting beauty in the dance of fairies<br />
Shimmering being of light<br />
Tears of silver in (Daggkåpa = Alchemilla Vulgaris, a plant) embrace<br />
Twilight carefully falls</p>
<p>A mother of age so old and worn<br />
still searching for the traces<br />
She follows the paths in the green moss beds<br />
A feather bed without life</p>
<p>See them then follow them tonight</p>
<p>Fairies dancing wildly on moon steep meadows<br />
Silver covered is the ground in wizardry&#8217;s garb<br />
A mirage made of light so captivating and tempting<br />
Tones of a song with appealing words</p>
<p>Wandering souls they float as haze<br />
Arched in the play of the fairies<br />
The grieving mother falls to her knees of pardon<br />
The children of the forest are here</p>
<p>See them then follow them tonight</p>
<p>Fairies dancing wildly&#8230;</em></p>
<p>Das ist nicht ganz akurat, aber nahe dran. Und wie ich bereits anmerkte: gegenüber Patrik nicht ganz fair, da die Texte auf Schwedisch natürlich viel besser klingen.</p></blockquote>
<p>Der Beginn des folgenden &#8216;Vid Jore Å&#8217; erinnert angenehm an die schwedischen Folker TRIAKEL, welche sich zusammen mit GARMARNA die wunderbare Emma Härdelin als Sängerin teilen. Die typisch schwedischen Melodien erhalten bei Fejd jedoch durch das zusätzliche Schlagzeug einen derartig unwiderstehlichen Drive, der dann doch eher an letztere Band, HEDNINGARNA oder VÄSEN erinnert. Alles andere als Füllmaterial, sondern eher stimmungsvoll und mittelalterlich anmutend<img src="/wp-content/uploads/2009/03/fejd1.jpg" alt="Fejd (2009)" title="Fejd (2009)" width="300" height="214" class="alignleft size-full wp-image-1883" /> sind die Instrumentalstücke &#8216;Egils Polska&#8217; und das abschließende &#8216;Likfärd&#8217;. Likfärd, zu Deutsch &#8216;Trauer&#8217;&#8230; dass der Frühling eben doch noch auf sich warten lässt&#8230;</p>
<p>Das Warten versüßen sollen die beiden Bonusstücke &#8216;Bergakungen&#8217; und &#8216;Morgonstjärnan&#8217;, die dem Fejd-Fan der frühen Tage keine Fremden sind, handelt es sich doch hierbei um die ersten beiden Lieder der &#8220;Eld&#8221;-EP, die sich von ihren Originalen jedoch (leider?) nicht unterscheiden.</p>
<blockquote><p>Napalm wollte ein paar Bonussongs haben, um die ganze Sache attraktiver zu machen. Sie haben eigentlich nach bisher unveröffentlichten Material gefragt, aber wir hatten da nichts bereits Aufgenommenes. Wir waren etwas in Eile, da wir unbedingt eine März-Veröffentlichung haben wollten. Das eigentliche Album endet mit &#8216;Likfärd&#8217;. <em>(<strong>Esko Salow</strong>, 20.03.09)</em></p></blockquote>
<p>Die Wiederveröffentlichung der ersten beiden EPs &#8220;I en tid som var&#8221; und &#8220;Huldran&#8221;, auch zusammen auf einer CD, negiert Esko jedoch:</p>
<blockquote><p>Nein, wir werden sie nicht als Album wiederveröffentlichen. Sie waren als Demos gedacht und Sound und Performance sind in einer zu schlechten Qualität um sie so wie sie sind wiederzuöffentlichen. Aber wir sprechen auch darüber, von einigen Songs Neuaufnahmen zu machen, gegebenfalls als Bonustracks für kommende Alben. So wäre es auch cooler für diejenigen, die die originalen CDs der EPs besitzen, denn die sind heutzutage wirklich schwer zu finden. <em>(<strong>Esko Salow</strong>, 20.03.09)</em></p></blockquote>
<p>Zugeben, man kann nicht bestreiten, dass sich Fejd auf &#8220;Storm&#8221; ab und an auch ein bisschen wiederholen. Da diese Musik derzeit aber sowieso einmalig auf dieser Welt ist, nimmt man das gern mal in Kauf.</p>
<p>Demnächst spielen Fejd auch ihre ersten Auftritte auf einer handvoll Festivals in Deutschland, bei ersterem wird RockZOOM dabei sein und berichten:</p>
<p>18.Apr. 2009,   	15:00 Uhr: Ragnarök Festival 6 (Lichtenfels)<br />
27.Jun. 2009, 	18:30 Uhr: Festung Open Air (Königstein bei Dresden)<br />
03.Jul. 2009, 	20:00 Uhr: Hörnerfest (Brande-Hörnerkirchen)<br />
</br></p>
<blockquote><p>Wir alle haben noch andere Jobs, auf die wir Rücksicht nehmen müssen. Aber vielleicht werden die Dinge in Zukunft anders aussehen. Den Schritt von einer Garagenband zu Vollzeitmusikern vollziehen zu können wäre wirklich großartig; es ist doch recht schwierig, alles gleichzeitig machen zu müssen. Wir arbeiten daran, mehr Konzerte zu geben und werden in Zukunft viel mehr live spielen. Wir hoffen wirklich, viele von euch bei unseren Shows zu treffen, also seid nicht schüchtern: Kommt und redet mit uns. <img src='http://rockzoom.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Und bitte besucht unsere offizielle Bandhomepage und unsere Myspace-Seite. <em>(<strong>Esko Salow</strong>, 20.03.09)</em></p></blockquote>
<p>>> Offizielle Fejd Webseite: <a href="http://www.fejd.se" target="_blank">www.fejd.se</a><br />
>> Fejd @ Myspace : <a href="http://www.myspace.com/fejd" target="_blank">www.myspace.com/fejd</a></p>
<p>ACHTUNG! <strong>### Livestream am 23.03. @ <a href="http://www.heavylaw.com" target="_blank">www.heavylaw.com</a> ###</strong><br />
(befindet sich rechts unten, einfach nur das Sound-Symbol anklicken und bei Laptops bitte gescheite Boxen oder Kopfhörer verwenden&#8230; <img src='http://rockzoom.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> )</p>
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		<item>
		<title>ÁSMEGIN: &#8220;Arv&#8221;</title>
		<link>http://rockzoom.de/2008/12/20/asmegin-arv/</link>
		<comments>http://rockzoom.de/2008/12/20/asmegin-arv/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Dec 2008 01:34:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ursprünglich hatte ich gar nicht vor, die neue Langspielplatte der Norweger Ásmegin zu rezensieren, doch wenn in gewissen Musikcommunities Leute meinen, unqualifizierte Kommentare nach nur einmaligem Hören abgeben zu müssen und somit das neue Album &#8220;Arv&#8221; in gänzlich falsches Licht rücken, hole ich nun doch einmal zur angemessenen Lobarie aus&#8230; Doch was sagt man sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ursprünglich hatte ich gar nicht vor, die neue Langspielplatte der Norweger Ásmegin zu rezensieren, doch wenn in gewissen Musikcommunities Leute meinen, unqualifizierte Kommentare nach nur einmaligem Hören abgeben zu müssen und somit das neue Album &#8220;Arv&#8221; in gänzlich falsches Licht rücken, hole ich nun doch einmal zur angemessenen Lobarie aus&#8230;<span id="more-1349"></span></p>
<p>Doch was sagt man sich über “Arv” in den Weiten des Web als Fan des Debütalbums, das so chaotisch-unberechenbar, folkig und heavy zugleich, abwechslungsreich und mit vielen tollen Melodien fast auseinanderzuplatzen drohte? Man meint nun zum Beispiel, der Nachfolger “Arv” klänge überstürzt, schlecht produziert, unaggressiv und sogar “poppig”&#8230; Das meiste davon ist natürlich völliger Käse. In Wirklichkeit hört man dem Zweitling überhaupt nicht die kurze Aufnahme- und Produktionszeit zwischen Juni und August diesen Jahres an und was in anderen Ohren unterproduziert und “unmetallisch” klingt, ist in Wirklichkeit viel natürlicher, wärmer, archaischer und reifer geraten als der Vorgänger “Hin vordende Sod &#038; Sø”. Sowieso macht es wenig Sinn, die beiden bisherigen Alben direkt miteinander zu vergleichen, denn viel ist in den vergangenen fünf Jahren passiert. Dass das Label der Band dieses Jahr ordentlich Druck gemacht hat, ist den acht Kompositionen auf “Arv” nicht anzuhören. Vielmehr klingt Album Nummer zwe gesetzter, hat einen wunderbaren Fluss und wächst mit jedem Hördurchlauf&#8230; Marius Olaussen, einzig verbliebenes Gründungsmitglied der Band (also bereits seit 1998 im Boot der Nordmänner und -frauen), zur Entstehung von “Arv”:</p>
<blockquote><p><strong>Marius</strong>: Hi Katrin. Zunächst einmal vielen Dank für deine netten Worte und dem Interesse an unserer Musik. Auch ich beginne, dieses Album mehr und mehr zu mögen. Wenn du dir vorstellen kannst, wie schwer es für einen Musiker ist, etwas Unvollendetes zu veröffentlichen, dann weißt du wie wir uns fühlten als wir “Arv” ins Presswerk geschickt haben. Eigentlich haben wir ja an einem Konzeptalbum mit Namen “Tusind tabte Siæles Kakofoni” gearbeitet und fünf Jahre sind seit “Hin vordende Sod &#038; Sø” ins Land gegangen&#8230; Die Anfrage unseres Plattenlabels, doch dieses Jahr noch ein Album zu veröffentlichen, ist auch für uns gut nachvollziehbar. Unser Label hat uns mit der Veröffentlichung nicht unter Druck gesetzt. Sie wollten, dass wir “Tusind tabte&#8230;” dieses Jahr veröffentlichen, aber das wäre absolut unmöglich gewesen. Für “Tusind tabte&#8230;” bräuchten wir noch mehr Zeit im Studio, da noch viel mit verschiedenen Instrumenten und ähnlichem ausprobiert werden muss. Daher mussten wir nun Material aufnehmen, das einfacher aufzunehmen, zu produzieren und rechtzeitig fertigzustellen ist – was wir natürlich auch nicht hinbekamen. Besonders von den Gesangslinien gibt es viele, die wir weglassen mussten, etliche mussten vereinfacht werden. Wir hatten außerdem eine Neuproduktion unserer ersten Demo “Alvesang Fager” geplant, aber mussten auch das aufgrund des strikten Zeitplanes auslassen. Dafür haben wir die Drums, den Bass und die Gitarren bereits aufgenommen, vielleicht werden wir es später mal veröffentlichen. Wir werden sehen.</p></blockquote>
<p><img src="http://rockzoom.de/uploads/2008/12/asmegin_arv.jpg" alt="" title="ÁSMEGIN: Arv (2008)" width="220" height="220" class="alignleft size-full wp-image-1350" />Wie schon auf dem Debüt haben Olaussen und Co. auch dieses mal ausschließlich Norwegisch getextet. Da wohl nicht jeder dieser Sprache mächtig ist, habe ich Marius gebeten, jeden “Arv”-Song inhaltlich kurz vorzustellen. Zunächst wäre da also</p>
<p><strong>Fandens Mælkebøtte</strong>:</p>
<blockquote><p><strong>Marius</strong>: Zu deutsch: “Des Teufels Milcheimer”. Eine Ode an den Löwenzahn. Ich möchte nicht gern allzu viel vom Symbolismus verraten und hoffe lieber, dass ein paar fleißige Seelen sich doch ans Übersetzen und Entschlüsseln machen. Es ist außerdem mein Tribut an einen großartigen norwegischen Poeten: Henrik Wergeland. Man kann “Fandens Mælkebøtte” als meinen Versuch betrachten, ein Wergelandisches Gedicht zu schreiben. Ich bin ein großer Fan seiner obskuren Art von Symbolismus. Daher lasse ich das hier mal offen, sorry&#8230;</p></blockquote>
<p>Musikalisch gesehen erkennt man vom ersten Ton an Ásmegin wieder: Es sind diese klar gesungenen Vokalharmonien fernab des Wikinger-Loarlalaaar, welche so unverkennbar über weite Ebenen schallen. Während man auf dem Debüt noch alle Vokal-Register zog &#8211; aber auch alle: traditionell nordische Harmoniegesänge bishin zum gurgeligen Gutturalgegrunz und zehennagelziehenden Zetermordio männlicher- und weiblicherseits &#8211; wurde dies auf “Arv”deutlich reduziert. Einen Gewinn stellen da mit Sicherheit die beiden neuen Sängerinnen dar. Diese Reduzierung war jedoch keine bewusste Entscheidung&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Marius</strong>: &#8230;Es zerreißt mir wirklich das Herz, dass wir so viele “Krisenentscheidungen” für “Arv” in Bezug auf die Instrumentierung treffen mussten. Wir hatten für die Violine zum Beispiel nur drei Stunden. Wir mussten also für jene Arrangements, die unbedingt mit einer ersten und zweiten Violine instrumentiert werden sollten, eine Liste mit Prioritäten aufstellen und uns dann nach und nach auf dieser Liste herunterarbeiten, in der Hoffnung so viele Arrangements wie möglich realisieren zu können. Natürlich haben wir nicht alles geschafft; ein hoffnungsloses Unterfangen, besonders wenn man berücksichtigt, dass wir in unseren eigenen Studios waren, ganz ohne diese stressigen ökonomischen Rahmenbedingungen&#8230; Es stimmt also in der Tat – das Album hätte besser ausfallen können und es ist nur allzu wahr, dass der gesamte Prozess total überstürzt war. Ich könnte auch noch erwähnen, dass Erik, unser Sänger, in nur wenigen Wochen vor den Drumaufnahmen auf eben diese vorbereiten musste, weil wir im Moment einfach keinen Schlagzeuger haben&#8230;</p></blockquote>
