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Fink – Hard Believer (Review)

18. Juli 2014
Fink - Hard Believer

Fink – Hard Believer

Zurück zu den Wurzeln. Was einst als „ein Mann und seine Gitarre-Projekt“ begann, sich seinen Weg durch dichtes Ambient-Breakbeat-Produzententum und DJ-Dasein bahnte, knüpft nun wieder dort an, wo alles begann. Fink-aka Finian Paul Greenall packt die Gitarre und die dazugehörige Baritonstimme aus. „Hard Believer“ ist ein recht rasch aufgenommenes Album. Nur gut zwei Wochen wurden vom ersten Saitenzupfen bis zum Abklingen des letzten Tons benötigt, um ein Werk zu erschaffen, das emotional eher im Bereich „Kraft und Zauber der Melancholie“ anzusiedeln ist. Unterstützt von Guy Whittaker (Bass) und Tim Thornton (Schlagzeug) krönt Greenall hier seinen atmosphärisch blueslastigen Sound mit kompaktem Tiefgang, der überraschend leicht im Fahrwasser dahin gleitet.

Fink bedienen sich verschiedener Mittel, um eine Grundstimmung zu gestalten, deren einzigartig schöne Dichte sich kaum spürbar mit den feinen Lebenslinien jedes einzelnen Songs verbindet. Blues basiert ja nun nicht unbedingt auf Heiterkeit. Tiefen und Abgründe sind die Themen, die die Seele berühren. Greenall erzählt Geschichten, die schon fast einem literarischen Spannungsbogen folgen. So bauen sich seine Erzählungen langsam auf, wachsen von unscheinbar und beliebig beim ersten Hören zu epischen Handlungen heran, je öfter man die Platte die laufen lässt. „Hard Believer“ braucht etwas, um sich aufzuwärmen. Und obwohl der Blues in allen Titeln wohnt, changieren Intensität und Stimmung wie ein Libellenflügel. Ist der Titelsong noch stark blues-geprägt, folgt „Pilgrim“ dem musikalischem Spannungsbogen. „Two Days Later“ erhält einen ziemlich groovigen Beat, „White Flag“ hingegen streift den Shoegaze ziemlich offensichtlich. Dennoch-oder gerade deswegen: alles rund, alles im Fluss, alles in einer Fink – typischen geheimnisvollen Atmosphäre miteinander verwachsen. Und so schließt dieses einnehmende Album mit der Erkenntnis, dass auch staubig-trockender Blues seine sonnigen Momente haben kann. Bei Fink sogar um Einiges häufiger.

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Soundcloud

Tourdaten:
08.08.2014 – Karlsruhe | Tollhaus
09.11.2014 – München | Muffathalle
10.11.2014 – Wien | Arena
12.11.2014 – Frankfurt | Batschkapp
13.11.2014 – Dresden | Alter Schlachtof
15.11.2014 – Berlin | Heimathafen **ausverkauft
17.11.2014 – Berlin | Heimathafen **ausverkauft
18.11.2014 – Berlin | Heimathafen
19.11.2014 – Hamburg | Fabrik
21.11.2014 – Köln | Gloria

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