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H-Burns – Night Moves (Review)

16. Juni 2015
H-Burns - Night Moves

H-Burns – Night Moves

Noch ein Sommeralbum. Und dazu noch so ein gutes. Renaud Brustlein, der sich Ende der Neunziger als Mitglied der Formation Don´t Look Back eher in Postrock-Gefilden heimisch fühlte, veröffentlicht unter dem Pseudonym H-Burns sein mittlerweile fünftes Soloalbum „Night Moves“. Über die Jahre hat sich Brustlein stilistisch in verschiedensten Ecken getummelt, seine musikalischen Anfänge als metalhörender Teenager aber spürbar hinter sich gelassen. Auch der eher raue Unterton des Vorgängeralbums „Off The Map“ (produziert von Steve Albini) ist Geschichte. Brustlein richtet seinen Blick dorthin, wo er mit H-Burns neue Wege beschreiten kann.

Klanglich gesehen reiht sich „Night Moves“ eindeutig in die poppige Singer/Songwriternische. Rob Schnapf gab der Platte ihren finalen Feinschliff und Renaud Brustlein eine Geschichte. So erzählen alle elf Songs von dem Gefühl nachts in den Straßen von Los Angeles unterwegs zu sein. Wo man womöglich den Geistern, sowie den (lebenden) musikalischen Vorbildern von H-Burns (Elliott Smith, Brian Wilson, Roy Orbison oder Bruce Springsteen) über den Weg laufen kann. Verträumt und melancholisch ist „Night Moves“, eher ein Album, das sich leise in dein Herz gräbt. Der folkige Unterton der ersten Alben ist einem ausladendem weichen Klang gewichen, der mit minimalistischen Mitteln dennoch große Melodien zaubert. Und tatsächlich passt „Night Moves“ am besten in die Nachtstunden, wenn der unterschwellige Groove durch die Dunkelheit hallt und alle anderen Geräusche schluckt.

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