<p>Ich persönlich empfinde jedoch das Endresultat von “Arv” ganz und gar nicht als unterinstrumentiert. Auf diese Weise hat jedes einzelne Stück Gelegenheit, sich zu entfalten, jedes Instrument die Chance, gewisse räumliche Tiefe zu erlangen, auch die Gesangspassagen profitieren davon ungemein. Würde der wunderbar klar gesungene Mittelteil in “Gegangeren” in einem Wust aus bombastisch und virtuos gespielten Folkinstrumenten und drei Gitarren mehr nicht vollkommen untergehen? Schade, dass viele eingefleischte (Metal-)Fans mit diesem neu gewonnen, mehr auf Kern hin gespielten Sound nicht viel anfangen können&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Marius</strong>: Die Tatsache, dass “Arv” viel weniger aggressiv (wenn überhaupt) ist, ist uns nicht wichtig. Wir kreieren die Musik, die wir kreieren wollen. Worin liegt der Sinn, ein neues “Hin vordende Sod &#038; Sø” aufzunehmen? Diesmal sollte es etwas anderes sein. Falls Aggression für einige von größter Wichtigkeit sein sollte, so kann ich sagen, dass Erik schon höllisch für einige Parts des Drummings auf “Tusind tabte Siæles Kakofoni” übt. Es ist uns unwichtig, ob dieses Album Pop ist oder nicht. Wir mögen guten Metal genauso wie guten Pop, oder welches Musikgenre auch immer. Wir dachten, dass die “Arv”-Songs am besten klängen, wenn wir ihnen diesen “poppig” natürlichen (an die 70er erinnernden) Sound geben würden. Es ist nicht so, dass wir nun unseren Stil verändert haben. Wir als von vielen Seiten beeinflusste Musiker wollen nicht darauf limitiert sein, nur eine “Metalband” zu sein und entschieden in Sachen Arrangements und Produktion, was getan werden musste.<br />
<a href="/wp-content/uploads/2008/12/asmegin11.jpg"><img src="http://rockzoom.de/uploads/2008/12/asmegin1-240x160.jpg" alt="Ásmegin 2008" title="Ásmegin 2008" width="240" height="160" class="alignleft size-medium wp-image-1372" /></a>Der überwiegende Teil des Materials ist alt, sehr alt. Einige Songs stammen aus der Zeit vor “Hin vordende Sod &#038; Sø”, andere entstanden diesen Sommer. Alle Texte wurden diesen Sommer geschrieben, was wohl das stressigste war – jedenfalls was die Texte angeht, die ich geschrieben habe. Letztenendes ist aber alles doch recht anständig geworden.</p></blockquote>
<p><strong>Hiertebrand</strong>:</p>
<blockquote><p><strong>Marius</strong>: Zu deutsch: Herzensbrand. Raymond schrieb hier den Text, ich traue mich also nicht, allzu viel darüber zu erzählen und mache da hoffentlich keine Fehler. Es erinnert mich dennoch an die mittelalterliche Ballade von den zwei Schwestern, ist beides ziemlich ähnlich: die eine rein und liebenswert, die andere verrückt und voll Hass. Letztere tötet ihre Schwester, um an deren Geliebten zu kommen und ihn für sich zu haben.</p></blockquote>
<p><strong>Generalen Og Troldharen</strong>:</p>
<blockquote><p><strong>Marius</strong>: Zu deutsch: Der General und der Trollhase. Das ist eine doch sehr humorvolle Geschichte, an manchen Stellen sogar wahr. Der wahre Teil daran ist ein pensionierter Lieutenant, eigentlich gar kein General, der einst von Christiania (Norwegens Hauptstadt von 1877 bis 1925) auf das Land ins Gebiet Ringerike zog, um einen Trollhasen zu jagen, der die Anwohner schon seit geraumer Zeit terrorisierte. Ich habe im Text Ringerike mit meiner Heimat Hadeland ersetzt, was aber nicht weit weg ist von Ringerike. Die Lyrics handeln jedenfalls von Aberglauben, und Hochmut, und das alles mit natürlich mit Humor.</p></blockquote>
<p>Apropos, gerade hier, beim stampfenden Beat und der Ungehobeltheit dieses polterigen, obskuren und doch irgendwie beschwingt witzigen Songs, gedenkt man oft den Trollen, genauer gesagt den Finntrollen zu ihren besseren Zeiten, etwa dem “Visor om slutet”-Akustikalbum. Wie die finnischen Kollegen lassen auch Ásmegin gern mal ihre Folkinstrumente in ungewöhnlichen Tonarten erklingen, scheuen sich aber auch nicht vor dem Einsatz von Keyboards seitens Lars Fredrik Frøislie. Doch bevor alle entgeistert aufschreien sei das Ganze sogleich spezifiziert: Hammond-Orgeln, Mellotron und das spaßige Mini-Moog sorgen für einen schaurig-schrägen 70er-Vibe, der hier absolut passend ist und nicht an den Haaren herbeigezogen klingt, da es eigentlich mal wieder recht “inn” ist, als Metalband solche Einflüsse zu verwursten.</p>
<blockquote><p><strong>Marius</strong>: Der 70er-Soundhier und da ist gewollt, absolut. Die Intention war, ein organischeres, trockeneres und nicht so “metallisches” Album zu machen. Wir haben auch scho einige von Lars&#8217; Keyboards auf “Hin vordende Sod &#038; Sø” verwendet, ganz einfach weil wir seine Instrumente lieben.</p></blockquote>
<p><strong>Arv</strong>:</p>
<blockquote><p><strong>Marius</strong>: Zu deutsch: Erbe. Es ist ein Lied über die Werte der Familie und unserem Gebrauch davon, erzählt in einer kurzen Geschichte von einem Vater und seinem Sohn.</p></blockquote>
<p>Ich mochte Lars Nedland&#8217;s Gesang auf “Hin vordende&#8230;” wirklich sehr, aber ich denke ich mag die Gesangsarrangements auf “Arv” sogar noch mehr, was wahrscheinlich an beiden neuen Sängerinnen liegt, die wirklich einen fantastischen Job abgeliefert haben. Man nehme zum Beispiel das Ende vom Lied “Arv”: Eine der Damen singt am Ende gar derart hoch, klar und ausdauernd, dass man sich gar nicht mehr sicher ist, ob einem da Mensch oder Instrument entgegenschallt.</p>
<blockquote><p><strong>Marius</strong>: Lars Nedland hatte auf unserem Debütalbum einen hervorragenden Job abgeliefert. Ich bewundere ihn auch für seine Arbeit bei Solefald, seine Stimme passte wunderbar in unser damaliges Material. Aber ich bin froh, dass dir auch die Gesänge auf “Arv”gefallen. Es ist Eriks erste offizielle Veröffentlichung und er war wirklich sehr gestresst sowohl Lars Nedland als auch Bjørn Olav und Tommy zu ersetzen, die alle einen klasse Job auf “Hin vordende Sod &#038; Sø” machten. Wegen der strikten Deadline mussten wir alle Experimente mit Eriks Gesang über Bord werfen, aber die aufgenommenen Vocals funktionieren ganz gut. Auch was die Mädels angeht, sind wir sehr zufrieden. Mit Anne-Marie haben wir schon auf dem Debüt zusammengearbeitet und waren ganz froh, dass sie uns auch auf “Arv” aushelfen wollte. Auch die neue Sängerin, Gunhild, ist extrem talentiert. Wir sind zutiefst dankbar für diese beiden und hoffen, dass sie auch in Zukunft mit uns zusammenarbeitet werden. Wir haben zwar im Vorfeld geschriebene Gesangslinien, aber es ist uns nicht wichtig, diesen während des ganzen Aufnahmeprozesses zu folgen. Nimm zum Beispiel Gunhild. Sie hat eine erfreulich jazzige Stimme, was unserer Meinung nach den Songs noch eine gewisse Würze verleiht. Also, die Gesangsaufnahmen (und das betrifft auch alle Instrumente) sind ein dynamischer Prozess, an keiner Stelle einer gegebenen Idee strikt folgend. Warum wir immer mit verschiedenen Sängern arbeiten? Wir sind alle große Fans von Abwechslung. Wir landeten bei diesen beiden Sängerinnen, da sie total unterschiedliche Charakteristiken haben und jeder Song dieses und jenes Gefühl erforderte.
</p></blockquote>
<p><strong>Yndifall</strong>:</p>
<blockquote><p><strong>Marius</strong>: Zu deutsch: Trauerfall. “Yndifall” ist der einzige Song, welcher in altnordischer Sprache geschrieben wurde und von den Themen Stolz, Rache, Ehre und Treue, in Leben und Tod, handelt. Es ist eine Geschichte über einen Kampf zwischen zwei Königen und ihren Gefolgsleuten. Einer der Könige kehrt mit Rachegelüsten wieder, voller Schande und Hass. Sein Schiff trägt hunderte von Männern, und so ist er dem anderen König und seinen Männern zahlenmäßig überlegen. Es ist eine einfache und schöne Geschichte über das Sterben mit den Verwandten.</p></blockquote>
<p><strong>Gengangeren</strong>:</p>
<blockquote><p><strong>Marius</strong>: Zu deutsch: Die Erscheinung. Raymond und ich haben diese Worte zusammen im Studio geschrieben. Es geht um die Leere im Tod, und die Trauer über das was einem vom Weitergehen abhält, außerdem um das Verlangen nach Frieden und Geschlossenheit.</p></blockquote>
<p>Starker Tobak, der starke Töne hinter sich herzeiht. “Yndifall” ist der wohl härteste Song auf “Arv”, bei “Gengangeren” fällt besonders das traurig-tänzelnde Pianothema auf, welches der gesamten Atmosphäre einen noch verzweifelteren Touch gibt, ohne besonders “metal” zu sein.  Themen wie diese können sich in diesem neuen Sound überraschenderweise sehr gut entfalten, doch unterscheidet er sich sehr wesentlich von dem des Debütalbums. Produktionstechnisch begibt sich der &#8220;Hin vordende&#8230;&#8221;-Nachfolger tiefer in den norwegischen Sumpf und wirkt beinahe sogar&#8230; dumpf. Dumpf, eines der Worte, die nach mehrmaligem Schreiben, Lesen und Darüberhersinnieren einfach komisch und sogar falsch aussehen, wohl aber durchaus noch so gemeint sind &#8211; und in diesem Falle sogar positiv! “Hin vordende&#8230;” klang da an einigen Stellen schon fast zu durchproduziert und ich frage mich auch, ob dieses überschnelle Blastbeat-Schlagzeug getriggert wurde!? Solche Hochgeschwindigkeitsausflüge findet man auf “Arv” nun gar nicht mehr. Vielmehr geht es hier beschaulich warm zu, die Produktion passt&#8230; Und das obwohl es heißt, das gesamte Album wurde in gerade mal 24 Stunden abgemischt&#8230;</p>
<blockquote><p><a href="/wp-content/uploads/2008/12/asmegin21.jpg"><img src="http://rockzoom.de/uploads/2008/12/asmegin2-240x165.jpg" alt="Ásmegin 2008" title="Ásmegin 2008" width="240" height="165" class="alignleft size-medium wp-image-1374" /></a><strong>Marius</strong>: Das Schlagzeug war getriggert, okay, aber es wurde genauso gespielt. Tommy ist ein verdammt schneller Drummer, vielleicht sogar schon zu schnell für das Material. Aber wir waren jung damals und meinten, dass es auf diese Weise sehr cool wäre. Wenn ich dieses Album heute nochmal aufnehmen würde, hätte ich das Tempo wohl etwas gedrosselt. Versteh mich nicht falsch, ich liebe verrückte Uptempo-Sachen, aber bei ein paar Songs war es doch schon etwas zu viel des Guten. Es ist schön, dass dir die Produktion von “Arv” gefällt. Es füllte sich nur richtig an. In Wirklichkeit haben wir das Album aber in nur einer Nacht gemixt, nicht in 24 Stunden. Einige von uns, mich eingeschlossen, mussten tagsüber nämlich arbeiten. Ich denke 12 Stunden trifft es da schon eher. Wir haben die ganze Nacht gemixt und sind dann geradewegs zu unseren Tagesjobs ohne Schlaf übergegangen. Das war die pure Hölle. Ich habe herausgefunden, dass ich in der letzten Woche ingesamt nur 18 Stunden Schlaf hatte. Das ist eigentlich nicht meine Art, Kreativität zu entdecken.</p></blockquote>
<p><strong>Prunkende, Stolt I Jokumsol</strong>:</p>
<blockquote><p><strong>Marius</strong>: Zu deutsch: Prunkvoll, stolz in der Sonne Jokums. Dieses Lied handelt von Themen wie Selbstmord, Apathie und dem Hintersichlassen schwerer Bürden. Ich habe mich für eine Metapher aus der norwegischen Folklore entschieden um diese überwältigende Unterfangen zu beschreiben.</p></blockquote>
<p>Ich mag die musikalische Seite dieses Songs wirklich sehr, so ganz anders als der Rest mit seinem jazzig-entspannten, leicht melancholischen Charakter. Gunhilds Stimme allein begleitet von sachter Perkussion und schön warmen Bassspiel erinnert ein ums andere Mal an die große Norwegerin Kari Bremnes&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Marius</strong>: Danke! Ich mag Bremnes selbst sehr gern, das ist eine nette Parallele. Die Idee lag schon seit einer Weile bei mir herum. Der Hauptgedanke war vermutlich, dem Ganzen eher einen Mike Oldfield-Touch zu geben. Ich hatte auch vor, Violinen, Flöten und Mandolinen für diesen Track zu verwenden, aber die Zeit war gegen uns. Wir haben uns dann letztenendes auf die Vorproduktion berufen und es klar belassen.</p></blockquote>
<p><strong>En Myrmylne</strong>:</p>
<blockquote><p><strong>Marius</strong>: Zu deutsch: Ein mooriger Mylne (Dies ist ein Walzer). Der Text hier ist wohl der düsterste auf “Arv”. Der Song handelt von einem Mann, der in den Wald geht um Moltebeeren zu pflücken, im Moor aber zu Tode kommt. Es geht in erster Linie um Geiz, könnte man sagen. Es waren die verführerischen Moltebeeren, die den Mann in ein nasses Grab brachten. Und dennoch ist da dieses stete Gefühl, <em>daheim</em> zu sein. Man fragt sich dann vielleicht, warum das ganze dann “ein mooriger Mylne” heißt? Schau, es gab andere wie ihn, ebenso verzaubert von den Moltebeeren, die auch in diesem Moor verendeten. Auf diesem langsamen aber sicheren Weg hinab in den Sumpf erscheinen ihre geisterhaften Gestalten. Sie tanzen diesen Walzer, einen oktagonalen traditionellen Walzer, bringen ihm diesen bei und lassen ihn mittanzen. Für mich geht es in diesem Song auch um Frieden.</p></blockquote>
<p>Mit neun Minuten ist “En Myrmylne” zugleich der längste als auch der komplexeste Song. Wer denkt, dass hier von vorn bis hinten ein einfacher Walzer angesagt ist, wird sich rasch selbst aufgrund eines unbedachten Schrittes im Moor wiederfinden, denn ebenso unberechenbar zeigt sich dieses Stück, der nächste Schritt ist unbekannt, und das macht die ganze Sache interessanter. Ásmegins nächste Schritte nach diesem Album? “Tusind tabte Siæles Kakofoni”. Eigentlich gab es dazu sogar schon einige Aufnahmen, ich erinnere mich an ein paar Fotos von Sessions in einer abgelegenen norwegischen Hütte vor ein bis zwei Jahren</p>
