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September 2016: unsere Konzertempfehlungen

3. September 2016

September 2016: unsere KonzertempfehlungenDas ein oder andere Open Air-Event wie das Lollapalooza Berlin wird auch im September noch einen massiven Besucheransturm verursachen. Generell gilt: Die Festivalsaison ist am Ausklingen, die überdachten Club-Konzerte nehmen wieder zu. Wo solltet ihr mal reinhören, was dürft ihr in diesem Monat nicht verpassen? Wir verraten es euch!

ABAY
Die bisherige Karriere von Aydo Abay ist zu genüge dokumentiert. 14 Jahre sang er bei Blackmail, einer der einflussreichsten deutschen Gitarrenbands überhaupt, stieg überraschend aus, betrieb seit 2009 Projekte wie KEN, Crash:Conspiracy und zahlreichen weitere, war nie ganz weg, aber auch nie mehr so da wie zu Blackmail-Zeiten. Bis jetzt. Am 12. August 2016 erschien das erste Album seines offiziellen neuen Projekts ABAY. Es trägt den zeitgeistigen Titel „Everything’s Amazing And Nobody is Happy“, und obwohl sein Nachname in großen Lettern auf dem Cover prangt, ist ABAY kein Solo-Ding sondern ein Duo mit Band. Der zweite Teil des Duos ist Jonas Pfetzing, Gitarrist und Songschreiber von JULI. Die Zusammenarbeit der beiden Musiker war keine von pfiffigen Produzenten arrangierte Business-Idee sondern erwuchs viel mehr aus einer zufälligen Begegnung. Und so schrieben die beiden in Laufe der letzten vier Jahre gemeinsam über 80 Songs, nehmen sie verschiedenen Studios mit zahlreichen Produzenten und Hilfe von 25 Musikern auf.

13.09.2016 Berlin – Privatclub
14.09.2016 Hannover – Lux
15.09.2016 Leipzig – Felsenkeller
16.09.2016 München – Kranhalle
17.09.2016 Bern – Rössli
18.09.2016 Augsburg – SoHo
19.09.2016 Wien – Chelsea
20.09.2016 Stuttgart – Goldmark’s

BRONCHO
Ein Song, der 2014 vermutlich auf keiner Coachella Pool Party fehlte, war Bronchos ungestümer Hit „Class Historian“ ihres zweiten Albums „Just Enough Hip To Be Woman“. Jetzt legt die Indie Rock-Band nach und wird diesen Herbst mit ihrem dritten Album „Double Vanity“ live in Deutschland zu sehen sein. Was mit einem Filmprojekt und abgegriffenem, hochenergetischem Punk begonnen hat, wandelte sich in komplexeren, tiefgreifenden und innovativen Sound. Broncho tauschten The Ramones’ Pogo gegen sanftere, von Love and Rockets inspirierte Melodien. Die 80er treffen auf die 50s und verbinden sich zu wildem, beherzten Pop. Doch während der Album-Vorgänger eher einem Speed-Trip glich, entschleunigen Broncho auf der neuen Platte.

22.09.2016 Münster – Gleis 22
23.09.2016 Hamburg – Reeperbahn Festival
24.09.2016 Berlin – Privatclub

CASPER
Lange Zeit war es still um Casper. Nicht ein Lebenszeichen im Jahr 2016 via Facebook oder Twitter. Kanäle, die der Musiker in der Vergangenheit lebhaft bespielte. Dann flackerte Mitte Juni plötzlich eine Öllampe auf seiner Website auf. Beobachter und Fans knackten bald das Rätsel: die Lampe sendete den Morsecode „Lang lebe der Tod“.
Parallel erschien auf langlebedertod.com ein Countdown. Dieser endete zu der Zeit, als Casper seine letzte Zugabe beim Kosmonaut Festival am Stausee Rabenstein bei Chemnitz spielte, um im Anschluss daran auf der Bühne zu verkünden, dass am 23. September sein neues Album „Lang Lebe Der Tod“ erscheinen wird. Die Besucher des Festivals wurden zudem Zeuge der Uraufführung des albumtitelgebenden Songs „Lang Lebe Der Tod (featuring Blixa Bargeld, Dagobert & Sizarr)“. Ende September geht Casper parallel zur Veröffentlichung des neuen Albums auf Tour durch „kleinere“ Hallen bevor er Anfang nächsten Jahres dann in die großen Arenen übersiedelt.

