Suche

Januar 2015: unsere Konzertempfehlungen

3. Januar 2015

Januar 2015: unsere KonzertempfehlungenWillkommen im neuen Jahr, dem besten eures Lebens! Lasst uns vergnügt in die Zukunft schauen und vor allem auf das freuen, was 2015 auf deutschen Bühnen abgehen wird. Da wir im Januar noch den schweren Weihnachtsbraten verdauen müssen und auch gerne mal in den Winter-Urlaub fahren, geht es erst im Februar wieder so richtig los mit Konzerten. Wir haben dennoch allerhand Musikclub-Perlen für euch aus der Kiste gekramt! Natürlich sprechen wir für alle aufgelisteten Konzerte unsere uneingeschränkte Empfehlung aus.

COLD SPECKS
Shows von Cold Specks sind immer ein wenig wie Gottesdienste, wie Gospelchöre, aber fernab von jeder bekannten Religion. Die fantastische Sängerin mit der dunklen Stimme könnte allerdings als Göttin des Pessimismus durchgehen, als Prophetin, die das soziale Miteinander verdammt und jegliche Interaktion zwischen Menschen mit skeptischem Blick seziert – wenn ihre Musik nur nicht jedem so ein gemeinschaftliches Gefühl gäbe, wenn ihre Stimme nicht an den Nervenbahnen zupfte, die für die Gänsehäute am ganzen Körper sorgen. Das liegt auch daran, dass ihr zweites Album „Neuroplasticity“ nicht mehr dieses in sich gekehrte des Debütalbums hat, sondern mit einer Band aufgenommen wurde, die den Songs auch schon auf vergangenen Tourneen durch ihre Unterstützung einen neuen, ganz eigenen Touch gegeben hat.

23.01.2015 Berlin – Bi Nuu
24.01.2015 Hamburg – Nochtspeicher
25.01.2015 Köln – Luxor
26.01.2015 Mannheim – Alte Feuerwache
28.01.2015 München – Ampere
29.01.2015 Erlangen – E-Werk
30.01.2015 Wiesbaden – Schlachthof

JAMES BAY
James Bay ist 24 Jahre alt und hat gerade den Brits Critics’ Choice Award 2015 gewonnen. Auch auf allen anderen „One to watch“-Listen, die im Vereinigten Königreich gegen Ende des Jahres gerne unter die Leute gebracht werden, ist der Brite stets vorne dabei. Dabei veröffentlichte dieser hierzulande erst letzten kürzlich seine EP „Hold Back The River“ und schon das ansteckende Titelstück macht sofort klar: es muss sich hier um ein Wunderkind handeln! Er besitzt dieses makellose Talent zum Songwriting, das viele Newcomer ganz schnell verlieren – seine emotionalen Lieder und seine Stimme, die sich anhört wie geschottert, erzeugen einen magischen Einklang, fesseln das Publikum und reduzieren seine Pop-Melodien auf das bloße Skelett. Im Januar präsentiert James Bay seine Songs zum ersten Mal live bei uns. Tickets für die Shows von James Bay stehen nicht zum Verkauf, der Eintritt ist kostenlos. Wer sich sein Ticket in Berlin sichern möchte, halte die Augen offen nach Verlosungen. Nur für Hamburg gilt: freier Eintritt gegen ein Stück Kuchen!

17.01.2015 Hamburg – Superbude
19.01.2015 Berlin – Flux Bau

JAMES YORKSTON
James Yorkston treibt bereits seit zehn Jahren sein Unwesen, seit jeher bei Domino Records zuhause und dort der wohl filigranste Songschmied im Haus. Begonnen hat Yorkston als Punk-Bassist, dann durchgestartet als Protegé von John Peel, John Martyn und Bert Jansch, fand der Schotte einen ganz eigenen Stil zwischen Kammer-Pop und Folk, der auf spielerischer Basis Elemente von Pentangle (das Stiloffen-Luftige), aber auch von Tim Buckley (die flirrende Leichtigkeit) eingemeindet. Sein kürzlich erschienenes, bereits achtes Studioalbum ist ein wunderbar warmes Songwriter Album, das ein paar echte Perlen bereithält. Während KT Tunstall ihre Stimme beisteuert, fiel Alexis Taylor von Hot Chip (!) die Rolle des Produzenten zu. Ob er überhaupt schon mal in Deutschland auf der Bühne stand, weiß keiner so recht, umso wertvoller die Tatsache, dass er in diesem Monat mit Gitarre und Band im Gepäck unsere Gefilde ansteuert!