<blockquote><p><strong>Marius</strong>: Ja, das ist richtig. Viele dieser Aufnahmen sind fertig, aber wir sind noch nicht bereit, es zu veröffentlichen. Erik und ich haben allein für die Lyrics schon zwei Jahre gebraucht, wir sind also drauf und dran, das Material rauszubringen. Aber wir werden es nicht überstürzen. Es gibt immer noch ein paar Arrangements, die neu geschrieben werden müssen.Wir haben die Gitarren in einer norwegischen Jagdhütte in den Wäldern aufgenommen, die man auch in den Fotos von “Arv” sieht. Es steht noch nicht fest, ob “Tusind tabte&#8230;” das nächste Album wird. Es kann sein, dass wir ein weiteres temporäres Album veröffentlichen. Der Titel heißt übersetzt “Kakophonie von tausend verlorenen Seelen”. Es wird zwei Alben zu diesem Thema geben. Ich werde auf die Story zurückkommen, wenn das Doppelalbum veröffentlicht ist.</p></blockquote>
<p>Was das Line-up angeht, so herrscht auch fortan wie bisher eher Ungewissheit&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Marius</strong>:Wir sind zumindest eine funktionierende Band. Wir hatten so einige Probleme, ein stabiles Line-up hinzubekommen. Heute wissen wir, dass die verbleibenden vier wohl die beste Lösung sein dürften.  Das heißt, dass wir nicht imstande sind, Ásmegin-Songs live zum Besten zu geben und haben auch keine Pläne diesbezüglich. Im Moment sind wir eine Studioband. Vielleicht wird sich das in Zukunft ändern. Ich bin sehr zufrieden, mit solchen Musikern wie diesen jetzt arbeiten zu können. Es ist ein wenig riskant, mehr Bandmitglieder zu involvieren. Es gibt hier in Norwegen ein Sprichwort: Zu viele Köche verderben den Brei&#8230;</p></blockquote>
<p>Und insofern war es schon von Vorteil, dass auf “Arv” verhälnismäßig wenige Köche mitmischten. Ja, das Album kann durchaus an einem vorbeiziehen &#8211; zweimal, dreimal, vielleicht gar öfter. Wer aber bewusst hört, ist klar im Vorteil und darf entdecken. &#8220;Arv&#8221; blüht von mal zu mal und zeigt sich wie eine norwegische Wanderung über stets die selbe Route. Doch es ist in Wahrheit nie die selbe Wanderung: ein neues Pflänzlein am Wegesrand, der Untergrund mal trocken dürstend, mal glitschig, tückisch und nach frischer Erde riechend. Und das tosende Schmelzwasser, das uns einst den Weg versperrte, verebbt im nordischen Hochsommer zum lieblichen Rinnsal und wartet auf den neuen Anstieg&#8230;</p>
<p><em>Englische Originalfassung des Interviews auf der nächsten Seite&#8230;</em></p>
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		<title>SKILTRON &#8211; Dio im Schottenrock&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Oct 2008 18:21:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf zu neuen Ufern]]></category>
		<category><![CDATA[pleasing sounds]]></category>
		<category><![CDATA[folk metal]]></category>
		<category><![CDATA[folk power metal]]></category>
		<category><![CDATA[skiltron]]></category>
		<category><![CDATA[skyclad]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;und dann auch noch auf argentinischem Boden! Wer wissen möchte, wie der legendäre Ronnie James klingen würde, wenn sein Gesang zu Dudelsäcken, Tin Whistle und Mandoline ertönt, sollte unbedingt den Buenos Aires-Clansbrüdern SKILTRON Gehör schenken. Und noch etwas haben die Südamerikaner mit diesem Urgestein gemein: Beide mögen schnörkellosen, eingängigen und gleichermaßen schwerwiegenden Metal der alten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;und dann auch noch auf argentinischem Boden! Wer wissen möchte, wie der legendäre Ronnie James klingen würde, wenn sein Gesang zu Dudelsäcken, Tin Whistle und Mandoline ertönt, sollte unbedingt den Buenos Aires-Clansbrüdern <strong>SKILTRON </strong>Gehör schenken. Und noch etwas haben die Südamerikaner mit diesem Urgestein gemein: Beide mögen schnörkellosen, eingängigen und gleichermaßen schwerwiegenden Metal der alten Schule, dem es dennoch an Leidenschaft und Melodie nicht mangelt.</p>
<p><img src="http://rockzoom.de/uploads/2008/10/skiltron_beheading.jpg" alt="" title="Skiltron: Beheading the Liars (2008)" width="220" height="225" class="alignleft size-full wp-image-905" />Bestes Beweisstück dafür ist das im Juni diesen Jahres erschienene Zweitwerk &#8220;Beheading the Liars&#8221;, welches uns wieder einmal zurückführt in Zeiten des Aufeinandertreffens von keltischem Heidentum und Christenheit und in die Schottischen Unabhängigkeitskriege des 13./14. Jahrhunderts, wobei der Albumtitel diesmal sehr unverfroren die Ankunft der neuen Religion quittiert, lauscht man den titelgebenden Worten vom Song &#8220;The Beheading&#8221;:</p>
<blockquote><p>If you are a christian my question is what part of &#8220;don&#8217;t lie&#8221; you misunderstood?</p></blockquote>
<p>Weltliche Gelüste und weitere biblische Missdeutungen wie etwa &#8220;Auge um Auge, Zahn um Zahn&#8221; können letzten Endes nicht nur jene Körperteile, sondern gleich den ganzen Kopf kosten. Zu diesem Schluss kommt man außerdem, wirft man einen Blick auf das übergroße Beil des Albumcover-Schotten und lässt die eigene Vorstellungskraft ein paar Momente vorauseilen &#8211; Ironie des Schicksals&#8230; möchte man an Schicksal glauben&#8230; Doch ehe ich mich weiter in an den Haaren herbeigezogenen pseudo-philosophischen Weisheiten und unqualifizierten Bibeldeutungen verstricke, geh ich doch einmal zum Ausgangspunkt zurück: Wie kommt eine argentinische Band eigentlich auf die Idee, folkigen Heavy Metal in authentischer Kostümierung und mit traditionellen Instrumenten zu spielen? Die Antwort darauf und auf weitere Fragen gab mir vor ein paar Tagen Skiltron-Bandkopf Emilio Souto:</p>
<blockquote><p><strong>Emilio</strong>: Unser Drummer Matias und ich haben bis 1997 zusammen in einer Power Metal Band gespielt. Als sich diese Band auflöste, fing ich an, an einem Folk Metal-orientiertem Projekt zu arbeiten. Zumindest die Hälfte der Songs vom ersten Album sind aus diesem Zeitraum und den folgenden Jahren. Ich hatte noch keinen Bandnamen damals, schrieb aber trotzdem schon die Songs. Skiltron erblickte dann offiziell im Jahr 2004 das Licht der Welt, als wir eine Demo mit drei Songs aufnahmen.<br />
Ich wollte schon immer eine Folk Metal Band haben, seit ich diesen Stil kannte. Und da ich mich auch für mittelalterliche Geschichte sehr interessiere, passt es perfekt. Du wärst überrascht, wie viele Metalbands es in Argentinien gibt. Folk Metal ist in Sachen Beliebtheit auch nicht die Ausnahme. Natürlich gibt es nicht so viele Bands wie in anderen Metalgenres, aber die Szene wächst mit jedem Tag. Wir haben auch ein großes keltisches Erbe: Hauptsächlich Leute aus Wales und Gallien siedelten sich hier einst an. Daher ist es auch gar nicht so ungewöhnlich, dass viele an solchen Sachen interessiert sind. Alle die hier ein keltisches Instrument spielen, spielen für gewöhnlich auch in traditionellen Bands. Es gibt auch fast jeden Monat keltische Festivals&#8230;<br />
Der Name Skiltron kommt übrigens vom Wort &#8220;schiltron&#8221;. Das war bei den Schotten eine Verteidigungstechnik, die im Mittelalter entstanden ist. Um es besser aussehen zu lassen, veränderte ich das Wort leicht und stellte dann fest, dass es ja dann auch das Wort &#8220;kilt&#8221; enthält&#8230;</p></blockquote>
<p>Um ehrlich zu sein, kenne ich gar keine weitere argentinische Metalband&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Emilio</strong>: Es gibt wirklich SEHR VIELE Bands, von den großen bis zu den wirklich unbekannten. Es gibt jedes Wochenende Unmengen von Gigs, hauptsächlich in Buenos Aires. Sogar in der Landesmitte leben viele Metalheads, aber es spielen nicht viele Bands außerhalb unserer Hauptstadt. Hier gibt es kein &#8220;Tourkonzept&#8221;, wie ihr es in Europa kennt. Hier gibt es nur Auftritte am Wochenende. Das Hauptproblem ist wohl mangelnde Unterstützung seitens der Promoter. Ich könnte euch noch <a href="http://www.myspace.com/tengwarfolkspace" target="_blank"><strong>Tengwar </strong></a>empfehlen, eine weitere keltische Folk Metal Band, mit welcher wir bald die Bühne teilen werden.</p></blockquote>
<p>Und wie war das doch gleich mit Dio im Schottenrock, was hat das alles nun mit diesem göttlichen Sänger gemein? Die einfache Antwort darauf ist Diego Valdez. Dieser stieg nach der Veröffentlichung des ersten Albums im Jahr 2006 ein, um auch Liveauftritte spielen zu können. Doch ein Sänger wie dieser muss in Argentinien schwer zu finden sein!?</p>
<blockquote><p><strong>Emilio</strong>: Ich kenne Diego schon lange. Schon als wir unsere erste Demo aufnahmen, rief ich ihn an. Doch zu diesem Zeitpunkt war er sehr beschäftigt mit anderen Dingen und konnte leider nicht für uns singen. Wir haben einen Sessionmusiker (Javier Yuchechen) für diese Demo und das erste Album engagiert. Er war Sänger der Band in welcher auch unser Gitarrist Juan einst spielte. Ich mochte seine Arbeit, aber wir wollten ein festes Line-up haben. Als wir nach dem ersten Album wieder die Chance dazu hatten, rief ich Diego erneut an und diesmal konnte er bei uns mitmachen. Er ist sehr talentiert, einer der besten Sänger von hier!</p></blockquote>
<p>Da könnte man ja meinen, dass Emilio bereits zu Demozeiten stets Diegos variable, emotionale und kraftvolle Stimme im Kopf hatte, da er ja von Anfang dazu auserkoren war, Sänger bei Skiltron zu sein!?</p>
<blockquote><p><strong>Emilio</strong>: Nicht besonders&#8230; aber vielleicht unterbewusst. Ja, ich dachte schon an diese Art Gesang&#8230; Er hatte vieeele Bands, ist in der Tat als &#8220;Multiproject Man&#8221; bekannt. Er ist bereits seit Mitte der 80er Jahre in der Szene und somit auch der älteste in der Band, haha. Er hat auch noch ein Nebenprojekt derzeit. Doch wir können uns gut aufeinander abstimmen, sodass Skiltron auch die Zeit bekommt, die die Band braucht.</p></blockquote>
<p><img src="http://rockzoom.de/uploads/2008/10/skiltron_gathering.jpg" alt="" title="skiltron: Gathering the Clans (2006)" width="220" height="220" class="alignleft size-full wp-image-908" />Die Fortschritte zu diesem ersten Album, &#8220;Gathering the Clans&#8221;, sind übrigens enorm. Was nicht unbedingt nur am Sänger liegt. Meiner Meinung nach hat sich auch das Songwriting sehr verbessert, was vor allem in den ersten vier Songs sehr deutlich wird. Ich wollte wissen, worin die Band selbst ihren Fortschritt sieht&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Emilio</strong>: Die Songs für das erste Album wurden über einen Zeitraum von fast zehn Jahren geschrieben! Die neueren entstanden innerhalb von einem Jahr. Noch eine Woche vor den ersten Aufnahmen zu &#8220;Beheading the Liars&#8221; haben wir an dem neuen Material geschrieben. Wahrscheinlich ist die Verbesserung der Tatsache zu verdanken, dass wir nun eher als Band, nicht mehr nur als Projekt, zusammenarbeiten. Jeder in der Band wirkt an den Liedern mit, das füttert sie mit ganz verschiedenen Elementen an.</p></blockquote>
<p>Das neue Album beginnt mit der Bandhymne &#8220;Skiltron&#8221;, oder vielmehr mit einer gesprochenen Passage im besten Schottenakzent von Seoras Wallace, seines Zeichens direkter Nachfahre des berühmten William Wallace. Seoras wirkte auch am Braveheart-Film mit, ist heutzutage so etwas wie der PR-Mann des Clans und spielt auch in der Band The Clan Wallace die erste Pfeife&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Emilio</strong>: Er ist ein ganz besonderer Kerl. Nachdem ich eine Dokumentation von ihm gesehen hatte, dachte ich mir, dass er eine großartige Stimme für eine solche Intro hat und so schickte ich ihm eine E-Mail und machte die Details klar. Dann haben uns alle Leute vin The Clan Wallace kontaktiert, uns unterstützt und gut zugesprochen.</p></blockquote>
