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Review: Suuns – Images du Futur

21. März 2013
Suuns - Images Du Futur

Suuns – Images Du Futur

„Images du Futur“ nennt sich das zweite Werk der Kanadier Suuns. Das Quartett aus Montreal scheint in unseren Breitengraden noch recht unbekannt zu sein. Dieser Status als Insidertipp könnte bald der Vergangenheit angehören. Wer etwas für Radiohead der Neuzeit, demnach auch Atoms For Peace oder Doldrums übrig hat, könnte Gefallen an „Images du Futur“ finden. Mehr über diese Formation herauszufinden gestaltet sich recht schwierig. Sie bleibt geheimnisvoll und lässt die Musik für sich stehen, was nicht der schlechteste Weg ist. Suuns sind kauzig und verschroben. Ihr Sound ist ein einziges Kompendium an schrägen Klängen, zusammengesetzt aus verschiedensten Samples und Loops, organisch – wie synthetisch. Verbunden wird das große faszinierende Rauschen und Knarzen durch Gitarre, Bass und Drums. Im Vergleich beinahe schon eine altmodische Instrumentierung. Die Mixtur dieser klangtechnischen Gegensätze bringt letztlich eindringliche Melodien hervor. „Edie´s Dream“ beginnt zum Beispiel mit einer monotonen Basslinie, ein gemächlicher Beat fällt mit ein und Ben Shemie, der immer entweder stark nasal und/oder „durch die Zähne“ singt, passt sich dem unhektischen Tempo des Songs nur zu gekonnt an. „2020“ hingegen schickt ein charakteristisches schiefes Gitarrenriff zusammen mit pulsierendem Beat ins Rennen und klingt dabei nicht minder bizarr, aber verdammt gut. Der Nachfolger von „Zeroes QC“ schleicht sich schleppend und angenehm groovend durch die Titel und wirkt vielleicht gerade deshalb so beunruhigend. Der sachte Lauf der Tracks will uns lediglich Unschuld vorgaukeln. Tatsächlich zeichnen Suuns ein tristes Bild unserer Zukunft. Eins, das immerhin in allen existierenden Grauschattierungen schimmert. „Music won´t save you“ – die These des Schlusstitels sollte man nochmal in aller Ruhe auseinander nehmen. Vielleicht bei einem der vier anstehenden Konzerte in Deutschland und der Schweiz. Suuns und ihr progressives, leicht krautrockiges Repertoire werden kaum enttäuschen.

Suuns im Internet:

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Termine:

04.05. – Atomic Cafe, München
05.05. – Comet, Berlin
06.05. – Studio 672, Köln
08.05. – Rote Fabrik, Zürich

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