09.09.2016 Berlin – Preis für Popkultur
27.09.2016 Köln – E-Werk
28.09.2016 Berlin – Tempodrom
29.09.2016 Stuttgart – Im Wizemann
30.09.2016 München – Muffathalle
01.10.2016 Offenbach – Capitol
02.10.2016 Zürich – Dynamo
04.10.2016 Wien – Arena
05.10.2016 Dresden – Alter Schlachthof

DEAP VALLY
Als Deap Vally im zuletzt in Berlin gastierten, waren die beiden Damen zu Besuch im Wollen, dem Fachgeschäft für Wolle, Stricken und Anverwandtes in Friedrichshain, und gaben einen Einführungslehrgang im Häkeln. Handarbeit ist doch ihre Leidenschaft, seit sie sich selbst bei einem solchen Kurs kennen gelernt hatten. Abends aber war dann alles anders. Dann wurden sie zu Deap Vally, diesem einmaligen Bluesrock-Duo, das Altes und Neues und vor allem Lautes zusammenbrachte. Kraftvoll, grimmig, erbarmungslos ist der Sound, mit einer physischen Präsenz, der man sich nicht entziehen kann. Da wird die Gitarre als Bass eingesetzt (erinnert das nicht an die „Seven Nation Army“?) und als Rhythmus- und als Soloinstrument, da werden die Drums gedroschen, als gäbe es kein Morgen, da werden feministische Themen verhandelt, da geht es um Sex und Sonnenbrillen und Männer und Freiheit und Drogen und Hölle und Himmel. Da steht plötzlich die wiedergeborene Janis Joplin auf der Bühne, der sie auch von der Haltung und den Themen ähneln. Da ist auf einmal der verschleppte Sound von Black Sabbath, gespielt von zwei jungen Kalifornierinnen. Und dann schlagen sie all das mit einem Riff, zwei Schreien und drei Breaks in Stücke.

28.09.2016 Berlin – Rosi’s
29.09.2016 München – Milla
01.10.2016 Zürich – Mascotte
03.10.2016 Wiesbaden – Schlachthof

DILLY DALLY
Dilly Dally verbinden den Punk, den Grunge, die kämpferische Attitüde und den gelangweilten Schmerz ihrer Vorbilder aus den 80ern und 90ern – The Pixies, Hole, Kurt Cobain oder L7. So hat es zumindest den Anschein, wenn man die KanadierInnen auf der Bühne erlebt. Katie Monks, die Sängerin, deren Organ irgendwo zwischen Kim Deal und rostigem Metal angesiedelt ist, schreit, säuselt, grummelt und heult sich durch die Stücke – und jederzeit hat man den Eindruck als könnte sie dabei einfach abstürzen. Aber ihre Band lässt es nie dazu kommen. Liz Ball an der Lead-Gitarre und vor allem die Rhythmusgruppe um die beiden Männer bei Dilly Dally, Jimmy Tony am Bass und Benjamin Reinhartz an den Drums, geben ihr immer wieder den musikalischen Halt und verhindern das Abrutschen ins blanke Tohuwabohu. Es sind große Kunst und eine große Show, wie die Band die Songs der Debütplatte „Sore“ rund um sexuelle Details, die Banddynamik, Menstruation und wie man sich selbst neu erfinden kann, nachdem einem das Herz gebrochen wurde.

08.09.2016 Hannover – Lux
10.09.2016 Berlin – Rosi’s
11.09.2016 Wiesbaden – Schlachthof
24.09.2016 Hamburg – Reeperbahn

HELGI JONSSON
Der Isländer Helgi Jonsson ist vor allem bekannt für seine Zusammenarbeit mit seiner Frau Tina Dico, mit der er seit über acht Jahren tourt, komponiert und produziert. Seine Posaune ist auf vielen CDs von isländischen Künstlern wie Sigur Rós, Damien Rice und Alexi Murdoch, sowie von deutschen Künstlern wie Boy und Philipp Poisel zu hören. Der Sänger und Multiinstrumentalist hat einige Jahre lang keine eigene Musik veröffentlicht, weshalb seine neue EP „Vaengjatak“ für ihn den Beginn einer neuen Ära markiert. Ein neues Album ist bereits für Frühjahr 2017 geplant. „Vaengjatak“, übersetzt Flügelschlag, ist eine Kollektion von sechs Liedern gestrickt um das Klavier und seinen Gesang. Mit Helgis vielseitiger Stimme und atemberaubenden Arrangements malt er vor dem Hintergrund von mitreißenden Klaviertönen große, emotionale Klangwelten.

