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Review: British Sea Power – Machineries Of Joy

4. April 2013
British Sea Power - Machineries Of Joy

British Sea Power – Machineries Of Joy

British Sea Power. Eine gar umtriebige, facettenreiche Band. Ihr neues Album „Machineries Of Joy“ erschien soeben und übertrifft mühelos alle Erwartungen. Die Formation um Sänger Yan Scott Wilkinson verteidigt nach wie vor ihren Independent – Status. British Sea Power liefern mittlerweile seit über 10 Jahren (regelmäßig) großartigen poppigen Rock mit Krautrockeinschlag ab, der in keine unserer erdachten und zusammen gereimten Schubladen passen mag. Und trotzdem kennt sie kaum Jemand. Das sollte sich ändern. Denn ihre Klasse besteht vor allem darin, dass sie trotz ihrer Spontanität nichts über´s Knie zu brechen scheinen. Nichts an ihrer Musik wirkt je erzwungen oder plakativ nach Aufmerksamkeit schreiend. BSP lassen sich vielmehr treiben und schenken den Klängen damit eine unverwechselbare klare Handschrift. Der Sound der Briten lässt sich schwer zerlegen oder analysieren. Sie klingen einfach frisch duftend und bersten vor Leben! Allein der Albumtitel „Machineries Of Joy“ genügt als Hinweis, um zu erahnen, dass dieser musikalische Trip wohl im positiven Sinne rocken wird – und auch die melodiösen Pfade am Rand ausgiebig mitnimmt.

Tatsächlich spielen sich British Sea Power auf ihrem fünften Studioalbum Herz & Seele aus dem Leib – und machen dabei einfach nur Spaß! Spielfreude, in Verbindung mit abstrusen Texten, die laut eigener Aussage den Gegenpol zu unserer verwirrenden Welt darstellen sollen. So legt das Quartett aus Südengland einen furiosen Start hin: „Machineries Of Joy“, „K Hole“ und „Monsters Of Sunderland“ spiegeln die kraftvoll treibende Kraft hinter BSP wider. Die zweite Hälfte des Albums verliert an Tempo, gewinnt dadurch aber nur mehr an Gefühl. Die ruhigere Songauswahl („When A Warm Wind Blows Through The Grass“ oder „What You Need The Most“ ) trifft genau den Nerv des Zuhörenden und festigt einmal mehr British Sea Powers Status als innovative Querköpfe. Live haben sie in der Vergangenheit bereits durch ihre etwas avantgardistisch anmutende Bühnenshow bleibende Eindrücke hinterlassen. Bald kann man sich davon erneut überzeugen.

British Sea Power im Internet:

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Homepage

Termine:

19. Juni – Komplex Klub, Zürich
20. Juni – Wien, Vienna Full Hit of Summer Festival
22. Juni – Scheeßel, Hurricane Festival
23. Juni – Neuhausen, Southside festival
24. Juni – Köln, Luxor
26. Juni – Wiesbaden, Schlachthof Club
27. Juni – Berlin, Kleiner Postbahnhof

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