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	<title>Rockzoom &#187; doom</title>
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		<title>MADDER MORTEM: &quot;Eight Ways&quot;</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 15:12:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So ist das manchmal mit den digitalen Promoexemplaren aus diversen &#8220;iPools&#8221; und von Webseiten, von denen der Rezensent wassergezeichnet seine Kopie laden kann: schnell und bequem zieht man sich das gute Stück auf die Festplatte, schaut oder hört kurz rein und rascher als man oft möchte verschwindet das immaterielle Werk hinter vielen virtuellen Fenstern im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So ist das manchmal mit den digitalen Promoexemplaren aus diversen &#8220;iPools&#8221; und von Webseiten, von denen der Rezensent wassergezeichnet seine Kopie laden kann: schnell und bequem zieht man sich das gute Stück auf die Festplatte, schaut oder hört kurz rein und rascher als man oft möchte verschwindet das immaterielle Werk hinter vielen virtuellen Fenstern im Einsen-und-Nullen-Nimbus&#8230; Die gute alte CD im Pappschuber mit den Worten &#8220;This cd is property of So-und-so Records and must be returned on demand&#8221; mahnte den Schreiberling mit seiner physischen Präsenz stets an seine Pflicht, seine Eindrücke zeitnah in Worte zu gießen&#8230;</p>
<p>Wie dem auch sei, um ein Haar ereilte eben dieses Schicksal auch ein wahrhaft fantastisches Album jüngerer Vergangenheit. Dabei hatten mich die Norweger Madder Mortem mit ihrem mittlerweile fünfte Album &#8220;Eight Ways&#8221; beim ersten Anhören einfach nur umgehauen. Schon eine Schande, dass ich noch nie zuvor von diesen herrlich unprätentiös spielenden Progressive Metalern gehört hatte.</p>
<p><strong>Madder Mortem: &#8220;Eight Ways&#8221;</strong><br />
 (VÖ: 22.05.2009)<img src="/wp-content/uploads/2009/08/maddermortem.jpg" alt="Madder Mortem: &quot;Eight Ways&quot; (2009)" title="Madder Mortem: &quot;Eight Ways&quot; (2009)" width="200" height="200" class="alignleft size-full wp-image-2438" /><br />
Und dass Madder Mortem anders sind als die Frickelfreunde von Dream Theater und Co., merkt man schon an den ersten Tönen des Openers &#8220;Formaldehyde&#8221; (interessanter Titel übrigens): In einem geheimnisvollen Hintergassentreffen begegnen sich audiophil hallend zehenspitzentänzelnde Bassläufe und das vorsichtig tastende Schlagzeug (dann eher ein Tastzeug) und bekommen Gesellschaft von zwei jazzend daherschwankenden, unverzerrten E-Gitarren und trippelnder Percussion&#8230; Und dann diese Stimme! Agnete M. Kirkevaag erinnert herrlich an ihre große Landsfrau Kari Bremnes, welche wiederum mit ihrer warmen Stimme bereits seit Jahrzehnten poppigen Jazz mit diesem &#8220;typisch nordischen&#8221; Touch versieht&#8230; Seelenwärme im rauen Nordklima, ihr wisst schon. Emotional und reif, nicht so ein Gekiekse oder Operngeträller wie bei diesen ganzen Melometalgoten. Es liegt wohl an der ausgereiften vollen Stimme, der es trotz ihres mal ganz vorsichtig formulierten &#8220;mütterlichen&#8221; Klanges nicht an Interessantheit und Intensität mangelt. Mehr Beweise für die verblüffende Ähnlichkeit dieser beiden Damen? &#8220;Riddle Wants to Be&#8221;. Bevor hier nämlich in ein metallös-infernales Riffgeböller abgefeuert wird, darf man in angenehmen Jazzpop baden. Noch eine Kostprobe? &#8220;Armour&#8221;, ohne Worte:</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/snRuKKQbmwU&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/snRuKKQbmwU&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>In den heftigeren Passagen &#8211; und die gibt es nicht zu knapp &#8211; werden übrigens auch Erinnerungen an die großartigen Amaran (R.I.P.) wach. Auch die von uns vor nicht allzu langer Zeit vergötterte Rose Kemp darf hier als Referenz herangezogen werden, so man denn überhaupt schon mit der Musik dieser hervorragenden, nicht eindeutig eintütbaren Garagengöttin machen durfte.</p>
<p>Ihre Wurzeln haben Madder Mortem, die es immerhin bereits seit 1993 gibt, im Doom- und Gothicbereich. Gelegentlich blitzt ein hier und da noch ein Gothicdrive durch, was durchaus nicht unangenehm klingt&#8230; natürlich nicht von der Art Pannesamt und Patchouli, sondern eher Erdigkeit und Endzeitstimmung wie sie in etwa stes bei Sentenced herüberkamen. Gerade solche Melodien sind es dann auch, die gerade bis in die Albummitte hinein gut ins Ohr gehen und für ordentlich Abwechslung sorgen.</p>
<p>Doch leider schwächelt das Album hintenraus auch ein bisschen. Die Songs erscheinen nicht mehr ganz so griffig und man bekommt ein bisschen den Eindruck als wollte man die unausgereifteren, sperrigeren Kompositionen ans Ende der Scheibe stellen, so ganz nach dem Motto: Besser hintendran als unter den Tisch fallen lassen. Manchmal ist weniger jedoch mehr und allein die ersten 40 Minuten des Albums sind den Kauf schon wert. Aber gut, andererseits tun die Stücke ab &#8220;The Flesh The Blood And The Man&#8221; auch nicht weh und es steht dem Hörer frei, aufzuhören und einzusteigen wo er mag. Schließlich ist es irgendwo auch die Intensität von Agnetes Powerstimme, die einen irgendwann in die Knie zwingt.</p>
<p>&#8220;Eight Ways&#8221; ist trotz des schwächelnden Endes definitiv unter die unkonventionellen Topmetalalben des Jahres zu zählen. Selbst aufgeschlossene &#8220;Nicht-Metaller&#8221; könnten dieser Musik sehr wohl etwas abgewinnen, denn eine musikalische Offenheit wie sie Madder Mortem an den Tag legen, wünscht man sich heutzutage nur zu oft:</p>
<p>Entdecken, Grenzen ausweiten, Brücken schlagen, alte Wände einreißen, neue Häusle bauen&#8230; Es ist schön, den offen agierenden Norwegern dabei über die Schulter hören zu dürfen.</p>
<p>>> Offizielle Homepage:<br />
<a href="http://www.maddermortem.com">www.maddermortem.com</a></p>
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		<title>ROSE KEMP: &#8220;Unholy Majesty&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 22:36:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Volkmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unzertrennlichen Paaren wird bekanntlich gern nachgesagt, sie werden einander immer ähnlicher. Rose Kemp und ihre Musik eint vor allem eins: Eine herbe Schönheit, so rau, dass jede Berührung angenehm schmerzt. Easy Listening ist ohne Zweifel etwas anderes, und doch bleiben die Songs auf „Unholy Majesty“ trotz all ihrer Verschrobenheit und Eigensinnigkeit haften. „Flawless“ bringt es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/61XS3jiFKfL._SS400_.jpg" alt="" title="Rose Kemp Unholy Majesty" class="alignleft size-full wp-image-1161" width="220" height="220">Unzertrennlichen Paaren wird bekanntlich gern nachgesagt, sie werden einander immer ähnlicher. Rose Kemp und ihre Musik eint vor allem eins: Eine herbe Schönheit, so rau, dass jede Berührung angenehm schmerzt. Easy Listening ist ohne Zweifel etwas anderes, und doch bleiben die Songs auf „Unholy Majesty“ trotz all ihrer Verschrobenheit und Eigensinnigkeit haften.<br />
<br />
„Flawless“ bringt es auf den Punkt: Welcher Reiz liegt denn schon in absoluter Perfektion, was bringt schon Makellosigkeit? Rose Kemp jedenfalls vergeudet unsere Zeit nicht mit perfektem Gesang – sie spielt Theater mit ihrer Stimme und die Instrumente macht sie zu den Antagonisten in ihrem Bühnenstück, das unheilig majestätisch mal schwere Gitarren vorführt, mal reduzierte Pianoklänge.<br />
<br />Black Metal und Folk in einem Atemzug zu nennen, zeigt auch und vor allem die Unfähigkeit, diese Inszenierung in gängige Raster zu stecken. Wie beschreibt man etwas, das eigen ist, ein eigenes Genre definiert, mit Worten, die schon milliardenfach zuvor benutzt wurden? Am besten gar nicht. Am besten, Ihr hört selbst.<br />
<br />
<a href="http://www.myspace.com/rosekemp">Rose Kemp auf MySpace</a><br />
<a href="http://rockzoom.de/2009/01/17/rose-kemp/">Rose Kemp auf rockzoom.de</a><br />
<a href="http://rockzoom.de/photos#album=72157612563425174">Live-Fotos von Rose Kemp</a></p>
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		<title>Kodiak &amp; Blackwaves @ Atari, Leipzig &#124; 30.03.2009</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 12:12:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer seinen Feierabend heavy mag, sollte sich in den nächsten Tagen spontan die Abendstunden für diese beiden westfälischen Schwerenöter aufheben. Für faire 4 Euro spielten Kodiak und Blackwaves gestern in Leipzig auf&#8230; Das Atari ist ein crustiger Schuppen im Leipziger Stadtteil Reudnitz, da wo das räudige Reudi gebraut wird und aus dem gleichen Hahn das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer seinen Feierabend heavy mag, sollte sich in den nächsten Tagen spontan die Abendstunden für diese beiden westfälischen Schwerenöter aufheben. Für faire 4 Euro spielten Kodiak und Blackwaves gestern in Leipzig auf&#8230;<span id="more-1972"></span></p>
