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	<title>Rockzoom &#187; black metal</title>
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	<description>pleasing sounds, thoughts and photography</description>
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		<title>DORNENREICH: &#8220;Flammentriebe&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Feb 2011 21:22:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das mittlerweile siebte Scheit im heller denn je leuchtenden Feuer dieser österreichischen Ausnahmegruppe um Jochen Stock lodert durch und durch. Dornenreichs &#8220;Flammentriebe&#8221; sind Nährboden und Löschwasser für den eigenen Innerbrand, sind kerosingetränkter Docht, lassen einfach nicht kalt wen Alltag und Massenmedium noch nicht haben erstarren lassen. &#8220;Du bleibst grell &#8211; Wirst nie Nacht Flammenmensch &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2011/02/dornenreich_flammentriebe.jpg" alt="Dornenreich: Flammentriebe (2011)" title="Dornenreich: Flammentriebe (2011)" width="200" height="298" class="alignleft size-full wp-image-3733" />Das mittlerweile siebte Scheit im heller denn je leuchtenden Feuer dieser österreichischen Ausnahmegruppe um Jochen Stock lodert durch und durch. Dornenreichs &#8220;Flammentriebe&#8221; sind Nährboden und Löschwasser für den eigenen Innerbrand, sind kerosingetränkter Docht, lassen einfach nicht kalt wen Alltag und Massenmedium noch nicht haben erstarren lassen.<span id="more-3732"></span></p>
<p><em>&#8220;Du bleibst grell &#8211; Wirst nie Nacht<br />
Flammenmensch &#8211; Kennst nicht Acht<br />
Du willst das Scheit &#8211; und koste es der Welten Preis.&#8221;</em></p>
<p>Auch wenn die Instrumentierung diesmal wieder deutlich härter ausfällt: Es ist ein natürliches Anknüpfen an das minimalistische, akustische Vorgängerwerk &#8220;In Luft geritzt&#8221; von 2008. Omnipräsent sind Inves Geigentöne, Evígas mysteriös wandernde Akustikgitarre auch hier zugange. Zugleich sind die &#8220;Flammentriebe&#8221; wütender, zugleich versöhnlicher. Energetisch ist vielleicht das richtige Wort. Wie kann das sein? Es ist der Kreis, der hier erneut seine lyrische Bahn zieht. Steter Wandel ist hörbar in der perfekten Text-Ton-Symbiose Dornenreichs und selbst auch Gegenstand&#8230;</p>
<blockquote><p>Der Wandel, um den es mir im Rahmen von FLAMMENTRIEBE geht, ist ein gesamtgesellschaftlicher und nachhaltiger. Doch der kann nur entstehen, wenn das Individuum sich bewusst dazu entscheidet, der zerstörenden Selbsttäuschung, als Mensch der König dieser Welt zu sein, den Rücken kehrt. Wir leugnen die Tatsache, dass die Natur auf Kreisläufen basiert. Es ist unweigerlich so, dass das Pendel, das wir mit aller starren Kraft in die Gewinn- bzw. Ausbeutungsmaximierung zerren, bald mit derselben Kraft in die andere Richtung ausbrechen wird, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen.<br />
(Evíga für <a href="http://www.metal-hammer.de/Dornenreich_Interview_FLAMMENTRIEBE_Heft_lang.html" target="_blank">Metal Hammer 02/11</a>)</p></blockquote>
<p><em>&#8220;Ende, Ende, tief im Land.<br />
Wessen Rücken steht zur Wand?<br />
Willst du der Mensch sein, der Leben vertritt?&#8221;</em></p>
<p><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2011/02/dornenreich-300x252.jpg" alt="" title="dornenreich" width="300" height="252" class="alignleft size-medium wp-image-3754" />Die lebensbejahende Haltung Dornenreichs unterscheidet die Österreicher von allen anderen Black Metal Bands. Und obwohl hier einige Charakteristika klar der schwarzmetallischen Muse zuzuordnen sind &#8211; sägende Gitarren, hin und wieder ein Blastbeat (&#8220;Kreis weckt Kraft!&#8221;), Dornenreich sind noch immer der inbegriff von Sturm und Drang &#8211; sie sind dieser Szene entwachsen, gereift, ohne zahm geworden zu sein. Evíga kann noch immer markerschütternde Schreie höchsten Ausdrucks ausstoßen, man höre hierzu nur einmal den Mittelteil des hypnotischen &#8220;Fährte der Nacht&#8221;, muss aber nicht mehr kieksen und wimmern wie noch zu früheren Zeiten der Tage  &#8220;Her von welken Nächten&#8221;. Wer &#8220;Durch den Traum&#8221; und &#8220;Hexenwind&#8221; zu schätzen wusste und sich dazu die songschreiberische Finesse von &#8220;In Luft geritzt&#8221; vorstellen kann, dem sind die &#8220;Flammentriebe&#8221; empfohlen. Schwachstellen findet man nicht. Das Album strotzt vor dichterischer Dichte und dichter Dornenkunst.</p>
<p>Einmal mehr gilt: Gänsehaut statt Gänsemarsch, ab dem 11.02.2011 auf diversen Tonträgern ab 10.02.2011 live mit Agrypnie:</p>
<p>10.02.&#8217;11 DE- München / Backstage<br />
11.02.&#8217;11 AT &#8211; Klagenfurt / Volxhaus<br />
12.02.&#8217;11 AT &#8211; Wien / Szene<br />
13.02.&#8217;11 DE &#8211; Nürnberg / Z-Bau<br />
14.02.&#8217;11 DE &#8211; Dresden / Puschkin Club<br />
15.02.&#8217;11 DE &#8211; Berlin / K17<br />
16.02.&#8217;11 DE &#8211; Essen / Turock<br />
17.02.&#8217;11 DE &#8211; Trier / ExHaus<br />
18.02.&#8217;11 DE &#8211; Stuttgart / Haus 11<br />
19.02.&#8217;11 CH &#8211; Uster / Rock City</p>
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		<title>TRIST: &#8220;Willenskraft&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 05 May 2009 23:22:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sounds]]></category>
		<category><![CDATA[ambient]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[lunar aurora]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor fast genau einem Monat erblickte neben dem lang ersehnten dritten Wolves in the Throne Room-Album &#8220;Black Cascade&#8221; auch eine lohnende Veröffentlichung vom Label Cold Dimensions das aschfahle Licht der Welt; kurz bevor es vom Sonnenschein der folgenden Wochen für eine Zeit verdrängt werden sollte&#8230; Doch der Regen der letzten Tage spülte mir &#8220;Willenskraft&#8221;, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor fast genau einem Monat erblickte neben dem lang ersehnten dritten Wolves in the Throne Room-Album &#8220;Black Cascade&#8221; auch eine lohnende Veröffentlichung vom Label Cold Dimensions das aschfahle Licht der Welt; kurz bevor es vom Sonnenschein der folgenden Wochen für eine Zeit verdrängt werden sollte&#8230; Doch der Regen der letzten Tage spülte mir &#8220;Willenskraft&#8221;, das nunmehr dritte Album des Lunar Aurora-Masterminds Tristan, nun endlich wieder ins Bewusstsein zurück&#8230;</p>
<p><img src="/wp-content/uploads/2009/05/trist_willenskraft1.jpg" alt="Trist: Willenskraft (2009)" title="Trist: Willenskraft (2009)" width="200" height="200" class="alignleft size-full wp-image-2091" />&#8230;Rein zufällig hört auch das erste Stück von &#8220;Willenskraft&#8221; auf den Titel &#8216;Bewusstsein&#8217;. Jener Track ist im Grunde keine kreative Meisterleistung, sondern eher eine überlange Einstimmung auf die kommende Tristesse, ein Ausschluss aus dem Alltag, eine aus Meeresrauschen und spärlichen Synthesizern bestehende Sensibilisierung auf den Sog des Folgenden. Verantwortlich für diese Sogwirkung ist die aus gerade mal vier Tönen bestehende dissonante Grundmelodie des 15-minütigen &#8216;Wagemut&#8217;. Dazu hören wir animalisches, wortloses Gekrächz im Hintergrund: kein nervig hohes Gewinsel, sondern Ausdruck eines menschlichen Urleidens, das keine Sprache kennt, keine braucht. Das Stück gibt in dieser Beziehung durch seine Textlosigkeit keine Richtung vor, sodass man sich persönlicher und kreativer mit dem Gehörten auseinandersetzen kann.</p>
<p>&#8216;Zweifel&#8217; ist erneut von Meeresrauschen und Synthesizerklängen aus der düsteren Ambientschublade geprägt. Mein Gedanke nach dem ersten Durchlauf: Hätte man auch kürzer fassen können; mein Denken nach mehrmaligem Hören: Auch diese minimalistische Wiederholung ist notwendig, um den Hörer wieder herunterzufahren, ihn die ein oder andere versteckte Symbolik zu suggerieren, ihn innerlich vorzubereiten auf das ähnlich wie &#8216;Wagemut&#8217; beschwörerisch erklingende &#8216;Herzenswunsch&#8217;, das trotz des lechzenden Halb-Mensch-halb-Tier-Geheuls im Hintergrund durchaus auch einige positive Stimmungen hervorrufen kann, und seien sie von einer Sturm-und-Drang-Natur, die einem im folgenden &#8216;Verhinderer&#8217; wieder zerschlagen, zumindest desillusioniert, wird. Nach über einer Dreiviertelstunde Spielzeit begegnen uns hier die ersten Worte, wohl vielen Leuten bekannte Verse eines gewissen Mephistopheles:</p>
<blockquote><p>Bescheidne Wahrheit sprech ich dir.<br />
Wenn sich der Mensch, die kleine Narrenwelt<br />
Gewöhnlich für ein Ganzes hält-<br />
Ich bin ein Teil des Teils, der anfangs alles war<br />
Ein Teil der Finsternis, die sich das Licht gebar<br />
Das stolze Licht, das nun der Mutter Nacht<br />
Den alten Rang, den Raum ihr streitig macht,<br />
Und doch gelingt&#8217;s ihm nicht, da es, so viel es strebt,<br />
Verhaftet an den Körpern klebt.<br />
Von Körpern strömt&#8217;s, die Körper macht es schön,<br />
Ein Körper hemmt&#8217;s auf seinem Gange;<br />
So, hoff ich, dauert es nicht lange,<br />
Und mit den Körpern wird&#8217;s zugrunde gehn.<br />
<em>(Faust: der Tragödie erster Teil, Vers 1346 ff.)</em></p></blockquote>
