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Review: When Saints Go Machine – Infinity Pool

11. Juni 2013
When Saints Go Machine - Infinity Pool

When Saints Go Machine – Infinity Pool

Sind Dänen anders? Inspirierend. Ungetrübt. Ursprünglich. When Saints Go Machine bilden da mit „Infinty Pool“ keine Ausnahme. Allein die wohlige Flut an zeitlosen Veröffentlichungen in den letzten Jahren ließ das Gänsehautgefühl nie ganz abklingen. Das dänische Quartett um Nikolaj Manuel Vonsild nimmt die Fäden des Sehnsuchts-Elektro wieder auf und taucht auf seinem dritten Album in Sphären ab, die in allen erdenklichen Klangfarben schillern. Im Gegensatz zum Vorgänger „Konkylie“ fanden die finalen Arbeiten weder in einem abgelegenen Sommerhaus statt, noch in großen Studios. Man entschloss sich schlichtweg dazu die einzelnen Fragmente getrennt voneinander im vertrauten Heim aufzunehmen. Entstanden sind dabei zwölf Titel, die mitunter janusköpfig in alle Richtungen ausschlagen und dennoch einer gewissen Symmetrie folgen.

Gleich zu Beginn kommt Gastmusiker Killer Mike zum Zug: „Love And Respect“ überrascht mit Rapeinlagen, bevor Frontman Vonsild sein Falsett vibrieren lässt. Das direkt darauffolgende „Infinity Killer“ bewegt sich dann eher in Richtung „vertrackter Zusammenschluss von all jenen Effekten, an denen die vier Dänen Gefallen finden“ – und klingt dabei dennoch homogen. Im Hinblick auf den Vorgänger durchlaufen When Saints Go Machine eine Entwicklung, die schonungslos und sanft zugleich unsere Hörgänge und Hirnwindungen flutet.

„Auf dem vorherigen Album „Konkylie“ haben wir versucht mit Maschinen Natur zu simulieren. Mit „Infinity Pool“ wollten wir dagegen die Absurdität erfassen, dass die Menschheit versucht, Natur zu konstruieren. Vielleicht hat es etwas mit dem Leben in der Stadt zu tun. Man ist immer davon beeinflusst, was um einen herum vorgeht.“

Was erwartet einen nun – mal ganz unromantisch zusammengefasst? Vielschichtiger Elektro-Pop, der in Parallelwelten skizziert eine unglaublich starke Intensität in sich trägt. Mal verdreht überzeichnet („Webs“) – mal spartanisch, bis aufs Nötigste reduziert („Degeneration“). Eine Schachtel Soundmosaik, die sich bei jedem Hören anders und neu zusammensetzt.

When Saints Go Machine im Internet:
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Termine:
21.06. – C/O POP Festival – Köln – Gloria
12.07. – Phono Pop Festival – Rüsselsheim
26.07. – Appletree Garden Festival – Diepholz
27.07. – Juicy Beats Festival – Dortmund
25.10. – Berlin – Lido
26.10. – Leipzig – XoXo Club
27.10. – München – Feierwerk
28.10. – Stuttgart – Keller Club

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