<p>Der nächste Killersong steckt im bereits erwähnten &#8220;The Beheading&#8221;: Erneut wird eine geniale Melodie nach der nächsten ausgepackt, vor allem der Refrain mit Unterstützung fast aller Bandmitglieder setzt sich gnadenlos in den Gehörgängen fest. Die Folkinstrumente werden bei Skiltron übrigens nicht nur zum schnöden Beiwerk degradiert: kunstvolle Soli und songdienliche Begleitmelodien machen einen bedeutenden Teil der sonst stark an den klassischen Heavy Metal angelehnten Musik der Argentinier. Einzig NOCH besser als dieser Song ist &#8220;Praying is Nothing&#8221; geraten. Es gastiert Korpiklaani-Sänger Jonne Järvelä auf seine hier wunderbar passende rumpelige Art und Weise. Einmal mehr ist hier eine Hymne entstanden, die ihren ewigen Platz in der Live-Setliste der Band hiermit sicher hat. Textlich geht es natürlich mal wieder in eine antireligiöse Ecke, im Vergleich zu den ausgetüftelten lyrischen Auswüchsen von Emilios Vorbildern Skyclad wirkt das zwar etwas plump, doch es geht auch anders, sanftmütiger in Wort und Klang, denn auch Balladen stehen Skiltron gut zu Gesicht. So gibt es beispielsweise eine englischsprachige (&#8220;Calling Out&#8221;) und eine okzitanische (&#8220;Crides&#8221;) Version von ein und der selben Power-Ballade. Persönlich gefällt mir letztere Variante deutlich besser, da es wirklich vorteilhaft ist, dass Album mit einer Ballade abzuschließen und andererseits, weil sie diesen &#8220;Exotenbonus&#8221; aufgrund des Okzitanischen als alte romanische Sprache, hat. Als Gastmusiker waren hier diesmal die beiden Herren der Neofolker Stille Volk beteiligt&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Emilio</strong>: Um ehrlich zu sein weiß ich selbst nicht sehr viel über die okzitanische Sprache und Kultur, doch ich mochte schon immer den Klang der Worte auf den Stille Volk-Alben. Ich dachte es würde gut passen, und das tat es dann auch, da es dem Sound etwas Neues hinzugefügt hat.</p></blockquote>
<p>Das Stimmt. Wie kam es dann aber, dass sowohl die englische als auch die okzitanische Version auf dem Album landeten? Ich stellte fest, dass die Balladendichte hinten raus schon ziemlich zugenommen hatte und sagte mir selbst &#8220;Hey, diese Balladen klingen irgendwie alle gleich&#8221;, bevor ich dann feststellte, dass die Musik ja wirklich identisch ist&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Emilio</strong>: Da steckte gar nicht mal eine große Entscheidung dahinter. Es war einfach eine Idee&#8230;</p></blockquote>
<p>&#8230;<em>Weiter geht es auf der nächsten Seite</em>&#8230; </p>
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		<title>FALCONER: &#8220;Among Beggars and Thieves&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Sep 2008 09:15:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
				<category><![CDATA[pleasing sounds]]></category>
		<category><![CDATA[falconer]]></category>
		<category><![CDATA[folk metal]]></category>
		<category><![CDATA[folk power metal]]></category>
		<category><![CDATA[power metal]]></category>

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		<description><![CDATA[Die schwedischen Folk Metaller FALCONER taten mit ihrem letzten Album “Northwind” wirklich gut daran, ihren ursprünglichen Sänger Mathias Blad zurückzuholen, denn nach zwei mittelprächtigen Alben mit Kristoffer Göbel konnte man mit Blads charakteristischer Stimme endlich wieder zum typischen Falconer-Sound zurückkehren. Seit dem 22. August steht das mittlerweile sechste Falconer-Album in den Läden und da tut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die schwedischen Folk Metaller <strong>FALCONER </strong>taten mit ihrem letzten Album “Northwind” wirklich gut daran, ihren ursprünglichen Sänger Mathias Blad zurückzuholen, denn nach zwei mittelprächtigen Alben mit Kristoffer Göbel konnte man mit Blads charakteristischer Stimme endlich wieder zum typischen Falconer-Sound zurückkehren. Seit dem 22. August steht das mittlerweile sechste Falconer-Album in den Läden und da tut sich natürlich die Frage auf, ob Stefan Weinerhall &#038; Co. an ihre wiedererlangte Hochform aus dem Jahr 2006 anknüpfen können!?</p>
<p><img src="http://rockzoom.de/uploads/2008/09/falconer_among.jpg" alt="" title="Falconer - Among Beggars and Thieves" width="220" height="220" class="alignleft size-full wp-image-855" />Mit <strong>“Field of Sorrow”</strong> geht es schon einmal recht vielversprechend in die Scheibe, welche uns das “schwedische Mittelalter” etwas näher bringen soll. Temporreich pumpend ist der Start, die Strophen weisen einen gewissen Catch auf, der besonders auf dem Vorgängeralbum ständig präsent war. Der Refrain ist dann typisch: melodisch galoppierend, eingängig ohne Ende, schon fast zu fröhlich für die Thematik: die Besetzung des schwedischen Visby im Jahr 1361 durch den dänischen König Valdemar IV.</p>
<p>Falconer legen mit “Among Beggars and Thieves” nämlich nach “The Sceptre of Deception” bereits das zweite Konzeptalbum zum Thema schwedische Geschichte des Mittelalters hin. Konnte man anno 2003 aber noch eine zusammenhängende Geschichte beobachten – nämlich dem Machtkampf um die Krone zwischen drei Brüdern im 13./14. Jahrhundert – ist das aktuelle Werk lediglich eine Ansammlung mehr oder minder skuriller Begebenheiten, datiert auf alles zwischen dem 3. und 19. Jahrhundert. Dachte immer, dass das Mittelalter doch etwas enger zu stecken sei. Gitarrist und Songschreiber Stefan Weinerhall umgeht die Frage nach dieser großen inhaltlichen Zeitspanne&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Stefan Weinerhall</strong>: Ich würde es nicht wirklich als Konzeptalbum bezeichnen, obwohl die Texte auf einem gemeinsamen Thema beruhen oder einer bestimmten Zeit entspringen. Wenn die Leute von Konzeptalben sprechen, muss ich immer an so Übertriebenes denken, was die Prog Metal Bands immer fabrizieren. Ich möchte das Album hörbar belassen, ohne stets zu analysieren und das Album immer wieder aufzupumpen. Ich denke, dass unsere Lyrics in Vergangenheit immer schon mehr auf das harte Leben der einfachen Leute eingingen, statt von Rittern in leuchtenden Rüstungen oder hübschen Jungfrauen zu berichten. Dieses mal gehen wir noch einen Schritt weiter. Einige Songs beruhen auf wahren Begebenheiten, andere wiederum beschreiben nur die Zeit an sich. Um mal einige Themen zu nennen: Sklaverei im 11. Jahrhundert, das Leben eines umherstreunenden Bettlers, Freiheitskämpfe im 15. Jahrhundert oder Hexenverbrennungen in Schweden. Geschichte ist nach der Musik mein zweites großes Interesse und ich möchte die Texte so realistisch wie möglich halten und nicht in die gewöhnlichen Themen anderer Metalbands fallen.</p></blockquote>
<p>Und genauso interessant wie ein Geschichtslehrbuch sind auch die neuen Texte geschrieben. Diese nüchterne und “realitätsnahe” Wiedergabe war nicht immer so gewesen, auf dem letzten Album “Northwind” zum Beispiel war ein Song, “Fairyland Fanfare”, der trotz seiner simplen Thematik &#8211; nämlich der einfachen Fähigkeit, träumen zu können – gallant mit einem ohrenschmeichelnden alliterationsbeladenen Vers zu verzücken wusste:</p>
<blockquote><p><em>Live the legend, live life all alone,<br />
longing to linger in lore.<br />
Illuminating a lane<br />
that leads you aloft.<br />
You&#8217;re lost to the lunar lure.<br />
Leave the languish,<br />
leave lanterns of lorn.<br />
Lend lacking lustre to lies.<br />
Liberate the laces<br />
of life for the lone<br />
lest lament yet alights. </em></p></blockquote>
<p>Bei aller Fantasie und Träumerei war &#8220;Northwind&#8221; jedoch auch mehr denn je mit kritisch-hintersinnigen ausgestattet. Doch zurück zu den Bettlern und Dieben&#8230; Was man in “Field of Sorrow” mit geschickter Hand und schlauem Kopf aufgebaut hat, wird schon beim vorhersehbaren Refrain von <strong>“Man of the Hour”</strong> mit dem vollen Hintern wieder eingerissen. Ich kann mich den Lobeshymnen nicht anschließen, die im Vorfeld zum Album bezüglich dieses Songs seitens der Fans gesungen wurden. Wer selbst ein Ohr riskieren möchte, kann gern zu Metalblade pilgern: <a href="http://www.metalblade.de/mp3/falconer/manofthehour.mp3" target="_blank">Falconer – “Man of the Hour”</a></p>
<p>Ungewöhnlich früh steht schon die erste Ballade an: In <strong>“A Beggar Hero”</strong> beweist Mathias Blad wieder einmal, dass er mit seiner sauberen, angenehm warmen Stimme genau der Richtige für Falconer ist. Und an dieser Stelle ist der rein akustisch begleitete Minnesang ein Hochgenuss! Zumindest bis zu dem Zeitpunkt an dem viel zu laut die Stimme von Evelyn Jons in das Lied plärrt und die Stimmung zerreißt. Die Gastsängerin hat mit ihrer zwar wohltrainierten, doch ebenso unpersönlich austauschbar klingenden Operettenstimme den Kern des Songs irgendwie nicht verstanden und somit das ganze Stück für mich ruiniert. Herzlichen Dank&#8230;</p>
<p>Zum Glück ist dieser Spuk schnell vorbei und genial ertönt der erste schwedischsprachige Song, <strong>“Vargaskull”</strong>. So heißt einen hier ein nordischer Chor willkommen, gefolgt von einem schnittigen Blastpart, worauf sich eine verhältnismäßig tiefe Blad-Gesangsmelodie mit einer minimalistischen Basslinie anschließen. Heraus kommt dabei eine leicht schräge, unheilvolle Stimmung, passend zum Thema der Wolfsjagd in diesem Song. Schon in Vergangenheit habe ich die schwedischsprachigen (Bonus-)Tracks mit Freuden verschlungen. Das passt ungemein zu Falconer, zumal sie der Band sowohl mehr Glaubwürdigkeit als auch Einmaligkeit verpassen. Der Chorus wirkt zwar verglichen mit dem Rest des Songs auch hier etwas zu fröhlich aufgelegt, doch das ist angesichts der Klasse des Songs zu verzeihen. Ich wollte vom Bandchef wissen, ob er sich auch ein Falconer-Album mit ausschließlich schwedischen Lyrics vorstellen kann&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Stefan Weinerhall</strong>: Ja, das kann ich. Und auch das Label fragt schon seit einigen Jahren danach. Dann müssen wir aber etwas gegen die Sprachbarriere tun <strong><em>(Anm. KKR: Da kann man doch die englischen Texte einfach mit ins Booklet drucken!?)</em></strong>. Ein ganzes Album auf Schwedisch verlangt den anderssprachigen Fans etwas zu viel ab, denke ich. Mal sehen, was wir da in Zukunft machen werden.</p></blockquote>
<p>Es folgt das gutklassige <strong>“Carnival of Disgust”</strong>, für dessen Videoclip Falconer extra ein paar Fans als “wilden Mob” engagiert haben. Der ist zwar ziemlich klein, aber immerhin wird die Hintergrundgeschichte recht deutlich: Der Mann kann nur seiner Todesstrafe entgehen, indem er selbst zum Scharfrichter wird&#8230;</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/TAFp4x6kkw0&#038;hl=en&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/TAFp4x6kkw0&#038;hl=en&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>Mathias&#8217; nordisch klingender A cappella-Part am Ende des Clips ist übrigens so nicht auf dem Album zu finden, eigentlich schade&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Stefan Weinerhall</strong>: Wir hatten den Song eigentlich schon fertig, aber der Regisseur des Videos wollte noch etwas Exklusives haben. Und so kam es, dass wir noch eine Intro und Outro nach seinen Vorstellungen kreierten.</p></blockquote>
<p><strong>“Mountain Men”</strong> startet schön intensiv mit durchgetretener Bassdrum und der wunderbar epischen, höfisch anmutenden Erzählweise, die Falconer so gut beherrschen. Nach etwa einer Minute gehen den Schweden jedoch die guten Ideen aus und es folgt ein total deplatziert wirkender abgedroschener Refrain. Zugegeben, Falconer hatten schon immer einfache und vor allem eingängige Refrains, aber die klangen einfach hochmelodisch gut &#8211; “Mind Traveller”, “Clarion Call”, “Northwind”, anyone? &#8211; das hier passt leider – wieder einmal, wie ich stets auf diesem Album feststellen muss – nicht zum Rest der Komposition. Selbst das kurze Zwischenspiel mit der Gastsängerin und der Übergang zum nächsten Schweden, <strong>“Viddernas Man”</strong>, klappt wunderbar. Doch auch hier ist der Refrain wieder einmal das Sorgenkind. Es ist traurig, denn der klingt wie unsere Totgeburt Deutscher Schlager, nur auf Schwedisch&#8230; Manchmal frage ich mich, ob Falconer am Ende eines Songs immer noch krampfhaft nach einem geeigneten Chorus gesucht haben und ob “Among Beggars and Thieves” unter Zeitdruck entstand&#8230;!?</p>
<blockquote><p><strong>Stefan Weinerhall</strong>: Ich denke, die ganze Arbeit hat ungefähr ein Jahr gedauert. Ich habe das meiste Material geschrieben. Mathias hat einen Text geschrieben, Jimmy hat ein paar Riffs beigesteuert. Es ist ja nicht so, dass ich verlange, das meiste selbst zu machen. Es ist einfach natürlich, da ich auch die Interviews führe, die Verantwortungen trage und auch die Band gegründet habe. Ich muss sogar die anderen bitten, mit ihren eignen Ideen zu kommen.</p></blockquote>
<p><strong>“Pale Light of Silver Moon”</strong> kann da noch am am ehesten an Glanztaten von früher anknüpfen: Schnell und melodisch stampft sich der Song ins Herz desjenigen, der das selbstbetitelte Debütalbum zu lieben weiß. Irgendwie simpel, aber immerhin nicht flach und ausgelutscht, wie so mancher Reinfall auf diesem Album. In <strong>“Boiling Led”</strong> können zwar hin und wieder gute Ideen aufblitzen, insgesamt präsentiert sich das Stück aber wieder eher mittelklassig und wird schnell in der Gesamtdiskographie untergehen. An das vor zwei Jahren erschienene großartige “Himmel så trind” erinnert <strong>“Skula, Skorpa, Skalk”</strong>: Fast ohne den Gebrauch von traditionellen Instrumenten wird hier allein durch die melodisch-erzählende Gitarrenführung und die minneartigen Gesangslinien eine dichte Folk-Atmosphäre erschaffen. Falconer waren ja schon immer bekannt für diese unkonventionelle Vorgehensweise. Leider etwas kurz, dieser tolle Titel.</p>