<p>Und wieder die Brandung&#8230; unregelmäßige Maschinengewehrschüsse einer Schlacht, vereinzelt und weit im Hintergrund stirbt jemand&#8230; wieder Gesprochenes: Funksprüche, kaum entzifferbar&#8230; inmitten des Kugelhagels ruhige Synthklänge &#8211; Ich fühle mich an &#8220;Letters from Iwo Jima&#8221; ein wenig erinnert, tiefbewegende filmmusikalische Ausmaße jenseits pompöser Leinwandtöne á la Gregson-Williams und Co. Am Tiefpunkt der Stimmung ist man jedoch erst in &#8216;Wandlung&#8217; angekommen: Gekrähe weicht einem Hundegeheul&#8230; Nein, Hunde sind das nicht, eher Todesschreie solcher, die entmenscht werden&#8230; Zwei Minuten dauert der Spuk, dann wispert eine Frauenstimme kaum Hörbares und lässt den Hörer ein wenig verstört und mitgenommen zurück&#8230; Die letzten Minuten sind vom für Trist typischen atmosphärischen, mit Synthklängen durchzogenen Minimal-Black Metal geprägt und entlassen einen mit gemäßigteren Ambientklängen so langsam aber sicher wieder in den Alltag&#8230; Aber dennoch: Warum tut man sich so etwas eigentlich an? Es ist wohl die Neugier an der ungewöhnlichen Erfahrung, die Flucht aus dem umtriebigen Alltag in die innere Zurückgezogenheit, die in der Transparenz unseres so sehr öffentlich gewordenen Privatlebens doch irgendwie so langsam aber sicher verloren geht.</p>
<p>Und hierzu endet auch &#8220;Willenskraft&#8221; vortrefflich mit dem Gedicht &#8220;Wer allein ist&#8221; von Gottfried Benn, in einer Rezitation von Will Quadflieg (übrigens unter anderem Faust-Darsteller der vielgerühmten Gründgens-Inszenierung von 1960, doch das nur am Rande):</p>
<blockquote><p>
Wer allein ist, ist auch im Geheimnis,<br />
immer steht er in der Bilder Flut,<br />
ihrer Zeugung, ihrer Keimnis,<br />
selbst die Schatten tragen ihre Glut.</p>
<p>Trächtig ist er jeder Schichtung<br />
denkerisch erfüllt und aufgespart,<br />
mächtig ist er der Vernichtung<br />
allem Menschlichen, das nährt und paart.</p>
<p>Ohne Rührung sieht er, wie die Erde<br />
eine andere ward, als ihm begann.<br />
nicht mehr Stirb und nicht mehr Werde:<br />
formstill sieht ihn die Vollendung an.</p></blockquote>
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		<title>SÓLSTAFIR: &#8220;K&#246;ld&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 18:04:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Boese</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Bild eines Mitteleuropäers von dem weit im aufgewühlten Nordatlantik liegenden Island ist von stürmischem Wetter, riesigen Gletschern und sprühenden Vulkanen geprägt. Dazu hoffnungslose Finsternis im Winter und helle Sommermonate ohne Nacht – kein anderes Land scheint so viele natürliche Extreme zu integrieren. Wenn man es so betrachtet, passen Sólstafir eigentlich weitaus besser zu dieser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bild eines Mitteleuropäers von dem weit im aufgewühlten Nordatlantik liegenden Island ist von stürmischem Wetter, riesigen Gletschern und sprühenden Vulkanen geprägt. Dazu hoffnungslose Finsternis im Winter und helle Sommermonate ohne Nacht – kein anderes Land scheint so viele natürliche Extreme zu integrieren. Wenn man es so betrachtet, passen Sólstafir eigentlich weitaus besser zu dieser jungen Insel als ihre erfolgreichen Landsmänner von Sigur Rós, die mit ihrem sanften Post Rock einen milden Kontrast zur wild nordischen Natur ihrer Heimat schaffen&#8230;</p>
<p>Stand zu Beginn ihres Schaffens noch ungestümer Black Metal im Vordergrund, erschlossen sich Sólstafir spätestens mit ihrem zweiten Album „Masterpiece of Bitterness“ einen eigenen Stil mit mannigfaltigen Einflüssen. Man spürte die eisige Nachwirkung des Black Metal und die Hitze des Punk Rock ebenso – hier verklärter Shoegaze, dort resignierter Doom Metal: <img src="/wp-content/uploads/2009/04/kold1.jpg" alt="Sólstafir: &quot;Köld&quot; (2009)" title="Sólstafir: &quot;Köld&quot; (2009)" width="200" height="200" class="alignleft size-full wp-image-2036" />Bei so vielen musikalischen Komponenten würde das Resultat schnell zerfahren und schwammig wirken, wenn die vier Isländer nicht so außerordentlich gute Songwriter wären und den emotionalen Aspekt der Songs unprätentiös in den Vordergrund rücken würden. An dieser Leistung hat sich auch im aktuellen Album „Köld“ nicht das Geringste geändert.</p>
<p>Mit „78 Days in the Desert“ wählt man sicher nicht den leichtesten Einstieg in die Platte. Über acht Minuten lang verliert sich die Band in diesem instrumentellen Stück, das in vielen Momenten wie eine Verquickung von Post und Stoner Rock zu sein scheint. Von den aufstrebenden Rockgitarren in Bewegung versetzt, werden die ersten Motive schnell durch satte Basslinien geerdet und auf ihren harmonischen Weg gebracht. Mehr und mehr entwickelt man die anfänglichen Ideen fort, während sich man sich mehr und mehr warm spielt, einen den fehlenden Gesang vergessen lässt, dessen Postition in diesem Lied geradezu singende Leadgitarren inne haben.</p>
<p>Von der Wüstenhitze führen Sólstafir im namensgebenden „Köld“ in dunklere Regionen, die vor allem im bedrückend minimalistischen „World Void of Souls“ noch ausgiebig ausgekostet werden. Eine Orgel bringt einen ruhigen und feierlichen Aspekt in das Album ein, ihr fülliger Klang wird im Titeltrack von Aðalbjörn Tryggvasons klagender Stimme als Grundlage genutzt, die das einzige Mal in ihrer Heimatsprache zu hören ist, hier aber der Verständlichkeit halber doch übersetzt auftauchen soll:</p>
<blockquote><p>At dawn you appear<br />
At dawn you appear<br />
I turn off the day<br />
And my heart beats so fast<br />
That it hurts</p></blockquote>
<p>Über die gesamte Breite ihrer eklektischen Einflüsse wirken Sólstafir stets souverän und selbstsicher. Und das ist nicht einfach, wo mit dem rotzig-rockenden „Love Is the Devil (And I Am in Love)“ und dem elegischen „Goddess of the Ages“ beispielsweise am Ende des Albums zwei grundverschiedene Lieder aufeinander folgen. Der Abwechslung der Stücke untereinander steht der meist monolithische Aufbau ihrer selbst gegenüber. Dieser ermöglicht psychedelische, versunkene Kompositionen, wie das um eine verstorbene Freundin trauernde „Necrologue“, in dem sich der Gesang von einer schmerzhaft sanften Seite zeigt und fast unangenehm nahe geht. Die wenigen verwendeten Riffs und Parts funktionieren hervorragend zusammen, was man gerade daran sehen kann, wie harmonisch und manchmal sogar unauffällig sie sich in vielen Liedern abwechseln oder anschließen. Das wiederum steht jedoch nicht im Widerspruch zur in den Songs entfesselten Dynamik und aufgebauten Spannung, deren Ursprung im geschickten Aufbau und der interessanten Variation der grundlegenden Motive und Akkordfolgen zu suchen ist. Gerade bei besagter Dynamik wird spürbar, wie hervorragend die Weiterentwicklung, die sich bei den Isländern in Sachen Sound und Produktion getan hat, ist. Den einfachen, aber auch charmant ungehobelten Klang des Vorgängers hat man weder verworfen, noch aus den Augen verloren, sondern mit einer geschmackvollen Menge Professionalität auf ein neues Niveau gehoben. Dass dieser Musik zu viel Klarheit nicht gut tun würde, wurde ebenso berücksichtigt, wie die Bedeutung, den auszeichnenden Gesang ins rechte Licht zu rücken. Da ist geradezu gewollt, dass das Schlagzeug in schnellen Passagen einem undefinierten „Schwimmen“ anheim fällt.</p>
<p>Schon die Eindringlichkeit, die einem durch den durchdringenden, schwer einzuordnenden Gesang nahe gelegt wird, macht deutlich, welche Bedeutung Sólstafir ihren Texten beizumessen scheinen. „Köld“, dessen Titel im Isländischen die weibliche Form von „Kälte“ bezeichnet, drückt viel innere Zerrissenheit aus. Aðalbjörns auf persönliche Gefühle konzentrierten Lyrics berichten von Trauer, Liebe und Verlust; die Worte sind schlicht, aber nichtsdestotrotz mit Bedacht gewählt. Gerade das gibt dem Album die herausragende Ehrlichkeit, die nur dann entstehen kann, wenn ungekünstelt und manchmal eben auch notwendigerweise einfach gearbeitet wird.</p>
<p>Es sind durchaus fordernde 70 Minuten, die einem hier serviert werden; aller Einfachheit zum Trotz ist es keine leichte Kost. Dichte und Intensität sind Worte, die im Zusammenhang mit harter Musik inflationär oft verwendet werden, aber hier scheinen sie mir endlich wieder einmal richtig am Platze zu sein. So schwer sie einem auch den Zugang zu dieser Musik machen können, indem sie eine Aufmerksamkeit fordern, die vielen Musikhörern heutzutage fremd zu sein scheint, so lohnend ist die Erfahrung, die man macht, wenn man sich dem Album mit einer gewissen Hingabe widmet. Seine acht kleinen Songperlen sind für sich betrachtet einmalig und unverkennbar, bestechen aber gerade durch ihre geschmackvolle Zusammenstellung, bei der weder roter Faden noch Abwechslung zu kurz kommen. Erst der bereichernde Kontrast zueinander bringt die einzelnen Stücke zur Entfaltung &#8211; die „Sonnenstäbe“, nach denen die Band sich benannt hat, benötigen eben Sonne genauso wie Wolken.</p>
