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Lykke Li @ Astra, Berlin | 29.04.2014

2. Mai 2014

Lykke Li @ Astra, Berlin | 29 .04.2014Lykke Li schaute nach über drei Jahren mal wieder in Berlin vorbei, und wären wir nach 30 Minuten gegangen, hätten wir wohl kein all zu überschwengliches Gefühl mit nach Hause genommen. Da wir aber – glücklicherweise – bis zum Schluss geblieben sind, bleibt uns nichts anderes übrig als ihre Show im Astra als astrein zu bezeichnen!

Genau benennen lässt sich nicht, wieso die erste halbe Stunde einen nicht so recht mitriss. Stellenweise wirkten einige ihrer neuen Stücke zu austauschbar, ohne Ecken und Kanten. Das ließ einen gefühlstechnisch den Anschluss verlieren. Als Lykke Li unter spärlich arrangiertem Licht „Love Me Like I’m Not Made Of Stone“ ihres soeben erschienenen dritten Albums „I Never Learn“ anstimmte, platzte plötzlich der Knoten. Dieser wohl beste Song ihres neuen Werkes war der Vorbote zu weiterem Großartigen. Lykke Li steht das Verschobene, Betörende irgendwie besser als das zu Poppige – und mit ersterem konfrontierte sie nun ausnahmslos ihr Publikum. Mit einmal war sie wieder die Unverwechselbare, die Geheimnisvolle. Es folgte noch eine Vielzahl großartiger Nummern. Nach einer Stunde stimmte die Schwedin ihren wohl populärsten Song „I Follow Rivers“ an. Zeit für Extase und gemeinsame „Oh-Oh-Oh-Oh-Oh“-Chöre.

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Auch der Lichttechniker befand sich mittlerweile in Höchstform, die Lichtspiele nahmen immer beeindruckendere Züge an. Der eingefärbte Nebel schwebte wie eine Wolke konzentriert hinter der Schwedin und ihren fünf Mitmusikern. Einen Song lang flackerte mit jedem angeschlagenen Beat ein roter Lichtball auf, das hatte etwas von Silvesterfeuerwerk. Und neben sich tief ins Herz bohrenden Liedern und hübschem Licht verausgabte sich Lykke Li auf ihre ganz besondere Weise: Sie verrenkte sich, schleuderte ihre Haare in sämtliche Richtungen, schlug im Takt auf Stöcker und duellierte stimmlich auf liebreizende Weise mit ihrer Backgroundsängerin. Sogar einen Song auf Schwedisch gab es gegen Ende, ebenso zwei herrliche Zugaben und mit „Don’t Let Me Down“ einen hübschen Rausschmeißer in Form eines vom Band gespielten Beatles-Songes.

Lykke Li im Internet
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