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Phillip Boa and the Voodooclub: Loyalty

20. September 2012

Das selbsternannte Arschloch der Nation veröffentlicht nach dreijähriger Pause ein neues Album. „Loyalty“ heißt es – und es beinhaltet vor allem eins: Phillip Boa auf dem Zenith seines Schaffens. Unterstützt durch den Voodooclub und die einfach wunderbare Pia Lund entstand ein Album, das vom ersten bis zum letzten Titel nur magnetisierende Glanzstücke beinhaltet. Ein Release mit dem viele vielleicht nicht mehr gerechnet haben. Phillip Boa läuft auf „Loyalty“ wahrhaftig zur Hochform auf. Wie immer ist der boa´sche Sprechgesang etwas schief und monoton – aber für die gesangliche Qualität ist ja schließlich noch Pia Lund da. Und so führt uns dieses bizarr-schöne Stimmenduo durch die einzelnen Titel. Was erwartet einen nun? Poppiger Indie-Rock, eingängig, melodiös, avantgardistisch, an vielen Stellen sogar stark hitverdächtig. Phillip Boa versteht es mit simplen Mitteln und den daraus entstehenden Klängen zu fesseln. Pia Lund verleiht den Songs etwas Zartes und Zerbrechliches. Ein wenig fühlt man sich an die Schöne und das Biest erinnert. Ob die aber so ein grandioses Album zusammen gestellt hätten bezweifle ich. „Loyalty“ ist eine Rückkehr zu den Wurzeln, was viele alteingesessene Fans erfreuen dürfte. Und auch jene, die Boa mit diesem Longplayer neu für sich entdecken möchten, geraten mit dem ersten Titel „Black Symphony“ in die Anderswelt eines Künstlers, der sich noch nie in ein gängiges Format pressen ließ. Nach drei Dekaden musikalischen Schaffens ist der eigene dadaistische Stil perfektioniert und wird in seiner ganzen Vielfalt ausgelebt. Ein Tipp am Rande: Die Deluxe-Version von „Loyalty“ ist absolut empfehlenswert. Begründung: drei zusätzliche Songs, unter anderem mein persönlicher Favourit „Censored“, welcher allein den Aufpreis schon lohnt, sowie eine Bonus DVD. Eine ausgedehnte Tour folgt diesen Herbst. Gespielt wird vornehmlich in kleineren Clubs, was eine kuschelige Atmosphäre für den Ausflug in ein Paralleluniversum garantieren dürfte. Denn eigentlich ist Phillip Boa gar kein Arschloch, sondern vielmehr ein rockender Mad Hatter.


Phillip Boa and the Voodooclub im Internet:
Homepage: www.phillipboa.de
Facebook: www.facebook.com/phillipboaandthevoodooclub

Termine:
28.09. Hameln – Sumpfblume
29.09. Erfurt – HsD Gewerkschaftshaus
04.10. Koblenz – Café Hahn
05.10. Konstanz – Kulturladen
06.10. Aschaffenburg – Colos Saal
25.10. Ingolstadt – Eventhalle, Westpark
26.10. A – Wien – Flex
27.10. München – Freiheiz
01.11. Weinheim – Café Central
02.11. CH – Winterthur – Salzhaus
03.11. Freiburg – Jazzhaus
08.11. Trier – Exzellenzhaus
09.11. Reutlingen – Kulturzentrum
10.11. Köln – Gloria
16.11. Fulda – KUZ Kreuz
17.11. Dresden – Alter Schlachthof
23.11. Celle – CD-Kaserne
24.11. Münster – Sputnikhalle
30.11. Lingen – Alter Schlachthof
01.12. Bochum – Zeche
07.12. Kassel – Panoptikum
08.12. Berlin – Huxley´s Neue Welt

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