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		<title>10. Barther Metal Open Air @ Freilichtb&#252;hne Barth &#124; 15.-16.08.2008</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Sep 2008 08:13:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Voodoo-Udo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mitte August hat Barth, ein 9000-Einwohner-Städtchen im östlichen Norden Deutschlands, stets viele Annehmlichkeiten in Spaziernähe zu bieten: ausgezeichnete Fischbrötchen, die gesunde Ostseeluft, einen gemütlichen Park und darin viel guten Metal unterschiedlicher Couleur und mehr oder weniger Gleichgesinnte. Die Freilichtbühne lockte dieses Jahr bereits zum zehnten Mal hierher, diesmal mit großer Betonung auf Underground Black Metal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/07/bmoa1.jpg"><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/07/bmoa1-240x336.jpg" alt="" title="Barther Metal Open Air 2008" width="240" height="336" class="alignleft size-medium wp-image-695" /></a>Mitte August hat Barth, ein 9000-Einwohner-Städtchen im östlichen Norden Deutschlands, stets viele Annehmlichkeiten in Spaziernähe zu bieten: ausgezeichnete Fischbrötchen, die gesunde Ostseeluft, einen gemütlichen Park und darin viel guten Metal unterschiedlicher Couleur und mehr oder weniger Gleichgesinnte. Die Freilichtbühne lockte dieses Jahr bereits zum zehnten Mal hierher, diesmal mit großer Betonung auf Underground Black Metal und solche Bands, die man im weitesten Sinne als Pagan Metal bezeichnen kann. Wir konzentrieren uns hier auf eine Gesamtschau und die Highlights des stärker besetzten Samstags&#8230;</p>
<p>Mit der ersten Band startete man für einen Opener ungewohnt niveauvoll in den Tag. Während oft brutaler, stumpfer Death Metal die Aufgabe hat, die letzten Schläfer zu wecken und die Leute durch ebenso eingängige wie vorhersehbare Grooves vor die Bühne zu locken, hatte die Deathcombo <strong>FLESHLESS </strong>zwar mit derartigen Anheizern das Genre gemein, präsentierte dieses aber von seiner technisch herausfordernden und in Anbetracht des Alters dieser Band durchaus eigensinnigen Seite. Dass dabei auch passend eingebaute, groovige Passagen nicht zu kurz kamen, unterstreicht die Qualität dieser jungen, energiegeladenen Todesbleischützen.</p>
<p>Die Nachfolgeband <strong>DEADLY PALE</strong> gestaltete ihre musikalischen Kontraste gar noch extremer, von tödlicher Blässe also nichts zu spüren. Eher blutrot, wenn auch weniger auf eine ausgefeilte Technik betont wie Fleshless zuvor, schnellten Grindattacken aus dem Nichts auf die ahnungslosen Festivalbesucher nieder, um dann in flüssigem Übergang wieder zu gekonnt brutal groovenden Röchelparts überzugehen. Besonders was das Spiel mit dem Tempo angeht, könnten Bands wie Suffocation oder Nile dem Sound dieser Dortmunder Pate gestanden haben. Beide Deathbands dieses noch jungen zweiten Festivaltages stellten auf jeden Fall gute Einheizer dar – Mission “Weckt die verkaterten Besucher” also klar erfüllt. Was bereits positiv auffiel, war der schön druckvolle, jedoch auch ausgewogen aufeinander abgestimmte Sound in allen Ecken der Freilichtbühne, der hoffentlich nicht nur die brutal ballernden Bands in gutem Klanggewand dastehen lassen sollte.</p>
<p><a href="/photos/photo/2829924833/slartibartfass-16-08-2008-1.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Slartibartfass - 16.08.2008 #1"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3162/2829924833_e05e814857_m.jpg" alt="Slartibartfass - 16.08.2008 #1" width="160" height="240" class="alignright" /></a> <strong>SLARTIBARTFASS </strong>sollen also der neue Stern am Viking/Folk Metal-Himmel sein? Dies ließen sich wohl auch die Zuschauer sagen, denn schlagartig ist es ziemlich voll vor der Bühne geworden oder sie sind von TrollfesT vom Vortag noch so mit dem „Folk Partymetal“-Virus infiziert, dass ein Fortbleiben vom Auftritt der Band, deren Namen einer Figur aus dem berühmten „Per Anhalter durch die Galaxis“ entlehnt ist, einem Entzug gleichkommt. Die noch sehr junge Band ließ es  im prallen Sonnenschein jedoch verhaltener angehen, als man es erwartet hatte. Schwarzmetallisches Gekeif dominierte und die Band wirkte etwas defensiv auf der Bühne. Akzente konnten jedoch besonders durch die Dudelsack-Auftritte gesetzt werden. Ein Style-Punkt geht auch an den Bassisten: Sonnenbrille und Mittelalterhemd passen ja doch ganz gut zusammen. Ein paar mehr dieser selbstironischen Züge und der Bandname ist bald gerechtfertigt. Angesichts der Tatsache, dass nur wenig zuvor Sänger Daniel die Band verließ und Gitarrist Philipp auch noch diesen Posten übernahm, kann man den Auftritt der Schwaben doch als ganz gelungen bezeichnen, zumal das Publikum gut auf die Musik ansprach.</p>
<p></br></p>
<p><a href="/photos/photo/2830703648/heidevolk-16-08-2008-9.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Heidevolk - 16.08.2008 #9"><img class="alignleft" src="http://farm4.static.flickr.com/3246/2830703648_78f2760a15_m.jpg" alt="Heidevolk - 16.08.2008 #9" width="240" height="160" /></a> <strong>HEIDEVOLK </strong>– nach eigenen Angaben Dutch Pagan Folk Metal spielend &#8211; zeigten, wie so etwas aber wirklich auszusehen hat: Nicht immer böse schauen, auch mal lachen und das Publikum anfeuern, mit den Leuten und zugleich den Bandkollegen trinken und feiern, so geht der Wikinger-Metal. Besondere Stärke der durch und durch routinierten Holländer war neben ihren eingängigen, lebensstolzen und -frohen Melodien der doppelte Leadgesang von Joris und Mark. In einer Zeit, wo Klargesang lange nicht mehr so angesagt ist – vor allem in den folkigen Metalbereichen – wissen die Herren aus Gelderland mit ihrer intensiven Bühnenshow in Gewandung und reichlich flüssige Gaumengenüsse gehüllt selbst diejenigen zu überzeugen, die sonst nur wenig mit solcher Musik anzufangen wissen. Zeitweise standen sieben Musiker auf der Bühne, freuten sich miteinander um die Wette und sammelten mit ihren Ansprachen auf deutsch viele Sympathiepunkte im Metallager Barth.</p>
<p></br></p>
<p>Die Lust verging einem dann aber ganz und gar beim langen Soundcheck von <strong>PURGATORY</strong>, sodass die Anwesenheit am Honigbier-Stand – quasi noch als Nachhall der heidevölkischen Trinkweisen &#8211; sich für manchen als deutlich attraktiver herausstellte als der plakativ pentagrammbeladene und Schlagzeugtrigger-verseuchte Auftritt der Sachsen. Ebenfalls reichlich symbol- und gestenreich war die folgende Band <strong>VARG</strong>. Wenn man schon einen nordischen Namen zur Schau trägt, sollte man vielleicht doch wenigstens den Trinkruf “Skål!” fehlerfrei ausrufen können. Auch in Muttersprache wurde stets immer wieder zum “Saufen!” aufgerufen&#8230; Alles schön und gut, solange die Musik stimmt. Doch der manchmal recht vorhersehbare Pagan Black Metal bot ebenso wenig Grund zur deutlichen Beanstandung wie zu Lobeshymnen. Das Publikum war leicht zu begeistern und ließ sich nicht lange bitten, wenn Varg zum Mitmachen aufforderten. Dass es dieser Auftritt schaffte, trotz aggressiver Attitüde, viel zu oft vor sich hin zu plätschern und in einigen Augenblicken sogar ein unfreiwillig komisches Bild abgab, ist selbstverständlich die persönliche Meinung der Autoren, die ganz sicher von der begeisterten Menge vor der Bühne nicht geteilt werden würde; auch wenn es nicht wenige waren, bei denen die Coburger sichtlich genervte Blicke und einen Höflichkeitsapplaus ernteten. Wir wissen bis heute nicht genau, warum der Varg-Auftritt nach ein paar Songs schon abgebrochen wurde, scheinbar jedoch, weil der Veranstalter schon so früh am Tag mächtige Probleme hatte, den Zeitplan auch nur annähernd einzuhalten&#8230;</p>
<p><a href="/photos/photo/2829868825/the-monolith-deathcult-16-08-2008-5.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="The Monolith Deathcult - 16.08.2008 #5"><img class="alignleft" src="http://farm4.static.flickr.com/3077/2829868825_fcc9bcf7ed_m.jpg" alt="The Monolith Deathcult - 16.08.2008 #5" width="240" height="160" /></a> Die Stimmung stieg dann sofort wieder bei den ersten Tönen von <strong>THE MONOLITH DEATHCULT</strong>. Die sind für jeden ein Muss, der schon immer wissen wollte, ob man groovigen Death Metal mit elektronischen Versatzstücken und Industrial-Elementen anreichern kann, ohne die todesmetallische Essenz aufgeben zu müssen. Wie leicht sich derartige Zweifel zerstreuen lassen, konnten die Niederländer an diesem Nachmittag eindrucksvoll unter Beweis stellen. Die bewusst gewählte Kälte des neuesten Albums “Trivmvirate” war live kaum zu spüren – dafür agierte man viel zu energetisch, dynamisch und mitreißend. Zu dieser Lebendigkeit und Hitze, für die kraftvolle Rhythmusarbeit und sägende Riffs sorgten, setzte die kalte aus Loops, gruseligen Chorpassagen und Keyboard-Orchestrierungen bestehende Seite von The Monolith Deathcult immer wieder interessante und keineswegs uninspirierte Kontraste. Für viele Debatten hatte bereits im Vorfeld das in deutscher Sprache (auch auf Platte) gesungene “Kindertodeslied” gesorgt, das mit Ausschnitten aus “Der Untergang” und der Thematik von Kindersoldaten im Endkampf um Berlin provoziert. Dass die Band politisch vollkommen unbedenklich ist, muss man hoffentlich nicht mehr betonen – kann aber helfen, dieses Lied im richtigen Licht zu betrachten und als die grenzwertige, aber vielleicht gerade deswegen wichtige Provokation zu verstehen, die es ist.</p>
<p></br></p>
<p>Wer anschließend melodischen Black Metal hören wollte, der blieb zu <strong>SWORN</strong>. Wir taten&#8217;s nicht und begaben uns stattdessen auf Shopping- und Verköstigungstour&#8230;</p>
