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Juni 2016: unsere Konzertempfehlungen

4. Juni 2016

Konzerte des Monats Juni 2016Kurz bevor es ruhig in den Clubs und Hallen wird, schauen im Juni nochmal einige musikalische Granaten bei uns vorbei. Einige von ihnen, haben sich schon seit Jahren nicht mehr blicken lassen, was die Vorfreunde ins Unermessliche steigen lässt. Leute, ihr müsst euren Urlaub wohl verschieben!

ANOHNI
Anohni, die Lead-Sängerin und Songwriterin von Antony and the Johnsons, hat für ihre neue Arbeit mit Oneohtrix Point Never und Hudson Mohawke zusammen gearbeitet. Ihr neues Album „Hopelessness“ bietet einen elektronischen Dance-Soundtrack mit Soul-gebtriebenem Gesang und sehr direkten Texten zu den Themen Überwachung, Drohnen-Kriege und Umweltzerstörung. „Hopelessness“ markiert eine Neuorientierung und damit Abwendung von den letzten stark symphonischen Kollaborationen der Sängerin. Das Album möchte gern Erwartungen an die Popmusik verstören, indem es energische, politische Inhalte mit Dance- und Pop-Songs vermählt. Die beiden anstehenden Deutschlandshows sind die ersten deutschen Livekonzerte für Anohni seit über sieben Jahren.

28.06.2016 Berlin – Tempodrom
29.06.2016 Köln – E-Werk

BECK
In der Karriere von Beck Hansen gibt es nur zwei Konstanten: Die eine ist Klasse, die andere Unberechenbarkeit. Keines seiner Alben klingt wie das andere, grandios sind sie allesamt. Was mit der Alternative Hymne „Loser“ Mitte der Neunziger begann, fand in 2014 mit seinem Meisterwerk „Morning Phase“ einen weiteren Höhepunkt. Drei Grammys, unter anderem für das „Album des Jahres“ konnte er im vergangenen Jahr dafür mit nach Hause nehmen.

22.06.2016 Berlin – Zitadelle Spandau

BLACK SABBATH
It’s the beginning of the end – es ist der Anfang des Endes. Es begann vor beinahe fünf Jahrzehnten mit einem Donnerschlag, einer gedämpft klingenden Glocke und einem Monster-Riff, das die Erde erbeben ließ. Derbegann er – wie bereits unzählige Kollegen in der Geschichte des Indierock vor ihm – aus den vorhandenen Mitteln das Mögliche zu schöpfen und sein Banjo wie eine Gitarre zu spielen. Neben seiner Vorliebe für die 4-Track-Indie-Titanen der frühen 90er hegt Kurt Vile auch Sympathien für einige Größen des Classic Rock wie Creedence, Tom Petty und Neil Young, Künstlern also, die vom Roots-Rock kommen und dennoch ihren ganz eigenen Americana-Visionen nachhängen. Mit seinem im vergangenen Herbst erschienenen sechsten Studioalbum „B’lieve I’m goin‘ down“ ist er schließlich selbst zu einem der großen amerikanischen Gitarristen und Songwriter der Gegenwart herangereift.

30.06.2016 Berlin – Columbia Theater

MUSE
Das Trio um Matthew Bellamy zählt zu den größten, besten und kreativsten Rockbands, die unsere Welt dieser Tage zu bieten hat. Deshalb dürfte es die zahlreichen Fans freuen, dass man Muse nach ihren zwei deutschen Festivalauftritten 2015, dieses Jahr noch einmal auf einer eigenen Arena-Tour sehen kann, auf der sie ihre gewohnt hirnsprengende Liveshow noch besser auf die eigenen Bedürfnisse abstimmen können. Und das tun sie mit einem Paukenschlag: die gesamte Tour bestreiten sie auf einer 360-Grad-Bühne, die in der Mitte der Arena stehen wird. Damit verschieben sie wieder einmal die Grenzen ihrer bisherigen Inszenierungen und bieten selbst ihren treuesten Fans eine völlig neue Muse-Erfahrung.