<p><img src="http://rockzoom.de/uploads/2008/09/falconer2008.jpg" alt="" title="Falconer 2008" width="320" height="200" class="alignleft size-full wp-image-885" />Definitiv Neuland betreten Falconer mit <strong>“Dreams and Pyres”</strong>. Die Band möchte also krampfhaft einen Epos komponieren!? Dann aber bitte nicht mit dieser Evelyn Jons, die bereits “A Beggar Hero” versaute. Und dann schaut man am besten auch nochmal zu den Landsmännern Dragonland herüber, um den richtigen Umgang mit Orchesterparts zu erlernen und nicht in pseudo-bombastischer Belanglosigkeit zu versinken. Oh, und dann geht es ja noch um Hexenverbrennung&#8230; wie kreativ! Hier fällt es auch besonders auf: Der aktuelle Rundling ist NOCH sauberer produziert als seine Vorgänger, fast schon zu sauber geleckt und klinisch korrekt&#8230; Zudem ist der abschließende Track an vielen Stellen einfach nur unglücklich zusammengestückelt. Nein danke, da bleib ich doch lieber Falconer-Purist&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Stefan Weinerhall</strong>: Ich würde gern ein ganzes Album im Stil von “Dreams and Pyres” machen, aber ich weiß, dass einige Fans sich beschweren würden, ein Song ist also genug. Ich weiß was ich will und was die Fans wollen. Es liegt also an mir, die Balance herzustellen: Das zu bieten, was die Leute wollen und dennoch den Spaß am Musizieren aufrecht zu erhalten. Wenn ich entscheiden könnte, dann gäbe es vier Balladen und der Rest wäre Songs wie “Dreams and Pyres” und nur sehr wenige Double Bass Drums. Ein Akustikalbum wird es aber nicht geben, zu viele Bands probieren das&#8230;</p></blockquote>
<p>Leider konnte ich noch nicht in ”Vi sålde våra hemman” hineinhören. Neben ”Dark Ages” stellt jener Song nämlich einen Bonustrack der limitierten Edition dar. Hierbei handelt es sich um eine schwedische Version des hervorragenden ”We sold our homesteads” vom Bandmeisterwerk ”Chapters From A Vale Forlorn”. Die Pianobeiträge und Orchestrationen stammen von Johannes Nyberg, mit dem die Band bereits in Vergangenheit mehrfach zusammenarbeitete.</p>
<p>Von der Vergangenheit zurück in die Gegenwart, und die sieht leider nicht ganz so glanzvoll aus. Als Konzeptalbum hat “Among Beggars and Thieves” jedenfalls klar versagt. Als Ansammlung guter Songs mit etlichen schwachen Songs kann man das neueste Album von Falconer aber durchaus hinnehmen. Wirklich überzeugen können mich nur “Field of Sorrow”, “Vargaskull”, “Pale Light of Silver Moon” und “Skula, Skorpa, Skalk”. Der Rest ist okay bis überflüssig, einfach nicht zwingend genug und ein bisschen uninspririert klingend. Schade, das ist nicht das Falconer-Niveau, das man gewohnt ist. Beim nächsten mal wird hoffentlich wieder alles besser, und wenn schon nicht rein akustisch, dann hoffentlich mal ausschließlich auf Schwedisch. Derweil erwarten wir schon einmal freudig das bald erscheinende Akustikalbum der Genrekollegen Elvenking&#8230;</p>
<p>&#8211;</p>
<p>>> <a href="http://www.falconermusic.com" target="_blank">www.falconermusic.com</a><br />
>> <a href="http://www.myspace.com/falconermusic/<br />
" target="_blank">www.myspace.com/falconermusic/<br />
</a></p>
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		<title>10. Barther Metal Open Air @ Freilichtb&#252;hne Barth &#124; 15.-16.08.2008</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Sep 2008 08:13:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Voodoo-Udo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mitte August hat Barth, ein 9000-Einwohner-Städtchen im östlichen Norden Deutschlands, stets viele Annehmlichkeiten in Spaziernähe zu bieten: ausgezeichnete Fischbrötchen, die gesunde Ostseeluft, einen gemütlichen Park und darin viel guten Metal unterschiedlicher Couleur und mehr oder weniger Gleichgesinnte. Die Freilichtbühne lockte dieses Jahr bereits zum zehnten Mal hierher, diesmal mit großer Betonung auf Underground Black Metal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://rockzoom.de/wp-content/uploads/2008/07/bmoa1.jpg"><img src="http://rockzoom.de/wp-content/uploads/2008/07/bmoa1-240x336.jpg" alt="" title="Barther Metal Open Air 2008" width="240" height="336" class="alignleft size-medium wp-image-695" /></a>Mitte August hat Barth, ein 9000-Einwohner-Städtchen im östlichen Norden Deutschlands, stets viele Annehmlichkeiten in Spaziernähe zu bieten: ausgezeichnete Fischbrötchen, die gesunde Ostseeluft, einen gemütlichen Park und darin viel guten Metal unterschiedlicher Couleur und mehr oder weniger Gleichgesinnte. Die Freilichtbühne lockte dieses Jahr bereits zum zehnten Mal hierher, diesmal mit großer Betonung auf Underground Black Metal und solche Bands, die man im weitesten Sinne als Pagan Metal bezeichnen kann. Wir konzentrieren uns hier auf eine Gesamtschau und die Highlights des stärker besetzten Samstags&#8230;</p>
<p>Mit der ersten Band startete man für einen Opener ungewohnt niveauvoll in den Tag. Während oft brutaler, stumpfer Death Metal die Aufgabe hat, die letzten Schläfer zu wecken und die Leute durch ebenso eingängige wie vorhersehbare Grooves vor die Bühne zu locken, hatte die Deathcombo <strong>FLESHLESS </strong>zwar mit derartigen Anheizern das Genre gemein, präsentierte dieses aber von seiner technisch herausfordernden und in Anbetracht des Alters dieser Band durchaus eigensinnigen Seite. Dass dabei auch passend eingebaute, groovige Passagen nicht zu kurz kamen, unterstreicht die Qualität dieser jungen, energiegeladenen Todesbleischützen.</p>
<p>Die Nachfolgeband <strong>DEADLY PALE</strong> gestaltete ihre musikalischen Kontraste gar noch extremer, von tödlicher Blässe also nichts zu spüren. Eher blutrot, wenn auch weniger auf eine ausgefeilte Technik betont wie Fleshless zuvor, schnellten Grindattacken aus dem Nichts auf die ahnungslosen Festivalbesucher nieder, um dann in flüssigem Übergang wieder zu gekonnt brutal groovenden Röchelparts überzugehen. Besonders was das Spiel mit dem Tempo angeht, könnten Bands wie Suffocation oder Nile dem Sound dieser Dortmunder Pate gestanden haben. Beide Deathbands dieses noch jungen zweiten Festivaltages stellten auf jeden Fall gute Einheizer dar – Mission “Weckt die verkaterten Besucher” also klar erfüllt. Was bereits positiv auffiel, war der schön druckvolle, jedoch auch ausgewogen aufeinander abgestimmte Sound in allen Ecken der Freilichtbühne, der hoffentlich nicht nur die brutal ballernden Bands in gutem Klanggewand dastehen lassen sollte.</p>
<p><a href="/photos/photo/2829924833/slartibartfass-16-08-2008-1.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Slartibartfass - 16.08.2008 #1"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3162/2829924833_e05e814857_m.jpg" alt="Slartibartfass - 16.08.2008 #1" width="160" height="240" class="alignright" /></a> <strong>SLARTIBARTFASS </strong>sollen also der neue Stern am Viking/Folk Metal-Himmel sein? Dies ließen sich wohl auch die Zuschauer sagen, denn schlagartig ist es ziemlich voll vor der Bühne geworden oder sie sind von TrollfesT vom Vortag noch so mit dem „Folk Partymetal“-Virus infiziert, dass ein Fortbleiben vom Auftritt der Band, deren Namen einer Figur aus dem berühmten „Per Anhalter durch die Galaxis“ entlehnt ist, einem Entzug gleichkommt. Die noch sehr junge Band ließ es  im prallen Sonnenschein jedoch verhaltener angehen, als man es erwartet hatte. Schwarzmetallisches Gekeif dominierte und die Band wirkte etwas defensiv auf der Bühne. Akzente konnten jedoch besonders durch die Dudelsack-Auftritte gesetzt werden. Ein Style-Punkt geht auch an den Bassisten: Sonnenbrille und Mittelalterhemd passen ja doch ganz gut zusammen. Ein paar mehr dieser selbstironischen Züge und der Bandname ist bald gerechtfertigt. Angesichts der Tatsache, dass nur wenig zuvor Sänger Daniel die Band verließ und Gitarrist Philipp auch noch diesen Posten übernahm, kann man den Auftritt der Schwaben doch als ganz gelungen bezeichnen, zumal das Publikum gut auf die Musik ansprach.</p>
<p></br></p>
<p><a href="/photos/photo/2830703648/heidevolk-16-08-2008-9.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Heidevolk - 16.08.2008 #9"><img class="alignleft" src="http://farm4.static.flickr.com/3246/2830703648_78f2760a15_m.jpg" alt="Heidevolk - 16.08.2008 #9" width="240" height="160" /></a> <strong>HEIDEVOLK </strong>– nach eigenen Angaben Dutch Pagan Folk Metal spielend &#8211; zeigten, wie so etwas aber wirklich auszusehen hat: Nicht immer böse schauen, auch mal lachen und das Publikum anfeuern, mit den Leuten und zugleich den Bandkollegen trinken und feiern, so geht der Wikinger-Metal. Besondere Stärke der durch und durch routinierten Holländer war neben ihren eingängigen, lebensstolzen und -frohen Melodien der doppelte Leadgesang von Joris und Mark. In einer Zeit, wo Klargesang lange nicht mehr so angesagt ist – vor allem in den folkigen Metalbereichen – wissen die Herren aus Gelderland mit ihrer intensiven Bühnenshow in Gewandung und reichlich flüssige Gaumengenüsse gehüllt selbst diejenigen zu überzeugen, die sonst nur wenig mit solcher Musik anzufangen wissen. Zeitweise standen sieben Musiker auf der Bühne, freuten sich miteinander um die Wette und sammelten mit ihren Ansprachen auf deutsch viele Sympathiepunkte im Metallager Barth.</p>
<p></br></p>
<p>Die Lust verging einem dann aber ganz und gar beim langen Soundcheck von <strong>PURGATORY</strong>, sodass die Anwesenheit am Honigbier-Stand – quasi noch als Nachhall der heidevölkischen Trinkweisen &#8211; sich für manchen als deutlich attraktiver herausstellte als der plakativ pentagrammbeladene und Schlagzeugtrigger-verseuchte Auftritt der Sachsen. Ebenfalls reichlich symbol- und gestenreich war die folgende Band <strong>VARG</strong>. Wenn man schon einen nordischen Namen zur Schau trägt, sollte man vielleicht doch wenigstens den Trinkruf “Skål!” fehlerfrei ausrufen können. Auch in Muttersprache wurde stets immer wieder zum “Saufen!” aufgerufen&#8230; Alles schön und gut, solange die Musik stimmt. Doch der manchmal recht vorhersehbare Pagan Black Metal bot ebenso wenig Grund zur deutlichen Beanstandung wie zu Lobeshymnen. Das Publikum war leicht zu begeistern und ließ sich nicht lange bitten, wenn Varg zum Mitmachen aufforderten. Dass es dieser Auftritt schaffte, trotz aggressiver Attitüde, viel zu oft vor sich hin zu plätschern und in einigen Augenblicken sogar ein unfreiwillig komisches Bild abgab, ist selbstverständlich die persönliche Meinung der Autoren, die ganz sicher von der begeisterten Menge vor der Bühne nicht geteilt werden würde; auch wenn es nicht wenige waren, bei denen die Coburger sichtlich genervte Blicke und einen Höflichkeitsapplaus ernteten. Wir wissen bis heute nicht genau, warum der Varg-Auftritt nach ein paar Songs schon abgebrochen wurde, scheinbar jedoch, weil der Veranstalter schon so früh am Tag mächtige Probleme hatte, den Zeitplan auch nur annähernd einzuhalten&#8230;</p>
<p><a href="/photos/photo/2829868825/the-monolith-deathcult-16-08-2008-5.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="The Monolith Deathcult - 16.08.2008 #5"><img class="alignleft" src="http://farm4.static.flickr.com/3077/2829868825_fcc9bcf7ed_m.jpg" alt="The Monolith Deathcult - 16.08.2008 #5" width="240" height="160" /></a> Die Stimmung stieg dann sofort wieder bei den ersten Tönen von <strong>THE MONOLITH DEATHCULT</strong>. Die sind für jeden ein Muss, der schon immer wissen wollte, ob man groovigen Death Metal mit elektronischen Versatzstücken und Industrial-Elementen anreichern kann, ohne die todesmetallische Essenz aufgeben zu müssen. Wie leicht sich derartige Zweifel zerstreuen lassen, konnten die Niederländer an diesem Nachmittag eindrucksvoll unter Beweis stellen. Die bewusst gewählte Kälte des neuesten Albums “Trivmvirate” war live kaum zu spüren – dafür agierte man viel zu energetisch, dynamisch und mitreißend. Zu dieser Lebendigkeit und Hitze, für die kraftvolle Rhythmusarbeit und sägende Riffs sorgten, setzte die kalte aus Loops, gruseligen Chorpassagen und Keyboard-Orchestrierungen bestehende Seite von The Monolith Deathcult immer wieder interessante und keineswegs uninspirierte Kontraste. Für viele Debatten hatte bereits im Vorfeld das in deutscher Sprache (auch auf Platte) gesungene “Kindertodeslied” gesorgt, das mit Ausschnitten aus “Der Untergang” und der Thematik von Kindersoldaten im Endkampf um Berlin provoziert. Dass die Band politisch vollkommen unbedenklich ist, muss man hoffentlich nicht mehr betonen – kann aber helfen, dieses Lied im richtigen Licht zu betrachten und als die grenzwertige, aber vielleicht gerade deswegen wichtige Provokation zu verstehen, die es ist.</p>
