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Georgia – Georgia (Review)

17. August 2015
Georgia

Georgia

Jung, talentiert und einnehmend. Das wären drei von vielen Attributen, die auf Georgia Barnes zutreffen. Als Tochter von Leftfield-Gründer Neil Barnes begleiten sie musikalische Hingabe und der Hang zum Experimentieren bereits seit Kindheitstagen. Passionierte Schlagzeugerin ist sie (zuletzt auf Tour mit Kate Tempest und Kwes), eine Tüftlerin und nicht zuletzt eine begnadete Songschreiberin. Es war also nur eine Frage der Zeit bis Georgia ihr erstes eigenes Album einspielen würde. Denn die junge Britin verströmt eine Fülle an außergewöhnlichen Soundstrukturen, die kaum in Worte zu fassen ist. Auf ihrem selbstbetitelten Debüt „Georgia“ findet es sich dann doch: ein komprimiertes Energiebündel, das sich explosionsartig entfaltet, sobald die Membrane der Boxen beginnen zu vibrieren.

Was macht diese Britin nun so besonders? Man hat auf ein Album wie dieses gewartet. Das wird einem bewusst, sobald es einmal durchläuft. Kein Song gleicht dem anderen; Georgia verbindet elektronisches Geknarze mit bollernden Beats, Dub, poppigen Synthiemelodien, Hip Hop- und Qawwalieinflüssen. Das mag in dieser Kombination überladen und beinahe wahnwitzig klingen, ist jedoch ein kleiner Befreiungsschlag für den übersättigten Hörer. Georgia Barnes geht mit offenen Augen und durstigem freien Geist durch die Welt, findet in großen und kleinen Dingen Inspiration. Soundfetzen werden aufschnappt und mit Beats verknüpft. Das so wachsende Mosaik bietet einen Querschnitt durch die Musiklandschaft der Gegenwart. Es atmet, es pulsiert, es lebt. „Georgia“ ist tanzbar, poppig, markant und nicht zuletzt von einem immensen Quantum Sympathie geprägt. Für die Musik, das Leben an sich. Sympathie, die man Georgia im Gegenzug ohne weiteres schenkt. Sehr gerne sogar!

Georgia im Internet:

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