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Review: Esben And The Witch – Wash The Sins Not Only The Face

21. Januar 2013
Esben And The Witch - Wash The Sins Not Only The Face

Esben And The Witch – Wash The Sins Not Only The Face

Albtraumhafte Sirenengesänge, die bis ins Mark dringen. In anderen Worten: es ist endlich da, das zweite Album von Esben And The Witch. Ihren Bandnamen entliehen sie einem dänischen Märchen, was treffender vielleicht nicht sein könnte. Ätherisch, traumähnlich, aber nicht verträumt. Dafür handeln die Texte zu sehr von gespenstischen und morbiden Themen. „Wash The Sins Not Only The Face“ knüpft nahtlos am Erstlingswerk „Violet Cries“ an. Sofern man versucht den Sound von Esben And The Witch zu umschreiben, ist die Bezeichnung „Nightmare Pop“ wohl ganz treffend. Jedoch streift man auch damit nur einen von vielen Fäden, die zu Hunderten ihre Musik durchziehen. Das Trio aus Brighton, bestehend aus Daniel, Thomas und Rachel hat sich eine eigene kleine Nische hergerichtet, von der aus sie ihre düsteren Schauergeschichten mit dem Rest der Welt teilen.

Rachels Stimme spinnt eine wärmende Atmosphäre, die den besungenen Inhalten (Ausweiden, das Zerteilen von Gliedmaßen etc.) an Grausamkeit nimmt und sie wie sirenhafte Sagen mit Kinderreim – Charme wirken lässt. Die Tracks tragen so wohlklingende Titel wie: „Despair“, „When That Head Splits“ oder „Smashed To Pieces In The Still Of The Night“. Esben And The Witch bewirken ein Zurückfühlen an kindliche Gedanken und den Grusel, den man beim Anblick an die endlose Dunkelheit unter dem eigenen Bett empfand. Mit dem Unterschied, dass einem dieser Grusel heute eher einen wohligen Schauer über den Rücken jagt, als schlaflose Nächte zu bereiten. Ihre einnehmenden Livequalitäten haben Esben And The Witch bereits mehrfach bewiesen. Wer sich davon bisher nicht überzeugen konnte, hat sehr bald die Gelegenheit sich in den endlosen Wald der Schatten führen zu lassen. Rückkehr unsicher.

Esben And The Witch im Internet:

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Homepage

Termine:

16.02. – Gleis 22, Münster
17.02. – Knust, Hamburg
18.02. – Bi Nuu, Berlin
20.02. – Ampere, München
21.02. – Rote Fabrik/Clubraum, Zürich
22.02. – Gebäude 9, Köln

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