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Snøffeltøffs – Hokus Pokus (Review)

9. November 2014
Snøffeltøffs - Hokus Pokus

Snøffeltøffs – Hokus Pokus

Jungsmusik für Mädchen, Rotznasen und Leute, die gerne nackt sind. Snøffeltøffs in wenigen Worten. Das Duo aus Berlin lernte sich bereits im Sandkasten kennen. Ihr weiterer Werdegang lautet wie folgt:

Nach einigen musikalischen Experimenten mit Bekannten aus der Lachsfischer-Szene und dem altrumänischen Adel, trafen sie sich vor zwei Jahren am Köttbullar-Stand wieder und beschlossen prompt zu heiraten und auch musikalisch gemeinsame Sache zu machen.

Der Wahrheitsgehalt lässt sich nicht wirklich überprüfen, aber wir glauben einfach mal, was Snøff und Tøff (alias Florian und Julian) da so wortgewandt präsentieren. Kern ihres Schaffens ist schließlich die Musik. Nach einigen veröffentlichten Tracks, der EP „Female Dreams“ im letzten Jahr, sowie einer Tour durch Westeuropa, die erst kürzlich endete, folgte nun das erste Album. „Hokus Pokus“ verspricht allein durch seinen Titel schon Einiges.

Was sich einem allerdings offenbart, sobald die ersten Takte von „Park Boys“ angeschlagen werden, ist der reinste musikalische Freudentanz. Snøffeltøffs holen weit aus und die 60er zurück in die Gegenwart. Sie schrammeln, sie grooven und nehmen auch den ein oder anderen psychedelischen Einschlag mit. Ihr Sound lässt die Sonne nochmal so richtig aufleuchten, wärmt von innen wie von außen. Garage Rock klingt für gewöhnlich unfertig und ist oftmals gerade deshalb nervig. Weil Bands versuchen diesen Sound künstlich herzustellen, anstatt ihn selbst entstehen zu lassen. In der brandenburgischen Provinz ging man andere Wege; legte einfach los. Und so ist „Hokus Pokus“ am Ende tatsächlich genau so, wie man es von einer garagigen Pizza Wave – Formation erwartet: geerdet, gerade heraus und trotzdem eingängig. Snøffeltøffs schlagen mit Leichtigkeit Brücken zwischen angestaubten Musikstilen und vereinen alles in einem snøffeligen Gesamtwerk, das nichts sein will – und aus diesem Grund zu einer durchweg großartigen Platte wächst.

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