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	<title>Rockzoom &#187; barther metal open air</title>
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		<title>10. Barther Metal Open Air @ Freilichtb&#252;hne Barth &#124; 15.-16.08.2008</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Sep 2008 08:13:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Voodoo-Udo</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/07/bmoa1.jpg"><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2008/07/bmoa1-240x336.jpg" alt="" title="Barther Metal Open Air 2008" width="240" height="336" class="alignleft size-medium wp-image-695" /></a>Mitte August hat Barth, ein 9000-Einwohner-Städtchen im östlichen Norden Deutschlands, stets viele Annehmlichkeiten in Spaziernähe zu bieten: ausgezeichnete Fischbrötchen, die gesunde Ostseeluft, einen gemütlichen Park und darin viel guten Metal unterschiedlicher Couleur und mehr oder weniger Gleichgesinnte. Die Freilichtbühne lockte dieses Jahr bereits zum zehnten Mal hierher, diesmal mit großer Betonung auf Underground Black Metal und solche Bands, die man im weitesten Sinne als Pagan Metal bezeichnen kann. Wir konzentrieren uns hier auf eine Gesamtschau und die Highlights des stärker besetzten Samstags&#8230;</p>
<p>Mit der ersten Band startete man für einen Opener ungewohnt niveauvoll in den Tag. Während oft brutaler, stumpfer Death Metal die Aufgabe hat, die letzten Schläfer zu wecken und die Leute durch ebenso eingängige wie vorhersehbare Grooves vor die Bühne zu locken, hatte die Deathcombo <strong>FLESHLESS </strong>zwar mit derartigen Anheizern das Genre gemein, präsentierte dieses aber von seiner technisch herausfordernden und in Anbetracht des Alters dieser Band durchaus eigensinnigen Seite. Dass dabei auch passend eingebaute, groovige Passagen nicht zu kurz kamen, unterstreicht die Qualität dieser jungen, energiegeladenen Todesbleischützen.</p>
<p>Die Nachfolgeband <strong>DEADLY PALE</strong> gestaltete ihre musikalischen Kontraste gar noch extremer, von tödlicher Blässe also nichts zu spüren. Eher blutrot, wenn auch weniger auf eine ausgefeilte Technik betont wie Fleshless zuvor, schnellten Grindattacken aus dem Nichts auf die ahnungslosen Festivalbesucher nieder, um dann in flüssigem Übergang wieder zu gekonnt brutal groovenden Röchelparts überzugehen. Besonders was das Spiel mit dem Tempo angeht, könnten Bands wie Suffocation oder Nile dem Sound dieser Dortmunder Pate gestanden haben. Beide Deathbands dieses noch jungen zweiten Festivaltages stellten auf jeden Fall gute Einheizer dar – Mission “Weckt die verkaterten Besucher” also klar erfüllt. Was bereits positiv auffiel, war der schön druckvolle, jedoch auch ausgewogen aufeinander abgestimmte Sound in allen Ecken der Freilichtbühne, der hoffentlich nicht nur die brutal ballernden Bands in gutem Klanggewand dastehen lassen sollte.</p>
<p><a href="/photos/photo/2829924833/slartibartfass-16-08-2008-1.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Slartibartfass - 16.08.2008 #1"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3162/2829924833_e05e814857_m.jpg" alt="Slartibartfass - 16.08.2008 #1" width="160" height="240" class="alignright" /></a> <strong>SLARTIBARTFASS </strong>sollen also der neue Stern am Viking/Folk Metal-Himmel sein? Dies ließen sich wohl auch die Zuschauer sagen, denn schlagartig ist es ziemlich voll vor der Bühne geworden oder sie sind von TrollfesT vom Vortag noch so mit dem „Folk Partymetal“-Virus infiziert, dass ein Fortbleiben vom Auftritt der Band, deren Namen einer Figur aus dem berühmten „Per Anhalter durch die Galaxis“ entlehnt ist, einem Entzug gleichkommt. Die noch sehr junge Band ließ es  im prallen Sonnenschein jedoch verhaltener angehen, als man es erwartet hatte. Schwarzmetallisches Gekeif dominierte und die Band wirkte etwas defensiv auf der Bühne. Akzente konnten jedoch besonders durch die Dudelsack-Auftritte gesetzt werden. Ein Style-Punkt geht auch an den Bassisten: Sonnenbrille und Mittelalterhemd passen ja doch ganz gut zusammen. Ein paar mehr dieser selbstironischen Züge und der Bandname ist bald gerechtfertigt. Angesichts der Tatsache, dass nur wenig zuvor Sänger Daniel die Band verließ und Gitarrist Philipp auch noch diesen Posten übernahm, kann man den Auftritt der Schwaben doch als ganz gelungen bezeichnen, zumal das Publikum gut auf die Musik ansprach.</p>
<p></br></p>