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		<title>Arkadius (SuidAkrA) im Gespr&#228;ch</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Jul 2008 19:29:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enrico Kalkbrenner</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem Album ist vor dem Album – diese Situation kennt wohl jeder Künstler. Eigentlich liegt dann der Fokus auf der Entwicklung neuer Songs, dem Sichten des Materials, den Tücken der Studioarbeit und der gespannten Vorfreude, was am Ende dabei herauskommen mag. Allzu leicht verliert man dabei jedoch genau die aus dem Auge, für die man sich die ganze Arbeit auf die Schultern lädt – eben die eigenen Fans! Nicht so bei <a href="http://www.suidakra.com"><strong>SuidAkrA</strong></a> und ihrem Vordenker Arkadius. Gerade von einer ungemein intensiven USA-Tour zurückgekehrt und mit dem ersten BestOf-DVD/CD-Projekt im Gepäck, werkeln die Jungs frisch an ihrem neuen Album, nehmen sich aber dennoch Zeit für den einen oder anderen Live-Auftritt, wie RockZOOM im Gespräch mit Arkadius in Erfahrung bringen konnte.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Die Studioaufnahmen zu eurem letzten Konzeptalbum „Caledonia“ liegen inzwischen zwei Jahre zurück und seither hält euer Siegeszug gerade auch international unaufhaltsam an. Gepusht durch diese Euphorie, aber vor allem auch dem eigenen Herzblut und der Musikbegeisterung wegen, befindet ihr euch in diesen Tagen inmitten der Entstehungsphase für euer neuntes Studioalbum, mit welchem grob geschätzt wohl Anfang 2009 gerechnet werden kann. Deshalb hattet ihr heuer eine kleine Auszeit hinsichtlich der Konzertaktivitäten angekündigt, scheint jedoch einige handverlesene Ausnahmen zu machen, zu welchen glücklicherweise auch das D:O:A 2008 zählte. Warum stellt gerade das Dong eine Ausnahme dar?</p>
<blockquote><p><strong>Arkadius</strong>: Es ist tatsächlich so, dass wir uns mitten im kreativen Prozess für den „Caledonia“- Nachfolger befinden. <a href='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/07/img_suidakradongstand.jpg' title='Suidakra am RockZOOM-Stand auf dem Dong Open Air 2008'><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/07/img_suidakradongstand.thumbnail.jpg' alt='Suidakra am RockZOOM-Stand auf dem Dong Open Air 2008' class="float_left" /></a>Deshalb können wir dieses Jahr natürlich nicht so viele Konzerte wie gewöhnlich geben. Aber ganz ohne Bühnenpräsenz geht’s auch nicht und so sind wir bereits Anfang des Jahres zusammen mit unserer jüngst erschienenen DVD-Kompilation „13 Years Of Celtic Wartunes“ erstmalig in die USA gereist und spielen nun in der zweiten Jahreshälfte auch noch ein paar ausgewählte Festivals hierzulande. Das Dong Open Air gehört hier nach unserem legendären und improvisierten „ohne Strom geht auch“-Auftritt aus dem Jahr 2004 ganz eindeutig dazu. Zwar könnten wir der Veranstaltung genau deshalb mit gemischten Gefühlen entgegen treten, aber diesmal wurde uns augenzwinkernd eine entsprechend dimensionierte Strom- und Lichtversorgung zugesichert. <em>(Was ja auch tadellos hingehauen hat &#8211; Anmerkung der Redaktion)</em>.Dies, aber vor allen Dingen auch der ganz besondere und einzigartige Charme dieser Veranstaltung inmitten einer Hügellandschaft mit sehr angenehmen Besuchern, haben uns zu einem Wiedersehen bewogen. </p></blockquote>
<p>Mit eurem über vierzehn Jahre gereiften und unbestritten eigenem musikalischen Charakter bereitet ihr dem Hörer eine anspruchsvolle Mischung zwischen feinfühligen Melodien und einem gehörigen Arschtritt, womit ihr vielen heutigen Modetrends vorausgeeilt seid. Wie bereits angedeutet, habt ihr dieses Schaffen jüngst in Form einer audiovisuellen Chronik herausgegeben und diese dann auch gleich mit in die USA genommen, wo ihr erstmalig die Gelegenheit bekamt, in sieben amerikanischen Städten zu spielen. Berichtet doch mal von den dabei gemachten Erfahrungen und wie steht man euren „13 Years Of Celtic Wartunes“ gegenüber?</p>
<blockquote><p><strong>Arkadius</strong>: Zugegeben, wir hatten lieber keine bestimmten Erwartungen vor der Tournee in den USA, da wir nicht wussten wie der amerikanische Markt auf uns reagieren würde. <a href='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/07/img_suidakradonglive.jpg' title='Suidakra LIVE auf dem Dong Open Air 2008'><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/07/img_suidakradonglive.thumbnail.jpg' alt='Suidakra LIVE auf dem Dong Open Air 2008' class="float_left" /></a>Zwar haben wir im Vorfeld per MySpace mitbekommen, dass es viele SuidAkrA-Fans drüben geben muss, die es nicht erwarten können, uns endlich auch mal auf heimischer Bühne zu sehen, aber mit solch einem Enthusiasmus wie er uns letztendlich begegnete, hat im Vorweg keiner von uns rechnen können. Die Hallen waren vollständig ausverkauft, die Mengen brüllten nach uns, noch weit bevor wir die Bühne betraten. Kurz: Wir wurden weggeblasen wie bisher nur selten in unserer vierzehnjährigen Geschichte und wir sind sehr glücklich darüber, dass uns diese Möglichkeit gegeben wurde. Ohnehin läuft es im Moment erfreulich gut und es gibt viele wunderbare Momente und wir wollen auch unbedingt unsere Fans daran teilhaben lassen. So ist auch unser erstes „DVD/BestOf-CD“-Paket ein Tribut an unsere langjährigen Anhänger und es wird wirklich sehr gut angenommen. Wo andere Bands daraus mitunter einzelne und kostspielige Veröffentlichungen machen, haben wir unseren aufgezeichneten Auftritt beim Wacken Open Air 2007, unser bis dato einziges Akustik-Konzert beim Kielowatt-Festival 2006 und eine BestOf-CD mit teils neu arrangierten Songs miteinander verschnürt und blicken mit diesem zugleich angemessen illustrierten Werk auch auf unsere eigene Geschichte zurück. Gerade weil wir so häufig nach unseren vollständig vergriffenen Frühwerken gefragt werden, dürften wir mit „13 Years Of Celtic Wartunes“ auch einen guten Kompromiss gefunden haben, neu gewonnenen Hörern die volle Bandbreite SuidAkrA um die Ohren zu hauen. </p></blockquote>
<p>Bei all dem, was ihr uns berichtet, scheint ihr gegenwärtig auch angemessene Rückendeckung seitens eurer Plattenfirma zu haben, was ja in der Vergangenheit nicht unbedingt immer der Fall gewesen ist. So wurdet ihr jüngst sogar in den auserwählten Kreis der Künstler aufgenommen, die nun über die Marke „Wacken Records“ in Kooperation mit SPV vertrieben werden. Dies tut man nicht, wenn man sich von euch nicht noch mehr Großartiges erhoffen würde. Es scheint, die Luft ist also noch lange nicht raus und die Kreativität macht Überstunden. Was können wir demnach im nächsten Jahr vom „Caledonia“-Nachfolger erwarten?</p>
<blockquote><p><strong>Arkadius</strong>: Da geht wirklich noch einiges! Es ist für uns ohnehin sehr wichtig, dass man sich in der gesamten Bandentwicklung auch von Album zu Album <a href='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/07/img_suidakradonglive2.jpg' title='Suidakra LIVE auf dem Dong Open Air 2008'><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/07/img_suidakradonglive2.thumbnail.jpg' alt='Suidakra LIVE auf dem Dong Open Air 2008' class="float_left" /></a>steigert und da ist es von Vorteil, wenn einem auch ein wenig der Rücken freigehalten wird. Dies ist durch das Netzwerk rund um unsere Plattenfirma gegenwärtig gegeben und gerade durch den erwähnten Zusammenschluss scheinen sich auch ganz neue Möglichkeiten für uns zu entwickeln. Entsprechend motiviert arbeiten wir am Nachfolger von „Caledonia“ und werden wohl gerade in musikalischer Hinsicht noch einmal einen drauf setzen können. Das neue Werk wird dabei zwar an „Caledonia“ anknüpfen, gleichzeitig aber auch epischer, reifer und ein gutes Stück härter ausfallen, ohne dabei jedoch die typischen Trademarks abzulegen. </p></blockquote>
<p>Danke für das Interview, viel Erfolg für die anstehenden Konzerte und natürlich alles Gute für das neue Album!</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Einen ausführlichen Reisebericht von der USA-Tour findet ihr <a href="http://www.suidakra.com/index.php?page=us_tourreport_d.php">hier</a>!</p>
<p>SuidAkrA-Homepage: <a href="http://www.suidakra.com">www.suidakra.com</a><br />
SuidAkrA @ MySpace: <a href="http://www.myspace.com/suidakra  ">www.myspace.com/suidakra<br />
</a></p>
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		<title>Dieses Jahr wird ein Heidenspa&#223;!</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Feb 2008 10:37:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[festival]]></category>
		<category><![CDATA[folk metal]]></category>
		<category><![CDATA[open air]]></category>
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		<description><![CDATA[Von wegen Spartenfestivals sind eine eintönige Sache. Allein das Ragnarök-Festival hat sich zu DEM Paganfestival schlechthin entwickelt und verspricht vor allem dieses Jahr Ende März eine angenehm dunkelbunte Mischung zu werden. Denn neben feucht-fröhlichem &#8220;Humpenheb-Metal&#8221; (Alestorm &#8211; der Name spricht Bände, Turisas, Svartsot oder TrollfesT), Sang und Klang heidnischer Heimaten (u.a. Menhir, XIV Dark Centuries, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von wegen Spartenfestivals sind eine eintönige Sache. Allein das <strong>Ragnarök-Festival</strong> hat sich zu DEM Paganfestival schlechthin entwickelt und verspricht vor allem dieses Jahr Ende März eine angenehm dunkelbunte Mischung zu werden. Denn neben feucht-fröhlichem &#8220;Humpenheb-Metal&#8221; (Alestorm &#8211; der Name spricht Bände, Turisas, Svartsot oder TrollfesT), Sang und Klang heidnischer Heimaten (u.a. Menhir, XIV Dark Centuries, Skyforger und Arkona) und erdachter Fantasiewelten (Elexorien, Battlelore und Winterdome) hat man auch eine reiche Palette an teutonischem Schwarzmetall zu bieten. <a href="http://www.ragnaroek-festival.com"><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/02/ragnarok_flyer_klein.jpg' alt='Ragnarök 2008 Flyer' class="float_left"/></a> In diese Kerbe werden besonders Hellsaw, Helrunar, Minas Morgul, Sworn und Vreid hauen&#8230; Besonders erfreulich ist für mich dieses Jahr die Tendenz zu wirklich schwer zu kategorisierenden, ja beinahe elitären und vor allem einzigartigen Düsterkapellen aus aller Welt. So freue ich mich persönlich vor allem auf Agalloch, Negura Bunget, Sear Bliss und Primordial (wieder einmal) und nicht zuletzt auch auf eine gnadenlos walzende Show seitens Unleashed, die neben Killing Spree und Norther das einzige Death-Aufgebot stellen werden.</p>
