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Joe Strummer: The Future Is Unwritten

2. September 2007

Das Leben ist ein Lagerfeuer.

Damit es ein Dokumentarfilm bis in ausländische Kinos schafft, muss er mindestens außergewöhnlich sein: strummer_plakat.jpgAußergewöhnlich provokativ wie Michael Moores „Bowling For Columbine“ zum Beispiel. Oder außergewöhnlich, hach, schön wie „Die Reise der Pinguine“.

Auch Julien Temples Dokumentation über den verstorbenen The Clash-Frontman Joe Strummer hat es in die hiesigen Programmkinosäle geschafft. Und das liegt nicht nur daran, dass eine ganze Reihe Berühmtheiten wie Bono oder Regie-Gott Jim Jarmusch zu Wort kommen. Temple zeichnet mit viel Hingabe ein authentisches Portrait des Mannes, der mit The Clash Musikgeschichte schrieb und der dank dem Album „London Calling“ und diverser Smash Hits à la „Should I Stay Or Should I go“ ewig unvergessen bleiben wird. Eigentlich eine eher lose Sammlung von Anekdoten am Lagerfeuer und Aufnahmen von der Band, lebt der Film genau von diesem Momentaufnahmen-Charakter. Ohne prätentiöses Nichtsgesage aus dem Off oder eine hanebüchen konstruierte Story bekommt der Zuschauer das Gefühl, Joe Strummer kennenzulernen und ganz nebenbei noch ein Stück Musikgeschichte mitzuerleben – angefangen in der Hausbesetzerszene bis zum vollen Baseball-Stadion.

Man muss kein ergebener Fan von The Clash sein, um diesen Film zu lieben. Vielleicht habt ihr ja Glück und findet noch ein Kino, in dem „The Future Is Unwritten“ läuft – und ich beneide alle, die den Film in einer lauen Sommernacht im Open Air Kino sehen konnten! Anschauen, unbedingt!

Offizielle Seite zum Film: www.strummer-derfilm.de
Joe Strummer Foundation: www.strummerville.com
Deutsche The Clash-Homepage: www.theclash.de

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