<p><a href="/photos/photo/3400792293/atari-leipzig-30-03-2009-1.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Atari, Leipzig 30.03.2009 #1"><img class="alignleft" src="http://farm4.static.flickr.com/3452/3400792293_9a528e5803_m.jpg" alt="Atari, Leipzig 30.03.2009 #1" width="240" height="160" /></a> Das Atari ist ein crustiger Schuppen im Leipziger Stadtteil Reudnitz, da wo das räudige Reudi gebraut wird und aus dem gleichen Hahn das kultige Sterni läuft. Der Name Atari ist nicht unbedingt Programm. An das bekannte Videospielsystem erinnert hier aber nicht viel. Gespielt wird trotzdem: zum Beispiel Tischfußball, jeden Montag. Davor gemeinsame vegane Küche, sogenannte VoKü oder VeKü, zum Selbstkostenpreis. Es ist voll. In den Keller zu Kodiak und den Blackwaves wollen die wenigsten. Können sie auch nicht, denn es passen schätzungsweise maximal um die 40 Leute in den Keller, der über ein Loch im Boden und eine steile Holztreppe im Limbostil erreicht werden kann. Der Keller. So muss ein Keller aussehen und riechen. Kein nasser, kalter Keller ist das hier. Nein, ein trockener, kalter Keller mit typisch undurchlüftetem Kellermief ist das. Und vor allem eines: dunkel. </p>
<p></br></p>
<p>Noch dunkler wird es bei <strong>Kodiak</strong>, die wider Erwarten als erste Kapelle den Abend begehen. Eine einzige Glühbirne an der Bassdrum erleuchtet den hinteren Bereich des kleinen Kellerraumes; eine Bühne gibt es nicht. Mit einem Dröhnen startet &#8220;Beginning&#8221;, erster Track der kürzlich veröffentlichten selbstbetitelten LP. Laut ist es. <a href="/photos/photo/3401598070/kodiak-30-03-2009-03.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Kodiak - 30.03.2009 #03"><img class="alignleft" src="http://farm4.static.flickr.com/3615/3401598070_2b88e95446_m.jpg" alt="Kodiak - 30.03.2009 #03" width="160" height="240" /></a> Für das Kellergewölbe hätte auch die Wohnzimmer-PA gereicht, doch Kodiak sind mit Sunn und Co. im Meterdurchmesser unterwegs. Die gesamte Stimmung könnte von Anfang an passender gar nicht sein. Das schummrige Licht und die Kühle des Kellers unterstreicht fabelhaft das beklemmende, weltfremde Ambiente der aktuellen Platte. Es wird nicht gesungen oder gesprochen. So gelangt man noch tiefer in einen einsamen Sog des schleppenden Schwermutes. Nach zwei Stücken war auch &#8220;schon&#8221; Schluss. Na immerhin. 40 Minuten dauern &#8220;Beginning&#8221; und &#8220;End&#8221; zusammengenommen und beide bilden auch im Atari eine untrennbare Einheit. Besonders die letzten Minuten von &#8220;End&#8221; befördern nicht wenige in eine extatisch wippende Trance; der Höhepunkt des Abends&#8230; </p>
<p></br></p>
<p>Das karierte Hemd des Bassisten ließ mich dann doch irgendwie an die amerikanischen Black Metaller Wolves in the Throne Room denken&#8230; nur dass Kodiak bei weitem nicht derart rasen, zu keiner Zeit. Ansonsten ist der Vergleich gar nicht mal zu abwegig; es kommt eine ähnlich dichte Stimmung auf, die man nur schwerlich beschreiben kann, hat der Leser sie nie erlebt. Daher einfach nochmal die Empfehlung: auf eines der kommenden Konzerte gehen oder das neue Album anhören, unbedingt.</p>
<p>>> <a href="http://denovali.com/kodiak/" target="_blank">http://denovali.com/kodiak/</a> oder<br />
>> <a href="http://www.myspace.com/kodiakdoom" target="_blank">http://www.myspace.com/kodiakdoom</a></p>
<p>Auch wenn die beiden Tracks des ersten Albums auf der Denovali-Seite vollständig heruntergeladen werden können, kann ich jedem Doomanhänger mit Vinylvorliebe empfehlen, sich eine der im wahrsten Sinne des Wortes coolen und besonders günstigen LPs zuzulegen. 150 Scheiben kommen in eisblauem Vinyl, 350 Stück als klare Scheibe. Wirklich sehr hübsch aufgemacht. Über Denovali oder direkt bei den Gigs erhältlich.</p>
<p>Aber auch der Merchstand bei den <strong>Blackwaves</strong>, auch Blckwvs geschrieben, kann sich sehen lassen: eine auf 300 Stück limitierte Touredition im Clear Vinyl, handnummeriert und mit Liebe hergestellt: schickes silkscreened Cover, gestaltet vom Drummer Tommec höchstselbst&#8230; gerade mal für 10 Euro, rotiert gerade fleißig neben mir. Doch was steckt hinter der hübschen Fassade?</p>
<p><a href="/photos/photo/3400792459/blackwaves-30-03-2009-2.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Blackwaves - 30.03.2009 #2"><img class="alignleft" src="http://farm4.static.flickr.com/3448/3400792459_4abda5951d_m.jpg" alt="Blackwaves - 30.03.2009 #2" width="160" height="240" /></a> Live zumindest eine düstere, nicht ganz einfach verdauliche Chose aus erdigem Sludge und psychedelisch-progressiven Tönen. Jedenfalls zeigten sich auch Blackwaves ultraheavy &#8230;und noch einen ganzen Tacken lauter als Kodiak! Zumindest zu Beginn. Noch nie bebte bei mir das Trommelfell trotz Ohrenstöpsel. Wer an diesem Abend keine hatte, musste wohl das ein oder andere Prozent seines Hörvermögens im Keller des Atari lassen.</p>
<p></br></p>
<p>Die Hose des Tastenmanns ließ zunächst tiefer blicken als seine spielerische Leistung&#8230; Im Laufe der Spielzeit konnte man jedoch feststellen, dass die atmosphärischen Keys ihren ganz eigenen Spuk, zumeist verzerrt durch einen Gitarrenverstärker zur unberechenbaren und von daher auch interessant entdeckerhaft anzuhörenden Musik beitrugen. Wo Kodiak nahtlos atmosphärisch spielten, überraschen Blackwaves mit durchaus gewollten Brüchen und reihen träumerisch minimalistische Passagen an hypnotische Groovemonster. Das ist doch ein Groove, oder? Warum kann ich mich nicht dazu bewegen, wie ich das gern wollte? Weil das ein so verquerer Rhythmus ist, hinter den man erst einmal kommen muss. Abgedreht, dennoch auch hier wieder keineswegs überhastet in Sachen Tempo. Dunkel war&#8217;s auch hier. Eine einzige Baulampe an der Decke, ganz billig mit farbigem Papier versehen, bot hier die einzige Lichtquelle und gab auch dem Auftritt von Blackwaves eine düstere, zugleich aber auch sehr private Atmosphäre.</p>
<p>>> <a href="http://www.myspace.com/blckws" target="_blank">http://www.myspace.com/blckws</a></p>
<p>Weitere Tourdaten von KODIAK und BLACKWAVES:</p>
<p>31.Mrz.2009: 20:00 Uhr, Haus Mainusch, Mainz<br />
01.Apr.2009: 20:00 Uhr, AK44 (+ Gods &#038; Queens, Drowning with our Anchors), Gießen<br />
02.Apr.2009: 20:00 Uhr, elfer, Frankfurt a. M.<br />
03.Apr.2009: 20:00 Uhr, Coffee Corner (+ Endbringer), Essen<br />
04.Apr.2009: 20:00 Uhr, VEB, Siegen</p>
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		<title>Primordial, Mourning Beloveth &amp; Darkest Era @ Button Factory, Dublin &#124; 24.01.2009</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Mar 2009 21:40:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Boese</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist der zweite Anlauf. Denn trotz der herausragenden Qualität ihres letztjährigen Auftritts in Dublins Button Factory wurde dieses besondere Konzert ob dem ausgefallenen und von Mael Mórdha Tiefsaiter Dave ersetzten Primordial-Bassisten Pól MacAmlaigh nicht für die vorgesehene DVD verwendet. Es sollte recht genau ein Jahr dauern, bis sich die irischen Patrioten um Alan Averill [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist der zweite Anlauf. Denn trotz der herausragenden Qualität ihres letztjährigen Auftritts in Dublins Button Factory wurde dieses besondere Konzert ob dem ausgefallenen und von Mael Mórdha Tiefsaiter Dave ersetzten Primordial-Bassisten Pól MacAmlaigh nicht für die vorgesehene DVD verwendet. Es sollte recht genau ein Jahr dauern, bis sich die irischen Patrioten um Alan Averill Nemtheanga im zweiten Versuch erneut vor die Kameras wagten, um ihre unnachahmlich intensive Bühnenpräsenz wieder einmal unter Beweis zu stellen, aber das erste Mal in würdiger Audio- und Bild-Qualität zu konservieren. Damit dieser Abend versprach, einen würdigen Gesamt-Eindruck zu hinterlassen, wurde besonderes Augenmerk auf die zwei Vorbands gelegt. Mit Darkest Era (Heavy Metal, IR) und Mourning Beloveth (Death Doom Metal, IR) holte man sich nicht nur souveräne, landeseigene Livebands ins Boot, sondern unterstrich die eigenen musikalischen Vorlieben und die von der Band meist gewahrte Distanz zur Pagan Metal-Szene.</p>
<p><a href="/photos/photo/3396395736/darkest-era-24-01-2009-2.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Darkest Era - 24.01.2009 #2"><img class="alignleft" src="http://farm4.static.flickr.com/3655/3396395736_8421cc517b_m.jpg" alt="Darkest Era - 24.01.2009 #2" width="240" height="160" /></a> Dass die Rolle des Anheizers nicht unbedingt eine undankbare sein muss, konnten <strong>Darkest Era</strong> ohne Mühe zeigen. Kaum hatte die Band die Bühne betreten und prompt die ersten gradlinigen Riffs folgen lassen, verlagerte sich ein guter Teil der bereits anwesenden Fans von Bar und Merch-Ständen vor die Bühne, um zunächst wohlwollend mit dem Kopf zu nicken und wenig später die Haare fliegen zu lassen. Ihr treibender, tief in den 80ern verwurzelter Heavy Metal, war der grundlegend konservativen Attitüde zum Trotz stets so abwechslungsreich und frisch dargeboten, dass zwischen kraftvollen Vocals und eingängigen Leadgitarren kein Anflug von Langeweile aufkam und die der Band zugesprochenen 30 Minuten förmlich verflogen.</p>
<p></br></p>
