Suche

SoKo – My Dreams Dictate My Reality (Review)

9. April 2015
SoKo - My Dreams Dictate My Reality

SoKo – My Dreams Dictate My Reality

Ein Wirbelwind, ein Freigeist, eine Lolita, die sich ihre unschuldige Ausstrahlung bis in die Endzwanziger bewahrt hat: SoKo! Stéphanie Alexandra Mina Sokolinski stammt gebürtig aus Bordeaux, lebte zwischenzeitlich in Paris und ließ sich letztlich in Los Angeles nieder. Irgendwie schwer diese bezaubernde Querulantin einer Kategorie zuzuordnen. In diversen Filmen spielte sie bereits mit, ist ein kleines Wunder was schauspielerischen Einsatz betrifft – und doch ist ihre größte Leidenschaft die Musik. Das behaupte ich jetzt einfach mal. So avancierte ihr fieser Herzschmerz – Song „I´ll kill her“ binnen kürzester Zeit in mehreren Ländern zu einem wahren Hit. Kürzlich erschien ihr zweites Album „My Dreams Dictate My Reality“. Und das könnte kaum gegensätzlicher sein. Die Kurve kriegt SoKo trotzdem. Irgendwie. Immer. Und alles was sie vertont klingt einfach nur gut.

Ein Naturtalent vielleicht. Denn SoKo transportiert das, was man bei vielen Künstlern vermisst: das Gefühl direkt an ihrem Innersten teilzuhaben. Sie ist extrovertiert, sagt immer was sie denkt, und das sofort. Ein Charakter, bestehend aus tausend Facetten. Und genau das spiegelt „My Dreams Dictate My Reality“ wider. Das Ungestüme rückt zwar weiter in den Hintergrund, dafür hat die Platte einen wunderbaren New Wave-Einschlag. Und auch in leiserern Gefilden kann SoKo ganz gut punkten. Allein der Opener „I Come In Peace“ oder das Duett mit Ariel Pink („Lovetrap“) sind dafür Beweis genug. Zwölf Songs, zwölf mal Springen zwischen unterschiedlichsten Genres. Balladen, Indie Pop, New Wave-Geflirre, Bassläufe, die an The Cure oder Joy Divison erinnern. Soko passt sich stimmlich jedweder Gefühlslage an und wird so selbst zum roten Faden, der sich durch das Album zieht. Eine gewisse Leichtigkeit macht sich breit; irgendwie unbeschwert, gefolgt von melancholischen Zwischentönen. Dennoch greift alles ineinander. SoKo hat mit „My Dreams Dictate My Reality“ ein neues Kapitel aufgeschlagen. Und beweist damit, dass ausgefeilte Arrangements durchaus mit authentischer Wildheit harmonieren können.

SoKo im Internet:
Homepage
Twitter
Facebook
Soundcloud
Youtube
Instagram

Schreib einen Kommentar