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Review: John Parish – Screenplay

14. April 2013
John Parish - Screenplay

John Parish – Screenplay (VÖ: 19.04.2013)

John Parish: Musiker, Komponist, Multiinstrumentalist und Produzent. Sein drittes Studioalbum „Screenplay“ steht in den Startlöchern. Parish mag vielen vor allem durch seine Kooperationen mit PJ Harvey bekannt sein. In den 80er Jahren musizierten sie bereits in der Formation Automatic Dlamini zusammen. Spätere gemeinsame Projekte – wie beispielsweise das 2009er Album „A woman a man walked by“ sind Zeichen einer einzigartigen Verschmelzung zweier Künstler, deren Wege sich immer wieder kreuzen werden. PJ Harvey ist allerdings nur eine „Referenz“, die John Parish vorweisen kann. Verbindungen zu 16 Horsepower, Eels, Goldfrapp oder Tracy Chapman, als Produzent oder Musiker, sind nur die Spitze seines unermüdlichen Schaffens. Das dritte Soloalbum ließ daher auch schlappe acht Jahre auf sich warten.

„Screenplay“ beinhaltet unter anderem Musik von Ursula Meiers Film ‚Sister‘ und Stücke von Patrice Toyes neuem Werk ‚Little Black Spiders‘. Kein reguläres Album, sondern vielmehr eine Sammlung von Collagen, Filmszenen, Bruchstücken, die durch einem unsichtbaren Faden zusammengehalten werden. So hat man zu keiner Zeit das Gefühl sich ein Durcheinander an wild gemischten Tracks anzuhören. John Parish hat seine Auswahl gut durchdacht und die Arrangements dem Fluss des Albums angepasst. Nun ist „Screenplay“ kein Werk, das Füße wippen – und Tanzflächen beben lässt. Wobei: wer Parish kennt, weiß worauf man sich bei ihm in musikalischer Hinsicht einlässt. Ein bisschen Roadmovie, der Duft von Sommer, Fetzen aus Dialogen und sparsamer Gesang. Ein Filmsoundtrack eben, der lediglich den Rahmen für die Bilder darstellt, die einem beim Hören durch den Kopf gehen. Vielleicht ist dies auch der Grundgedanke hinter „Screenplay“: der Fantasie Impulse zu geben, sich sein eigenes Kopfkino zu erschaffen. Denn die menschliche Fantasie ist ja bekanntlich grenzenlos. Auch live weiß John Parish zu überzeugen. Wie er sein neues Material auf der Bühne umsetzen wird? Man darf gespannt sein.

John Parish im Internet:

Homepage

Termine:

14. April – Aalhaus, Hamburg
15. April – Privatclub, Berlin
16. April – Karlstorbahnhof, Heidelberg
17. April – Exil, Zürich
18. April – ISC Club, Bern
19. April – Grabenhalle, St. Gallen

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