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	<title>Rockzoom &#187; dark metal</title>
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		<title>DORNENREICH: &#8220;Flammentriebe&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Feb 2011 21:22:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das mittlerweile siebte Scheit im heller denn je leuchtenden Feuer dieser österreichischen Ausnahmegruppe um Jochen Stock lodert durch und durch. Dornenreichs &#8220;Flammentriebe&#8221; sind Nährboden und Löschwasser für den eigenen Innerbrand, sind kerosingetränkter Docht, lassen einfach nicht kalt wen Alltag und Massenmedium noch nicht haben erstarren lassen. &#8220;Du bleibst grell &#8211; Wirst nie Nacht Flammenmensch &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2011/02/dornenreich_flammentriebe.jpg" alt="Dornenreich: Flammentriebe (2011)" title="Dornenreich: Flammentriebe (2011)" width="200" height="298" class="alignleft size-full wp-image-3733" />Das mittlerweile siebte Scheit im heller denn je leuchtenden Feuer dieser österreichischen Ausnahmegruppe um Jochen Stock lodert durch und durch. Dornenreichs &#8220;Flammentriebe&#8221; sind Nährboden und Löschwasser für den eigenen Innerbrand, sind kerosingetränkter Docht, lassen einfach nicht kalt wen Alltag und Massenmedium noch nicht haben erstarren lassen.<span id="more-3732"></span></p>
<p><em>&#8220;Du bleibst grell &#8211; Wirst nie Nacht<br />
Flammenmensch &#8211; Kennst nicht Acht<br />
Du willst das Scheit &#8211; und koste es der Welten Preis.&#8221;</em></p>
<p>Auch wenn die Instrumentierung diesmal wieder deutlich härter ausfällt: Es ist ein natürliches Anknüpfen an das minimalistische, akustische Vorgängerwerk &#8220;In Luft geritzt&#8221; von 2008. Omnipräsent sind Inves Geigentöne, Evígas mysteriös wandernde Akustikgitarre auch hier zugange. Zugleich sind die &#8220;Flammentriebe&#8221; wütender, zugleich versöhnlicher. Energetisch ist vielleicht das richtige Wort. Wie kann das sein? Es ist der Kreis, der hier erneut seine lyrische Bahn zieht. Steter Wandel ist hörbar in der perfekten Text-Ton-Symbiose Dornenreichs und selbst auch Gegenstand&#8230;</p>
<blockquote><p>Der Wandel, um den es mir im Rahmen von FLAMMENTRIEBE geht, ist ein gesamtgesellschaftlicher und nachhaltiger. Doch der kann nur entstehen, wenn das Individuum sich bewusst dazu entscheidet, der zerstörenden Selbsttäuschung, als Mensch der König dieser Welt zu sein, den Rücken kehrt. Wir leugnen die Tatsache, dass die Natur auf Kreisläufen basiert. Es ist unweigerlich so, dass das Pendel, das wir mit aller starren Kraft in die Gewinn- bzw. Ausbeutungsmaximierung zerren, bald mit derselben Kraft in die andere Richtung ausbrechen wird, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen.<br />
(Evíga für <a href="http://www.metal-hammer.de/Dornenreich_Interview_FLAMMENTRIEBE_Heft_lang.html" target="_blank">Metal Hammer 02/11</a>)</p></blockquote>
<p><em>&#8220;Ende, Ende, tief im Land.<br />
Wessen Rücken steht zur Wand?<br />
Willst du der Mensch sein, der Leben vertritt?&#8221;</em></p>
<p><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2011/02/dornenreich-300x252.jpg" alt="" title="dornenreich" width="300" height="252" class="alignleft size-medium wp-image-3754" />Die lebensbejahende Haltung Dornenreichs unterscheidet die Österreicher von allen anderen Black Metal Bands. Und obwohl hier einige Charakteristika klar der schwarzmetallischen Muse zuzuordnen sind &#8211; sägende Gitarren, hin und wieder ein Blastbeat (&#8220;Kreis weckt Kraft!&#8221;), Dornenreich sind noch immer der inbegriff von Sturm und Drang &#8211; sie sind dieser Szene entwachsen, gereift, ohne zahm geworden zu sein. Evíga kann noch immer markerschütternde Schreie höchsten Ausdrucks ausstoßen, man höre hierzu nur einmal den Mittelteil des hypnotischen &#8220;Fährte der Nacht&#8221;, muss aber nicht mehr kieksen und wimmern wie noch zu früheren Zeiten der Tage  &#8220;Her von welken Nächten&#8221;. Wer &#8220;Durch den Traum&#8221; und &#8220;Hexenwind&#8221; zu schätzen wusste und sich dazu die songschreiberische Finesse von &#8220;In Luft geritzt&#8221; vorstellen kann, dem sind die &#8220;Flammentriebe&#8221; empfohlen. Schwachstellen findet man nicht. Das Album strotzt vor dichterischer Dichte und dichter Dornenkunst.</p>
<p>Einmal mehr gilt: Gänsehaut statt Gänsemarsch, ab dem 11.02.2011 auf diversen Tonträgern ab 10.02.2011 live mit Agrypnie:</p>
<p>10.02.&#8217;11 DE- München / Backstage<br />
11.02.&#8217;11 AT &#8211; Klagenfurt / Volxhaus<br />
12.02.&#8217;11 AT &#8211; Wien / Szene<br />
13.02.&#8217;11 DE &#8211; Nürnberg / Z-Bau<br />
14.02.&#8217;11 DE &#8211; Dresden / Puschkin Club<br />
15.02.&#8217;11 DE &#8211; Berlin / K17<br />
16.02.&#8217;11 DE &#8211; Essen / Turock<br />
17.02.&#8217;11 DE &#8211; Trier / ExHaus<br />
18.02.&#8217;11 DE &#8211; Stuttgart / Haus 11<br />
19.02.&#8217;11 CH &#8211; Uster / Rock City</p>