<p>Repräsentierten Darkest Era als Opener sicher vor allem Primordials Hang zu den guten alten Zeiten, so spiegelten die nun folgenden <strong>Mourning Beloveth</strong> vor allem die irische Trostlosigkeit wider, die auch für Primordial stets einen kreativen Nährboden für tragische und resignierte Kompositionen darstellt. <a href="/photos/photo/3396477400/mourning-beloveth-24-01-2009-8.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Mourning Beloveth - 24.01.2009 #8"><img class="alignleft" src="http://farm4.static.flickr.com/3425/3396477400_ed2a50a767_m.jpg" alt="Mourning Beloveth - 24.01.2009 #8" width="160" height="240" /></a> Die irischen Death Doomer setzen beim Transportieren dieses Gefühls allerdings eher auf abgrundtiefe Growls statt gepressten Klargesang und doomtypischen Beinahe-Stillstand statt lockerer Triolen. Der Schwenk vom eben noch gehörten heroischen Pathos zu den brachialen, tiefschwarzen Riff-Wällen machte dem Publikum keine größeren Schwierigkeiten. Im Gegenteil, die wachsende Spannung auf die ersehnten Headliner und Gastgeber des Abends schien paradoxerweise gerade durch die gekonnte Zähigkeit erträglicher zu werden. Mit fülligem Sound und allem Purismus zum Trotz unverkennbaren Riffs zogen Mourning Beloveth die Zuschauer in ihre hoffnungslose Welt. Besonders angenehm fiel dabei der durchdringende, starke Klargesang des Gitarristen Frank auf.</p>
<p></br></p>
<p>War der Abend durch die souveränen Wegbereiter bis zu diesem Zeitpunkt angenehm kurzweilig vergangen, wurden die teils von weither angereisten ‚Brothers and Sisters‘ in den folgenden 30-minütigen Pause leider noch einmal gehörig auf die Folter gespannt. Umso größer war die Erleichterung, als das irische Quintett letztlich die Bühne betrat und das Publikum mit den spannungsvollen Clean-Gitarren des ersehnten Openers „Empire Falls“ erlöste. Als das erste Riff aus den in sattes Overdrive gefahrenen Verstärkern drang, schien sich die zuvor noch unruhige aber geordnete Schar in ein aufgewühltes Meer aus hektischen Wogen und haariger Gischt zu verwandeln. Und während aus hunderten von Kehlen die einschlägig bekannten Verse der Eröffnung gepresst wurden, wagte sich schon ein mutiger Crowd-Surfer auf die immer noch durchaus wilde, schon bald aber von bestätigend emporgereckten Fäusten geprägte See. <a href="/photos/photo/3395588209/primordial-24-01-2009-8.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Primordial - 24.01.2009 #8"><img class="alignleft" src="http://farm4.static.flickr.com/3465/3395588209_58d3ae2f62_m.jpg" alt="Primordial - 24.01.2009 #8" width="160" height="240" /></a> Anstatt nun einen Gang herunter zu schalten, legten Primordial einen weiteren Scheit auf das entzündete Feuer der Fans und überraschten mit dem ebenfalls nach vorne drängenden „Fuil Ársa“. Nach einer Art Schrecksekunde, in der sich wohl vor allem viele neugewonnene Anhänger fragten, mit welchem Lied sie es denn nun da zu tun hätten, griff die Energie, die der einmalige Frontmann Alan versprühte, ohne weitere Mühe auf das Publikum über. Ob das tragische, repetitive „Gallows Hymn“, das kulminierende „As Rome Burns“ oder das brachiale „Traitor&#8217;s Gate“ – alleine mit diesen Liedern vom neuesten Album stellten Primordial unter Beweis, dass Abwechslungsreichtum mit Grundstimmigkeit zu vereinen zu ihren ganz großen Stärken zählt. Daneben war selbstverständlich auch ein buntes Gemisch der restlichen Alben vertreten: vom verhärmten „Cast to the Pyre“ bis zur längst etablierten Hymne „The Coffin Ships“. Bei letzterem Lied hatte allerdings Michael O‘Floinn mit seiner Effektkette zu kämpfen und so musste diese bewegende Klage mit nur einer Gitarre auskommen. Den Emotionen im Publikum tat dies allerdings keinen Abbruch. Viel eher stellt sich die Frage, wie man diese ärgerliche Panne auf der geplanten DVD handhaben wird.</p>
<p></br></p>
<p><a href="/photos/photo/3396398406/primordial-24-01-2009-4.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Primordial - 24.01.2009 #4"><img class="alignleft" src="http://farm4.static.flickr.com/3646/3396398406_299622162f_m.jpg" alt="Primordial - 24.01.2009 #4" width="240" height="160" /></a> Es verwundert kaum, dass im Nachhinein viele Fans, die auch in den Genuss des Vorjahres Konzerts gekommen waren, anmerkten, dass eine der letztjährigen Ausnahme ähnlich elektrische Stimmung in diesem Jahr nicht aufzukommen vermochte. Schuld daran hat sicher, wenn man es so formulieren möchte, die Anerkennung und Bekanntheit, an der Primordial während der vergangenen Monate immens gewonnen haben. Kam im vorigen Jahr der Andrang und die Begeisterung von Seiten der Fans einer Befreiung von der langjährigen Karriere mit Spitzennoten von Seiten der Kritiker aber Nichtbeachtung bei der breiten Masse einem Befreiungsschlag gleich, gab es für Primordial in diesem Jahr kaum eine Möglichkeit, die knapp unter der Decke liegende Messlatte zu überbieten. Damit bleibt eine direkt vergleichende Betrachtung letztlich, wie Alan selbst es wenige Tage nach dem Konzert sagte, eine undankbare Sache. Denn ebenso, wie sich in der mittlerweile sechs Alben umfassenden Diskographie der Iren keine einzige halbgare Sache ausmachen lässt, warf man sich auch in diesem Konzert voll Kraft und Ausdrucksstärke in die Lieder. Alan Averill wütete und schrie voller Inbrunst seine Untergangszenarien der Menge entgegen; ließ keine Zweifel daran aufkommen, einer der besten und eigenständigsten Sänger des Genres zu sein. Während sich der Rest der Band wie immer augenscheinlich in Trance spielte und damit begnügte, bedächtig im Rhythmus die Haare pendeln zu lassen, durchlebte und durchlitt der Ausnahme-Frontmann seine oft die moderne westliche Zivilisation anklagenden Texte. Dass bei einer solchen Band auch in einer Livesituation die Stimme stets voll und deutlich hörbar sein muss, wurde von den Tontechnikern erfreulicherweise gut bewältigt. Ihnen muss man auch den überaus gut abgestimmten Gesamtsound zu Gute schreiben, in dem sowohl die flächigen Gitarrenteppiche der Herren MacUiliam und O&#8217;Floinn als auch das spielfreudige und bestechend akzentuierte Trommeln des Schlagzeugers Simon O&#8217;Laoghaire nie unangenehm in den Vordergrund gerückt wurden.</p>
<p></br></p>
<p>Einzelne Lieder an dieser Stelle in besonderem Maße hervorzuheben, macht kaum Sinn. Zu konstant und ausdauernd war die Leistung, die man an diesem Abend auf die Bühne brachte. Eingespielt, energisch und eindringlich zeigten Primordial, dass sie schon längst zu den besten Live-Bands des Metal-Bereichs zählen und sich in den Kopf gesetzt hatten, an diesem Abend eines ihrer stärksten Konzerte abzuliefern. <a href="/photos/photo/3396399696/primordial-24-01-2009-12.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Primordial - 24.01.2009 #12"><img class="alignleft" src="http://farm4.static.flickr.com/3442/3396399696_6a81f58062_m.jpg" alt="Primordial - 24.01.2009 #12" width="160" height="240" /></a> Das Publikum griff auf, was man ihnen entgegenbrachte und wenn Nemtheanga das Publikum fragte „Are you with us?“ und ein einstimmiges Brüllen die Antwort war, schien er mit „Because we are with you …“ geradezu eine Art „Bündnis“ zwischen Band und Fans herstellen zu wollen. Wo eine unschöne Distanz zur Band fehlt, ist es kein Wunder, dass die Musik nahe geht. Mitgerissen und nicht selten gar ergriffen blickten die Fans auf diese Band, die durch ihre Konstanz und Ehrlichkeit in einer mehr und mehr von Hypes geprägten Pagan Metal Szene vielen wie ein haltgebender Fels in der Brandung erscheint.</p>
<p></br></p>
<p>Und doch – ein Song soll dann doch noch hervorgehoben werden. Hatte sich „Heathen Tribes“ auf dem ihn beinhaltenden Album sicher stärkeren Liedern wie „As Rome Burns“ und „Gallows Hymn“ unterzuordnen – auf diesem Konzert zeigte es seine ganze Stärke. Mit der bildreichen Aufzählung der von der Band im Rahmen ihrer Touren bereisten Länder und Städte richtete man sich hier sicher auch ein wenig an die vielen Fans, die eigens für diese Gelegenheit den Weg auf die Grüne Insel angetreten hatten. Noch einmal wurde von Verbundenheit gesungen, bevor sich die Wege der Anwesenden wieder trennen würden. Dieser versöhnliche Abschluss relativierte nicht die Tragik, die zuvor noch bestimmend gewesen war, er unterstrich sie eher noch einmal auf ungewöhnliche Weise. Ein Blick in die Augen der Fans reichte, um zu sehen, dass es wenige gab, die das kalt ließ. Die Authenzität und der tiefempfundene Stolz, mit dem Primordial sich seit jeher auszeichnen, bewegt – nicht nur die Haare, sondern auch die Herzen.</p>
<p>Text: Sven Boese<br />
Fotos: Katrin Kropf</p>
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		<title>Denovali Records verschenkt Musik&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Feb 2009 18:06:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;und zwar komplette Alben, Neuerscheinungen. Ab heute steht bei Denovali zum Beispiel das neue Album &#8220;MISANTHROPE(S)&#8221; der Sludge-Krachmacher CELESTE sowie das Debütalbum von KODIAK - klirrekaltes Instrumentalkino! &#8211; im Regal, physisch wie auch digital: Alle Stücke kann man sich in voller Länge auf der Homepage anhören oder direkt downloaden; wer will, der kann per PayPal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/wp-content/uploads/2009/02/denovali_021.jpg" alt="denovali_header" title="denovali_header" width="500" height="100" class="alignleft size-full wp-image-1707" />&#8230;und zwar komplette Alben, Neuerscheinungen. Ab heute steht bei <a href="http://www.denovali.com" target="_blank">Denovali</a> zum Beispiel das neue Album &#8220;MISANTHROPE(S)&#8221; der Sludge-Krachmacher <strong>CELESTE</strong> sowie das Debütalbum von <strong>KODIAK </strong>- klirrekaltes Instrumentalkino! &#8211; im Regal, physisch wie auch digital: Alle Stücke kann man sich in voller Länge auf der Homepage anhören oder direkt downloaden; wer will, der kann per PayPal eine kleine Spende hinterlassen. Die Mp3s sind dabei nicht gerade vom Wühltisch; die Dateien kommen in 192kb/s daher. Natürlich trotzdem nichts für den audiophilen Vinylfreund. Der fühlt sich bei dieser lächerlichen Zahl vielleicht eher an die Worte von Pat Mawhinney erinnert, dem Inhaber der <a href="http://www.thegreatestmusiccollection.com/" target="_blank">größten privaten Plattensammlung der Welt</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;They chop off the highs, they chop off the lows, and then they compress everything. How could that possibly be equal to the open sound that you get on a record?&#8221;<br />
