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Nada Surf – You Know Who You Are

31. März 2016
Nada Surf - You Know Who You Are

Nada Surf – You Know Who You Are

In den frühen Neunzigern gegründet, hatten Nada Surf das (Un) Glück, durch einen einzigen Titel zu weltweitem Ruhm zu gelangen. „Popular“ hat mittlerweile zwar einen meterlangen Bart, ist aber immer noch ganz gut hörbar. Der Klasse, welche die New Yorker bis heute kennzeichnet, wurde der Song jedoch nie gerecht. Nada Surf waren schon immer mehr als eine Collegerock-Band. Ihr Gefühl für smarten Indierock, der zu gleichen Teilen aus einprägsamen Melodien und sperrigen Akkorden besteht, sucht seinesgleichen. „You Know Who You Are“ ist die konsequente Fortsetzung ihrer musikalischen Entwicklung, die nichts auf Kritik und Erwartungen gibt. Denn nach über 20 Jahren Bestehen muss man Niemandem mehr etwas beweisen. Keine Spontanaktionen, keine überraschenden Wendungen. Nada Surf knüpfen einfach mit jeder weiteren Platte an der vorigen an.

Einzig ihr Sound wächst mit, obwohl er wie Relikt aus den Anfangsjahren erscheint. Ein schönes Relikt, das nicht altert. Und warum sollte man vertraute Pfade verlassen, um sich auf etwas Ungewisses einzulassen, wenn man sich genau dort am wohlsten fühlt? Vor allem, wenn man dieses Spiel in den letzten 20 Jahren so wunderbar perfektioniert hat? „You Know Who You Are“ ist ein dezentes Statement, das warmen Indierock in all seinen Farben und Formen bietet. Matthew Caws drückt den Songs stimmlich sanft seinen Stempel auf – und los geht die Reise! Jeder Titel bleibt hängen; eine Auswahl zu treffen ist daher nicht leicht. „Cold To See Clear“ eröffnet die Platte mit viel Melodie, „Friend Hospital“ fällt in selbigen kurzweiligen Rausch zwischen Uptempo und gewollt gelangweiltem Groove. „Out Of The Dark“ sticht mit Bläserakzenten hervor, „New Bird“ und der Titelsong „You Know Who You Are“ brettern dann mit mehr Geschwindigkeit los. Irgendwie möchte man aber lieber doch das ganze Album als einzigen großen Lieblingstrack benennen. Nada Surf haben ein kleines Wunder erschaffen. Sie tragen Altbekanntes und Altbewährtes in die Gegenwart. Und das so geschickt, dass einem vor lauter Mitwippen nur allmählich bewusst wird, wie lange einen ihr Sound eigentlich schon begleitet.

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Tourdaten:
02.04. – Michelle Records (Acoustic), Hamburg
03.04. – Mojo, Hamburg
04.04. – Live Music Hall, Köln
05.04. – FZW, Dortmund
17.04. – LKA, Stuttgart
18.04. – Huxley´s, Berlin
19.04. – Hirsch, Nürnberg
20.04. – WUK, Wien
21.04. – Muffathalle, München
22.04. – Dynamo, Zürich
23.06. – Rockhouse, Salzburg
24.06. – Postgarage, Graz
31.07. – Zeltival, Karlsruhe

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