03.06.2016 Berlin – Mercedes-Benz Arena
06.06.2016 Hamburg – Barclaycard Arena

PJ HARVEY
PJ Harvey ist ohne Zweifel eine der besten Sängerinnen, Gitarristinnen und Songwriterinnen unserer Generation. Spätestens seit ihrem dritten Album „To Bring You My Love“ aus dem Jahr 1995 gehört sie auch zu den erfolgreichsten, denn es brachte ihr die zweite Nominierung für den Mercury Music Prize und zwei Grammy-Nominierungen ein, den „Artist Of The Year“-Award vom Rolling Stone und dem Magazin Spin und unzählige Auszeichnungen als Album des Jahres. Diese und viele andere Erfolge hat inzwischen auch Queen Elizabeth II. gewürdigt und heftete ihr im Dezember 2013 den Order of the British Empire für ihre Verdienste um die Musik an die Brust. Zwei Jahre vorher hatte Polly Jean Harvey ihre bislang letzte Platte „Let England Shake“ veröffentlicht, für die sie die wohl wichtigste britische Auszeichnung, den Mercury Music Prize für das beste Album der vorangegangenen zwölf Monate, verliehen bekam. Jetzt veröffentlichte sie nach fünf Jahren ihre eine neue Platte „The Hope Six Demolition Project“. Es ist die musikalische Umsetzung einer künstlerischen Reise durch den Kosovo, Afghanistan und nach Washington D.C.

20.06.2016 Berlin – Zitadelle Spandau
08.07.2016 Wien – Harvest Of Art Festival

SANTIGOLD
Hinter Santigold verbirgt sich eine der außergewöhnlichsten Künstlerinnen der US-Musikszene. Ihre einzigartige Mixtur aus zahllosen Genres stieß auf weltweite Begeisterung. Ihre Ausdruckform ist kaum zu greifen, da sich ihre Einflüsse aus den unterschiedlichsten Epochen und Sounds zusammenfügen. Mit ihrem 2008 erschienenen Debütalbum „Santogold“ stieg das in New York beheimatete Multitalent in die internationalen Hitlisten. Das 2012 veröffentlichte, kühl und abstrakt gehaltene Album „Master of My Make-Believe“ kletterte in allen wichtigen Musiknationen in die Top 30 der Charts und manifestierte sie als eine bedeutende Kraft zwischen kompromissloser Eigenständigkeit und gleichzeitigem kommerziellem Erfolg. Mit dem Ende Januar veröffentlichten, neuen Werk „99¢“ überrascht sie ihre Fans ein weiteres Mal und liefert ein grundpositives, mitunter jubilierendes Album ab, auf dem sie von teils höchst privaten Erlebnissen erzählt.

27.06.2016 Köln – Live Music Hall
28.06.2016 Berlin – Huxley’s Neue Welt

THE ANGELCY
2010 entschied sich Sänger und Songwriter Rotem Bar Or eine Live-Band zu gründen. Es dauerte einige Monate und Versuche mit unterschiedlichen Musikern bis die Band Gestalt annahm. 2011 ging es dann endlich auf Tour durch ihre Heimat Israel. Schnell erspielte sich die Band ein treues, begeistertes Publikum und nach nur einem Jahr hatten sie ein sich rasch verbreitendes Live-Video und einen Song in Israels führender Radio Playlist. Besonders charakteristisch für The Angelcy ist die einzigartige Stimme von Rotem Bar Or, sowie die innovative Art, mit der die Band ihre Instrumente bespielt. 2014 machte sich die Band dann auf Europa-Tour nahm sich einige Monate Zeit für Aufnahme und Produktion und veröffentlichte ihr erstes Album „Exit Inside“. Es erhielt zahlreiche Preise in Israel, wurde von einigen populären Medien zum Album des Jahres gekürt. Die Auftritte der Band finden seitdem vor stetig wachsendem Publikum in immer größeren Locations statt. Auch ihre Texte sorgen für Aufmerksamkeit. In ihnen kommt der antimillitaristische und antinationale Charakter der Band zur Geltung. Während des Gaza Krieges im Sommer 2014, in Zeiten der Angst und des Hasses, sammelten sich 1000 Menschen im Publikum, um gemeinsam zu singen und für Frieden und Toleranz einzustehen.

28.06.2016 Konstanz – Kulturladen
30.06.2016 Göttingen – Stilbruch
01.07.2016 Berlin – SO 36
05.07.2016 Landau – Atrium

TWIN ATLANTIC
Die schottische Rockband Twin Atlantic kommt im Sommer mit ihrem aktuellen Album „The Great Divide“ noch einmal nach Deutschland. Sie haben dabei Großes vor: Gemeinsame Auftritte mit ihren Kindheitshelden Bruce Springsteen oder den Foo Fighters und eine sehr erfolgreiche USA-Tour beeinflusste die Band nachhaltig. Die Band, vom Punkrock kommend, hat sich zum Ziel gesetzt große Songs zu schreiben, die ähnlich wie die Songs von Springsteen Hymnencharakter entfalten.

25.06.2016 Scheeßel – Hurricane Festival
26.06.2016 Neuhausen ob Eck – Southside Festival
30.06.2016 Berlin – Musik & Frieden