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Review: Sin Fang – Flowers

10. Februar 2013
Sin Fang - Flowers

Sin Fang – Flowers

Sindri Már Sigfússon aka Sin Fang lässt Blumen erblühen. Sein drittes Album „Flowers“ erschien dieser Tage und bringt den Frühling mit. Einen kleinen Vorgeschmack bot bereits seine 2012er EP „Half Dreams“, die immer noch in unseren Ohren nachklingt. Ebenso wie Pascal Pinon zog auch Sin Fang Alex Somers als Produzenten zu Rate. Wenn Ihr Euch fragt warum dem Großteil isländischer Künstler dieser spezielle und dennoch charakteristische Klang inne wohnt…Nun, dann wurde ihre Musik wahrscheinlich von Alex Somers produziert. Dem Schöpfer einer Klangwelt, die zauberhafter nicht sein könnte. Sin Fang stellt allerdings auch ein sattes Repertoire an Songs bereit, deren Veredelung nur die Spitze des Eisbergs darstellt. „Flowers“ ist ausgereifter, in sich geschlossen und um Einiges poppiger als die Vorgängeralben. Die folkigen Elemente treten ein wenig in den Hintergrund. Dafür ist der Sound so dicht und großflächig, dass er geradezu epische Maße annimmt.

Sin Fang

Sin Fang

Energische Bassläufe treffen auf die innig geliebten Glöckchenklänge, Kollektivgesang und Pianoakzente – perfektioniert durch hymenhafte Melodien (bestes Beispiel hierfür: „What´s wrong with your eyes“). Die Titel besitzen allesamt das Potential noch während des ersten Durchlaufs ihre hin – und mitreißende Wirkung zu entfesseln. „Young Boys“ etwa, oder „Look At The Night“ – und und und! Das Netz der experimentellen Verschrobenheit hält sie alle zusammen. „See Ribs“ rockt sogar recht ordentlich. Man kann nicht anders, als tiefe Sympathie für Sin Fang und sein drittes Soloalbum zu empfinden. „Flowers“ lebt – es atmet, es schwimmt, es schreitet, es schwebt. Der Bartersatzliebhaber aus Reykjavík erklärt die Wahl des Albumtitels wie folgt: Blumen sind sowohl bei festlichen, als auch traurigen Anlässen immer präsent. Zwei Extreme, die er auf den blumigen Longplayer überträgt; das Gefühlschaos – das Auf und Ab, das er als Teenager empfand. Und selbst diese Wirrungen vertont er so gekonnt, dass jedes Lied wie eine kleine Liebeserklärung klingt.

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