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Metric @ Huxleys Neue Welt, Berlin | 21.10.2015

25. Oktober 2015

Metric am 21. Oktober 2015 live in Berlin im Huxleys - fotografiert von Jana Legler für RockZOOM.deMetric sind wieder da. Die Band aus Kanada, die vor dreieinhalb Jahren mit „Synthetica“ ein Album abgeliefert hat, das sich aufgrund der unglaublich großen Hitdichte in die Geschichtsbücher der Synthie-Musik einbrannte, befindet sich momentan im Tour-Modus. Grund ist ihr brandneues Werk „Pagans in Vegas“, mittlerweile ihr siebtes.

2012 sollten sie noch im Postbahnhof in Berlin spielen, dieses Mal verlagerten sie ihre Bühne ins Huxleys, das allerdings weit entfernt davon war ausverkauft zu sein. Unser Bauchgefühl sagt, dass der Release ihres neuen Werkes einigen entgangen sein muss. Ein Video zur ersten Single „The Shade“ sucht man vergeblich, stattdessen findet man auf den einschlägigen Videoplattformen allerhand Akustik-Versionen, die nicht an die eingängige, sirenenartige Studioversion herankommen. An Energie mangelte es allerdings nicht während ihrer Show in Berlin. Jedenfalls fuhren Metric allerhand optische Spielereien auf wie das fulminante Hintergrund-Dreieck mit geschätzten hundert LEDs für geschätzt tausend Belichtungsvarianten, die Glitzerpodeste mit Fellüberwurf, die zahlreichen Klamottenwechsel, fancy Brillen, Fanhändeabklatschen, gigantische Schatten der vier Musiker an den Seiten durch flache Scheinwerfer auf beiden Bühnenseiten und eine ordentliche Portion Bodennebel. Für das Intro kam die Band mit Taschenlampen und Masken auf die Bühne, für den Opener-Song schnallte sich Frontfrau Emily Haines schwarze Federkleid-Flügel um. Rein aus musikalischer Sicht bekamen die Fans alles geboten, was man sich als Indie Rock und Synthpop-Fan so wünschen kann. Auch wenn das Disco-Feeling dominiert, Variantenreichtum kann man ihnen eindeutig bescheinigen. Nach 45 Minuten gab es die erste ausgiebigere Fan-Liebkosung: „Hi, how have you been? It’s been a minute. Let’s just keep rocking your face off!“ und ab diesem Moment gab es kein Halten mehr. Während sich andere Bands schon nach 80 Minuten verabschiedet hätten, rockten sich Metric für 115 Minuten die Seele aus dem Leib. Die Zugaben konnte man am Ende nicht mehr zählen. Und am Ende fasste Emily Haines selbst recht treffend den Verlauf des Abends zusammen: „What a fucking beautiful night!“

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