23.09.2016 Hamburg – Reeperbahn Festival
24.09.2016 Düsseldorf – Christuskirche
25.09.2016 Frankfurt – Mousonturm
26.09.2016 Berlin – Admiralspalast

JULY TALK
Beherzt und vertraut, wild und konfrontativ: July Talk machen Rock’n’Roll, der es in sich hat und sorgen für Live-Shows, die keiner so schnell vergisst. Im September tourt die kanadische Alternative Blues-Rock Band wieder durch Deutschland. Peter, Leah, Ian, Josh und Danny spielen dann in sechs Städten unter anderem die Songs ihres neuen Albums „Touch“.

17.09.2016 Münster – Gleis 22
19.09.2016 Berlin – Lido
20.09.2016 München – Strom
21.09.2016 Wiesbaden – Schlachthof
22.09.2016 Köln – Underground
23.09.2016 Hamburg – Reeperbahn Festival

LAURA GIBSON
2014 packte Laura Gibson ihre sieben Sachen und zog von Portland nach New York City, um dort Creative Writing zu studieren und sich eine Auszeit von der Musik zu gönnen. Die erste Hälfte dieser Reise verbrachte sie im „Empire Builder“, einem legendären Zug, der den Nordwesten der USA mit Chicago verbindet. Kaum angekommen, wurde ihr Wohnhaus in der Lower East Side von einer Gasexplosion vollkommen zerstört. Eine Katastrophe, die zwei Menschenleben kostete, viele Verletzte nach sich zog und Laura zum Glück kein Haar krümmte. Dennoch, ihr gesamtes Hab und Gut, jahrelange Arbeitsnotizen, Instrumente, Texte, Paesse, Karten, alles in diesem Trümmerhaufen. Sie verbrachte die kommenden Monate auf Sofas von Freunden, schrieb die Texte neu und begann nach und nach ihr Leben wieder zusammenzusetzen. Nicht zuletzt mit einer erfolgreichen Crowdfunding Aktion, die überwältigende Solidaritätsbekundungen von Freunden, Bekannten, aber vor allem Unbekannten hervorrief. „Empire Builder“, ihr neues Album, spiegelt die Explosion einer ganzen Existenz beeindruckend wieder und zeigt eine Laura Gibson inmitten von fundamentaler Transformation. Wir dürfen hier Zeugen eines Quantensprungs in Sachen Komposition, Arrangement und Produktion werden. Mit Tat und Rat zur Seite standen: Gitarrist, Bassist und Multitalent Dave Depper (Death Cab for Cutie, Menomena), Drummer Dan Hunt (Neko Case), Violinist Peter Broderick, Nate Query von den Decemberists und Sängerin Alela Diane.

21.09.2016 Nürnberg – Muz Club
22.09.2016 Berlin – Bi Nuu
23.09.2016 Frankfurt – Brotfabrik
24.09.2016 Hamburg – Reeperbahn
01.10.2016 Hannover – Café Glocksee

MITSKI
Mitski, auch bekannt als Mitski Miyawaki, die gerade mit ihrem Album „Puberty 2“, das am 17. Juni erschien, verblüfft gerade mit ihrem ersten Track „Your Best American Girl“ eine gewaltige Hymne über Mitskis Gefühle gegenüber ihrer geteilten Nationalität. Halb-Japanerin, Halb-Amerikanerin; auf der Suche nach einer Identität. Mitsli macht sich einen Spaß daraus, die Altrocker-Szene, deren Mitglieder vorwiegend weiß und männlich sind, zu karikieren. „Ich wollte dieses Klischee benutzen, um zu zeigen, dass ich als Japanerin niemals das American Girl sein kann.“ Elektronische Drum Pads pulsieren durchweg unter eifrigen Gitarrenmelodien. Wieder beschäftigt sich die 25-jährige Feministin mit dem erfolgreichen Thema, das ihr schon beim letzten Album ordentlich Beifall einbrachte.