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		<title>Fr&#252;hjahrsprophezeihungen</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Mar 2008 16:46:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<category><![CDATA[prophecy productions]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Talentschuppen Nummer eins für dunkle, atmosphärische, avantgardistische und mitunter progressive Musik heißt zweifellos Prophecy Productions. Neben der aktuellen Dark Suns-Scheiblette &#8220;Grave Human Genuine&#8221; erblickten zeitgleich zwei weitere lohnenswerte Veröffentlichungen das blassgraue Himmelszelt dieses Frühjahres. NOEKK: &#8220;The Minstrel&#8217;s Curse&#8221; (VÖ: 22.02.2008)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Talentschuppen Nummer eins für dunkle, atmosphärische, avantgardistische und mitunter progressive Musik heißt zweifellos <strong>Prophecy Productions</strong>. Neben der aktuellen Dark Suns-Scheiblette &#8220;Grave Human Genuine&#8221; erblickten zeitgleich zwei weitere lohnenswerte Veröffentlichungen das blassgraue Himmelszelt dieses Frühjahres.<span id="more-491"></span></p>
<p><strong>NOEKK</strong>: &#8220;The Minstrel&#8217;s Curse&#8221; (VÖ: 22.02.2008)<br />
<img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/03/noekk_minstrel.jpg' alt='Noekk - The Minstrel's Curse (2008)' class="float_left"/><br />
Der &#8220;Grimalkin&#8221; ging an mir leider spurlos vorbei, doch erinnere ich mich noch gut an das erste Ausrufezeichen der Herren Funghus Baldachin und F.F. Yuggoth: &#8220;The Water Sprite&#8221; war zugleich mysteriös als auch erfrischend dank Mellotron-Teppichen in Retro-Optik und eingängig rockender Grooves. Da tanzte der Waldschrat (oder eben Noekk, so heißt jenes Fabelwesen) mit der Kräuterhexe&#8230;</p>
<p>Wer sich jedoch schon zum locker-flockigen Frühjahrsputz gerüstet hat, wird von der Härte des neuen Minnesängerfluches wieder zurück in den Sitz gedrückt. Rundling Nummer drei ist deutlich härter als das progrockige Debüt aus dem Jahr 2005. Schon der Titeltrack glänzt mit einem Funghus Baldachin, nach wie vor klassisch ausgebildeter Tenor, der sogar mal ganz gelungen zu fies gekeiften Flüchen ausholt. Dunkel und schwer surren dazu die Stromgitarren und verlieren dabei aber nicht ihren gewohnten Groove. Deren Sound ist crunchiger denn je und betont rifforientiert steuern sie durch das instrumentale Erdreich von &#8220;How long is ever&#8221;, doch auch die Abwechslung kommt nicht zu kurz, denn gen Ende sorgen geheimnisvolle Pianotöne für Abkühlung und münden nahtlos in das bedrohlich abschließende &#8220;The Rumour and the Giantess&#8221;. Ein wenig überflüssig ist nur der Hidden Track&#8230; aber ich mag generell keine Hidden Tracks, wenn sie nicht gerade witzig sind&#8230; doch das wäre hier auch recht unpassend. Zwar ist &#8220;The Minstrel&#8217;s Curse&#8221; im Gesamtbild nicht so eingängig wie meinetwegen &#8220;The Water Sprite&#8221;, doch wer die 70ies-Einschläge der heutigen Opeth gepaart mit der unvergleichlichen Stimme Baldachins mag (vorher anchecken, Geschmackssache!), ist mit Noekks Neuer wieder bestens bedient bis Opeths &#8220;Watershed&#8221; im Sommer diesen Jahres erscheint.</p>
<p><a href="http://www.myspace.com/112535276">Noekk @ Myspace</a></p>
<p></br></p>
<p><strong>NUCLEUS TORN</strong>: &#8220;Knell&#8221; (VÖ: 22.02.2008)<br />
<img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/03/nucleustorn_knell.jpg' alt='Nucleus Torn - Knell (2008)' class="float_left"/><br />
Weit depressiver ist das Zweitwerk dieser Schweizer. Im Zusammenspiel mit sechs weiteren Musikern (u.a. auch an Cello, Violine und Querflöte) schafft Fredy Schnyder (seinerseits Komponist und Spieler diverser mehr oder weniger exotischer Instrumente) ein überaus verstörendes Album winterlicher Nachwehen. An der Schwelle der Tagundnachtgleiche hat klar noch einmal das große Dunkel die Oberhand&#8230;</p>
<p>Was an dieser fast rein akustischen Sache so beklemmend ist, ist vor allem der Gesang, der männlich wie weiblich in ungewöhnlichen Molltonarten durch Mark und Bein fährt und alles andere als angenehm klingen möchte. Das ist mitnichten schlecht, vielmehr eine interessante Erfahrung verbunden mit viel Gänsehaut. Der Herr Schaad klingt gar wie eine unterkühlte Variante eines Tom Phillips von While Heaven Wept, Kälte ist sowieso ein sehr gut beschreibendes Wort &#8220;Knell&#8221;. Die Stücke wurden hier &#8211; wieder nur vier, wie auch schon bei Noekk &#8211; schlichtweg I bis IV betitelt, was ähnlich wie bei Negura Bungets &#8220;&#8216;N Crugu Bradului&#8221; (auch hier entschied man sich für römische Zahlen) viel Raum lässt, unbekannte Welten mit der eigenen Fantasie zu erforschen und ohne Vorgabe von Songtiteln, nur inspiriert von diesen fremden Klängen. Doch warum erwähne ich eine Metalband, wenn es sich bis hierhin ganz und gar nicht so liest? Weil hier eben alle Extreme ausgelotet werden: Piano- und Querflöteneinsatz sind gegen die stellenweise aufretende fast-komplett-Stille schon ein Donnerschlag, ganz zu schweigen von den wachrüttelnden, dennoch recht rar gesäten Extrem-Metal-Einlagen. Vielerorts ist mir der Wechsel von leise zu laut jedoch zu krass geraten &#8211; der einzige Wehrmutstropfen aus meiner Sicht. Aber so dissonant das Album auch beginnt, so etwas wie Harmonie &#8211; und unglaublicher Tiefgang! &#8211; kommt spätestens im Stück III, mit knapp 30 Minuten das längste der Scheibe, auf. Hintenraus lädt &#8220;Knell&#8221; immer mehr zum Fallenlassen ein und wird zunehmends akustischer, erinnert somit immer mehr an die Labelgenossen Tenhi. Doch auch wer Ihsahns Kurzzeitprojekt Peccatum kennt, wird sich hier sehr zu Hause fühlen.</p>
