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Fallulah – Escapism (Review)

12. Mai 2014
Fallulah - Escapism

Fallulah – Escapism

Die Welt braucht mehr guten Pop! Den von Fallulah zum Beispiel. Die junge Dänin mit dem sagenhaften Talent-Portfolio kehrt mit Album Nummer zwei zurück. „Escapism“ ist tatsächlich ein Klang und Ton gewordener Fluchtplan, der mit dem Abdriften vom Alltag und Eintauchen in die Fallulah-Welt lockt. Vier Jahre sind seit ihrem Debüt „The Black Cat Neighbourhood“ vergangen. Maria Apetri hat in dieser Zeit Eindrücke gesammelt, hier und da ein bisschen Quatsch gemacht, an Songs gearbeitet und zum Großteil wahrscheinlich das getan, was vielen Musikern irgendwann abhanden kommt: gelebt. So ist es auch kein Wunder, dass „Escapism“ derart entspannt und irgendwie „satt“ daher kommt. Fallulahs Passion für das Verknüpfen von Musik und Tanz zieht sich erneut wie ein roter Faden durch die neue Platte.

Rhythmisch bis in die letzten versteckten Winkel – abgerundet durch einen üppigen Popsound, der das Bedürfnis weckt durch die Wohnung, den Garten, die Parkanlagen oder die Straßen wirbeln zu wollen. „Deserted Homes“ beginnt orchestral, gerahmt von ausgefeilter Percussion – die den oben angesprochenen Rhythmusfaden des Albums deutlich aufblitzen lässt. „Dried-Out Cities“ schwingt inklusive 80er Refrain direkt in den Ohrwurmhimmel, der Titelsong hingegen türmt sich mit Lauf seiner Spielzeit von einer sanften Ballade zur reinsten Sirenenarie auf. Fallulah versteht es ihre Stimme homogen den jeweiligen Liedern anzupassen. Sie verwächst mit ihren Kompositionen, sie trägt „Come Into My Heart“ oder „Your Skin“ wie ein maßgeschneidertes Kleid für alle Gelegenheiten. „13th Cigarette“, sowie einige weitere Tracks erinnern auf makabere Weise an Florence & The Machine. Makaber, weil beide Damen nicht unterschiedlicher sein könnten. Fallulah wirkt trotz ihrer Theatralik, die an vielen Stellen durchbricht, immer noch sehr bodenständig. Authentisch eben. Und dafür muss man sie lieben. Für die Coversongs von „Hurricane“ und „Wicked Game“ (den Schmachtfetzen überhaupt) sowieso. Mehr gute Popmusik: hier ist sie!

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