<em><strong>Paul Mawhinney</strong>, stolzer &#8220;Noch-Inhaber&#8221; von circa 3 Mio. Schallplatten&#8230;</em></p></blockquote>
<p>Das sieht Timo, Mitbegründer des 2005 ins Leben gerufenen Underground-Labels Denovali Records, wohl ähnlich und bringt uns die Idee der freien Downloads etwas näher:</p>
<blockquote><p><strong>Timo</strong>: Die Idee mit den Umsonst-Downloads basiert auf keinem Kalkül. Wir lassen uns bei der Labelarbeit nur bedingt von wirtschaftlichen Gesichtspunkten leiten. Uns war es einfach wichtig, dass jeder Mensch, der Interesse an der Musik hat, sie auch in voller Gänze aufnehmen kann. Einige unserer Bands (vor allem diejenigen, die noch mit einem anderen CD-Label arbeiten) sehen das anders. Aus diesem Grund wird nicht jede Platte kostenlos zur Verfügung gestellt. Aus unserer Sicht ist das aber vollkommen okay. Ein weiteres Argument wäre dann, dass wir Mp3s nicht als Produkt verstehen. Für uns ist es allerhöchstens eine Ergänzung zu Vinyl und CDs. Wir sehen Artwork, Lyrics und Musik als Ganzes. Eine Gänzlichkeit, die Mp3s nicht liefern können. Zudem finden wir es schlichtweg albern, Menschen pro simplen komprimierten Datensatz 99 Cent aus den Taschen zu leiern. Im Übrigen freuen wir uns aber, wenn Leute, die die Mp3s mögen im Endeffekt ebenfalls eine Platte kaufen. Nur das sichert ja das Überleben des Labels.</p></blockquote>
<h3>Erst wird gehört, dann (hoffentlich) bezahlt</h3>
<p>&#8220;Ich möchte vorher gern wissen, was ich kaufe&#8221; ist ein gängiges Argument, was man von vielen Tauschbörsen-Saugern hört; nur vergessen die meisten leider bei Wohlgefallen an der Musik im Endeffekt auch dafür zu bezahlen. Was in der Softwarebranche vielerseits schon gang und gäbe ist &#8211; ein enthusiastischer Programmierer erstellt ein nützliches Tool und platziert einen &#8220;Donate&#8221;-Button, dem man Aufmerksamkeit schenken kann oder es eben bleiben lässt &#8211; hat sich in Teilen schon auf wissenschaftliche Publikationen ausgebreitet &#8211; das kostenlose Bereitstellen von Volltexten via Open Access zusätzlich zum Printmedium &#8211; und kommt nun so langsam auch in der Musikbranche an. Das zeitweise Zurverfügungstellen ganzer Alben via Myspace ist ja mittlerweile angenehmerweise gar nicht mehr so selten, von Downloadmöglichkeiten jedoch kaum eine Spur. Als Vorreiter in Sachen Komplettdownloads sind gewiss Radiohead mit ihrem 2007er Album &#8220;In Rainbows&#8221; zu nennen. Auch wenn die eine eher ernüchternde Bilanz zogen: Nur 38% der Downloader bezahlten im Nachhinein (Quelle: <a href="http://http://www.laut.de/vorlaut/news/2007/11/07/17084/index.htm" target="_blank">laut.de</a>). Na immerhin, würde ich sagen. Bei über einer Million Downloads in den ersten Wochen dürften Radioheads selbst bei 5 Euro pro Nase immer noch ein nettes Zubrot bekommen haben.</p>
<h3>Doppelt gewagt?</h3>
<p>Aber Radiohead sind nun mal Radiohead. Und mit solch einem Bekanntheitsgrad kann ein klitzekleines Label wie Denovali Records ganz gewiss nicht mithalten. Der Schwerpunkt liegt hier nämlich auf Sludge und Doom und ähnlich schwerverdaulich-experimenteller Musik, die nicht gerade bekannt dafür ist, eine große Fangemeinde zu haben. Hin und wieder findet man auch melancholische Ambient-Sachen. Wer solche Musik hört, liebt sie für gewöhnlich. Und deshalb kauft er sie dann doch&#8230;</p>
<p>Und was konnte man vor ein paar Monaten den Medien entnehmen? &#8220;Metalfans retten die Plattenindustrie!&#8221;. Na, so ganz über einen Kamm scheren kann man das auch nicht, ging doch vor ein paar Tagen erst GUN Records &#8211; &#8220;Great Unlimited Noise&#8221; &#8211; pleite. Wem dieser Name nichts sagt, dem sind vielleicht seine ehemaligen Schößlinge OOMPH!, APOCALYPTICA, WITHIN TEMPTATION oder APOPTYGMA BERZERK ein Begriff. Wie kann man als Label eigentlich mit einem solchen Bandaufgebot pleite gehen? Dass man als doch relativ kleines Label, und das ist auch GUN im Vergleich zu den &#8220;Riesen&#8221;, die hier namentlich nicht mehr aufgeführt werden müssen &#8211; durch Plattenverkäufe kaum Einnahmen erwirtschaften kann, sollte klar sein. Doch spätestens wenn Umpf und Co. ganze Stadien füllen, dürfte der Aufwand für die paar gepressten CDs, die jetzt im Keller liegen und die keiner haben möchte, wieder hereingeholt sein&#8230; Schlechtes Management bei GUN oder haben die Fans ihre &#8220;Mainstream-Hartwurstler&#8221; im Stich gelassen?</p>
<p><img src="/wp-content/uploads/2009/02/denovali_011.jpg" alt="Denovali Records" title="Denovali Records" width="250" height="250" class="alignleft size-full wp-image-1706" />Da zieht es uns wieder in den getreuen Underground, wo ein Tonträger noch als Produkt bestehend aus Artwork, Textgut und weitgehend unkomprimierter Musik angesehen wird. Und wirft man einen Blick in den Denovali Shop, findet man dort einiges was das Vinylherz begehrt: vom ungewöhnlichen 6&#8243;-Split über aufwändige aber dennoch erschwingliche Gatefolds bishin zum Caspian-Vinyl in &#8220;Bier-Kolorierung&#8221; &#8211; ja eigentlich wäre so eine Aufmachung eher ein Fall für unsere Kollegen des besonders trven Metal. Etliches wird sogar selbst gestaltet. Thomas, Denovalis zweiter Labelchef, ist für die ansprechende Webseite verantwortlich und gestaltet sogar viele Artworks selbst. Es ist bei all der Liebe zum Detail schon erstaunlich, dass die liebevoll aufgemachten Tonträger doch zu solch humanen Preisen daherkommen.</p>
<blockquote><p><strong>Timo</strong>: Uns ist es wichtig so viel wie möglich selbst zu machen. Thomas ist in Sachen Design und Programmierung einfach sehr talentiert. Das gibt uns die Möglichkeit gerade im Internet (freie Downloadseiten für jede Band etc.) den Leuten mehr als Herkömmliches zu bieten. Die Preisgestaltung ist okay. Es gibt sicherlich so einige DIY-Labels [Anm. DIY = "do it yourself"], die noch wesentlich günstiger sind als wir. Aber im Anbetracht der Tatsache, dass wir eine Fülle an Releases pro Jahr realisieren, MwSt. abführen müssen, uns ein aufwendiges Artwork wichtig ist und ein stetig steigender Zeitaufwand hinter dem Label steckt, ist unsere Preisgestaltung im Vergleich zu kommerziellen Labels noch sehr moderat. Wir orientieren uns dabei immer an unseren Wertmaßstäben…. also an der Frage „Was würde ich dafür zahlen?“.</p></blockquote>
<p>Stichwort &#8220;do it yourself&#8221; und so viel wie möglich selbst machen: Wenn man dann auch noch Booking und Management für die Bands im eigenen Label übernimmt, dann müsste das Ganze ja zu einer Art Fulltime-Job ausarten&#8230; Jedenfalls kann man wohl kaum von dieser Arbeit leben&#8230;!?</p>
<blockquote><p><strong>Timo</strong>: Naja… so Begriffe wie Management fallen bei uns eigentlich nicht. Wir buchen für einige der Bands Touren – andere sind durch ihr CD-Label schon auf einem „höheren Level“ und haben spezielle Bookingagenturen. Generell versuchen wir allen Bands innerhalb unseres Zeitrahmens so gut wie möglich zu helfen. Ein Fulltime-Job ist es nicht… eher ein zeitintensives Interesse.<br />
Nein, wir leben nicht von dem Label. Wir sind froh immer genügend Geld zu verdienen, um neue Platten machen zu können.</p></blockquote>
<h3>&#8220;Musikindustrie&#8221;&#8230;</h3>
<p>&#8230;eigentlich ist dieses Kompositum pervers. Es suggeriert zum einen eine massenweise Herstellung kommerziell vertriebener Güter und zwangsverehelicht diese im gleichen Atemzug mit einem Phänomen, das laut Victor Hugo bekanntermaßen nicht einmal in Worte gefasst werden kann; in ein Produkt pressen kann man es scheinbar schon. Und im Grunde ist das auch gut so, denn man muss nicht zwangsläufig von William Morris und der Arts and Crafts-Bewegung um 1900 gehört haben, um Massenanfertigung von einem vollendeten, in sich stimmigen und qualitativen Produkt unterscheiden zu können. Es ist nicht das Produkt an sich, es sind vielmehr die großen Plattenlabel und deren Summen, Provisionen und Gewinne, die freilich zum &#8220;Überleben&#8221; der Kunst nötig sind &#8211; oder es zumindest zu sein scheinen &#8211; welche der Musik aber unweigerlich ihre Unbestechlichkeit und nicht zuletzt auch ihren &#8220;Zauber&#8221; nehmen. Doch reich werden Labels wie Denovali nicht. Auch die Rollenverständnisse der Plattenfirmen sind äußerst verschieden. Unter diesem Aspekt interessierte mich nicht zuletzt auch die Labelphilosophie bei Denovali&#8230; und ob es so etwas wie &#8220;Leitlinien zur Zusammenarbeit mit Künstlern&#8221; gibt&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Timo</strong>: Eine wirkliche Philosophie liegt eigentlich nicht vor. Primär stehen bei uns die Musik des Künstlers und der Künstler selbst im Mittelpunkt. Viele der unsinnigen Dinge, die man als Label machen muss, um eine Band voran zu bringen, sind dann eher ein hingenommenes Übel als eine anvisierte Leitlinie. Uns ist vor allen Dingen wichtig, dass alles auf Vertrauensbasis stattfindet – Verträge oder Ähnliches gibt’s bei uns nicht. Ansonsten versuchen wir die Verantwortlichkeit für alle Maßnahmen rund um das Label in den eigenen Händen zu belassen. Wir sind in gewisser Weise von der DIY-Kultur beeinflusst – auch wenn wir viele Normen und Regeln die dort unausgesprochen gelten nicht als unsere eigenen ansehen.</p></blockquote>
