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Sigur Rós – Valtari

12. Juni 2012

Islands Traumwandler….
Vier lange Jahre liegen zwischen „Með suð í eyrum við spilum endalaust“ und dem sehnsüchtig erwarteten „Valtari“.
(Das wunderschöne Livealbum „Inni“ mal nicht mitgezählt.) Was soll man über eine Formation wie Sigur Rós noch groß sagen? Absolut einzigartig sind sie; verspielt, verträumt, bezaubernd, verzaubernd. Immer wieder anders – und doch unverkennbar Sigur Rós. Zu einfach jeder Zeit.
Nun ist Valtari endlich da – und man hört und liest zu diesem Release viele Stimmen, viele Meinungen. Die einen euphorisch, die anderen skeptisch, wenn nicht gar enttäuscht. Wer auf „Valtari“ die so typische und heißgeliebte Mischung aus melancholischem Postrock, Shoegaze und einem Esslöffel Folk erwartet, wird vielleicht nicht auf seine Kosten kommen.
Kein zweites „Hoppípolla“ oder Uptempo Nummern, wie „Gobbledigook“.

Das Quartett um Jón Þór Birgisson hat entgegen einiger Vermutungen den Weg in Richtung Ambient eingeschlagen. Das Album ist durchweg sehr ruhig und wirkt beim ersten Hören zeitweise – ich sag´s jetzt einfach mal – etwas kraftlos. Doch der Schein trügt. Nach und nach entfaltet sich die Wärme der einzelnen Songs, die sich wie eine schützende weiche Decke über einen legt. Streicher, Piano, Chöre, ein wenig Rauschen und Knistern, dazu das klare Falsett von Jónsi. Man treibt erhaben und entspannt hinaus auf die See – und bekommt Fernweh, Sehnsucht nach etwas, das man nicht in Worte fassen kann. Man muss Sigur Rós vertrauen, „Valtari“  Zeit und Raum geben – und sich in Erinnerung rufen, dass diese Formation in ihrer gesamten Bandhistorie noch kein einziges schlechtes Album veröffentlicht hat.

Obwohl sich die Songs wie eine Perlenkette aneinanderreihen, und somit auch „klick-klack“ ineinander übergehen, sind vor allem „Ekki Múkk“ und das absolut majestätische „Varúð“ hervorzuheben. „Valtari“ ist die Ruhe vor dem Sturm. Genießen wir sie.



Live:

25. August 2012 – Steinberggasse, Winterthur Festival, Schweiz

04. September 2012 – Arena, Wien

07. September 2012 – Berlin Festival, Berlin

Ekki múkk by sigur rós

Sigur Rós im Internet:

Homepage: sigur-ros.co.uk
Facebook: www.facebook.com/sigurros

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