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Kakkmaddafakka – KMF

18. April 2016
Kakkmaddafakka - KMF

Kakkmaddafakka – KMF

Da sind sie ja wieder – die Norweger mit dem schönsten Bandnamen der Welt! Kakkmaddafakka haben sich ganze drei Jahre mit der Veröffentlichung ihres neuen Albums „KMF“ Zeit gelassen. Man hatte sich an den tanzbaren, charmant rüpelhaften Indiepop gewöhnt und nicht minder erwartungsvoll auf eine Fortsetzung der Bergen-Disco gewartet. Wenn Kakkmaddafakka eins können, dann mit Leichtigkeit und viel positiver Energie glänzen. Sich selbst dabei nicht ganz so ernst nehmen und den Zirkus um sich herum auch nicht. Einfach machen und schauen was passiert. Und doch hat sich da etwas in den sonst so unbeschwerten Sound eingeschlichen. Ein bisschen mehr Ernsthaftigkeit, ein wenig Melancholie.

Aber das gehört eben auch dazu und versorgt „KMF“ mit dem ein oder anderen Moment des Innehaltens. Wer das Treiben von Axel und Pål Vindenes schon länger verfolgt, weiß auch um das Alter aller Beteiligten. Die Vermutung, dass „KMF“ ein Stück weit das Erwachsenwerden an sich verarbeitet ist daher nicht abwegig. Es beeinflusst den Lauf und den Groove der Platte jedoch auf eine bereichernde Art. Flapsige Texte und Melodien, die allesamt tanzbar sind, bieten Kakkmaddafakka nach wie vor. Das leise Treten zwischen den Zeilen mag ungewohnt wirken, hat aber seine Berechtigung – und wird ab jetzt wohl auch fester Bestandteil des Songwritings. So will es das Leben. Aber genug pädagogisch-psychologisches Sinnieren. Denn der Spaß kommt definitv nicht zu kurz. Dafür sorgen Titel wie „Language“ oder „True“. Gemächliche Sommerhymnen gibt´s auch etliche – allen voran „Galapagos“. Was tatsächlich so gut an „KMF“ gefällt, ist die Abwechslung, das Aufnehmen einer weiteren Spielart, die mehr Balance in den Lauf des Albums bringt. Und irgendwie riecht es die ganze Zeit nach Sommer, oder?

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