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Nataly Dawn live @ Privatclub, Berlin | 26.05.2013

30. Mai 2013

Nataly Dawn live in Berlin @ Privatclub

Nataly Dawn live in Berlin @ Privatclub

Erstmals von sich reden machte Nataly Dawn als Sängerin des Indie-Duos Pomplamoose, das hauptsächlich über das Internet Bekanntheit erreichte und bereits mehr als 100.000 Songs auf digitalem Wege unters Volk bringen konnte.

Nataly veröffentlichte im Februar ihr frechfröhliches, voller Selbstbewusstsein strotzendes Debütalbum „How I Knew Her“ und befindet sich gerade inmitten ihrer ersten Solo-Tour durch Europa.

Kaum auf der Bühne in Berlin angekommen, begann sie mit amüsanten Geschichten um sich zu schleudern. Das unterschied sie von so vielen anderen Singer/Songwriter-Kolleginnen. Hätten wir vor ihrer Show damit gerechnet, dass sie nach jedem (!) Song ihr Publikum mit einer witzigen Anektote unterhalten würde, hätten wir unseren Notizblock nicht zuhause liegen lassen. Hängen geblieben ist auf alle Fälle ihre Geschichte aus Jugendtagen als sie mit einer Horde anderer junger Menschen aus Frankreich nach Berlin reiste und auf das Sex-Museum ausweichen musste, weil angeblich an jenem Tag alle anderen Museen gereinigt wurden. Zudem erinnerte sie sich, dass es ein Leichtes ist, in Berlin an Schnaps zu kommen, und so orderte sie erst einmal lautstark eine Runde Hochprozentiges für sich und ihren adrett gekleideten Gitarristen. Selten hat man eine Künstlerin so redselig gesehen. Der Schalk saß ihr im Nacken, sie feixte unaufhörlich mit ihrem Publikum, konnte aber auch gut über sich selbst lachen.

>> Zu allen Bildern von Nataly Dawn @ Privatclub in Berlin

Auf die Frage, ob es irgendjemanden im Raum gäbe, der Anhänger griechischer Mythologie sei, meldete sich eine einzige Person, die anschließend zu hören bekam, dass sie den nächsten Song „Araceli“ dann leider verabscheuen wird, alle anderen könnten sich glücklicherweise an ihm erfreuen. Kurze Zeit später gab sie ihrer Großmutter eines verbal über die Ohren „So if you ever meet my grandma, don’t believe her“, um dann ihr Publikum zu besänftigen, dass ihre andere Großmutter zum Glück besser zu ihr passt.

Als nach etwa einer Stunde alles gesagt und besungen war, bildete sich am Merchandise-Stand die längste Schlange, die in einem kleinen Club je gesehen wurde. Viele hatten nach der Show große Lust darauf, einen Schnack mit der Künstlerin abzuhalten. Wir sind übrigens stark dafür, dass Nataly Dawn bald zurückkehrt. Zum einen weil ihre Performance von vorn bis hinten fetzte. Und zum anderen, weil sie beim Signieren ihres Albums, das wir uns (wie so viele andere) unbedingt zulegen mussten, das N im Wort „Schnaps“ ausgelassen hat! Wir rufen also zur schnellstmöglichen Korrektur auf!

Nataly Dawn im Internet
Homepage: www.natalydawn.tumblr.com
Facebook: www.facebook.com/NatalyDawnMusic
Twitter: www.twitter.com/@natalydawn


1 Kommentar

  1. Ich war auf ihrem Konzert in Hamburg, in einer wunderschönen Location, die aber nur eine „Zugabe“, zu ihrem gradiosen, bezaubernden Konzert-Abend, war! SO schöne, intelligente, vor allem, harmonische/ melodische, aber auch textlich, bedeutungs-schwangere Musik. Von ihr als Mensch, war ich, ebenso wie du, von der ersten Sekunde, ihres Bühnen-Erscheinens und dem, ihres Verbalen, während „und“ zwischen Ihren Songs, begeistert! Sie und ihr Gitarrist, haben mich wirklich (zu zweit) mehr berührt, als jedes andere Effekt-reiche und Mann-stärkere Konzert, auf dem ich je war. (Paul McCartney, 2003, war für mich aber auch in etwa so toll und bewegend! ). Einfach, weil es bei Nataly war, wie es war: Ich bin ebenfalls Songwriter und glaube, sagen zu können, dass nicht nur ihre Art, ihr liebenwert sympathischer Humor, sondern auch ihre musikalischen Ideen, wirklich außergewöhnlich gut erdacht sind. Es gibt viele Song-Fragmente im Einzelnen, da würde ich ganz klar sagen: nicht nur „Singer-Songwriter-Weltklasse!“, sondern auch vor allem kompositorisch im Speziellen. Und sehr viele ihrer Songs, sind für mich dann noch, als musikalisches Gesamtkonzept, mit das Schönste, was ich bis jetzt gehört habe (z.B. Why Did You Marry, How I Knew Her oder Please Don’t Scream). Ich hatte ihr nach dem Konzert, bei dem üblichen , dafür-Schlange-stehenden, herzlichen CD-Signierungs-Plausch gesagt, dass meine beste Freundin nicht mit kommen konnte, weil sie spontan, nach Venedig eingeladen wurde. Und dass das kein Problem sei, weil sie, eine Kultur-Geschichtlerin sei und es Venedig wohl nicht so lange gäbe, wie ihre Musik. (Denn, wer weiß, wann Nataly wieder kommt und meine beste Freundin sie sehen könnte.) Das meinte ich zwar ganz allein, als wertschätzendes Kompliment für Nataly. Die subtile Umwelt-politische Kritik, die in meiner Aussage versteckt war, sollte da eher im Hintergrund stehen. Oder der Kontext, zu den finanziellen und körperlichen Möglichkeiten meiner Freundin, die ich natürlich nicht erwähnt habe, um das Kompliment in diesem Moment (bedauerlicher Weise) nicht zu entkräften. Aber dennoch, als ich es Nataly sagte, meinte ich es, in meinem Glauben an ihre Musik aufrichtig, und wenn überhaupt, nur ein weeenig übertrieben . Denn etwas sagt mir intuitiv tatsächlich, dass Natalys Musik und die von Pomlamoose, noch einen langen Nachhall haben werden. Jedoch jetzt erstmal, hoffentlich, noch viele Jahre, die Musik-Welt (weltweit ) verschönern und ordentlich beeinflussen werden! Gerade auch PR-philosophisch/ -konzeptionell. Ich hatte einen der glücklichsten Abende, an den ich mich erinnern kann. Ich verstehe sehr gut, warum es soooo viele positive Rezensionen über sie, ihre Musik und ihre Konzerte gibt! Ich kann es immer noch nicht glauben, dass sie ausgerechnet in Hamburg, meiner Heimatstadt, zu Besuch war. Schön, dass auch du so viel Freude hattest und so für sie wirbst! Hoffen wir alle, dass sie wieder dahin kommt, wo uns ein Besuch ihres Konzerts möglich sein wird. Ich freu mich schon auf neue Lieder! Alles Gute auch dir. Auch, als Journalistin – toller Bericht! …..Möge auch Venedig noch sehr, sehr lange existieren. …. P.S.: Und wenn „Mr. Sandman“, von Chat Atkins, nicht so schwer zu spielen gewesen wäre und ich nicht nach einer einfacheren Cover-Version gesucht hätte, wer weiß, ob ich Pomplamoose je (so schnell) entdeckt hätte? Gott sei Dank, bin ich nicht so ein großes Gitarren-Talent. So, musste auch mal meinen „Senf“ dazu geben.

    #47376

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