<p>&#8220;Knell&#8221; ist nicht einfach, zu unberechenbar, zu unbequem und daher sicher nichts zum oft-Hören, doch wächst dieses Werk mit jedem Hördurchgang, wenn man sich ihm nachts unter der Bettdecke oder aus dem Fenster schauend auf einer Zugfahrt durch tristes Nassgrau hingibt. Wagt den Versuch, bisher unbetretene karge (Klang-)Landschaften zu entdecken.</p>
<p><a href="http://www.nucleustorn.ch/">www.nucleustorn.ch</a></p>
<p>Hiermit haben uns Prophecy Productions ein paar gelungene Alben zweier einzigartiger Künstlertruppen beschert, die sich der gewöhnlichen Stilbeschreibungen höhnend entziehen.</p>
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		<item>
		<title>Nemtheanga (PRIMORDIAL) im Gespr&#228;ch</title>
		<link>http://rockzoom.de/2008/02/08/nemtheanga-primordial-im-gespraech/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 Feb 2008 01:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;&#8230;Generations of freedom, remember us, the generations of the vision&#8230;&#8221; So die abschließenden Worte auf einer unscheinbaren Plakette im Dubliner Garden of Remembrance. Diese Stimmen, namenlose Tote, sind vergessen. Und doch erinnern sie einig an den jahrhunderte andauernden Freiheitskampf Irlands und dessen Opfer&#8230; Vokalist und Textschreiber Nemtheanga ist einer, der ebenfalls erinnert. Erinnert an dieses [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="center"><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/02/remembrance.jpg' alt='Primordial Header' /></p>
<p align="center">&#8220;&#8230;Generations of freedom, remember us, the generations of the vision&#8230;&#8221;</p>
<p>So die abschließenden Worte auf einer unscheinbaren Plakette im Dubliner Garden of Remembrance. Diese Stimmen, namenlose Tote, sind vergessen. Und doch erinnern sie einig an den jahrhunderte andauernden Freiheitskampf Irlands und dessen Opfer&#8230;</p>
<p>Vokalist und Textschreiber Nemtheanga ist einer, der ebenfalls erinnert. Erinnert an dieses teuer erkaufte Freiheitserbe, an ein kulturelles Erbe (und nicht nur an das irische), an Menschlichkeit, Vergänglichkeit, und damit einhergehend auch an diese namenlosen Toten&#8230; von überall auf der Welt:</p>
<p><em>“I stand upon this Earth but for the blood of my ancestors. Men and women who made massive, selfless sacrifices in their lives. The machine that grinds the wheels would have you sedated, placated, confused, desensitised, distracted while they sell your culture, trade your history and crush your empathy with the enduring will of the human spirit.&#8221;</em></p>
<p>Allein dieser eine Satz aus den Linernotes des siebten Primordial-Albums &#8220;To the Nameless Dead&#8221; (<a href="/2007/11/26/gedanken-zu-primordials-to-the-nameless-dead/" target="_blank">Album-Besprechung siehe hier</a>) fasst die Essenz Primordials treffendst zusammen: Songs die eigentlich keine sind, eher Mahnmale&#8230; mal stolz und Hoffnung verbreitend wie ein Fels in der Brandung stehend, im nächsten Moment pessimistisch zu Ruinen zerfallend&#8230; der Schauplatz ist irgendwo, die Stimmung endzeitlich, in der Mitte stehen solch Individuen wie Nemtheanga, den ich angesichts dieser aus der Seele sprechenden lyrischen Ergüsse doch mal zum Gespräch bat&#8230; nicht ohne meine eigenen Erfahrungen mit der modernen irischen Kultur (The United States of Europe, right, Mr. Nemtheanga?) ebenfalls kundzutun&#8230; <em>(Interview vom Januar 2008)</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p>Cheers aus Waterford im &#8220;sonnigen Südosten&#8221; und Gratulation zum neuen Album! Ich hoffe euch geht&#8217;s entsprechend gut, jedenfalls besser als dieses bescheidene Wetter zulässt!? (Aber als Iren solltet ihr daran ja bestens gewöhnt sein&#8230;)</p>
<blockquote><p><a href="/photos/photo/612547930/primordial-26-05-2007-7.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Primordial - 26.05.2007 #7"><img class="alignleft" src="http://farm2.static.flickr.com/1227/612547930_43ec6636a9_m.jpg" alt="Primordial - 26.05.2007 #7" width="160" height="240" /></a> <strong>A.A. Nemtheanga</strong>: Hails. Mir geht&#8217;s gut, danke.</p></blockquote>
