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Pixies – EP 1 (Review)

24. Oktober 2013
Pixies - EP1

Pixies – EP1

Zugegeben: vielleicht sind wir hier etwas spät dran. Andererseits mag es dem einen oder anderen entgangen sein: die Pixies sind wieder da! Nachdem einem im Juni diesen Jahres bereits der Song „Bagboy“ einfach so vor die Füße gerotzt wurde, fragte man sich: Und jetzt? Kommt da etwa noch mehr? (Bitte lass da noch mehr kommen!). Wir werden erhört: es kommt noch mehr. In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen werden die Pixies einige EPs veröffentlichen. Kein ganzes Album, sei anzumerken. Vielleicht möchte man erst einmal ganz vorsichtig Schritt für Schritt an eine Karriere anknüpfen, die – ohne jetzt pathetisch klingen zu wollen – in der Indie-Nische ihresgleichen sucht. Das letzte reguläre Studioalbum erschien 1991, danach die Trennung, Soloprojekte von Black Francis aka Frank Black, 2003 die Reunion. Einige Konzerte folgten, sonst nicht viel. Parallel zum Release von „Bagboy“ wurde bekannt gegeben, dass Kim Deal die Pixies verlassen hat. Für viele wurde hier ein bodenloses Loch in das Gefüge der Pixies gerissen. War Kim Deal doch das so arschcoole weibliche Pendant von Black Francis, das dieses gegensätzliche Frontduo mindestens genauso bestimmte. Nun, Kim Deal macht mit anderen Projekten weiter und wird uns unter anderem mit „Cannonball“ (als Frontfrau der Breeders) für immer in Erinnerung bleiben.

Kim Shattuck kommt als – wirklich SEHR adäquater – Ersatz daher. Das Gefüge der Mixtur aus Feen und kleinen garstigen Kobolden ist somit wieder komplett. Die erste von 4 geplanten EPs ist bereits erhältlich, die ersten „Test-Konzerte“ sind absolviert. Möchte man die Pixies auch nach 10 Jahren Pause noch hören und sehen? Ja, aber natürlich! Und so verschmelzen beim ersten Hören der „EP 1“ Vergangenheit und Gegenwart zu einem wirklich schönen Déjà-vu. Allen missgünstigen namhaften Musikmagazinen zum Trotz (denen ich an dieser Stelle einmal für die neutralen bis schlechten Rezensionen einiger Platten danken möchte, da genau diese Alben mein Herz erfreuen – und ich somit genau weiß, in welche ich reinhören muss.) hat das Quartett um Black Francis genau dort angeknüpft, wo es aufgehört hat. Keine Wiederholung von Glanzzeiten, eher das Transportieren des Pixiesounds in die Gegenwart. Sie klingen wie damals, etwas weicher vielleicht – und vielleicht gerade deshalb zeitlos gut. „What Goes Boom“, „Indie Cindy“, „Another Toe“ und „Andro Queen“ haben immer noch genug Zündstoff, um alles in Schutt und Asche zu legen – mit einem Lächeln, selbstverständlich. Schön, dass sie wieder da sind. Und hoffentlich verschwinden Black Francis & Co. nicht so schnell wieder von der Bildfläche! Wir würden Sie wirklich sehr vermissen. Eine kleine Hommage an die Pixies: Ende.

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