09.01.2015 Duisburg – Steinbruch
10.01.2015 Frankfurt – Das Bett
11.01.2015 Zürich (CH) – El Lokal
12.01.2015 München (D) – Unterdeck
13.01.2015 Berlin (D) – Heimathafen
14.01.2015 Leipzig (D) – Werk 2

GET WELL SOON
Bei der Vorstellung seiner drei neuen EPs sagte Konstantin Gropper (aka Get Well Soon): „Ich bin einfach noch nicht bereit für ein neues Album, besser oder anders kann ich das jetzt auch nicht formulieren.“ Kein Wunder, der Mann hat eigentlich seit seinem letzten Album „The Scarlet Beast oʼSeven Heads“ nicht wirklich richtig Pause gemacht. Nur zur Erinnerung: das letzte Casper-Album produziert, die Theatermusik für „Der Meister und Margarita“ am Schauspiel Frankfurt auf die Bühne gebracht, den Abspann-Song für den gefeierten Debüt-Film „Oh Boy“ komponiert und eingespielt, in Frankreich mit dem Orchestre National d’Ile de France zusammen gearbeitet und, und, und. Die Liste ist quasi endlos. Und jetzt werden mal eben 16 neue Songs unters Volk geworfen, weil er sich „noch nicht bereit fühlt für ein neues Album“. Das nennen wir mal Qualitätspegel hoch halten. Um jetzt nicht sofort wieder in das nächste Wechselbad aus Tatendrang, Theatermusik und Tatenlosigkeit zu geraten, gibt es zur Ablenkung eine Kurztour im Januar. Auch für diese hat man sich ein etwas anderes Format überlegt. „A Special Night With Get Well Soon“: 1 Konzert, 3 völlig verschiedene Sets und so manche Überraschung. Das Ganze in ausgewählt intimem Rahmen.

20.01.2015 Leipzig – UT Connewitz
21.01.2015 Berlin – Heimathafen
22.01.2015 Bochum – Bahnhof Langendreer
23.01.2015 Frankfurt – Brotfabrik
28.01.2015 München – Freiheizhalle
29.01.2015 Wien – Porgy & Bess
30.01.2015 Innsbruck – Weekenders Club
31.01.2015 Stuttgart – Wagenhallen
01.02.2015 Basel – Festival [One Of A Million Festival]

J.D. MCPHERSON
Innerhalb klar definierter Formvorgaben zu arbeiten, das ist für den bildenden Künstler JD McPherson ein vertrauter Prozess. Eine ähnlich rigorose Disziplin scheint das in Broken Arrow, Oklahoma gebürtige Multitalent nun auch musikalisch an den Tag zu legen. Doch offenbart sein Debütalbum „Sign & Signifiers“ die Qualitäten eines echten Renaissance- Mannes, der alt und neu, primitiv und feinsinnig in Einklang bringt. Und zwar so mühelos und zugleich zwingend, dass Rock’n Roll/RnB-Puristen begeistert einstimmen werden, aber auch McPherson’s rare Gabe, verschieden(st)e Stile und Texturen zu kombinieren, reichlich Raum erhält.

16.01.2015 Hamburg – Gruenspan
17.01.2015 Berlin – Bi Nuu

KLAUS JOHANN GROBE
Drums, Bass, Keyboards… Nicht gerade die typische Rockbesetzung, aber Klaus Johann Grobe sind auch nicht gerade typisch. Und machen eigentlich auch gar keine Rockmusik. Nach eigenen Angaben handelt es sich hierbei um ein „Neo Kraut Romantic Duo“, wobei diese Krauts eigentlich auch gar keine sind. Sevi Landolt (Orgel/Moog/Synths/Vocals) und Daniel Bachmann (Drums/Vocals) kommen aus der Schweiz und klingen tatsächlich auf ihrem genialen Debütalbum „Im Sinne der Zeit“ krautig ohne aber je eine Gitarre in die Hand zu nehmen. Trotzdem tönt die Platte durchweg im positiven Sinne retro-hypnotisch, die deutschsprachigen Texte sind schrullig-launisch und die Atmosphäre erinnert hier und da angenehm aber unaufdringlich an frühe… also ganz frühe… Pink Floyd. KJG bleiben dennoch auf dem Boden eures Lieblingskneipenclubs und rotieren mollig-warm auf eurem Plattenteller.