<p></br></p>
<p>Wer anschließend melodischen Black Metal hören wollte, der blieb zu <strong>SWORN</strong>. Wir taten&#8217;s nicht und begaben uns stattdessen auf Shopping- und Verköstigungstour&#8230;</p>
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		<title>Vertragslose Freimusik f&#252;r Folkhungrige #2: ELVARHØI</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jun 2008 23:35:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wieder einmal handelt es sich bei Elvarhøi um skandinavischen Folk, diesmal aber im Vergleich zu den von mir bereits vorgestellten Schweden Fejd mit (zumindest zeitweise) gehöriger Metal-Schlagseite. Dennoch ist es nicht sehr gewöhnlich, dass sehr junge Leute wie diese Norwegerinnen und Norweger sich zusammenfinden, um ausgerechnet eine folkorientierte Musik mit dem Aufdruck &#8220;Nationalromantic Metal&#8221; zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="center"><img src='http://rockzoom.de/wp-content/uploads/2008/06/elvar_logo.gif' alt='Elvarhøi logo' /></p>
<p>Wieder einmal handelt es sich bei Elvarhøi um skandinavischen Folk, diesmal aber im Vergleich zu den von mir bereits vorgestellten Schweden Fejd mit (zumindest zeitweise) gehöriger Metal-Schlagseite. Dennoch ist es nicht sehr gewöhnlich, dass sehr junge Leute wie diese Norwegerinnen und Norweger sich zusammenfinden, um ausgerechnet eine folkorientierte Musik mit dem Aufdruck &#8220;Nationalromantic Metal&#8221; zu fabrizieren.<span id="more-569"></span> Dabei nannte man sich ganz zu Beginn noch Oddvar Steinkjempe og de Grimme Granskoger, was soviel heißt wie &#8220;Oddvar Steinriese und der grimmige Fichtenwald&#8221; und eher eine Nonsens-Band darstellte. Doch mit den ersten Songs nahm die Musik immer mehr Gestalt an und bekam schließlich einen naturmystischen, schon beinahe ätherischen Touch. Und so heißt die deutsche Übersetzung zum heutigen Namen &#8220;Elfenheim&#8221;. Multiinstrumentalist, Text- und Songschreiber Magnus über die eigentliche Entstehung seiner Band im Jahr 2004:</p>
<blockquote><p>Ivar und ich haben Elvarhøi hauptsächlich gegründet, um Musik wie jene zu machen, die wir uns auch selber gern anhören. Und zu dieser Zeit war das für mich fast ausschließlich Folk Metal á la Elvenking, Skyclad oder Ásmegin. Wir wollten dies auf unsere eigene Weise bewerkstelligen, und so fühlte es sich für uns nur natürlich an, die Kultur unseres eigenen Volkes als Basis dafür zu nutzen. Die Nationalromantik folgte auch ganz natürlich, denn die diese norwegische Geistesströmung des 19. Jahrhunderts stellt das offensichtliche Portal dafür dar. Für mich bezeichnet “Nationalromantic Metal” Musik, die den Geist der nationalromantischen Periode auf “Heavy Metal-Art” weiterträgt. Wir benutzen diese Bezeichnung auch gar nicht mehr so häufig, da es möglich ist, dass mancheiner sie als Euphemismus von Nazismus verstehen könnte. Nach dem Trubel der deutschen Antifa respektive der Paganfest Tour scheint es immer noch, dass manche Leute denken, Folk/Pagan Metal ist Nazimusik.<br />
(<strong>Magnus André Wandås</strong>: violin, flutes &#038; more)</p></blockquote>
<blockquote><table border="0">
<tr>
<td><em>Han så dei vakre utpostane<br />
Dei stolte og majestetiske fjell<br />
uberørt av menneskanes herjing<br />
usett av andre enn han selv</em></td>
<td><em>(He could see the beautiful frontiers<br />
the proud majestic mountains<br />
unspoiled by the ravages of man<br />
unseen by anyone but him</em></td>
</tr>
</table>
<table border="0">
<tr>
<td><em>Vil den reine lufta bli reinare?<br />
Dei solblanke dagar bli lysare?<br />
Stjerneblanke netter bli vakrare?<br />
Eller ville dei døy?</em></td>
<td><em>Will clean air smell any sweeter?<br />
Will sunny days be any brighter?<br />
Starry nights hold more wonder?<br />
Or will they be gone?)</em></td>
</tr>
</table>
</blockquote>
<p>Wer darin Nährboden für Nationalsozialismus sieht, der muss wohl paranoid sein, verfolgt von einem Männlein mit quadratisch gestutztem Oberlippenbart, welcher, hätte er die wahre Schönheit dieses Liedes, dieser Liedsituation, verstanden, nie imstande gewesen wäre, die in seinem Namen begangenen Verbrechen geschehen zu machen. Doch dies ist ein Kapitel, welches noch viele Seiten füllen würde. Voller Frieden &#8211; nicht mit Blauäugigkeit, <img src='http://rockzoom.de/wp-content/uploads/2008/06/elvarhoi2006.jpg' alt='Elvarhøi 2006' class="float_left"/>sondern mit fern schweifendem Blick &#8211; sind die letzten Worte der ersten Demo-CD von Elvarhøi. Und aufgrund der Wichtigkeit des immer wieder auftauchenden leidigen Themas &#8220;Nationalsozialismus im Metal&#8221; möge man mir verzeihen, mit dem eigentlichen Schluss begonnen zu haben&#8230;</p>
<p>Die jungen Skandinavier haben zwar erst eine Demo zurechtgezaubert, doch ist die im letzten Jahr neu gemixte Version von &#8220;Fjellet Faller Aldri&#8221; seit einiger Zeit kostenlos von der liebevoll aufgemachten <a href="http://www.elvarhoi.com" target="_blank">Bandwebseite</a> in voller Länge herunterladbar. Zwar muss man auf diese Weise auf das fantastische Cover-Artwork der mit der Band befreundeten Sara Bruun verzichten, und das ist gerade schade für diejenigen, die den aquarell verspielten Illustrationsstil des J.R.R. Tolkien sehr mögen, doch gibt es zum Trost auch ein wunderschönes Wallpaper auf der besagten Bandseite, welches die Kühle der rein digital vorliegenden Musik durch die natürliche Frische einer hübschen Fjellansicht würdig wettmachen sollte. Auch in Zukunft wird Sara zum Elvarhøi-Konzept beitragen:</p>
<blockquote><p>Man kann sich absolut sicher sein, dass sie auch in Zukunft für unser Artwork verantwortlich sein wird. Es existiert bereits ein großartiges Ölgemälde zu &#8220;Endekvad&#8221;. Ihr visueller Ausdruck und unsere Musik gehen Hand in Hand. Es wäre einfach nicht vollständig ohne ihre Kunst. (<strong>Magnus André Wandås</strong>: violin, flutes &#038; more)</p></blockquote>
<p>Doch bevor über Zukunftsmusik geschrieben wird, ein Blick auf die bisher vorliegenden Ergebnisse&#8230;</p>
<p></script><img src='http://rockzoom.de/wp-content/uploads/2008/05/elvar_fjellet_klein.jpg' alt='Elvarhøi: Fjellet Faller Aldri (2006)' class="float_left"/><br />
1. Eg rodde meg ut... [<a href="http://www.elvarhoi.com/audition/release_track_audio_dl2.php?id=9">Download</a>]<br />
2. Drikkevise [<a href="http://www.elvarhoi.com/audition/release_track_audio_dl2.php?id=10">Download</a>]<br />
3. Trú [<a href="http://www.elvarhoi.com/audition/release_track_audio_dl2.php?id=11">Download</a>]<br />
4. Skogens Vandrar [<a href="http://www.elvarhoi.com/audition/release_track_audio_dl2.php?id=12">Download</a>]<br />
5. Daudeskaar [<a href="http://www.elvarhoi.com/audition/release_track_audio_dl2.php?id=13">Download</a>]<br />
6. Venelite [<a href="http://www.elvarhoi.com/audio/6_Venelite.mp3">Download</a>]<br />
7. Lykkejegaren [<a href="http://www.elvarhoi.com/audition/release_track_audio_dl2.php?id=15">Download</a>]</p>
<p>---<br />
Bonus Tracks der Remix-Version:<br />
8. Skogens Vandrar (Live) [<a href="http://www.elvarhoi.com/audition/release_track_audio_dl2.php?id=16">Download</a>]<br />
9. Venelite Blues Solo [<a href="http://www.elvarhoi.com/audition/release_track_audio_dl2.php?id=17">Download</a>]<br />
10. Lykkejegaren<br />
(Original Sing a-long Version) [<a href="http://www.elvarhoi.com/audition/release_track_audio_dl2.php?id=18">Download</a>]</p>
<p>Über die Musik an sich braucht man nicht viele Worte verlieren. Für all jene Internetnutzer, die jedoch nicht mit einer schnellen Breitband-Verbindung ausgestattet sind, vielleicht trotzdem noch ein paar Worte, während die Lieder Platz auf dem heimischen PC finden: Wie man an den Titeln schon erkennen kann, sind alle Lieder in norwegischer Sprache gehalten. Alles andere wäre für norwegische Nationalromatik auch widersinnig. Und so beginnt die EP mit einem sehr kurzen "angestromten" traditionellen Stück aus Norwegen, bevor mit <strong>"Drikkevise"</strong> das erste Stück aus der eigenen Feder ertönt. Eine junge angenehme Männerstimme, Gustav Jørgen Pedersen, geleitet neben Maultrommel, Akustikgitarre, Violine, Blockflöte und  schön stark verzerrter E-Gitarre und allerhand Stimmgewirr ("Hei Skål!") durch den Trinkspruch. Das hört sich vielleicht nach allerhand an, doch bleibt Elvarhøis Musik stets recht einfach und transparent, sehr liedhaft mit typischer Strophe-Refrain-Struktur.</p>
<p>Etwas sehnsüchtiger ertönt <strong>"Trú"</strong> vor allem aufgrund des mehrstimmigen Gesangs der jungen Männer. Eine tragende Rolle spielen außerdem die sanfte Flötenmelodie und als Kontrastprogramm die hoffentlich absichtlich sehr kantig verzerrte Gitarre. Doch angesichts der Tatsache, dass es sich bei der aktuellen Version von "Fjellet Faller Aldri" nicht nur um eine neu gemasterte sondern komplett frisch gemixte Fassung handelt, macht die Band deutlich, dass diesmal nichts dem Zufall überlassen wurde...</p>
<blockquote><p>Nun, wir haben nicht wirklich ein professionelles Studio, nur mich und meinen Computer. "Oppi Fjellet Studios" war Gustavs Haus, bei mir zu Hause sind die "Uti Skauen Studios". Es gibt (noch) keine extra dafür eingerichteten Räume, doch es klappt bisher ganz gut was die elektrischen Instrumente angeht, während wir mit den akustischen Instrumnten gern draußen experimentieren. In der Natur haben sie ihren ganz einmaligen Klang, der in einem Studio nicht gut reproduziert werden kann. <img src='http://rockzoom.de/wp-content/uploads/2008/06/elvarhoi_magnus.jpg' alt='Magnus (Elvarhøi)' class="float_left"/>Andererseits, es kann durchaus andere Probleme geben: Es fliegt zum Beispiel ein Flugzeug vorbei und ruiniert den ganzen Take oder man muss früh mit den Aufnahmen aufhören, weil es zu dunkel oder zu kalt wird. Drinnen gibt es diese Probleme natürlich nicht.<br />
(<strong>Magnus André Wandås</strong>: violin, flutes &#038; more)</p></blockquote>
<p>Mit <strong>"Skogens Vandrar"</strong> wird der Abwechslung genüge getan und ein rein akustischer, sehr verträumter Song schwebt nur so dahin und stellt eine willkommene Pause dar. Die Liveversion der remixten Edition ist da schon etwas anders, mitunter auch gewöhnungsbedürftig, doch immerhin noch der lohnenswerteste Track der "Bonusdreingaben" auf "Fjellet Faller Aldri 2.0". Die anderen "Boni" kommen in Form eines sehr kurzen und merklich lauter gemasterten Bluessolo zu "Venelite" und einer Liveversion des schon positiv von mir erwähnten "Lykkejegaren" daher. Diese ist jedoch mehr als nur missglückt. Klingt als ob ein paar besoffene Halbstarke sich zu einer sehr spontanen Aktion hinreißen ließen. Tat das Not?</p>
<blockquote><p>Hehe. Nein, das war ganz und gar nicht nötig. Vielleicht war es auch keine so gute Idee. Es gab ursprügnlich sogar ein paar mehr. Wir spielen viele Soli und komische Dinge während unserer Aufnahmen, also vor und nach den eigentlichen Takes, um einen gewissen Groove zu bekommen. So kam zum Beispiel das "Venelite Blues Solo" zustande, obwohl es eine vollkommen andere Stimmung hat. Ich habe es übrigens als Handy-Klingelton! Die Singalong-Version von "Lykkejegaren" war sogar noch überflüssiger. Ursprünglich war "Lykkejegaren" auch nur ein Dort-und-auf-der-Stelle-Song eines späten Abends im Studio, quasi als Bonustrack gedacht. Die "Singalong Version" entstand als erste, aber am nächsten Morgen haben wir selbst nicht mehr verstanden, was wir uns bei dem Gesang dachten, waren aber mit den Gitarren sehr zufrieden. Und so nahmen wir das Ganze nochmal mit Gustav allein am Gesang auf. Nostalgiegefühle brachten die "Singalong Version" dann doch auf den Remix. Und deshalb sollten Veröffentlichungen wohl sorgam geplant werden! <img src='http://rockzoom.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Was wir ab sofort auch so handhaben wollen.<br />
(<strong>Magnus André Wandås</strong>: violin, flutes &#038; more)</p></blockquote>
<p>...<a href="../elvarhoi/2/">Weiterblättern</a>!? --></p>
