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Petition gegen die GEMA unterzeichnen!

18. Juni 2009

Heute mal ein doch sehr ungewöhnlicher RockZOOM-Beitrag, eigentlich gar kein Artikel, vielmehr ein Aufruf zur Unterschreibung der Petition, die den unverschämten Machenschaften der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) den Riegel vorschieben soll.

In den vergangenen Monaten war schon von massiven Erhöhungen der Konzertgebühren die Rede, die die GEMA bis 2014 durchboxen möchte; Leidende sind insbesondere Kleinveranstalter. Auch Otto-Normal-Künstler sieht von dem Gelde, das „zu seinem eigenen Schutze“ von der GEMA eingetrieben wird, in der Regel nur einen lächerlichen Betrag. Liebe Labels, liebe Künstler und Fans der unter- und tiefgründigen Musik – bitte boykottiert diese unsinnigen GEMA-Regelungen, sie schaden der Kunst!

Bis zum 17.07.2009 kann die Petition noch unterschrieben werden. Die E-Petition gegen die Sperrung kinderpornografischer Webseiten hat’s vorgemacht: Binnen kürzester Zeit waren die nötigen 50.000 Stimmen erreicht, die es der Petentin erlaubten, ihre Position in einer öffentlichen Beratung des Petitionsausschusses vorzutragen (der vorläufige Ausgang dieses Einwandes von über 100.000 Mitzeichnern(!), nämlich das Durchwinken dieses unüberlegten Gesetzes, ist ein anderes trauriges Kapitel…). Doch müssen wir es erneut und immer wieder versuchen.

Hier nochmal die Positionen der aktuell laufenden GEMA-Petition:

Das Ziel dieser Petition ist nicht die Abschaffung der GEMA, denn geistiges Gut ist schützenswert und die Künstler, sprich die GEMA-Mitglieder und Mitglieder anderer Verwertungsgesellschaften sollen zu ihrem Recht kommen.
Leider werden die GEMA-GESETZE weder der Musik im Allgemeinen und schon gar nicht der großen Mehrheit ihrer eigenen Mitglieder gerecht.

Zur Gebührenberechnung für Kleinveranstalter legt die GEMA folgende drei Punkte zu Grunde: Raumgröße, Höhe des Eintrittgeldes und GEMA-Pflicht für die gesamte Veranstaltung ab einem GEMA-pflichtigen Musikstück. Die durchwegs zu hohen Gebühren zwingen Kleinveranstalter die Anzahl der Konzerte zu reduzieren. Viele veranstalten gar keine Konzerte mehr.

Dem gegenüber werden die Künstler-Tantiemen nach dem so genannten, hochkomplizierten Pro-Verfahren berechnet und der Hauptanteil der GEMA-Einnahmen landen in einem so genannten „großen Topf“.
Auch viele Künstler sind deshalb in ihrer Existenz bedroht: zu wenig Auftrittsmöglichkeiten und zu geringe Tantiemen.

Auf Grund der so genannten „GEMA-Vermutung“ verpflichtet die GEMA die Veranstalter auch urheberrechtlich ungeschütztes Material zu melden, was mit einem erheblichen Arbeitsaufwand verbunden ist. Wenn ein Konzert nicht gemeldet wird, erhebt die GEMA eine so genannte Recherche-Gebühr von 100 % der festgelegten GEMA-Gebühren ohne vorherige Mahnung und ohne Kenntnis, ob GEMA-pflichtige Werke aufgeführt und ob dieses Konzert überhaupt stattgefunden hat.

>> Jetzt E-Petition unterzeichnen!

1 Kommentar

  1. Tom

    Ich habe gerade unterzeichnet.

    #1091

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