<p>&#8230;Und so muss Musik &#8220;gemacht&#8221; werden.</p>
<p>Musik ist kein Fast Food.<br />
Und wer das verstanden hat, bezahlt den guten Koch mit Freuden.<br />
Kein Handel, vielmehr eine Belohnung, die selbstverständlich ist.</p>
<p>Offizielle Denovali Homepage: <a href="http://www.denovali.com" target="_blank">www.denovali.com</a></p>
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		<title>ROSE KEMP &#8211; unterwegs mit Dornen und Bl&#252;tenbl&#228;ttern</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jan 2009 21:54:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Voodoo-Udo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Im Weitwinkel]]></category>
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		<description><![CDATA[Katrin Kropf (KKR): Ich kann mich eigentlich nicht gar nicht oft genug bedanken für deinen Tipp von vor ein paar Tagen&#8230; Rose Kemp&#8230; Jana Legler (JLE): Ich weiß. Meine neue Göttin. Man muss sich schon drauf einlassen irgendwie, aber wenn man es getan hat, dann ist man gefangen. KKR: Gefangen, genau. Das trifft es wirklich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Katrin Kropf (KKR)</strong>: Ich kann mich eigentlich nicht gar nicht oft genug bedanken für deinen Tipp von vor ein paar Tagen&#8230; Rose Kemp&#8230;</p>
<p><strong>Jana Legler (JLE)</strong>: Ich weiß. Meine neue Göttin. Man muss sich schon drauf einlassen irgendwie, aber wenn man es getan hat, dann ist man gefangen.</p>
<p><strong>KKR</strong>: Gefangen, genau. Das trifft es wirklich gut. Live kam das Ganze in Leipzig noch viel besser herüber&#8230; Kannte vorher ja auch nur die Songs von der Myspace-Seite. Und das ist eigentlich so gar keine Myspace-Musik, die man mal eben beim Herumsurfen nebenbei hört.</p>
<p><a href="/photos/photo/3194561861/rose-kemp-09-01-2009-9.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Rose Kemp - 09.01.2009 #9"><img class="alignleft" src="http://farm4.static.flickr.com/3525/3194561861_8bffbc1f0b_m.jpg" alt="Rose Kemp - 09.01.2009 #9" width="160" height="240" /></a> <strong>JLE</strong>: Also, bei mir fing es so an, dass ich recherchierte, was demnächst bei mir in der Umgebung so an guten Konzerten stattfindet. Ich bin ja doch gerne Entdecker. Irgendwie. Im Forum in Bielefeld sollte am 9.1. eine gewisse Rose Kemp auf der Bühne stehen. Sie war wohl vor ein paar Wochen erst dort Gast, als Vorband für eine Band, die mir ebenso wenig ein Begriff war&#8230; Die Beschreibung zu der Dame klang super spannend. Das Bild von ihr sprach mich ebenfalls an, da kommt halt immer wieder der Fotograf in mir durch, haha. Und ich hab ratzfatz mal ihren Namen auf MySpace eingegeben und ich war echt vom ersten Moment an erstarrt. Erfreut. Bei mir wurde sofort der Gedanke wach, dass ich endlich mal wieder eine weibliche Künstlerin gefunden habe, die es wert ist sie irgendwie&#8230; öhm&#8230; zu verehren. Weil mir ihr Gesamtsound so unter die Haut ging. Ich habe mir dann auch umgehend ihre beiden Alben bestellt. Wollte vorm Konzert natürlich noch etwas an weiteren Vorabimpressionen aufsaugen.</p>
<p></br></p>
<p><strong>KKR</strong>: Da bist du wesentlich vorbereiteter in deinen Auftritt gegangen als ich, haha. Ich hab im Vorfeld mal auf ein bisschen auf www.last.fm herumgeschaut, ist ja auch immer mal ganz gut, um neue Sachen kennenzulernen. Da ist mir erstmal eine sehr bunt gemischte Beschreibung ins Auge gefallen: &#8220;Ihre Wurzeln liegen in der Folkmusik. Inzwischen mischt sie Folk mit Doom, Drone, Stoner Rock und Black Metal.&#8221; Klingt äußerst vielversprechend. Und dann ist sie noch die Tochter von zwei Steeleye Span-Musikern. Das Witzige ist ja, dass ich in den letzten Wochen recht häufig Steeleye Span-Schallplatten gehört habe. War ne recht bekannte britische Folk Rock-Truppe in den 70er Jahren, jedoch wesentlich fröhlicher und beschwingter &#8211; schon beinahe naiv &#8211; als Rose heutzutage. Von wegen &#8220;Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm&#8221;. Der Apfel hat zwar irgendwie was mit dem Stamm zu tun &#8211; er kann singen und man schmeckt in ihm diese typische enorme Bandbreite und Sympathie der Folksängerinnen &#8211; aber dieser Apfel rollt auch durch ziemlich matschige Pfützen, über Berge hinweg und grollende Wasserfälle hinab. Unser Apfel ist ein Entdecker-Früchtchen und scheut sich nicht, sich auf eine große Reise abseits ausgetretener Pfade zu begeben&#8230;</p>
<p><strong>JLE</strong>: Ja, ausgetretene Pfade&#8230; das beschreibst auch du treffend! Es gibt ja so viel Neues, Tolles, Interessantes. Aber oft erwischt man sich sogar inmitten seiner eigenen Extase und stellt fest&#8230; ja, der und der&#8230; und die und die&#8230; die klingen ja schon ähnlich. Bei Rose Kemp habe ich seit langem mal wieder Gefühl, dass da etwas heranwächst, was vollkommen eigenständig klingt. Gewisse Soundmomente waren gewiss auch schon da, aber Rose klingt so schön eigenwillig. So eine Tori Amos des Rock&#8217;N'Roll irgendwie. Ich finde es amüsant, dass sie dabei relativ gelassen wirkt. <a href="/photos/photo/3195403124/rose-kemp-09-01-2009-8.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Rose Kemp - 09.01.2009 #8"><img class="alignleft" src="http://farm4.static.flickr.com/3527/3195403124_b4829f742b_m.jpg" alt="Rose Kemp - 09.01.2009 #8" width="240" height="160" /></a>  Sie macht einfach ihr Ding. Vielleicht sollten wir mal auf unsere Konzerterlebnisse umschwenken&#8230; Zumindest kann ich jetzt schon mal sagen, dass ich mir in Bielefeld nach ihrem Konzert seit Ewigkeiten mal wieder eine LP gekauft habe. Von ihr. Und dabei hab ich nicht mal einen Plattenspieler. Das gleicht einer Liebeserklärung.</p>
<p></br></p>
<p><strong>KKR</strong>: Jetzt hast du sie ja doch wieder mit jemandem verglichen, haha. Vielleicht auch eine Kate Bush des Sludge? Haha. Alles Blödsinn irgendwie. Man muss es wohl mal selbst richtig erlebt haben. Und das geht am besten über die Dame selbst. Ich war letzten Sonntag in der kleinen beschaulichen Leipziger naTo, die sich hin und wieder der Reihe &#8220;Noise Club&#8221; hingibt&#8230; Ich glaube nicht, dass man Rose Kemp hier wirklich kennt. Es waren so um die 100 Leute da, voll war es nicht gerade, das anwesende Publikum sehr&#8230; äh, zivilisiert und wohl genauso wenig vorbereitet auf das Bevorstehende wie ich. Es war zu Beginn jedenfalls <em>totenstill</em>&#8230; Alle waren dennoch mordsgespannt und nicht wenig überrascht, als eine junge Dame mit Umhang und Kapuze, begleitet von nur einem Drummer und einem Bassisten die Bühne betrat&#8230;</p>
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		<title>Doom nÈireann – Von Mourning Beloveth und ihren lieben Verwandten&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 09 May 2008 21:20:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Er liegt stets ein wenig im Schatten seiner britischen Nachbarn, der irische Doom. Doch schattige &#8211; und besonders regenreiche! &#8211; Regionen sind bekanntlich die besten Voraussetzungen, möglichst viel Hoffnungslosigkeit und Endzeitstimmung in ein paar Tonspuren zu bannen. Anlässlich der Veröffentlichung des dritten Albums vom Aushängeschild des irischen Doom Metal, Mourning Beloveth aus der unspektakulären Grafschaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--04181798-->Er liegt stets ein wenig im Schatten seiner britischen Nachbarn, der irische Doom. Doch schattige &#8211; und besonders regenreiche! &#8211; Regionen sind bekanntlich die besten Voraussetzungen, möglichst viel Hoffnungslosigkeit und Endzeitstimmung in ein paar Tonspuren zu bannen. Anlässlich der Veröffentlichung des dritten Albums vom Aushängeschild des irischen Doom Metal, Mourning Beloveth aus der unspektakulären Grafschaft Kildare, leuchtet RockZOOM diese schattigen Gebiete aus und wagt den Blick in rußreiche Pfützen des nördlichen Teil Dublins, wo sich düstere gregorianische Hausfassaden in perfekter Uniformität widerspiegeln; in verfallene und moosüberwachsene Natursteinbauten, diese knöchernen Relikte im Westen des Landes, die bereits Heinrich Böll in seinem Irischen Tagebuch auf schauerliche Art und Weise faszinierten; in Spelunken, wo Tourismus keine Rolle spielt; in Kanalisationen, wo kein Guinness fließt; in Köpfe, die den langen Leidensweg Irlands nicht vergessen haben und der Schnelllebigkeit unserer heutigen Spaß- und Erlebnisgesellschaft trotzen&#8230;<span id="more-552"></span></p>
<h3>Bedeutende Ereignisse werfen ihre Schatten voraus&#8230;</h3>
<p><br/><strong>Mourning Beloveth: „A Disease for the Ages“</strong><br />
(VÖ: 9. Mai 2008)<br />
<img src='http://rockzoom.de/wp-content/uploads/2008/05/mb_disease.jpg' alt='Mourning Beloveth: “A Disease for the Ages” (2008)' class="float_left"/></p>
