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Echo And The Bunnymen – Meteorites (Review)

19. Juni 2014
Echo And The Bunnymen - Meteorites

Echo And The Bunnymen – Meteorites

Besuch von alten Freunden. Nachdem die Pixies im Frühjahr ihr erstes Album nach 23 Jahren veröffentlichten, legt nun auch die Post-Punk/ New Wave-Legende Echo & The Bunnymen nach. Fünf Jahre nach „The Fountain“ erschien kürzlich „Meteorites“. Und wie das eben immer so mit geliebten musikalischen Urgesteinen ist: die Erwartungen sind gemischt. Einerseits kann das, was da kommt nach 35 Jahren im Musikgeschäft und kontinuierlich soliden bis großartigen Leistungen gar nicht schlecht sein. Andererseits schwingt die Befürchtung, dass auch Echo & The Bunnymen eventuell die Luft ausgegangen sein könnte immer mit. Aktuell bestehen die Bunnymen lediglich aus den Gründungsmitgliedern Will Sergeant (Gitarre) und dem Sänger Ian McCulloch. Und wenn man es mal nüchtern betrachtet, braucht es auch nicht mehr. Denn alles was diese Band seit jeher ausmacht, entstammt diesem Duo.


Echo & The Bunnymen – Lovers On The Run on MUZU.TV.

So gibt es auch auf „Meteorites“ (Überraschung!) keine Kompromisse hinsichtlich einer klanglichen Neuorientierung. Die Bunnymen bleiben ihrer psychedelisch-wavigen Linie treu. Das kann man ihnen anlasten, oder sich nostalgisch entspannt zurücklehnen. Ich empfehle letzteres. McCulloch singt wie gehabt mit einer Mixtur aus rotzig und gelangweilt, während sich die Songs um ihn herum zu einem opulenten Gefüge aufbauen. Viel Hall, viele Streicher und orchestrale Elemente, die dieser Postpunk-Oper Dramatik und Tiefgang zu gleichen Teilen verleihen. Ob nun das frickelig schöne „Constantinople“ oder das poppig balladeske „Lovers On The Run“ – Echo & The Bunnymen haben nach etlichen Dekaden ihren Sound mehr als abgerundet. Aufgrund seiner üppigen Arrangements droht „Meteorites“ zwar öfter in die Ziellosigkeit abzurutschen; aber irgendwie reißen McCulloch und Sergeant das Ruder dann doch rechtzeitig wieder rum. Kritikpunkte mögen Erbsenzähler immer finden. Wer Echo & The Bunnymen bereits seit Längerem folgt und sie für ihre melancholischen Hymnen liebt, der darf allerdings auch hier bedenkenlos reinhören.

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