05.01.2015 München – Muffatwerk
09.01.2015 Köln – Stereo Wonderland
10.01.2015 Hamburg – Uebel&Gefährlich
11.01.2015 Berlin – Privatclub
12.01.2015 Leipzig – Ilses Erika
13.01.2015 Mainz – Schon Schön
15.01.2015 Kassel – Arm
17.01.2015 Stuttgart – Merlin

KRAFTWERK
Vom 6. bis 13. Januar 2015 präsentiert die Neue Nationalgalerie an acht Abenden die Elektro-Pioniere Kraftwerk mit der 3-D-Konzertreihe „Der Katalog – 1 2 3 4 5 6 7 8“. Mit dem Auftritt von Kraftwerk verabschiedet sich die Neue Nationalgalerie von dem so bedeutenden Gebäude, das ab Januar 2015 für eine mehrjährige Sanierung schließen wird. An den acht Abenden stellt die Band jeweils eines ihrer legendären Musikalben ins Zentrum. Ergänzt wird die jeweilige Performance des kompletten Albums durch eine Auswahl an weiteren Kompositionen aus ihrem Gesamtwerk. Der eigenen Historie folgend, werden die Alben in chronologischer Reihenfolge aufgeführt: 1 Autobahn (1974), 2 Radio-Aktivität (1975), 3 Trans Europa Express (1977), 4 Die Mensch-Maschine (1978), 5 Computerwelt (1981), 6 Techno Pop (1986), 7 The Mix (1991) und 8 Tour de France (2003).

06.01.2015 Berlin – Neue Nationalgalerie [AUTOBAHN]
07.01.2015 Berlin – Neue Nationalgalerie [RADIO-AKTIVITÄT]
08.01.2015 Berlin – Neue Nationalgalerie [TRANS EUROPA EXPRESS]
09.01.2015 Berlin – Neue Nationalgalerie [DIE MENSCH-MASCHINE]
10.01.2015 Berlin – Neue Nationalgalerie [COMPUTERWELT]
11.01.2015 Berlin – Neue Nationalgalerie [TECHNO POP]
12.01.2015 Berlin – Neue Nationalgalerie [THE MIX]
13.01.2015 Berlin – Neue Nationalgalerie [TOUR DE FRANCE]

LAING
Laing sind Leadsängerin, Songwriterin und Produzentin Nicola Rost, die Sängerin Johanna Marschall, die Sängerin Larissa Pesch und die Tänzerin Marisa Akeny. Mit ihrem Debütalbum „Paradies Naiv“, das im März 2013 erschien, erreichte die Berliner Band höchste Platzierungen in den deutschen Albumcharts, die dazugehörige Single „Morgens immer müde“ avancierte zu einem Top10-Hit. Live spielte die Band allein 2013 rund 80 Konzerte, begeisterte mit ihrer außergewöhnlichen Performance aus mehrstimmigem Gesang, Choreographie und minimalistischem elektronischen Sound zigtausende Zuschauer und untermauerte ihre Ausnahmestellung in der deutschen Musikszene. Das neue Album „Wechselt die Beleuchtung“ erschien im September 2014. Und keiner ist wohl hibbeliger als die Mädels selbst, es endlich einem breiten Publikum vorstellen zu können. Auf der Bühne.

12.01.2015 Hannover – Musikzentrum
13.01.2015 Köln – Gloria
25.01.2015 Stuttgart – Wagenhallen
26.01.2015 Aschaffenburg – Colossaal
28.01.2015 Bremen – Schlachthof
29.01.2015 Hamburg – Gruenspan
30.01.2015 Berlin – Astra Kulturhaus (Tour geht im März weiter)

MAXIMILIAN HECKER
Das Debüt-Album von Maximilian Hecker „Infinite Love Songs“ erreichte die Top Ten Liste der New York Times der besten Alben 2001. In Asien ist er ein Popstar und tourt dort regelmäßig. Am 16.01.15 erscheint seine neue Maximilian Hecker Platte „Spellbound Scenes of My Cure“.

14.01.15 Baienfurt – Hoftheater
15.01.15 Frankfurt – Brotfabrik
16.01.15 Kassel – Kulturzentrum Schlachthof
17.01.15 Wolfsburg – Hallenbad
18.01.15 Eisenach – Schlachthof
20.01.15 Dresden – Societaetstheater
21.01.15 Leipzig – Werk 2
22.01.15 Berlin – Privatclub
23.01.15 Hannover – Faust-Warenannahme
24.01.15 Köln – Subway
25.01.15 Essen – Zeche Carl
30.01.15 Hamburg – Nochtspeicher

ROYAL BLOOD
Die Musik von Royal Blood geht zurück ins Mississippi-Delta und alten Blues-Helden, zu Led Zeppelin und den White Stripes und geht in die Zukunft und verspricht ein lärmiges Zeitalter, das Grunge wie ein Kasperletheater wirken lässt. Kerr heult giftige Zeilen wie „I’ve got a gun for a mouth and a bullet with your name on it“, während sein gepitchter Bass ein Getöse hervorruft, das man mit verbundenen Augen für das Resultat mehrerer Musiker halten würde. Thatcher drischt derweil berserkernd auf seine Felle ein und ergänzt die Attacke seines Bandkollegen durch kontrollierte Aggression. Royal Blood paaren die ursprüngliche Essenz wilder Rock’n’Roll-Power mit einer überraschend natürlichen Fähigkeit, geschickte Melodien und galoppierende Hooks zu formen. Zweimal bereits waren die Briten aus Brighton für exklusive Showcases in Deutschland, beide Male haben sie das entgeisterte Publikum durchdrehen lassen. Im Januar kommen Royal Blood auf Tour und werden ihr Debütalbum präsentieren, des bestverkaufteste seit Jahren im Vereinigten Königreich.