<p>Es ist vielleicht nicht die richtige Art Musik für den Wonnemonat Mai, aber einmal veröffentlicht, lässt sich ein gutes Album wann und wo auch immer gut anhören, sei es nun fröhlicher Folk, rebellischer Rock oder wie in diesem Falle drückend schwerer Doom Metal. Sogenannter Death/Doom wohlgemerkt. Grau – vielen vielleicht als Mailorder bekannt – ist nun an die Labelfront gegangen und schreibt zu Mourning Beloveths “A Disease for the Ages”, es sei „die vielleicht trostloseste Musik, die je von dieser Insel kam“&#8230; Eine gewagte These. Und sogleich denke ich mir: Was ist eigentlich trostloser als Primordials „Spirit the Earth Aflame“ oder „Journey&#8217;s End“? Die Antwort ergibt sich schon nach nur wenigen Minuten. Das mächtige “The Sickness” taucht sogleich ein in eine doomtypische Welt aus Hoffnungslosigkeit und Verfall und schlägt mit tonnenschweren jedoch eingängigen Riffs und dunkelgrollenden Deathgegrunz zu Buche. Natürlich schön langsam, doch mit tödlicher Sicherheit und Intensität, nicht ohne die ein oder andere verdammt eingängige Melodie der um zwei Gitarrenspuren aufgestockten Saitenfraktion. Auf Album haben Mourning Beloveth sicherlich den Effekt erreicht, den sie wollten. Brendan, der neue Bassist von Irlands Doom-Pionieren, gibt Auskunft, ob diese zusätzlichen E-Gitarren beim Livesound der neuen Stücke Probleme machen könnten&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Brendan</strong>: Nun, alle Songs wurden in einer Live-Umgebung geschrieben und arrangiert, sind also mit den Mitteln entstanden, die wir auch auf Bühne zur Verfügung haben (also keine verfickten Keyboards oder Frauenstimmen etc.). Ich glaube die Songs sind dunkler und heavier, aber nicht nur aufgrund der zusätzlichen Gitarrenspuren, sondern eher aufgrund der Art und Weise der Riffs, dem Zusammenspiel zwischen den Instrumenten, sowie der Gesamtatmosphäre, die wir hiermit erschaffen wollten. Kein Problem also!</p></blockquote>
<p>Es laufen nicht nur stete Schauer über den Rücken. Die Gänsehaut zieht einen zudem vom Scheitel an widerstandslos zu Boden. Und wenn man glaubt, es geht nicht mehr, dann kommt irgendwoher die erlösende Kontraststimme von Frank. Nach wie vor sind seine klar gesungenen Vocals eine echte Bereicherung. Für meinen Geschmack hätten sie sogar noch öfter aufreten können, ein paar mehr solche Vocallines wie im grandiosen “Trace Decay” und ich wäre vollends zufrieden gewesen. Doch der Songwriting-Prozess wurde dieses mal durch den Abgang des langjährigen Bassisten Adrian unterbrochen. Wie ich bereits angemerkt habe, wurde dieser von Brendan ersetzt, der mitten in den Aufnahmen zu “A Disease for the Ages” zur Band stieß&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Brendan</strong>: Adrians Weggang teilte unseren Songwriting-Prozess in zwei Phasen: Die erste endete mit seinem Ausstieg, die zweite begann damit, dass ich ein paar Wochen hatte, um mir die alten Lieder unter den Gürtel zu schnallen. Eine witzige Prozedur – ein paar Wochen lang ist geht der Fortschritt so langsam vonstatten, dass es scheint, als würde gar nichts passieren, dann auf einmal nimmt ein Song oder ein Segment oder Arrangement ein eigenes Leben auf und verwandelt sich in ein Tier! Schau dir zum Beispiel das erste Stück der neuen Scheibe an, “The Sickness”. Das einleitende Riff darin entstand an einem Sonntagmorgen. Alle fünf aus der Band waren total verkatert und wir konnten kaum stehen. Frank hat einfach angefangen, dieses Riff zu spielen, 5 Minuten später kam der Verzögerungseffekt dazu und zwei Stunden später hatten wir das gesamte Skelett des Songs. Andererseits ist “Burning Man” dann wieder ein komplettes Stück, mit welchem Brian etliche Monate lang gekämpft hat. Es trieb ihn bis an den Rand des Wahnsinns. Doch nach ein paar Monaten im Proberaum haben wir es schlussendlich hinbekommen. Obwohl es manchmal frustrierend war, ich habe es ziemlich genossen, “A Disease of the Ages” mitzukreiieren.</p></blockquote>
<p>Und wo wir einmal bei Adrian sind: Er zog dauerhaft nach Spanien und gründete dort ein cooles Label, welches zugleich als Booking Agency fungiert. Ich wollte wissen, ob die Band mit ihm immer noch in gutem Kontakt steht&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Brendan</strong>: Sicher, Adrian ist mit seiner Firma Lugga Music Productions unser Agent für das Booking, Tourmanager und Babysitter. Die Jungs kennen ihn seit Schulzeiten, ich seit 1998. Es gibt da eine Menge guter Vergangenheit. Freunde sind von unschätzbarem Wert, in jeder Hinsicht des Lebens.</p></blockquote>
<p><img src='http://rockzoom.de/wp-content/uploads/2008/05/mourningbeloveth.jpg' alt='Mourning Beloveth 2008' class="float_left"/>Dass Langsamkeit nicht monoton sein muss, begreift man spätestens beim Stück &#8220;Primeval Rush&#8221;, welches äußerst zaghaft mit unverzerrter E-Gitarre beginnt und mich schließlich beim Einsatz der obligatorischen Riff-Wände und den lang gezogenen Growls an eine Downtempo-Version früherer Opeth erinnern möchte. Denn auch mit langsamem Tempo lässt sich wunderbar spielen und variieren. Das Ende des Songs schwächelt zwar ein bisschen, wird aber durch den Beginn von &#8220;The Burning Man&#8221;, mit welchem Frank laut Brendan so lange gehadert hat, wieder kompensiert. Entsprechend leidend kommt der brennende Mann auch daher. Beinahe mag es stehen bleiben, mag einem das Herz stehen bleiben, doch Frank schafft es mit seinem erhabenen Klargesang einmal mehr, die Stimmung zu kippen und einen gewissen trotzenden Stolz zu an den matten Tag zu legen. Dennoch kommt es mir vor, dass auch &#8220;Burning Man&#8221; ebenso wie das vorangegangene &#8220;Primeval Rush&#8221; ein paar Längen aufweist, die der Gesamtstimmung zwar nicht schaden, aber einen doch etwas vom Geschehen wegtragen. Durchaus gewollt erscheint dieser einlullende Effekt im abschließenden &#8220;Poison Beyond All&#8221;, das mit einem simplen und stetig wiederkehrenden Riff in einen Strudel zieht, in welchem uns auf jeder Runde, in der es tiefer in den Abgrund geht, die mächtigen Growlverse Darrens begegnen. Es endet mit einem wunderbar sehnsüchtigen Gitarrensolo, zumindest klanglich ein offenes Ende, das noch leichte Hoffnung verbreitet&#8230;</p>
<p>Mit &#8220;A Disease for the Ages&#8221; liegt uns hier sicher kein einfacher, leicht zu konsumierender Brocken vor. Diese fünf Stücke sind wie zähflüssige Lava, genährt durch dunkel grollende Beben in den Tiefen eines Erdreiches &#8211; eines Endreiches &#8211; wo man die Menschheit bereits aufgab. Oder man stelle sich einen druckgeladenen Dampfkessel vor, der stets zu explodieren droht, es aber doch nicht tut. Und ja, sie leben noch, Mourning Beloveth. So sehr es auch an der Psyche nagen mag, ein derart tristes Album aufzunehmen und zu veröffentlichen. Doch vielleicht ist gerade das sehr befreiend. Eigentlich sollte es ja jetzt eine Tour geben, doch die musste leider aus privaten Gründen abgesagt werden und wird voraussichtlich im Oktober nachgeholt. Brendan zeigt sich darüber sichtlich bestürzt&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Brendan</strong>: Ja, wir sind bitter enttäuscht, dass wir die ganze Tour absagen mussten, es gab keine andere Option. So etwas passiert und so sei es. Und ja, wir versuchen, mithilfe von Adrian etwas Neues für den Herbst zusammenzustellen. Es ist aber noch alles sehr skizzenhaft, nichts Bestätigtes im Hinblick auf Spielorte und andere Bands. Aber dazwischen und einigen einzelnen Gigs und Sommerfestivals, werden wir versuchen, den Enttäuschten bezüglich unserer Tourabsage etwas zu bieten. Und von diesen Enttäuschten sind wir sicherlich die größten.</p></blockquote>
<p>Dabei scheint es mir, als wäre gerade in Irland der Doom jetzt relativ populär. Jedenfalls beliebter als beispielsweise in Deutschland&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Brendan</strong>: Darüber ist mir nichts bekannt. Ih glaube, dass Doom generell derzeit eine Art Renaissance durchlebt, doch Irland hat kein Doom Shall Rise oder einen Doomsday wie in Holland. Aber jeder der ein Faible für die finstere Seite der Musik hat, sollte mit Sicherheit Graveayard Dirt, Thy Sinister Bloom und die Slomatics anchecken. Slomatics dürften nicht jedermanns Geschmack sein, aber nichtsdestrotrotz ist das eine fantastische Band. Um einen guten Überblick über die irische Metalszene zu bekommen, besuche einfach <a href="http://www.metalireland.com" target="_blank">www.metalireland.com</a>. Das ist ein sehr aktiver Haufen in Bezug auf alles Metallische und Irische dort. </p></blockquote>
<p>Wer mehr über irischen Doom erfahren möchte, unter anderem die von Brendan genannten Bands, der möge sich bitte zu Seite zwei dieses Beitrags weiterhangeln&#8230;</p>