<p>Am 28. und 29. März wird die fünfte Auflage des Festivals erneut in der Stadthalle Lichtenfels im schönen Franken stattfinden. Der Vorverkauf ist im vollen Gange (30€ VVK/35€ AK für beide Tage, Tageskarten á 20€ AK), und wer noch Schlafhallentickets für die begehrte Halle 1 beziehen möchte (Halle 2 befindet sich etwa 2km von der Location entfernt), der sollte sich sputen&#8230; Ansonsten gibt es für die &#8220;echten Weiber und Kerle&#8221; in 3km Entfernung einen Zeltplatz, allerdings sollte man sich vorher kundig machen, ob dieser nicht wegen Überflutung geschlossen ist. Eine Liste mit zahlreichen privaten Unterkünften findet sich neben zahlreichen weiteren nützlichen Informationen sowie dem gesamten Billing auf der offiziellen Festivalwebseite:</p>
<p><a href="http://www.ragnaroek-festival.com">http://www.ragnaroek-festival.com</a></p>
<p>RockZOOM wird auf jeden Fall dabei sein. Vor allem auch, um von verschiedenen Seiten (Bands, Besucher, Veranstalter&#8230;) Eindrücke dieses Events einzufangen, welches sich vor allem in den vergangenen beiden Jahren (allen voran von der misslungenen ARD-Polylux-&#8221;Reportage&#8221;) nationalsozialistische Assoziationen gefallen lassen musste. Nicht nur eine deutliche Distanzierung von rechtsradikalen Inhalten ist auch dieses Jahr gefragt, jeder Besucher sei auch dazu aufgerufen, Träger verbotener Symboliken und besonders verdächtige Personen dem Security-Personal zu melden und ein Zeichen zu setzen:</p>
<p>Trinkt mit Iren, Russen, Rumänen, Österreichern, Ungarn, Amerikanern, Norwegern, Letten, Schotten, Dänen, Finnen, Schweden, Holländern und Gästen weiterer Nationen auf die friedliche Völkerverständigung!</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Ein weiteres Schmankerl für den Folk Metal-Freund stellt die kommende <strong>Paganfest Tour</strong> dar. Dazu muss man nicht einmal weit reisen, denn Ensiferum, Korpiklaani, Moonsorrow, Eluveitie und Týr kommen sicher auch in eure Nähe dank der guten Auswahl der schön verteilten Spielorte. Große Besonderheit hierbei ist, dass sich so genannte &#8220;local bands&#8221; als Support bewerben können. Bewerbungsmodalitäten sowie Möglichkeiten zur Abstimmung über die Lokalsupports findet man auf der <a href="http://www.paganfest.net/">offiziellen Tourseite</a>. Es sei noch erwähnt, dass zusätzlich zu diesem Package in Essen die Pagan Blacker Helrunar und in München Equilibrium aufspielen werden. Nun aber alle Daten des europäischen Kreuzzuges auf einen Blick:</p>
<p><a href="http://www.paganfest.net/"><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/02/paganfest.gif' alt='Paganfest Europe 2008' class="float_right"/></a>02.04 DE &#8211; Bremen, Tivoli<br />
03.04 NL &#8211; Tilburg, O 13<br />
04.04 BE &#8211; Antwerp, Hof Ter Loo<br />
05.04 DE &#8211; Essen, Funbox Amalie<br />
06.04 UK &#8211; London, Koko<br />
07.04 UK &#8211; Leeds, Rios<br />
08.04 UK &#8211; Dudley, JBs<br />
09.04 FR &#8211; Paris, Locomotive<br />
10.04 CH &#8211; Pratteln, Z 7<br />
11.04 AT &#8211; Linz, Posthof<br />
12.04 AT &#8211; Wien, Planet Music<br />
13.04 CZ &#8211; Zlin, Masters of Rock Cafe<br />
14.04 HU &#8211; Budapest, Petoefi Hall<br />
15.04 AT &#8211; Innsbruck, Hafen<br />
16.04 DE &#8211; Ludwigsburg, Rockfabrik<br />
17.04 DE &#8211; Berlin, SO 36<br />
18.04 DE &#8211; Leipzig, Hellraiser<br />
19.04 DE &#8211; München, Backstage<br />
20.04 AT &#8211; Graz, Orpheum<br />
21.04 DE &#8211; Saarbrücken, Garage<br />
22.04 DE &#8211; Frankfurt, Batschkapp</p>
<p>Wir werden für euch in Leipzig dabei sein.<br />
Übrigens gibt es mit 10 Bands bisher mächtig viele Bewerber für die Kult-Location Hellraiser im Osten der Stadt. Unter anderem haben sich die den Szenekennern schon durchaus bekannten Thüringer Kombos Gernotshagen, Odroerir und XIV Dark Centuries um diesen vakanten Posten bemüht. Die hohe Bewerberzahl für Leipzig kann man sich dadurch erklären, dass abgesehen von Berlin Leipzig der einzige &#8220;Ost-Stop&#8221; der Tour ist. Beim Kauf eines Tickets zählt die eigene Stimme übrigens 10-fach, man darf also gespannt sein, wer hier das Rennen macht&#8230;</p>
<p><a href="http://www.paganfest.net/">http://www.paganfest.net/</a></p>
<p>&#8212;</p>
<p>Wie, immer noch nicht genug heidnische Festlichkeiten? Hier ist euer Plan für 2008:<br />
<font size="-2">(Angaben ohne Gewähr, bitte regelmäßig Festivalwebseiten checken, kein Anspruch auf Vollständigkeit)</font></p>
<p>14./15.03. &#8211; <a href="http://a431.ac-images.myspacecdn.com/images01/26/l_3a6a1189923ed7b0899c157107e8f466.jpg"><strong>Battle Metal Fest</strong></a>, Köln &#038; Essen [D] (mit SuidakrA, Obscurity, Fjoergyn, KromleK, Darkfall und Minjar)<br />
28./29.03.  &#8211; <strong><a href="http://www.ragnaroek-festival.com">Ragnarök Festival</a></strong>, Lichtenfels [D] (<em>Line-up siehe oben</em>)<br />
29.03. &#8211; <a href="http://www.burningstage.net/"><strong>Tomahawk Festival</strong></a>, Osnabrück [D] (mit Varg, Crematory, Turisas, Lacrimas Profundere, Primordial, Skyforger, Alestorm, Atargatis und Sworn)<br />
02.04.-22.04. &#8211; <a href="http://www.paganfest.net/"><strong>Paganfest</strong></a> (<em>Line-up siehe oben</em>)<br />
06.04. &#8211; <strong><a href="http://www.heidenei-festival.de/">Heidenei (Benefiz) Festival</a></strong>, Ludwigsburg [D] (bisher mit Agrypnie, Fjoergyn, Dorn, Throes of Dawn, Unlight und Lifthrasil) &#8230; Zu Gunsten des Weißen Rings<br />
20.04. &#8211; <strong><a href="http://www.lastfm.de/event/494250">Folk Metal Fest</a></strong>, St. Petersburg [RUS] (mit Månegarm, Nomans Land, Alkonost, Svartby und Fearlight)<br />
30.04. <strong><a href="http://www.nepherex.com/">NephereX Fest II</a></strong>, Dendermonde [B] (mit Cruachan, Waylander, Theudo, Wapenspraak &#038; Drinkgelag, Vinternatt, Huldrefolk und Klauwaert)<br />
02.-05.06. &#8211; http://www.festivalhopper.de/festival/tickets/zwergenaufstand.php<br />
06.06. &#8211; <strong><a href="http://www.northern-lights-festival.com/">Northern Lights Festival</a></strong>, Helfenberg [AT] (u.a. mit Týr, Finsterforst, Nomans Land, KromleK, Heidevolk, Alestorm, Svartsot, Asmodeus, Thrudvangar&#8230;)<br />
07.06. &#8211; <a href="http://http://www.rock-rainbow.ch/therockrainbow/index.php?section=calendar&#038;cmd=event&#038;id=38"><strong>Fiesta Pagana</strong></a>, Schmerikon [CH] (u.a. mit Finntroll, Mägo de Oz, Eluveitie, Menhir, Black Messiah, Alestorm, Svartsot, Odroerir, Heol Telwen&#8230;)<br />
27.06. &#8211; <strong><a href="www.waldschrat-openair.de/">Waldschrat Open Air</a></strong>, Montabaur [D] (u.a. mit Aes Dana, Finsterforst, XIV Dark Centuries, Black Messiah, Morrigan, Riger, Negură Bunget, Trollech, Gernotshagen&#8230;)<br />
04.07. &#8211; <strong><a href="http://www.hoernerfest.de/">Hörnerfest</a></strong>, Hamburg [D] (u.a. mit Týr, Adorned Brood, Rabenschrey, Heidevolk, Potentia Animi, Violet, WeltenBrand, Gernotshagen, Rayneke&#8230;)<br />
07.-08.08. &#8211; <strong><a href="http://www.party-san.net/openair/">Party.San Metal Open Air</a></strong>, Bad Berka [D] (u.a. mit Týr, Kampfar, Skyforger, Endstille, Vreid, Koldbrann, Tyrant&#8230;)<br />
15.08. &#8211; <strong><a href="http://www.barther-metal-openair.de/">10. Barther Metal Open Air</a></strong>, Barth [D] (u.a. mit Månegarm, Skyforger, TrollfesT, Heidevolk, Negură Bunget, The Awakening, Blodsrit, Sworn, Fleshless&#8230;)<br />
12.09. &#8211; <strong><a href="http://www.wolfszeit-festival.de.vu">Wolfszeit Festival</a></strong>, Hollfeld [D] (bisher mit Watain, Morrigan, Riger, Minas Morgul, Dies Ater, Helritt, Helfahrt und Schrat)<br />
- Später im Jahr auch ruhig nochmals auf <strong><a href="http://www.ultimaratio-festival.de/">www.ultimaratio-festival.de</a></strong> vorbeischauen!</p>
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		<title>PRIMORDIAL Release Party @ Button Factory, Dublin IE &#124; 19.01.2008</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Feb 2008 22:08:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Stimmung im Dubliner Ausgehviertel Temple Bar ist ausgelassen. Dabei ist&#8217;s noch nicht einmal 19 Uhr. Doch der Freitagabend beginnt mit dem Rugbyspiel Munster gegen die London Wasps. Sieg für die südirische Provinz. Es gibt nur einen Ort, der heute voller sein kann als einer dieser Rugby-Pubs, und das ist die Button Factory, wo am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Stimmung im Dubliner Ausgehviertel Temple Bar ist ausgelassen. Dabei ist&#8217;s noch nicht einmal 19 Uhr. Doch der Freitagabend beginnt mit dem Rugbyspiel Munster gegen die London Wasps. Sieg für die südirische Provinz. Es gibt nur einen Ort, der heute voller sein kann als einer dieser Rugby-Pubs, und das ist die Button Factory, wo am heutigen Abend <strong>Primordial </strong>ihre Releaseparty zum im November erschienenen(!) Album &#8220;To the Nameless Dead&#8221; feiern werden.<span id="more-435"></span></p>