<p><a href="/photos/photo/2830703648/heidevolk-16-08-2008-9.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Heidevolk - 16.08.2008 #9"><img class="alignleft" src="http://farm4.static.flickr.com/3246/2830703648_78f2760a15_m.jpg" alt="Heidevolk - 16.08.2008 #9" width="240" height="160" /></a> <strong>HEIDEVOLK </strong>– nach eigenen Angaben Dutch Pagan Folk Metal spielend &#8211; zeigten, wie so etwas aber wirklich auszusehen hat: Nicht immer böse schauen, auch mal lachen und das Publikum anfeuern, mit den Leuten und zugleich den Bandkollegen trinken und feiern, so geht der Wikinger-Metal. Besondere Stärke der durch und durch routinierten Holländer war neben ihren eingängigen, lebensstolzen und -frohen Melodien der doppelte Leadgesang von Joris und Mark. In einer Zeit, wo Klargesang lange nicht mehr so angesagt ist – vor allem in den folkigen Metalbereichen – wissen die Herren aus Gelderland mit ihrer intensiven Bühnenshow in Gewandung und reichlich flüssige Gaumengenüsse gehüllt selbst diejenigen zu überzeugen, die sonst nur wenig mit solcher Musik anzufangen wissen. Zeitweise standen sieben Musiker auf der Bühne, freuten sich miteinander um die Wette und sammelten mit ihren Ansprachen auf deutsch viele Sympathiepunkte im Metallager Barth.</p>
<p></br></p>
<p>Die Lust verging einem dann aber ganz und gar beim langen Soundcheck von <strong>PURGATORY</strong>, sodass die Anwesenheit am Honigbier-Stand – quasi noch als Nachhall der heidevölkischen Trinkweisen &#8211; sich für manchen als deutlich attraktiver herausstellte als der plakativ pentagrammbeladene und Schlagzeugtrigger-verseuchte Auftritt der Sachsen. Ebenfalls reichlich symbol- und gestenreich war die folgende Band <strong>VARG</strong>. Wenn man schon einen nordischen Namen zur Schau trägt, sollte man vielleicht doch wenigstens den Trinkruf “Skål!” fehlerfrei ausrufen können. Auch in Muttersprache wurde stets immer wieder zum “Saufen!” aufgerufen&#8230; Alles schön und gut, solange die Musik stimmt. Doch der manchmal recht vorhersehbare Pagan Black Metal bot ebenso wenig Grund zur deutlichen Beanstandung wie zu Lobeshymnen. Das Publikum war leicht zu begeistern und ließ sich nicht lange bitten, wenn Varg zum Mitmachen aufforderten. Dass es dieser Auftritt schaffte, trotz aggressiver Attitüde, viel zu oft vor sich hin zu plätschern und in einigen Augenblicken sogar ein unfreiwillig komisches Bild abgab, ist selbstverständlich die persönliche Meinung der Autoren, die ganz sicher von der begeisterten Menge vor der Bühne nicht geteilt werden würde; auch wenn es nicht wenige waren, bei denen die Coburger sichtlich genervte Blicke und einen Höflichkeitsapplaus ernteten. Wir wissen bis heute nicht genau, warum der Varg-Auftritt nach ein paar Songs schon abgebrochen wurde, scheinbar jedoch, weil der Veranstalter schon so früh am Tag mächtige Probleme hatte, den Zeitplan auch nur annähernd einzuhalten&#8230;</p>
<p><a href="/photos/photo/2829868825/the-monolith-deathcult-16-08-2008-5.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="The Monolith Deathcult - 16.08.2008 #5"><img class="alignleft" src="http://farm4.static.flickr.com/3077/2829868825_fcc9bcf7ed_m.jpg" alt="The Monolith Deathcult - 16.08.2008 #5" width="240" height="160" /></a> Die Stimmung stieg dann sofort wieder bei den ersten Tönen von <strong>THE MONOLITH DEATHCULT</strong>. Die sind für jeden ein Muss, der schon immer wissen wollte, ob man groovigen Death Metal mit elektronischen Versatzstücken und Industrial-Elementen anreichern kann, ohne die todesmetallische Essenz aufgeben zu müssen. Wie leicht sich derartige Zweifel zerstreuen lassen, konnten die Niederländer an diesem Nachmittag eindrucksvoll unter Beweis stellen. Die bewusst gewählte Kälte des neuesten Albums “Trivmvirate” war live kaum zu spüren – dafür agierte man viel zu energetisch, dynamisch und mitreißend. Zu dieser Lebendigkeit und Hitze, für die kraftvolle Rhythmusarbeit und sägende Riffs sorgten, setzte die kalte aus Loops, gruseligen Chorpassagen und Keyboard-Orchestrierungen bestehende Seite von The Monolith Deathcult immer wieder interessante und keineswegs uninspirierte Kontraste. Für viele Debatten hatte bereits im Vorfeld das in deutscher Sprache (auch auf Platte) gesungene “Kindertodeslied” gesorgt, das mit Ausschnitten aus “Der Untergang” und der Thematik von Kindersoldaten im Endkampf um Berlin provoziert. Dass die Band politisch vollkommen unbedenklich ist, muss man hoffentlich nicht mehr betonen – kann aber helfen, dieses Lied im richtigen Licht zu betrachten und als die grenzwertige, aber vielleicht gerade deswegen wichtige Provokation zu verstehen, die es ist.</p>
<p></br></p>
<p>Wer anschließend melodischen Black Metal hören wollte, der blieb zu <strong>SWORN</strong>. Wir taten&#8217;s nicht und begaben uns stattdessen auf Shopping- und Verköstigungstour&#8230;</p>
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