Suche

iBand: die Synthesizer aus der Hosentasche

23. März 2008

Life is Greater than the InternetDass die Damen und Herren des kreativen Technikquartiers aus Kalifornien (ja die mit dem angeknabberten Apfel) mit ihren Produkten und Innovationen die Musikwelt auf den Kopf gestellt haben, dürfte inzwischen auch bei den Imbissbuden unten an der Ecke angekommen sein. Nämlich spätestens seitdem die großen Musikbosse dieser Welt entsprechende Zugeständnisse eingeräumt haben und in ihrer kurzen Mittagspause vergessen, die weißen Stecker im Ohr zu entfernen, während Ali Baba die alles entscheidende Frage stellt: „Döner oder was?“

Jedenfalls hat sich die Art und die Weise verändert, wie Musik inzwischen vertrieben wird oder wenigstens vertrieben werden könnte. Vielleicht verändert sich nun auch noch der Prozess wie Musik gemacht wird oder wie uns diese dargeboten wird. Keine quietschenden Gitarren mehr, keine klappernden Becken, … einfach ein Griff in die Hosentasche und die Band ist bereit, die Fans durch einen wundervollen Abend zu führen. – Die aktuellste Generation des iPods (der iPod touch oder auch eingebettet im iPhone) von Apple macht es jedenfalls möglich:

Es ist eine österreichische Band, bestehend aus drei Wiener Kunststudenten und übrigens vollkommen in Anonymität gehüllt, die diesen alternativen Weg eingeschlagen hat und bereits auf eine beachtliche Popularität schauen kann. – Es ist die iBand, welche mittels eines neckischen YouTube-Videos, nun auch außerhalb des Internets zur Berühmtheit avanciert und es damit nicht nur in die Washington Post schaffte.

Sie – das sind Marina (Piano und Gesang), Seb (Schlagzeug) und Roger (Gitarre und Bass) – sind minimalistische Elektroakustiker und brachten es innerhalb weniger Wochen zu vielen Millionen Zuschauern. – Eine beachtliche Leistung? Entscheidet selbst: Auf der ergänzend eingerichteten Seite „iBand.at”, kann man sich alle bisher veröffentlichten Videos noch einmal ansehen. Außerdem steht natürlich der aktuelle Welthit „Life is Greater than the Internet“ zum kostenlosen download bereit.

Die Welt tut in diesen Tagen das, was sie anscheinend tun muss, aber die Hauptsache für mich ist, der Döner unten an der Ecke bleibt so, wie er immer gewesen ist: scharf und saftig.

Guten Appetit und viel Erfolg bei der Suche nach weiteren Ostereiern. 😉

Schreib einen Kommentar