<p>Meine Ankunft ist kurz nach Einlass und schon scheint der Laden übervoll. Am Ende sollten es 720 Gäste sein, kaum mehr fasst die Button Factory. Eine erstaunlich große Zahl der Anwesenden ist aus Deutschland, skandinavischen Ländern, Holland und sogar den USA angereist! <a href="/photos/photo/2262801289/graveyard-dirt-19-01-2008-3.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Graveyard Dirt - 19.01.2008 #3"><img class="alignleft" src="http://farm3.static.flickr.com/2400/2262801289_8c94fb420f_m.jpg" alt="Graveyard Dirt - 19.01.2008 #3" width="240" height="160" /></a> Im Vorverkauf ging gut ein Drittel an Nicht-irische Besucher. Volles Haus in der Heimatstadt, das ist selbst bei der wohl bekanntesten irischen Metalcombo Primordial keine Selbstverständlichkeit. Und so können <strong>GRAVEYARD DIRT</strong> gleich voll motiviert zulegen: Jawohl, auch für unbarmherzigen Doom mit herbem Deatheinschlag kann man motiviert sein. Paul Leyden und seine schwerwalzenden Kollgen stellen für mich eine positive Überraschung dar, denn nicht nur das Songmaterial präsentiert sich absolut bedrohlich, sondern auch das Gebahren der fünf Iren zeigt sich als eins mit der Musik&#8230; und schon hier wird klar: Der Sound ist am heutigen Abend brachial! An dieser Stelle ein uneingeschränkter Graveyard Dirt-Reinhörbefehl für all jene, die wissen wollen wie sich der mordende Ehegatte von My Dying Bride anhört: <a href="http://www.myspace.com/graveyarddirt" target="_blank">www.myspace.com/graveyarddirt </a><br />
 </br><br />
</br></p>
<p>Schon beim Winterfest in Cork habe ich mir vorgenommen, <strong>FOR RUIN </strong> genauer unter die Lupe zu nehmen. Doch irgendwie schaffen sie es auch diesmal nicht, meine Aufmerksamkeit halten zu können.<a href="/photos/photo/2263602886/for-ruin-19-01-2008-1.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="For Ruin - 19.01.2008 #1"><img class="alignright" src="http://farm3.static.flickr.com/2191/2263602886_0292cfd400_m.jpg" alt="For Ruin - 19.01.2008 #1" width="160" height="240" /></a>  Die Bühnenshow ist solide, die Musik eigentlich auch (siehe dazu <a href="http://www.myspace.com/forruinband" target="_blank">www.myspace.com/forruinband</a>), doch den Männern aus Cork fehlt (noch) klar das gewisse Etwas, das sie vom Rest der vielen Death mit Blackeinflüssen spielenden Bands abhebt. So wird die Zeit genutzt, um bei einem sündhaft teuren Stout (5 Euronen für 0,4l!) Bekanntschaften vom letzten Festival in Cork aufzufrischen&#8230;<br />
 </br><br />
</br></p>
<p>&#8230;Eine lange Wartezeit mit Intro eins, zwei und drei geht ins Land. Umso größer der Jubelsturm &#8211; und ohrenbetäubend &#8211; als die <strong>PRIMORDIAL </strong>schließlich die Bühne betreten und wie schon in Cork mit dem &#8220;To the Nameless Dead&#8221; Arschtrittopener &#8220;Empire Falls&#8221; von 0 auf 100 durchstarten. Aber bevor ich hier große Reden schwinge, möchte ich ganz einfach auf das Livevideo von Bomber &#038; Co. (Visons in Fear) verweisen: Jedesmal wenn ich mir dieses Video ansehe bekomm ich Gänsehaut auf feuchten Augen und bin einfach stolz bei diesem fantastischen Gig dabeigewesen zu sein.Ist schon eine coole Sache, dass man dieses Material der Öffentlichkeit bereitstellt, nun da es ja nicht für eine erste &#8220;richtige&#8221; DVD verwendet wird, da Primordial-Bassist Paul kurzfristig durch Gerry (Mael Mordha) ersetzt werden musste. Man möchte halt das Original-Lineup für die erste DVD haben, fair play und nun Vorhang auf für eine geballte Ladung &#8220;Empire Falls&#8221;:</p>
<p><embed src="http://lads.myspace.com/videos/vplayer.swf" flashvars="m=27251011&#038;v=2&#038;type=video" type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="346" align="center"></embed><br />
 </br><br />
</br></p>
<p>Es folgt das klagende &#8220;Gallow&#8217;s Hymn&#8221; zur Abkühlung&#8230; doch was heißt Abkühlung? Nemtheanga untermauert hier seine stimmliche Fitness, die schon beim Opener (hörte man über hunderte von schreienden Kehlen hinweg) überragend war. Sicher spielt da eine tosende Meute eine ganz besondere, zu Höchstleistungen anstachelnde Rolle. Was die Gitarristen Ciaran und Michael angeht, so agieren diese wieder auf ihre typische, doch eher in sich gekehrt und hier und da mal mit den Haaren schunkelnd. Dafür hat der Frontmann seine Fanschar voll im Griff, und kann die Spannung locker über den gesamten Abend halten &#8211; ja sogar noch steigern beim immer wieder gern performten Bandklassiker &#8220;Sons of the Morrigan&#8221;, denn nachdem sich das hochverehrte Publikum bereits mit einem vielfachen &#8220;Sing sing sing to the slaves&#8230; that Rome burns&#8221; selbst in ekstatische Zustände beschworen hat, wird nun ähnlich wie bei der neuen Bandhymne &#8220;Empire Falls&#8221; jede Textzeile fleißig mitgesungen&#8230; und sowas erleben Primordial erst nach 17 Jahren Bandgeschichte&#8230; zumindest in diesem Umfang.</p>
<h4>Primordial&#8217;s fighting men &#038; women</h4>
<p><a href='/photos/album/72157600465197937'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20080123-Primordial/fm1.jpg' class='float_left' /></a><a href='/photos/album/72157600465197937'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20080123-Primordial/fm2.jpg' class='float_left' /></a><a href=/photos/album/72157600465197937'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20080123-Primordial/fm3.jpg' class='float_left' /></a></p>
<div class='falbum-clear-left'></div>
<p>>> <a href='/photos/album/72157600465197937'>zu allen Bildern von Primordial</a></p>
<p>Beim letzten Song des offiziellen Sets kocht die Stimmung dann vollends über&#8230; &#8220;This is your song!&#8221;&#8230; das ließen sich so manche Crowdsurfer nicht zwei mal sagen und die Fans mussten ziemlich die Köpfe einziehen, um während des in massiver Überlänge (aber geil!) gespielten &#8220;Song of the Tomb&#8221; nicht in selbiger Gruft zu landen. Ganz logisch, dass man dann lauthals nach mehr verlangt, immerhin fehlen ja auch noch Übersongs wie &#8220;Heathen Tribes&#8221;, an diesem Abend angesichts der vielen ausländischen Besucher natürlich bestens passend, oder gar das stets ergreifende &#8220;The Coffin Ships&#8221;&#8230;<a href="/photos/photo/2263621332/primordial-19-01-2008-12.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Primordial - 19.01.2008 #12"><img class="alignleft" src="http://farm3.static.flickr.com/2178/2263621332_92328a29a4_m.jpg" alt="Primordial - 19.01.2008 #12" width="160" height="240" /></a>  Beide Stücke sollten als Zugaben noch kommen und frenetisch abgefeiert werden. Besonders bei den Sargschiffen läuft es einem wieder einmal eiskalt den Rücken hinunter. Auch keine Überraschung sind die beiden letzten Zugaben &#8220;Gods to the Godless&#8221; und das uralte &#8220;To Enter Pagan&#8221;, welches dieser Tage live aber noch viel besser klingt als auf dem Primordial-Demo &#8220;Dark Romanticism&#8221;.<br />
 </br><br />
</br></p>
<p>Ein einziger Wehrmutstropfen bleibt für mich: Gerade bei einer Releaseparty hätte ich mir den ein oder anderen alternativen, schon lange nicht mehr (oder noch nie!) gespielten Leckerbissen gewünscht. Man nehme dazu einen beliebigen der ausschließlich genialen Tracks auf &#8220;Storm Before Calm&#8221; oder &#8220;The Burning Season&#8221; vom dritten Full-Length&#8230; nur als Beispiele, denn ich denke dass man auf der anstehenden Heathen Tribes Festival Tour kaum Zeit finden wird, olle unbekannte Kamellen zu spielen, aber vielleicht bin ich auch allein mit diesem Wunsch?&#8230; Doch was mecker ich da eigentlich? Das war mit Abstand der beste Primordial-Gig, wohl auch einer der besten Gigs überhaupt, denen ich bis dato beiwohnen durfte!</p>
<p>Das DVD Shooting soll übrigens eines Tages in Dublin nachgeholt werden&#8230; Ob man dann diese fantastische Atmosphäre noch einmal so hinbekommen wird? Man sollte auf jeden Fall drüber nachdenken, sich dann in den Flieger nach Baile Átha Cliath zu setzen.</p>
<blockquote><h4>PRIMORDIAL Setlist</h4>
<p><a href="/photos/photo/2262831249/primordial-19-01-2008-17.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Primordial - 19.01.2008 #17"><img class="alignright" src="http://farm3.static.flickr.com/2268/2262831249_e15e60294f_m.jpg" alt="Primordial - 19.01.2008 #17" width="160" height="240" /></a><br />
</br></p>
<p>01. Empire Falls<br />
02. Gallow&#8217;s Hymn<br />
03. The Golden Spiral<br />
04. Autumn&#8217;s Ablaze<br />
05. As Rome Burns<br />
06. Sons of the Morrigan<br />
07. No Nation on this Earth<br />
08. The Song of the Tomb<br />
&#8212;&#8212;&#8212;<br />
09. The Coffin Ships<br />
10. Heathen Tribes<br />
11. Gods to the Godless<br />
&#8212;&#8212;&#8212;-<br />
12. To Enter Pagan</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Nemtheanga (PRIMORDIAL) im Gespr&#228;ch</title>
		<link>http://rockzoom.de/2008/02/08/nemtheanga-primordial-im-gespraech/</link>
		<comments>http://rockzoom.de/2008/02/08/nemtheanga-primordial-im-gespraech/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 08 Feb 2008 01:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;&#8230;Generations of freedom, remember us, the generations of the vision&#8230;&#8221; So die abschließenden Worte auf einer unscheinbaren Plakette im Dubliner Garden of Remembrance. Diese Stimmen, namenlose Tote, sind vergessen. Und doch erinnern sie einig an den jahrhunderte andauernden Freiheitskampf Irlands und dessen Opfer&#8230; Vokalist und Textschreiber Nemtheanga ist einer, der ebenfalls erinnert. Erinnert an dieses [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="center"><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/02/remembrance.jpg' alt='Primordial Header' /></p>