22.09.2016 Berlin – Berghain Kantine
23.09.2016 Hamburg – Reeperbahn
27.09.2016 Frankfurt – Brotfabrik

MYNTH
Mynth sind die Zwillinge Giovanna und Mario. Ihre Musik ist tief in ihrer Beziehung verwurzelt. Ihre spezielle Verbindung färbt ihren Sound, so als würde einer die Sätze des anderen beenden – nur mit Musik. Nicht zufällig beziehen sich sowohl Artwork als auch Titel von Mynths gerade erschienenem Debütalbum auf „Plaat II“, jene Tafel des Rorschach Tests, auf der die meisten befragten Personen zwei Menschen zu erkennen glauben. Dabei ergänzen sich Giovanna und Mario perfekt. Mario arbeitet am besten unter Druck, mag die Hektik, Action. Er macht am liebsten Musik, wenn er es eigentlich gerade nicht sollte. Er hat als detailverliebter Soundtüftler viele Stunden im Studio bei den voll analogen Aufnahmen verbracht. Giovanna hingegen liebt die Ruhe, hat die meisten Texte bei Waldspaziergängen in Salzburg geschrieben und nimmt aus Prinzip Vocals nur alleine in ihrem verdunkelten Zimmer auf. Sie schreibt ihre Texte spontan, schreibt auf was sie denkt und fühlt. Musikalisch wird der Stil der „Polar Night“-EP (2015) konsequent weitergeführt: sphärische Synthesizerflächen, schleppende Beats, darüber eine weiche Stimme. Die Einflüsse von Mynth liegen irgendwo zwischen Jessie Ware und Nine Inch Nails, Portishead und Laurie Anderson.

16.09.2016 Berlin – Lido
18.09.2016 Hamburg – Knust
26.09.2016 Offenbach – Hafen 2
02.11.2016 München – Rote Sonne
03.11.2016 Passau – KaffeeWerk
05.11.2016 Pfarrkirchen – Bogaloo
26.11.2016 Augsburg – SoHo

PHIA
„The Ocean Of Everything“ – das lang erwartete Debütalbum der australischen Künstlerin Phia – fasziniert mit satten Harmonien, leidenschaftlichen Vocals und eingängiger Pop-Poesie. Eine genreübergreifende Musik, getragen von den Tönen einer afrikanischen Kalimba. Sie ist Phias Instrument der Wahl und längst zu ihrem Markenzeichen geworden. Das Album wurde mit ihrem langjährigen Kollaborateur Joshua Teicher im Funkhaus Studio Berlin produziert. Zum krönenden Abschluss hat Eli Crews (Tune-Yards, Deerhoof, Dear Reader, etc.) das Album in New York gemischt und gemastert. Elf Songs befinden sich auf dem Debütalbum, das am 26. August 2016 veröffentlicht wurde. Es erzählt kleine Geschichten voller Schönheit und Freude, die von Phias Faszination für die verschiedenen Kulturen geprägt sind. Das Album offenbart den Hörern einen Einblick in ihren Charakter und ihre Neugier für die Welt in und um sie herum. Der unverwechselbare Klang ihrer Stimme kombiniert mit der Kalimba gewährt einen wundervollen Einblick in die Seele einer weitgereisten jungen Künstlerin.

13.09.2016 Köln – Blue Shell
14.09.2016 Halle – Objekt 5
15.09.2016 Magdeburg – Theater in der grünen Zitadelle
16.09.2016 Berlin – Privatclub
17.09.2016 Erfurt – Franz Mehlhose
20.09.2016 Dresden – Ostpol
22.09.2016 Leipzig – Noch Besser Leben
23.09.2016 Saalfeld – Forty One
24.09.2016 Radebeul – Herbst- und Weinfest