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		<title>DRACONIAN: &#8220;Turning Season Within&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Mar 2008 22:51:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin van der Laan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich kann mich noch an eine Zeit erinnern, so Mitte der Neunziger muss das gewesen sein, als mir all die gleich klingenden Gothic-Metal-Bands sowas von zum Hals raushingen, dass ich die Flucht ergriff, wenn mir eine melancholisch-feierliche Düster-Combo mit &#8220;The Beauty &#038; The Beast&#8221;-Gesangsduo über den Weg lief. Heutzutage ist diese Band-Spezies deutlich seltener geworden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann mich noch an eine Zeit erinnern, so Mitte der Neunziger muss das gewesen sein, als mir all die gleich klingenden Gothic-Metal-Bands sowas von zum Hals raushingen, dass ich die Flucht ergriff, wenn mir eine melancholisch-feierliche Düster-Combo mit &#8220;The Beauty &#038; The Beast&#8221;-Gesangsduo über den Weg lief. Heutzutage ist diese Band-Spezies deutlich seltener geworden. Ausgestorben ist sie nicht, ab und an begegnet einem schon noch ein Exemplar und inzwischen kann ich mir diesen Sound auch wieder geben. Vor allem wenn er so großartig vorgetragen wird wie auf dem neuen Album &#8220;Turning Season Within&#8221; der schwedischen Genre-Anführer DRACONIAN. Dabei wurde auch diese Truppe um den charismatischen Sänger Anders Jacobsson mitten im Gothic-Metal-Hype 1994 ins Leben gerufen und glänzte in frühen Demo-Tagen nicht gerade durch besondere Inspiration. Nach einer schöpferischen Pause zur Jahrtausendwende kehrten DRACONIAN allerdings mit runderneuertem Sound zurück &#8211; verwurzelt immer noch im Gothic, jetzt aber angereichert mit tonnenschwerem, wunderbar traurigem Doom und ein bisschen Death Metal der Marke EDGE OF SANITY. Über drei Studioalben hinweg wurde dieser sehr intensive, unter die Haut gehende Stil kultiviert und verfeinert, eine Entwicklung die nun mit &#8220;Turning Season Within&#8221; ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht.</p>
<p><img src='http://rockzoom.de/wp-content/uploads/2008/03/draconian.jpg' alt='Turning Season Within' class="float_left"/>Dieses Album steckt voller Schwermut und Schmerz, es ist zerbrechlich und dunkel, überaus intensiv und auf seltsame Weise liebevoll. Trotz aller Ernsthaftigkeit, Tristesse und Verzweiflung zieht einen &#8220;Turning Season Within&#8221; nicht runter, sondern hüllt einen wie eine gute Flasche schwerer Rotwein in eine angenehme Wärme und Tiefe ein. Denn es ist eine zarte, hingebungsvolle Verzweiflung, eine Melancholie, die weiß, dass es auch schöne Seiten im Leben gibt. DRACONIAN bezaubern mit einer Klang gewordenen Poesie des Leidens. Sie finden mit traumhafter Sicherheit das richtige Maß in allem was sie tun. Auch wenn die Zutaten ihrer Musik im Grunde hinlänglich bekannt sind, ist hier keine Spur von Trauerweiden-Kitsch und tumben Klischees zu entdecken. Besonders faszinierend finde ich den Wechselgesang von Anders, der rollende Growls und mit majestätischer Stimme gesprochene Parts einbringt, und Lisa, deren sehr schöne, klare, völlig natürlich wirkende Stimme wie ein Hoffnungsschimmer durch die Lieder gleitet. Klagende Melodien tragen zutiefst berührende, prachtvolle Songs wie den Opener &#8216;Seasons Apart&#8217;, &#8216;Not Breathing&#8217; oder &#8216;Bloodflower&#8217; und lassen einen alten PARADISE LOST-Fan wie mich mit zufriedenem Lächeln feststellen, dass ich nun doch noch die Platte bekommen habe, die ich immer wollte, nämlich eine die stilistisch in der Mitte zwischen &#8220;Shades Of God&#8221;, &#8220;Icon&#8221; und &#8220;Draconian times&#8221; liegt.</p>
<p>Notorische Nörgler könnten eventuell bekritteln, dass es  nicht allzu viel Abwechslung gibt auf &#8220;Turning Season Within&#8221;. Meiner Ansicht nach haben diejenigen aber nicht wirklich verstanden, worum es geht, denn eine gewisse Gleichförmigkeit und Behäbigkeit sind bei DRACONIAN einfach unverzichtbare Stilmittel, die dafür sorgen, dass man tiefer und tiefer in die Stimmung dieses Albums hinein gezogen wird, bis man schließlich alles um sich herum vergessen hat. Und eben weil die Scheibe so fesselt und mitreißt ist &#8220;Turning Season Within&#8221; ein Meisterwerk des Gothic Doom und wird hoffentlich zahlreiche Liebhaber finden, die sich gerne mal wieder in einem wohlig warmen Düster-Meer treiben lassen wollen.</p>
<p>Surftipps:<br />
<a href="http://www.draconian.se">Draconian</a><br />
<a href="http://www.napalmrecords.com">Napalm Records</a></p>
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		<title>PRIMORDIAL Release Party @ Button Factory, Dublin IE &#124; 19.01.2008</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Feb 2008 22:08:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Stimmung im Dubliner Ausgehviertel Temple Bar ist ausgelassen. Dabei ist&#8217;s noch nicht einmal 19 Uhr. Doch der Freitagabend beginnt mit dem Rugbyspiel Munster gegen die London Wasps. Sieg für die südirische Provinz. Es gibt nur einen Ort, der heute voller sein kann als einer dieser Rugby-Pubs, und das ist die Button Factory, wo am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Stimmung im Dubliner Ausgehviertel Temple Bar ist ausgelassen. Dabei ist&#8217;s noch nicht einmal 19 Uhr. Doch der Freitagabend beginnt mit dem Rugbyspiel Munster gegen die London Wasps. Sieg für die südirische Provinz. Es gibt nur einen Ort, der heute voller sein kann als einer dieser Rugby-Pubs, und das ist die Button Factory, wo am heutigen Abend <strong>Primordial </strong>ihre Releaseparty zum im November erschienenen(!) Album &#8220;To the Nameless Dead&#8221; feiern werden.<span id="more-435"></span></p>
<p>Meine Ankunft ist kurz nach Einlass und schon scheint der Laden übervoll. Am Ende sollten es 720 Gäste sein, kaum mehr fasst die Button Factory. Eine erstaunlich große Zahl der Anwesenden ist aus Deutschland, skandinavischen Ländern, Holland und sogar den USA angereist! <a href="/photos/photo/2262801289/graveyard-dirt-19-01-2008-3.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Graveyard Dirt - 19.01.2008 #3"><img class="alignleft" src="http://farm3.static.flickr.com/2400/2262801289_8c94fb420f_m.jpg" alt="Graveyard Dirt - 19.01.2008 #3" width="240" height="160" /></a> Im Vorverkauf ging gut ein Drittel an Nicht-irische Besucher. Volles Haus in der Heimatstadt, das ist selbst bei der wohl bekanntesten irischen Metalcombo Primordial keine Selbstverständlichkeit. Und so können <strong>GRAVEYARD DIRT</strong> gleich voll motiviert zulegen: Jawohl, auch für unbarmherzigen Doom mit herbem Deatheinschlag kann man motiviert sein. Paul Leyden und seine schwerwalzenden Kollgen stellen für mich eine positive Überraschung dar, denn nicht nur das Songmaterial präsentiert sich absolut bedrohlich, sondern auch das Gebahren der fünf Iren zeigt sich als eins mit der Musik&#8230; und schon hier wird klar: Der Sound ist am heutigen Abend brachial! An dieser Stelle ein uneingeschränkter Graveyard Dirt-Reinhörbefehl für all jene, die wissen wollen wie sich der mordende Ehegatte von My Dying Bride anhört: <a href="http://www.myspace.com/graveyarddirt" target="_blank">www.myspace.com/graveyarddirt </a><br />
 </br><br />
</br></p>
<p>Schon beim Winterfest in Cork habe ich mir vorgenommen, <strong>FOR RUIN </strong> genauer unter die Lupe zu nehmen. Doch irgendwie schaffen sie es auch diesmal nicht, meine Aufmerksamkeit halten zu können.<a href="/photos/photo/2263602886/for-ruin-19-01-2008-1.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="For Ruin - 19.01.2008 #1"><img class="alignright" src="http://farm3.static.flickr.com/2191/2263602886_0292cfd400_m.jpg" alt="For Ruin - 19.01.2008 #1" width="160" height="240" /></a>  Die Bühnenshow ist solide, die Musik eigentlich auch (siehe dazu <a href="http://www.myspace.com/forruinband" target="_blank">www.myspace.com/forruinband</a>), doch den Männern aus Cork fehlt (noch) klar das gewisse Etwas, das sie vom Rest der vielen Death mit Blackeinflüssen spielenden Bands abhebt. So wird die Zeit genutzt, um bei einem sündhaft teuren Stout (5 Euronen für 0,4l!) Bekanntschaften vom letzten Festival in Cork aufzufrischen&#8230;<br />
 </br><br />
</br></p>
<p>&#8230;Eine lange Wartezeit mit Intro eins, zwei und drei geht ins Land. Umso größer der Jubelsturm &#8211; und ohrenbetäubend &#8211; als die <strong>PRIMORDIAL </strong>schließlich die Bühne betreten und wie schon in Cork mit dem &#8220;To the Nameless Dead&#8221; Arschtrittopener &#8220;Empire Falls&#8221; von 0 auf 100 durchstarten. Aber bevor ich hier große Reden schwinge, möchte ich ganz einfach auf das Livevideo von Bomber &#038; Co. (Visons in Fear) verweisen: Jedesmal wenn ich mir dieses Video ansehe bekomm ich Gänsehaut auf feuchten Augen und bin einfach stolz bei diesem fantastischen Gig dabeigewesen zu sein.Ist schon eine coole Sache, dass man dieses Material der Öffentlichkeit bereitstellt, nun da es ja nicht für eine erste &#8220;richtige&#8221; DVD verwendet wird, da Primordial-Bassist Paul kurzfristig durch Gerry (Mael Mordha) ersetzt werden musste. Man möchte halt das Original-Lineup für die erste DVD haben, fair play und nun Vorhang auf für eine geballte Ladung &#8220;Empire Falls&#8221;:</p>
<p><embed src="http://lads.myspace.com/videos/vplayer.swf" flashvars="m=27251011&#038;v=2&#038;type=video" type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="346" align="center"></embed><br />
 </br><br />
</br></p>
<p>Es folgt das klagende &#8220;Gallow&#8217;s Hymn&#8221; zur Abkühlung&#8230; doch was heißt Abkühlung? Nemtheanga untermauert hier seine stimmliche Fitness, die schon beim Opener (hörte man über hunderte von schreienden Kehlen hinweg) überragend war. Sicher spielt da eine tosende Meute eine ganz besondere, zu Höchstleistungen anstachelnde Rolle. Was die Gitarristen Ciaran und Michael angeht, so agieren diese wieder auf ihre typische, doch eher in sich gekehrt und hier und da mal mit den Haaren schunkelnd. Dafür hat der Frontmann seine Fanschar voll im Griff, und kann die Spannung locker über den gesamten Abend halten &#8211; ja sogar noch steigern beim immer wieder gern performten Bandklassiker &#8220;Sons of the Morrigan&#8221;, denn nachdem sich das hochverehrte Publikum bereits mit einem vielfachen &#8220;Sing sing sing to the slaves&#8230; that Rome burns&#8221; selbst in ekstatische Zustände beschworen hat, wird nun ähnlich wie bei der neuen Bandhymne &#8220;Empire Falls&#8221; jede Textzeile fleißig mitgesungen&#8230; und sowas erleben Primordial erst nach 17 Jahren Bandgeschichte&#8230; zumindest in diesem Umfang.</p>