<p align="center">&#8220;&#8230;Generations of freedom, remember us, the generations of the vision&#8230;&#8221;</p>
<p>So die abschließenden Worte auf einer unscheinbaren Plakette im Dubliner Garden of Remembrance. Diese Stimmen, namenlose Tote, sind vergessen. Und doch erinnern sie einig an den jahrhunderte andauernden Freiheitskampf Irlands und dessen Opfer&#8230;</p>
<p>Vokalist und Textschreiber Nemtheanga ist einer, der ebenfalls erinnert. Erinnert an dieses teuer erkaufte Freiheitserbe, an ein kulturelles Erbe (und nicht nur an das irische), an Menschlichkeit, Vergänglichkeit, und damit einhergehend auch an diese namenlosen Toten&#8230; von überall auf der Welt:</p>
<p><em>“I stand upon this Earth but for the blood of my ancestors. Men and women who made massive, selfless sacrifices in their lives. The machine that grinds the wheels would have you sedated, placated, confused, desensitised, distracted while they sell your culture, trade your history and crush your empathy with the enduring will of the human spirit.&#8221;</em></p>
<p>Allein dieser eine Satz aus den Linernotes des siebten Primordial-Albums &#8220;To the Nameless Dead&#8221; (<a href="/2007/11/26/gedanken-zu-primordials-to-the-nameless-dead/" target="_blank">Album-Besprechung siehe hier</a>) fasst die Essenz Primordials treffendst zusammen: Songs die eigentlich keine sind, eher Mahnmale&#8230; mal stolz und Hoffnung verbreitend wie ein Fels in der Brandung stehend, im nächsten Moment pessimistisch zu Ruinen zerfallend&#8230; der Schauplatz ist irgendwo, die Stimmung endzeitlich, in der Mitte stehen solch Individuen wie Nemtheanga, den ich angesichts dieser aus der Seele sprechenden lyrischen Ergüsse doch mal zum Gespräch bat&#8230; nicht ohne meine eigenen Erfahrungen mit der modernen irischen Kultur (The United States of Europe, right, Mr. Nemtheanga?) ebenfalls kundzutun&#8230; <em>(Interview vom Januar 2008)</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p>Cheers aus Waterford im &#8220;sonnigen Südosten&#8221; und Gratulation zum neuen Album! Ich hoffe euch geht&#8217;s entsprechend gut, jedenfalls besser als dieses bescheidene Wetter zulässt!? (Aber als Iren solltet ihr daran ja bestens gewöhnt sein&#8230;)</p>
<blockquote><p><a href="/photos/photo/612547930/primordial-26-05-2007-7.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Primordial - 26.05.2007 #7"><img class="alignleft" src="http://farm2.static.flickr.com/1227/612547930_43ec6636a9_m.jpg" alt="Primordial - 26.05.2007 #7" width="160" height="240" /></a> <strong>A.A. Nemtheanga</strong>: Hails. Mir geht&#8217;s gut, danke.</p></blockquote>
<p>Ich finde es ja schon sehr überraschend dass euer aktuelles Album &#8220;To the Nameless Dead&#8221; so verdammt gut bei der ganzen Presse ankommt. Zugegeben, es IST verdammt gut, aber an Primordial selbst hat sich ja nicht wirklich viel verändert, oder? Wie könnt ihr euch diesen Erfolg für Primordial dieser Tage erklären? Höchste Lobeshymnen von den &#8220;großen Magazinen&#8221;, bereits bestätigte Auftritte auf nahezu allen großen und etlichen kleinen Festivals&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>A.A. Nemtheanga</strong>: So ist es nunmal gekommen. Dieses Album stößt kommerziell gesehen auf viel bessere Reaktionen als die Vorgänger. Der Sound ist da wohl der wichtigste Faktor. &#8220;The Gathering Wilderness&#8221; klingt im Vergleich sehr rauh. Wahrscheinlich hat jeder Hund seinen Tag, wie man so schön sagt. </p></blockquote>
<p>In den Linernotes konnte man lesen, dass &#8220;To the Nameless Dead&#8221; so etwas wie &#8220;Cuchulainns letzter Widerstand&#8221; sei. Klar hat das eine rebellische Note, aber nicht dass das jemand falsch verstehen könnte und denkt, dies könnte das letzte Primordial-Album sein!?</p>
<blockquote><p><strong>A.A. Nemtheanga</strong>: Wer weiß. Als wir unser erstes Album gemacht haben, habe ich es nicht gesehen, dass wir noch sechs weitere machen würden, und doch haben wir&#8217;s. Ich weiß nicht wie lange wir noch weitermachen werden. Ein Ende scheint noch nicht in Sicht, aber bei diesem Album liegt eine Art Endgültigkeit in der Luft, vielleicht ein neuer Beginn, ich weiß nicht. Ich denke nicht wirklich über solche Dinge nach.</p></blockquote>
<p>Wie auch immer, wenn ich mich nicht täusche dann sind das nun 20 Jahre Primordial/Forsaken. Können wir da kurz mal Rückschau halten? Was waren zum Beispiel die größten und die schlimmsten Momente für die Band bisher?</p>
<blockquote><p><strong>A.A. Nemtheanga</strong>: Es ist ein bisschen irreführend zu sagen, dass wir nun schon 20 Jahre existieren. Ende 1987, als sie 12/13/14 waren, haben Ciaran und Paul angefangen ihre Instrumente zu lernen. Vor 1991 war die Band nicht das, wie du sie heutzutage kennst. 2008 sind es dann also 17 Jahre, was immer noch eine sehr lange Zeit ist, aber wir haben jung angefangen. Natürlich gab es Höhen und Tiefen, aber wir haben seit dem ersten Tag gekämpft und dem Elend ins Gesicht gesehen. Es gab zum Glück auch viele Höhen: Vom Release unseres ersten Demos/Albums bishin zu den ersten Shows in Europa und Amerika, sowohl Touren als auch Festivals.</p></blockquote>
<p>Gibt es eigentlich eine Art &#8220;hohes Bandziel&#8221;, welches ihr noch erreichen wollt?</p>
<blockquote><p><strong>A.A. Nemtheanga</strong>: Nicht wirklich. Es ist sehr erfreulich, dass wir nun wachsen wie noch nie, ganz im Gegensatz zum Großteil der Musikindustrie. Mehr Albumverkäufe, mehr Shows, mehr Festivalangebote. Wir haben den Standard unserer Musik über die Jahre hoch gehalten und das war stets unser größtes Ziel.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>PRIMORDIAL: &#8220;Where is the fighting man&#8230;?&#8221;</title>
		<link>http://rockzoom.de/2008/01/23/primordial-where-is-the-fighting-man/</link>
		<comments>http://rockzoom.de/2008/01/23/primordial-where-is-the-fighting-man/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Jan 2008 17:37:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;fragt eine markante Zeile aus &#8220;Empire Falls&#8221;, dem Opener des mittlerweile schon siebten PRIMORDIAL-Albums &#8220;To the Nameless Dead&#8221;. Und nicht nur dieser Track schlägt ein wie eine Bombe: Das gesamte Album, im November letzten Jahres erschienen, stieß von allen Seiten auf fantastische Resonanz: Presse und Fans sind begeistert, die Band wird in diesem Jahr mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;fragt eine markante Zeile aus &#8220;Empire Falls&#8221;, dem Opener des mittlerweile schon siebten PRIMORDIAL-Albums &#8220;To the Nameless Dead&#8221;. Und nicht nur dieser Track schlägt ein wie eine Bombe: Das gesamte Album, im November letzten Jahres erschienen, stieß von allen Seiten auf fantastische Resonanz: Presse und Fans sind begeistert, die Band wird in diesem Jahr mit Festivalanfragen überschüttet. Und dann noch volles Haus in der Heimatstadt! So geschehen zur Record Release Party am 19. Januar in Dublin. Es gab Zeiten, da kreuzte (zu Unrecht) kaum einer zu einem Primordial-Gig auf. Doch zur Zeit läuft es einfach für diese 5 Iren.</p>
<p>So, where is the fighting man? In Dublin war er. Und nicht nur einer, schätzungsweise 750 waren zugegen. Und die Button Factory fasst planmäßig 750 Besucher! Als kleinen Appetizer für den Konzertbericht dieses erinnerungswürdigen Events gibt es hier schon mal die Reaktionen der anwesenden Fans zu begutachten&#8230; Bandbilder und schreiberische Eindrücke folgen&#8230;</p>
<h4>Primordial&#8217;s fighting men &#038; women</h4>
<p><a href='/photos/album/72157600465197937'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20080123-Primordial/fm1.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157600465197937'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20080123-Primordial/fm2.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157600465197937'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20080123-Primordial/fm3.jpg' class='float_left' /></a></p>
<div class='falbum-clear-left'></div>
<p>>> <a href='/photos/album/72157600465197937'>zu allen Bildern von Primordial</a></p>
<blockquote><h4>PRIMORDIAL Setlist</h4>
<p>01. Empire Falls<br />
02. Gallow&#8217;s Hymn<br />
03. The Golden Spiral<br />
04. Autumn&#8217;s Ablaze<br />
05. As Rome Burns<br />
06. Sons of the Morrigan<br />
07. No Nation on this Earth<br />
08. The Song of the Tomb<br />
&#8212;&#8212;&#8212;<br />
09. The Coffin Ships<br />
10. Heathen Tribes<br />
11. Gods to the Godless<br />
&#8212;&#8212;&#8212;-<br />
12. To Enter Pagan</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Gedanken zu PRIMORDIALs &#8220;To the Nameless Dead&#8221;</title>
		<link>http://rockzoom.de/2007/11/26/gedanken-zu-primordials-to-the-nameless-dead/</link>