POEMS FOR LAILA
Poems for Laila sind neu gegründet! Nein, nicht reformiert, sondern neu. Alles neu. Mit komplett neuen Songs und mit Joanna Gemma Auguri und Nikolai Tomás als außergewöhnlichem Duo. Joanna Gemma Auguri, in Polen geboren, in Berlin verwurzelt, ist keine Unbekannte. Mit ihrem Akkordeon und ihrer sirenenhaften Stimme tourte sie bereits drei Mal in Neuseeland und Australien sowie auf großen deutschen Festivals wie der Fusion und der at.tension. Ihre Zerbrechlichkeit und Melancholie bringt etwas Sphärisches, Elegisches in die Musik, einen ungreifbaren Zauber und doch… lauert da etwas Dunkles, Abgründiges in ihrer Stimme und ihrem Blick. Dark Folk. Nikolai Tomás, der Hasardeur und Schurke, der hintersinnige Hochstapler und hoffnungsvolle Romantiker, hat neue Songs geschrieben. Viele davon. Die besten werden auf dem im März 2016 erscheinenden Album „Tiktak“ veröffentlicht. Die Songs nehmen dich an die Hand, heben dich empor, schweben, und über dem tiefsten Abgrund aller Abgründe lassen sie dich fallen. Aber du fällst nicht, du sinkst ganz langsam und landest sanft auf einer dichten Blumenwiese. Dort, wo es gut duftet, dort liegst du und schaust in den Himmel. Eine Frau mit wildem Haar und Beil schleicht auf dich zu. Sie sieht gefährlich aus und du bekommst es mit der Angst zu tun, willst fliehen. Die Frau kommt näher aber ein Zitronenfalter stellt sich ihr in den Weg und sie bleibt träumend stehen im goldenen Sonnenuntergang. Poems for Laila haben sich neu erfunden. Joanna und Nikolai arbeiten mit Loopern und verzauberten kleinen Instrumenten, Trommeln, Geigenbögen…. Abgrundtief Trauriges wechselt sich ab mit zynisch/kuriosen Tagträumen. Immer fesselnd. Immer da. Ein unglaublich intensives, JA.

14.09.2016 Leipzig – Werk 2
16.09.2016 Nürnberg – Act Center
17.09.2016 Berlin – Roter Salon
23.09.2016 Hannover – Pavillon

SUNS OF THYME
Suns Of Thyme sind Tobias Feltes (Gesang und Gitarre), Tim Hoppe (Gitarre), Gregor Rosenkranz (Bass), Jascha Kreft (Schlagzeug) und – vor nicht allzu langer Zeit als festes Mitglied dazugekommen – Medusas Eco (Synthesizer) und kommen aus Berlin. Genres sind nicht ihr Ding. Ihr Debütalbum „Fortune, Shelter, Love, And Cure“ von 2013 wurde mit den Attributen Krautrock, Shoegaze – beides verbindet die Band selbst zu Krautgaze –, Psychedelic Rock, Indie Rock, Retro und noch sechs weiteren belegt. Das haut auch alles irgendwie und ungefähr hin, wird der Musik aber nicht gerecht. Das gilt entsprechend auch für die neue und kommende Platte „Cascades“, die im Mai erschien. Voller Melancholie und nonchalanter Großartigkeit schraubt sich diese detailverliebte und elegische Ode an die Freigeistigkeit auf, immer hinter die Augen und zwischen die Ohren – Suns Of Thyme dürfen sich rühmen, sämtliche Genre-Fettnäpfchen mit schiefem Grinsen umschifft zu haben. Denn es gilt in diesem Falle ganz andere Schubladen aufzumachen. War das Debut bei aller Größe mit Verlaub noch ein Experimentierfeld, hört man auf „Cascades“ noch stärker den Willen zum Klang. Da ist eine Band, die genau weiß, wie sie klingen will und alles daransetzt, diese Vorstellung auch umzusetzen. Jeder Ton sitzt, nichts wird dem Zufall überlassen, und im Studio werden alle Regler nach allen Regeln der Kunst bedient. Suns Of Thyme geben dem häufig überstrapazierten Wörtchen „Klangteppich“ eine neue Bedeutung.

03.09.2016 Stuttgart – Goldmark’s
06.09.2016 Hannover – Lux
07.09.2016 Frankfurt – Nachtleben
08.09.2016 Saarbrücken – Garage
09.09.2016 Köln – Blue Shell
10.09.2016 Hamburg – Hafenklang
18.09.2016 Berlin – Berghain Kantine
28.09.2016 Nürnberg – Muz Club
29.09.2016 Dresden – Groove Station
30.09.2016 Görlitz – Kühlhaus

TASH SULTANA
Tash Sultana ist jung, dynamisch, aus Melbourne und eine musikalische Wundertüte. Mit ihren gerade einmal 20 Jahren ist sie bereits eine erfahrene Straßenmusikerin. Die Multiinstrumentalistin (unter anderem neben der bestimmenden Gitarre Keyboard, Synthie, Panflöte, Mundharmonika, Mandoline, Saxofon, Trompete und Oud) nimmt sich selbst in ihrem Wohnzimmer auf, stellt die Videos bei Youtube ein und erreicht damit hunderttausende Views. Sie ist eine begnadete Loop-Künstlerin, die sich selbst Rhythmus, Basslauf, Gitarrenriff, Harmoniegesang, Akkordfolgen vorgibt, wieder abruft und dazu abgeht. Tash Sultana ist ein Eine-Frau-Kraftwerk, das eine ganze Band ersetzen kann, und ein musikalisches Wunderkind, das seinesgleichen sucht. Das wissen sie in Down Under schon eine ganze Weile. Sie spielt längst nicht mehr nur auf der Straße, sondern hat auch in kürzester Zeit drei Konzerte in Melbourne, Sydney und anderswo ausverkauft. Im September kommt sie erstmals nach Europa.