<p>Ich finde es ja schon sehr überraschend dass euer aktuelles Album &#8220;To the Nameless Dead&#8221; so verdammt gut bei der ganzen Presse ankommt. Zugegeben, es IST verdammt gut, aber an Primordial selbst hat sich ja nicht wirklich viel verändert, oder? Wie könnt ihr euch diesen Erfolg für Primordial dieser Tage erklären? Höchste Lobeshymnen von den &#8220;großen Magazinen&#8221;, bereits bestätigte Auftritte auf nahezu allen großen und etlichen kleinen Festivals&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>A.A. Nemtheanga</strong>: So ist es nunmal gekommen. Dieses Album stößt kommerziell gesehen auf viel bessere Reaktionen als die Vorgänger. Der Sound ist da wohl der wichtigste Faktor. &#8220;The Gathering Wilderness&#8221; klingt im Vergleich sehr rauh. Wahrscheinlich hat jeder Hund seinen Tag, wie man so schön sagt. </p></blockquote>
<p>In den Linernotes konnte man lesen, dass &#8220;To the Nameless Dead&#8221; so etwas wie &#8220;Cuchulainns letzter Widerstand&#8221; sei. Klar hat das eine rebellische Note, aber nicht dass das jemand falsch verstehen könnte und denkt, dies könnte das letzte Primordial-Album sein!?</p>
<blockquote><p><strong>A.A. Nemtheanga</strong>: Wer weiß. Als wir unser erstes Album gemacht haben, habe ich es nicht gesehen, dass wir noch sechs weitere machen würden, und doch haben wir&#8217;s. Ich weiß nicht wie lange wir noch weitermachen werden. Ein Ende scheint noch nicht in Sicht, aber bei diesem Album liegt eine Art Endgültigkeit in der Luft, vielleicht ein neuer Beginn, ich weiß nicht. Ich denke nicht wirklich über solche Dinge nach.</p></blockquote>
<p>Wie auch immer, wenn ich mich nicht täusche dann sind das nun 20 Jahre Primordial/Forsaken. Können wir da kurz mal Rückschau halten? Was waren zum Beispiel die größten und die schlimmsten Momente für die Band bisher?</p>
<blockquote><p><strong>A.A. Nemtheanga</strong>: Es ist ein bisschen irreführend zu sagen, dass wir nun schon 20 Jahre existieren. Ende 1987, als sie 12/13/14 waren, haben Ciaran und Paul angefangen ihre Instrumente zu lernen. Vor 1991 war die Band nicht das, wie du sie heutzutage kennst. 2008 sind es dann also 17 Jahre, was immer noch eine sehr lange Zeit ist, aber wir haben jung angefangen. Natürlich gab es Höhen und Tiefen, aber wir haben seit dem ersten Tag gekämpft und dem Elend ins Gesicht gesehen. Es gab zum Glück auch viele Höhen: Vom Release unseres ersten Demos/Albums bishin zu den ersten Shows in Europa und Amerika, sowohl Touren als auch Festivals.</p></blockquote>
<p>Gibt es eigentlich eine Art &#8220;hohes Bandziel&#8221;, welches ihr noch erreichen wollt?</p>
<blockquote><p><strong>A.A. Nemtheanga</strong>: Nicht wirklich. Es ist sehr erfreulich, dass wir nun wachsen wie noch nie, ganz im Gegensatz zum Großteil der Musikindustrie. Mehr Albumverkäufe, mehr Shows, mehr Festivalangebote. Wir haben den Standard unserer Musik über die Jahre hoch gehalten und das war stets unser größtes Ziel.</p></blockquote>
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		<title>PRIMORDIAL: &#8220;Where is the fighting man&#8230;?&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Jan 2008 17:37:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;fragt eine markante Zeile aus &#8220;Empire Falls&#8221;, dem Opener des mittlerweile schon siebten PRIMORDIAL-Albums &#8220;To the Nameless Dead&#8221;. Und nicht nur dieser Track schlägt ein wie eine Bombe: Das gesamte Album, im November letzten Jahres erschienen, stieß von allen Seiten auf fantastische Resonanz: Presse und Fans sind begeistert, die Band wird in diesem Jahr mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;fragt eine markante Zeile aus &#8220;Empire Falls&#8221;, dem Opener des mittlerweile schon siebten PRIMORDIAL-Albums &#8220;To the Nameless Dead&#8221;. Und nicht nur dieser Track schlägt ein wie eine Bombe: Das gesamte Album, im November letzten Jahres erschienen, stieß von allen Seiten auf fantastische Resonanz: Presse und Fans sind begeistert, die Band wird in diesem Jahr mit Festivalanfragen überschüttet. Und dann noch volles Haus in der Heimatstadt! So geschehen zur Record Release Party am 19. Januar in Dublin. Es gab Zeiten, da kreuzte (zu Unrecht) kaum einer zu einem Primordial-Gig auf. Doch zur Zeit läuft es einfach für diese 5 Iren.</p>
<p>So, where is the fighting man? In Dublin war er. Und nicht nur einer, schätzungsweise 750 waren zugegen. Und die Button Factory fasst planmäßig 750 Besucher! Als kleinen Appetizer für den Konzertbericht dieses erinnerungswürdigen Events gibt es hier schon mal die Reaktionen der anwesenden Fans zu begutachten&#8230; Bandbilder und schreiberische Eindrücke folgen&#8230;</p>
<h4>Primordial&#8217;s fighting men &#038; women</h4>
<p><a href='/photos/album/72157600465197937'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20080123-Primordial/fm1.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157600465197937'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20080123-Primordial/fm2.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157600465197937'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20080123-Primordial/fm3.jpg' class='float_left' /></a></p>
