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FUTURE ISLANDS – Live & „On The Water“

24. Februar 2012

FUTURE ISLANDS sind wieder auf Tour! Ich habe das letzte mal zugegebenermaßen ihren legendären Auftritt in der Chemnitzer Beta-Bar (R.I.P.) verpasst – Es muss wohl die Show des Jahres gewesen sein: Extrem voll, tropisch verschwitzte Luft und Passion pur! Diesmal sollte die Location ein bisschen größer sein und erneut haben sich viele Leute – zumindest für Chemnitz-Verhältnisse – eingefunden, um die drei Jungs aus Maryland zu sehen, die am Dienstag von einer recht vielversprechenden Band, REFLEKTA REFLEKTA, begleitet wurden. Die Nürnberger haben dieser Tage ihr Debütalbum „Wildlife“ über Avantpop veröffentlicht und was dabei herausgekommen ist, ist eine bezaubernde Mischung aus Upbeat-Discopop und elektronischer Musik. Die Band hatte jedenfalls auch sichtlich Spaß an dem was sie da tat. Auch den Leuten in Chemnitz schien es gut gefallen zu haben; eine gelungene und vielseitige Einstimmung für Future Islands.

Einen Auftritt von FUTURE ISLANDS muss man eigentlich schon mal erlebt haben. Nicht nur die Musik an sich ist einmalig, sondern auch Sänger Sam Herrings Energie auf der Bühne, ein bisschen in Kontrast stehend zum beinahe stoischen Gebahren der Bandkollegen Gerrit an den Keys und William am Bass. Doch sie bilden die solide Basis. Richtig, kein Drumkit. Das braucht es nicht. Future Islands bestehen auch so aus Blut, Schweiß und Tränen: Performance und Glaubwürdigkeit.

Viele der Songs des Abends kamen vom aktuellen und meiner Meinung nach auch besten Album „On The Water“. Nagut, es ist weniger tanzbar und weniger beatorientiert als ihr letzter Output „In Evening Air“, aber es beherbergt die besten Songs, die je von dieser Band geschrieben wurden. Wärmer im Ganzen transportiert diese Platte außerdem die besten und emotionalsten Vocals, die Sam bisher abgeliefert hat.

Es beginnt ein bisschen wie Bon Ivers letzte Scheibe – man fühlt sich unweigerlich an die Hafensounds von „Perth“ erinnert. Aber das einzige was beiden Künstlern vielleicht gemein ist, ist eine Affinität für die Musik der 80er Jahre, obwohl FUTURE ISLANDS sicher einen raueren Weg eingeschlagen haben und ihren Tribut eher an New- und Dark Wave-Sounds zollen. Während aber viele Bands aus dieser einstigen Ära stark an Unterkühlung und hörbarer Langeweile litten, beweisen FUTURE ISLANDS viel Gefühl für Gefühl… Das kann man schwer beschreiben, aber hat man es erst einmal selbst entdeckt – das wird hoffentlich nicht lange dauern! – dann wisst ihr, was ich meine! Checkt mal „Give Us The Wind“ und ihr habt die grobe Idee:

Aber mein persönliches dieses 2011er Albums ist „The Great Fire“, in dem die wundervolle Jenn Wasner von Wye Oak mitsingen darf. Ihr wunderbar melancholischer und dennoch kraftvoller Stil jagt mir stets einen Schauer über den Rücken. Es gibt ja wirklich nicht so viele Sängerinnen, die den Frauen stimmlich wirklich gefallen, aber Ladies, ich verspreche euch, dass Jenn etwas in euch weckt, das irgendwo zwischen Zerbrechlichkeit, purer Glückseligkeit und und Sehnsucht umhertänzelt. Sie ist jedenfalls das perfekte Gegenstück zu Sams vielerorts auftretenden Tom Waits-Gebell, das er übrigens auch live nahtlos in eine raue Singstimme oder hardcoreartiges Gebrüll umschalten kann.

Also, auch wenn’s jetzt mittlerweile fast alles etwas weiter weg ist: Geht auf ein Future Islands-Konzert!

February 24 – Copenhagen, DK @ Loppen
February 25 – Aarhus, DK @ Atlas
February 26 – Bremen, DE @ Kogge
February 27 – Köln, DE @ Gebäude 9
February 28 – Tilburg, NL @ 013
February 29 – Amsterdam, NL @ OT301
March 1 – Utrecht, NL @ Ekko
March 2 – Luxembourg, LUX @ Exit07
March 3 – Paris, FR @ Petit Bain
March 4 – Caen, FR @ Presqu’ile de Caen
March 5 – Tourcoing, FR @ Le Grand Mix
March 6 – London, UK @ Scala
March 7 – Glasgow, UK @ Captain’s Rest
March 8 – Newcastle, UK @ Cluny 2
March 9 – Brighton, UK @ The Hunt
March 10 – Dublin, IRE @ Whelan’s

future-islands.com
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