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		<title>Dieses Jahr wird ein Heidenspa&#223;!</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Feb 2008 10:37:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von wegen Spartenfestivals sind eine eintönige Sache. Allein das Ragnarök-Festival hat sich zu DEM Paganfestival schlechthin entwickelt und verspricht vor allem dieses Jahr Ende März eine angenehm dunkelbunte Mischung zu werden. Denn neben feucht-fröhlichem &#8220;Humpenheb-Metal&#8221; (Alestorm &#8211; der Name spricht Bände, Turisas, Svartsot oder TrollfesT), Sang und Klang heidnischer Heimaten (u.a. Menhir, XIV Dark Centuries, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von wegen Spartenfestivals sind eine eintönige Sache. Allein das <strong>Ragnarök-Festival</strong> hat sich zu DEM Paganfestival schlechthin entwickelt und verspricht vor allem dieses Jahr Ende März eine angenehm dunkelbunte Mischung zu werden. Denn neben feucht-fröhlichem &#8220;Humpenheb-Metal&#8221; (Alestorm &#8211; der Name spricht Bände, Turisas, Svartsot oder TrollfesT), Sang und Klang heidnischer Heimaten (u.a. Menhir, XIV Dark Centuries, Skyforger und Arkona) und erdachter Fantasiewelten (Elexorien, Battlelore und Winterdome) hat man auch eine reiche Palette an teutonischem Schwarzmetall zu bieten. <a href="http://www.ragnaroek-festival.com"><img src='http://rockzoom.de/wp-content/uploads/2008/02/ragnarok_flyer_klein.jpg' alt='Ragnarök 2008 Flyer' class="float_left"/></a> In diese Kerbe werden besonders Hellsaw, Helrunar, Minas Morgul, Sworn und Vreid hauen&#8230; Besonders erfreulich ist für mich dieses Jahr die Tendenz zu wirklich schwer zu kategorisierenden, ja beinahe elitären und vor allem einzigartigen Düsterkapellen aus aller Welt. So freue ich mich persönlich vor allem auf Agalloch, Negura Bunget, Sear Bliss und Primordial (wieder einmal) und nicht zuletzt auch auf eine gnadenlos walzende Show seitens Unleashed, die neben Killing Spree und Norther das einzige Death-Aufgebot stellen werden.</p>
<p>Am 28. und 29. März wird die fünfte Auflage des Festivals erneut in der Stadthalle Lichtenfels im schönen Franken stattfinden. Der Vorverkauf ist im vollen Gange (30€ VVK/35€ AK für beide Tage, Tageskarten á 20€ AK), und wer noch Schlafhallentickets für die begehrte Halle 1 beziehen möchte (Halle 2 befindet sich etwa 2km von der Location entfernt), der sollte sich sputen&#8230; Ansonsten gibt es für die &#8220;echten Weiber und Kerle&#8221; in 3km Entfernung einen Zeltplatz, allerdings sollte man sich vorher kundig machen, ob dieser nicht wegen Überflutung geschlossen ist. Eine Liste mit zahlreichen privaten Unterkünften findet sich neben zahlreichen weiteren nützlichen Informationen sowie dem gesamten Billing auf der offiziellen Festivalwebseite:</p>
<p><a href="http://www.ragnaroek-festival.com">http://www.ragnaroek-festival.com</a></p>
<p>RockZOOM wird auf jeden Fall dabei sein. Vor allem auch, um von verschiedenen Seiten (Bands, Besucher, Veranstalter&#8230;) Eindrücke dieses Events einzufangen, welches sich vor allem in den vergangenen beiden Jahren (allen voran von der misslungenen ARD-Polylux-&#8221;Reportage&#8221;) nationalsozialistische Assoziationen gefallen lassen musste. Nicht nur eine deutliche Distanzierung von rechtsradikalen Inhalten ist auch dieses Jahr gefragt, jeder Besucher sei auch dazu aufgerufen, Träger verbotener Symboliken und besonders verdächtige Personen dem Security-Personal zu melden und ein Zeichen zu setzen:</p>
<p>Trinkt mit Iren, Russen, Rumänen, Österreichern, Ungarn, Amerikanern, Norwegern, Letten, Schotten, Dänen, Finnen, Schweden, Holländern und Gästen weiterer Nationen auf die friedliche Völkerverständigung!</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Ein weiteres Schmankerl für den Folk Metal-Freund stellt die kommende <strong>Paganfest Tour</strong> dar. Dazu muss man nicht einmal weit reisen, denn Ensiferum, Korpiklaani, Moonsorrow, Eluveitie und Týr kommen sicher auch in eure Nähe dank der guten Auswahl der schön verteilten Spielorte. Große Besonderheit hierbei ist, dass sich so genannte &#8220;local bands&#8221; als Support bewerben können. Bewerbungsmodalitäten sowie Möglichkeiten zur Abstimmung über die Lokalsupports findet man auf der <a href="http://www.paganfest.net/">offiziellen Tourseite</a>. Es sei noch erwähnt, dass zusätzlich zu diesem Package in Essen die Pagan Blacker Helrunar und in München Equilibrium aufspielen werden. Nun aber alle Daten des europäischen Kreuzzuges auf einen Blick:</p>
<p><a href="http://www.paganfest.net/"><img src='http://rockzoom.de/wp-content/uploads/2008/02/paganfest.gif' alt='Paganfest Europe 2008' class="float_right"/></a>02.04 DE &#8211; Bremen, Tivoli<br />
03.04 NL &#8211; Tilburg, O 13<br />
04.04 BE &#8211; Antwerp, Hof Ter Loo<br />
05.04 DE &#8211; Essen, Funbox Amalie<br />
06.04 UK &#8211; London, Koko<br />
07.04 UK &#8211; Leeds, Rios<br />
08.04 UK &#8211; Dudley, JBs<br />
09.04 FR &#8211; Paris, Locomotive<br />
10.04 CH &#8211; Pratteln, Z 7<br />
11.04 AT &#8211; Linz, Posthof<br />
12.04 AT &#8211; Wien, Planet Music<br />
13.04 CZ &#8211; Zlin, Masters of Rock Cafe<br />
14.04 HU &#8211; Budapest, Petoefi Hall<br />
15.04 AT &#8211; Innsbruck, Hafen<br />
16.04 DE &#8211; Ludwigsburg, Rockfabrik<br />
17.04 DE &#8211; Berlin, SO 36<br />
18.04 DE &#8211; Leipzig, Hellraiser<br />
19.04 DE &#8211; München, Backstage<br />
20.04 AT &#8211; Graz, Orpheum<br />
21.04 DE &#8211; Saarbrücken, Garage<br />
22.04 DE &#8211; Frankfurt, Batschkapp</p>
<p>Wir werden für euch in Leipzig dabei sein.<br />
Übrigens gibt es mit 10 Bands bisher mächtig viele Bewerber für die Kult-Location Hellraiser im Osten der Stadt. Unter anderem haben sich die den Szenekennern schon durchaus bekannten Thüringer Kombos Gernotshagen, Odroerir und XIV Dark Centuries um diesen vakanten Posten bemüht. Die hohe Bewerberzahl für Leipzig kann man sich dadurch erklären, dass abgesehen von Berlin Leipzig der einzige &#8220;Ost-Stop&#8221; der Tour ist. Beim Kauf eines Tickets zählt die eigene Stimme übrigens 10-fach, man darf also gespannt sein, wer hier das Rennen macht&#8230;</p>
<p><a href="http://www.paganfest.net/">http://www.paganfest.net/</a></p>
<p>&#8212;</p>
<p>Wie, immer noch nicht genug heidnische Festlichkeiten? Hier ist euer Plan für 2008:<br />
<font size="-2">(Angaben ohne Gewähr, bitte regelmäßig Festivalwebseiten checken, kein Anspruch auf Vollständigkeit)</font></p>
<p>14./15.03. &#8211; <a href="http://a431.ac-images.myspacecdn.com/images01/26/l_3a6a1189923ed7b0899c157107e8f466.jpg"><strong>Battle Metal Fest</strong></a>, Köln &#038; Essen [D] (mit SuidakrA, Obscurity, Fjoergyn, KromleK, Darkfall und Minjar)<br />
28./29.03.  &#8211; <strong><a href="http://www.ragnaroek-festival.com">Ragnarök Festival</a></strong>, Lichtenfels [D] (<em>Line-up siehe oben</em>)<br />
29.03. &#8211; <a href="http://www.burningstage.net/"><strong>Tomahawk Festival</strong></a>, Osnabrück [D] (mit Varg, Crematory, Turisas, Lacrimas Profundere, Primordial, Skyforger, Alestorm, Atargatis und Sworn)<br />
02.04.-22.04. &#8211; <a href="http://www.paganfest.net/"><strong>Paganfest</strong></a> (<em>Line-up siehe oben</em>)<br />
06.04. &#8211; <strong><a href="http://www.heidenei-festival.de/">Heidenei (Benefiz) Festival</a></strong>, Ludwigsburg [D] (bisher mit Agrypnie, Fjoergyn, Dorn, Throes of Dawn, Unlight und Lifthrasil) &#8230; Zu Gunsten des Weißen Rings<br />
20.04. &#8211; <strong><a href="http://www.lastfm.de/event/494250">Folk Metal Fest</a></strong>, St. Petersburg [RUS] (mit Månegarm, Nomans Land, Alkonost, Svartby und Fearlight)<br />
30.04. <strong><a href="http://www.nepherex.com/">NephereX Fest II</a></strong>, Dendermonde [B] (mit Cruachan, Waylander, Theudo, Wapenspraak &#038; Drinkgelag, Vinternatt, Huldrefolk und Klauwaert)<br />
02.-05.06. &#8211; http://www.festivalhopper.de/festival/tickets/zwergenaufstand.php<br />
06.06. &#8211; <strong><a href="http://www.northern-lights-festival.com/">Northern Lights Festival</a></strong>, Helfenberg [AT] (u.a. mit Týr, Finsterforst, Nomans Land, KromleK, Heidevolk, Alestorm, Svartsot, Asmodeus, Thrudvangar&#8230;)<br />
07.06. &#8211; <a href="http://http://www.rock-rainbow.ch/therockrainbow/index.php?section=calendar&#038;cmd=event&#038;id=38"><strong>Fiesta Pagana</strong></a>, Schmerikon [CH] (u.a. mit Finntroll, Mägo de Oz, Eluveitie, Menhir, Black Messiah, Alestorm, Svartsot, Odroerir, Heol Telwen&#8230;)<br />
27.06. &#8211; <strong><a href="www.waldschrat-openair.de/">Waldschrat Open Air</a></strong>, Montabaur [D] (u.a. mit Aes Dana, Finsterforst, XIV Dark Centuries, Black Messiah, Morrigan, Riger, Negură Bunget, Trollech, Gernotshagen&#8230;)<br />
04.07. &#8211; <strong><a href="http://www.hoernerfest.de/">Hörnerfest</a></strong>, Hamburg [D] (u.a. mit Týr, Adorned Brood, Rabenschrey, Heidevolk, Potentia Animi, Violet, WeltenBrand, Gernotshagen, Rayneke&#8230;)<br />
07.-08.08. &#8211; <strong><a href="http://www.party-san.net/openair/">Party.San Metal Open Air</a></strong>, Bad Berka [D] (u.a. mit Týr, Kampfar, Skyforger, Endstille, Vreid, Koldbrann, Tyrant&#8230;)<br />
15.08. &#8211; <strong><a href="http://www.barther-metal-openair.de/">10. Barther Metal Open Air</a></strong>, Barth [D] (u.a. mit Månegarm, Skyforger, TrollfesT, Heidevolk, Negură Bunget, The Awakening, Blodsrit, Sworn, Fleshless&#8230;)<br />
12.09. &#8211; <strong><a href="http://www.wolfszeit-festival.de.vu">Wolfszeit Festival</a></strong>, Hollfeld [D] (bisher mit Watain, Morrigan, Riger, Minas Morgul, Dies Ater, Helritt, Helfahrt und Schrat)<br />
- Später im Jahr auch ruhig nochmals auf <strong><a href="http://www.ultimaratio-festival.de/">www.ultimaratio-festival.de</a></strong> vorbeischauen!</p>
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		<title>PRIMORDIAL Release Party @ Button Factory, Dublin IE &#124; 19.01.2008</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Feb 2008 22:08:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Stimmung im Dubliner Ausgehviertel Temple Bar ist ausgelassen. Dabei ist&#8217;s noch nicht einmal 19 Uhr. Doch der Freitagabend beginnt mit dem Rugbyspiel Munster gegen die London Wasps. Sieg für die südirische Provinz. Es gibt nur einen Ort, der heute voller sein kann als einer dieser Rugby-Pubs, und das ist die Button Factory, wo am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Stimmung im Dubliner Ausgehviertel Temple Bar ist ausgelassen. Dabei ist&#8217;s noch nicht einmal 19 Uhr. Doch der Freitagabend beginnt mit dem Rugbyspiel Munster gegen die London Wasps. Sieg für die südirische Provinz. Es gibt nur einen Ort, der heute voller sein kann als einer dieser Rugby-Pubs, und das ist die Button Factory, wo am heutigen Abend <strong>Primordial </strong>ihre Releaseparty zum im November erschienenen(!) Album &#8220;To the Nameless Dead&#8221; feiern werden.<span id="more-435"></span></p>
<p>Meine Ankunft ist kurz nach Einlass und schon scheint der Laden übervoll. Am Ende sollten es 720 Gäste sein, kaum mehr fasst die Button Factory. Eine erstaunlich große Zahl der Anwesenden ist aus Deutschland, skandinavischen Ländern, Holland und sogar den USA angereist! <a href="/photos/photo/2262801289/graveyard-dirt-19-01-2008-3.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Graveyard Dirt - 19.01.2008 #3"><img class="alignleft" src="http://farm3.static.flickr.com/2400/2262801289_8c94fb420f_m.jpg" alt="Graveyard Dirt - 19.01.2008 #3" width="240" height="160" /></a> Im Vorverkauf ging gut ein Drittel an Nicht-irische Besucher. Volles Haus in der Heimatstadt, das ist selbst bei der wohl bekanntesten irischen Metalcombo Primordial keine Selbstverständlichkeit. Und so können <strong>GRAVEYARD DIRT</strong> gleich voll motiviert zulegen: Jawohl, auch für unbarmherzigen Doom mit herbem Deatheinschlag kann man motiviert sein. Paul Leyden und seine schwerwalzenden Kollgen stellen für mich eine positive Überraschung dar, denn nicht nur das Songmaterial präsentiert sich absolut bedrohlich, sondern auch das Gebahren der fünf Iren zeigt sich als eins mit der Musik&#8230; und schon hier wird klar: Der Sound ist am heutigen Abend brachial! An dieser Stelle ein uneingeschränkter Graveyard Dirt-Reinhörbefehl für all jene, die wissen wollen wie sich der mordende Ehegatte von My Dying Bride anhört: <a href="http://www.myspace.com/graveyarddirt" target="_blank">www.myspace.com/graveyarddirt </a><br />
 </br><br />
</br></p>