<div class='falbum-clear-left'></div>
<p>>> <a href='/photos/album/72157600465197937'>zu allen Bildern von Primordial</a></p>
<blockquote><h4>PRIMORDIAL Setlist</h4>
<p>01. Empire Falls<br />
02. Gallow&#8217;s Hymn<br />
03. The Golden Spiral<br />
04. Autumn&#8217;s Ablaze<br />
05. As Rome Burns<br />
06. Sons of the Morrigan<br />
07. No Nation on this Earth<br />
08. The Song of the Tomb<br />
&#8212;&#8212;&#8212;<br />
09. The Coffin Ships<br />
10. Heathen Tribes<br />
11. Gods to the Godless<br />
&#8212;&#8212;&#8212;-<br />
12. To Enter Pagan</p></blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>Gedanken zu PRIMORDIALs &#8220;To the Nameless Dead&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Nov 2007 20:46:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<category><![CDATA[thoughts]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[dark metal]]></category>
		<category><![CDATA[folk]]></category>
		<category><![CDATA[irland]]></category>
		<category><![CDATA[metal]]></category>
		<category><![CDATA[primordial]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;Dafür gibt es nicht mal ein passendes deutsches Wort&#8230; vielleicht nicht ohne Grund, als Deutsche/r hat man&#8217;s bekanntlich nicht leicht mit der Vaterlandsliebe. Doch eben diese &#8220;nationale Identität&#8221;, wenn man dies als Übersetzung akzeptiert, beschäftigt dieser Tage (einmal mehr, doch diesmal expliziter) die Iren von Primordial, die im trostlosen November mit &#8220;To the Nameless Dead&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;Dafür gibt es nicht mal ein passendes deutsches Wort&#8230; vielleicht nicht ohne Grund, als Deutsche/r hat man&#8217;s bekanntlich nicht leicht mit der Vaterlandsliebe. Doch eben diese &#8220;nationale Identität&#8221;, wenn man dies als Übersetzung akzeptiert, beschäftigt dieser Tage (einmal mehr, doch diesmal expliziter) die Iren von <strong>Primordial</strong>, die im trostlosen November mit &#8220;To the Nameless Dead&#8221; aufwarten. Und obwohl sich die &#8220;grüne Insel&#8221; stets aus Kriegen mit anderen Nationen (bis auf einer!) herausgehalten hat, der namenlosen Toten hat sie viele. Und haben Primordial auf ihrem letzten Album &#8220;The Gathering Wilderness&#8221; mit &#8216;The Coffin Ships&#8217; den Opfern der großen Kartoffelpest ein Denkmal gesetzt, so sind nun jene an der Reihe, die für &#8220;ihr Land&#8221; das Leben ließen&#8230;</p>
<p>Wenn der alte Monsewer in Brendan Behans &#8216;The Hostage&#8217; &#8220;the ould cause&#8221; anpreist, so meint er den unerbittlichen, jahrhundertelangen Kampf Irlands zur eigenen Nation, welcher letztendlich 1922, nach beinahe einem ganzen Jahrtausend in germanischer und britischer Fremdherrschaft, zum Kompromiss führte: 26 Grafschaften im Westen und Süden regieren sich fortan selbst als Republik Irland, während der Norden mit 6 Grafschaften weiterhin unter dem Banner des Vereinten Königreiches verbleibt und noch lange mit Diskrepanzen zwischen Protestanten und den Katholiken zu kämpfen hat&#8230; nein, hatte, hoffentlich.</p>
<p>Bezahlt wurden die Republik Irland und der Frieden im Norden mit den unzähligen Leben ihrer protestantischen und katholischen Kinder: Bauern, Poeten, Funktionäre, Märtyrer, nicht zu vergessen auch die &#8220;Ausführenden&#8221; auf der &#8220;anderen Seite&#8221;: seien es die &#8220;Black and Tans&#8221;, gezeichnete britische Veteranen des ersten Weltkrieges, zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts als rigorose Polizei vor allem gegen die IRA eingesetzt, oder der ahnunglose junge Cockney-Soldat Leslie Williams, Behans Geisel aus dem bereits erwähnten Klassikerstück des irischen Dramas. Hier hatte das Opfer einen Namen, A. A. Nemtheanga und seine Bandmates aus Dublin erinnern mit &#8220;To the Nameless Dead&#8221; an die anderen, die Vergessenen:</p>
<p><em>&#8220;That nameless men and women who become nothing but statistics would give their lives defending or attempting to acquire land. That would die believing they were trying to secure a better future for their people [...] What happens to these people&#8217;s languages, folklore, history and myth? Have these people simply given their lives in vain&#8230;?&#8221; (Primordial, 2007)</em></p>
<p><strong>Primordial &#8211; To the Nameless Dead</strong> (16.11.2007)</p>
<p><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2007/11/namelessdead.jpg' alt='Primordial - “To the Nameless Dead” (2007)' class="float_left"/></p>
<p>1. Empire Falls<br />
2. Gallows Hymn<br />
3. As Rome Burns</p>
<blockquote><p><em>&#8220;The West is ripe for the picking, ready for the fall. We are being sold for the endless corporate multinational pursuit of creating one faceless mono-culture&#8221; (Primordial, 2007)</em></p></blockquote>
<p>4. Failures Burden<br />
5. Heathen Tribes<br />
6. The Rising Tide<br />
7. Traitors Gate<br />
8. No Nation on this Earth</p>