<h4>Primordial&#8217;s fighting men &#038; women</h4>
<p><a href='/photos/album/72157600465197937'><img src='http://flickr.rockzoom.de/20080123-Primordial/fm1.jpg' class='float_left' /></a><a href='/photos/album/72157600465197937'><img src='http://flickr.rockzoom.de/20080123-Primordial/fm2.jpg' class='float_left' /></a><a href=/photos/album/72157600465197937'><img src='http://flickr.rockzoom.de/20080123-Primordial/fm3.jpg' class='float_left' /></a></p>
<div class='falbum-clear-left'></div>
<p>>> <a href='/photos/album/72157600465197937'>zu allen Bildern von Primordial</a></p>
<p>Beim letzten Song des offiziellen Sets kocht die Stimmung dann vollends über&#8230; &#8220;This is your song!&#8221;&#8230; das ließen sich so manche Crowdsurfer nicht zwei mal sagen und die Fans mussten ziemlich die Köpfe einziehen, um während des in massiver Überlänge (aber geil!) gespielten &#8220;Song of the Tomb&#8221; nicht in selbiger Gruft zu landen. Ganz logisch, dass man dann lauthals nach mehr verlangt, immerhin fehlen ja auch noch Übersongs wie &#8220;Heathen Tribes&#8221;, an diesem Abend angesichts der vielen ausländischen Besucher natürlich bestens passend, oder gar das stets ergreifende &#8220;The Coffin Ships&#8221;&#8230;<a href="/photos/photo/2263621332/primordial-19-01-2008-12.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Primordial - 19.01.2008 #12"><img class="alignleft" src="http://farm3.static.flickr.com/2178/2263621332_92328a29a4_m.jpg" alt="Primordial - 19.01.2008 #12" width="160" height="240" /></a>  Beide Stücke sollten als Zugaben noch kommen und frenetisch abgefeiert werden. Besonders bei den Sargschiffen läuft es einem wieder einmal eiskalt den Rücken hinunter. Auch keine Überraschung sind die beiden letzten Zugaben &#8220;Gods to the Godless&#8221; und das uralte &#8220;To Enter Pagan&#8221;, welches dieser Tage live aber noch viel besser klingt als auf dem Primordial-Demo &#8220;Dark Romanticism&#8221;.<br />
 </br><br />
</br></p>
<p>Ein einziger Wehrmutstropfen bleibt für mich: Gerade bei einer Releaseparty hätte ich mir den ein oder anderen alternativen, schon lange nicht mehr (oder noch nie!) gespielten Leckerbissen gewünscht. Man nehme dazu einen beliebigen der ausschließlich genialen Tracks auf &#8220;Storm Before Calm&#8221; oder &#8220;The Burning Season&#8221; vom dritten Full-Length&#8230; nur als Beispiele, denn ich denke dass man auf der anstehenden Heathen Tribes Festival Tour kaum Zeit finden wird, olle unbekannte Kamellen zu spielen, aber vielleicht bin ich auch allein mit diesem Wunsch?&#8230; Doch was mecker ich da eigentlich? Das war mit Abstand der beste Primordial-Gig, wohl auch einer der besten Gigs überhaupt, denen ich bis dato beiwohnen durfte!</p>
<p>Das DVD Shooting soll übrigens eines Tages in Dublin nachgeholt werden&#8230; Ob man dann diese fantastische Atmosphäre noch einmal so hinbekommen wird? Man sollte auf jeden Fall drüber nachdenken, sich dann in den Flieger nach Baile Átha Cliath zu setzen.</p>
<blockquote><h4>PRIMORDIAL Setlist</h4>
<p><a href="/photos/photo/2262831249/primordial-19-01-2008-17.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Primordial - 19.01.2008 #17"><img class="alignright" src="http://farm3.static.flickr.com/2268/2262831249_e15e60294f_m.jpg" alt="Primordial - 19.01.2008 #17" width="160" height="240" /></a><br />
</br></p>
<p>01. Empire Falls<br />
02. Gallow&#8217;s Hymn<br />
03. The Golden Spiral<br />
04. Autumn&#8217;s Ablaze<br />
05. As Rome Burns<br />
06. Sons of the Morrigan<br />
07. No Nation on this Earth<br />
08. The Song of the Tomb<br />
&#8212;&#8212;&#8212;<br />
09. The Coffin Ships<br />
10. Heathen Tribes<br />
11. Gods to the Godless<br />
&#8212;&#8212;&#8212;-<br />
12. To Enter Pagan</p></blockquote>
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		<title>NOVEMBRE: &#8220;The Blue&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Nov 2007 13:10:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
				<category><![CDATA[pleasing sounds]]></category>
		<category><![CDATA[anathema]]></category>
		<category><![CDATA[dark metal]]></category>
		<category><![CDATA[doom]]></category>
		<category><![CDATA[gothic]]></category>
		<category><![CDATA[katatonia]]></category>
		<category><![CDATA[metal]]></category>
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		<category><![CDATA[paradise lost]]></category>
		<category><![CDATA[progressive]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist mal wieder November. Zwar kann man dieser Band mit dem Monatsnamen das ganze Jahr über lauschen, doch keine Jahreszeit ist so passend wie der Spätherbst, um ein wenig norditalienischer Tristesse zu frönen. Der neue Silberling ist blau und schaut man sich das nette Artwork an, so überkommt einen sogleich die Lust, wieder in diese Klangtiefen aus Doom und Gothic Metal mit ordentlichem Progressive-Schlag einzutauchen. Dabei ließ &#8220;Materia&#8221; aus dem letzten Jahr doch zum ersten mal in Bezug auf diese Band einen eher faden Beigeschmack bei mir zurück.<span id="more-295"></span></p>
<p>Anfang 2007 hat sich zu den Brüdern Carmelo und Giuseppe Orlando Bassist Luca Giovagnoli zur Truppe gesellt. Laut Bandpage hat dieser auch gehörig zum neuen Album &#8220;The Blue&#8221; beigetragen. Das hört man vor allem am mächtig fetten Sound, der natürlich auch dem renommierten Produzenten Mikko Karmila (Finnvox Studios) zuzuschreiben ist.</p>
<p><img src='http://rockzoom.de/wp-content/uploads/2007/11/novembre1.jpg' alt='Novembre - The Blue (2007)' class="float_left"/><strong>The Blue</strong> &#8211; (05.11.2007)</p>
<p>- Anaemia<br />
- Triesteitaliana<br />
- Cobalt Of March<br />
- Bluecracy<br />
- Architheme<br />
- Nascence<br />
- Iridescence<br />
- Sound Odyssey<br />
- Cantus Christi<br />
- Zenith<br />
- Argentic<br />
- Deorbit<br />
</b></p>
<p>Was nun &#8220;The Blue&#8221; am meisten von &#8220;Materia&#8221; unterscheidet, ist die dankenswerterweise wiedererlangte Heaviness: Passive Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit schlägt durch intensive Brüller Carmelos, irgendwo zwischen Death- und Schwarzmetall, in die tosende Wut eines Ozeans um. Auf der anderen Seite gibt es auch stille Wasser auf &#8220;The Blue&#8221;, und die sind bekanntlich tief: Die altbekannten akustischen Passagen muss man hier also nicht missen. Songs wie &#8220;Triesteitaliana&#8221; stehen als Beweis dafür, dass dieser Antagonismus nahezu bruchlos klappt.</p>
<p>Nahezu, das deutet darauf hin, dass &#8220;The Blue&#8221; doch mit ein paar Abstrichen zu genießen ist. &#8220;Zenith&#8221; erinnert zum Beispiel an die glorreichen Tage von &#8220;Novembrine Waltz&#8221;: &#8220;It seems so long, shining bright&#8230;&#8221; Gleich eine ganze Textzeile wurde hier von &#8220;Come Pierrot&#8221; entnommen&#8230; und das scheitert irgendwie. Wehmütig muss man an die Tage denken, als die Venezianer dieses Meisterwerk geschaffen haben: Viel schlüssiger erschienen die Stücke, verschiedenste Emotionen wurden klar auf den Punkt gebracht. &#8220;The Blue&#8221; ist recht schwierig, vom Songwriting her sogar noch etwas uferloser als &#8220;Materia&#8221;, doch trotz dem fließenden Wechsel von Raserei und Zerbrechlichkeit wirkt &#8220;The Blue&#8221; mit seinen zwölf Stücken manchmal zu langatmig und verwässert geraten. Man hat außerdem den Eindruck, dass hier keine Songs an sich geschrieben wurden, sondern dass alles recht untransparent geschrieben in einem Ozean schwimmt. So lässt sich aber noch lange Zeit viel Neues auf &#8220;The Blue&#8221; entdecken. Auch wem der weinerlich-säuselnde Gesang Carmelos &#8211; im Kontrast zum Geschrei &#8211; bisher übel aufstieß, der wird ganz besonders mit den fragilen Parts auf &#8220;The Blue&#8221; seine Probleme bekommen. Fans von Opeth, Anathema, Paradise Lost oder Katatonia können bei diesem Rundling jedoch einmal mehr bedenkenlos zugreifen.</p>
<p>Einen ersten Eindruck liefert übrigens das Video zu &#8220;Anaemia&#8221;:</p>
<p><a href="http://myspacetv.com/index.cfm?fuseaction=vids.individual&#038;videoid=20741807">NOVEMBRE &#8211; Anaemia</a><br /><embed src="http://lads.myspace.com/videos/vplayer.swf" flashvars="m=20741807&#038;v=2&#038;type=video" type="application/x-shockwave-flash" width="430" height="346"></embed><br /><a href="http://myspacetv.com/index.cfm?fuseaction=vids.addToProfileConfirm&#038;videoid=20741807&#038;title=NOVEMBRE - Anaemia">Add to My Profile</a> | <a href="http://myspacetv.com/index.cfm?fuseaction=vids.home">More Videos</a><br />
</br></br></p>
<p>Offizielle Novembre-Homepage: <a href="http://www.novembre.co.uk/" target="_blank">www.novembre.co.uk</a><br />
Novembre @ Myspace: <a href="http://www.myspace.com/novembre1" target="_blank">www.myspace.com/novembre1</a><br />
Mini-Webseite @ Peaceville: <a href="http://www.peaceville.com/novembre/" target="_blank">www.peaceville.com/novembre/</a></p>
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