<p>Schon beim Winterfest in Cork habe ich mir vorgenommen, <strong>FOR RUIN </strong> genauer unter die Lupe zu nehmen. Doch irgendwie schaffen sie es auch diesmal nicht, meine Aufmerksamkeit halten zu können.<a href="/photos/photo/2263602886/for-ruin-19-01-2008-1.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="For Ruin - 19.01.2008 #1"><img class="alignright" src="http://farm3.static.flickr.com/2191/2263602886_0292cfd400_m.jpg" alt="For Ruin - 19.01.2008 #1" width="160" height="240" /></a>  Die Bühnenshow ist solide, die Musik eigentlich auch (siehe dazu <a href="http://www.myspace.com/forruinband" target="_blank">www.myspace.com/forruinband</a>), doch den Männern aus Cork fehlt (noch) klar das gewisse Etwas, das sie vom Rest der vielen Death mit Blackeinflüssen spielenden Bands abhebt. So wird die Zeit genutzt, um bei einem sündhaft teuren Stout (5 Euronen für 0,4l!) Bekanntschaften vom letzten Festival in Cork aufzufrischen&#8230;<br />
 </br><br />
</br></p>
<p>&#8230;Eine lange Wartezeit mit Intro eins, zwei und drei geht ins Land. Umso größer der Jubelsturm &#8211; und ohrenbetäubend &#8211; als die <strong>PRIMORDIAL </strong>schließlich die Bühne betreten und wie schon in Cork mit dem &#8220;To the Nameless Dead&#8221; Arschtrittopener &#8220;Empire Falls&#8221; von 0 auf 100 durchstarten. Aber bevor ich hier große Reden schwinge, möchte ich ganz einfach auf das Livevideo von Bomber &#038; Co. (Visons in Fear) verweisen: Jedesmal wenn ich mir dieses Video ansehe bekomm ich Gänsehaut auf feuchten Augen und bin einfach stolz bei diesem fantastischen Gig dabeigewesen zu sein.Ist schon eine coole Sache, dass man dieses Material der Öffentlichkeit bereitstellt, nun da es ja nicht für eine erste &#8220;richtige&#8221; DVD verwendet wird, da Primordial-Bassist Paul kurzfristig durch Gerry (Mael Mordha) ersetzt werden musste. Man möchte halt das Original-Lineup für die erste DVD haben, fair play und nun Vorhang auf für eine geballte Ladung &#8220;Empire Falls&#8221;:</p>
<p><embed src="http://lads.myspace.com/videos/vplayer.swf" flashvars="m=27251011&#038;v=2&#038;type=video" type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="346" align="center"></embed><br />
 </br><br />
</br></p>
<p>Es folgt das klagende &#8220;Gallow&#8217;s Hymn&#8221; zur Abkühlung&#8230; doch was heißt Abkühlung? Nemtheanga untermauert hier seine stimmliche Fitness, die schon beim Opener (hörte man über hunderte von schreienden Kehlen hinweg) überragend war. Sicher spielt da eine tosende Meute eine ganz besondere, zu Höchstleistungen anstachelnde Rolle. Was die Gitarristen Ciaran und Michael angeht, so agieren diese wieder auf ihre typische, doch eher in sich gekehrt und hier und da mal mit den Haaren schunkelnd. Dafür hat der Frontmann seine Fanschar voll im Griff, und kann die Spannung locker über den gesamten Abend halten &#8211; ja sogar noch steigern beim immer wieder gern performten Bandklassiker &#8220;Sons of the Morrigan&#8221;, denn nachdem sich das hochverehrte Publikum bereits mit einem vielfachen &#8220;Sing sing sing to the slaves&#8230; that Rome burns&#8221; selbst in ekstatische Zustände beschworen hat, wird nun ähnlich wie bei der neuen Bandhymne &#8220;Empire Falls&#8221; jede Textzeile fleißig mitgesungen&#8230; und sowas erleben Primordial erst nach 17 Jahren Bandgeschichte&#8230; zumindest in diesem Umfang.</p>
<h4>Primordial&#8217;s fighting men &#038; women</h4>
<p><a href='/photos/album/72157600465197937'><img src='http://flickr.rockzoom.de/20080123-Primordial/fm1.jpg' class='float_left' /></a><a href='/photos/album/72157600465197937'><img src='http://flickr.rockzoom.de/20080123-Primordial/fm2.jpg' class='float_left' /></a><a href=/photos/album/72157600465197937'><img src='http://flickr.rockzoom.de/20080123-Primordial/fm3.jpg' class='float_left' /></a></p>
<div class='falbum-clear-left'></div>
<p>>> <a href='/photos/album/72157600465197937'>zu allen Bildern von Primordial</a></p>
<p>Beim letzten Song des offiziellen Sets kocht die Stimmung dann vollends über&#8230; &#8220;This is your song!&#8221;&#8230; das ließen sich so manche Crowdsurfer nicht zwei mal sagen und die Fans mussten ziemlich die Köpfe einziehen, um während des in massiver Überlänge (aber geil!) gespielten &#8220;Song of the Tomb&#8221; nicht in selbiger Gruft zu landen. Ganz logisch, dass man dann lauthals nach mehr verlangt, immerhin fehlen ja auch noch Übersongs wie &#8220;Heathen Tribes&#8221;, an diesem Abend angesichts der vielen ausländischen Besucher natürlich bestens passend, oder gar das stets ergreifende &#8220;The Coffin Ships&#8221;&#8230;<a href="/photos/photo/2263621332/primordial-19-01-2008-12.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Primordial - 19.01.2008 #12"><img class="alignleft" src="http://farm3.static.flickr.com/2178/2263621332_92328a29a4_m.jpg" alt="Primordial - 19.01.2008 #12" width="160" height="240" /></a>  Beide Stücke sollten als Zugaben noch kommen und frenetisch abgefeiert werden. Besonders bei den Sargschiffen läuft es einem wieder einmal eiskalt den Rücken hinunter. Auch keine Überraschung sind die beiden letzten Zugaben &#8220;Gods to the Godless&#8221; und das uralte &#8220;To Enter Pagan&#8221;, welches dieser Tage live aber noch viel besser klingt als auf dem Primordial-Demo &#8220;Dark Romanticism&#8221;.<br />
 </br><br />
</br></p>
<p>Ein einziger Wehrmutstropfen bleibt für mich: Gerade bei einer Releaseparty hätte ich mir den ein oder anderen alternativen, schon lange nicht mehr (oder noch nie!) gespielten Leckerbissen gewünscht. Man nehme dazu einen beliebigen der ausschließlich genialen Tracks auf &#8220;Storm Before Calm&#8221; oder &#8220;The Burning Season&#8221; vom dritten Full-Length&#8230; nur als Beispiele, denn ich denke dass man auf der anstehenden Heathen Tribes Festival Tour kaum Zeit finden wird, olle unbekannte Kamellen zu spielen, aber vielleicht bin ich auch allein mit diesem Wunsch?&#8230; Doch was mecker ich da eigentlich? Das war mit Abstand der beste Primordial-Gig, wohl auch einer der besten Gigs überhaupt, denen ich bis dato beiwohnen durfte!</p>
<p>Das DVD Shooting soll übrigens eines Tages in Dublin nachgeholt werden&#8230; Ob man dann diese fantastische Atmosphäre noch einmal so hinbekommen wird? Man sollte auf jeden Fall drüber nachdenken, sich dann in den Flieger nach Baile Átha Cliath zu setzen.</p>
<blockquote><h4>PRIMORDIAL Setlist</h4>
<p><a href="/photos/photo/2262831249/primordial-19-01-2008-17.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Primordial - 19.01.2008 #17"><img class="alignright" src="http://farm3.static.flickr.com/2268/2262831249_e15e60294f_m.jpg" alt="Primordial - 19.01.2008 #17" width="160" height="240" /></a><br />
</br></p>
<p>01. Empire Falls<br />
02. Gallow&#8217;s Hymn<br />
03. The Golden Spiral<br />
04. Autumn&#8217;s Ablaze<br />
05. As Rome Burns<br />
06. Sons of the Morrigan<br />
07. No Nation on this Earth<br />
08. The Song of the Tomb<br />
&#8212;&#8212;&#8212;<br />
09. The Coffin Ships<br />
10. Heathen Tribes<br />
11. Gods to the Godless<br />
&#8212;&#8212;&#8212;-<br />
12. To Enter Pagan</p></blockquote>
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		<title>Vertragslose Freimusik f&#252;r Folkhungrige</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Feb 2008 17:05:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
				<category><![CDATA[pleasing sounds]]></category>
		<category><![CDATA[fejd]]></category>
		<category><![CDATA[folk]]></category>
		<category><![CDATA[folk metal]]></category>
		<category><![CDATA[folk rock]]></category>
		<category><![CDATA[garmarna]]></category>
		<category><![CDATA[schweden]]></category>
		<category><![CDATA[swedish folk]]></category>

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		<description><![CDATA[Trotz der Tatsache dass das schwedische Wort &#8220;fejd&#8221; der deutschen Fehde, dem Streit, gleichkommt, ist die Qualität dieser nordischen Folkmusik unstrittig gut! Nur unweit nördlich Göteborgs liegt die Heimat von diesen &#8220;Streithähnen&#8221; um die Brüder Rimmerfors. Dabei sind Fejds Absichten durchaus friedlicher Natur: Ein Becher Wein in guter Gesellschaft, ein paar Worte über &#8220;en tid [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://rockzoom.de/wp-content/uploads/2008/02/fejdband.jpg' alt='Fejd' class="float_left"/>Trotz der Tatsache dass das schwedische Wort &#8220;fejd&#8221; der deutschen Fehde, dem Streit, gleichkommt, ist die Qualität dieser nordischen Folkmusik unstrittig gut! Nur unweit nördlich Göteborgs liegt die Heimat von diesen &#8220;Streithähnen&#8221; um die Brüder Rimmerfors. Dabei sind <strong>Fejd</strong>s Absichten durchaus friedlicher Natur:<br />
Ein Becher Wein in guter Gesellschaft, ein paar Worte über &#8220;en tid som var&#8221;, einer Zeit die mal war&#8230; und nach dem andächtigen Blick ins Feuer vielleicht ein Tänzchen &#8211; das sind Fejd aus Lilla Edet.</p>
<p>Jede einzelne der bisher erschienenen drei Demo-CDs zeichnet sich durch diese typischen Stimmungsgegensätze traditioneller Musik aus. Erstaunlich ist hierbei nicht nur die musikalische Ausgeglichenheit, die Fejd trotz der vielen Gegensätze aufrecht erhalten, sondern auch die sehr professionelle, organische Produktion aller EPs. Gerade unter Kopfhörern ist ein Abtauchen ins fölkische Schweden garantiert&#8230;</p>
<p>&#8230;Dafür sorgt auch die hohe Musikalität Fejds. So steckt dieser Folk nicht nur voller traditionsreicher nordischer Instrumente (Nickelharpa, Maultrommel, Bouzouki, Hurdy Gurdy, schwedischer Dudelsack etc.), sondern hat auch viel damit auszudrücken: Akustikgitarrensoli träffar besinnlich-minimalistische Ohrwurmmelodien träffar verspieltes Alle-Beisammen-Musizieren, und oftmals brechen die Strukturen aus der typisch einfachen Strophe-Refrain-Liedelei aus und bahnen sich allein ihren Weg durch schwedische Wälder. Und dort klingt einer, als wäre er lange draußen gewesen, hätte viel kalte Luft eingeatmet: Patrik Rimmerfors ist nicht nur für die meisten Folkinstrumente verantwortlich, er übernimmt auch den Löwenanteil des äußerst angenehmen Gesangs: leicht angerauht, leicht gerollt, mal melodisch trancierend, mal feucht-fröhlich und tanzbar feiernd, doch immer mit diesem sehnsüchtig-stolzen Unterton&#8230;</p>
<div align="center">
<table border="0">
<tr>
<th>Eld (2002)</th>
<th>Huldran (2004)</th>
<th>I en tid som var (2006)</th>
</tr>
<tr>
<th><img src='http://rockzoom.de/wp-content/uploads/2008/02/cover_eld.jpg' alt='Fejd - Eld (2006)' /></th>
<th><img src='http://rockzoom.de/wp-content/uploads/2008/02/cover_huldran.jpg' alt='Fejd - Huldran (2004)' /></th>
<th><img src='http://rockzoom.de/wp-content/uploads/2008/02/cover_ientid.jpg' alt='Fejd - In en tid som var (2002)' /></th>
</tr>
</table>
</div>
<p></br><br />
So <em>ganz </em>traditionell geht man jedoch nicht zu Werke: Die Handhabung der Drums verleugnet die ursprüngliche Metalherkunft nicht. Keyboarder Lennart Specht sowie das Rhythmusduo Thomas Antonsson (Bass) und Esko Salow (Drums) entstammen der Metalband Pathos. Letztere haben außerdem ihre metallischen Wurzeln in Form von Nostradameus, die Power Metallern ein Begriff sein könnten. So kann man Fejd im Endeffekt vielleicht &#8220;Swedish Folk Rock&#8221; nennen&#8230;</p>
<p><img src='http://rockzoom.de/wp-content/uploads/2008/02/fejd.jpg' alt='Fejd live' class="float_left"/>Wobei man sagen muss, dass &#8220;Huldran&#8221;, mein persönlicher Favorit vor allem mit der Hexenverfolgungs-Elegie &#8220;Bed för din själ&#8221;, klar die am spirituellsten klingende Demo mit vielen kleinen Geheimnissen ist, der älteste Output &#8220;I en tid som var&#8221; zeugt hingegen deutlich von der metallischen Vergangenheit der Protagonisten, vor allem was die Drums angeht, deren Rhythmen mich häufig auch an die Landsmänner und -frau von <strong>Garmarna </strong>denken lassen&#8230;</p>
<p>Doch das Beste daran: Es kostet nicht einmal was, denn diese drei Demos stehen in aller Vollständigkeit inklusive der schwedischen und neuerdings auch ins Englische übersetzten Lyrics zum Download bereit. Wagt einen Blick auf die liebevoll gestaltete Heimseite&#8230; und wenn es gefällt, dann verdammt nochmal kauft die &#8220;Huldran&#8221;-EP für läppische 7 Euronen inklusive Versand. Die Frage ist nur, ob jemals jemand auf meine E-Mail-Anfrage antworten wird&#8230; Ist der versuchte Erwerb einer solchen CD nicht von Erfolg gekrönt, so sollte man im Hinterkopf behalten, dass Fejd im September letzten Jahres drei neue Songs für ihr Debütalbum audfgenommen haben und sich nun damit auf Labelsuche machen. Möge jene glücken, diese Folker haben&#8217;s verdient!</p>
<p><a href="http://www.fejd.se">www.fejd.se</a></p>
<p>Oder eben so:<br />
<a href="http://www.myspace.com/fejd">www.myspace.com/fejd</a></p>
]]></content:encoded>
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