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Icky Blossoms – Mask (Review)

3. Juni 2015
Icky Blossoms - Mask

Icky Blossoms – Mask

Indie Rock und Synthie Pop. Das kann ganz gut funktionieren, wie Icky Blossoms auf ihrem zweiten Album „Mask“ beweisen. Das Trio aus Omaha hat es sich wahrlich nicht leicht gemacht einen würdigen Nachfolger für ihr 2012er Debüt zusammenzustellen. Beheimatet beim grandiosen Indielabel Saddle Creek gilt es nun an die erste Platte anzuknüpfen. Und das machen Icky Blossoms ziemlich gut. Sie sind laut, noisig, poppig, rockig, düster, manchmal auch dezent süß und grooven wie Sau. Man mag nicht ausmachen woran es liegt, dass Sarah Bohling, Derek Pressnal und Nik Fackler mit ihren neun Songs genau den Nerv treffen. Den Moment einfangen, altbekannte Sounds mit dem Heute verbinden und dabei noch so herrlich unbeschwert klingen.

Recht fluffig beginnt das Album mit „In Folds“: poppig, synthielastig, eingängig. Die Achziger lassen grüßen. Das war es dann aber auch weitestgehend mit unbekümmertem Sonnenschein-Pop. Mit „Phantasmagoria“ steuern Icky Blossoms direkt in düstere Gefilde. Die Drumcomputer wummern, elektronische Beats und verzerrte Gitarren ziehen Tempo und Intensität ordentlich an. Dazu mehrstimmiger Gesang, der achterbahnartig zwischen femininer Sanftheit und beschwörender Heftigkeit schwingt. Icky Blossoms spielen mit verschrobenen Details, verlieren sich jedoch nicht darin. Und obwohl sich auf „Mask“ soviele Stile vereinen, zieht sich ein roter Faden durch die Platte. Mal feiner, mal derber – aber alles gehört zusammen und wächst im Ganzen zu einem geballten elektronischen Inferno. Die letzten beiden Songs „Silver Tongue“ und „Terror Nothing“ belegen das recht eindrucksvoll. Wer eine Kreuzung zwischen Noise, Italo Pop und 80er-Wave sucht, hat in „Mask“ sein Pendant gefunden.

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