10.01.2015 Köln – Live Music Hall
11.01.2015 Hamburg – Große Freiheit
12.01.2015 Berlin – Astra Kulturhaus
16.01.2015 München – Theaterfabrik

STARS
14 Jahre nach Nightsongs laufen Stars aus Montréal mit Album #7 – No One Is Lost – zur Höchstform auf. Die Aufnahmen zur neuen Platte entstanden in einem eigens renovierten Studio direkt über einem beliebten Nachtclub, dessen Geräuschkulisse die Arbeit an den neuen Songs unüberhörbar beeinflusste. Irgendwie geht es also immer noch um Night-Songs … Das verflixte siebte Album wurde deswegen kurzerhand in ein Disco-lastigeres Gewand gepackt – mit Vibration, Neon, 4/4-Beats und hymnenhaften NewWave-Gitarren. Aus der Nachtclub-Not eine Produktions-Tugend gemacht – „No One Is Lost“ ist ein ekstatisches, großes Album geworden, und wird im Januar auf deutschen Bühnen präsentiert.

19.01.2015 Frankfurt – Zoom
20.01.2015 Köln – Luxor
21.01.2015 Hamburg – Knust
22.01.2015 Berlin – Bi Nuu
23.01.2015 München – Strom

THE RAVEONETTES
The Raveonettes sind Sune Rose Wagner and Sharin Foo – zwei Dänen, die mittlerweile in Süd-Kalifornien beheimatet sind. Sie veröffentlichten im Juli mit „Pe’ahi“ ihr mittlerweile achtes Studioalbum, welches so manch anderes Werk in den sommerlichen Schatten stellte. Wahrscheinlich, weil Standard-Strukturen des Rock’n’Roll durch eine geheimnisvolle Instrumentierung und orchestrale Themen durchbrochen wurden. Da merkt man sich doch gerne Konzerttermine. Leider kommen sie dieses Mal nur nach Berlin.

22.01.2015 Berlin – Lido

WALTARI
Seit Anfang der Neunziger Jahre mischen Waltari mit ihrem ganz eigenen wortwörtlichen Crossover die Musikszene auf. Metal trifft auf Pop, Techno, andere elektronische Frickeleien, Funk, Rock, Rap, Folk und Klassik. Es existiert wohl kein Genre, das Frontkobold Kärtsy Hatakka und seine Band nicht wenigstens gestreift haben. Elf Alben, diverse Compilations und unermüdliche Liveaktivitäten später stehen Waltari noch immer und vor allem für eins: Spaß und Leichtigkeit mit Augenzwinkern.

20.01.2015 Hamburg – Klubsen
21.01.2015 Rostock – Mau Club
22.01.2015 Berlin – Crystal
23.01.2015 Rüsselsheim – Das Rind
25.01.2015 Oberhausen – Zentrum Altenberg

WOODEN ARMS
Erst vor knapp zwei Jahren komplettierte Drummer und Multi-Instrumentalist Alex Mackenzie das englische Sextett Wooden Arms. Mit Alex Carson am Piano, Violinistin Jessica Diggins, Cellist Fynn Titford-Mock, Jeff Smith an der Gitarre und Sängerin Milly Hirst (Vocals) hat die Band alles, was ein modernes, unkonventionelles Kammermusik-Ensemble braucht. Ihr musikalisches Konzept folgt der Produktion wunderschöner, zeitloser klassischer Melodien, die in enger Wechselwirkung mit reverb-getränkten Gitarrensounds und erfrischendem Songwriting stehen. Im September erschien ihr Debüt-Albums „Tide“. Jetzt kommen sie zum zweiten Mal nach Deutschland.

18.01.2015 Münster – Fachwerk
19.01.2015 Leipzig – Nato
20.01.2015 Berlin – Privatclub
22.01.2015 Hamburg – St. Pauli Kirche
23.01.2015 Köln – St. Aposteln [Ambient Festival]
24.01.2015 Darmstadt – Bedroom Disco
25.01.2015 München – Hauskonzerte

Schreib einen Kommentar