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Nervous Nellie – Where The Nightmare Gets In – Delta: Chapter Two & Alpha: Chapter Three (Review) EP

29. Oktober 2014
Nervous Nellie - Where The Nightmare Gets In - Delta Chapter Two

Nervous Nellie – Where The Nightmare Gets In – Delta Chapter Two

Wir haben euch ja erst kürzlich auf die erste von insgesamt drei EPs hingewiesen. Nervous Nellie verwandeln sich in die Meister des schwedisch-musikalischen Häppchen-Buffets. Anstatt wie gewohnt ein komplettes Album zu veröffentlichen, entschied sich die Kombo für einen etwas extravaganteren Weg. Drei EPs in kurzer Reihenfolge, die Zusammenfassung als Longplayer dann im Dezember. Das klingt gewagt und vielleicht auch etwas wahnsinnig. Aber irgendwie mag man solche versponnenen Bands ja gerade für ihre unkonventionelle Art. Teil zwei der EP-Trilogie erschien bereits Anfang Oktober, der abschließende Part folgt am 05.11.2014. Wie selbstverständlich schließen sich beide EPs dem Vorgänger an. Was sich nun auf den sechs Titeln von „Where The Nightmare Gets In“ – Delta: Chapter Two & Alpha: Chapter Three präsentiert ist weder ein Stück avantgardistischer Musikkunst, noch die Neuerfindung des Indierock.

Nervous Nellie - Where The Nightmare Gets In - Alpha Chapter Three

Nervous Nellie – Where The Nightmare Gets In – Alpha Chapter Three

Die Schweden schütteln all diese überbewerteten Attribute von sich ab. Sie würden eh nur stören, wenn sie ihren geradlinigen und einfach nur schönen poppig/rockenden Alternative auspacken.

So startet „Delta – Chapter Two“ mit dem folkigen „Eaten By Bears“, wandert zum poppigen „Cat Like Figure“ über und schließt mit dem melancholischen Roadmovietrack „Shoulder“ ab.

Der dritte und letzte Teil „Alpha – Chapter Three“ stellt die so wunderbar fluffig-rockenden Elemente hinten an und schafft Raum für die etwas sanfteren Töne. „Beacons“ flirrt und schwirrt irgendwo zwischen Wüstenstaub und Discokugel. Verwegen und funkelnd zugleich. „Dead Dirt“ schippert im selben Fahrwasser; ruhig und erhaben. Das Finale bestreiten Nervous Nellie zusammen mit der englischen Jazzsängerin und Tänzerin Paloma Faith. Ein kleines Schmuckstück, dieses schmachtende „You´re So Sad“. Bleibt nur zu hoffen, dass die Schweden sehr bald auch unsere Gefilde mit ihrer Livepräsenz beglücken. Bei derartig raum- und herzfüllender Musik wäre das ein Glanzpunkt am Buffetstand der Konzerthungrigen.

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