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Fat Freddy’s Drop live @ Columbiahalle, Berlin | 15.10.2013

17. Oktober 2013

neuseeland, raeggae, dubZweieinhalb Jahre ist es her als uns FAT FREDDY’S DROP aus Neuseeland erstmals nassgeschwitzt wieder nach Hause schickten. Seitdem sind wir regelrecht infiziert. Wir können es nicht lassen, und so ging es am Dienstag bereits in die dritte Runde Roots, Dub, Soul und Reggae zur besten Live-Truppe, die das Land der langen weißen Wolke je hervorgebracht hat. Die Spannung war insbesondere deshalb noch größer als sonst, weil nach ausgiebiger Studiotüftelei – immerhin liegt das letzte reguläre Studiowerk bereits vier Jahre zurück – erst vor kurzem ihr neues Album „Blackbird“ veröffentlicht wurde. Es ist ja kein Geheimnis, dass die siebenköpfige Supergroup ihre Songs in bester Impro-Manier auf der Bühne zumeist noch einmal richtig durchschleudert und vorn und hinten mit weiteren Songschnörkeleien versieht, dass aus einem Sechsminüter glatt ein Zwölfminüter werden kann. Ihre neuen Songs funktionierten live übrigens phänomenal gut, insbesondere „Clean The House“ entpuppte sich als Groovemonster allererster Güte. Überhaupt gelang es Fat Freddy’s Drop ihr Publikum im Handumdrehen um den Finger zu wickeln.

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Die stilistisch sich leicht voneinander abgrenzenden Konzertabschnitte sorgten im Einzelnen für allerhand Abwechslung und aneinandergepuzzelt für extatische Tanzeinlagen im Publikumsrund. Wenngleich man in den vorderen Reihen eher weniger von Bewegungsfreiheit reden konnte – die Bude platzte aus allen Nähten – ließen sich die Konzertbesucher an den Seiten nicht von den fetten im Weg stehenden Säulen beirren und nutzten jeden freien Zentimeter zum ausgiebigen Tanzen, Springen und Rotieren. Eine Dame rief ihrer Freundin zu: „Man muss die Band nicht sehen, man muss sie spüren!“ An dieser Stelle müssen wir Widerspruch einlegen, all zu viel Freude bereitete uns der (glücklicherweise) im Sichtfeld positionierte Hopepa – untermalt von besonders rhythmischen Bewegungen entledigte er sich im Zwanzigminutentakt nach und nach seines Bühnenkostüms. Bei zweieinhalb Stunden Spieldauer stand er da so einiges Mal im Mittelpunkt.

Fat Freddy’s Drop im Internet:
Offizielle Homepage: www.fatfreddysdrop.com
Facebook: www.facebook.com/Fat-Freddys-Drop


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