<p>Man muss schon tiefer gründeln, um diesen patriotischen Worten Glauben zu schenken, um überhaupt den Verlust dieser einzigartigen Kultur zu begreifen, <a href="http://RockZOOM.de/2007/10/06/room-with-a-view/" target="_blank">im Angesicht des verwest(licht)en Iren dieser Tage</a> &#8211; Vorsicht, satirisch. Und hat man nicht wie die Schreiberin dieser Zeilen das Glück, direkt an der Quelle zu sitzen, Irland, dieses in Vergangenheit gebeutelte und nun wirtschaftlich aufblühende Land für längere Zeit selbst zu erleben, so ergibt sich zumindest beim Anhören der Musik Primordials eine Art Verständnis:</p>
<p>(An)klagend und mahn-malend ertönt Nemtheanga: elegisch, stolz, fast schon ein bisschen eingeschnappt&#8230; und natürlich wütend. Ja, die Wurzeln im Black Metal, spätestens beim erbosten &#8216;Traitor&#8217;s Gate&#8217;, mehr noch beim Abschluss &#8216;No Nation on this Earth&#8217; kommen sie wieder zum Vorschein. Gebettet sind diese Wurzeln in ein gewaltiges Erdreich aus hypnotisch-minimalistischen Gitarrenriffs &#8211; erdig, reich&#8230; zeitlos und durchweg primordial: Es klingt als haben die Herren MacUilliam und O&#8217;Floinn diese Töne direkt aus dem irischen Boden gesogen, ein vorchristliches Relikt&#8230;</p>
<blockquote><p><em>&#8220;He is coming, Adzed Head,<br />
on the wild-headed sea<br />
with cloak hollow-headed<br />
and curve-headed staff.</p>
<p>He will chant false religion<br />
at a bench facing East<br />
and his people will answer<br />
&#8216;Amen, amen&#8217;.&#8221;</p></blockquote>
<p>(anonym, 5./6. Jh., aus dem Irischen übers. von Thomas Kinsella)</em></p>
<p>Um das Ganze besonders ursprünglich zu halten, hat sich die Band diesen Sommer in ein Studio zurückgezogen, wo rein analog aufgenommen wurde. Ein warmer Oldschool-Sound ist dabei herausgekommen. Wobei ich sagen muss, dass Primordial noch nie besonders durchproduziert klangen, was auch gut so ist. Ironischerweise befindet sich dieses Studio in Wales, nicht in Mutter Irland. Macht aber nichts, da sich sowohl Irland als auch die britische Insel fleißig und pausenlos durch den &#8220;Sommer&#8221; geregnet haben, ist die Grundstimmung angenehm düster geraten. Eine Ausnahme bildet da wohl &#8216;Heathen Tribes&#8217;: Stolz und hymnengleich berichtet Texter Nemtheanga von seinen Reisen um die Welt, von Brüdern und Schwestern und landschaftlichen Schönheiten anderer Nationen, und kommt am Ende glücklich wieder daheim an:</p>
<p><em>&#8220;Yet when to Ireland we Return<br />
I know that I am home at last<br />
And every sun that sets<br />
Takes me closer to her Earth&#8221;</p>
<p>(Primordial, 2007)</em></p>
<p>An welchen überschwänglichen irischen Poeten dies stark erinnert? Strittig ist der lyrische Gehalt seines Dichtwerks, doch unmissverständlich direkt sein Anliegen: Die Rede ist von Thomas Davis, einem der führenden Akteure der Young Ireland-Bewegung, die nichts geringeres als die völlige Unabhängigkeit Irland vom Vereinigten Königreich im Sinn hatte. &#8216;My Grave&#8217; stellt das &#8216;Heathen Tribes&#8217; des 19. Jahrhunderts dar:</p>
<blockquote><p><em>Shall they bury me in the palace tombs,<br />
or under the sahde of cathedral domes?<br />
Sweet &#8217;twere to lie on Italy&#8217;s shore;<br />
Yet not there &#8211; nor in Greece, though I love it more.<br />
In the wolf or the vulture my grave shall I find?<br />
Shall my ashes career on the world seeing wind?<br />
Shall they fling my corpse in the battle mound,<br />
where coffinless thousands lie under the ground?<br />
Just as the fall and are buried so -<br />
Oh, no! oh, no!</p>
<p>No! on an Irish green hillside,<br />
or an opening lawn, but not too wide;<br />
For I love the drip of the wetted trees -<br />
I love not the gales, but a gentle breeze,<br />
To freshen the turf; put no tombstone there,<br />
but green sods, decked with daisies fair;<br />
nor sods too deep, but so that the dew,<br />
The matted grass roots may trickle through.<br />
Be my epitaph writ on my country&#8217;s mind:<br />
&#8220;HE SERVED HIS COUNTRY, AND LOVED HIS KIND.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>(Aus &#8216;My Grave&#8217;, Thomas Osborne Davis, 1842)</p>
<p>Wer nun nicht länger ausharren konnte, davon gestürmt ist, um &#8220;To the Nameless Dead&#8221; zu erwerben, ganz zufällig wiedergekommen ist und hier weiterliest &#8211; ja klar, alles sehr wahrscheinlich &#8211; wird beim Lesen der Lyrics von &#8216;Heathen Tribes&#8217; wirklich frappierende Ähnlichkeiten ausmachen können.</p>
<p>Völkisch sind Primordial also, ganz klar. Folkig? Bedingt. Keine Fiddles, Uillean Pipes, Whistles oder Pub-Melodien. Morrigans Irland spricht mit tribalartigen Drums und puristischen Akustikgitarren. So ist es typisch für Primordial und ich möchte behaupten, dass sich &#8220;To the Nameless Dead&#8221; musikalisch nicht sehr vom Vorgänger &#8220;The Gathering Wilderness&#8221; unterscheidet. Auch die Mission bleibt: Die Roots nicht vergessen&#8230; auch mal an einem Denkmal stehen bleiben und sich fragen, warum es dort steht, am Grabhügel ausharren und sich an jene erinnern, die unter ihm liegen, selbst wenn man sie nicht kennt&#8230;</p>