12.09.2016 Berlin – Badehaus Szimpla

TEITUR
Der dänische Singer-Songwriter Teitur spielt im September eine exklusive Show Im Berliner Admiralspalast. Erstmals wird er mit Band und einem Streicherquartett sein erfolgreichstes Album “Poetry & Aeroplanes” in voller Länge live performen. Das Debütalbum „Poetry & Aeroplanes“ des nordischen Singer-Songwriters erschien 2003 und wurde schnell von Kritikern zu einem Klassiker der Epoche gekürt und gepriesen. Nun veröffentlicht TEITUR ebenjenes Erfolgsalbum auf Vinyl bei seinem eigenen Label in Großbritannien. Um das zu feiern, spielt er eine limitierte Anzahl an Shows in ganz Europa, bei welchen er erstmalig das Album in voller Länge und in Begleitung einer Band und eines Streichquartetts spielt. Das Konzept testete er kürzlich vor einem großen Publikum von über 5000 Zuschauern im Tivoli in Dänemark und erntete für die Show fantastische Reaktionen.

28.09.2016 Berlin – Admiralspalast

TIMOTHY AULT
Timothy Auld ist ein fantastischer Musiker, ein Entertainer, ein grandioser Songwriter mit einer unverwechselbaren Stimme. Timothy Auld ist das Kind einer Musikerfamilie, geboren 1990 in London, Umzug 1992 ins bayerische Weilheim. Timmy singt, spielt Gitarre, fuchst sich in die Studiotechnik ein, bringt das Gymnasium hinter sich, schreibt und produziert bald für sich und andere. Kommt in Kontakt mit Filmproduzenten und -komponisten, beginnt Songs für Filme zu schreiben, zu produzieren und zum Teil auch zu singen, darunter „Hooked on you“ zusammen mit Parov Stelar. Und dann schreibt er eben auch noch Songs für sich selbst, für sein Debütalbum, das die Tage erscheint. Eigentlich macht er überhaupt nichts anderes mehr als Songs schreiben, produzieren und singen – das geht so weit, dass er in das Tonstudio zieht, in dem er arbeitet. Abends klappt er einfach das Schrankbett auf. Timmy flowt, reißt mit, macht Spaß. Uptempo-Swing und Melancholie – beides ist very Timothy Auld. Seine Stimme, sein Charme und Charisma benötigen kein hypermodisch konstruiertes Soundgewand – warum auch, wenn es Hits im Dutzend gibt und Groove und gute Laune.

11.09.2016 Köln – Studio 672
12.09.2016 Leipzig – Täubchenthal
13.09.2016 Hamburg – Prinzenbar
14.09.2016 Berlin -Musik & Frieden
15.09.2016 Dresden – Scheune
16.09.2016 Heidelberg – Karlstorbahnhof
17.09.2016 Nürnberg – Club Stereo

TRENTEMØLLER
Der dänische Musiker, DJ und Produzent Anders Trentemøller war schon immer ein Meister der tanzbaren Melancholie. Stücke wie „Moan“ oder „Sycamore Feeling“ belegen das noch immer eindrucksvoll mit ihren zugleich treibenden und schwebenden Rhythmen, die auf der Tanzfläche ebenso gut funktionieren, wie bei einem grüblerischen Spaziergang durch den Morgennebel. Ein Paradox, das so wohl nur dem Dänen gelingt. Im September wird Trentemøller nun endlich zwölf weitere Songs zu seinem Oeuvre hinzufügen. Über sein neues Album „Fixion“ sagt der Künstler selbst: „Ich liebe einfach die Idee, mit Musik eine imaginäre Welt zu errichten. Für mich ist Musik Fiktion. Sie ist nichts, was getrennt von der Realität existiert. Fiktion ist die irreale Realität. Beide gehören zusammen und sind eins.“ Während das Vorgängeralbum fast ein Dutzend Gastsänger aufbrachte, konzentriert sich Trentemøller diesmal auf drei tolle Stimmen: seine langjährige Weggefährtin Marie Fisker, Lisbet Fritze von Giana Factory und Jehnny Beth von Savages, die auf der Ende des Monats erscheinenden Single „River In Me“ zu hören ist. Live wird Trentemøller die neuen Songs in Deutschland exklusiv bei einer Show im Berliner Postbahnhof wenige Tage nach dem Release vorstellen – mit einer Liveband, die es dank seiner Regie perfekt versteht, technoide und organische Klänge zu verbinden.

