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Review: Arbouretum – Coming Out Of The Fog

12. Februar 2013

Arbouretum - Coming Out Of The Fog

Arbouretum – Coming Out Of The Fog

ARBOURETUM kommen aus dem schönen Baltimore, wo auch Bands wie die hervorragenden Wye Oak oder Future Islands ihren Ursprung haben. Und wie kann es anders sein: Auch die Tribal/Folk/Stoner Rocker Arbouretum sind beim grandiosen Label Thrill Jockey unter Vertrag und hauten unter diesem Banner Ende Januar auch schon ihr fünftes Album in den Kosmos. Ein bisschen abgebrühter sind die acht Nummern auf „Coming Out Of The Fog“ im Vergleich zum bisherigen Arbouretum-Schaffen aber doch geworden. Was bleibt sind die erdigen Gitarren, das schnörkellose, aber dennoch stets spannende weil tierisch dicht ausformulierte Songwriting und natürlich die unvergleichliche Stimme David Heumanns. Die biedert sich nicht an, rödelt und röhrt nicht, sondern ist trotz seiner Ruhe kraftvoll und cool, tja, und eben aus tausenden von Stimmen unverwechselbar.

Dabei verhält sich das Album zunächst überraschend unauffällig, so als dürfe man sich bei großer Hitze nicht viel bewegen. Und trotzdem passiert doch was, hält man inne und passt sich diesem Tempo und dieser Umgebung an. Das schwere „Renouncer“ trägt zum Beispiel diese Prise Desert Rock spazieren und auch „The Promise“ atmet jene staubtrockene Luft und mutet durch die akzentuierte Percussion und den meilenweit tönenden, einlullenden Gesang beinahe schon ein bisschen indianisch an, die typische Tribalnote Arbouretums eben. Wer’s expliziter möchte, der müsste mal in das hypnotische „World Split Open“ auf der B-Seite reinhören. Hier manifestiert sich, was bei Arbouretum schon immer in der Luft schwebte: etwas Ursprüngliches, Zeitloses, Trendfreies… Mit „Oceans Don’t Sing“ haben wir dann zum ersten mal eine wunderschöne Countryrock-Ballade mit Slidegitarre und Piano auf dem Dreher.

Arbouretum können das einfach: ganz lässig so ein paar steppenwölfische Jahrhundertmelodien aus dem Ärmel schütteln, soundlich satt, rund und groovend klingen und dazu meist gen Songende diese schön langen hypnotischen Gitarrensoli mit schönem Fuzz-Einschlag bringen, so wie sie sonst eigentlich nur ein gewisser Neil Young mit seiner Old Black stets heraufbeschwören kann.

„Coming Out Of The Fog“ ist schon mal ein richtiges Highlight der schminkelosen Rockmusik in diesem noch jungen Jahr und wenn ihr euch live davon überzeugen wollt, könnt ihr das gern auf einen der folgenden Gigs tun. Doch das nur ein Auszug:

Mar 01, 2013 Schorndorf, Germany Club Manufaktur
Mar 02, 2013 Leipzig, Germany UT Connewitz
Mar 03, 2013 Prague, Czech Republic Klub 007
Mar 04, 2013 Freiburg, Germany The Swamp
Mar 10, 2013 Brno, Czech Republic Boro
Mar 11, 2013 Berlin, Germany Jaegerklause
Mar 12, 2013 Hamburg, Germany Grüner Jäger
Mar 13, 2013 Cologne, Germany Club S

Arbouretum im Internet:
http://arbouretum.blogspot.de/
www.thrilljockey.com/thrill/Arbouretum/Coming-Out-of-the-Fog

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