<blockquote><p><em>&#8220;The whole landscape a manuscript<br />
We had lost the skill to read,<br />
A part of our past disinherited;<br />
But fumbled, like a blind man,<br />
Along the fingertips of instinct.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>(Aus &#8216;A Lost Tradition&#8217;, John Montague, 1972)</p>
<p>&#8230;Wohl Montagues am schwersten wiegenden Worte seines alltagslyrischen Schaffens. Und um dann doch mit ein paar weisen Zeilen Primordials abzuschließen:</p>
<p><em>&#8220;You may look away<br />
but your children will not&#8230;&#8221;</em><br />
</br></p>
<p>Mein nächstes Pint erhebe ich in Richtung Dublin.</p>
<p>Homepage: <a href="http://www.primordialweb.tk">www.primordialweb.tk</a></p>
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		<title>NOVEMBRE: &#8220;The Blue&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Nov 2007 13:10:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<category><![CDATA[anathema]]></category>
		<category><![CDATA[dark metal]]></category>
		<category><![CDATA[doom]]></category>
		<category><![CDATA[gothic]]></category>
		<category><![CDATA[katatonia]]></category>
		<category><![CDATA[metal]]></category>
		<category><![CDATA[opeth]]></category>
		<category><![CDATA[paradise lost]]></category>
		<category><![CDATA[progressive]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist mal wieder November. Zwar kann man dieser Band mit dem Monatsnamen das ganze Jahr über lauschen, doch keine Jahreszeit ist so passend wie der Spätherbst, um ein wenig norditalienischer Tristesse zu frönen. Der neue Silberling ist blau und schaut man sich das nette Artwork an, so überkommt einen sogleich die Lust, wieder in diese Klangtiefen aus Doom und Gothic Metal mit ordentlichem Progressive-Schlag einzutauchen. Dabei ließ &#8220;Materia&#8221; aus dem letzten Jahr doch zum ersten mal in Bezug auf diese Band einen eher faden Beigeschmack bei mir zurück.<span id="more-295"></span></p>
<p>Anfang 2007 hat sich zu den Brüdern Carmelo und Giuseppe Orlando Bassist Luca Giovagnoli zur Truppe gesellt. Laut Bandpage hat dieser auch gehörig zum neuen Album &#8220;The Blue&#8221; beigetragen. Das hört man vor allem am mächtig fetten Sound, der natürlich auch dem renommierten Produzenten Mikko Karmila (Finnvox Studios) zuzuschreiben ist.</p>
<p><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2007/11/novembre1.jpg' alt='Novembre - The Blue (2007)' class="float_left"/><strong>The Blue</strong> &#8211; (05.11.2007)</p>
<p>- Anaemia<br />
- Triesteitaliana<br />
- Cobalt Of March<br />
- Bluecracy<br />
- Architheme<br />
- Nascence<br />
- Iridescence<br />
- Sound Odyssey<br />
- Cantus Christi<br />
- Zenith<br />
- Argentic<br />
- Deorbit<br />
</b></p>
<p>Was nun &#8220;The Blue&#8221; am meisten von &#8220;Materia&#8221; unterscheidet, ist die dankenswerterweise wiedererlangte Heaviness: Passive Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit schlägt durch intensive Brüller Carmelos, irgendwo zwischen Death- und Schwarzmetall, in die tosende Wut eines Ozeans um. Auf der anderen Seite gibt es auch stille Wasser auf &#8220;The Blue&#8221;, und die sind bekanntlich tief: Die altbekannten akustischen Passagen muss man hier also nicht missen. Songs wie &#8220;Triesteitaliana&#8221; stehen als Beweis dafür, dass dieser Antagonismus nahezu bruchlos klappt.</p>
<p>Nahezu, das deutet darauf hin, dass &#8220;The Blue&#8221; doch mit ein paar Abstrichen zu genießen ist. &#8220;Zenith&#8221; erinnert zum Beispiel an die glorreichen Tage von &#8220;Novembrine Waltz&#8221;: &#8220;It seems so long, shining bright&#8230;&#8221; Gleich eine ganze Textzeile wurde hier von &#8220;Come Pierrot&#8221; entnommen&#8230; und das scheitert irgendwie. Wehmütig muss man an die Tage denken, als die Venezianer dieses Meisterwerk geschaffen haben: Viel schlüssiger erschienen die Stücke, verschiedenste Emotionen wurden klar auf den Punkt gebracht. &#8220;The Blue&#8221; ist recht schwierig, vom Songwriting her sogar noch etwas uferloser als &#8220;Materia&#8221;, doch trotz dem fließenden Wechsel von Raserei und Zerbrechlichkeit wirkt &#8220;The Blue&#8221; mit seinen zwölf Stücken manchmal zu langatmig und verwässert geraten. Man hat außerdem den Eindruck, dass hier keine Songs an sich geschrieben wurden, sondern dass alles recht untransparent geschrieben in einem Ozean schwimmt. So lässt sich aber noch lange Zeit viel Neues auf &#8220;The Blue&#8221; entdecken. Auch wem der weinerlich-säuselnde Gesang Carmelos &#8211; im Kontrast zum Geschrei &#8211; bisher übel aufstieß, der wird ganz besonders mit den fragilen Parts auf &#8220;The Blue&#8221; seine Probleme bekommen. Fans von Opeth, Anathema, Paradise Lost oder Katatonia können bei diesem Rundling jedoch einmal mehr bedenkenlos zugreifen.</p>
<p>Einen ersten Eindruck liefert übrigens das Video zu &#8220;Anaemia&#8221;:</p>