		<comments>http://rockzoom.de/2007/11/26/gedanken-zu-primordials-to-the-nameless-dead/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Nov 2007 20:46:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;Dafür gibt es nicht mal ein passendes deutsches Wort&#8230; vielleicht nicht ohne Grund, als Deutsche/r hat man&#8217;s bekanntlich nicht leicht mit der Vaterlandsliebe. Doch eben diese &#8220;nationale Identität&#8221;, wenn man dies als Übersetzung akzeptiert, beschäftigt dieser Tage (einmal mehr, doch diesmal expliziter) die Iren von Primordial, die im trostlosen November mit &#8220;To the Nameless Dead&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;Dafür gibt es nicht mal ein passendes deutsches Wort&#8230; vielleicht nicht ohne Grund, als Deutsche/r hat man&#8217;s bekanntlich nicht leicht mit der Vaterlandsliebe. Doch eben diese &#8220;nationale Identität&#8221;, wenn man dies als Übersetzung akzeptiert, beschäftigt dieser Tage (einmal mehr, doch diesmal expliziter) die Iren von <strong>Primordial</strong>, die im trostlosen November mit &#8220;To the Nameless Dead&#8221; aufwarten. Und obwohl sich die &#8220;grüne Insel&#8221; stets aus Kriegen mit anderen Nationen (bis auf einer!) herausgehalten hat, der namenlosen Toten hat sie viele. Und haben Primordial auf ihrem letzten Album &#8220;The Gathering Wilderness&#8221; mit &#8216;The Coffin Ships&#8217; den Opfern der großen Kartoffelpest ein Denkmal gesetzt, so sind nun jene an der Reihe, die für &#8220;ihr Land&#8221; das Leben ließen&#8230;</p>
<p>Wenn der alte Monsewer in Brendan Behans &#8216;The Hostage&#8217; &#8220;the ould cause&#8221; anpreist, so meint er den unerbittlichen, jahrhundertelangen Kampf Irlands zur eigenen Nation, welcher letztendlich 1922, nach beinahe einem ganzen Jahrtausend in germanischer und britischer Fremdherrschaft, zum Kompromiss führte: 26 Grafschaften im Westen und Süden regieren sich fortan selbst als Republik Irland, während der Norden mit 6 Grafschaften weiterhin unter dem Banner des Vereinten Königreiches verbleibt und noch lange mit Diskrepanzen zwischen Protestanten und den Katholiken zu kämpfen hat&#8230; nein, hatte, hoffentlich.</p>
<p>Bezahlt wurden die Republik Irland und der Frieden im Norden mit den unzähligen Leben ihrer protestantischen und katholischen Kinder: Bauern, Poeten, Funktionäre, Märtyrer, nicht zu vergessen auch die &#8220;Ausführenden&#8221; auf der &#8220;anderen Seite&#8221;: seien es die &#8220;Black and Tans&#8221;, gezeichnete britische Veteranen des ersten Weltkrieges, zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts als rigorose Polizei vor allem gegen die IRA eingesetzt, oder der ahnunglose junge Cockney-Soldat Leslie Williams, Behans Geisel aus dem bereits erwähnten Klassikerstück des irischen Dramas. Hier hatte das Opfer einen Namen, A. A. Nemtheanga und seine Bandmates aus Dublin erinnern mit &#8220;To the Nameless Dead&#8221; an die anderen, die Vergessenen:</p>
<p><em>&#8220;That nameless men and women who become nothing but statistics would give their lives defending or attempting to acquire land. That would die believing they were trying to secure a better future for their people [...] What happens to these people&#8217;s languages, folklore, history and myth? Have these people simply given their lives in vain&#8230;?&#8221; (Primordial, 2007)</em></p>
<p><strong>Primordial &#8211; To the Nameless Dead</strong> (16.11.2007)</p>
<p><img src='http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2007/11/namelessdead.jpg' alt='Primordial - “To the Nameless Dead” (2007)' class="float_left"/></p>
<p>1. Empire Falls<br />
2. Gallows Hymn<br />
3. As Rome Burns</p>
<blockquote><p><em>&#8220;The West is ripe for the picking, ready for the fall. We are being sold for the endless corporate multinational pursuit of creating one faceless mono-culture&#8221; (Primordial, 2007)</em></p></blockquote>
<p>4. Failures Burden<br />
5. Heathen Tribes<br />
6. The Rising Tide<br />
7. Traitors Gate<br />
8. No Nation on this Earth</p>
<p>Man muss schon tiefer gründeln, um diesen patriotischen Worten Glauben zu schenken, um überhaupt den Verlust dieser einzigartigen Kultur zu begreifen, <a href="http://RockZOOM.de/2007/10/06/room-with-a-view/" target="_blank">im Angesicht des verwest(licht)en Iren dieser Tage</a> &#8211; Vorsicht, satirisch. Und hat man nicht wie die Schreiberin dieser Zeilen das Glück, direkt an der Quelle zu sitzen, Irland, dieses in Vergangenheit gebeutelte und nun wirtschaftlich aufblühende Land für längere Zeit selbst zu erleben, so ergibt sich zumindest beim Anhören der Musik Primordials eine Art Verständnis:</p>
<p>(An)klagend und mahn-malend ertönt Nemtheanga: elegisch, stolz, fast schon ein bisschen eingeschnappt&#8230; und natürlich wütend. Ja, die Wurzeln im Black Metal, spätestens beim erbosten &#8216;Traitor&#8217;s Gate&#8217;, mehr noch beim Abschluss &#8216;No Nation on this Earth&#8217; kommen sie wieder zum Vorschein. Gebettet sind diese Wurzeln in ein gewaltiges Erdreich aus hypnotisch-minimalistischen Gitarrenriffs &#8211; erdig, reich&#8230; zeitlos und durchweg primordial: Es klingt als haben die Herren MacUilliam und O&#8217;Floinn diese Töne direkt aus dem irischen Boden gesogen, ein vorchristliches Relikt&#8230;</p>
<blockquote><p><em>&#8220;He is coming, Adzed Head,<br />
on the wild-headed sea<br />
with cloak hollow-headed<br />
and curve-headed staff.</p>
<p>He will chant false religion<br />
at a bench facing East<br />
and his people will answer<br />
&#8216;Amen, amen&#8217;.&#8221;</p></blockquote>
<p>(anonym, 5./6. Jh., aus dem Irischen übers. von Thomas Kinsella)</em></p>
<p>Um das Ganze besonders ursprünglich zu halten, hat sich die Band diesen Sommer in ein Studio zurückgezogen, wo rein analog aufgenommen wurde. Ein warmer Oldschool-Sound ist dabei herausgekommen. Wobei ich sagen muss, dass Primordial noch nie besonders durchproduziert klangen, was auch gut so ist. Ironischerweise befindet sich dieses Studio in Wales, nicht in Mutter Irland. Macht aber nichts, da sich sowohl Irland als auch die britische Insel fleißig und pausenlos durch den &#8220;Sommer&#8221; geregnet haben, ist die Grundstimmung angenehm düster geraten. Eine Ausnahme bildet da wohl &#8216;Heathen Tribes&#8217;: Stolz und hymnengleich berichtet Texter Nemtheanga von seinen Reisen um die Welt, von Brüdern und Schwestern und landschaftlichen Schönheiten anderer Nationen, und kommt am Ende glücklich wieder daheim an:</p>
<p><em>&#8220;Yet when to Ireland we Return<br />
I know that I am home at last<br />
And every sun that sets<br />
Takes me closer to her Earth&#8221;</p>
<p>(Primordial, 2007)</em></p>
<p>An welchen überschwänglichen irischen Poeten dies stark erinnert? Strittig ist der lyrische Gehalt seines Dichtwerks, doch unmissverständlich direkt sein Anliegen: Die Rede ist von Thomas Davis, einem der führenden Akteure der Young Ireland-Bewegung, die nichts geringeres als die völlige Unabhängigkeit Irland vom Vereinigten Königreich im Sinn hatte. &#8216;My Grave&#8217; stellt das &#8216;Heathen Tribes&#8217; des 19. Jahrhunderts dar:</p>
<blockquote><p><em>Shall they bury me in the palace tombs,<br />
or under the sahde of cathedral domes?<br />
Sweet &#8217;twere to lie on Italy&#8217;s shore;<br />
Yet not there &#8211; nor in Greece, though I love it more.<br />
In the wolf or the vulture my grave shall I find?<br />
Shall my ashes career on the world seeing wind?<br />
Shall they fling my corpse in the battle mound,<br />
where coffinless thousands lie under the ground?<br />
Just as the fall and are buried so -<br />
Oh, no! oh, no!</p>
<p>No! on an Irish green hillside,<br />
or an opening lawn, but not too wide;<br />
For I love the drip of the wetted trees -<br />
I love not the gales, but a gentle breeze,<br />
To freshen the turf; put no tombstone there,<br />
but green sods, decked with daisies fair;<br />
nor sods too deep, but so that the dew,<br />
The matted grass roots may trickle through.<br />
Be my epitaph writ on my country&#8217;s mind:<br />
&#8220;HE SERVED HIS COUNTRY, AND LOVED HIS KIND.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>(Aus &#8216;My Grave&#8217;, Thomas Osborne Davis, 1842)</p>
<p>Wer nun nicht länger ausharren konnte, davon gestürmt ist, um &#8220;To the Nameless Dead&#8221; zu erwerben, ganz zufällig wiedergekommen ist und hier weiterliest &#8211; ja klar, alles sehr wahrscheinlich &#8211; wird beim Lesen der Lyrics von &#8216;Heathen Tribes&#8217; wirklich frappierende Ähnlichkeiten ausmachen können.</p>
<p>Völkisch sind Primordial also, ganz klar. Folkig? Bedingt. Keine Fiddles, Uillean Pipes, Whistles oder Pub-Melodien. Morrigans Irland spricht mit tribalartigen Drums und puristischen Akustikgitarren. So ist es typisch für Primordial und ich möchte behaupten, dass sich &#8220;To the Nameless Dead&#8221; musikalisch nicht sehr vom Vorgänger &#8220;The Gathering Wilderness&#8221; unterscheidet. Auch die Mission bleibt: Die Roots nicht vergessen&#8230; auch mal an einem Denkmal stehen bleiben und sich fragen, warum es dort steht, am Grabhügel ausharren und sich an jene erinnern, die unter ihm liegen, selbst wenn man sie nicht kennt&#8230;</p>
<blockquote><p><em>&#8220;The whole landscape a manuscript<br />
We had lost the skill to read,<br />
A part of our past disinherited;<br />
But fumbled, like a blind man,<br />
Along the fingertips of instinct.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>(Aus &#8216;A Lost Tradition&#8217;, John Montague, 1972)</p>
<p>&#8230;Wohl Montagues am schwersten wiegenden Worte seines alltagslyrischen Schaffens. Und um dann doch mit ein paar weisen Zeilen Primordials abzuschließen:</p>
<p><em>&#8220;You may look away<br />
but your children will not&#8230;&#8221;</em><br />
</br></p>
<p>Mein nächstes Pint erhebe ich in Richtung Dublin.</p>
<p>Homepage: <a href="http://www.primordialweb.tk">www.primordialweb.tk</a></p>
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