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Skunk Anansie @ Admiralspalast, Berlin | 10.03.2014

13. März 2014

Skunk Anansie @ Admiralspalast, Berlin - 10.03.2014Skin – Frontfrau von Skunk Anansie – ist im wahrsten Sinne eine Rampensau. Wer sie und ihre Band, die sich vor einiger Zeit wieder zusammenfand, schon einmal live gesehen hat, weiß, wovon wir sprechen. Wer Entertainment will, der findet es bei Skunk Anansie. Und es ist regelrecht egal, ob sie ihr volles Brett runterhauen oder mit Akustik-Klampfen anreisen, wie Anfang der Woche in Berlin. Eines schon einmal vorweg: Die Band verwandelte den Admiralspalast in eine feurige Glitzerhöhle mit ordentlich viel Platz für Romantik, Glückstränen und humorigen Momenten. Ihr Konzept ihre alten Songs in ein stimmiges Akustik-Gewand zu packen, ging vollkommen auf.

Was sofort ins Auge sprang beim Betreten der Bühne: Skin ist wieder kurzhaarig, sie trägt wieder Glatze. Nach der Re-Union der Band präsentierte sie sich ganz ungewöhnt mit wucherndem Iro. Diese Matte ist also wieder ab. Und da die Band aufgrund der Präsentation ausschließlich akustischer Stücke geschwindigkeitstechnisch einen Gang zurückschaltete, konnte sich Skin auch ganz gut in ihren monströsen Stöckelschuhen fortbewegen – normal trägt sie eher sportliche Varianten zur besseren Fortbewegung. Ein Indiz, dass es heute wirklich ruhig zugehen sollte. Sogar ein Stuhl stand für sie bereit – richtig lange konnte sie sich aber nie an ihm festkrallen. Auch das Publikum war heute an gut gepolsterte Stühle gefesselt.

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Den Anfang machte „Brazen“ – eines der schönsten Stücke ihrer Karriere. Und natürlich war das Publikum gleich von Beginn an ein wichtiger Teil des Ganzen: „This is very civilised, isn’t it? I get to call you ladies and gentlemen. I’m still gonna swear though, cause I’m Skin…Is it a bit weird sitting down for a Skunk Anansie gig? But it’s good for the girls in heels!“ Die Einladung sich nach sechs gespielten Nummern zu erheben, nahmen die meisten natürlich dankbar an. Direkt im Anschluss, während der Performance zu „Secretly“, reichte ein Fan, der sich aus einer hinteren Reihe angeschlichen hatte, Skin eine weiße Rose. Sie lehnte sich singend zu ihm herunter, griff ihr Präsent und kommentierte nach Ausklingen des Songs sichtlich beeindruckt sein Kunstwerk: „So nice, a rose made out of toilet paper. Did you just make that?“ Die drei Mädels, die etwas später ihre echten Rosen ablieferten, bekamen – noch viel besser – anstatt Verbeugung und Komplimenten gleich einen Kuss direkt auf den Mund verpasst.

Der quirlige Opening Act des Abends Karima Francis sollte recht behalten, dass ein Akustik-Konzert von Skunk Anansie zwanzigmal mehr unter die Haut geht als ein reguläres Konzert, auf jeden Fall sollten ab und an die Tränen fließen – so viel Intensität war im Spiel. Und wenn es zu romantisch wurde, verwandelte Skin die Glückstränen der Fans im Handumdrehen in Lachtränen.

Dieses Konzert war ziemlich nah dran, an dem, was man als perfekt bezeichnet – dabei ging es der Band anlässlich ihres zwanzigjährigen Bandjubiläums mehr als alles andere darum Freude zu verbreiten.

Skunk Anansie im Internet.
Homepage: www.skunkanansie.net
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Twitter: twitter.com/SkunkAnansie

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