<p><a href="http://myspacetv.com/index.cfm?fuseaction=vids.individual&#038;videoid=20741807">NOVEMBRE &#8211; Anaemia</a><br /><embed src="http://lads.myspace.com/videos/vplayer.swf" flashvars="m=20741807&#038;v=2&#038;type=video" type="application/x-shockwave-flash" width="430" height="346"></embed><br /><a href="http://myspacetv.com/index.cfm?fuseaction=vids.addToProfileConfirm&#038;videoid=20741807&#038;title=NOVEMBRE - Anaemia">Add to My Profile</a> | <a href="http://myspacetv.com/index.cfm?fuseaction=vids.home">More Videos</a><br />
</br></br></p>
<p>Offizielle Novembre-Homepage: <a href="http://www.novembre.co.uk/" target="_blank">www.novembre.co.uk</a><br />
Novembre @ Myspace: <a href="http://www.myspace.com/novembre1" target="_blank">www.myspace.com/novembre1</a><br />
Mini-Webseite @ Peaceville: <a href="http://www.peaceville.com/novembre/" target="_blank">www.peaceville.com/novembre/</a></p>
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		<title>DAWN OF SOLACE: &#8220;The Darkness&#8221;</title>
		<link>http://rockzoom.de/2007/10/02/dawn-of-solace-the-darkness/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Oct 2007 15:31:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<category><![CDATA[before the dawn]]></category>
		<category><![CDATA[dark metal]]></category>
		<category><![CDATA[dawn of solace]]></category>
		<category><![CDATA[death metal]]></category>
		<category><![CDATA[metal]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;und da die Schweden nunmal derzeit weder ein neues Album noch Livetermine parat haben, soll uns ein Finne die triste Regenzeit mit dunklen Klängen überbrücken. Und darin sind die Finnen meist recht gut. Unser Finne ist kein gänzlich Unbekannter, Tuomas Saukkonen ist Szenekennern bereits von den Melodic Death/Dark Metallern Before the Dawn ein Name. Ursprünglich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;und da die Schweden nunmal derzeit weder ein neues Album noch Livetermine parat haben, soll uns ein Finne die triste Regenzeit mit dunklen Klängen überbrücken. Und darin sind die Finnen meist recht gut. Unser Finne ist kein gänzlich Unbekannter, Tuomas Saukkonen ist Szenekennern bereits von den Melodic Death/Dark Metallern Before the Dawn ein Name.<span id="more-280"></span></p>
<p>Ursprünglich sollte das Dawn of Solace-Material auf der aktuellen Before the Dawn-Platte &#8220;The Ghost&#8221; stehen, doch Saukkonen beschreibt die ganze Sache folgendermaßen und trifft es damit auch ganz gut:</p>
<blockquote><p>&#8230;some of the material was slower, more melodic and darker than the songs I had chosen for &#8220;The Ghost&#8221; [...] Dawn of Solace is like the darker side of me.</p></blockquote>
<p>Und so wurde diese Scheibe schlichter- und passenderweise einfach &#8220;The Darkness&#8221; betitelt und schießt musikalisch eher in die düstermelancholische &#8220;4:17am&#8221;-Richtung. Genau das Richtige, um einen viel zu früh beginnenden Herbstabend allein mit solch intensiven, allesumschließenden Tönen zu verbringen. Hin und wieder blitzen in dieser Dunkelheit wunderbar hoffnungsvolle Akustikpassagen auf, sodass man die Pillen und Klingen nach diesen viel zu rasch vergehenden knappen 40 Minuten dann doch ruhig im Schrank lassen kann.</p>
<p><strong>The Darkness</strong> (Release: 18.10.2007)<br />
<img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2007/10/dos.jpg' alt='Dawn of Solace - The Darkness (2007)' class="float_left"/><br />
1. Dying Daylight<br />
2. Wings Of Darkness Attached On The Children Of The Light<br />
3. I Was Never There<br />
4. Dead Air<br />
5. I am Chaos, I am Destruction<br />
6. Winter Song<br />
7. Wrath Of Gods Amongst Us<br />
8. Avalanche</p>
<p>Um alle Instrumente und Kompositionen sowie Growls (und hin und wieder In Flames-artige Screams) kümmerte sich Saukkonen persönlich, für die wunderbar melancholischen Gesänge holte er sich Lars Eikind ins Boot. Jener half bereits bei Before the Dawn mit und stellt hier zugebenermaßen eine sehr gelungene Mischung aus Mikael Åkerfeldt und Kjetil Nordhus (Ex-Green Carnation, Chain Collector) dar.</p>
<p>Wer Before the Dawn, Insomnium, Novembre, Opeth und Konsorten mag, ist mit Dawn of Solace bestens bedient. Wer sich von schlichten Worten nicht überzeugen lässt, kann sich hier den Track &#8220;Dead Air&#8221; anschauen, welcher Dawn of Solace von der deutlich ruhigeren Seite zeigt:</p>
<p><object width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/JO1k4ZJjgFY"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/JO1k4ZJjgFY" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="350"></embed></object></p>
<p>Übrigens ist auch schon das zweite Album in der Mache. Oder besser gesagt: Vielschreiber Saukkonen hat noch ein paar Songs über&#8230; Regelmäßiges Vorbeischauen auf der liebevoll gestalteten und reichlich bestückten offiziellen Projektseite ist daher wärmstens empfohlen:</p>
<p><a href="http://www.dawnofsolace.com">www.dawnofsolace.com</a></p>
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