Suche

Florence And The Machine – How Big How Blue How Beautiful (Review)

11. Juli 2015
Florence And The Machine - How Big How Blue How Beautiful

Florence And The Machine – How Big How Blue How Beautiful

Florence Welch ist ein kleines Wunder. Was auch immer sie in den sechs Jahren ihrer Musikkarriere angefasst hat, wurde zum Erfolg. Ihr Debüt „Lungs“ war eine Offenbarung, das darauffolgende „Ceremonials“ knüpfte mit noch mehr Pomp mühelos an. Es folgte eine Pause von vier langen Jahren. Zeit, die sich die Britin nahm, um ihr Leben zu ordnen, sich mit existenziellen Fragen zu beschäftigen. Wer bin ich? Was macht mich glücklich? Wohin will ich – und wie? Ganz banale Dinge, wie etwa der Einzug in die erste eigene Wohnung – oder auch diverse Nebenprojekte (Stichwort: Karl Lagerfeld) ließen die Jahre verstreichen. Bis sich Florence And The Machine bereit fühlte eine neue Seite aufzuschlagen und der Musik wieder ihre ganze Aufmerksamkeit zu schenken. „How Big How Blue How Beautiful“ arbeitet auf, was lange an Welchs Seele zehrte und erfährt eine Transformation, die sich mit ihren ersten beiden Alben verbindet.

Eins sei vorab klargestellt: es gibt kein Zurück zu den Zeiten, in denen der erfrischende Hippie-Pop im Reich von Florence And The Machine den Ton angab. Das Mädchen ist erwachsen geworden. Und so klingt „How Big How Blue How Beautiful“ emotional abgeklärt, aber nicht weniger intensiv. Anstelle von metaphorischen Rätseln treten klare Texte, die den direkten Weg in Welchs Innerstes finden. Die bombastlastigen Arrangements schrauben am Tempo; was sanft und zurückhaltend beginnt, wächst zu einem opulenten Sog heran. Songs, in denen man aufgeht („What Kind Of Man“), zu denen man tanzt („Ship To Wreck“), bei denen man mitleidet („Long & Lost“), die trotz dieser emotionalen Achterbahnfahrt im Ganzen Glücksgefühle hinterlassen. Der Weg von Florence And The Machine sucht nach neuen Erfahrungen, lebt den Moment und versöhnt die Vergangenheit mit der Gegenwart. Und das, wie immer, auf eine so bezaubernde ehrliche Weise; man muss Florence Welch einfach mögen.

Florence And The Machine im Internet:
Homepage
Facebook
Twitter
Youtube
Instagram

Tourdaten:
13.12. – Velodrome, Berlin
14.12. – Barclaycard Arena, Hamburg
16.12. – Olympiahalle, München
18.12. – Mitsubishi Electric Halle, Düsseldorf
19.12. – Hallenstadion, Zürich

 

Schreib einen Kommentar