21.09.2016 Berlin – Postbahnhof

VON WEGEN LISBETH
Los geht die ganze Geschichte von Von Wegen Lisbeth in einer längst vergessenen Welt, den mittleren Nuller Jahren. Statt Smartphones besitzt man Nokia-Handys. Der Sport-Unterricht in ihrer siebten Klasse fällt aus und so fahren Matze und Jules in den heimischen Keller, kloppen auf einer Gitarre mit zwei Saiten und einem antiquarischen Drumcomputer herum. Begeisterungsfähigkeit und die Lust am Ausprobieren machen schon damals die Musik. Über die Jahre haben sich Von Wegen Lisbeth, die durch Julian, Doz und Robert mittlerweile aus fünf Mitgliedern bestehen, voll funktionsfähige Instrumente zusammengesammelt, wobei der Spaß am Ungewöhnlichen immer noch ein Grundbedürfnis der Band darstellt: Ihr Soundhorizont übersteigt bei weitem das übliche Gitarre-Bass-Schlagzeug-Outfit. So sind Steeldrum wie Elektrische Harfe auch keine Proberaumstaubfänger sondern finden immer mal wieder pointiert Eingang in die eigene musikalische Welt. Ebenfalls fernab von Stangenware präsentieren sich die Videos der Band. Eine Hand voll Visualisierungen zu ihren Songs hat Von Wegen Lisbeth schnell weit über YouTube hinaus viele Freunde eingebracht. Nach all den EPs und Demoaufnahmen war es 2016 nun auch endlich soweit: Das allererste Album „Grande“ erschien im Sommer.

16.09.2016 Rostock – Helgas Stadtpalast
17.09.2016 Berlin – Lido
22.09.2016 Kiel – Max
23.09.2016 Hamburg – Reeperbahn Festival
24.09.2016 Münster – Gleis 22
26.09.2016 Köln – Gebäude 9
28.09.2016 Essen – Zeche Carl
29.09.2016 Bremen – Lagerhaus
30.09.2016 Hannover – Lux
(Tour geht im Oktober weiter)

WINTERSLEEP
Yarmouth, Nova Scotia, ist eine kleine, freundliche Stadt an der Ostküste Kanadas und die Heimat von Wintersleep. Paul Murphy, Gründungsmitglied und Songwriter, ist schon als Zwölfjähriger von der Band seines älteren Bruders fasziniert und ruft mit Freunden in den 90er Jahren Wintersleep ins Leben. Bis zum selbstbetitelten Debütalbum soll es allerdings noch bis 2003 dauern. Es folgen zwei weitere Alben 2005 und 2007, die in Europa allerdings erst später veröffentlicht werden. Seit dem 2007er Album „Welcome to the Night Sky“ tourten Wintersleep durch die ganze Welt, erhielten in ihrer Heimat einen Award für „Beste Neue Band“ und bestritten Konzerte mit den White Lies, den Editors und Maccabees. Sie spielten mehr als 200 Shows und fanden dabei auch die Zeit, Songs für ihr im Mai 2010 erschienenes Album „New Inheritors“ zu schreiben. Ihr fünftes Studioalbum „Hello Hum“ wurde im Juni 2012 veröffentlicht. Jetzt sind sie wieder zurück mit ihrem im März erschienen Album „The Great Detachment“. Hier werden die Weiten des Rock and Roll weiter ausgelotet und mit langsamen, verträumten Balladen bereichert. Ihre wunderbar dunklen, melodischen und dynamischen Rocksongs werden Wintersleep im September bei unszum Besten geben.

24.09.2016 Hamburg – Reeperbahn Festival
25.09.2016 Köln – YUCA
27.09.2016 Wiesbaden – Schlachthof
28.09.2016 Stuttgart – Keller Klub
29.09.2016 München – Strom
30.09.2016 Berlin – Privatclub
01.10.2016 Dortmund – Way Back When Festival

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